Die wahre Kunst ist ewig.
Die wahrhaft großen Genies, die uns aus der Vergangenheit überliefert find, waren in ihrer Zeit auch nur einzelne Auserwählte gewesen unter unzähligen Berufenen. Diese wenigen allerdings würden aus dem Gefühl ihres eigenen Wertes heraus immer protestiert haben — so wie sie es auch heute tun — gegen die Begriffe „modern" oder „nicht modern".
Denn die wahre Kunst ist und bleibt in ihren Leistungen immer eine ewige, d. h. sie unterliegt nicht dem Gesetz der saisonmäßigen Bewertung der Leistungen eines Schneiderateliers. Ihre Würdigung verdient sie sich als eine aus dem tiefsten Wesen eines Volkes entstammende unsterbliche Offenbarung. Es ist aber natürlich verständlich und begreiflich, wenn gegenüber diesen Riesen, die als die wirklichen Schöpfer und Träger einer höheren menschlichen Kultur anzusehen sind, die kleineren Geister ganz zufrieden aufatmen, wenn man sie von der drückenden Ewigkeit dieser Titanen befreit und ihren Werken wenigstens jene Augenblicksbedeutung schenkt, die von der Gegenwart zugebilligt wird.
Was in seinen Leistungen nun einmal nicht für Ewigkeiten bestimmt ist, redet auch nicht gern von Ewigkeiten. Es wünscht im Geaenteil, diese aus der Vergangenheit in die Zukunft reichenden Riesen der Mitwelt möglichst zu verdunkeln, um selbst, wenn auch als schwaches Flämmchen, von den suchenden Zeitgenossen entdeckt zu werden. Dieses leichte Kunstschmierantentum allerdings ist wirklich im höchsten Falle nur ein Zeiterlebnis. Gestern noch nicht gewesen, heute modern und übermorgen vergessen. Und gerade biefe kleinsten Kunstproduzenten waren beglückt von der jüdischen Entdeckung der Zeitgebundenheit der Kunst. Denn wenn sie schon als Ewigkeitserscheinungen mangels jeder Berufung keine Aussicht hatten zu bestehen, dann aber dadurch wenigstens als Gegenwartserlebnis.
Was war dabei nun natürlicher, als daß gerade diese Sorte kleiner Gegenwartskunstfabrikanten sogar noch auf das eifrigste mithalfen, um
1. den Glauben an die völkische Gebundenheit und damit an die zeitliche Unvergänglichkeit eines Kunstwerkes zu beseitigen, um so
2. dem eigenen Kunstwerke den Vergleick mit den Leistunaen der Vergangenheit zu ersparen und es als daseinsberechtigt wenigstens der Gegenwart aufoktroieren zu können.
„Die Verschwörung des Unzulänglichen und Mnderwerügen."
Die N o o e m b e r z e i t tat dann noch das Uebrige, um im Sinne der beabsichtigten Zersetzung diese kleinsten Kunstlibellen an Akademien und Galerien zu berufen, um nun auch dafür zu sorgen, daß der Nachwuchs eines ähnlichen, d. h. kleinsten Formats blieb. Denn so wenig diese Geister selbst sind, so groß aber ist ihre Abneigung nicht nur gegenüber dem Schaffen der Großen der Vergangenheit, sondern auch gegenüber jeden Format der Zukunft.
Daher sind auch gerade diese kunslzwerge, die selbst die größte Toleranz beanspruchen, bei der Beurteilung ihrer eigenen Erzeugnisse, von größter Intoleranz in der Würdigung der Ar- beiden anderer, und zwar nicht nur solcher aus der Vergangenheit, sondern auch von Künstlern der Gegenwart. Genau wie in der Volitik gab es auch eine Verschwörung des Unzulänglichen und Minderwertigen gegen das bessere Vergangene und das befürchtet bessere Gegenwärtige oder auch nur geahnt bessere Zukünftige.
