sekretär Funk, Generalinspektor Todt, Hauptamts- leiter Hilaenfeldt, die Reichsfrauenschaftsführerin und die Leiter der Reichswirtschaftskammer, der Reichsgruppe Industrie und des deutschen Handwerks.
Oie Hochschulreform.
Kulturtagung der Reichsstudentenführung.
Dresden, 18. März. (DNB.) Die Kulturamtsleiter der Studentenführungen aller deutschen Hoch- und Fachschulen, die Kulturamtsleiter der Gaustudentenführungen und die Studentenführer der Kunst- und Musikhochschulen versammelten sich in Dresden zu einer Kulturtagung der Reichsstudenten- fühxung. Reichsstudentenführer SS.-Standarten- führer Dr. Scheel betonte, daß Leistung, Sauberkeit und Ritterlichkeit in der studentischen Arbeit an erster Stelle stehen müßten. Der Reichsberufswettkampf der deutschen Studenten habe auch in diesem Jahre erfreuliche Arbeiten heroorgebracht. Die Frage des gebührenfreien Studiums für alle Studenten, die vom Leiter des Wirtschafts- und Sozialamtes der Reichsstudentenführung geprüft wird, erfordert gewisse Zeit. Es liegt jedoch im Bereich des Möglichen, daß vorerst eine V e r e i n f a ch u n g der Kolleg- und Studiengebühren vorgenommen wird. Um solche Sozialmaßnahmen durchführen zu können, ist es notwendig, unnötige Ausgaben für die Hochschulen zu vermeiden. Hauptaufgabe ist es, so schnell wie möglich die Techniker, Lehrer und Aerzte zur Verfügung zu stellen, die dringend benötigt werden. Der Gedanke des Trimesters, den Reichsminister Rust vor längerer Zeit aussprach, verdient deshalb größtes Interesse.
Oer Beruf der RG. -Schwester
Der Beruf der R S. - S ch w e st e r, über deren segensreiche Tätigkeit früher bereits in der Frauenbeilage die Rede war, ist eine Vertrauensstellung im neuen Staate, welche ihrer Trägerin das stolze Bewußtsein verleiht, in ihrem Wirkungskreise und mit dem Einsatz ihrer ganzen Persönlichkeit im Sinne des Führers dem deutschen Volke zu dienen.
Es scheint wesentlich, zu erfahren, wer sich diesem schönen und verantwortungsvollen Berufe widmen kann. Von der Anwärterin, die als Schwester-Schülerin angenommen werden will, wird erwartet, daß sie ein kräftiges, seelisch und körperlich gesundes Mädchen von grader Lebensart im Alter von 18 bis 28 Jahren, deutschen oder artverwandten Blutes und deutscher Staatsangehörigkeit ist. Daß die Anwärterin nicht vorbestraft ist und sich jeder Zeit bedingungslos aus innerster Ueberzeugung für den nationalsozialistischen Staat und seine Ideen einsetzt, gilt als selbstverständliche Voraussetzung. Erforderlich ist ferner eine gute Schulbildung (abgeschlossene Volksschulbildung) und gediegene und umfassende hauswirtschaftliche Kenntnisse. Wenn diese nicht vorhanden sind, ist eine entsprechende Vorschulzeit abzuleisten. Die Kosten für die Ausbildung betragen im ersten Jahre 25 Mark im Monat mit freier Station und Tracht. Später fällt diese Gebühr weg, außerdem können im Falle der Mittellosigkeit und hervorragender Berufseignung Zuschüsse oder Freistellen gewährt werden.
Eine gründliche zweijährige Ausbildungszeit dient dazu, die Anwärterin in der Krankenpflege, der Wochen- und Säuglingspflege, der Arzneimittellehre, der Ernährungslehre und in den Grundbegriffen der- Physik, Chemie und Biologie auszubilden: zur Ausbildung gehört ferner Gymnastik und Schwimmen und in besonderem Maße die weltanschauliche Schulung sowie die Einführung in die Bevölkerungspolitik und die Erb- und Rassenpflege.
