Ausgabe 
19.3.1937
 
Einzelbild herunterladen

Iir.66 Erstes Blatt

187. Jahrgang

Sreltag, 19. Marz 1937

(Er|d)etn< tüg ltd), aufcei Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HetmalimBild Die Scholl» Monats-Bezugspreis:

Mit 4 Beilagen RM. 1.9b Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Hernsprechanschlüffe

unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Gießen

Postscheckkonto:

Frankfurt am Main 11686

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vruck und Verlag: vrühl'sche Universttäts-Vuch- und Steinöruderci R. Lange in Sietzen. Schriftleiiung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7

Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Nps.. für Text­anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh 93ereinbg.25°/A mehr.

Ermäßigte Grundpreise:

Stellen--, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf, Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Freude

für den deutschen Menschen.

Von Curt Huebner, Gaupreffewart der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude".

NSG. Wir wollen dem schaffenden deutschen Menschen Lebensfreude schaffen. Das ist ein Pro­gramm mit großer kultureller Zielsetzung und eine Aufgabe, die in ihrer Lösung sich durch die Viel­seitigkeit der Möglichkeiten auszeichnet. Bereits am Arbeitsplatz des einzelnen Kameraden fängt unsere Arbeit an. Der schaffende Deutsche soll das Gefühl und die Gewißheit haben, daß alles getan wird, die Lust und Liebe zur Arbeit, die uns an­geboren ist, zu erhöhen und ihr die notwendige Grundlage zu geben. Neben der körperlichen Ertüchtigung durch Einsatz der notwendigen Hilfsmittel und Geräte legen wir hierbei den Haupt­wert auf die seelischen Einflüsse. In hellen, sauberen und luftigen Arbeitsräumen ist die Arbeit schöner und gesünder als in rauchigen Buden, wie wir sie manchmal finden mußten. Das richtige Licht am Arbeitsplatz erhält dem Arbeitskameraden die Arbeitskraft und der einmalige Einsatz der hierfür erforderlichen Mittel bringt letzten Endes doch für den Betrieb auch wirtschaftlichen Gewinn. In den Arbeitspausen und nach Beendigung der Arbeitszeit soll der deutsche Arbeiter in seinem Betrieb die not­wendigen Aufenthalts-, Umkleide- und Waschräume finden, damit er ohne Gefahr für seine Gesundheit seine Mahlzeiten einnehmen und seine Arbeitsstätte erfrischt und sauber wieder verlassen kann.

Die einseitige körperliche Belastung während der Arbeit fordert in der freien Zwischenzeit einen Aus­gleich. Sport ist hier das Richtige. Es gibt heute keine Sportart, die man nicht bei der NS.-Gemein- schaftKraft durch Freude" lernen und betreiben kann. Skilaufen, Reiten, Tennisspiel, Segelsport, Gymnastik, Leichtathletik, Turnen, Rudern, Roll­schuhlaufen ... die Aufzählung würde kein Ende nehmen, wenn man alle Sportarten nennen wollte. Viele Betriebe haben heute schon ihre eigenen Sportanlagen. Andere folgen nach. Es ist schönste Betriebsgemeinschaft, wenn hier Betriebsführer und Gefolgsmänner nach der Erreichung besten Kön­nens streben. Wer dann eine gute Leistung auf­weisen kann und das vermag jeder nach einiger Hebung der findet auch wahre Freude im Sport.

Neven das körperliche tritt das geistige Trai­ning. Das Deutsche Volksbildungswerk in der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" bietet hierfür die verschiedensten Möglichkeiten. In den Dorttagsabenden wird den Arbeitskameradsn eine Auswahl aus vielen Wissensgebieten geboten; sie befähigen ihn bei regelmäßiger Teilnahme zu siche­rem und stolzem eigenen Anteil in den Fragen unseres geistigen Lebens. In den Arbeitsgemein­schaften kann er selbst Mitarbeiten, das Gelernte auswerten und durch die Notwendigkeit des steten Mitdenkens vertiefen. Daneben steht ihm ohne Ein­satz nennenswerter Geldmittel in den Büchereien, die das Deutsche Volksbildungswerk schafft und her­vorruft, umfangreicher Lesestoff zur Verfügung, um die Wissensgrundlage zu verbreiten. Mit der Ver­vollkommnung des eigenen Könnens kommt dann auch hier die Freude und Lust zur Sache.

