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ten der engen Verbundenheit des Beamtentums mit dem in Volkstum und Mundart sich wideripie- gelnden Gemeinschaftsleben der Nation Ausdruck verleihen. In vielmonatiger Arbeit ist in wissen­schaftlicher Systematik dasLautdenkmal rcichsdeutscher Mundarten zur Zeit Adolf Hitlers" geschaffen worden. In einer Sammlung von etwa 300 Schallplatten hält es die Mundarten aller deutschen Gaue und Stämme fest. Volksgenossen aus allen Gegenden unseres Vater­landes, aus allen Ständen und Berufen haben ihrem in dem Geschehen unserer großen Zeit wurzelnden Fühlen und Denken in heimischer Mundart Aus­druck verliehen. Das Lautdenkmal, das unter Mit­wirkung von Fachwrschern und Verwendung aller neuzeitlichen technischen Hilfsmittel zustandegekom- men ist, setzt, wie Reichsbeamtenführer Hermann Neef es in feiner Widmungsansprache zur lieber« gäbe des Geschenks zum Ausdruck bringt, dem Füh­rer ein unzerstörbares Denkmal alsKünder des Volkes". Das Werk stellt gleichzeitig auch einen wetvollen Beitrag zur deutschen Volkskunde dar.

Ein stolzes Äoiument.

Adolf Hitlers Einreichung zum Eisernen Kreuz 1, Klasse.

Berlin, 17. April. (DNB.) Das He eres- archiv Potsdam hatte anläßlich der Feier zur Errichtung der Heeresarchioe eine Schau von Doku­menten zusammengestellt. Man sah Originalkarten des Großen Hauptquartiers aus allen Phasen der Schlacht bei Tannenberg, Bilder aus den letzten Kriegen, Briefe und Aufzeichnungen Scharnhorsts, ein Parolebuch für das Schillsche Bataillon, Ver­ordnungen Hindenburgs, ein Schreiben des Grafen Zeppelin an den Chef des Generalstabes mit der Bitte um Prüfung seines Luftschiffplanes, die Ori­ginale des Webrgesetzes und der Verordmma über die Einjährigendienstpflicht u. v. a. Größte Aufmerk­samkeit fand das Originalschreiben mit dem Vor­schlag zur Verleihung des Eisernen Kreuzes 1. Klasse an den Weltkriegsgefreiten Adolf Hitler. Das am 31. Juli 1918 vom 3. lbayr.) Referve-Jnfanterie-Regiment 16 ausgefertigte Schrift­stück hat folgenden Wortlaut:

Gefreiter ^Kriegsfreiwilliger) der 3. Komp. Hit­ler ist seit Ausmarsch beim Regiment und hat sich bei allen mitgemachten Gefechten glänzend bewährt. Als Meldegänger leistete er sowohl im Stellunaskrieg als auch im Bewe­gungskrieg Vorbildliches an Kaltblütig­keit u n.d Schneid und war st-ts freiwillig be­reit, Meldungen in schwierigsten Lagern unter Le­bensgefahr durchzubringen. Nach Abreißen aller Verbindunaen in schwierigen Gefechtslagen war es der unermüdlichen und opferbereiten Tätigkeit des Hiller zu verdanken, daß wichtige Meldungen trotz aller Schwieriaheiten durchdringen konnten. Hitler erhielt das E.K. II für tapferes Verhalten in der Schlacht bei Wytfchaete am 2. Dezember 1914. Ich halte Hiller für vollends würdig zur Auszeichnung mit dem E. K. I. Klaffe.

