Konrad Frey - bester deutscher Turner!
De Deutschen Gerätemeisterschasten in Stuttgart.
Zum ersten Male wurden die Deutschen Geräte^ Meisterschaften wieder an einem Tage entschieden und zum ersten Male wieder nach langer Zeit gab es auch an den Einzelgeräten Meistertitel. Auch in Stuttgart erwies sich der Zweifache Olympiasieger Konrad Frey als der beste. Er verteidigte nicht nur seinen Gesamtsieg und seinen Titel, sondern wurde außerdem dreifacher Einzelmeister am Reck, Pferdsprung und in den Freiübungen. Meister am Barren wurde Alfred Müller (Leuna), am Pferd quer K r ö tz s ch (Leuna) und an den Ringen Stangl (München). Der Münchner erwies sich als der gefährlichste Gegner von Frey, dem er nach den Pflichtübungen mit 119,1 Punkte nur um 2,8 Punkte nachstand.
3m Gesamtergebnis siegle Frey mit 237,4 punkten vor Stangl (München) mit 234,7 punkten. Den 3. Platz belegte Walter Steffens (Hamburg) vor Alfred Müller (Leuna). Beide verwiesen Ernst Winter (Frankfurt a. M.) auf den 5. Platz, nachdem dieser nach den Pflichtübungen noch auf dem 3. Platz lag.
Rund 60 Turner, darunter fast die gesamte deutsche Olympiamannschaft, von der allerdings Schwarz- mann, Beckert und M. Volz fehlten, begannen am Sonrttatzvo« mittag vor 10 000 Zuschauern die Pflichtübungen. Unter den Zuschauern befanden sich Abordnungen aus Finnland, der Schweiz und der Tschechoslowakei.
Im Beisein des Reichsstatthalters und Gauleiters M u r ch wurden die Kürübungen mit dem Pferdsprung eingeleitet, die immer 'wieder starken Beifall auslösten. Die 12er-Riege hatte bereits am Vormittag den Pferdsprung erledigt, wobei Konrad Frey den ersten Meistertitel errungen hatte. Die Nachmittagskämpfe wurden mit dem Turnen am Barren eröffnet. Müller und Steffens schnitten mit einer „20" hier am besten ab. Frey, Stangl und Winter waren hier etwas schwächer. Am Pferd quer wurde Winter vom dritten Platz verdrängt, an seine Stelle rückte Steffens vor. Stangl war an den Ringen ganz überlegen. Er hatte die 20' Punkte wirklich verdient und durfte sich mit Recht über den Sonderbeifall freuen. Aber auch Frey
Konrad Frey bei einem tadellosen Abgang am Pferd. — (Schirner-Archiv-M.)
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schaffte 20 Punkte und konnte dadurch seinen sehr knappen Vorsprung vor Stangl halten.
höchste Kunst und tadellose Haltung zeigte die deutsche Spitzenklasse bei den Freiübungen, hier waren Stangl und Kröhsch einfach nicht zu überbieten.
Stangl (München) zeigt seine Kunst am Reck. (Scherl-Archiv-M.)
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Mit ganz besonderer Spannung wuvde die Entscheidung am Reck erwartet. Nur ganz knapp war der Unterschied zwischen den einzelnen Bewerbern. Der kleinste Fehler konnte genügen, um den Verlust von mindestens einem Platz zu veranlassen. Die Leistungen standen gerade an diesem Geräte auf einer außerordentlich hohen Stufe und bewiesen, daß Deutschland zur Zeit die besten Reckturner der Welt hat. Stangl schaffte wieder 20 Punkte, aber er konnte Frey nicht mehr einholen. Eine prachtvolle Leistung zeigte auch der frühere Weltmeister Ernst Winter (Frankfurt a. M.).
Das Ergebnis:
Erster und Deutscher Gerätemeifter 1937 Konrad Frey (Bad Kreuznach), 237,4 Punkte. Pflicht- übungen: Barren 20, Pferd quer 20, Pferd-Sprung 19,7, Ringe 19,6, Freiübungen 20, Reck 19,8. Kür - Übungen: Barren 19,8, Pferd quer 19, Pferd-Sprung 19,8, Ringe 20, Freiübungen 19,8, Reck 19,9 Punkte. — 2. Stangl (München) 234,7 Punkte; 3. Walter Steffens (Hamburg) 232 Punkte; 4. Alfred Müller (Leuna) 231,8 Punkte; 5. Ernst Winter (Frankfurt a. M.) 231,6 Punkte; 6. K. Krötzsch (Leuna) 229,1 Punkte; 7. Gustav Schmelcher (München) 228,3 Punkte; 8. L. Jsele (Heidelberg) 226,7 Punkte; 9. Georg Sich (Düsseldorf) 225,3 Punkte; 10. Hans Pludra (Berlin) 225,2 Punkte; 11. W. Münder (Göggingen) 224,3 Punkte; 12. K. Stadel (Konstanz) 224,2 Punkte; -13. Richard Reuther (Oppau) 223,6 Punkte; 14. Arthur Kleine (Leuna) 223,1 Punkte; 15. Kurt Rödel 223 Punkte.
