ein Beispiel hierfür gegeben. Aber wie kürzlich Dr. Schacht in Brüssel sagte, setzt eine wirtschaftliche Verständigung eine allgemeine politische vorau s."
DieLugen-in -er französischen Sozialdemokratie.
Der linke Flügel unterwirft sich der Parteidisziplin.
Paris, 19. April. (DNB. Funkspruch.) Der Landesrat der sozialdemokratischen Partei hat den vom gemischten Ausschuß geforderten Ausschluß von 2 2 Mitgliedern der scharf revolutionär eingestellten sozialdemokratischen Jugend a b g e l e h n t. Er hat dagegen diesem revolutionären Flügel die bisherige Selbständigkeit genommen und alle Mitglieder aufgefordert, diesem Beschluß Rechnung zu tragen und getrennte Kundgebungen in Zukunft zu unterlassen. Im Falle der Nichtbefolgung dieses Beschlusses sollen auf der nächsten Sitzung des Landesrates Maßnahmen beschlossen werden, um die P a r t e i d i s z i p l i n durchzusetzen. Der Führer des äußersten linken Flügels, Pivert, erklärte, daß er und seine politischen Freunde s i ch ihm beugten und sich verpflichteten, danach zu handeln, nachdem man ihnen das Recht zugestanden habe, vor dem Parteiausschuß ihre Auffassung darzulegen. Der vom Landesrat eingesetzte Sonderausschuß, der sich mit der Frage der Verschmelzung der sozialdemokratischen Partei mit der kommunistischen Partei zu beschäftigen hätte, hat in einer Entschließung daran erinnert, daß ausschließlich er befugt fei, Beschlüsse in dieser Frage zu fassen.
Hilferuf französischer Kommunisten aus Valencia.
Paris, 19. April. (DNB. Funkspruch.) Das „Echo de Paris" veröffentlicht Briefe französischer Kommunisten, die in den Reihen der internationalen Brigade in Spanien gekämpft haben und jetzt vergeblich darauf warten, daß ihnen die bolschewistischen Machthaber die Rückkehr nach Frankreich ermöglichen. Die Absender befinden sich mit 150 Franzosen unter dem Schutz des Französischen Konsuls in Valencia. Trotz aller seiner Bemühungen ist es bisher nicht gelungen, die Ausreisegenehmigung zu erhalten. Von 10 000 Mann einer internationalen Brigade seien 3000 getötet und 5000 verwundet worden. Der berüchtigte französische Kommunistenhäuptling Marty, der ein wahres Schreckensregiment ausübe, werfe jeden in den Kerker, der nach Hause wolle. Einer der Kommunisten behauptet, daß im Kerker von Albacete eine englische Journali st in in „Zelle Nr. 3" sitze, die von Marty auf unbeschränkte Zeit verurteilt worden sei.
Zusammenfassung aller spanischen Freiwilligen -Verbände.
Salamanca, 19. April. (DNB. Funkspruch.) General Franco verkündete in einer Rundfunk- reoe die Zusammenfassung aller nationalen Frei- willigen-Verbände des befreiten Spaniens zu einer großen Organisation. Diese solle die politische Schulung und Erziehung des spanischen Volkes im Sinne der großen spanischen Vergangenheit und als Verwirklichung des spanischen Nationalgedankens übernehmen. Hiermit habe die Zersplitterung der spanischen Freiwilligen-Be- wegung in Falange, Requetes und Monarchisten usw. bzw. Nationalsyndikalisten, Traditionalisten und Carlisten aufgehört. Es entstehe eine großspanische National-Bewegung.
Ein polizeiehrenmal in Bochum.
General Daluege warnt.
Bochum, 17. April. (DNB.) Im Bochumer Polizeipräsidium wurde eine Ehrenhalle für die im Weltkriege und im Kampf gegen den Bolschewismus gefallenen Polizeibeamten und für die Ermordeten der Bewegung durch den General der Ordnungspolizei SS.-Obergruppenfüh- rer Daluege feierlich ihrer Bestimmung übergeben. In seiner Weiherede erinnerte General Daluege daran, daß gerade im Gebiet der Roten Erde der Karnpfgegen den Bolschewismus und gegen die ihm verwandten, zerstörenden
W-ihesilwde -er SA-Stan-arte 116 im Gießener Gta-ttheater.