I. V. (gez.): Freiherr von Godin."

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DerSunday Difpatch" schreibt, daß die Oeffnung des deutschen Heeresarchivs vielen Ver­leumdungen über den persönlichen Mut Hitlers im Weltkriege, die in verschiedenen Linkszeitunzen Europas erschienen waren, ein Ende gesetzt habe. Hitler sei Bataillons-Meldegänger gewesen und habe somit den gefährlichsten Posten im Kriege gehabt. Die Anerkennung, die ihm vom Kommandierenden General gezollt worden sei, sei mehr als auszeich­nend. Welche Ansicht seine Gegner auch volitisch von ihm haben mögen und von seinem Regime, sei es doch eine schuftige Gemeinheit, die­sen Mann zu verdächtigen. Man müsse onnehmen, daß derartige Verleumdungen von roten Rallen ausgingen, die in Kellern säßen und persönlichen Mut wie Gift I)c.' 'm, weil sie ihn nicht selbst be­säßen. Das deutsche Volk dankt dem englischen Blatt für diese mutige Feststellung, durch die den jüdisch-marxistischen Verleumdungen im Sinne einer Solidarität aller Frontkämp- f e r ein Ende gemacht wird.

'Örtt Führer besichtigt Modelle für Hitlerjuoendbauten.

Verl.in, 17. April. (DNB.) Der Führer besich­tigte am Samstag die ihm vom Reichsiugendführer in der Reichskanzlei vorgeführten Modelle von Hitlerjugend Heimen sowie das Modell einer der ersten Adolf-Hitler-Schulen und der Akademie für Jugendführung in Braunschweig. Für einen großen Teil der Heimbauten der HI. im ganzen Reich erfolgt am 3. Mai die feierliche Grund st einlegung durch den Iugendführer des Deutschen Reiches. Der Füh­rer sprach über die architektonische Gestaltung der neuen HJ.-Bauten seine Anerkennung aus und regte eine Ausstellung der Modelle in der AusstellungGebt mir vier Jahre Zeit" an.

General der Artillerie von Gallwitz -f.

. In einem Sanatorium in Neapel starb am Sonn­tag General der Artillerie a. D. Exz. Max von Gallwitz kurz vor Vollendung seines 85? Lebens­jahres. Der General, der während des Krieges unter Hindenburg u. a. die 12. Armee in Ostpreußen, die 11. Armee in Serbien und später die Heeres­gruppe Gallwitz an der Westfront befehligte, konnte vor zwei Jahren i(n Freiburg i. Br., wo er sich nach Beendigung des Weltkrieges zur Ruhe fetzte, sein 65. Militärjubiläum feiern. D'er Ver­storbene war Ehrenbürger der Stadt Freiburg. Die Universität Freiburg hatte ihm die Würde eines philosophischen Ehrendoktors verliehen.

Entgeltzahlung an Heimarbeiter am 1. Mai.

Berlin, 17. April. (DNB.) Der Reichsarbeits­minister teilt mit: Auch der deutsche Heimarbeiter soll den 1. Mai, den Feiertag des deutschen Volkes, feiern können, ohne daß seine Festfreude durch Ent­geltausfall getrübt wird. Es wird daher erwartet, daß alle Auftraggeber, Hausgewerbetreibenden und Zwischenmeister die von ihnen in Heimarbeit Be­schäftigten (das sind die Heimarbeiter und die Haus­gewerbetreibenden mit nicht mehr als zwei frem­den Hilfskräften) so stellen, daß sie keinen Ent­gelt a u s f a l l erleiden. Im Interesse der einheit­lichen^ Behandlung soll jeder in Heimarbeit Be- fchäftsHt^-ni er Prozent der im Monat April othr dienten Entgelte erhalten. Selbstverständllck darf das den in Heimarbeit Be­schäftigten für 1- Mai zustehende Entgelt nicht etwa dadurch gesahmälert werden, daß die Ausgabe von Heimarbeit fijir den Rest des Monats April entgegen den geschäftlichen Erfordernissen unterlassen wird. Ein berartiifles Verfahren roütbe dem Ge­danken der ArbeitAoerbundenheit, dem der 1. Mai

Oie Gautagung

Dem nationalsozialistischen

des AS -Lehrerbundes in Mainz.

Erzieher ist das höchste Gut unseres Volkes anvertraut.

