Ausgabe 
19.6.1937
 
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Somstag, |9.3uni 1957

187. Jahrgang

Kl HO Erstes Biati

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Drudt und Verlag: vrllhl'sche Universiläts-Vuch- und Steindruckere« «.Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7

Europäische Zusmimenarbeii

ßenfahrt der Alten Garde über Deutsch

Führer fahr nVTarnte »5 umfÄ &?'lau s° rtg e!° tzt werden und am Abend auf v. e,o\\nprtrpfor her Marienhura ihren Abschluß finden.

Jas vierte Msicherungsschiff der Deutschen Lufthansa

Wenige Kilometer weiter erhebt sich bei Hohen­stein das Reichsehrenmal Tannenberg, in dessen Mauern unter dem Schutz der deutschen Wehrmacht der Sieger von Tannenberg bei seinen toten Soldaten ruht. Langsam bricht die Dämme­rung herein, als der Zug der Alten Garde unter Vorantritt des Stellvertreters des Führers durch ein langes Spalier der Parteigliederungen sich dem Denkmal nähert. Auf den Wehrgängen des Denk­mals stehen in weitem Kreise die Posten der Wehrmacht. 200 Mann, das Gewehr mit aufge­pflanztem Seitengewehr vor sich, lieber das Denk­mal zieht ein Jagdgeschwader, in Hakenkreuzform ausgerichtet, hinweg. Der Donner der Motoren ist verschwunden. In tiefem Schweigen betritt die Alte Garde das Denkmal. Die letzte Strecke vor dem Denkmalsportal steht der Reichsarbeitsdienst. An dem Doppelposten des Heeres mit präsentiertem Gewehr vorbei betritt die Alte Garde den Denk­malshof. Rudolf Heß mit Dr. Ley, den Gaulei­tern Koch und F o r st e r. mit Obergruppenführer Schoene und SS.-Oberführer Roch als Vertre­ter des Gruppenführers, begleitet von General­leutnant Schroth als Vertreter des Kommandie­renden Generals, treten in die Grufj ein. Hier legt der Stellvertreter des Führers am Sarge des Feldmarschalls einen Kranz nieder. Die Fahne der Alten Garde senkt sich, und in langem Zuge schrei­ten die Männer der Alten Garde an der Gruft vorbei.

Das MotorschiffF r i e s e n l a n d" ist der vierte schwimmende Flugstützpunkt der Lufthansa Wäh­rend die ersten beiden Schiffe, der DampferWestfalen" und das MotorschifiSchwa be n land, umgebaute Frachtschiffe sind, stellte das im vergangenen Jahre fertiggestellte MotorschiffOstmark das erste eigene, für den zivilen Ozeanflugdienst erbaute Sicherungsschlff dar. Der letzt von der Deutschen Lufthansa übernommene FlugstützpunktF r i e s e n l a n d weist.gegenüber»der bedeutend kleinerenOstmark" eine Reihe von Verbesserungen und Neuerungen auf, die infolge der besonderen Aufgaben, die das Schiff erfüllen soll, notwendig wurden. Hier sieht man einen Katapultstart von Bord derFriesenland". (Scherl-Bilderdienst-M.)

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internationalen Forum, wie sie Kennzeichen einer früheren Periode waren. Aehnliches gilt fi'ir unser Verhältnis zu Oesterreich.

Die Engländer waren Zeugen unserer Bemühun­gen um die bessere Gestaltung unterer nachbarlichen Beziehungen. Sie wissen auch, daß es unser auf­richtiger Wunsch ist, unser Verhältnis zu Frank­reich, an dem ihnen begreiflicherweise besonders ge­legen ist, auf vertrauensvolle Grundlagen zu stellen dem, wie wir meinen, nach der Rückkehr des Saargebiets zum Reich und dem Verschwinden der entmilitarisierten Zone am Rhein bei Licht besehen nichts im Wege steht. Es gibt Anzeichen, die auf eine Besserung der deutsch-französischen Atmosphäre hindeuten. Gewiß hat auch die Enttäuschung über die letzten blutigen Ereignisse in Moskau die Fran­zosen einen Augenblick nachdenken lassen über den Wert von Bundesgenossen, die im Sturm innerer Krisen nicht davor' zurückschrecken, ihre Armee mit einem Schlage ihrer Führer zu berauben. Vielleicht ist auch die 'Lage in Frankreich selbst nicht so er­munternd für außenpolitische Kraftanstrengungen alten Stils, wenn auch aus Prag ängstliche Hilfe­rufe Herrn Delbos auf eine Balkanreise jagen, weil man durch den italienisch-jugoslawischen Ausgleich

