Ausgabe 
19.5.1937
 
Einzelbild herunterladen

erhalten werben konnte. Die Mutter der Kleinen' befand sich zur Zeit des Unglücks in der Wasch­küche.

Von der Achterbahn tödlich abgestürzt.

Am Pfingstmontag ereignete sich auf der Heidel­berger Messe ein Unglück. Der 21jährige Sani­tätsgefreite Johann Sturm aus Darmstadt stürzte aus Unvorsichtigkeit von der Achterbahn ab und st a r b auf dem Wege ins Krankenhaus.

Gröher-Familientag.

In Wiesbaden fand der erste O e schlechter- tag der Nachkommen des ausweislich der Kirchen­bücher in Dotzheim 1672 geborenen und auf der Radmühle in Schlangenbad tätigen Müllermeisters M. Peter Größer statt. Rund 50 Glieder des Geschlechtes grundsässiger Bauern und Wassermüller sowie zünftige Handwerker, vorwiegend im Taunus- aebiet beheimatet, trafen sich mit Zweigen der Familie, die vor etwa 150 Jahren ausgewandert waren und sich in Bremen niederließen. Der Senior der Familie sitzt mit seinen Nachfahren auf der Plätzer Mühle bei Obertiefenbach und widmet sich mit Rechtschaffenheit dem alten Beruf seiner Vor­fahren. Die Forschungen innerhalb der Nassauer Lande ergaben vier weitere Stämme gleichen Namens, ohne daß es bisher gelang, eine Der- bindung mit diesen Familien herzustellen. Auch in und um Gießen leben zahlreiche Vettern gleichen Namens. Am Pfingstmontag versammelte sich die Familie zu einer Fahrt nach Bad Schlangenbad. Dort steht noch die alte Radmühle, das Geburts- Hans der Vorfahren. Als Sippenwart betätigt sich Eduard Größer, Eisenach, Carlstraße 1.

Die deutschen Bergsteiger

auf dem INarsch zum Jtanga Parbat.

Die deutsche H i m a l a j a-.M a n n s ch a f t traf am 4. Mai in Srinagar (Kaschmir) ein. Am 6. wurde die Weiterreise angetreten. Unter der Auf­sicht der Darjeeling-Träger, die an der Expedition teilnehmen, wurde das aus 145 Traglasten be­stehende Gepäck im Boot den JhelutmFluß abwärts und über den Wular-See nach Bandipur befördert, wo der Marsch über die Gebirgspässe beginnt. Die Bergsteiger folgten im Auto nach. Einige der Dar­jeelingträger sind den Deutschen wohlbekannt. Vier von ihnen waren bei der Fahrt des vergangenen

Jahres im Sikkim-Himalaja dabei, während drei andere an der deutschen Nanga-Parbat-Expedition 1934 teilgenommen hatten. Zwei von diesen gehör­ten damals zu der Gruppe, die bis zum höchsten Lager kam und dann den Rückzug in dem verhäng­nisvollen Unwetter mitmachte. Sie besitzen beide das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes.

Gendarmeriehauptwachlmeisier im Dienst erstochen.

In Ausübung seines Dienstes wurde der Gen­darmeriehauptwachtmeister E s ch e r i ch in Frau­reuth (Kreis Greiz) e r st o ch e n. Der Täter war aus Zwickau nach Fraureuth gekommen, wo er in einer Gastwirtschaft reichlich getrunken hatte. In der Nacht begann er grundlos mit einem Gast einen Streit. Als Hauptwachtmeister Escherich den Ver­such machte, die Streitenden zu trennen, zog der Zwickauer ein Messer und erstach Escherich. Der Täter versuchte zu fliehen, konnte jedoch bald darauf festgenommen werden.

IMllionen-llnlerfchlagungen imSowjet - Paradies".

Nachdem erst vor kurzem der Zentralrat der Sow­jet-Gewerkschaften die Unterschlagung von Millionensummen aus Geldern der Sozialversiche­rung eingestehen mußte, werden erneut geradezu ungeheuerlich anmutende Fälle von U n t e r s ch l e i - fen bekannt. Auf einer Versammlung der Funktio­näre der Konsumgenossenschaften wurde, wie die parteiamtliche Prawda schreibt, festgestellt, daß allein im Moskauer Gebiet im Laufe des Jahres 1936 nicht weniger als 12,6 Millionen Rubel in der Verwaltung der staatlichen Konsumgenossenschaften unterschlagen worden sind. Im ersten Viertel­jahr 1937 beliefen sich die gestohlenen Staatsgelder schon wieder auf 4,5 Millionen Rubel.