Millionen Menschen wurde. Wenn auch noch nicht alle unsere Idee mit der letzten Konse­quenz erfaßt haben, so werden wir nicht ruhen, bis der Letzte innerlich zu uns geführt ist. Jedes politische Moment hat eine Außenseite, die eine weltanschauliche Haltung im Inneren verlangt. Politik ohne tiefere Bindungen gibt es nicht! 1918 waren allen alle Wege zur Rettung frei. Die Ge­legenheit wurde aber verpaßt, und verpaßte Ge­legenheiten kommen in der Weltgeschichte nie wie­der. Und von einem Feldherrn, der eine Schlacht nicht wagt, sagt man, daß er sich nicht stark genug fühlt oder ihm der Glaube fehlt! Die vom National­sozialismus aufgestellte Diagnose hat sich immer wieder als richtig erwiesen, das sehen wir nicht nur in Sowjetrußland, sondern auch heute in Spanien und Amerika. Wir sehen im Bolschewismus nie­mals eine wirtschaftliche oder politische Angelegen­heit, sondern für uns ist der Bolschewismus das Symbol für den Zusammenbruch der alten Welt.

Der Nationalsozialismus erhebt den unbeding­ten Anspruch auf die Erziehung der Jugend, da nur die erziehen können, die Deutschland gerettet haben. Wenn andere An­schauungen die deutsche Jugend erziehen wollen, werden wir in Deutschland eine verschieden ausgerichtete Erziehung haben. Da aber jede Weltanschauung die Vergangenheit

verschieden sieht und danach ihre Zukunft gestattet, wird sie eines Tages auch die politische Verwirklichung ihrer Zukunftsideen verlangen. Es würde sich dann, wenn wir nicht mehr leben, die gleiche Situation wie 19 18 ergeben. Aber nie­mand weih, ob Deutschland dann einen Adolf Hitler haben wird! Nach und nach wird unsere Ueberzeugungskraft sich ganz durchsetzen; da­bei hoffen wir auf unsere Jugend. Denn in der Kampfzeit haben wir es oft genug erlebt, dah der Sohn den Vater und das TNädel die TNutter überzeugt hat. Wir werden von dem Grund­satz der Toleranz nicht abgehen, wir for­dern dafür aber auch die Achtung vor dem, für das wir gekämpft haben. Weltpolitisch gesehen stehen wir «heute erst wahr­haft am Ende der Völkerwanderung, denn erst heute hat die geistige Völkerwanderung ihr Ende gefunden. Nachdem wir Jahrhunderte lang nach Rom, nach Paris, dann nach London und zu manchen Zeiten auch viel nach Moskau gesehen haben, hat das deutsche Volk zu sich selbst heimgefunden. Dem Erzieher wird nun die Aufgabe, dieses große geschichtliche Werden zu schildern und ein Bild des deutschen Kämpfens zu entwerfen. In uns aber lebt das Bewußtsein, daß mit uns das Mittelalter zu Ende ist und ein neues Zeitalter begonnen hat.

NSG. Im festlich beflaggten Mainz waren die Erzieher aus dem Gau Hessen-Nassau für zwei Tage zu einer Gautagung des NS.-Lehrerbundes vereinigt. In der Stadthalle sprach Gauwalter Ringshausen über den Leitgedanken der Ta­gungJugend undHeima t". Er umriß da­bei, daß die an Blut und Heimat gebundenen Werte Inhalt, Weg und Ziel der gesamten Arbeit sind. Einmal hatte der Jude dem deutschen Volk den Glauben geraubt und es entwurzelt; in letzter Mi­nute aber erstand uns der Führer, der das Volk wieder zu den Urquellen seiner Kraft zurückführte.

Gauleiter Crpreimr

forderte die Erzieher auf, nicht auf Anweisungen und Gesetze zu warten, sondern aus nationalsozia­listischem Geist heraus s e 1 b st s ch ö p f e r i s ch an die Arbeit zu gehen. Wie heute von dem Richter die Entscheidungen nach dem Volksempfinden ver­langt werden, so müssen auch die Erzieher im Gei st e des Führers aus dem Herzen heraus gestalten. An verschiedenen Beispielen zeigte der Gauleiter, was im Gau Hessen-Nassau möglich war: in Hessen bestehen z. B. keine jüdi­schen, staatlichen Schulen mehr. Auch konfessionelle, staatliche Schulen sind nicht mehr vorhanden. Für die Leyrer mußten besondere Bildungsanstalten ge­schaffen werden, das geschah zunächst in Friedberg und dann in Darmstadt. In die Berufsschulen wurde die Sportausbildung hineingetragen, in allen hessischen Schulen beginnt der Unterricht mit Sport, ein Lied wird gesungen und ein Tagesspruch beglei­tet die Jugend für den ganzen Tag.