Die NS.-Schwester findet ihren eigentlichen Wirkungskreis in der Gemeindepflege und zwar im Sinne einer von der NS.-Dolkswohlfahrt an- geftrebten vorbeugenden Gesundheitsführung. Bei besonderer Neigung oder Eignung kann sich die NS.-Schwester auch dem Krankenhausdienst und nach einer entsprechenden Spezialausbildung den Berufen der Operationsschwester, der Hebamme, der Diätküchenleiterin oder der Kinderschwester zuwenden. Was die wirtschaftliche Stellung der NS.- Schwester betrifft, so erhält sie in der Gemeinde, welche ihren Wirkungsbereich bildet, eine vollständig eingerichtete Wohnung mit mindestens zwei Zimmern. Statt der in Krankenhäusern üblichen sogenannten freien Station wird eine angemessene Entschädigung in bar gewährt. Die monatliche Vergütung staffelt sich nach den Dienstjahren von 35 bis 65 Mark und kann durch Leistungszuschläge bis auf 150 Mark im Monat steigen.
Es ist dafür Sorge getragen, daß der NS.- Schwester in ihrem verantwortungsvollen und hohe Anforderungen stellenden Berufe eine angemessene Erholungszeit gesichert wird: jede Schwester hat Anspruch auf einen jährlichen Urlaub von vier Wochen und je einen freien Tag in der Woche. Eine Verpflichtung zum Tragen der Tracht besteht lediglich innerhalb des Dienstes und ihres örtlichen Wirkungskreises. Auch für den Lebensabend der NS.-Schwester ist Sorge getragen; sie hat die Möglichkeit, diesen auf Grund einer Rente nach eigenem Ermessen zu gestalten oder kann in einem Mutterhause Aufnahme finden.
Mit Gummiknüppeln gegen Gudetendeutsche.
Unerhörtes Verhalten der tschechischen Polizei.
Prag, 19. März. (DNB.) Das Hauptblatt der Sudetendeutschen Partei „Die Z e i t" berichtet von neuen Gewalttätigkeiten der tschechosiowakischen Polizei gegen Anhänger Henleins in Aussig. Dort hatten die Sozialdemokraten eine Versammlung einberufen, bei der der Abgeordnete Jaksch sprechen sollte. Die Sozialdemokraten hatten für diese Versammlung in allen Betrieben große Propaganda gemacht. Sie hatten auch Flugzettel verteilt, in denen sie alle, die „nicht gegen den Staat" seien, zur Teilnahme aufforderten. Etwa 9000 Personen hatten sich darauf auf dem Marktplatz eingefunden, größtenteils Anhänger der Sudetendeutschen Partei. Gleich bei Beginn der Versammlung ertönten aus der Menge Pfuirufe und Pfiffe. Die Staatspolizei stürzte sich auf den Obmann des Betriebsausschusses der Schichtwerke, der anscheinend im Verdacht stand, gepfiffen zu haben. Er wurde von Polizei und „roter Wehr" solange mit Gummiknüppeln geschlagen, bis er blutüberströmt zusammenbrach. Auch ein anderer Sudetendeutscher wurde mit Gummiknüppeln bearbeitet, bis er ohnmächtig wurde. Eine Frau, die sich einen Weg durch die Menge bahnen wollte, wurde eben
falls niedergeschlagen. Schließlich mußten zahlreiche Sudetendeutsche mit schweren Verletzungen abtrans- porttert werden. Die Masse zerstreute sich nach den Tumulten und jetzt konnte der sozialdemokratische Abgeordnete Jaksch vor einer kleinen Zahl seiner Parteigänger eine Rede halten. Nach der Rede zogen die Sozialdemokraten, voran die „rote Wehr", mit Fanfaren und Trommeln unter dem Schutz der Staatspolizei durch die Straßen.
England behält seine Kaliberstärken bei.