In Feierstunden seines Betriebes und nach Ar­beitsschluß nimmt der deutsche Arbeiter an dem kulturellen Schaffen seines Volkes teil. Er geht ins Theater; er besucht gute Konzerte, deren Wert und Schönheit ihm die NSG.Kraft durch Freude" erschließt. In bunten Abenden und bei deutschem Tanz lernt er deutsche Art und deutsches Brauchtum wieder kennen. Das umfangreiche Pro­gramm ermöglicht es ihm dabei, seine Auswahl seinem Geschmack entsprechend zu treffen. Dabei findet die Aufnahmefähigkeit eines jeden Berück­sichtigung, wie es der Gaupropagandaleiter der NSDAP., Lgndeskulturwalter Müller-Scheid, auf der Gaukulturtagung in Wiesbaden so schön dar­legte.

Durch die Einrichtungen der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" lernt der deutsche Arbeiter heute auch seine schöne Heimat, sein Deutschland kennen und er fährt hinaus über die Meere, um seinen Gesichtskreis, seine Kenntnisse von der Welt zu erweitern. Es gibt keine Gegend unseres deut­schen Vaterlandes, nach der nichtK d F." - H r - laubszüge aus unserem Gau fahren. In die westliche Grenzmark, nach Ostpreußen, in die Baye­rische Ostmark, nach Berlin und Hamburg, in die Alpen, die sächsische Schweiz, die Badeorte der Nord- und Ostsee, überallhin kommen die Arbeits­kameraden vom Rhein und Main. Norwegen mit sei­nen herrlichen Fjorden und Madeira mit dem Klima der südlichen Zonen sind das Ziel vonKraft durch Freude"-Fahrten, eine Errungenschaft des national­sozialistischen Deutschland, die man nie vorher ge­kannt hat und die man auch heute außer in Deutschland noch nirgends kennt. Wie volkstümlich die Hrlaubsfahrten der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" geworden sind und immer noch mehr werden, zeigt uns deutlich die st e t s wachsende Zahl der Teilnehmer. Im Jahre 1935 wa­ren es 229 880 Kameraden und Kameradinnen, die mit 2181 Fahrten in Urlaubszügen, Schiffen und Omnibussen hinausfuhren. 1936 stiegen diese Zah­len auf 6867 Fahrten mit 562 888 Teilnehmern. Daß diese Zahlen 1937 abermals weit übertroffen werden, steht heute schon fest. Das zeigt die unge­heuere Nachfrage, die sofort einsetzt, wenn eine neue Fahrt durch die Tagespresse bekannt gegeben wird. Aus dem Sommerprogramm dieses Jahres mußten zum Beispiel bereits jetzt zum Teil über ein halbes Jahr vor Stattfinden der Fahrt acht Urlaubszüge gesperrt werden, weil die vorgesehene Teilnehmerzahl erreicht war.

Bei allen diesen Erfolgen wissen wir aber auch, daß die Grundlage für die endgültige Erreichung

Die Achse Rom-Berlin ein Element der Ordnung in Europa.

Mussolini erörtert die Stellung Italiens in der großen Politik.

Als Kolonialmacht saturiert.

Ein Grenz- und Wirtschaftsabkommen mit England angeboten.

London, 19. März. (DNB. Funkspruch.) Mus­solini hat während seines Aufenthaltes in Libyen dem Vertreter derDaily Mail" Ward Price er­klärt, daß Italien bereit fei, die verschiedenen Be­ziehungen zwischen dem italienschen Kolo­nialreich und den angrenzenden englischen Ge­bieten Kenya und Sudan durch ein freund­schaftliches Uebereinkommen zu regeln, ge­nau wie das früher im Falle Somaliland gesche­hen sei.

Ls liege im gegenseitigen Interesse, eine ähn­liche Regelung für Kenya und den Sudan zu treffen, die beide wirtschaftliche Beziehungen zu Aelhiopien unterhielten. Italien sei jetzt m i l seiner Stellung als Kolonialmacht z u f r l e d en. Aethiopien sei ein schönes und reiches Land, seine Entwicklung werde viel Zeil, Kraft und Kapital erfordern. Italien müsse daher mit den europäischen Rationen, die Kolo­nien in Afrika haben, Zusammenarbeiten.