Der Beruf des Erziehers ist der wichtigste, denn er hat b i e ßenfung der Jugend in der Hand; und die Erziehung unserer Lehrer muß so eingestellt sein, daß der, der sich nicht dazu be­rufen fühlt, sein Amt niederlegt. Dem Erzieher ist das Höch st e Gut unseres Volkes, die Ju­gend, anvertraut. Die Charakterzüge des Natio­nalsozialismus liegen in jedem Deutschen, sie müs­sen nur geweckt und gelenkt werden. Wer vom Na­tionalsozialismus erfüllt ist, meistert diese Aufgabe, wer aber nicht restlos vom Nationalsozialismus er­griffen ist, kann kein Erzieher fein. Wenn unsere Erzieher begeisterte Nationalsozialisten sind, dann werden sie aus jedem Jungen und jedem Mädel einen Baustein für die tausendjährige Zukunft un­seres Reiches schaffen!

Reichsleiter Alfred Rosenberg

zeigte an geschichtlichen Beispielen den Weg, der über den Zusammenbruch von 1918 zu dem moder­nen Nationalsozialismus Adolf Hitlers führte. Jahrhunderte hindurch war unser Denken vom Universalismus, dem Gedanken an eine Weltkirche und eine Weltmonarchie erfüllt. Immer schon stand das Volksempfinden im Kampf gegen diese Ideen! Und aus dem Zusammenbruch dieser Welt entwickelten sich die N a t i o n a I ft a a t e n und Nationalkulturen. Zum Teil ist dies heute schon erfüllt, zum Teil aber stehen mir noch in der Aus­einandersetzung. Dabei müssen wir uns darüber klar fein, da^ die alten Mächte, die politisch nieder­geschlagen sind, nicht abtreten. Sie werden erneut versuchen, ihren Kampf weiter zu tragen, und die Geister zu verwirren. Der Berliner Prozeß gegen katholische Geistliche zeigt mit erschreckender Deut­lichkeit Zusammenarbeit mit den Kommunisten.

Die Entscheidung des deutschen Volkes ist inner­lich schon überall gefallen! Wenn mancher glaubt, die Entwicklung ginge nicht schnell genug, so soll er daran denken, daß Weltgeschichte nicht an Men­schenleben gemessen werden kann. Das Christentum brauchte zum Beispiel 300 Jahre, um zu der heuti­gen Form zu kommen, die Reformation Luthers brauchte 150 und die Idee der französischen Revolu­tion brauchte 40 Jahre, bis sie sich durchsetzte. Wir aber können mit Stolz sagen, daß noch nie in vier Jahren so schnell ein revolutionä­rer Gedanke zum Gemeingut von 50

3ugenb wird zur

Deutsche Heimatlehre."

NSG. Im Rahmen der Gautagung des NS.-Leh- rerbundes Hessen-Nassau sprach der Freiburger Uni- oersitätsprofessor Conrad G u e n t h e r über die von ihm begründeteDeutsche Heimat- lehr e". Kaum ein Volk der Erde ist so- heimatver­bunden und bodenverwurzelt wie unser deutsches Volk. Von der Vielgestaltigkeit der deutschen Land­schaft und vor allem des deutschen Waldes hebt sich der deutsche Volkscharakter ab.. Der Heimatge- danke muß immer in Verbindung mit der Schöp­fung bleiben, wenn er lebendig in der Zukunft wir­ken soll. Nach Albrecht Dürer ist die Natur der Maßstab für alle Schönheit. Deshalb wirken auch nur diejenigen Bauten schön, die sich der Landschaft anpassen. Was aus der Natur herausklingt ist deutsch, was nicht in ihr klingt, ist undeutsch. Das Echteste in der deutschen Kultur stammt aus der Naturverbundenheit unseres Volkes. Sie muß wie­der zum Gemeingut aller Volksgenossen werden und zum Baustein in der neuen Jugenderziehung. Ein Deutschtum aus Blut und Boden will die deutsche Heimatlehre bilden helfen und so den Kampf des Führers für ein ewiges Deutschland dienen. Zahlreiche, schöne Lichtbilder unterstützten den Vor­trag des Gelehrten.