So wenig nun diese Kunstmißhandler an positivem Können aufzuweisen haben, so groß ist dafür das gut einstudierte Lexikon von S ch l a g w ö r - lern und Phrasen. Ja, darin wissen sie Bescheid. Kein Kunstwerk ohne eine genau gedruckte Deutung seines sonst unverständlichen Sinnes. Dabei kam diesen kläglichen Kunstschwadroneu- r e n immer wieder die Feigheit unseres sogenannten besitzenden Bürgertums zugute und nicht minder die Unsicherheit jener, die, weil kurz und schmerzlos reich geworden, zu ungebildet sind, um überhaupt Kunstwerke beurteilen zu können. Und die gerade deshalb am meisten unter der Angst leiden, auf diesem Gebiet einen Fehlgriff zu tun und dadurch in ihrer Ungebildetheit plötzlich entlarvt zu werden.
Es gab daher für diese Art von Kunstproduzenten
und Kunstoertreibern gar nichts Besseres, als sich gegenseitig in die Hände zu spielen und von vornherein alle jene als ungebildete Banausen zu bezeichnen, die dieses Spiel durchschauten oder sonst nicht mitmachen wollten. Gegenüber den Emporkömmlingen aber war es das sicherste Mittel, ein vielleicht doch noch in seinem Instinkt schlummerndes Abwehrgefühl zu töten, indem man erstens gleich von vornherein betonte, daß das in Frage kommende Kunstwerk schwer verständlich und daß zweitens sein Preis daher und eben deshalb sehr hoch wäre. Denn von dieser Art reich gewordener Kunstkenner will sich keiner aus begreiflichen Gründen nachweisen lassen, daß er etwa fein Kunstverständnis besitze, oder gar nicht das genügende Geld, um sich so etwas zu erwerben. Ja, man kann fast sagen, daß bei dieser Sorte von Käufern die Höhe des geforderten Preises sehr oft als der beste Beweis für die Güte der Ware angesehen wurde. Und wenn die Anpreisung eines solchen Unsinns außerdem noch unverständliche Phrasen begleiten, dann ist es um so leichter, das dafür geforderte Geld auszulegen, als man ja dabei immer noch der stillen Hoffnung sein kann, daß das von einem f e I b ft nicht Verstandene von den im Auge gehabten Nachbarn erst recht nicht begriffen werden dürfte, so daß dem Käufer am Ende auf alle Fälle wenigstens die Genugtuung bleibt, einen ganz klaren Vor- prung auch an modernem Kunstverständnis vor einem lieben wirtschaftlichen Konkurrenten zu be- itzen. Immerhin konnte man selbst jedenfalls nicht in den Verdacht kommen, so eine Sache nicht zu verstehen.
Im Gegenteil, weil die Sache an sich ja unverständlich ist, wie bemerkenswert die Persönlichkeit, die durch eine solche Haltung es beweist, gottlob immer noch zu jenen zu gehören, die selbst mit derartigen schwersten Problemen geistig fertig zu werden vermögen. Ja, unsere Juden haben ihre bürgerlichen Pappenheimer nur zu gut gekannt. Und die mit ihnen marschierenden modernen Kunstdeuter erkannten ebenfalls nur zu schnell, was da los war.
Das nastonalfozialiWche Deutschland will eine deutsche finnff.
3d) möchte daher an dieser Stelle heute folgende Feststellung treffen: Bis zum Machl- antritt des Nationalsozialismus hat es in Deutschland eine sogenannte „m o - derne kunst" gegeben, d. h. also, wie es schon im Wesen dieses Wortes tiegt, fast jedes Jahr eine andere. Das natlo- nalfozi'alistische Deutschland aber will wieder eine deutsche Kunst. Und diese soll und wird wie alle schöpferischen Werte eines Volkes eine ewige sein. Entbehrt sie aber eines solchen Ewigkeitswertes für unser Votk, dann ist sie auch heute ohne höheren
Wert.
