Ausgabe 
19.4.1937
 
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Verkehrsregelung anläßlich der Parade auf dem Trieb

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(Nachdruck verboten.)

20. Fortsetzung.

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Bei her Lebens-

scher Wichs und imDirndl" die Illusion zu ver­vollständigen. Die Skigaudi soll zu einem bayeri­schen Volksfest ausgestaltet werden, nachdem un­sere heimischen Skiläufer schon viel Gelegenheit hatten, durch ihre Fahrten in das Walsertal, nach Garmisch usw. bayerisches Volksleben zu studieren.

Marsch der 6>A. durch die Stadt.

Zur Werbung für das Dankopfer der Nation unternahm unsere Gießener SA. unter dem Kom­mando des Standartenführers Lutter am geftri-

Einheiten zur Ueberweisung des Jungvolks Hitler-Jugend auf dem Brandplatz an.

Dienstag keine Vorstellung im Stadttheater.

Die Truppen des Standortes Gießen unserer Wehrmacht werden am morgigen Dienstag, 20. April, dem Geburtstag des Führers und Reichskanzlers, p u n k t 11 U h r auf dem Trieb in Paradeauf- ft e l l u n g stehen. Die berittenen Wehrmachtsteile wird man dabei zu Pferde mit ihren Geschützen, MG.-Fahrzeugen usw. sehen, die motorisierten Trup­pen mit ihren Kraftfahrzeugen.

Punkt 11 Uhr wird der Standortälteste, General­leutnant O ß w a l d , die Front der Paradeauf- ftellung abschreiten. Anschließend nimmt der Standortälteste den P a r a d e m a r s ch der Truppen ab. Der Vorbeimarsch wird diesmal nicht, wie seiner­zeit am Heldengedenktag, auf der Grünberger Straße stattfinden, sondern wird auf dem Trieb in der Richtung von der Volkshalle nach der Artillerie­kaserne, entlang der Grünberyer Straße, vor sich gehen. Die Truppen werden in vier Blocks mar­schieren, und zwar 1. Block die Fußtruppen, 2. Block die fahrenden Truppen, 3. Block die Artillerie, 1. Block die motorisierten Truppen. Die Infanterie marschiert in Zugbreiten, die Artillerie in Batterie­front.

Die Ehrengäste, die Gliederungen der Partei, die Organisationen der alten Soldaten und die übrigen Besucher müssen ihre Plätze bis 10.50 Uhr

b) Straße Am Kugelberg ab Verbindungsstraße zwischen Friedensstraße und Straße Am Ku­gelberg.

Fahrräder dürfen in den unter Ziffer 2 aufgeführ­ten Straßen nicht mitgenommen werden.

Umleitung über Georg-Philipp-Gail-Straße Licher Straße und über Rödgen und Annerod.

3. Freie Durchfahrt haben die Fahrzeuge der Wehrmacht, Reichs- und Staatsbehörden und der Führer der politischen Verbände.

4. Parkplatz f ü r Kraftfahrzeuge und Fahrräder befindet sich in der verlängerten Fröbelstraße an der Nordspitze der Volkshalle. Die Anfahrt zu diesem Parkplatz erfolgt nur von der Fröbelstraße aus.

Es roirb von der Bevölkerung erwartet, daß bie im Interesse der Verkehrssicherheit und einer guten Abwicklung der Parade angeordneten Maßnahmen genauestens beachtet werden.

über hinaus auch die aller Volksgenossen hat. Für seine Zukunft wird ihm alles wünscht.

** Silbernes Ehrenzeichen. Landesverbands-Tagung der Deutschen

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Um allen Volksgenossen die Möglichkeit zu geben, an den Feiern zum Geburtstag des Führers teil- nehmen zu können, wird die VorstellungStille Gäste" auf einen späteren Termin verschoben.

paradeaufstellmg und Parade der Gießener Truppen am Geburtstag des Führers

Herr Kerstens lacht gezwungen.Schon gut, lie­ber Doktor! Nur das hilft uns jetzt nicht mehr Diel. Also hoffen wir, daß die Angelegenheit da­mit erledigt ist."