London, 18. März. (DNB.) Im Unterhaus erklärte Marineminister Sir Samuel Hoare, England würde es sehr bedauern, wenn eine der Flottenmächte größere als 14-Zoll-Geschütze verwende oder größere als 35000 Tonnen- Schlachtschiffe baue. England werde an den 14zölligen Geschützen für seine 35 000-Tonnen- Schlachtschiffen fe st h a l t e n. Wenn alle anderen Flottenmächte dasselbe täten — und zwischen ge
wissen Flottenmächten seien sehr weitgehende Vereinbarungen vorhanden — so wäre dies viel besser für die ganze Welt und keine Flotte würde irgendwie an Leistungsfähigkeit einbüßen. Er hoffe immer noch, das Londoner Flottenabkommen von 1936 in Kraft zu fetzen. Es wäre ein großes Unheil für die Welt, wenn solche Abkommen nicht von den großen Flottenmächten angenommen würden und wenn es damit erneut zu einem Wettrüsten mit neuen Typen und neuen Tonnagegrößen kommen würde.
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Die bis zur Unterschrift gediehenen deutsch- englischen Besprechungen über ein qualitatives Flottenabkommen sind vertagt worden, da die Verhandlungen zwischen Großbritannien und Sowjetrußland nicht zum Abschluß gelangen konnten, und da der Verhandlungsführer auf englischer Seite, Sir Robert C r a i g i e, eine private Reise nach den Vereinigten Staaten antreten mußte.
M Dem Bolschewismus gibt es keine Berührung.
Eine päpstliche Enzyklika gegen den Gottlofen-Kommunismus.
Rom, 18. März. (DNB.) Gegen den Gottlosenkommunismus hat P a p st Pius XI. eine Enzyklika erlassen. In ihr wird der Kommunismus vom Papst als „ein S y ft e m" voll von Irrtümern und Trugschlüssen verurteilt, das ebenso der gesunden Vernunft wie dem Sinne der göttlichen Offenbarung widerspreche. Dieses System sei Umsturz jeder gesellschaftlichen Ordnung, sei Vernichtung ihrer letzten Grundlagen! Es sei Verkennung des wahren Ursprunges der Natur und des Zweckes des Staates, es sei Entrechtung und Entwürdigung und Versklavung der menschlichen Persönlichkeit. Jede Autorität werde für nichtig erklärt: Zerstört werde die Würde und Unauflösig- keit der Ehe, entweiht die Familie, die Frau dem häuslichen Herde und der Sorge für die Kinder entzogen. In der Enzyklika heißt es u. a. weiter wörtlich: Unter dem Vorgeben, man wolle nur das Los der arbeitenden Klasse verbessern, die wirklichen Mißbräuche der liberalen Wirtschaftsführung beseitigen und zu einem besseren Ausgleich der Be- sitzoerhältnisse auf Erden gelangen (Ziele, die zweifellos ihre volle Berechtigung haben), sowie unter Ausnutzung der Weltwirtschaftskrise gelingt es, auch solche Kreise der Bevölkerung in die Einflußsphäre des Kommunismus zu ziehen, die grundsätz
lich jeden Materialismus und jeden Terror ab- lehnen.
Dem „wahren russischen Volk" sich zuwendend, sagt der Papst weiter: „Wir wollen jedoch in keiner Weise die Völker der Sowjetunion in ihrer Gesamtheit verurteilen. Wir wissen, wie viele von ihnen unter dem harten Joch seufzen, das ihnen gewaltsam von Menschen auferlegt wurde, denen es größtenteils nicht um das wahre Wohl des Landes zu tun ist. Wir begreifen auch, daß viele sich durch trügerische Hoffnungen haben täuschen lassen. Wir klagen das System an, seine Urheber und Förderer, die Rußland für das geeignetste Land halten, dort ein seit Jahrzehnten ausgearbeitetes System praktisch anzuwen- oen, und die es von da aus unermüdlich in her ganzen Welt verbreite n." Schließlich fordert Pius XI. zur Rettung der christlichen Kultur auf und erklärt dabei: „Der bolschewistische Kommunismus ist in feinem innersten Kern schlecht, und es darf sich auf keinem Gebiete Mit ihm auf Zusammenarbeit einlassen, wer immer die christliche Kultur retten will. Und wenn einige Getäuschte zum Sieg des Kommunismus in chrem Lande beitragen würden, gerade f i e würden als erste Opfer ihres Irrtums fallen."
Neue Lügenhehe:
M
ienerZudenblätter.