Als daher der Grundstein für dieses Haus gelegt wurde, sollte damit der Bau eines Tempels beginnen nicht für eine sogenannte „moderne", sondern für eine wahre und ewige deutsche Kunst, d. h. noch besser: Ein Haus für die K u n st d e s d e u t - s ch e n Volkes und nicht für irgendeine internationale Kunst der Jahre 1937, 40, 50 oder 60. Denn in der Zeit liegt keine Kunst begründet sondern nur in den Dölkern. Es hat daher auch der Künstler nicht so sehr einer Zeit ein Denkmal SU setzen, sondern seinem Volke. Denn die Zeit ist etwas Wandelbares, die Jahre kommen und pe vergehen. Was nur aus einer bestimmten Zeit heraus allein leben würde, müßte mit ihr vergänglich sein. Dieser Vergänglichkeit würde aber nicht 'nur das verfallen, was vor uns entstanden ist, sondern auch das, was heute entsteht oder erst in der Zukunft feine Gestaltung erhält. Wir Nationalsozialisten kennen aber nur eine Vergänglichkeit, das ist die Vergänglichkeit des Volkes selbst. Ihre Ursachen sind uns bekannt. Solange aber ein Volk besteht, ist es in der Flucht der Erscheinungen der ruhende Pol. Es ist das Seiende und Bleibende!
Und damit ist auch die Kunst als dieses Seienden Wesensausdruck ein ewiges Denkmal, selbst seiend und bleibend und gibt daher auch keinen Maßstab von gestern und heute, von modern und unmodern, sondern es gib» nur einen Maßstab von „wertlos' oder „wertvoll", und damit von „ewig" oder „vergänglich". Und diese Ewigkeit tiegt gefaßt im Leben der Völker, solange also diese selbst ewig sind, d. h. bestehen.
Ich will daher, wenn ich von deutscher Kunst rede — wofür dieses Haus gebaut wurde — den Maßstab im deutschen Volke, in seinem Wesen und Leben, seinem Gefühl, seinen Empfindungen und ihre Entwicklung in s e i n e r Entwicklung sehen.
Er legt daher in den Massen seines Daseins auch den Maßstab für den Wert oder U n wert unseres kulturellen Lebens und damit unseres künstlerischen Schaffens.
Aus der Geschichte der Entwicklung unseres Volkes wissen wir, daß es sich aus einer Anzahl mehr oder weniger unterschiedlicher Rassen zusammensetzt, die im Laufe von Jahrtausenden dank dem gestaltenden Einfluß eines bestimmten überragenden Rassenkernes jene Mischung ergaben, die wir heute in unserem Volke vor uns sehen.
Diese einst volkbildende und damit auch heute noch gestaltende Kraft liegt auch hier in demselben arischen Menschentum, das wir nicht nur als den Träger unseres eigenen, sondern auch der vor uns liegenden antiken Kulturen erkennen.
Diese Art der Zusammensetzung unseres Volks- tumes bedingt die Vielgestaltigkeit unserer eigenen kulurellen Entwicklung ebensowohl wie die sich daraus ergebende natürliche Verwandtschaft mit den Völkern und Kulturen der aleichgearteten Rassenkerne in der anderen europäischen Dölkerfamilie.
Trotzdem aber wollen wir, die wir im deutschen Volk das sich allmählich herausbildende Endresultat dieser geschichtlichen Entwicklung sehen, uns eine Kunst wünschen, die auch in ihr immer mehr der Vereinheitlichung dieses Rassengefüges Rechnung trägt und damit einen einheitlichen, geschlossenen Zug annimmt.
Das schönste Gesetz für nnferVolk
Es ist oft die Frage gestellt worden, was denn nun „deutsch sein" eigentlich heiße. Unter allen Definitionen, die in Jahrhunderten und von vielen Männern darüber ausgestellt worden sind, scheint mir jene wohl am würdigsten zu sein, die es überhaupt nicht versucht, in erster Linie ein Erklärung abzugeben, als vielmehr ein Gesetz aufzustellen.