Herbert Böhme und Erich Lauer: „Das Deutsche Gebet".
vollkommenen Querschnitt durch das Wirtschaftsleben Italiens und die Tätigkeit der Partei gewinnen können. Der Duce, der die deutsche Sprache sehr gut beherrsche, habe ihn mit größter Herzlichkeit empfangen. Die Stimmung des Volkes sei glänzend. Ueberall habe er eine große Begeisterung für Adolf Hitler und Deutschland beobachten können.
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Als Vorfeier zum Geburtstage des Führers veranstaltete die SA.-Standarte 116 am gestrigen Sonntagvormittag mit der Aufführung des „D e u t- s ch e n Gebetes" von Herbert Böhme, Musik von Erich Lauer, eine Wei he stunde der S A. im Gießener Stadttheater. Das Theater war mit den Farben des Dritten Reiches festlich und würdig geschmückt, der große Raum bis in die obersten Ränge hinauf dicht besetzt. Unter den Ehrengästen bemerkte man zahlreiche Vertreter der Wehrmacht, der Partei und der Behörden.
„Das Deutsche Gebet" ist eines der ersten aus dem Kulturkreis der SA. hervorgegangenen Werke. Herbert Böhme, der vor Jahren mit einer Vorlesung aus eigenen Werken persönlich bei uns in Gießen zu Gast war, ist einer der markantesten Vertreter der jungen Dichtergeneration im neuen Deutschland. Sein Werk, das ein glühendes Bekenntnis zu Deutschland, zum Volke und seinem geliebten Führer darstellt, verwirklicht einen neuen symphonischen Stil heroischer Feiergestaltung unserer Zeit. Es ist Ausdruck oes politischen Glaubensbekenntnisses der SA.-Männer, und sinngemäß stellt die in sich gegliederte Gemeinschaft der braunen Kämpfer des Führers auch die Träger dieses Bekenntnisses. Während die Standartenkapelle 116 im Orchesterraum des Theaters ihren Platz gefunden hatte, hatten auf der weit geöffneten Bühne, die im Hintergründe von zwei flammentragenden Pylonen flankiert und abgeschlossen wurde, Männer der Standarte mit ihren Fahnen Aufftellung genommen, die sich in Chor und Einzelsprecher gue- derten, während Fanfarenbläser, Kesselpauker und Trommler die Stimmen der Sprecher und des Chorgesanges, vom Orchester verstärkt und getragenbegleiteten und rhythmisch akzentuierten.
Feierlich weihevolle Klänge der Fanfaren, die dann vom männlich straffen Zusammenklang des Chores ausgenommen wurden, intonierten das Werk, in dem sich Wort und Musik zu einer organischen Einheit verschmolzen haben. Die Leitmotive der Dichtung werden alsbald machtvoll angeschlagen und verkündet; sie heißen: Führer, Fahne und Deutschland, Kampf für Ehre und Recht des unsterblichen Volkes. Die Einzelstimme des Fahnenträgers zwischen den flammenden Pylonen, der das Bekenntnis zum Führer und feiner Fahne spricht, wird ausgenommen und weitergetragen vom Chor der Sprecher, und während sich zugleich auch die Gemeinschaft der Hörer im Theater von den Plätzen erhebt, wird symbolisch der Ring um die Träger der Dichtung und um die Aufnehmenden und Empfangenden geschlossen; der gemeinschaftbildende Stil
der Kultur im neuen Deutschland verwirklicht sich so auf eine eindringlich-sinnfällige Weise.
Nachdem alle an der Feier Teilnehmenden in das Bekenntnis eingeschlossen worden, leiten neue Fanfarenklänge wieder zum Sprechchor über, der alsbald die Vision von Kampf und Auferstehung der Männer von Tannenberg, von Langemarck und an der Feldherrnhalle heraufbeschwört. Diese Vision steigert sich zu der machtvoll verkündeten Gewißheit: „Ihr, Kameraden, ihr lebt!", Fanfaren tragen das Thema mit schmetternden Klängen zu einem der strahlenden Höhepunkte des ganzen Werkes. Die Vision der ewigen Kämpfer für das Reich, der unsterblichen Gefallenen im Morgenrot einer neuen Zeit schließt eine heilige Verpflichtung zum Volke und zu der Tat in sich, „die einmal in dir ruht".