OieVerleumder auf frischerTak ertappt.-Was sagt die österreichischeNegierung?
Berlin, 18. März. (DNB.) Eine verantwortungslose jüdische Asphaltpresse in Wien hat einen neuen Verleurndungsfeldzug gegen das Reich unternommen und ergeht sich trotz des Abkommens vorn 11. Juli 1936 planmäßig in niederträchtigen Verdächtigungen gegen das nationalsozialistische Deutschland. Die deutsche Presse, die zu diesem schamlosen Treiben lange geschwiegen hat, nimmt auf Grund einer Skandalmeldung des Wiener Judenblattes „Telegraf" vom 17. März in berechtigter Empörung dagegen Stellung und stellt diese infame Pressehetze in der gebührenden Weise an den Pranger. Wie der „A n g r i f f" berichtet, meldete „Telegraf" gestern, daß der Reichspressechef der NSDAP., Dr. Otto Dietrich, von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und in Bamberg festgehalten worden sei, weil Dr. Dietrich in „stark alkoholisiertem Zustande" Beschimpfungen gegen den Führer und die Partei ausgestoßen habe. Reichspressechef Dr. Dietrich hat, wie der „Angriff" hierzu berichtet, gestern abend noch dem Führer von dieser jüdisch frechen Schmähung b e- richtet. Heute mittag war Dr. Dietrich mit ein paar Dutzend deutscher Presseleute zusammen. Die Judenpresse ist also wieder einmal ertappt. Der kurzbeinigen Lügen in der Auslandpresse sind so viele, daß es auch in Hunderten von anderen Fällen nicht schwierig wäre, die Lügenhaftigkeit nachzuweisen.
In diesem Falle aber dreht es sich um Wien, die Bundeshauptstadt eines uns „b e f r e u n - deten" deutschen Staates, mit dem wir vor anderthalb Jahren ein Abkommen über die gegenseitige Pressebefriedung abgeschlossen und vor dreiviertel Jahren, am 11. Juli, eine Gesamtbereinigung aller nur möglichen Streitfälle versucht haben. Die Wiener Regierung, die für die, Einhaltung dieser Abkommen ihr Wort verpfändet, hat entweder nicht den Willen oder nicht die Wacht, den fortgesetzten Lügenfeldzug der in Dien erscheinenden jüdischen Blätter zu unterbinden. Sie hak zahlreiche Proteste der deutschen Reichsregierung mit einem Gleichmut über sich ergehen lassen, als handele es sich bei den Schritten des Botschafters von Papen um Spaziergänge, die den Bundeskanzler und seine Regierung weiter nichts angingen.
In diesem Zusammenhang gibt das Blatt eine Blütenlese derartiger Hetzmeldungen, die ein würdiges Gegenstück zu der obigen „Telegraf"-Meldung darstellen. „Die von der tschechischen Regierung bezahlte, von Juden geschriebene und gelesene Wiener „Stund e" meldet am 11. März aus Paris, daß in der deutschen Arbeiterschaft Tausende von Verhaftungen vorgenommen werden mußten, weil in allen Betrieben geheim für die Bolschewisten von Valencia gesammelt wurde und weil immer wieder deutsche „Freiwillige" versuchten, über die Grenzen zu kommen, um in den bolschewistischen Brigaden Rot- Spaniens zu kämpfen. Der „Telegraf" vom 11. März berichtete in Schlagzeilen, die SS. wollte am 6. März im Wege eines Putsches die Macht in München an sich reißen und dabei die Polizei entwaffnen. Nach Mißlingen des Putsches seien 27 SS.- Führer in die Schweiz geflohen. Das „E ch o" vom 12. März schreibt über „Deutsche Rohstoffpleite", daß in Deutschland die Dachrinnen abmontiert werden müßten, um das darin enthaltene Zink den Rüstungsbedürfnissen des Reichsheeres zuzuführen, daß weiter die Besucher der Leipziger Messe Lebensmittelkarten haben müßten usw. usw.