des Reichsaußenministers nach dem Südosten irgend­einer Blockbildung diente, so wenig bedeutet auch die Achse BerlinRom, wie ihre Schöpfer immer wieder betont haben, nicht irgendwelchen Ausschluß von der internationalen Zusammenarbeit der Völ­ker, sondern vielmehr den Versuch, eine solche Zu­sammenarbeit zu erleichtern durch schrittweise Ver­ständigung über die nationalen Notwendigkeiten der Völker und ihre Eingliederung in den größeren Rahmen eines europäischen Friedenssystems, das ja keineswegs sich im Stil der Vorkriegsbündnisse, die sich für den Frieden so gefährlich erwiesen ha­ben, in der Form sich argwöhnisch und bis zum Aeußersten gerüstet gegenüberstehenden Staaten­blocks aufbauen läßt und ebenso wenig in erster Linie den Zweck haben kann, zur Verhütung des Kriegs den Krieg zu organisieren durch jene auto­matische Beistandsverpflichtung, die der Gipfel des kollektiven Sicherheitssystems französischer Wünsche ist, sondern durch zweiseitige Fühlungnahme benach­barter Nationen und eine ehrliche Aussprache über den beiderseitigen Interessenbereich mit dem auf­richtigen Versuch zum langsamen Abichleisen der Reibungsflächen, an denen sich erfahrungsgemäß Konflikte entzünden können. Das nationalsozialisti­sche Deutschland hat mit dieser außenpolitischen Methode bereits sichtbare Erfolge gehabt. Das deutsch-polnische Verhältnis, einst eine Quelle steter Beunruhigung für den Frieden des Erdteils, ist als internationales Problem aus dem Feld täglicher Reibungen in eine Sphäre großzügiger Betrachtung gerückt und wenn auch für die Lage des Deutsch­tums in Polen noch sehr viel zu wünschen übrig bleibt, so ist doch gewiß, daß auch hierin weit eher in vertrauensvoller Aussprache von Nachbar zu Nachbar, in wachsendem gegenseitigem Verstehen der Völker selbst, ihrer nationalen Eigenarten und kulturellen Werte, Fortschritte erzielt werden kön­nen. als durch gereifte Verhandlungen vor einem

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GeneralBeckbeiDaladierundAamelin.

Paris, 18. Juni. (DNB.) Der Chef des deut­schen Generalstabes, General der Artillerie Beck, stattete heute vormittag dem französischen Kriegs­minister D a l a d i e r einen Besuch ab. Heute mit­tig ist General Beck Gast des Chefs des französi- scheu Generalstabes G a m e l i n

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Gamelin stammt aus der französischen Jäger- truppe und hatte zu seinen Lehrern die Marschälle Joffre und Fach. Er hat eine erhebliche Rolle in der Marneschlacht gesvielt und wurde 1916 Oberst und hat sich als Divisionsführer einen ausgezeichneten Namen gemacht. Nach dem Kriege führte er eine französische Militärmission nach Brasilien, kam spä­ter als französischer Oberbefehlshaber in Syrien ohne erhebliche Gewaltanwendung aus, wurde Kom­mandeur des 20. Armeekorps in Nancy, am 1. Fe­bruar 1931 Chef des Großen Generalstabes und Anfang 1935 als Nachfolger Weygands Vize-Pra- sident des Obersten Kriegsrates und Generalinsvek- teur der Armee. Wie so viele hervorragende Sol­daten schreibt er einen einfachen und klaren, an klassischem Beispiel geschulten Stil, der nicht ohne einen philosophischen Einschlag ist.

Ein neues IKegierungsvieriel in Abdis Abeba.