Einzelmeister:
Barren: Alfred Müller (Leuna) mit 40 Punkten. Pferd quer: Kurt Krötzsch (Leuna) mit 39,2 Punkten. Ringe: Stangl (München) mit 39,9 Punkten. Freiübungen: Konrad Frey (Bad Kreuznach) 39,8 Punkte. Reck: Konrad Frey (Bad Kreuznach) 39,7 Punkte und Pferd- Sprung: Konrad Frey (Bad Keuznach) 39,5 P.
Ruß
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Sachbeschädigung
Ruß, aus Flammen ausgeschiedene fettige Kohleteilchen. Ruß im Kamin muß von Zeit zu Zeit entfernt werden, da er sonst den Zug des Ofens verhindert und Kaminbrand entstehen kann. Verwendung auf dem Komposchaufen zur Düngung.
Ruß von Nachbargrundstücken, s. Rauch.
Rußflecke werden mit gut schäu-
(
Saarwein, von Moselweinen nur vom Kenner zu unterscheiden, kommt ebenfalls wie der Wein von der Ruwer vielfach als Moselwein in den handel.
Saales. Aussaat.
Saatkrähe, gesellig nistender Brutvogel mit schwarzviolettem Federkleid. Sein Fleisch ist eßbar.
Sabadilla ist das sog. mexikanische Läusekraut. Sabadillessig ist ein beliebtes und wirksames Mittel gegen Kopfläuse.
Sabine, weibl. Vorname lat. Herkunft mit der Bedeutung „die Sabinerin" (ital. Volksstamm). Die kath. Märtyrerin Sabina ist die Patronin der Hausfrauen.
Sacharin, künstlicher Süßstoff, der 500mal süßer als Zucker ist, aber keinerlei Nährwert besitzt.
mender Seife und einer weichen Bürste entfernt.
Ruhöl, andere Bezeichnung für Birkenteer.
Rute, Schwanz des Hundes und Raubwildes.
Rutsche, schräg gestelltes Brett, ein für Kinder ungefährliches Spielzeug, sobald es gut gesichert und vor allem glatt gehobelt ist, da sie sich sonst durch Splitter verletzen könum.
Er wird ärztlich für Zuckerkranke und Fettleibige verordnet.
Sachbeschädigung. Wer vorsätzlich und widerrechtlich eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, wird auf Antrag des Geschädigten mit Geldstrafe oder Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft. Befindet man sich in einem Notstand, so kann man eine fremde Sache beschädigen oder zerstören, muß aber unter Umständen den Schaden ersetzen. Vorsätzliche und widerrechtliche Beschädigung von Sachen, die zum Gottesdienst bestimmt sind, von Grabmälern, öffentlichen Denkmälern, Kunstgegenständen und Sammlungen, Wegweisern usw. werden mit Gefängnis bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Besonders streng, u. U. mit dem Tode, wird die Beschädigung oder Zerstörung von Gebäuden, Schiffen, Brücken, Eisenbahnen usw. bestraft.
Wie schneidet man frisches Brot?
Oder weiche Wurst? Dafür gibt es das praktische Sägemesser. Das ist ein Messer mit feinen Zähnen an der Schneide. Damit können Sie frisches Brot oder weiche Wurst in glatte Scheiben schneiden. Lassen Sie sich das Sägemesser zeigen bei
J. V. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.
Aus der engeren Heimat.
Mit dem Auto gegen Baume.
* Lang-Göns, 19. April. Auf der Straße zwischen hier und Kirch-Göns ereignete sich sich am Samstag ein Verkehrsunfall. Ein Personenkraftwagen, von einer Dame aus Aschaffenburg gesteuert, geriet auf das Bankett. Die Führerin des Fahrzeuges verlor dabei die Herrschaft über den Wagen und fuhr gegen die Bäume am Straßenrand. Zwei Bäume wurden umgerissen und der Kraftwagen beschädigt. Die Fahrerin erlitt glücklicherweise keinerlei Verletzungen.