Auch die übrige deutsche Presse stellt diese nichtswürdigen jüdischen Schauermärchen an den Pranger. Die „DAZ." weist daraufhin, daß die österreichische Presse selbst größte Empfindlichkeit zeige, wenn in irgendeiner deutschen Zeitung eine sachliche Meldung über Oesterreich enthalten ist, deren Bekanntgabe in Wien als unangenehm empfunden wird. Wie habe
sich aber bisher die den deutsch-österreichischen Abmachungen widersprechende Judenhetze gegen Deutschland entwickeln können. Es werde höchste Zeit, daß die österreichische Regierung eingreift und ihre Autorität auch gegenüber den Wiener Judenblättern zum Ausdruck bringt. Wenn sich weiter diese Hetze der jüdischen Blätter gegen Deutschland entfalten könne, müßten die deutsch-österreichischen Beziehungen darunter naturgemäß leiden.
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Der Abschluß des Abkommens zwischen Deutschland und Oesterreich vom 11. Juli v. I. ist vom deutschen Volke in beiden Ländern mit Freude begrüßt worden. Insbesondere wurde vereinbart, d i e Presse in beiden Staaten zu einer Haltung zu veranlassen, die dem Geiste dieses Abkommens entspricht. Für die reichsdeutsche Seite war es eine Selbstverständlichkeit, diesen Gedanken zu respektie- ren und sich in der Erörterung der inneren Politik Oesterreichs Zurückhaltung aufzuerlegen. Anders bet demjenigen Teil der Wiener Presse, der sich traditionell in jüdischer Hand befindet. Einige dieser Blätter sehen seit Jahr und Tag ihr Hauptbestreben darin, das nationalsozialistische Deutschland zu verdächtigen, seine führenden Männer zu beschimpfen und für die ganze Welt die Quelle von Greuel- nachrichten zu sein, die vom Auslande um so begieriger aufgegriffen werden, weil sie anscheinend deutschen Ursprungs sind. Insofern hegt eine besondere Gefahr in den fortdauernden Hetzereien der in Wien in deutscher Sprache, aber im deutschfeindlichen Sinne geschriebenen Blätter. Die letzten Tage haben wieder in überreichlicher Fülle den Beweis dafür geliefert, wie infam und gewissenlos dort gehandelt wird. Es erhebt sich allen Ernstes die Frage, was dieösterreichifcheRe- g i e r u n g tut, um diese Vergiftung des Verhältnisses zwischen beiden Ländern abzuwehren. Die Regierung in Wien ist sonst sehr wachsam gegenüber der leisesten Aeußerung reichsdeutscher Zeitungen, die etwa das Abkommen vom 11. Juli 1936 berühren könnte. Die Anpöbeleien der jüdischen Blätter gegen das Reich können ihr nicht entgangen sein, zumal schon verschiedentlich in diplomatischen Schritten darauf hingewiesen werden mußte. Wir können uns aber nicht denken, daß in Wien die jüdischen Hetzblätter stärker sind als der Wille zur Verstän- öigung, der den Vertrag vom 11. Juli bestimmt hat.
Lc.
Erneute Unverschämtheiten des Wiener „Telegras".
Berlin, 18. März. Das jüdische Boulevard- Blatt „Telegraf" hat heute nachmittag a u f Grund einer Intervention der deutschen Gesandtschaft bei der österreichischen Bundesregierung sich dazu bequemt, die von ihm Öe Phantasiemeldung über die angebliche jng des Reichspressechefs der NSDAP. Dr. Dietrich zu dementieren. Das Judenorgan besitzt aber die unglaubliche Unterschämtheit, mit diesem Dementi eine neue Verdächtigung zu verbinden, indem es erklärt, daß bei der Namensgleichheit Dr. Dietrichs mit einem höheren Berliner SS. -Führer eine Verwechslung vorliegen dürfte. Der „Telegraf" bringt weiter eine Meldung, daß der Kommandant der Geheimen Staatspolizei im Bezirk Berchtesgaden Hauptmann a. D. Ratten Huber, der zur persönlichen Umgebung des Führers gehöre, wegen bestimmter Vorkommnisse seines Amtes enthoben worden sei. Die Meldung ist selbstverständlich frei erfunden. Es gibt in der deutschen Polizei nur einen Polizeimaior Rattenhuber, der gleichzeitig der SS. als Standartenführer angehört, seither zum Geheimen Staatspolizeiamt Berlin gehört und dort selbstverständlich wie immer Dienst tut.
