Propaganda wahrend des Krieges ist so grotesk, daß man es kaum für möglich hält, wie der Kardinal Mundelein mit derartigen Schmähungen bei seinen Zuhörern auf Verständnis hoffen konnte. Man braucht nur an die abgehackten Kinderhände, die ausgestochenen Augen und ähnliche längst als niederträchtige Lügen entlarvte Requisiten der Krisysgreuelpropaganda zu erinnern, um die ganze Schäbigkeit und Hohlheit dieses Vergleiches mit den gegenwärtig in Deutschland laufenden Sittlich- keitsprozesfen zu erkennen. Nichts besser ^eigt doch die einwandfreie Stichhaltigkeit des in den Sittlichkeitsprozessen zum Teil in öffentlicher Verhandlung beigebrachten Beweismatenals, als die Aeuße- rung des in Trier als Zeugen vernommenen Bischofs Dr. Bornewaffer, der zugibt, daß er wegen der schlimmen sittlichen Vergehen von Ordensbür- bern in seiner Diözese nach Rom gefahren fei und 30 Ordensbrüder habe ausschließen müssen. Trotz dieser Bekundungen hat sich der Kardinal Mundelein herausgenommen, die deutsche Justiz in infamster Weise zu verdächtigen und mit dem Führer das deutsche Volk in nicht wiederzugebender Weise zu schmähen. Welche Schritte wird der deutsche Episkopat in Rom tun, um für die deutsche Justiz und das deutsche Volk Genugtuung zu erhalten für die ungeheuerlichen Beleidigungen, die sich eine führende Persönlichkeit der römüch-katholischen Kirche hat zuschulden kommen lassen?
Katholischer Ordenspriester in Oesterreich als Heiratsschwindler entlarvt.
Wien, 20. Mai. (DNB. Funkspruch.) Ein bemerkenswertes Seitenstück zu dem Verfahren gegen römisch-katholische Ordensbrüder in Deutschland bietet ein Prozeß in Wien, in dessen Mittelpunkt die Verfehlungen des Ordenspriesters und Leiters der burgenländischen Landesbibliothek Stephan Tiefenthaler stehen. Er hat zahllose Schwindeleien auf dem Gewissen, vor allem an Frauen, die er durch Heiratsinserate anlockte und denen er verschwieg, daß er Priester fei. Bei einer Haussuchung fand man 250 Zuschriften von Frauen, die feine Heiratsanzeigen beantwortet hatten. Tiefenthaler galt in Eisenstadt allgemein als Wüstling und hat sich mehrfach Frauen in unsittlicher Weise genähert. Will der Herr Kardinal-Erzbischof M u n b e l e i n in Chikago etwa behaupten, daß biefer Wiener Prozeß auch „ein Ausbruck der Opposition gegen die katholische Kirche" ist!
Ausnahmen an den preußischen Hochschulen für Lehrerbildung.
Berlin, 19. Mai. (DNB.) An den preußischen Hochschulen für Lehrerbildung kann zum Herbst 1937 noch eine Anzahl Plätze vergeben werden. Abiturienten, die zum Wintersemester 1937/38 (Beginn 20. Oktober 1937) das Studium für das Lehramt an Volksschulen und das Studium für das Lehramt an höheren Schulen beginnen wollen, können sich noch bis zum 1. Juli 1937 um Zulassung zum Studium bewerben. Die nur zweijährige Ausbildung für den Volksschuldienst gehört weiterhin zu den aussichtsreichsten Studiengängen unserer Abiturienten. Die Aufnahme des Studiums für das Lehramt an höheren Schulen kann ebenfalls empfohlen werden. Gesuche sind, soweit es sich nicht um Bewerber für bas künstlerische Lehramt handelt, sind bei einer der Hochschulen für Lehrerbildung (hier.- Weilburg) einzureichen. Die Bewerber für das künstlerische Lehramt an höheren Schulen richten ihre Gesuche an die staatlichen Kunsthochschulen. Das Studium an den Hochschulen für Lehrerbildung ist gebührenfrei. Die näheren Bestimmungen sind zu erfahren bei der Reichsstelle für Schulwesen in Berlin-Schöneberg.
Das Programm des Frankfurter Reichstreffens des 2ROS.