14.

Seit diesem Morgen, da ein fremder Mann sie küßte, ist Gisch Amelung ein ganz anderer Mensch geworden. Sie ist wissend geworden. Eine Sehn­sucht ist in ihr, die Erwartung von etwas Großem und Herrlichem, das ihr geschehen wird, eine Be­reitschaft, zu leiden, sich zu opfern.

Sie verbringt den Tag wie alle anderen an ihrem Arbeitsplatz, sie tut ihr Werk wie immer, und doch ist alles anders geworden. Sie kann jetzt manch­mal für einen Augenblick die Augen schließen^ und auf ihr Inneres horchen, auf die seltsamen Stim­men, die da unversehens lebendig geworben sind.

Am Nachmittag wartet Mary vor dem Tor. Während der Mittagspause hat Gisch bie Freun­din angerufen und sie gebeten, herzukommen.

Mary!" sagt sie jetzt, nichts weiter, und nimmt ihre Hand.

Mary Hauck merkt sofort, daß irgend etwas ge­schehen ist. Diese Stimme ist keine Jungmädchen­stimme mehr, in den Augen hat Gisch einen weichen Schimmer, der vorher nicht da war.

Du gefällst mir!" lacht sie.Ich denke, du fährst mit beinern Süßen irgendwo in der Welt herum, hab' dich schon ordentlich beneidet und der­weil! Hast du Emil wirklich allein fahren lassen? Der Arme, was soll er ohne dich?"

Oh, Herr Knack wird sich daran gewöhnen müs­sen, ohne mich durchs Leben zu kommen."

Himmel, was für Neuigkeiten! Du hast ihm den Laufpaß gegeben? Erzähle doch schon!"

Mary bibbert vor Neugierde. Sie hängt sich an Gischs Arm und ist ganz Ohr.

Komm, Mary, trinken wir irgendwo eine Tasse Kaffee. Mir ist so festlich zumute. Ich möchte große Mengen Apfelkuchen mit Schlagsahne essen. Aber meine Devisen sind sehr knapp. Kann man bei dir einen Pump anlegen?"

Man kann!" erklärt Mary großzügig, dabei hat sie selber nicht mehr viel. Nun, man wird morgen Vorschuß nehmen. Denn Gisch darf nicht im Stich gelassen werden.

Die beiden finden in einer Konditorei eine dämm­rige Hinterstube mit rührend altmodischen Plüsch-

Am kommenden Samstag veranstaltet der ßener Skiklub in den Räumen des Gesellschaftsver­eins wieder seine Skigaudi, die bereits im vergan­genen Jahre zu einem großen Erfolg für den Ver­ein wurde. Schon werden alle Vorbereitungen ge­troffen, um die Räume für diese Veranstaltung so auszustatten, daß man sich in die Alpenwelt versetzt fühlen wird. Die Sportler und Sportlerinnen wer­den dazu beitragen, durch ihren Auftritt in bayeri-

SM

Veronika".

Skiklub Gießen: Sfigaubi im Allgäu!

Skandal

um Dr.Vandergmen

Vornan von Hans Hirthammer.

Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau t. S.

Deutsche Jägerschaft, Jagdgau Oberhessen: 10 bis 18 Uhr Jagdtrophäenschau 1936/37 in der Volks- Halle. Gloria-Palast, Seltersweg: mi * Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:

Oie Dierermarkenblocks mit dem Bild oes Führers.

Arn 20. April, dem Geburtstag des Führers, wird beim Postamt Gießen (Bahnhofstraße) von 0 bis 24 Uhr eine Schalterstelle eingerichtet, die sich mit dem Verkauf von Dierermarkenblocks mit dem Bilde des Führers befaßt und auf Wunsch die Blocks mit Ge­fälligkeitsstempel versieht.

NSKOV.

Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen, daß unsere Anschriften heute folgendermaßen sind:

1. Statt Nebenstelle heißt es jetzt: Nat.-Soz. Kriegsopferversorgung, Gau Hessen-Nassau, Be« treuungs]telle Gießen, Bahnhofstraße 38.

2. Statt Ortsgruppe heißt es jetzt: Nat.-Soz. Kriegsopferversorgung, Gau Hessen-Nassau, Kame­radschaft Gießen, Bahnhofstraße 38.

Bon der Universität.

Der Reichs- und Preußische Minister für Wissen­schaft, Erziehung und Volksbildung hat Professor Dr. Merker beauftragt, auch im S.-S. 1937 den hauptamtlichen Lehrauftrag für Forstzoologie und Schädlingsbekämpfung in der Philosophischen Fa­kultät, II. Abtl., der Universität Gießen uertretungs« weise wahrzunehmen.

Dozent Dr. Eduard W i l l e k e von der Universi­tät Münster erhielt den Auftrag, vom 1. April 1937 ab bis auf weiteres in der Philosophischen Fakul­tät der Universität Gießen die praktische Volkswirt­schaftslehre zu vertreten.

Oienstjubiläum bei der Polizei.

Von der Polizeidirektion Gießen wird uns mit* geteilt:

Am 20. April kann Herr Kriminalassistent Georg H e i l m a n n auf eine 25jährige Pokizeidienstzeit zurückblicken.

Nach einer über 6jährigen tadellosen Militär­dienstzeit trat Herr Heilmann am 20. April 1912 als Schutzmann bei der Polizeidirektion Gießen ein. Diele Jahre versah er seinen oft nicht leichten Straßendienst, um alsdann in verschiedenen ande­ren Dienstzweigen mit bestem Erfolg Verwendung zu finden. Nach erfolgreich abgelegter Probedienst­zeit bei der Kriminalpolizei wurde er am 1. Fe­bruar 1929 unter Ernennung zum Kriminal-Haupt­wachtmeister zur Kriminalabteilung versetzt.

Während seiner langen Polizeidienstzeit hat sich Herr Kriminalassistent H e i I m a n n stets als ein Sreuer, gewissenhafter und stets hilfsbereiter er erwiesen, der sich nicht nur die Achtung seiner Vorgesetzten und Kameraden, sondern dar-

sesseln und mit kleinen Tischen, deren Marmor- platten vielfache Sprünge aufweisen. In der Ecke krächzt ein Lautsprecher, dem man es anmerkt, daß er schon zur Zeit Karls des Großen in Tätigkeit gewesen ist.

Gisch bestellt zwei Portionen Kuchen mit Schlag­sahne, zwei Kannen Kaffee und eine Schachtel Zi­garetten. Mary kriegt einen Schreck und überschlägt ihre Barschaft. Wenn die Herrlichkeit mehr als zwei Mark fünfzig kostet, sitzen sie schön in der Tinte. Na, wird schon klappen!

Dann beginnt Gisch zu erzählen, alles schön der Reihe nach. Mary unterbricht sie mit feinem Wort, aber als der fremde Herr auftaucht, rückt sie noch ein bißchen näher an Gisch heran, um sich ja kein Wort entgehen zu lassen.

Die Erzählung gerät etwas ins Stocken.Wie er dann mit mir getanzt hat, Mary, ich kann dir das nicht sagen. Ich habe mich gefürchtet vor ihm und habe mich doch zu gleicher Zeit bei ihm geborgen gefühlt. Jedenfalls war ich furchtbar aufgeregt, wie ein heftiger körperlicher Schmerz war es. Und auf einmal wurde mir ganz gemein schlecht, da brachte er mich sofort an den Tisch, besorgte mir Kognak, ad), Mary, er war der merkwürdigste Mensch, der mir je begegnet ist."

Mary sagt nichts, aber sie begreift, daß es für Gisch eine ganz große Sache gewesen sein muß.

Dann kommt die Flucht.

Einfach toll!" staunt Mary.Ich hätte Emil sehen mögen, als du nicht mehr zurückkamst. Der wird Augen gemacht haben. So!" Sie zeigt Gisch, was Emil für Augen gemacht hat.