Oas Kaninchen als Weltreisender.

Als der englische DampferOropesa" dieser Tage in Plymouth eintraf, befand sich an Bord auch ein Kaninchen, das eine Seereise von 30 000 Kilometer hinter sich hatte. Es war ein 18 Monate altes An­gorakaninchen, das von seiner Besitzerin stets auf ihren Reisen mitgenommen wird.Es ist vollkom­men erzogen", erklärte die Reisende,und es ist ein bei weitem ruhigerer und besserer Reisegefährte, als ein Hund oder eine Katze es sein kein."

Bummel durchs Guaheli-Land.

Don unserem E.R.K.-Äerichierstatier.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! VII.

Die gestohlene Vertikale.

Arusha, Anfang 1937.

Die drei Fordwagen stoßen plötzlich jenes kräch­zende, Helle Geräusch aus, mit dem jeder tüchtige Anlasser seine Tätigkeit nachzuweisen liebt. Der dicke Ring von schwarzer Jugend vorm Hotel, die dem Verladen von viel Gepäck und Lebensmitteln mit Interesse zugesehen und gute Objekte für die Kamera geboten hat, schiebt sich zur Seite, indes die Motoren beruhigend gleichmäßig zu schnurren beginnen.Daß ihr mir keine Matata macht!" ruft der Expeditionsleiter mit seiner Hellen Stimme aus dem Hinteren Wagen. Wir lachen. Matata be­deutet Schererei und zlerger aller Art, in diesem Falle Panne, die in Afrika oft gleichbedeutend ist mit Federbruch und ähnlichen, langwierigen Dingen. So kurz die Fahrt bisher war, hat sich schon ein Safari-Jargon bei uns breit zu machen gewußt, dessen Kisuaheli-Ausdrücke die nötige exo­tische Atmosphäre in die nüchterne Tatsache brin­gen, daß wir in Autos durch Afrika fahren.

Dann liegt das Städtchen Arusha hinter uns. Seine größte Sehenswürdigkeit war eine Tafel vor einem Hotel, auf der geschrieben stand, daß hier die genaue Mitte d e r Auto st raße vom Kap nach Kairo sei. Dann kam, als nächst- wichtige, das Lager einer Abteilung der Asrican Risles, baumlanger Sudanneger, die mit Weibern und Kindern in zwei Dutzend sauberer, strohgedeck­ter Zementhütten Hausen. Sie exerzierten mit einem derartig strammen Ruck-Zuck, daß preußische Unter» Offiziere ihre Helle Freude gehabt hätten, aber es sah doch leicht komisch aus; wenn ein Neger das­selbe macht wie ein Europäer, ist es eben wegen der unendlich langen Glieder doch nicht dasselbe. Im

übrigen hatte in Arusha das eigentliche Afrika an- gefangen. In den Hafenstädten der Ostküste gibt es zwar viel schwarzes Volk, aber alles ist euro­päisch gekleidet, denn fast alle leben unmittelbar oder mittelbar vom Europäer und verdienen durch ihn genug Geld, um sich Khakizeug zu kaufen, auf das besonders die Jugend stolz ist. Hier erst, in Arusha, vielleicht 300 Kilometer von der Küste, hat man die ersten typisch afrikanischen Straßenszenen beobachtet: Waruf Ha-Frauen im braunen Mantel bis auf die Fesseln tragen den breiten Schmuck aus Messingspiralen um den Hals und Lasten auf dem Kopf; man sah Massais aus der Steppe, den dunkelbraunen Mantel nur mit einem Knoten auf der rechten Schulter zusammengebunden, langbeinig die Straße vorm Hotel entlangstelzen, das unver­meidliche Stöckchen wie ein Joch auf den Nacken gelegt oder mit der Ellenbogenbeuge gegen den Rücken gepreßt.