Das schönste Gesetz aber, das ich mir für mein Bolk auf dieser Welt als Aufgabe feines Lebens vorzustellen vermag, Hal schon ein großer Deutscher einst ausgesprochen: D e u t f ch s e i n , heißt klar sein! Das aber würde besagen, daß deutsch fein damit logisch und vor allem aber auch wahr fein heißt.
Ein herrliches Gesetz, das allerdings auch j e j) e n einzelnen verpflichtet, ihm zu dienen und es damit zu erfüllen. Aus diesem Gesetz heraus finden wir dann auch einen allgemein gültigen Maßstab für das richtige, weil dem Lebens- Gesetz^ unseres Volkes entsprechende Wesen unserer
Die tiefinnere Sehnsucht nun nach einer solchen wahren deutschen Kunst, die in sich die Züge dieses Gesetzes der Klarheit trägt, hat in unserem
Volke immer gelebt. Sie hat unsere großen Maler, unsere Bildhauer, die Gestalter unserer Architekturen, unsere Denker und Dichter und am allerhöchsten wohl unsere Musiker erfüllt. Als an jenem unglücklichen 6. Juni 1931 der alte Glaspalast in Feuer und Flammen aufging, da verbrannte in ihm ein unsterblicher Schatz einer so wahrhaften deutschen Kunst. Romantiker hießen sie und waren dabei doch nur die schönsten Vertreter jenes deutschen Suchens nach der wirklichen und wahrhaftigen Art unseres Volkes und nach einem aufrichtigen und anständigen Ausdruck dieses innerlich geahnten Lebensge- setzes.
Denn nicht nur die gewählten Stoffe der Darstel- lung waren dabei für ihre Charakteristik des deutschen Wesens entscheidend, sondern ebenso sehr die klare und einfache Art der Wiedergabe dieser Empfindungen.
Und es ist daher auch kein Zufall, daß gerade diese Meister dem deutschesten und damit natürlichsten Teil unseres Volkes am allernächsten standen.
Diese Meister waren und sind unsterblich, selbst heute, da viele ihrer Werke im Original nicht mehr leben, sondern höchstens noch in Kopien oder Reproduktionen erhalten sind. Wie weit entfernt war
aber auch das Wirken und Arbeiten dieser Männer gewesen von jenem erbärmlichen Marktbetrieb vie» ler unserer sogenannten „modernen" Kunstschaffenden, d. h. ihren unnatürlichen Schmierereien und Kleksereien, die nur durch eine ebenso charakter- wie gewissenlose Literatentätigkeit gezüchtet, protegiert oder gutgeheißen werden konnten, dem deutschen Volke aber in seinem gesunden Instinkt ohne- hin immer vollkommen fremd geblieben, ja als ein Greuel erschienen waren. Unsere deutschen Romantiker von einst dachten nicht im geringsten daran, etwa alt oder gar modern zu sein oder fein xu wollen. Sie fühlten und empfanden als Deutsche und rechneten natürlich dementsprechend mit einer dauernden Bewertung ihrer Werke, entsprechend der Lebensdauer des deutschen Volkes. Welch eine Tragik also, daß gerade ihre Arbeiten verbrennen mußten, während die Erzeugnisse unserer modernen Kunstfabrikanten, die ja ohnehin als in der Zeit liegend ausgegeben werden, uns leider nur zu lange erhalten blieben. Wir wollen sie nun aber auch selbst pflegen als Dokumente des tiefsten Verfalles unseres Volkes und seiner Kultur. Dem Zwecke soll auch die Ausstellung der Derfallzeit dienen, die wir in diesen Tagen ebenfalls dem Besuch der deutschen Volksgenossen öffnen und empfehlen. Sie wird für viele eine heilsame Lehre sein.
Deutschlands kulturelle Wiedergeburt.