Nun wird die Geschichte immer aufregender. Diese nächtliche Fahrt nach Berlin, die seltsamen Worte des Fremden und bann --

Was? Dann bist du eingeschlafen? Nee, das hätte ich um keinen Preis der Welt getan. So was passiert einem nämlich alle hundert Jahre bloß ein einziges Mal."

Ja? Kann schon sein. In Berlin bin ich dann aufgewacht, von seinem Kuß, Mary!"

Oooh!"

Gisch spricht ganz leise, mit gesenktem Blick. Schau, Mary, auch Emil hat mich manchmal ge­küßt, wenn es ihm grabe besagte. Aber das heute früh das war etwas ganz anderes. So weh, daß man daß man immer hätte meinen

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einen Werbemarsch durch die Stadt. Mit dem Spiel­mannszug und dem Musikzug an der Spitze mar­schierten die Stürme mit ihren Fahnen von der Johannesstraße durch die Neuen Baue, Sonnen­straße, Seltersweg, Horst-Wessel-Wall, Bahnhof­straße, Kaplansgasse, Kreuzplatz, Sonnenstrahe zum Hof des Standartengebäudes, wo der Werbemarsch mit dem feierlichen Einbringen der Sturmfahnen in das Standartengebäude feinen Abschluß fand.

Hitler-Jugend Bann 116 Gießen.

llnterbann I.

Am 19. April, um 19.45 Uhr treten alle Gieße-

mögen ach, und doch so das kann man nicht erzählen, Mary! Ich habe plötzlich gefühlt, wie das mit der Liebe eigentlich ist, daß man davon selig werden und daß man davon sterben kann."

Mary würgt es in der Kehle.Wie du das sagst, Gisch! Hast du dich denn so arg in diesen Mann verliebt?"

Gisch blickt erstaunt auf.Wie meinst du? Ver« liebt? In den Fremden? Wie kommst du auf Liest Idee?"

Nu schlag einer lang hin! Erst erzählst du mit stundenlang von diesem Mann, daß ich schon an* fange, über ein passendes Verlobungsgeschenk nach* zudenken und dann du, Gisch, id) glaube gar, du hast alles bloß geträumt!"

Vielleicht! Aber dann war es ein sehr schöner Traum."

Mary macht noch ein paar dumme Witze, aber dann wird sie ernst.Nun werde ich um dich in Sorge sein müssen. Bisher war dein Herz wie in einer gläsernen Kugel eingeschlossen, behütet vor allem Schlimmen. Aber von jetzt ab wirst du wehr­los einem jeden Angriff ausgeliefert fein. Ich habe Angst, Gisch, denn ich glaube, daß du eine von denen bist, die an einer Liebe verbluten können.

Gisch blickt ihrer Freundin in die Augen.Diel' leicht. Muß es aber nicht schön sein, solches zu er* leiden? Einen Menschen lieben dürfen, das muh doch eine Gnade sein. Nicht lieben können, nicht bie Sehnsucht verspüren, sich einem geliebten Manne mit ganzem Herzen zu schenken das müssen doch armselige Geschöpfe sein, Ausgestoßene! Mary, lieber will ich dran zugrunde gehen, als zu einem Leben ohne Liebe verurteilt sein. Lieber will ich blühen und Früchte tragen und sterben, als nie bas wirkliche Leben gespürt zu haben. Du, Mary, bu weinst ja!" t(SA

Ach, Quatsch!" sagt Mary.Wenn du so bloo daherredest! Kannst einen ja reineweg konfus machen. Ich will jetzt nichts mehr davon hören, oer* siehst du!"

Mary!" Es klingt wie in hellem Jubel.DU bist ja gar nicht so, wie du immer tust. Jetzt du dich verraten." I

Ach, was du alles merkst. Komm, gehen^wirl Ich hab' die Nase voll von deinem Geschwätz.