Jetzt humpeln die weniger mit Menschen, als mit Gepäck schwer belasteten Fords nach Westen, gegen den ostafrikanischen Grabenrand zu. Die Straße ist ein laufendes Band von Löchern. Unser Wagen prallt infolge falsch eingesetzter Stoßdämpfer oft scharf auf die Achse auf. Juma, unser schwarzer Driver am Steuer, hat allerhand zu tun, hält aber unermüdlich dprch. Und um uns ist die Graß- st e p p e. In der Ferne vor uns, wo die meilen­lange Gerade unseres Feldwegs sich leicht hebt, sieht man, unendlich klein, ein Wölkchen, grau und kaum zu unterscheiden von dem gelbbraunen Ton des Ganzen: das ist die riesige Staubfahne, die der vordere Wagen, wie unserer auch, hinter sich zieht. So groß ist die Steppe, und sie bleibt, so viele Meilen man auch gefahren sein mag, das große Erlebnis Afrikas. So geht das, Meile um Meile und kein Ende Raum, Raum, erregend leerer Raum, in weiten, feierlichen Schwingungen gebreitet. Nur ab und zu schrecken Strauße seit­wärts des Weges empor und fegen mit erhobenen

Flügeln davon auf starken Beinen; eine Herde kleiner Antilopen weidet und äugt. Manchmal auch steht eine lange, schlanke Gestalt im braunen Mantel wie eine Säule am Wege, Schwert an der Seite, Speer geschultert und starrt bewegungslos auf die Wagen: ein Massai. In der Ferne, ein kleines dunkles Häufchen, weidet die Herde, die er bewacht.

Vorüber. Die Ferne saugt das Auge von neuem an, ein Blick beherrscht hier den Flächenraum von Königreichen. Es ist die schiere Unendlichkeit, in der wir fahren nicht aber jene flache Grasöde, die man von Bildern Rußlands her kennt, als Sinn­bild östlicher Hoffnungslosigkeit. Hier zeichnen über­all Gebirge schöne, schwingende Konturen in den blauen Sonnendunst der Ferne, den Blick noch mehr erweiternd. Sie ragen nicht, sie begrenzen nicht, sie heben die Steppe sacht an den Himmel heran. Es gibt hier nur Horizontalen, keine Verti­kalen.

So quälen wir uns weiter. Der Staub, vorge­trieben vom Wind, hüllt uns ein, färbt alles grau, und es ist ein unbeschreibliches Wunder, daß noch nichts an dem Wagen gebrochen ist. Nachdem wir dann aber auf einer Kehre einen Gelände­abbruch genommen haben, wird die Straße plötz­lich besser, wir atmen auf, wir kommen vorwärts. Es ging ununterbrochen durch Dombusch: niederen Buschwald und Gestrüpp darunter mit fingerlangen Dornen. Denn es ist ja so, daß reine Grassteppe durchaus nicht so häufig ist. Man hat schüttere Wäldchen, man hat Parklandschaften, Buschinseln und bisweilen reinen Sand. Aber 70 Kilometer un­unterbrochener Dornbusch das war ein Alptraum.

Die Wagen zischen weiter, unermüdlich, ohne Ende, ohne Ziel. Es ist das zielloseste Fahren, das es gibt. Verstreute Akazien Zickzacken ihre Aeste durch die Luft, winterlich kahl steht ein Affenbrot­baum da und sieht wie der närrisch gewordene Hals einer Sektflasche aus, die xu drei Vierteln im Boden steckt. Hoch über ihm schweben Wolken wie weiße zerfetzte Bretter, von denen aus die Vögel in die Steppe herunterschauen, stets an­wesend, alles sehend, stets unsichtbar. Da ist der Marabu mit seinen riesigen Schwingen, von dem gesagt wird, kein Vogel der Welt fliege so hoch in den Himmel wie er. Und von dem es heißt, daß er morgens beim Anstiegen ein Dutzend Flügelschläge mache und nachher den ganzen Tag keinen mehr. Er ist die lebendig gewordene Schwerelosigkeit. Und da sind die zahlreichen, nacktköpfigen Geier minderer Sorte auch sie allgegenwärtig.