In den langen Jahren der Planung und damit der geistigen Ausrichtung und Gestaltung eines neuen Reiches beschäftigte ich mich oft mit den Aufgaben, die uns die Wiedergeburt der Nation besonders auf dem Gebiete ihrer kulturellen Säuberung auferlegen würde. Denn Deutschland sollte ja nicht nur politisch oder wirtschaftlich, sondern in erster Linie auch kulturell wieder erstehen. Ja, ich war und ich bin überzeugt, daß der letzteren für die Zukunft eine noch viel größere Bedeutung zukommen wird als den beiden erfteren. Ich fjabe immer die Meinung unserer kleinen Geister der Nooemberzeit bekämpft und abgelehnt, die jeden großen kulturellen Plan, ja jede größere Bauaufgabe schon einfach damit abtaten, daß sich nach ihrer Erklärung ein politisch sowie wirtschaftlich ruiniertes Volk mit solchen Projekten überhaupt nicht belasten dürfte.
Ich war im Gegenteil gerade nach unserem Zusammenbruch der Ueberzeugung, daß Völker, die einmal gestrauchelt sind und nun von ihrer ganzen Umwelt getreten werden, erst recht die Verpflichtung besitzen, ihren Unterdrük- kern gegenüber den eigenen Wert noch bewußter zu betonen und zu bekunden. Es gibt aber nun einmal kein stolzeres Dokument für das Lebensrecht eines Volkes als dessen unsterbliche kulturelle Leistungen.
Ich war daher auch immer entschlossen — wenn das Schicksal uns einmal die Macht geben würde —, über diese Dinge mit niemand z u diskutieren, sondern auch hier Entscheidungen zu treffen. Denn das Verständnis für so große Aufgaben ist nicht allen gegeben. Mit kleinen spießerhaften Geistern aber über Probleme zu verhandeln, die sie einfach nicht verstehen, weil sie weit über ihren Horizont hinausragen, ist zwecklos.
Noch falscher aber würde es sein, sich gar von jenen beirren zu lassen, die als grundsätzliche Feinde einer nationalen Wiedergeburt die Bedeutung der kulturellen Erhebung sogar sehr genau erkennen und sie deshalb erst recht mit allen Mitteln zu stören und zu -hemmen versuchen.
Unter den vielen und zahlreichen Plänen, die mir im Kriege und in der Zeit nach dem Zusammenbruch vvrschwedten, befand sich auch der, in München, der Stadt mit der weitaus größten künstlerischen Ausstellungstradition — angesichts des gänzlich unwürdigen Zustandes des alten Gebäudes — einen neuen großen Ausstellungs- Palast für die deutsche Kun st zu errichten. Auch an den nunmehr gewählten Platz dachte ich schon vor vielen Jahren. Als aber plötzlich der alte Glaspalast auf so furchtbare Weise sein Ende fand, drohte zu all dem unersetzlichen Verlust höchster deutscher Kulturwerte auch noch die Gefahr, daß nun durch die Vertreter der schönsten Kunstverder- bung in Deutschland am Ende eine Aufgabe vor- weggenommen würde, die ich so viele Jahre früher schon als eine der notwendigsten gerade dem neuen Reich zugedacht hatle.
Denn die Machtübernahme durch den Nationalsozialismus lag 1931 noch in so unbestimmter Ferne, daß ja kaum eine Aussicht bestand, diesem Dritten Reich den Bau des neuen Ausstellungs- palastes vorzubehalten. Tatsächlich schien es ja auch eine gewisse Zeit lang so zu kommen, als ob die Novembermänner der Münchener Kunstausstellung ein Gebäude bescheren wollten, das mit deutscher Kunst ebensowenig zu tun hatte, wie es umgekehrt den bolschewistischen Um - und Zustän- d e n ihrer Zeit entsprochen haben würde. Manche von Ihnen kennen vielleicht noch die Pläne des Hauses, das damals für den jetzt so wunderbar gestalteten alten Botanischen Garten vorgesehen war. Ein sehr schwer zu definierendes Objekt. Ein Gebäude, das eben jo gut eine sächsische Zwirnfabrik, wie die Markthalle einer mittleren Stadt oder unter Umständen auch ein Bahnhof, ebensogut allerdings auch ein Schwimmbad hätte fein können. Ich brauche Ihnen nicht zu versichern, wie ich damals litt bei dem Gedanken, daß zu dem ersten Unglück nun noch außerdem ein zweites kommen würde. Und daß ich daher gerade in diesem Fall aufrichtig erfreut, ja glücklich war über die kleinmütige Ent» schlußlosigkeit meiner damaligen politischen Gegner. Lag doch in ihr vielleicht die einzige Aussicht, am Ende den Neubau eines Münchener Kunstausstel- lungspalastes vielleicht doch noch dem Dritten Reich als erste große Aufgabe retten zu können.