Zwei wertvolle Ausstellungen.

In der Vorhalle der MainzerLiedertafel" sprach Gauwalter Ringshausen zur Eröffnung der A u s ft e 11 u n gJugend und Heimat" undVolksaemeinschaft Wehrgemein­schaf t". Früher suchte man nicht das Einigende und Gemeinsame. In der Politik sprachen wir von Parteien, nicht von Volksgemeinschaft. Das Volk ging auseinander nicht zu einander. So wurde auch das Kind, wenn es zur Schule kam, aus der Fa­milie herausgenommen. Der Lehrer war gefürch­tet und ungern ging das Kind in die Schule. Heute aber tritt ein kameradschaftliches Ver­hältnis zwischen Erzieher und Jugend ein. Der Faden, den die eigene Mutter zu spinnen begann, darf nicht abreißen. Es ist unsere wichtigste Ausgabe, als Erzieher ihn weiterzuspin-

Heimat geführt.

nen unter Betonung des Ursprünglichen. Don in­nen her, vom Gemüt müssen wir die Jugend packen. Nur auf diesem Weg kann sie in die Zu­kunft geführt werden. So müssen wir die Fäden aus der Vergangenheit herausholen; wir beginnen dabei am Blut der Mutter, am Boden der Heimat. Wenn dann der Mensch sein ganzes Leben mit die­semUrboden" feines Lebens verbunden bleibt, kann keine Macht der Erde ihn herausreihen. Er wird dann nie versagen, weder beim Opfern für das Vaterland, noch in seinem täglichen Dienst, noch dann, wenn es gilt, das Letzte für fein Vaterland zu geben, bas eigene Leben. Nur wer die Liebe zur Heimat kennt, wird für sie auch zu sterben wissen. So ist es auch kein Wunder, daß mit dieser Aus­stellung noch die andereVolksgemeinschaft Wehrgemeinschaft" verbunden ist. Die Jugend des Gaues Hessen-Nassau hat bei dem Wett- bewerb der Schüler-ZeitschriftHilf mit" unter allen Gauen Deutschlands die höchste Zahl an Preisen, nämlich 38, erhalten.

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lieber die kulturpolitische Aufgabe der deutschen Erzieherin sprach im großen Saal der Mainzer Stadthalle Frau Dr. Reber-Gruber, die Reichsreferentin für weibliche Erziehung im NSLB.

In warmen Worten forderte die Referentin die auf Blut und Boden, Rasse und Volkstum gegrün­dete neue Gesittung:Wir brauchen stolze, verantwortungsbewußte, allem Fremden abholde Frauen und Mütter, die alsHüterinnen des Un­bewußten" mit dem heldischen Lebenswillen nor­disch-germanischer Frauen der alten Zeit Heim und Haus nach einem neuen Stil for­men, der dieser großen Epoche würdig imh ent­sprechend ist. Reinheit und innere Wahrhaftigkeit in Wesen und Tat, in Feier und Kampf, führen zum hohen Ziel,* kennzeichnen ihre Haltung und Leistung. Die Pflicht der Erzieherin ist es daher, all ihr Leben und Tun so auszurichten, daß Frauen und Mütter herangebildet werden, die mit Kraft und Willen und mit dem starken Glauben an den Gott, der uns den Führer gab, die neue deutsche Kultur und den Lebensstil schaffen helfen, der Ausdruck und Sinnbild des deutschen Volkes auf seinem Weg in die Ewigkeit ist!"

gewidmet ist, völlig widersprechen. Da es für die Zwischenmeister und auch für die Haus­gewerbetreibenden, die selbst wesentlich am Stück arbeiten, wirtschaftlich nicht erträglich ist, wenn ihnen der Arbeitsausfall zur Last fällt, ist es auch Pflicht aller Auftraggeber, den Zwischenmei­stern und den genannten . Hausgewerbetreibenden die von ihnen an ihre Beschäftigten gezahlte Ent­geltsumme zu ersetzen.

