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Die Entdeckung der Pflanzennährstoffe

Von Dr. Voigliander-Tehner, Heidelberg.

Kunst und Wissenschaft

Stallmist den Aeckern immer nur Bruchteile Nährstoffmengen, die ihnen durch die Ernten

läßlich der Dramatikerwoche der HI. den Gebiets­führer Dr. Rainer Schlösser zum Obergebiets­führer und den Oberbannführer Eberhard Wolf­gang Möller zum Gebietsführer befördert. Fer­

di e W.

der ent- daß

Die Athener Universität beging das Fest ihres hundertjährigen Bestehens, an dem Vertreter fast der ganzen Welt teilnahmen. König und Kultus­minister gedachten des Gründers der Universität, des Königs Otto, eines Wittelsbachers. Nach dem Vertreter Bulgariens sprach dann Professor D o e l- g e r, wobei er auch auf die Ausgrabungen in Olympia, die der Führer ermöglichte, einging. Wie hoch die deutsche Wissenschaft die Athener Universität schätze, habe Reichsminister Rust be­kundet, wenn er einer Reihe Athener Gelehrter die Ernennung zu Ehrendoktoren der bedeutendsten deutschen Universitäten überbracht habe. Professor D o e l g e r überreichte Adressen der Preußischen und Heidelberger Akademien der Wissenschaft und als Zeichen alter Verbundenheit zwischen Mün­chen und Athen eine Bücherspettde der Deutschen Akademie, die eine Auswahl der schönsten Bücher aus der Privatbibliothek des Gründers der Athe­ner Universität, des Königs Otto, darstellt.

Erfolg eines deutschen Vaukünstters im Ausland.

Auf dem internationalen Wettbewerb für den Neubau des Empfangsgebäudes des Zentralbahn­hofs Saloniki (Griechenland) hat der Hochbaudezer-

Pflanze zunächst gar nicht vorhanden, sondern erst dann und insoweit es im Laufe der Verwitterung lösliche Form angenommen hat. Die Phosphor­säure in den Knochen toter Tiere ist, solange sie unlöslich ist, für die Pflanze nicht aufnehmbar. Der S t i ck st o f f im Eiweiß und dessen ersten Abbau­produkten, Stoffen, wie sie z. B. in den Stoppeln, im Mist und im Humus enthalten sind, ist ebenfalls von der Pflanze nicht ausnutzbar, weil er noch nicht in die mineralische und wasserlösliche Form über­gegangen ist. Erst wenn die Pflanzennährstoffe in die mineralische und wasserlösliche Form sei es durch Verwitterung, sei es durch Verwesung ge­langt sind, sind sie zu wirklich aufnehmbaren Nähr­stoffen geworden.

Nun kommt aber der zündende und schöpferische Gedanke, die geniale Nutzanwendung dieser Er­kenntnisse. Liebig folgerte sehr scharfsinnig und richtig weiter, daß die Nährstoffe im Stall­mist die darin zunächst als unlöslich und nicht aufnehmbar enthalten find und erst nach längerer Verrottung löslich werden sich ohne weiteres e r - setzen lassen durch mineralische, was­serlösliche Stoffe, und zwar sind dies die gleichen Stoffe, wie sie bei der Zersetzung des Mistes im Boden allmählich von selbst entstehen. Es sind dies die reinen Pflanzennährstoffe in konzentrierter Form, wie wir sie heute in den Handelsdüngern den Pflanzen als sofort auf­nehmbar zuführen können, ohne erst auf die lang­wierige Zersetzung des Stallmistes warten zu müs­sen. Damit war das Grundgesetz der mineralischen Düngung entdeckt und festgelegt.

die Ernten entzogenen Nährstoffe die Stallmist­düngung allein für eine ausreichende Nährstoffver- sorgüng unzulänglich ist. Außerdem sah er als wei­tere Folge alleiniger Stallmistdüngung die unaus­bleibliche Verarmung des Bodens und da­mit fortschreitende Verringerung der land­wirtschaftlichen Erträge. .

Mit diesen Forschungsergebnissen war es aber noch nicht getan, auch über Form und Art, in der die notwendigen Nährstoffe im Boden zur Ver­fügung stehen müssen, machte Liebig neue, grund­legende Feststellungen. Er fand, daß das bloße Vor­handensein der Nährstoffe Stickstoff, Phosphor­säure und Kali im Boden, z. B. gebunden in der Form von Granit, Porphyr, Lehm, Pflanzenresten, Humus oder tierischen Kadavern für Ernährung und Gedeihen der Pflanzen ganz unerheblich ist. Er hatte dagegen festgestellt, daß nur solche Stoffe als Nährstoffe von den Pflanzen ausgenommen werden können, die sich in mineralischer Form befinden und in Wasser löslich sind. Das zwar mineralische Kali im Feldspat des Gra­nits z. B. ist also, weil wasserunlöslich, für die

zogen werden, zurückgegeben werden können, ihm Hinblick auf den notwendigen Ersatz der durch

Reichstheatertagung der HZ.