ein wahrhaft großer nnd künstlerischer Wurf
//
//
Sie werden es nun alle verstehen, wenn mich in diesen Tagen ein wahrhaft schmerzlicher Kummer erfüllt darüber, daß es die Vorsehung nicht gestattet hat, den heutigen Tag mit dem Mann zu erleben, der mir sofort nach der Uebernahme der Macht als einer der größten deutschen Baumeister die Pläne auch für dieses Werk entworfen hat. Als ich mich an den bereits die Parteibauten bearbeitenden Professor Ludwig Tro ost wendete mit der Bitte, ein Kunstausstellungsgebäude auf diesem Platz zu errichten, da hatte dieser seltene Mann eine Anzahl g r o ß gedachter Skizzen bereits ausgeführt für ein solches Gebäude — entsprechend den damaligen Ausschreibungen — auf dem Gelände des alten Botanischen Gartens. Auch diese Pläne zeigten seine Meisterhand!
Trotzdem hat er sie nicht einmal als Konkurrenzentwürfe der damaligen Jury eingesandt, und zwar nur — wie er mir erbittert erklärte — in der Ueber
zeugung, daß es ja doch ganz aussichtslos gewesen wäre, solche Arbeiten einem Forum zu unterbreiten, dem jede erhabene und anständige Kunst ja nur ein Greuel und die Bolschewisierung, das heißt chaotische Zersetzung unseres gesamten deutschen und damit auch kulturellen Lebens höchstes Ziel und letzter Zweck waren. So erhielt von diesen Plänen die Oeffentlichkeit überhaupt gar keine Kenntnis. Sie lernte später nur jenen neuen Entwurf kennen, der nunmehr in der Ausführung vor Ihnen steht.'
Und dieser neue Baugedanke ist, das werden Sie mir heute wohl alle zugeben, ein wahrhaft großer und künstlerischer Wurf. So einmalig und eigenartig ist dieses Objekt, daß es mit nichts verglichen werden kann. Ls gibt keinen Bau, von dem man be-
hauplen könnte, er fei das Vorbild, und dies hier wäre die Kopie. Wie alle wahrhaft großen Bauschöpfungen ist dieses Haus einmalig und einprägsam und bleibt jedem in seiner Eigenart nicht nur im Gedächtnis haften, sondern es entstand in ihm ein Merkmal, ja, ich darf schon sagen, ein wahres Denkmal für diese Stadt und darüber hinaus für die deutsche Kunst.
Dabei ist dieses Meisterwerk ebenso groß in (einer Schönheit, wie zweckmäßig in seiner Anlage unö in seinen Einrichtungen, ohne daß irgendwie technische Erfordernisse sich zum Herren des gesamten Werkes erheben konnten. Es ist ein fei™PC^enf^Unft' ^ine Fabrik, fein Fernheizwerk, feine Bahnstation oder elektrische Umschaltzentrale. PnHnri*fCfteh en Abgabe und der gegebenen Lage bff/ld) PUrs b,efer große einmalige ßnttourt sondern auch das verwandte ?°le Materla und die genaue und gewissenhafte Ausführung. 1
llnb zwar jene sorgfältige Ausführung, die auch der großen -schule des dahingegangenen Meisters
entspricht, der es nicht wollte, daß dieses Haus eine Markthalle für Kunstwaren, sondern ein Tem- pel der Kunst fein sollte. Und in diesem Sinne hat sein Nachfolger Professor Gall dieses Werk als ein Vermächtnis treu gehütet und genial weiter gebaut, beraten und begleitet von einer Frau, die mit stolzem Recht nicht nur den Namen, sondern auch den Titel ihres Mannes trägt. Und als dritter stieß dann später hinzu Baumeister Hei - g e r. Was sie planten, hat der Fleiß und die Kunst deutscher Arbeiter und Handwerker nun vollendet.