Arn Mittwoch wurde in einer Besprechung sämtlicher Stellen, die an dem Reichstreffen des Reichsbundes der Kinderreichen beteiligt sind, das Programm festgelegt. Es sieht für Freitag, den 4. Juni, einen Empfang der Ehrengäste und Ausländer vor. Am Samstag, 5. Juni, 18 Uhr, sprechen auf dem Amtsträgerappell in der Festhalle Ministerialdirektor Gütt, Reichsbundleiter Stüwe, Reichsamtsleiter Dr. Groß und Staatssekretär Reinhardt. Nach dem Appell Festzug zum Römer, wo um 22 Uhr das von Generalarbeitsführer Dr. Decker gestaltete Festspiel „Ewiges Volk" aufgeführt wird. Am Sonntag findet um 10 Uhr die Kundgebung auf dem Platz an der Bismarckallee statt. In der Mitte des Platzes sind Sitzplätze für 1000 kinderreiche Mütter eingerichtet. Um dieses Viereck nehmen HI., BDM. und die Landesverbände des RDK. Aufstellung. Auf der Kundgebung werden Reichsstatthalter S a u ck e l und Reichsamtsleiter Dr. Groß sprechen. Am Nachmittag findet hier ein großes Volksfest, veranstaltet von „KdF.", statt unter dem Lettwort „Freude und Leben". Am Abend findet für die Kreiswarte RDK. eine Festvorstellung statt.
Oer »Tag des deutschen Handwerks".
Der ,Tag des deutschen Handwerks" in Frankfurt a. M. sieht vor: Am Donnerstag, 27 Mai, Kranzniederlegungen am Ehrenmal in Berlin und am Grabmal des verstorbenen Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg in Tannenberg. Außerdem wird an diesem Tage d i c Reichsfachschule für Bäcker und Konditoren in Berlin eingewecht. Am Freitag, 28. Mai, beginnt um 9 Uhr in der Festhalte zu Frank urt a. M. die Arbeitstagung, auf Der der Leiter des Deutschen Handwerks Walter, den Rechenschaftsbericht erstatten wird. Um 15 Uhr folgt die Eröffnung der Ausstellung „Meisterwettkampf 19 3 7" durch Reichsorganisations- leiter Dr Ley. Etwa 10 000 Meister aus fast allen Handwerksberufen werden sich an dieser Ausstellung im „Haus der Moden" auf dem Fefthallengelande beteiligen. — Um 17 Uhr beginnt die Arbeitstagung der auslandsdeutschen Handwerks-
führer im „Steinernen Haus". Für 20 Uhr ist ein Empfang der Presse im Rathaus vorgesehen.
Am Samstag, 29. Mai, um 9 Uhr, wird bie A r- beitstagung in der Festhalle fortgesetzt. Es sprechen Gauleiter Sprenger und Reichsorga- nisationsleiter Dr. Ley. Um 15 Uhr werden auf dem Römerberg etwa 550 W a n d e r g e s e 11 e n empfangen, die auf ihrer Wanderfahrt an diesem Tage nach Frankfurt kommen. Um 16.30 Uhr werden am Opernplatz die Sternsahrer — rad- fahrende Meister, Gesellen und Lehrlinge aus allen Teilen des Reiches — empfangen. Den Abschluß bildet um 20 Uhr ein Festabend in der Festhalle, wobei Reichsführer SS. Himmler das Wort ergreifen wird. Der Sonntag, 30. Mai, beginnt um 9.30 Uhr mit einer Handwerklichen Feierstunde in der Festhalle, in der die Freisprechung von Lehrlingen zu Gesellen und bie Anerkennung von Gesellen zu Meistern bes Handwerks erfolgt. - Der große Festwagenzug nimmt um 13 Uhr feinen Anfang. Um 16 Uhr findet dann eine Kundgebung auf dem Opernplatz statt, auf der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Generaloberst Göring sprechen werden.
Die ÜniersuchiingskommWon von Lakehnrst.