Rom, 18. Juni. (DNB.) In der Umgebung von Addis Abeba, der Hauptstadt von Italienisch-Ost- asrika, wird talabwärts ein ganz neuer Stadtteil geschaffen. Er wird nach den modern­sten Gesichtspunkten des Kolonialstädtebaues ge­baut und soll sämtliche R e g i e r u n gj s g e - bäude sowie die Wohn- und Geschäfts­häuser der italienischen Bevölkerung umfassen. Dieses neue Regierungsviertel werde, so teiltAzione Coloniale" mit, aber nicht nur wegen seiner Höhenlage es liegt 300 Meter tiefer als die Stadt für die italienischen Einwohner

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den britischen Staatsmännern wird die spanische i Frage besonders erwähnt, ein Zeichen dafür, daß i man auch in London hofft, auf dem Boden der i eben erzielten praktischen Zusammenarbeit der vier i Westmächte weitere Erfolge zu erzielen in dem i Bemühen, Spanien als internationalen Konflikts- ftoff unschädlich zu machen und daher alles zu tun, den Krieg auf die sich in Spanien gegenuberstehen- den Parteien selbst zu beschränken in der Hoffnung, damit auch das Beste zu seiner schnellen Beend'^ gung beizutragen. Dazu gehört m erster Linie nach der Verhinderung weiteren Zuführens von Kriegs­material und Freiwilligen über die spanischen Grenzen, die von Deutschland und Italien bereits vor Monaten angeschnittene Frage des Abtrans­ports der auf den spanischen Kriegsschauplätzen be­findlichen Ausländer und das nicht minder wichtige Einschreiten gegen die Verschleuderung des Goldes der spanischen'Nationalbank durch die Valencia- Bolschewisten für ihre Zwecke. Es wird durch Neu­raths Besprechungen in London gewiß nicht den Beschlüssen des Nichteinmischungsausschusses vorge­griffen werden, aber es hat sich ja bei demZms- schenfall" von Ibiza erst gezeigt, wie zweckmäßig und notwendig ein vorbereitendes Zusammenwir­ken der vier an der spanischen Frage in erster Li­nie interessierten westlichen Großmächte für die schnelle Beseitigung einer unter Umstanden gefahr­bringenden Krisis ist.

Selbstverständlich ist die spanische Frage nur em kleiner Ausschnitt aus dem politischen Gesprächs- toff der in London erörtert werden wird, wie ja überhaupt die Reise des Reichsaußenministers we­der nach dem Willen der Gastgeber noch des Gastes vorwiegend aktuellen politischen Fragen dienen soll, als vielmehr einer vertrauensvollen Aussprache über das deutsch-britische Verhältnis als Gesamtproblem, von dessen Gestaltung ja für die Zukunft beider Völker wie für den Frieden so unendlich viel ab­hängt Eine persönliche Fühlungnahme zwischen den die Außenpolitik beider Nationen leitenden Staats­männern hat lange nicht stattgefunden E d e n war 1935, damals noch als Lordsiegelbewahrer zusam­men mit dem jetzigen Schatzkanzler Sir John St - man in Berlin, der Reichsaußenmimster aus An­laß der Beisetzung König Georgs V zuletzt m Lon­don Da ist das beiderseitige Bedürfnis nach einer persönlichen Aussprache erklärlich, zumal die Zwi­schenzeit trotz des bahnweisenden deutsch-britischen Flottenabkommens, das die sachlichen Gründe für ein Mißtrauen zwischen beiden Nationen beseitigte, nicht ohne Mißverständnisse und Reibungen gewe- en ist Der Besuch des Freiherrn von Neurath wird dazu dienen, über das Wollen Deutschlands und die Ziele der deutschen Außenpolitik Aufklärung zu schaffen und damit manches, was man bisher an dem deutschen Nationalsozialismus und seiner Ein­stellung zu den Weltproblemen drüben schief ge­sehen hat, ins rechte Licht zu rücken.

So betrachtet rückt der Besuch ganz in den Rah­men der Politik des Führers, die in der unmitteb baren Fühlungnahme der leitenden (Staatsmänner immer den heften Weg aufrichtigster Annäherung der Völker gesehen hat. So wenig wie die Reise

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und die Südostreise Neuraths ganz ohne Grund die Kleine Entente in Gefahr sieht, und glaubt, Gegen­minen legen zu müssen, wo gar kein Angriff erfolgt ist. Es wird auch darüber in London gesprochen werden, denn es ist wesentlich, die Engländer da­von zu überzeugen, daß Deutschland nichts im Schilde führt, was Europa auseinanderreißen müßte. Wie es unser aufrichtiger Wunsch ist, in ein gutes Verhältnis zu Frankreich zu kommen, so liegt uns auch alles daran, Frankreichs Beziehungen zu England als ein Fundament des europäischen Frie­dens in der überkommenen Herzlichkeit zu erhalten. Die Achse BerlinRom läßt durchaus Spielraum genug, ja sie bildet geradezu die Voraussetzung und Grundlage dafür, unser Verhältnis auch zu den beiden ändern westeuropäischen Großmächten im Sinne vertrauensvoller und für die Sicherung des Friedens fruchtbarer Zusammenarbeit zu gestalten. Die Reise Neuraths nach London wird diese Politik unter Beweis stellen. Dr. F. W. L.