(Fortsetzung folgtI)

Tja, eine äußerst unangenehme Geschichte! Ich kann Ihnen den Vorwurf nicht ersparen, daß Sie es leider an der nötigen Gewissenhaftigkeit haben fehlen lassen. Man läßt solche Dokumente, von denen man weiß, daß sie geheim bleiben sollen, nicht offen im Schreibtisch liegen."

Ich konnte aber doch wirklich nicht vermuten, daß sich jemand für eine japanische Urkunde inter­essiert. Einbrecher pflegen diese Sprache im allge­meinen nicht zu herrschen."

Welche naive Vorstellungen! Im Zeitalter der Amateurphotographie ist jeder halbwegs routinierte Einbrecher imstande, mit einer lichtstarken Klein­kamera irgendwelche Dokumente zu photograpieren, was eine Arbeit von wenigen Dfnuten bedeutet."

Ja, aber wer kann denn um Himmels willen ein Interesse an dem Inhalt dieses Dokumentes haben? Und wer konnte wissen, daß es dieses Do­kument überhaupt gibt, und daß es in meinem Be­sitze ist?"

Eine unachtsame Aeußerung hat schon manches Geheimnis verraten. Und was das Interesse betrifft die Agentur Havas hat den Bericht sicher sehr anständig honoriert."

Das ist anzunehmen."

Na also! Tja, mein lieber Doktor, eine fatale Sache! Ich werde selbstverständlich mein Möglichstes tun, damit Ihnen keine weiteren Unan­nehmlichkeiten erwachsen, aber ich muß Ihnen gestehen, daß ich mich verpflichtet fühle, den Schul­digen zur Rechenschaft zu ziehen. Und der Schul­dige ich bedauere, es sagen zu müssen sind zunächst Sie."

Stefan Vandergruen erhebt sich.Ich muß Ihnen recht geben. Daß es mir außerordentlich peinlich ist, diesen Zwischenfall verschuldet zu haben, brauche ich Ihnen kaum zu versichern."

Die Polizeidirektion Gießen teilt uns folgendes mit:

Am 20. April, 11 Uhr, findet anläßlich des Ge­burtstages des Führers eine Parade der Wehr­macht auf dem Trieb statt. Zur V e r k e h r s r e g e- lung sind durch die Polizeidirektton Gießen fol­gende Anordnungen getroffen:

1. Das Betreten des Triebes einschließlich der Straße vor der Dolkshalle und der Straße vor dem RestaurantPhilosophen-Hohe" und hinter dem Sportplatz 1900 ist von 10 Uhr ab bis zum Schluß der Parade verboten.

2. Ab 10 Uhr bis Schluß der Parade sind fol­gende Straßen und Plätze für den Krastfahrzeug- und sonstigen Fahr-Verkehr gesperrt:

a) Kaiserallee von Georg-Philipp-Gail-Straße ab und Grünberger Straße bis zur Straßengabe­lung nach Rödgen und Grünberg.

gen Sonntagvormittag, im Anschluß an die festliche Aufführung bei der Morgenfeier der SA.-Stan- ' ~ 1 Gebet" im Stadttheater,

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vielen hundert kleinen scharfen Stahlzähnen besetzt ist. Immer nur wenige Wochen halten diese Zähne. An den Lumpen, die das Transportband Ununter­brochen in ihren Rachen wandern läßt, beißen sie sich stumpf. Und schließlich sind es nur noch kleine, kurze Stummel. Die Absaugvorrichtung auf der anderen Seite nimmt nur noch weiche, flockige Fasern auf, die sich nun leicht verspinnen lassen. Da hängen auch die Füllsäcke an dicken Seilen von der Decke herab. Frauen stopfen sie voll mit Fasern und treten die locker hervorquellenden Massen mit Füssen fest. Lang ist die Reihe der Säcke: Wolle, Baumwolle, Seide und andere Stoffe; weiß, rot, schwarz und grau ist ihr Inhalt. Schnell werden die Säcke vernäht und jeder bekommt sein besttmm- tes Zeichen. ~ ,

Auf dem Hofe warten schon die Lastwagen. Fort geht es zur Spinnerei, weiter zur Weberei und schließlich zur Konfektion. Beim Lumpenhändler ist der Kreislauf wieder geschlossen. Ho.