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Unmittelbar nach der Katastrophe von Lakehurst wurde in Amerika eine Kommission zur Untersuchung der Ursache des furchtbaren Unglücks des „Hindenburg" gebildet. An der Spitze steht der amerikanische Luftschiff-Commander Rosendahl, der sich schon früher für bas Zeppelinwesen unb auch besonders nach bem Unglück in heroorragenber Weise einsetzte. Man sieht auf unserem Bilb die Kommission während einer Sitzung; unterhalb der Tafel Commander Rosendahl. — (Scherl-Bilderdienft-M.)
In der Mittwochsitzung des Untersuchungsausschusses bezeichnete der Sachverständige Caidwell von der Hamilton Standard Propeller Company die Theorie, daß ein abgebrochenes Propellerstück die Unglücksursache sein könne, als unwahrschein- l i ch. Der Zeuge hat sämtliche Propeller bes Luftschiffes „Hinbenburg" nach der Katastrophe gründ- lich untersucht unb feftgefteUt, baß bie Propeller nicht währenb der Fahrt zerbrochen finb, sondern erst beim Aufprall zertrümmert wurden. Er erklärte, die Propeller seien ordnungsgemäß gebaut und von guter Qualität gewesen.
Aus der vorigen Sitzung sind noch Bekundungen bes Oberingenieurs Sauter nachzutragen, der bezeugte, daß die Heckmotoren zur Zeit des Unglücks stillagen, nachdem sie noch eine halbe Minute vorher im Rückwärtsgang 1100 Umdrehungen gemacht hatten. Auch Sauter bezeichnete die Theorie, daß ein abgebrochenes Propellerstück den Schiffskörper durchbohrt und dabei das Gas entzündet haben könnte, als absolut ausgeschlossen. Fragen, ob er jemals Kurzschluß auf der „Hindenburg" wahrgenommen habe, ob bie Leitungen überlastet gewesen seien ober ob es benfbar sei, baß Gas unterhalb ber Führer- gonbel ausgeströmt unb babei in bas Auspuffrohr gelangt fei, verneinte Sauter. Der gerettete Wach- offigier^B a u e r erklärte, daß bie Gaszellen des Luftschiffes nicht undicht waren, Weiter habe er weder einen Blitzschlag noch sonstige Entladungen wahrgenommen.
Ingenieur Lenz, Klein-Linden, schildert seine Rettung.
Ingenieur Lenz, Klein-Linden, gibt im Berliner Lokalanzeiger bie folgende dramatische Schilderung von seiner Rettung: Während sein Kamerad nach dem Ausbruch der Katastrophe den Schaltungsraum verließ und elendiglich umkam, blieb er zurück. Um ihn herum loderten die Flammen und immer unerträglicher wurde die Hitze. Da riß Lenz die Blechhaube vom Kompaß herab und stülpte sie sich über den Kopf, um wenigstens das Gesicht zu schützen. Dann tastete er sich zur Wand, preßte sich mit Gewalt hindurch — die Nieten waren ja inzwischen geschmolzen — und stürzte hinaus. Seine Verletzungen find glücklicherweise nicht allzu schwer.
Ersatz „Hindenburg".
Zehnlaufende besichtigen den Neubau des LZ 130.
In Friedrichshafen besichtigten in den letzten Tagen Zehntausende von Menschen den Luft- s ch i f f n e u b a u. Wie zu einer Wallfahrt pilgern bie Volksgenossen und Ausländer aus ganz Europa, ja selbst von Amerika, zum Werftgelände und bekunden ihren durch das Unglück des „Hindenburg" nicht besiegten Glauben zu den deutschen Luftschiffen. Von der Besucherbühne aus betrachten sie mit Bewunderung den Neubau des LZ 130, der feiner baldigen Vollendung entgegengeht. Ein großer Teil des Gerippes ist bereits mit der filbergrauen Hülle befpannt. In der Führergondel werden zur
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In Friedrichshafen gehen bie Arbeiten an bem neuen Luftschiff rasch vorwärts. Diese neueste Aufnahme zeigt bereits bie Montage einer Motoren- gonbel am Luftschiff. — (Scherl-Bilberbienft-M.)