Auf der Reichstheatertagung der HZ. hielt der Kölner Universitätsprofessor Dr. N i e ß e n einen Lichtbilderoortrag über das Wesen und die Ziele der Theaterwissenschaft. Obergebietsführer Cerff führte u. a. aus: Das Theater steht und fällt mit der- Frage, ob es uns gelingt, die Fugend für das Theater zu gewinnen. Obergebietsführer Cerff schloß seine Ausführungen mit einem Appell an die erzieherische Arbeit und formulierte als Er­gebnis der Tagung folgende Punkte: In Zukunft soll jährlich eine Reichstheatertagung der HF. statt­finden. Auf dieser Tagung sollen junge Autoren zur Aufführung kommen. Eine Arbeitsgemeinschaft jun­ger Autoren wird geschaffen, die alle im Theater­leben stehenden Mitglieder der HI. umfaßt. Ab so­fort sollen überall wo sich Theater befinden, Ver­bindungsleute zur Neichstheaterkammer ernannt werden. Ab sofort rvird eine Arbeitsgemeinschaft für Nachwuchsschulung gesck ften mit einer Arbeits­stelle zunächst für ein Jahr. Ueberall soll eine starke Werbung für,das Theater einsetzen, jedoch ohne or­ganisatorischen Zwang. Ein Aufruf soll an alle schöpferischen Kräfte in der HF. zur Schaffung von Lustspielen und Zeitsatiren ergehen. Es sollen Vor­bereitungen getroffen werden für eine Reichswan­derbühne der HI. Die Frage desTheaters der Fugend" in Berlin soll überprüft werden, auch der Feierplatzgestaltung soll größte Fürsorge zugewandt werden.

Der Führer hat auf Vorschlag des Reichs- jugeckdführers in Anerkennung ihrer Leistungen an-

ner hat der Fugendführer des Deutschen Reiches jungen Dramatiker Heinz Schwitzte und S. H y m m e n zu Bannführern befördert.

Hundertjahrfeier der Universität Athen.

Am 18. April 1873 starb Justus von Liebig, dem wir die Entdeckung der Pflan- zennährstoffe und damit der Bedeutung der mineralischen Düngung für eine Ertrags­steigerung der Landwirtschaft verdanken.

Dem Wachstum der Pflanzen durch Düngen nach- zuhelfen, haben bereits die alten Kulturvölker, die um das Mittelmeer herum ihre Wohnsitze hatten, sowie auch in Asien die Chinesen und in Südamerika die Inkas verstanden. Die Aegypter düngten mit Nilschlamm, die Römer mit Holzasche, die Chinesen mit Knochenasche, die Inkas mit Guano rein erfahrungsgemäß. Sie wußten noch gar nichts von den beiden Gründlagen der Düngung, von Humus und Pflanzennährstoffen Merkwürdigerweise sind aber nach der Völkerwanderung die Kenntnisse von der Düngung in der Nacht des Mittelalters fast ganz verlorengegangen, die neuzeitliche Dünger­lehre mußte erst wieder völlig neu geschaffen wer­den. Zwischen einst und jetzt klafft also eine große Lücke, ein Dämmerzustand der Agrikultur- und Pflanzenchemie.

Die Grundlage der heutigen Düngerlehre bildet die Lehre von den Pflanzennähr ft of­fen, wie sie durch die Forschungen des großen deutschen Chemikers Justus von Liebig zutage- gefördert wurde. Diesem Mann verdanken wir die dafür grundlegende Erkenntnis, die als eine der größten und segensreichsten Entdeckungen aller Zei­ten bezeichnet werden muß; sie ist heute erst rund hundert Jahre alt und lautet: Das Ertrags­vermögen auch des fruchtbarsten Bo­dens kann ohne Ersatz der durch die Pflanzen entzogenen Stoffe nicht aus die Dauer erhalten werden. Dies erscheint uns heute selbstverständlich, war aber in jener Zeit, in der man noch eine Selbstbereitung der minerali­schen Stoffe durch die Pflanze für möglich hielt, etwas völlig Neues, Unerhörtes und geradezu Um­wälzendes. Von da an begann in der Kultur der Menschheit eine neue Epoche des Fortschrittes. Der Begriff der Pflanzennährstoffe ist darin zum ersten Male erkannt und deutlich ausgesprochen, nachdem kurz vorher schon nachgewiesen war, daß die Pflanzen für ihr Wachstum Mineral st offe unbedingt brauchen und sie aus dem Boden aufnehmen.

Gewiß, man düngte auch schon vorher, und zwar fast ausschließlich mit S t a l l m l st. Man gab sich aber noch keine Rechenschaft über den Nährftoff- bedarf der Pflanzen, den Nährstoffentzug aus dem Boden und den Nährstosfoorrat im Boden sowie über die gegenseitigen Beziehungen dieser heute jedem Bauern und Landwirt Geläufigen Begriffe zueinander. Man war sich infolgedessen auch noch gar nicht klar, ob die rein erfahrungs- und gewohn­heitsmäßig durchgeführte Stallmistdüngung auch wirklich den Nährstoffbedürfnissen der Kulturpflan­zen genügte, da dies eben ein ganz neuer Begriff war. Liebig bekämpfte darum auch als erster die seit Jahrhunderten betriebene alleinige Düngung mit Stallmist. Er wandte sich nicht etwa ganz gegen die Stalldüngung, sondern nur gegen die Auffas­sung, daß man mit ihr allein völlig auskommen könne. Er hatte nämlich erkannt, daß mit dem

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Jleugruppierung in der TobisProduktion.