Dornoiizen.

Tageskalender für Montag.

spätestens eingenommen haben. Die Ver­bände der Bewegung und die Organisationen der alten Soldaten haben ihre Plätze an der Grünberger Straße, gegenüber der Paradeaufstellung der Truppen.

Nach dem Vorbeimarsch vor dem Standortältesten rücken die Truppen sofort nach ihren Kasernen ab. Dort werden am Vormittag bereits feierliche Appelle für die Bataillone bzw. Abteilungen statt- ftnden, bei denen die Kommandeure Ansprachen über die Bedeutung des Tages halten werden.

Großes Wecken am Geburtstag des Führers.

Aus Anlaß des Geburtstages des Führers ver­anstaltet die Wehrmacht unseres Standortes morgen früh ein großes Wecken. Die Spielleute und das Musikkorps des Jnf.-Rgts. 116 werden um 6 Ufjr mit klingendem Spiel von der Bergkaserne abrücken und folgende Straßen passieren: Licher Straße, Kaiserallee, Ludwigsplatz, Gartenstraße, Hinden- burgwall, Horst-Wessel-Wall, Bahnhofstraße, Ka­plansgasse, Kreuzplatz, Mäusbura, Marktplatz, Kir­chenplatz, Lindenplatz, Walltorstraße, Hitlerwall, Moltkestraße zurück zur Bergkaserne.

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Aus -er Stadt Gießen.

Kreislauf der Lumpen.

Es handelt sich hier um die Reste von Mutters Nähtisch, aus den Werkstätten der Schneider und Len abgetragenen tausend Dingen des täglichen Lebens. Sorgsam werden sie heute überall gesam­melt und dem Altwarenhandel zur Verfügung ge­stellt. Diele Kleinigkeiten geben ein Großes: so sind 25 000 fleißige Menschen in 600 Lumpensortier­betrieben dabei, Großvaters zerrissene Hausjacke von Emils zerlöcherten (Strümpfen zu trennen. Und wenn man den Jahresumsatz der Fachgruppe Roh­produktengewerbe betrachtet, stellt man mit Er­staunen fest, daß er immerhin 100 Millionen Mark beträgt.

Vom Sammler, der über die Straßen der Städte zieht, kommen die verschiedensten Fetzen zum Groß­händler. Hoch stapeln sich in den weiten Räumen die prallen Säcke, aus denen das bunte Gewimmel hervorquillt. Gleich daneben werden die Lumpen sortiert. Zwischen Baumwolle, Leinen und Seide wird besonders die Wolle, dieAristokratie" der Lumpen, herausgesucht. 100 verschiedene Sorten kennt der Großhandel, die nach Qualität und sogar nach der Farbe von sachkundigen Händen ausge­schieden und dementsprechend sorttert werden.

Von hier aus geht es weiter, der Wiedergeburt entgegen. Für immer verabschiedet sich das Leinen von den anderen Textilien. Leinen verwendet die Papierfabrik, aus ihm werden die hochwertigsten Papiere hergestellt. Auch unsere gesamten Bank­noten waren einst unansehnliche, graue Leinen­lappen. Einen anderen Weg wandern die übrigen sortierten Lumpen. In der Kunstwollfabrik werden sie zur Begrüßung erst einmal ordentlich gewaschen. In wirbelndem Tanz, von Schaufelrechen gestuckt, drehen sie sich im immer dunkler werdenden Wasser toll im Kreise umher. Sauber, wie nach der großen Wäsche bei Muttern, sehen wir sie wieder. Die aristokrattsche Wolle muß natürlich eine Extra- behandlung erfahren. Mit Salzdämpfen, im Karbo- nisierungsverfahren wird jede Spur von Baum­wolle, Seide und Garn vernichtet, denn erst so läßt sie sich später einwandfrei färben. Weiter geht die Wanderung. Unmassen der nun sauberen und ge­trockneten Lumpen vermag eine Zerreißmaschine zu verschlingen. In ihrem Leibe drehen sich in rasen­dem Tempo große Trommeln, deren Oberfläche mit

gen und der Bekämpfung dieser Krankheiten. Der Redner fand mit seinen aufschlußreichen Darlegun­gen das starke Interesse der Zuhörer, denen er mancherlei wertvolle Aufklärungen und bedeutsame Hinweise für die praktische Arbeit gab.