So ist hier ein haus entstanden, würdig genug, um den höchsten Leistungen der Kunst eine Gelegenheit zu geben, sich dem deutschen Volk zu zeigen, und so sollte der Bau dieses Hauses zugleich mit einen Wendepunkt darstellen und das chaotische Baustümpern, das hinter uns lag, beenden. Ein erster Neubau, der sich würdig einreihen soll und die unsterblichen Leistungen unseres deutschen kun flgeschichtlichen
Lebens.
Sie werden aber nun auch verstehen, daß es nicht genügen darf, der bildenden deutschen Kunst dieses Haus zu geben, das so anständig, klar und wahrhaftig ist, so daß wir es schon mit Recht als ein Haus der deutschen Kunst bezeichnen dürfen, sondern daß nunmehr auch die A u s st e l l u n g selbst eine Wende bringen muß gegenüber dem er» lebten künstlerischen, bildhauerischen und malerischen Verfall.
D e ewige deutsche Kunst.
Wenn ich mir nun anmaße, hier ein Urteil abzugeben, meine Auffassungen zu äußern und entsprechend diesen Erkenntnissen zu handeln, dann nehme ich zunächst das Recht hierzu in Anspruch nic^t nur aus meiner Einstellung zur deutschen Kunst überhaupt, sondern vor allem auch aus meinem eigenen Beitrag, den ich für die Wiederherstellung der deutschen Kunst geleistet habe. Denn dieser heutige Staat, den ich mit meinen Kampfgefährten in einem langen und schweren Ringen gegen eine Welt von Widersachern erkämpft und ausgerichtet habe, hat auch der deutschen Kunst allein
großen Voraussetzungen für eine neue und starke Blüte gegeben. '
..Nicht bolschewistische Kunstsammler ober ihre x ra» $Gri Trabanten haben die Grundlagen für öen Bestand einer neuen Kunst geschaffen ober auch ™r den Fortbestand der Kunst in Deutschland N l^estellt, sondern wir, wie wir diesen Staat ins x,eben riefen und seitdem gewaltige Mittel der ^urschen Kunst zur Verfügung stellen, die sie zu lyrer Existenz und zu ihrem Schaffen benötigt und
Wtr deshalb, weil wir der Kunst
,neue große Aufgaben 3 u g e wie* 1 e n haben.
fllll
w zu I
MnVc ch n i. sind eil ÄHn, d Arischer 1:5 Schwätz
All ® i" >ßt. Ä 1’1 ffiti
1 ,1» ** 81*.^
tr*
W*1' t * * «”6 nisnws m glauben u einige Kunst M staben voi
ter
Denn die Rillig wie Wtes anbei teftrpna Mseht fjj Büroiger
U w ill e- mein 1
ginau so w wirrung m mdeutsc Funstwe den tönt erst eine notigen, finden, d sinn ged den we
:»n' ' ötQue.
'S JU
Mi ta“«1 >"'chen
!?*« «fr5 i Willi», '%s.:
|eK
Me di „eine stai tunftsträi „bebeutfa „nrsprün verlogem werden f für an fi MSniffe 1
Ob jema res Erlebei durch schwi : tereffiert ui I Wollen da- ler, der da fteUung zu in Deutschla fügen. Das ! Wtverstan Ochste, wen Men belast Ims wollte. Serie babut I fü sie eben < '•illen, so sicht die Präern daß ? Met W suct Mi in D j 7 Ae de ! ><f)U
**n, r ' I Ä 6
*> »Of)l Ä'S
1 es | ? einem I- tonnen.
I * ö’e reden
& “Wen