Wir erfuhren es noch diesen Nachmittag. Der Weg, für kurze Zeit nach Norden abbiegend, zog sich an einem Hügel entlang, und wir freuten uns der kleinen Giraffenherde, die in einem Parkwäld­chen links in der Ferne stand, kaum sichtbar, als plötzlich der vorderste Wagen vor uns hielt.Ma­tata?" riefen mir besorgt. Nein, eine Jmpalla- Antilope war geschossen worden mit spitzem Blatt­schuß, schnell und schmerzlos nieüergestreckt. Wir würden sie brauchen. Elf Personen verzehren viel in drei Tagen. Sie lag etwa 50 Meter drüben links zwischen Büschen. Unsere schwarzen Chauffeure brachen den starken Bock auf und schleiften ihn zu den Autos. Aber die Eingeweide lagen noch keine zwei ÜJHnuten verlassen zwischen dem Gebüsch, als bereits der erste Geier aus dem Blauen auf sie herunterstieß. Nach weiteren zwei Minuten war es ein halbes Dutzend.

Die Antilope wird hinten auf eins der Autos ge­bunden, dann geht es weiter. Ein Dorf kommt, weit gestreckt. Hier schlägt uns der von den Vorder­rädern aufgewirbelte Staub buchstäblich über dem Kühler zusammen. Bananenbündel werden gekauft, hinter dem Dorf dann Rast gemacht an einem Bach, dessen getrübte Fluten der Führer miß­billigend betrachtet.Wahrscheinlich trampeln droben die Elefanten drin herum, denn sonst ist er immer ganz klar", meint er. Trotzdem er der Fieber- bach heißt, ist der 30 Meter breite Urwald an seinen Ufern entzückend, ebenso die Taschenkrebse, die unter den Steinen hervorkommen, um die von unfern Butterbroten abfallenden Krümel zu haschen. Und wie es nicht anders in Afrika zu gehen pflegt, machen zahllose Bierflaschen die Runde.

Dann fahren wir den ostafrikanischen Grabenrand empor; spähen von oben in den Wald am Nord­zipfel des Manjarasees nach Elefanten, leider ver­geblich, und halten bald wieder, um ein paar Negern, die ein Lastauto mit gebrochenem Diffe­rential bewachen, eine Jmpalla-Keule zu schenken, denn das Fahrzeug gehört einem Bekannten von

uns. In Afrika hilft man sich gegenseitig, so gut man kann.

Droben wieder Steppe, lang auslaufendes Ge- hügel: das Oldeani-Hochland. Lichtes Gebüsch hin und wieder, in dem schon der Abend düster nistet und vielleicht Nashörner stehen. Der Motor schnurrt behaglich, als schmecke ihm das Benzin besonders gut. Es bewölkt sich. Gibt es etwa Regen? Dann gnade uns der Himmel. Dann ist nämlich selbst mit so guten Straßen nicht gut Kirschen essen. Beson­ders auf Steigungen kommt man nur mit Schneeketten weiter. Aus blauem Gewölk im Westen fällt die Nacht, die noch manches Matata für uns in Bereitschaft hat, aber auch manchen Spaß mit zufällig gefundenen Landsleuten vom Schiff. Die Scheinwerfer blenden voraus in den kühl her­streichenden Wind. In der Ferne, wie eine er­leuchtete Häuserfront, frißt ein Steppenbrand sich vorwärts. Wo man auch sei, immer brennt die Steppe irgendwo.

Diese Steppe, die man nicht malen kann. Denn es gibt kein Bild, sondern nur Farbflecke. Die man auch nicht photographieren kann: es gibt nur Gras­büschel vorn und Dunst dahinter, und es hat keine Perspektive. Die man nicht einmal beschreiben kann und das ist das schlimmste in diesem Falle. Denn man wird uralt in der Steppe, so auf eine gesetzte Weise uralt. Leidenschaften, Gemütsbewe­gungen, Temperament, Energie verpuffen im Ge­staltlosen. Man wird so alt, so unmittelbar und für den Augenblick lebend, wie diese Steppen selber, in denen bie frühesten Menschen, von denen wir wissen, hausten. Dor einem guten Hunderttausend von Jahren. Es kommt einem ganz deplaciert vor, daß der Mensch hier aufrecht steht, wie der Massai vorhin. Die gestohlene Vertikale? Es ist gewiß kein Zufall, daß selbst die Bäume in der Steppe, die Schirmakazien, es nicht lassen können und oben, in der Krone schon der Name sagt's in die Horizontale einschwingen.