6me?elIBereirnt>arung ist Öen kr.°gführ°nd-n P°r- teien in Spanien gleichzeitig mit der F 8 nach Einräumung von Sicherheitszonen für die K trollschiffe mitgeteilt worden. Sie ehen sich a so jetzt endlich einer geschlossenen Front der auf Iso­lierung des spanischen Brandherdes hlnarbeiten Mächte gegenüber und werden, wenn sie klug be­raten sind, aus die er entschlossenen Haltung der Kontrollmächte die nötigen Folgerungen zi hen. Das gilt in erster Linie für die Valencia-Bol che- Düften und ihre Moskauer Hintermänner die künf­tighin nicht mehr werden darauf rechnen können, daß Uneinigkeit und Argwohn der Kontrollmachte untereinander ihre Anschläge auf den Fr eden Eurovas beaünftiqen werden. Es ist em glucfliajes Zusammentreffen, daß die Reise des nach London eingeladenen Reichsaußenrnmisters F & von Neurath gerade auf einen gettjmntt fallt, der auf einem wichtigen Teilgebiet ^e Möglichkeit einer Einigung der vier westeuropäischen Machte auf eine gemeinsame politische Lime bewiesen hat. In dem von London aufgestellten Programm für di« Besprechungen des Reichsauhennunisters mit

Die Toten derDeutschland" sind heim- gekehrt. Der Führer ehrte sie durch seine An­wesenheit bei der Beisetzungsfeier auf dem Helden­friedhof von Wilhelmshaven, wo sie nun neben ihren gefallenen Kameraden aus den ruhmreichen Schlachten der alten deutschen Kriegsflotte die letzte Ruhestatt gefunden haben. Der Oberbefehlshaber \ der Kriegsmarine Generaladmiral R a e d e r gab an ihrem Grab eine ins einzelne gehende Dar­stellung. des heimtückischen Bombenangriffs, dessen Opfer sie geworden sind. Er sagte:Zwei Flug- zeuge überflogen von Westen her die Berge und den Ort Ibiza, so daß sie, aus der Richtung der ( Sonne kommend und ohne sich gegen den bergigen . Hintergrund abzuheben, im Gleitflug dem Schis 1 sich nähern konnten, bevor sie bemerkt wurden. Auf der 'Deutschland' war ein großer Teil der Be­satzung nach dem Abendessen in dem Wohnraum versammelt. Am Oberdeck wurde Fliegerabwehr­wache gegangen, wie es seit langem auf den an der spanischen Küste Dienst tuenden Schiffen Ge­wohnheit ist, d. h. ein Teil der Flaks samt ihren Befehlsapparaten und Ausguckposten war besetzt. Entsprechend der vom deutschen Admiral an den roten Militärbefehlshaber in Valencia auf Grund des Palma-Zwischenfalls ergangenen Warnung war der Befehl erteilt, auf jedes sich verdächtlgerweife nähernde rote Flugzeug das Feuer zu eröffnen. Die Flugzeuge wurden von dem Ausguck trotz der ungünstigen Verhältnisse, gesichtet, bevor die Bom­ben fielen, und auch sofort gemeldet, obwohl noch Zweifel herrschte, ob es sich nicht etwa um weiße Flugzeuge handelte, da sich an der Vorderseite kerne roten Abzeichen erkennen ließen. Der Kommandant, der sich auf dem Nachtleitstand befand, befahl auf diese Meldung hin sofortFliegeralarm" und Feuer eröffnen". Unmittelbar darauf fielen Die Bomben, eine in den ungeschützten Mannschafts­raum im Vorschiff, eine auf das Schutzschild eines 15-Zentimeter-Geschützes am Oberdeck, ohne daß vorher gefeuert werden konnte; zwei weitere Bom­ben fielen neben das Schiff. Aber auch die ab- fliegenden Flugzeuge konnten nicht unter Feuer genommen werden, da unglücklicherweise der Qualm der an Deck entstandenen schweren Brände die Flugzeuge der Sicht der Flugzeugabwehrgeschutze entzog." , . . , . ..