Wie sieht es in der Wirtschaff aus.
Die Hauptversammlung der R e i ch s b a n k beschloß, für 1936 wieder 8 v. H. Dividende direkt und 4 v. H. für den Anleihestock zu zeichnen, der den Anteilseignern zukommt. Das Reichsbankkapital von 150 Millionen Mark ist in den Händen von 13 682 Anteilseignern. Die Abnahme des Gold- und Devisenbestandes ist ebenso wenig überraschend gekommen wie der höhere Bestand an Wechseln. Das Geschäft hat sich ausgedehnt, was die Zunahme der Girokonten beweist. Der Betriebskredit des Reiches ist bis Ende 1936 überhaupt nicht in Anspruch genommen worden. Der höhere Noten- oorrat ist bedingt durch den in Gang befindlichen Neudruck von Banknoten. Reichsbankpräfident Dr. Schacht verwies darauf, daß zwar das Kredit- volumen über den ursprünglich oorgenommenen Rahmen hinaus ausgedehnt werden mußte, aber die vorsichtige Politik der Reichsbank habe dazu geführt, daß im Gegensatz zu den Prophezeiungen des Auslandes die deutsche Währung selbst unerschüttert geblieben ist und im Rahmen des Gegebenen alle Finanzprobleme gelöst wurden, wobei Dr. Schacht das Wort gebrauchte: „Für einen Finanzpolitiker gibt es kein Wunder. Wir wissen sehr gut, auf welchen Gebieten unsere Mittel unerschöpflich sind und auf welchen es höchster Klugheit bedarf, um mit dem nur spärlich Vorhandenen die gesteckten Ziele zu erreichen." Aus diesem Grunde lehnte Dr. Schacht auch eine Finanzierung ins Blaue hinein ab und betonte, daß es gelungen sei, die in die Wirtschaft hinausfließenden Gelder durch die Reichsschatzanweisungen wieder einzuspannen. Von dieser sicheren Grunolage aus ist es auch möglich, und damit der Erfolg des Vierjahresplanes gegeben, Preise und Löhne stabil zu halten.
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Die im Laufe des Jahres 1936 in Angriff genommene Verbreiterung der heimischen Rohstoffgrundlage hat sich, im tätigen Alltag des Wirtschaftslebens, zunächst einmal in einer verstärk- ten Auftragserteilung für benötigte Baustoffe, Maschinen und Apparate, Werkzeuge und Transporteinrichtungen ausgewirkt. Die Beschaffung dieser Produktionsmittel macht einen entsprechenden zusätzlichen Geldaufwand der hier mitwir- kenden Unternehmen notwendig. Während nun bei der Arbeitsbeschaffung im engeren Sinne des Wortes und beim Ausbau der Wehrmacht der Staat s e l b st die benötigten Kredite ausgenommen hat, sollen die für Neuinvestitionen auf Grund des Vier- jahresplanes bestimmten Mittel rein privatwirtschaftlich aufgebraucht werden. Damit gewinnt, soweit die Werke nicht auf ihre eigenen Mittel zurückgreifen können, der Bankkredit eine zunehmende Bedeutung für den Wirtschaftsverlauf der kommenden Jahre. Der als letzter Bankbericht jetzt erschienene Geschäftsbericht der Deutschen Bank und Discontogesellschaft für das Jahr 1936 gibt interessante Aufschlüsse über die Einschaltung einer führenden Großbank in diese neuentstandenen Aufgaben. Wir entnehmen ihm, daß im Jahre 1935 lediglich ein Großkredit, der den Betrag von 5 Mill. Mark überschritten hat, bewilligt worden war. Im Geschäftsjahr 1936 sind nun nicht weniger als elf solche Höchstkredite, insgesamt für 96 Mill. Mark eingeräumt worden, die samt und sonders in den Dienst verstärkter deutscher Roh- stoffproduktion gestellt werden konnten. Aber auch der Kleinkredit erfuhr eine fast achtprozentige Zunahme. Hauptträger waren die beiden Gruppen „Kredite von 5 bis 20 000 Mark und Kredite von 20 bis 100 000 Mark". Die weitaus überwiegende Zahl der ausgewiesenen Anleihen besteht aus im Jahre 1936 selbst erfolgten Neuausleihungen. Der laufende Umschlag im Kreditgeschäft war also rege, da den neuen Ausleihungen ständige Kreditrückzahlungen, sei es aus laufenden Betriebsgewinnen, fei es aus Lagerverkleinerungen, gegenüberstanden. Diese Kreditrückzahlungen waren sogar etwas höher als die Neuausleihungen, der Gesamtdebitorenstand leicht gesenkt. Da gleichzeitig die Summe der der Bank anvertrauten fremden Gelder um 69 Mill. Mark auf 2,6 Milliarden Mark stieg, konnte die Bank neben der Kreditgewährung im sonstigen Anlagegeschäft in erhöhtem Maße aktiv werden.