Oer „Rumpelwagen" — ein Brauch aus alter Zeit.
£ Gro ß-Felda (Kreis Alsfeld), 17. April. Gestern war hier wieder einmal ein „Rumpel- wagen" zu sehen, ein Brauch aus alter Zeit. Ein hiesiges Mädchen hatte in das Nachbardorf geheiratet und ließ nun ihre Möbel und Ausstattung in das neue heim bringen. Auf dem einen Wagen war das Schlafzimmer aufgebaut, d. h. die aufgeschlagenen Betten standen auf den Lettern eines Erntewagens. Kissen und Bettdecken sind bezogen. Der nächste Wagen trug das Wohnzimmer und all das, was zu einer Ausstattung gehört. Den Schluß bildete ein Wagen, in dem das Brautpaar und die der beiden Mütter saßen. Voran gehen die Anverwandten. Es ist nun alter Brauch, daß die Wagen „gehemmt" werden, und mit Getränken und Geld muß sich der Bräutigam l o s k a u f e n. Selbstverständlich läßt sich die Jugend eine solche Gelegenheit nicht entgehen. Es wird ein Seil über die Straße gespannt, das die Jugend in Erwartung des Tages schon seit langem bereithält. Wird der Wagen weniger als dreimal „gehemmt", so bedeutet das Unglück für die Ehe.
Nord an einem Jagdaufseher.
Im Wald bei Köppern.
Lpd. Frankfurt a. M., 18. April. Die Frankfurter Kriminalpolizei teilt folgendes mit:
Am Sonntag, 18. April, wurde in der Nähe der Heilanstalt Köppern der 56jährige Jagdaufseher Ernst Hoffmann aus Köppern tot auf gesund en. Hoffmann hatte am Freitag, 16. April, früh gegen 5 Uhr seine Wohnung verlassen, um in sein Jagdrevier zu gehen. Seit dieser Zeit wurde er vermißt. Um nach ihm zu suchen wurde Landjahrjugend und SA. eingesetzt, die dann auch die Leiche fanden. Da nach den Umständen angenommen werden mußte, daß Hoffmann einem Verbrechen zum Opfer gefallen war, wurden die Frankfurter Mordkommission und die Staatsanwaltschaft alarmiert. Nach den Feststellungen der Mordkommission ist Hoffmann zweifellos das Opfer eines Verbrechens geworden. Seine Leiche wies zahlreiche Stichverletzungen am Kopf und Würgemale am hals auf. Allem Anschein nach ist Hoffmann mit Wilderern zusammengestoßen, die ihn in erbittertem Handgemenge erstochen haben. Die Leiche wurde in einen Wassergraben gelegt und mit Fichtenreisig zugedeckt. In der Nähe des Tatortes wurde am 16. April, morgens um 6.15 Uhr, also eine Stunde, nachdem Hoffmann seine Wohnung verlassen hatte,!
ein Schuß gehört, auf den mehrere Hilferufe folgten. Leider ist niemand auf den Gedanken gekommen, diese Beobachtungen der nächsten Polizeistelle zu melden. Zweifellos stehen der Schuß und die Hilferufe in Zusammenhang mit dem Mord.
Zusammenstoß zwischen Omnibus und Iernlastzug.
11 Verletzte.
Darmstadt, 17. April. (Lpd.) Am Samstagmorgen ereignete sich auf der Fernverkehrsstraße Darmstadt —Mainz ein schwerer Verkehrsunfall. Ein mit Arbeitern aus Darmstadt und Umgebung vollbesetzter Omnibus stieß auf der Fahrt nach Rüsselsheim bei der Gaststätte Waldesruhe in der Nähe von Büttelborn auf einen haltenden Lastzug. Der Anprall war so stark, daß sich der Vorderteil des Omnibus unter den Lastzug schob und völlig zertrümmert wurde. Sämtliche Insassen des Omnibus wurden verletzt. Die schwersten Verletzungen erlitt der 38jährige Omnibusfahrer Georg Müller aus Groß-Bieberau. Zwanzig verletzte Arbei- t e r wurden in das Stadtkrankenhaus in Darmstadt eingeliefert, von denen neun nach ärztlicher Behandlung wieder nach Haus entlassen werden konnten. Der Lastzug war nach Zeugenaussagen mit Rücklicht versehen, das der Omnibuslenker übersehen, oder zu spät bemerkt haben dürfte. Der Fahrer ist noch nicht vernehmungsfähig. Das Personal des Lastzuges saß im Führersitz und kam ohne Verletzungen davon.