Soweit der Bericht des Generaladmirals, dessen klare Sachlichkeit die Niedertracht und den Angrifis- charakter des Ueberfalls von Ibiza noch einmal für alle Zeiten authentisch feststellt. Der Bericht ist das erste Blatt in der Geschichte der jungen deutschen Kriegsmarine, das davon zeugt, daß auch die jungen Matrosen unter der Hakenkreuzflagge für des Vaterlandes Große sterben können wie ernst ihre Väter bei Skagerrak, bei Coronel und den Falkland-Jnseln. Der Bericht ist aber auch ern ein­deutiger Beweis für die Notwendigkeit des Zu- sammenstehens der auf Ordnung und Sauberkeit im Verkehr der Volker untereinander haltenden Natto- nen gegen das verbrecherische Treiben des Bolsche­wismus, derZwischenfälle" sucht, aus denen er die Entstehung des Chaos erhofft, das er zur Ver­wirklichung feiner weltrevolutionären Plane braucht. Ibiza hat endlich auch den anderen Machten die Augen wenigstens soweit geöffnet, daß sie sehen mußten, ohne bestimmte Sicherungen gegen Die bolschewistische Sabotage ist eine internationale Zu­sammenarbeit gegen eine Ausbreitung des spani­schen Kriegsfeuers nicht möglich. Den bolschewisti­schen Brandstiftern muß die Lust vergehen, ange­sichts der kategorischen Erklärung gemeinsamen Handelns der vier Kontrollmächte, durch heim­tückische UeberfäUe auf im internationalen Sienlt befindliche Schiffe ihr Mütchen an den autoritären Staaten zu kühlen. Das ist der Sinn des Lon­doner Uebereinkornmens der v i er Kontrollmächte, das Italien und Deutsch­land die Wiederaufnahme der Kontrolle und die Wiederbeteiligung an den Beratungen des Richt- einmischungsausschufses erlaubte. Man hat aus den Erfahrungen von Pslma und Ibiza gelernt und das Kontrollsystem verbessert, man hat Denen, Die im Interesse der Erhaltung des europäischen Frie­dens die Kontrolle ausüben, nun auch Die größt­mögliche Sicherheit verschafft gegen böswillige Ein­griffe in ihren Wirkungsbereich Unbeschadet des Rechts auf Selbsthilfe zur Abwehr eines Angriffs haben die vier an der Kontrolle beteiligten 6 - Mächte ein gemeinsames Vorgehen gegen Ueder- griffe kriegführender Parteien au Grund von -Be­ratungen vereinbart. Kommt es bis zu einem - stimmten Zeitpunkt nicht zu einer solchen Verstand - gung, erhält der angegriffene Staat das Recht auf

(Er|d)etra täg itd). nutzer Sonntage and Feiertag» Beilagen. Die illustrierte Vietzenei Familienblatter Heimat ins Bild Die Scholl» ülonats« Bezugspreis:

Mit 4Beilagen RM. 1.95 Ohne illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten? Anzeiger Gießen

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Osterode (Ostpr.), 18. Juni. (DNB.) Nach einer Triumphfahrt durch geschmückte Städte und Dörfer, durch Hunderte von Ehrenpforten, die von der hingehenden Treue Ostpreußens zum und seiner Bewegung kündeten, traf die Alte Garde in den späten Nachmittagsstunden aus dem Ehrenfriedhof Waplitz inmitten des Tan­nenberg-Schlachtfeldes ein. Von hier ab nahm der StellvertreterdesFührersan der Fahrt der alten Garde teil. Stille Minuten schweigenden Gedenkens, Blumengrüße, die auf den Gräbern der toten Helden aus der Tannenbergschlacht niederge­legt wurden, waren ein Bekenntnis zum heroischen Geist dieses ostpreußischen Landes. Auch aus dem benachbarten Ehrenfriedhof Orlau ver­weilte die Alte Garde zum stillen Gedenken.

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St?aßen. Ihre He^fe großen den Stellvertreter der Marienburg ihren Abschluß finden, des Führers und des Führers Alte Garde. Ein

Weiter aebt die Fahrt nach Osterode. In- Masurenabend ist Osterode schließt den in­zwischen ist es dunkel geworden, als die Wagen in haltsreichen Tag Am Samstag wird ine DJ preu= die festlich geschmückte und beleuchtete Stadt ein- ßenjahrt der Alten Garde über Deutschs