Zeit bie Fensterrahmen eingebaut, Bug unb Heck der Gondel haben schon ihre Duralluminverkleidung. Im 8-Deck der Passagierräume wird noch tüchtig gearbeitet, im Oberdeck dagegen, wo Speisesaal und Gesellschaftsraum sich befinden, werden schon die Stoffverkleidungen gespannt. Die Montage der Funkkabine und der elektrischen Zentrale ist beendet, ebenso sind die First- und Höhenflächen am Heck zum Bespannen fertig. Unter dem Bug des Schiffes werden die Steuerruder fertig montiert. Aeußerst ruhig arbeiten die bewährten Kräfte an der Vollendung des großen Werkes, das Zeugnis geben wird, daß deutscher Glaube unb deutscher Mut I sich siegreich über ein tragisches Schicksal erheben.
Verjüngung des Feuerwehr-Führerkorps.
B e r I i n , 19. Mai. (DNB.) Der Reichsführer SS. unb Chef ber beutfchen Polizei stellt fest, baß bie von ihm angestrebte Verjüngung bes Führerkorps ber Feuerwehren, bie für bie Schnelligkeit bes Einsatzes unbedingt notwendig ist, nicht überall durchgeführt wird. Er ordnet deshalb an, daß, von einigen genehmigten Ausnahmen abgesehen, nach dem l.Juli 1937 Feuerwehrführer, bie bas 6 0. Lebensjahr überschritten haben, nicht mehr ihre bisherigen Aufgaben wahrnehmen bürfen. Der Reichsführer erklärt, daß Führerwahlen, die auf Grund von Mehrheitsbeschlüssen der Mitgliederversammlungen zu- standekommen, mit den Grundsätzen der nationalsozialistischen Weltanschuung unvereinbar sind. Um nicht eine organisatorische Aufgabe notwendig zu machen, bie möglicherweise bei einer späteren reichseinheitlichen Organisation bes Feuerlöschwesens roieber abgeänbert werben müßte, wirb bestimmt, baß bie burch bas Ausscheiben überalterter Feuerwehrführer frei roerbenben Stellen von den Landes
regierungen oder den zuständigen Polizeibehörden kommissarisch zu besetzen sind.
Gigrunen der GG. auf der polizeiuniform.
Berlin, 19. Mai. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hatte zum „Tag der deutschen Polizei" am 16. Januar 1937 angeordnet: daß die Angehörigen der Ordnungspolizei, die SS.-Männer finb, bie beiben Sigrunen ber SS. auf ihrer Polizeiuniform unterhalb ber linken Brusttasche aufgefticft tragen. Da die Zugehörigkeit von Angehörigen ber uniformierten Polizei zur Schutzstaffel ber NSDAP, gestattet ist, hat der Reichsführer SS. verfügt, baß Voraussetzung für bie Verleihung der Sigrunen die Angehörigkeit zur SS. ist. Zum Tragen ber Sigrunen kommen in Frage: Angehörige ber uniformierten Polizei (Orbnungspolizei), bie auf Grunb ber für bie Polizei unb Wehrmacht erlassenen Bestimmungen ober infolge liebertritt zur SA. einschl. Felbjägerkorps aus ber SS. in Ehren ausgeschieden sind; Angehörige ber uniformierten Polizei, bie noch Angehörige ber SS. finb unb bie in Zukunft in bie Ordnungspolizei unmittelbar übertretenden Angehörigen ber SS.
Englische Kampfflugzeuge für Jugoslawien.
London, 20. Mai. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" meldet, baß ein Geschwaber von zehn englischen Kampfflugzeugen an die jugoslawische Regierung geliefert werde. Es handle sich um Einsitzer, die mit mehreren Maschinengewehren ausgerüstet seien und eine Höchstgeschwindigkeit von 400 Stundenkilometer erreichen. Ferner habe die jugoslawische Regierung das Recht zum Bau dieses Flugzeugtyps in ihren eigenen Fabriken erworben. Sie habe bereits 75 Rolls- Royce-Motoren für den Einbau dieser Flugzeuge in Auftrag gegeben.
Oie Niederwerfung der albanischen Rebellen.