Weil er keine Zeitung las, kam er vor Gericht.
Lpd. Fulda, 18. April. Ein Einwohner aus Ebersbach bei Fulda stand wegen Vergehens gegen das Buttergesetz vor Gericht. Zu seiner Verteidigung gab er an, von diesen einschlägigen Bestimmungen nichts zu wissen, da er nur im Winter Zeitung lese. Dieser Einwand des unrühmlich bekannten „Herrn Hase" verfehlte jedoch seine Wirkung auf das Gericht. Der Angeklagte, der unbefugterweise Butter nach Fulda bringen wollte, erhielt eine Geldstrafe von 4 0 Mark. Dafür hätte er eine lange Reihe von Monaten die Zeitung halten können und vielfach Nutzen daraus gezogen.
Schweine- und Schafzählung am 3. Juni.
ZdR. Ein im Reichsministerialblatt der landwirtschaftlichen Verwaltung veröffentlichter Runderlaß des Reichs- und Preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft ordnet für den 3. Juni 19 3 7 die übliche Zwischenzählung der Schweine und Schafe an. Damit sind wieder, wie dies bisher schon der Fall war, noch einige weitere Ermittlungen zu verbinden, und zwar: 1. der nichtbeschaupflichtigen Hausschlachtungen von Bullen, Ochsen, Kühen, Jungrindern und Kälbern, Schweinen, Schafen und Ziegen in jedem der drei Monate März, April und Mai 1937; 2. der in jedem der drei vorhergehenden Monate geborenen Kälber. Die Zählung wird von den Statistischen Landesämtern durchgeführt.
Wirtschaft.
Der Abschluß
der IG.-^arbemndustrie für 1936.
Fwd. Der Abschluß der IG.-Farbenindustrie AG., Frankfurt a. M., die unverändert 7 v. D. Dividende für das Geschäftsjahr 1936 ausschüttet, bietet das Bild eines außergewöhnlich gut fundierten und für die mancherlei Aufgaben vorbildlich gerüsteten Unternehmens. Das abgelaufene Jahr stellte an die Gesellschaft für den Ausbau der bestehenden und die weitere Entwicklung neuer Arbeitsgebiete, die insbesondere die Sicherung der deutschen Rohstoffversorgung betreffen, wieder außergewöhnliche Anforderungen auf wissenschaftlichem, technischem und finanziellem Gebiet. Daß vornehmlich in finanzieller Hinsicht die an das Unternehmen gestellten Ausgaben erfüllt werden konnten, besagt nicht nur die Tatsache des unveränderten Dividendenvorschlags aus einem von 56,22 auf 60,37 Millionen Mark erhöhtem Reingewinn, vielmehr auch die höhe der Abschreibungen von 73,48 gegenüber 61,77 Millionen Mark i. V. bei 85,54 (94,90) Millionen Mark investierten Anlagewerten.
Im einzelnen weist die Ertragsrechnung entsprechend der Umsatzsteigerung Roheinnahmen von 704,57 (611,94), Beteiligungserträge von 10,67 (9,13), Zinsen und sonstige Kapitalerträge von 13,13 (13,22) und außerordentliche Erträge von 0,23 (0,18) Millionen Mark aus. hiervon erforderten Löhne, Gehälter, Tantiemen und Prämien 251,27 (227,54), gesetzliche Sozialabgaben 14,55 (13,55), Anlageabschreibungen 73,48 (61,77), andere Abschreibungen 7,65 (2,47), Zinsen auf Teilschuldverschreibungen vom Jahre 1928 unverändert 9,74, Steuern 56,62 (43,73) und alle übrigen Aufwendungen 259,86 (224,23) Millionen Mark, so daß einschließlich 4 939 789 (4 779 941) Mark Gewinnvortrag ein Reingewinn von 60 374 163 (56 219 782) Mark verbleibt.
Die Gesamtgefolgschaft der IG.-Farbenindustrie unter Einschluß der Gruben und der anderen ihr nahestehenden Unternehmungen belief sich Ende 1936 auf 170 869 Arbeiter und Angestellte gegenüber 148 205 Ende 1935. Die Steigerung des durchschnittlichen Arbeitereinkommens betrug 1936 17,3 vom hundert. Die Jahresprämie der Gefolgschaft betrug 1936 11,7 (10,4) Millionen Mark. Die Stammarbeitersiedlung wurde weiter gefördert.