Vielleicht aber war es so: daß <rm Anfang der Dinge Gott das schönste Land der Welt schaffen wollte. Und er nahm, um reichlich davon zu haben, die endlose Länge und die endlose Breite. Als er aber die Höhe dazu tun wollte, um es vollkommen zu machen, siehe, da hatte der Teufel, neidisch und auf Schabernack aus, sie ihm gestohlen. Und seit­dem blieb das Land, wie es ist es steckt etwas vom Teufel darin. Denn Gott ließ es gut so fein und deckte nur feinen Himmel über die afrikanische Steppe.

Wetterbericht

des Relchswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt.

Durch die Belebung der Wirbeltätigkeit über dem Oftatlantik hat sich für uns zunächst die Anfuhr warmer Luftmassen aus subtropischen und tropischen Gebieten verstärkt. Daher weisen vornehmlich die ostdeutschen und osteuropäischen Gebiete hochsom­merliche Temperaturwerte bis zu 30 Grad im Schatten auf, während bei uns bisher nur Höchst­werte von etwa 25 Grad erreicht wurden und auch infolge der Zufuhr feuchtwarmer Meeresluft die Witterung nicht störungsfrei verläuft.

Aussichten für Freitag: Heiter bis be­wölkt und Auftreten einzelner, teilweise gewittriger Niederschläge, Mittagstemperaturen über 20 Grad, Winde um Süd.

Aussichten für Samstag: Im ganzen freundliches und warmes, aber nicht durchaus stö­rungsfreies Wetter.

Lufttemperaturen am 19. Mai. mittags 18,9 Grad Celsius, abends 15,1 Grad; am 20. Mai: morgens 13,5 Grad. Maximum 21,5 Grad, Minimum heute nacht 10,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Mai: abends 17,2 Grad; am 20. Mai: mor­gens 14 Grad. Niederschläge 1,2 mm. Son­nenscheindauer 5,2 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Emst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 37: 9657. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Statt jeder besonderen Anzeige.

Heute morgen 5% Uhr entschlief sanft nach schwerem mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Johannes Klos IX., Metzger

Mitglied des Kirch en vor stand es.

Er starb nach einem arbeitsreichen Leben im Alter von 68 [ähren.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Katharine Klos.

Rödgen, Paderborn, den 19. Mai 1937.

Die Beerdigung findet Freitag, den 21. Mai, nachm. 2% Uhr statt

_________________02558

I Mietgesuche

3-Zimm.- Wohnung ver August von Dauerniieter ge­sucht. Schriftliche Angebote unter 02557 a. d. Gieß. Anzeiger erbet.

Ehepaar (Akadenuk.) sucht 2-Mim.ilm. zum 1. Juli. Schr.Angeb.unt. 02556 and.G.A.

Wir beklagen den Tod unseres lieben Altersbruders

Emil Kallenbach

und werden ihm ein ehrendes An­denken bewahren.

Die Beerdigung hat bereits in aller Stille stattgefunden.

Alters Vereinigung 1870 1920.

_____________________________________02553

2-3-Zim -Wolin.

von jg. Ehepaar mit 1 Kind zum l.^utii 1937 ober später gesucht.

Schr.Angeb.unt.

02552 a.b.G.A.

Suche f. 1. Juni ober 1. Juli 2-3-Zim.-wohnung auch nab. Umg. (Heuchelh., Wie- seck). Schr. Ang. mit Preis unter 02555 a.d.G.A.

Alleinstehende Tarne sucht 2-Zimm.- Wohnung Schriftliche An­gebote u. 02564 an ben Gießener Anzeiger erbet.

Putzfrau

2-3 Stunb. täg­lich gesucht. Zu erfragen i. Gieß. Anzeiger, ozsee

Haarausfall?

ftopffd) uppen. ju dünne- tzaor?

Nehmen Sie

Arya-Laya Brennefsel-Haarwasser

Naturechter Auszug aus derBrenn- Z nesselpflanze. Warum gerade dieS? g Weil eS tatsächlich viele tzaar- wuchSerfolge erzielte. Flasche 1.75 und 2.95 RM. im

KräuterhausZung.GießenMäuSburgy

Kaine Zeugnisse in Urschrift

lonbern nur Zeugnis- abichriften dem Be­werbungsschreiben bei. legen i Lichtbilder unoBewerbungSunter- lagen müssen zur Bei- meidung oon Verlusten auf der Rückseite Na- men und Anschriit des

Bewerbers tragen!