Die Tobis-Tonbild-Syndikat-AG., bei deren Tochtergesellschaften mehr als die Hälfte der gesamten deutschen Filmproduktion erscheint, hat eine grundlegende Neugruppierung ihrer Produktionsleitung durchgeführt. Das Schwerge­wicht ist von den Verleihgesellschaften in die Pro­duktionszentrale verlegt worden, während sich die Verleihfirmen in Zukunft nur noch mit den mate­rialen Fragen der Filmherstellung befassen. Die Tobis-Magna-Film-Produktion-G.m.b.H." wird als einzige Eigenpröduktionsgesellschaft der Tobis wie bisher unter Leitung ihres Vorstandes K. I. Fritzsche sechs bis acht Spitzenfilme im Jahr Her­stellen. Das gesamte übrige Programm wird nach wie vor an selbständige Produktionsfirmen in Auf- trag gegeben. DasDramaturgische Büro" steht un­ter der Leitung von Köppen. Für Sonderauf- gäben der Dramaturgie ist Willi Krause ver­pflichtet worden. DasBesetzungsbüro" wird von Clif ford geleitet. Für Sonderausgaben steht der Dramaturgischen Abteilung Herbert I h e r i n g zur Verfügung. Die Gesamtleitung der Produktion liegt in Händen von Fritz Mainz, der auch die 23er* bindung zum Künstlerischen Beirat des Aufsichts- rates der Tobis pflegt. Mitglieder dieses Beirates sind Dr. h. c. Bausback , Willi Forst, Staatsrat Gustaf Gründgens, Dr. Hans Henkel und Staatsschauspieler Emil I a n n i n g s.

Wetterbericht

des Relchswetterdienskes. Ausgabeort Frankfurt.

Die letzten Tage brachten mit verbreiteten und meist recht ergiebigen Niederschlägen auch einen erheblichen Temperaturrückgang. So hielt sich die Temperatur am gestrigen Sonntag etwa 3 Grad unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt, im Gebirge ist vielfach wieder Frost und Schneefall eingetreten. Auch für die Folge ist noch keineswegs mit Be­ständigkeit zu rechnen, doch wird sich wieder häufiger als bisher für kurze Zeit freundliches Wetter ein­schieben.

Aussichten für Dienstag: Nach recht frischer Nacht anfänglich noch vielfach aufheiternd, dann jedoch wieder Rückgang zu unbeständigem, aber auch milderem Wetter, nach Südwest drehende Winde.

Aussichten für Mittwoch: Bei Luft­zufuhr aus Süv bis West unbeständig und zu Niederschlägen geneigt, doch nicht durchweg un­freundlich.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III 37: 10 496. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. April 1937 gültig.

Heute Montag

's PQLQ.ST Giessen

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WALLACE BEERY

in seiner besten Rolle als Liebhaber als Bandit als Retter einer Nation.

(Bürgerkrieg in Mexiko! Aufstand H gegen die fremden Machthaber 1 I Kampf um die Freiheit!

Reichhalt.Beiprogramm. Ufa-Ton-Woche

LICHTSPIELHAUS

Ab heute Montag:

Heiterkeit - Lachen - Frohsinn!

@Hans Moser Theo Lingen H. v. Meyerinck W. Jansen Pani Beckers in dem neuen übermütig.Lustspiel:

Alles für Veronika

und 5 schöne Frauen:

Hilde Hildebrand - Grete Weiser Gretel Theimer - Thekla Ahrens Ilse Fürstenberg. Ferner: Willy Eichberger

Im Beiprogramm:

Im Taumel des Schnees

(Die Zeitlupe lehrt Skifahren).

Täglich 4 Uhr, 6 Uhr und 8.30 Uhr. 2734A

sie ®kS' am KW' aus Wnuerdn halte *® Bescher aus d-° Ich-n-" U1 heW-n 31 SiB führte am geladener 0 und Forsts derW Feier eröffne

Obekfol

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Der wirl Jagd wird a zeichnet, daß (die Zahlen Deutschland Mark beziffe Mark für i Raubwildes 27,3 Millior Dieser Betrc kommen, wo machen fan: Volksernähri heute zu ein Volksschichtei Genuß durä | schränkt. Du 1 anlaßte Win ist im Verlar menge im W i Jägern gespi : Volksgenosser worden. Der damit noch n die Aufwend! den Jagdhunl die Treiberlöl

In ethisi p.' zu erinnern,

Deutschen von Jagd, sie ist schäft. Im dei Dichtungen trii Wp, und W das N sicht. Archer \ auch keine an so unmittelbc wie die Jagi tur wirkt ar und veredeln! des Lebens 1 für die unfe: Der Zweck d derben für d schien Jäger g vielmehr a

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