3n der hymnischen Sprache Böhmes und in den stark instrumentierten Akkorden Lauers erhebt sich dann ein Bild vom kraftvoll und siegreich neuerstandenen Reiche, das sich seinen Lebensraum und den Segen seiner Arbeit aus eisernem Willen und freudiger Kraft wiedergewonnen hat: im dröhnenden Rhythmus d?r Maschinen, in der wogenden Pracht' der reich bestellten, mit Brot gesegneten Felder, auf dem Boden der allenthalben in unseren Grenzen erschlossenen Siedlung blüht die beglückende Verkündung des ewigen Reiches. Das Bekenntnis zur „Gemeinschaft des deutschen Geschlechtes", dem der Führer voranschreitet, und zur heiligen Fahne, welche die Namen ihrer Träger und der unter ihr und mit ihr Gefallenen zur Unsterblichkeit trägt, versammelt sich noch einmal im vollen Einsatz und Zusammenklang der festlichen Stimmen in Chor und Orchester. Die wuchtigen Rhythmen eines Fanfarenmarsches nehmen das Thema auf und lassen das Werk in mächtiger Steigerung weihevoll ausklingen.
So vereinigt sich im „Deutschen Gebet" das gläubige Empfinden, das machtvolle Bekenntnis eines ganzen Volkes, der geeinten Nation zum ewigen Reiche der Deutschen und zu seinem Führer, in dem sich das verpflichtende Vorbild auf dem Wege in die Zukunft jedem unter uns verkörpert und voranleuchtet. Der Schwur der Treue und der unverbrüchlichen Gefolgschaft konnte keinen würdigeren und festlicheren Ausdruck finden als im „Deutschen Gebet". Seine ungemein eindrucksvolle und einheitliche Ausgestaltung und Wiedergabe stellte der hingebenden Einsatzbereitschaft und dem kulturellen Ausdruckswillen jedes einzelnen der an der Feierstunde aktiv beteiligten SA.-Männer der Standarte das schönste Zeugnis aus.
Hans Thyriot.
und zersetzenden Elemente blutige Höhepunkte erreicht habe.
„Wir wollen", so fuhr General Daluege fort, „angesichts dieses Mahnmals geloben, daß auch der kleinste Versuch bolschewistischer Söldlinge, in Deutschland noch einmal ihr Treiben aufzunehmen, mit brutaler Gewalt im Keime erstickt wird. Wir werden auch bei diesem Gelöbnis nicht jene neuen Tatsachen außer Acht lassen, die gerade in diesen Tagen wieder die Welt aufhorchen lassen. Ein Pfarrer steht auf und predigt im Rock eines Geistlichen im roten Madrid für den Bolschewismus. Und in Berlin stehen politisierende .Priester vor Gericht, west sie im Bolschewismus Glauben und Gesinnung ihrer Art zu finden glaubten! Erinnern wir uns auch daran, daß unseren Gefallenen oft ein kirchliches Begräbnis verweigert wurde, weil sie weiter nichts getan hatten, als verhindert, dcrß auch in Deutschland Kirchen und Klöster in Flammen aufgingen, weil sie nicht wollten, daß jene ermordet und gemartert werden sollen, die ihnen den letzten kirchlichen Segen verweigerten. Wir werden auch in richtiger Stunde daran denken, daß nicht der Ruf zum Kampf allein uns befriedigen kann, sondern daß mir Taten sehen wollen und daß nicht hinter einem solchen Ruf sich vepbergen kann die Sympathie für den Bolschewismus. So ehren wir am besten jene Helden, die hier auf der Roten Erde fielen." e
Meine politische Nachrichten.
Am 19. April werden auf der Ordensburg Crössinsee durch den Reichsorganisationsleiter und den Jugendführer des Deutschen Reiches die ersten Klassen des jüngsten Jahrgangs der Adolf- Hitler-Schulen feierlich eröffnet werden. Der Unterricht wird bis zur Fertigstellung der Adolf- Hitler-Schulbauten in der Ordensburg Crössinsee erfolgen
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Der argentinische Botschafter Labougle hat dem Reichsminister des Auswärtigen Freiherrn von Neurath das aufrichtige Bedauern seiner Regierung über die' Ermordung des Pg. Riedle zum Ausdruck gebracht.
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Zwanzig Vertreter der italienischen Jn- d u ft r i e werden sich unter Führung des Grafen Volpi am 25. April von Mailand aus zu einer zehntägigen Besichtigungsreise nach Deutschland begeben, um den Besuch deutscher Industrieller vom Oktober vergangenen Jahres zu erwidern.