Tirana, 19. Mai. (DNB.) In Argyrokastro hctt sich ein Sondergericht gebildet, das die Prozesse gegen die Rebellen aufnehmen wirh. Ein Teil der Rebellen versuchte in die Gegend von Kurveleschi zu fliehen. Gendarmerietruppen sind ihnen aber auf der Spur. Bei Bolena wurde ein Rebellenführer, der frühere Gendarmeriehauptmann Ismail Gyl- b e g a j, der mit dem früheren Innenminister Toto den Aufstand angezettelt hatte, verhaftet. Im Walde von Kurveleschi stießen die Gendarmerietruppen auf eine größere Horde der fliehenden Rebellen. Sechs wurden bei einem Feuergefecht erschossen. Bezeichnend ist übrigens, daß die hier angetroffenen Rebellen kriminelle Verbrecher waren, bie Toto unter der Bedingung freigelassen hatte, daß sie sich für seinen Aufstand einsetzen würden.
Kleine politische Nachrichten.
Am Freitag, 21. Mai, von 17 bis 17.40 Uhr, wird von allen deutschen Sendern aus der Hapag-Halle in Cuxhaven die Trauerfeier für die beim Untergang des Luftschiffes „Hindenburg" ums Leben gekommenen Mitglieder der Besatzung und Fahrgäste übertragen.
Am 24. Mai, dem Vortage des argentinischen Nationalfeiertages, werden zwei argentinische Schlachtschiffe zu einem viertägigen Besuch i n deutschen Häfen eintreffen. Die „Moreno" mit bem Konterabmiral Leon Scasso an Borb wirb Wilhelmshaven, bie „Rivabavia" Hamburg anlaufen.
Aus aller Welt.
Verheerendes Unwetter in der Kasseler Gegend.
lieber dem kleinen Städtchen Immenhausen unweit von Kassel ging während eines starken Gewitters ein schwerer Wolkenbruch nieder. Die Wassermassen nahmen mit unheimlicher Gewalt ihren Weg vom Berg in bas tiefergelegene Städtchen und rissen Wagen, Pflüge und Obstbäume mit in bie Tiefe. Verschobene Hauser bes Ortes haben babei großen Schaden erlitten. Teilweise konnten sich die Einwohner nur mit Mühe vor den Flutmassen retten. Menschenleben kamen nicht zu Schaden. Für die Aufräumungsarbeiten wurden Pioniere eingesetzt, die zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr und der SA. arbeiteten. Ein Jungoolklager, bas sich am Waldrand befand, konnte vom Reichsarbeitsdienst in Sicherheit gebracht werden. Gauleiter Staatsrat W e i n r i ch weilte am Unglücksort.
Schwere Ueberschwemmungsschaden bei Vad Blankenburg.
Von einem schweren Unwetter wurde die Umgebung von Bad Blankenburg heimgesucht. Besonders die Orte im Rinnetal erlitten großen Schaden. Dort ging ein lang anhaltender Wolkenbruch nieder, und die Fluten stürzten von Paulinzella über Rottenbach, Milbitz, Leutnitz und Watzdorf nach Bad Blankenburg. Da auch von den Seitentälern große Wassermassen zugeführt wurden, waren die Dörfer in kurzer Zeit überschwemmt. Sanitäter, SÄ., SS., Technische Nothilfe und Truppenteile gingen sofort nach den bedrohten Orten ab. Ebenso wurden auch die Pontons der SA.-Pioniere in Rudolstadt und Saalfeld auf Lastkraftwagen herangeholt. Die ganze Straße durch die genannten Orte nach Stadtilm bildete einen einzigen reißenden Strom. Zum Glück gelang es, alle bedrohten Menschen zu retten. Das Großvieh konnte in Sicherheit gebracht werden, jedoch ertrank viel Kleinvieh. Der Schaden ist außerordentlich groß.
Schrecklicher Tob eines Kindes.
In Lubwigshafen verbrannte sich bas achtjährige Töchterchen Helene ber Eheleute Heller so schwer, daß es bald barauf im Krankenhaus starb. Das Mädchen, das Kaffee kochen wollte, stieg auf einen Stuhl, um bie oberhalb des Gasherdes hängende Kaffeemühle herunterzuholen. Dabei fingen bie Kleiber bes Kinbes Feuer. Auf bas Schreien bes Kindes herbeigeeilte Nachbarn konnten die Flammen zwar loschen, die Brandwunden waren jedoch so schwer, daß das Mädchen nicht mehr am Leben
Wer sein Leben versichert, -er weiß, was er tut.
Er zeigt -och am klügsten zu guter Letzt,
wie hoch er selber -as Leben schätzt!