Probleme des Einzelhandels. Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht spricht in München.

München, 17. April. (DNB.) Auf einer Sitzung der Amtsträger des bayerischen Einzelhandels erklärte Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht, es sei ihm lieb, der Tagung gerade eines Berufs­standes beiwohnen zu können, der vielfach als An­griffsobjekt angesehen werde, weil er vielleicht nicht genügend Widerstandskraft habe, um sich zu ver­teidigen. Der Handel sei nicht nur derprofitgierige Nutznießer" zwischen Erzeuger und Verbraucher. Ohne den Handel sei eine Belieferung des Ver­brauchers überhaupt nicht möglich. Manche Markt­ordnung sei heute nur dadurch auszuführen, daß der Einzelhandel nicht aufgehört habe, seine Pflicht zu tun. Aus diesem Pflichtgefühl heraus habe sich der Einzelhandel in den großen Apparat der Volks­wirtschaft eingeordnet. Kein Stand sei Selbstzweck. Alle seien Diener am Volk, und wenn alle ihre Aufgabe erfüllten, bann hätten sie auch 'Anspruch auf einen angemessenen Nutzen.

In der Versammlung sei vielfach die Roh- ftofffrage behandelt worden. Es sei notwendig gewesen, zur Wehrhaftmachung unseres Volkes be­stimmte Rohstosfe aus dem Konsum zurückzuziehen. Er könne aber mitteilen, daß die Rohstoffbe - schränkungen jetzt wohl ihren Höhe­punkt überschritten hätten. Unsere e r - nährun Apolitische Lage zeige, daß wir uns auf absehbare Zeit hier nicht völlig vom Aus­lande freimachen können. Dies sei mit ein Grund, warum er immer wieder die Kolonialfrage anpacke. Kolonien unter eigener Verwaltung und mit eigener Währung wurden Deutschland eine außerordentliche Erleichterung bringen. Dr. Schacht schilderte, wie schwierig es sei, bei der Konsum- Vereins- und Genas senschaftsfrage langjährige Entwicklungen plötzlich abzuändern. Er sagte aber zu, die Besteuerung der Genossenschaften erneut überprüfen zu wollen. Genossenschaften

müßten unbedingt auf den Zweig beschränkt blei­ben, für den sie ihrem Zweck nach gedacht seien. Dr. Schacht sprach sich gegen eine übermäßige Ver­längerung der Abzahlungsraten aus und ging auch auf Klagen über die häufig zu hohen Behördenrabatte ein. Hier müsse Abhilfe geschaffen werden. Er sagte ferner zu, daß er über die Richtsätze für die Besteuerung der Minderkauf­leute mit dem Reichsfinanzministerium Fühlung neh­men werde. Fälle überhöhter Zinssätze der Banken

müßten von dem Aufsichtsamt des Kreditwesens überprüft werden. Sehr schwierig sei die Frage der Handelsspanne zu beurteilen. Er sei der Auf­fassung, daß Marktregelungen beim Produzenten einzusetzen hätten. Denn es müsse zunächst dafür gesorgt werden, daß die Ware möglichst billig bis zum Handel gelange. Innerhalb der Warenöertei- lung selbst werde der Preis durch den scharfen Wettbewerb reguliert.

Frankreichs Außenpolitik.