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Reichsorganisationsleiter Dr. Ley traf am Sonntagabend aus Italien kommend auf dem Berliner Flughafen Tempelhof ein.^Er hob die außerordentliche Herzlichkeit hervor, mit der man ihm in Italien begegnet sei, und rühmte die großzügige Offenheit, mit der man ihn Einblick nehmen ließ in alle ihn interessierenden Einrichtungen. Er habe einen
Nachdem König Georg II. von Griechenland von seiner Peloponnes-Reise zurückgekehrt ist, empfing er Reichsminister Rust in Privataudienz. Kulturminister Georgakopoulos erfreute Reichsminister Rust durch ein prachtvolles Geschenk, eine äußerst wertvolle Lekythos. (Als Lekythos bezeichnet man ein altgriechisches Tongefäß in Form einer Kanne mit Henkel und dünnem Hals, das zum Aufbewahren von Salböl, namentlich als Grabbeigabe für die Toten, diente.)
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Anläßlich des Besuches des deutschen Kreuzers „L e i p z i g" in Algier stattete der auf der „Leipzig" eingeschiffte Befehlshaber der Aufklärungs- ftreitfräfte, Konteradmiral Boehm, in der Generalresidentschaft einen Besuch ab, der vom Generalsekretär Gregoire, von Admiral Mottet, von General Catroux und von General Denain erwidert wurde. Der Besuch dient der Fühlungnahme mit den französischen Behörden, die freundlicherweise den Hafen von Algier den deutschen Seestreitkräften, die an der internationalen Kontrolle im spanischen Bürgerkrieg beteiligt seien, als Stützpunkt zur Verfügung gestellt haben.
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In Nordmähren und Schlesien waren am Sonntag 68 öffentliche Versammlungen der Sudetendeutschen Partei angemeldet. In diesen sollten über 20 Abgeordnete und Senatoren sprechen. Don den Versammlungen wurden bereits neun verboten. Die Plakate wurden entfernt. Die Abgeordneten Sandner und Böhm haben beim Innenminister gegen das unbegründete Verbot Verwahrung eingelegt.
Aus aller Welt.
Don Gronaus Afrikaflug.
Der Präsident des Aeroklubs von Deutschland, Wolfgang von Gronau, landete von Wien kommend auf dem Flughafen München. Gronau war von Berlin nach Kairo zur Teilnahme am Internationalen Oasenflugwettbewerb gestartet, bei dem er den vierten Platz belegte. Im Anschluß an den Wettbewerb unternahm Gronau einen Flug quer durch Afrika bis nach Kapstadt und zurück nach Kairo, von wo aus er nach Deutschland flog. Somit hat von Gronau eine Strecke von 30 000 Kilometer zurückgelegt.
Drei kommunistische Mordbuben zum Tode verurteilt.
In dem Mordprozeß wegen des kommunistischen Feuerüberfalls auf das SA.-Lokal „Zur Linde" in Berlin-Lichtenberg im Mai 1932 verkündete das Berliner Schwurgericht das Urteil. Wegen gemeinschaftlichen Mordes und versuchten Mordes wurden der 26jährige Erich Krüger, der 35jährige Paul Grosch und der 25jährige Walter G a r b a n g zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt, während der 22jährige Erwin Leib ich, der zur Zeit der Tat noch jugendlich gewesen war, mit zehn Jahren Gefängnis davonkarn. Acht weitere Angeklagte wurden zu Zuchthaus- bzw. Gefängnisstrafen verurteilt. Zwei weitere Mitangeklagte wurden ftei- gesprochen. Das Verfahren bildete das zweite gerichtliche Nachspiel zu dem feigen Anschlag der kommunistischen Mordbuben. Zunächst war es nur gelungen, die beiden Mordschützen Pölz und Szczodry dingfest zu machen. Sie wurden 1933 wegen Mordes zum Tode verurteilt, später zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Erst nach der Machtübernahme konnten die übrigen Beteiligten ermittelt und ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Bei dem Feuerüberfall war der Werkzeugmacher Karl Bauer getötet und mehrere andere Personen erheblich verletzt worden.
Dollstreckung von Todesurteilen.
Am 17. April sind der Christian R i e ch m a n n und die Anna Biszbort, beide aus Contwig, h i n g e r i ch t et worden, die vom Schwurgericht in Zweibrücken wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden waren. — Riechmann und Biszbort haben im Oktober 1935 den Ehemann Biszbort ermordet, um das zwischen ihnen bestehende ehebrecherische Verhältnis ungestört fortsetzen zu können.
WM
MEKW
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MAHD
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