Sehr energisch wies der Duce die Verdächtigung zurück, daß Italien irgendwelche Zugeständ­nisse von General Franco gefordert haben könnte, etwa eine F l o t t e n b a s i s auf den Bale- arischen Inseln oder in Spanisch-Marokko. Italien habe nichts getan und werde nichts tun, was auch nur indirekt die gebietsmäßige Unversehrtheit Spaniens beeinträchtigen könnte. Die Zahl der ita­lienischen Freiwilligen in Spanien sei weit übertrieben worden. Sie würden heim­kehren, wann es ihnen passe, falls nicht eine allge­meine Regelung getroffen würde, so daß auch alle anderen Freiwilligen, deren Zahl weit größer sei, aus Spanien verschwinden. Nach Beendigung des Bürgerkrieges habe Italien nicht die Absicht, sich mit spanischen Angelegenheiten zu befassen.

Auf eine Frage von Ward Price bestätigte Mus­solini dann, daß Italien den Krönungs­feierlichkeiten in London fern blei­ben werde, falls die Einladung Haile Se­la f s i e s aufrechterhalten bleiben werde. Italien bedauere das sehr, aber wenn man aus rein forma­len Gründen derartige Zugeständnisse an Haile Se- lassie gemacht habe, dann müsse man in England Italiens Haltung verstehen können.

Italien sei bereit, alles zu tun, um einen neuen Westpakt zustandezubringen. Ein solches Abkommen könne durch die Achse RomBerlin sehr erleichtert werden. Alan habe diese Achse nicht geschaffen, um Europa in Unordnung zu bringen, sondern vielmehr, um Ruhe und Ordnung wieder herzustellen. Abschließend gab der Duce seinen Wunsch auf Wiederher st ellung besserer wirt­schaftlicher Beziehungen mit England Ausdruck und betonte, daß Italien niemals feindselige Gefühle gegenüber England oder Frankreich gehabt habe ober habe.

Zu diesem Interview schreibtDaily Mail", daß die Beziehungen zwischen England und Italien jetzt auf eine neue Grundlage gestellt werden müßten. Der einzige politische fturs für die briti­sche Regierung müsse der sein, die groteske Herrschaft des Völkerbundes abzu­schütteln und anzuerkennen, daß Abessinien heute ein Teil des italienischen Im­periums sei. Die Ablehnung dieser Anerkennung könne nur die Uneinigkeit zwischen den beiden Län­dern aufrechterhalten.

Der Ehrendegen des Isiams für Mussolini.

Rom, 18. März. (DNB.) Mussolini wohnte nach der Einweihung von zwei Häusern des Fascio einem Manöver der tri p oli t ani sch e n Kolo­

nialtruppen bei. Es wurden auch Bomben- und Jagdflugzeuge, schwere Artillerie, Tanks und Flammenwerfer eingesetzt. Mussolini zeichnete die Truppen für ihre Verdienste im äthiopischen Feld­zug dadurch aus, daß er die Goldene Kriegs- m e d a i l l e an die Fahne des Kolonialkorps heftete. Er nahm dann die ersten Spatenstiche zur Errichtung eines neuen Sanatoriums und einer neuen Kommandantur für die Kolonialtruppen vor. Bei einer Massenkundgebung wurde Mussolini der Ehrendegen des Islams überreicht. Er wies darauf hin. daß in der Geschichte Libyens eine neue Epoche begonnen habe. Die gegenüber Italien be­wiesene Treue werde durch Sicherstellung des Frie­dens, der Gerechtigkeit und des Wohlstandes der Bevölkerung Libyens belohnt werden. Rom werde durch seine Gesetze beweisen, daß es darauf be­dacht sei, dem Lande ein immer besseres Los zu sichern.

Neuer deutscher Protest gegen Frechheiten Laguardias.

Washington, 18. März. (DNB.) Der deutsche Botschafter Dr. Luther sprach am Mittwoch bei Staatssekretär Hüll vor und legte gegen die neuen Beleidigungen, die der als Bürger­meister von Neuyork fungierende Jude Laguar- d i a am Montagabend gegen den Führer vorzu­bringen wagte, P r o t e st ein. In Beantwortung des Protestes sprach Staatssekretär Hüll das Be­dauern seiner Regierung über die neuer­lichen Aeußerungen des Bürgermeisters Laguardia aus.

Furchtbare Explosionskatastrophe in einer Schule in Texas.