Sprechstundenhilfe

gesucht

(Techn. Assistent, ob. Laborantin.) Schriftliche An­gebote u.3529D an ben Gießener An seiger erbet.

Orbentliches

Mädchen für ben Haus­halt nach Wetzlar gesucht. Vorzu­stellen Gießen, Bahnhofstr. 611.

Stütze f. Geschäftshaus­halt (Bäckerei,

Konbitorei unb Cafe) gesucht.

Selb, muß schon im Geschäft tätig gewesen sein.

Schrift!. Angeb. unter 3540 D an benGieß.Anzeig. ftür kleine Bahn­hofswirtschaft zu­verlässiges

MM für Haushalt unb Büfett gesucht. Schrift!. Anfrag, u. 3534D an ben Gießen. Anzeig.

Nachlässe vonzdt, 20 v. 6. erhalten öle bei wiederholten Auf­nahmen einer Am eis»

WsgkMn mit guten Emp­fehlung. gesucht. And.Iohannes- kircbe 5, Erbge- schoß.________3533A

Zuverlässiges TagesmädcheD in kleinen Haus­halt (3 erw. Per­sonen) z. 1. Juni gesucht. Vorzu- stellen mit Zeug­nissen 02554 Frankf.Str.11 I.

Halbiags-

mädchen

fürsofort gesucht.

Horst-W essel-

Wall 32 II. (3536D

Wegen Erkrank, mein. Mädchens per sof.Aushilfe gesucht, bie mit ausarbeit, ver­traut ist. Vorzu­stellen bei 135420 J-rau Bernard

Plockstr. 16, Lab. zw.!7u.l9Uhr.

Verkäufe

8 38

Mercedes Benz mit Anhänger billig zu verkauf.

H. Uhlenhaut Seltersweg 31

Tel. 3536. [ 02565

Vollstänbiges Mlimnier mit Sofa, Sessel sehr billig zu ver­kaufen. Schriftl. Anfrag. u. 02560 an d. Gieß. Anz.

^Wir suchen 3531 v

noch einige seriöse Herren mit guten Beziehungen als Vertreter (auch nebenberuflich). Angebote erbeten

Deutsche Heimstätten-Bausparkasse B.m.b.H.

l Düsseldorf, Dletrlch-Eckart-Straße 13

BH.elek. Messing­krone,klein.nnßb. Vertiko Wasch- t schgeschirre zu verkanten. 02502 Lndwigstr. 38 II. Gut erhaltener Kinderwagen zu verkauf. [02557 BootshausstrZ5 (fr. Rudersport.) KieineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und aeleien.

Oldenburger Salmsnkäse

empfiehlt täglich frisch

A.Koch Nachfolger

Mäusburg 15 Fernruf 3612

3538 A

Hllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Ihre Geschäftsdrucksachen steilen die Verbindung her zu Ihren Erzeugnissen. Man stellt sich die Be­schaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge, Postkarten,

Empfehlungen

+ i6esiditshaarei

Damenbarl u.cn.läst.Haarew. nur b.bieoonmir angew./einz.sich, Meth. unt. Gar. irnrn.rnitb.Wurz. schrnerzl.entfernt Frau B. Gulden, seit 1935 Fr. W. Henkel Sprechstb. leben Freitag,Gicen am ßlegelpiad 32 9-7 Ubr bincbg.

Ziertische

Aquarien Pflanzen usw.

Kleinhenn

Bahnhofstr. 61.

Verschiedenes

301.2500

2. Hypothek auf Geschäfts- u. Wohnhaus i. gut. Geschäftslage v. pünktlich. Zins- zabler gesucht.

Vorbelastung , RM. 10 000 .| Schr.Angeb.unt., 3530Dand.G.A.I

SeifiX gibt es in fünf Farben!

h' .f> bohnert wunderbar,

fofix KAK-

Rechnungen. Geschäfts karten Ihres Hausse beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf ge­pflegte Drucksachen l Wir bieten eie Ihnen Brühlsche Druckerei. Schulstr. 7. Ruf 2251 IllllllllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllJIlt

.....

d^^arkeH'seighich

so recht, was ein ^rti5t'K«aTs.seitdem siehtvielscho

.jede Frau: ______