Rheiri-Mainische Börse.
Fest.
Frankfurt a. M., 17. April. Die Börse lag auch zum Wochenschluß fest; zwar unterlagen die Kurse infolge einiger Abgaben mehrfachen Schwankungen, gegen die' gestrige Abendbörse traten jedoch am Aktienmarkt weitere Befestigungen von durchschnittlich 0,25 bis 0,75 v. h. ein. Das Geschäft blieb verhältnismäßig lebhaft. Einzelne Spezialwerte traten mehr hervor, so Th. Goldschmidt mit 144,90 bis 145,50 (142,50), Mansfelder Bergbau mit 165,50 (162) und Holzmann auf die Dividendenerwägungen mit 156,75 (154,50). Maschinenaktien landen weiteres Interesse bei leicht erhöhten Kursen, nur Muag schwächer mit 155,50 (157,50). Don Motorenaktien zogen BMW. auf 155,25 (154), Daimler auf 139,50 (139) an, Adlerwerke Kleyer
117,50 bis 118 (117), dann 117. JG.Farben bei kleinem Umsatz 0,50 v. h. nachgebend auf 168,65. Elektrowerte notierten vorwiegend gut behauptet, teilweise um 0,25 bis 0,50 v. h. höher. Montan- papiere hatten unter kleinen Schwankungen verhältnismäßig lebhaftes Geschäft, fest Klöckner mit 127,50 (126). Zellstoffpapiere zeigten nur geringe Veränderungen, Aschaffenburger 141,50 (141,90), Waldhof unv. 158,50. Von Einzelwerten erhöhten sich Reichsbank auf 199,25 (198,50), Westdeutsche Kaufhof aus 60,65 (60), AG. für Verkehr bröckelten auf 135,25 (135,50) und Hanfwerke Füssen auf 104 (104,25) ab.
Am Rentenmarkt war die Haltung ebenfalls weiter fest, die Kurse wiesen aber nur geringe Veränderungen auf. Altbesitz 124,25 (124,13), Kommu- nal-Umschuldung 93,25, Städte-Altbesitz weiter gesucht mit 126,50 bis 127.
Im Verlaufe hatte das Geschäft am Aktienmarkt mit Rücksicht auf den Wochenschluß nur noch kleinen Umfang. Die Haltung blieb fest, unbeschadet kleiner Kursrückgänge infolge von Glattstellungen der Kulisse. Einzelne Spezialpapiere zogen weiter an, so Schuckert auf 170 nach 169, Scheideanstalt auf 264 bis 265 (263,50), Mainkraftwerke auf 97,75 nach 96, Reichsbank auf 200 nach 199,25 und Mansfelder auf 166 nach 165,50. Don Montanwerten waren Mannesmann mit 122,25 bis 123 (122,40) lebhaft. Am Einheitsmarkt erhöhten sich Faber & Schleicher weiter auf 83 rat. (81), Schriftgießerei Stempel wurden mit 102 bis 103 geschätzt (98).
Der variable Rentenmarkt lag ruhig bei voll behaupteten Kursen. Altbesitz weiter erhöht auf 124,65 (124,25). Goldpfandbriefe bei teilweise erhöhten Kursen stark gesucht, z. T. wegen Materialmangels gestrichen. Kommunal-Obligationen und Liquidationspfandbriefe sowie Stadtanleihen blieben bei meist unveränderten Notierungen ebenfalls gefragt. Von Jndustrie-Obligattonen 5 v. h. Eisenbahn-Rentenbank 100 (99,75).
Nundfunkprogramm
Dienstag, 20. April.
6 Uhr: Hitler-Hymne von Schenkendorf. Morgen- fpmch. Gymnastk. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskon- zert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. Merk auf, deutsche Jugend! Ausschnitte aus den Reden des Führers an feine Jugend. 10.45: Hausfrau, hör zu! 11: Nachrichten. 11.30: Sportfunk für die Jugend. Befunde deutsche Jugend durch körperliche Erziehung. 11.45: Landfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musika zu Gast! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Das deutsche Lied. Frühlings- lieber von Schubert und Brahms. 16: Unterhaltungsmusik. 17.30: Der Sozialdienst. 18: Konzert. 19: Auf ein Wort, liebe Eltern! Zum Eintritt des Jahrgangs 1927 in die HI. 19.30: „hier spricht der Reichsnähr- stand". 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: „Held namenlos". Kantate von Richard Euringer. 20.40: Abschied, Liebe und Heimweh im deutschen Lied. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Grenzecho.