Gaujägermeister Nicolaus

schloß hierauf den Appell mit dem Gruß an den Führer. Der Landesjägermeister und die übrigen Besucher besichtigten anschließend eingehend die Trophäenschau.

Kameradschastsabend.

Im Anschluß an den Appell in der Volkshalle begaben sich die Jäger mit ihren Gästen in die Stadt zurück, um in den Räumen des Gesellschafts­vereins in der Sonnenstraße einige unterhaltsame Stunden in kameradschaftlichem Geiste zu verbrin­gen. Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger, der Landesjägermeister, ließ es sich nicht nehmen, einige Stunden im Kreise der Jäger zu verweilen. Ferner nahmen zahlreiche Gäste aus dem Kreise der Partei, der hiesigen Wehrmacht und der Behör­den teil, die damit ihre Verbundepheit mit der heimischen Jägerschaft kundtaten.

Als der Landesjägermeister den Saal betrat und das Musikkorps unseres Standortes einen schneidi­gen Marsch intonierte, herrschte bereits eine ange­regte Stimmung, die noch gesteigert wurde durch weitere ausgezeichnete musikalische Darbietungen. Zur allgemeinen Freude sang ein Jägerchor, gebil­det von Angehörigen der Forstäknter Gießen und Schiffenberg, mehrere schöne Lieder, die in Text und Melodie der besonderen Verbundenheit des Försters und Jägers mit Heimatnatur und Vater­land gewidmet waren. Einen weiteren schönen Bei­trag zur Ausgestaltung des Abends gab unser Hei­matdichter Georg Heß, der mit seinen Gedichten in Hüttenberger Mundart stürmischen Beifall ern­tete. Schließlich wurden noch einige Lieder gemein­sam gesungen. In angeregter kameradschaftlicher Unterhaltung vergingen die Stunden wie im Fluge.

Rettungs-Gesellschaft am Samstag in Darmstadt wurde dem Stadt-Vermessungs - Inspektor Karl Lang, Gießen, Gnauthstraße 6, das silberne Ehrenzeichen für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit überreicht.

** Eine Achtzigjährige. Frau Elisabeth Keil W w e., Lindenplatz 7 wohnhaft, begeht am Dienstag, 20. April, ihren 80. (Geburtstag. Sie ist geistig und körperlich noch sehr rüstig und kann jeden Tag noch ihrer Beschäftigung nachgehen.

** Unfall auf der Landstraße. Auf der Straße zwischen Gießen und Lollar, unweit dem Badenburger Wäldchen, ereignete sich gestern gegen 23 Uhr ein Verkehrsunfall. Zwei Kraftwagen stie­ßen zusammen und wurden schwer befchäbigt. Die Insassen erlitten glücklicherweise keinerlei ernstere Verletzungen._____________________________________

Kritische Tage der Frauen werden durch Klosterfrau-Melissengeist viel leichter überwunden: man braucht sie nicht mehr so sebr zu fürchten. So berichtet Herr Alfred Groffott, Bank­beamter, Köln-Braunsfeld, Aachener Str. 282, am 25. 8. 34:Seit längerer Zeit litt meine F-rau an starken Herzbeschwerden und sehr oft auftretendem Unwohlsein. Medizin, die sie verschrieben bekam, half nicht immer. Bei einem sehr starken Schwäche* anfall verwandte ich Ihren Melissengeist. Die Wir­kung war großartig. Seit dieser Zeit verwende ich nur Ihren Klosterfrau-Melissengeist."

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