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Die Deutsche Bank- und Diskonto- Gesellschaft ist jetzt nach dem Zusammenbruch vor 5% Jahren völlig reprivatisiert, und nur die Dresdener Bank steht noch überwiegend in Reichsbesitz. Die Privatbanken mit ihrem ausgedehnten Filialbesitz haben jetzt endgültig die Kredit- und Zahlungskrise des Jahres 1931 überwunden. Der Privatbankier mit seiner besonderen Kenntnis der Kreditbedürfnisse seiner Kundschaft hat gerade im nationalsozialistischen Wirtschaftssystem die Aufgabe, innerhalb der Grenzen des Möglichen die Kreditwünsche pfleglich zu behandeln, und den Großbanken kommt in hervorragendem Maße das Verdienst zu, wenn in den Jahren 1935 und 1936 fast 3,8 Milliarden Reichs- und Reichsbahnanleihe untergebracht wurden und so eine gute Reichsfinanzpolitik ermöglicht wurde. Die Dresdener Bank, die Commerz - und Privatbank und die Deutsche Bank und Diskonto-Gesellschaft haben ihre Reingewinne gegenüber dem Vorjahr wesentlich gesteigert, bei der Dedibank von 5,3 Millionen im Jahre 1935 auf 10,1 Millionen, bei der Dresdener Bank von 7,5 auf 8,5 und bei der Commerz- und Privatbank von 3,9 auf 4,6 Millionen Reichsmark. Die Deutsche Bank und Diskonto-Gesellschaft erhöhte ihre Dividende um 1 auf 5 v. H. bei 130 Millionen Mark Aktienkapital. Die gleiche Dividende zahlt die Commerz- und Privatbank, während die Dresdener Dank sich mit 4 v. H. begnügt. Die Berliner Handelsgesellschaft hat ihr Kapital um 12 auf 40 Millionen Mark und ihre Dividende um V- auf 6Vs v. H. erhöht. Durchweg ist zu verzeichnen, daß der private Kleinbesitz erfreulicherweise vordringt, die großen Aktienpakete zusammenschrumpften. Das ist zu begrüßen, weil damit der Aktienbesitz sich mehr verteilt und die Bildung großer Aktionärgruppen, die immer etwas Mißliches an sich hat und leicht zu einer Diktatur führen kann, verhindert wird. Selbstverständlich sind die besonderen Pflichten der Banken durch den Vierjahresplan wesentlich gesteigert worden. Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht und Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk haben die Aufgabe der Banken dahin umrissen, daß die Beibehaltung der Privatwirtschaft nicht dazu führen müsse und könne, daß die Banken gewissermaßen eine nativnalökvnvmische Vorsehung zu spielen hätten, sondern sich daraus beschränken mühten, lediglich aus privatwirtschaftlichen Erwägungen die an sie herantretenden Kreditbegehren scharf zu prüfen und sich so den Pflichtgeboten der Gesamtwirtschaft einzupassen.
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In der Zeit vom Mai bis Oktober wird in Düsseldorf eine Ausstellung stattfinden, die das größte Interesse weitester Bolkskreise genießen