Paris, 18. April. (DNB.) In Carcassonne be­tonte auf einer Tagung der radikalsozialen Jugend Außenminister D e l b o s nach einer deutlichen War­nung an die linksradikalen Kreise vor Ungesetzlich­keit oder Gewalt, die loyale Beteiligung der Radi­kalsozialisten an der Regierung der Volksfront. Wenn ich von der Außenpolitik spreche, so spreche ich im Namen Frankreichs, das den Frie­den wünscht, nicht einen heiklen, mit Kanonen und Bajonetten gespickten Frieden, sondern einen wirk­lichen Frieden, der organisiert ist in der Zusam­menarbeit der Völker, in der gegenseitigen Achtung ihrer 'Unabhängigkeit und ihrer Freiheit. Wir haben dieses Ideal sehr nahe vor uns geglaubt Ende 1918. Das war die Zeit, wo Wilson mit Leon Bourgeois zusammen den Traum vom Völker­bund verwirklichte. Der Friede sollte eine dauernde Einrichtung sein. Aber diese dauernde Einrichtung fordert das gegenseitige Verständnis und den guten Willen aller. Statt der erwarteten Versöhnung, so behauptete Delbos, habe sich aber der G e i st der Vergeltung bei den Besiegten (??), gefördert durch die Fehler der Sieger, entwickelt, deren Haupt­fehler darin gelegen habe, in der Theorie zuviel ab­zulehnen, um in der Wirklichkeit zuviel nachzu­geben. (!!) Den zum Teil übertriebenen Forderun­gen auf dem Gebiete der Reparationen oder der Rüstungen entsprangen Verfehlungen, die nicht zu rechtfertigen seien, und da zu der nicht eingetretenen Versöhnung mit den ehemaligen Feinden die Locke­rung der Solidarität unter den ehemaligen Verbün­deten hinzugekommen sei, sei der Völkerbund geschwächt. Von den einen verlassen, schlecht be­dient von den anderen, herausgefordert von dem Imperialismus" mußte er allzu oft Vergewalti­gungen feiner Grundsätze hinnehmen sowiegewalt­same Annektionen" undeinseitige Kündigungen" von Verträgen.

Statt von allen gegen den Angreifer eine Unter­

stützung zu verlangen, die gegenwärtig ein Hirn­gespinst ist, muß der militärische Bei st and durch regionale Pakte organisiert wer­den zwischen den Ländern, die von einer gemein­samen Gefahr bedroht sind. Frankreich sei stets be­reit zu jeder Besprechung, zu jedem Versuch einer Entspannung unter der Voraussetzung, daß sie den französischen Verpflichtungen nicht widerspreche und niemand bedrohe. Frankreich wolle den spanischen Krieg so schnell wie möglich beendet wissen. In­zwischen müsse man über die Lehren des spanischen Bürgerkrieges nachdenken und sich dadurch war­nen lassen vor den Aufwieglern, die sie ausnutzen könnten. Die französisch-eng­lische Freundschaft habe sich in der spa­nischen Angelegenheit wie in allen anderen Fragen gezeigt.Unsere Einigkeit, gestützt auf unsere Kraft, stellt die beste Bürgschaft für unsere beiden Länder wie für den allgemeinen Frieden dar." Die schwerste Gefahr sei die Bildung gegnerischer Blocks; aber Frankreich glaube an die Möglichkeit einer Ver­ständigung zwischen den Völkern, die unter den ver­schiedensten Regimen leben. Allerdings träten beute zu den Verschiedenheiten der Regime noch Unter­schiede in den Methoden der internatio* nameh Beziehungen hinzu: Völkerbund und allgemeine Abkommen, die allen geöffnet sind, einerseits und zweitige Abkommen ander­seits. Aber wenn diese Meinungsverschiedenheiten sich nur auf die Methoden bezögen, so seien sie nicht unüberwindlich. An dem Tage, wo. man sich einige in einem gemeinsamen Friedenswillen, würden diese Hindernisse überwunden werden. Andere nicht we­niger wichtige Hindernisse seien dasWettrüsten und die wirtschaftliche Autarkie. Die Kon- trolle und Veröffentlichung der Rüstungsziffern wird Frankreich vorschlagen.Die wirtschaftliche Autarkie muß auch allmählich verschwinden. Die drei großen Demokratien haben mit ihrem Währungsabkommen