Bisher 300 Todesopfer, meist Schulkinder aus den Trümmern geborgen.

Keffel-Ekploficn während des Unterrichts.

3teu v o r f, 19. Wärz. (DRB. Funkspruch.) In einem von 1200 Kindern besuchten Schulgebäude in Rew London (Texas) erfolgte am Donners­tag während des Rachmittags-Unterrichts eine Kesselexplofion, durch die ein großer Teil des Gebäudes zum Einsturz gebracht wurde. Bis zum Freitag früh wurden bereits 3 00 Leichen geborgen. Wan rechnet mit über 6 0 0 Todesopfern. Die meisten Kinder scheinen von den Gesteinstrümmern erschlagen worden zu sein. Wan nimmt an, daß die Zahl derer, die von entweichenden kesseldämpsen verbrannt wurden, geringer ist. In der Stabt herrscht P a n i k. Die Schule ist von vielen hunbert Litern umlagert, bie ihre Kinber suchen wollen. Es spielen sich Herz- zerreißenbe Szenen ab. Die bisher gefunbe- nen Leichen finb größtenteils furchtbar verstümmelt.

An der AnglücksMe.

Die Schule befindet sich mitten im Oelgebiet von Ost-Texas und war hauptsächlich von Kindern der Del arbeitet: besucht; die Schule wurde vor zwei Jahren mit einem Kostenaufwand von einer Million Dollar errichtet. Auch die Aula der Schule ist ein- g e ft ü r 31, in der zur Zeit der Explosion ein Vor- ttaa stattfand, dem mehrere hundert Kinder bei­wohnten. Die Leichen der Kinder wurden zum Teil in Lastwagen nach der Stadt Henderson gebracht, zum Teil in Reihen im unversehrt gebliebenen Schulhof niedergelegt. Die Polizei muß die Eltern, die die Unglücksstätte belagern, mit Gewalt zurück­halten.

Der Gouverneur von Texas wandte alle verfüg­baren Truppen nach dem Ort der Explosionskata- sttophe. Die Truppen haben die Aufgabe, die Auf­rechterhaltung der Ordnung zu gewährleisten, da die lokale Polizei nur sehr schwach ist. Auch ein Flugzeug mit Aerzten, Krankenschwestern und Me­dikamenten ging nach New London ab. Ferner wurden aus verschiedenen Städten Polizeitruppen an die Unglücksstätte entsandt. In New London sind gegenwärtig 1000 Kriegsveteranen, Arbeiter und Polizisten mit den Aufräumungsarbeiten be­schäftigt. Sämlliche Kraftfahrzeuge in der Umge­bung des Ortes wurden als Krankenwagen be­schlagnahmt. Es herrscht Aerztemangel, weil alle Zufahrtsstraßen von Tausenden von Kranken­autos, Leichenwagen und den Autos der vor Auf­

regung und Schmerz halb wahnsinnig gewordenen Eltern verstopft sind. Von den Eltern haben viele zwei oder drei Kinder verloren.

Erschütternder Augenzeuaenherichl.

Ein Augenzeuge berichlel, baß sich an bet Unglücksslätte furchtbare Szenen ab­spielen. Es kommt vor, baß mehrere Wütter gleichzeitig in berselben Leiche ihr Kinb zu er­kennen glauben unb bie Leiche für sich bean­spruchen. Die Aufräumungsarbeiten finben beim Schein von Fackeln statt, bie bie Trümmer schauerlich beleuchten. Bisher konnten nur zwei Kinber lebenb aus bem Schutt ge­borgen werben. Unter ben Toten befanben sich nur wenige Schüler, bie bereits 15 Jahre alt waren. Die meisten waren bebeutenb jünger. Die Explosionsursache ist noch nicht ge­klärt. Ein Schüler, ber mit bem Leben bavon kam, gab an, baß sich bie Explosion anschei - nenb im chemischen Laboratorium im Erbgeschoß ereignet hat. Der Gouverneur von Texas erklärte in Rew Conbon unb Um­gebung ben Ausnahmezustanb.

MnrechnetmMOOTodesopfern

Es bürste noch geraume Zeit vergehen, ehe bie genaue Zahl ber ums Leben gekommenen Lehrer unb Kinber man schätzt sie jetzt schon auf 7 0 0 ermittelt werben kann. Die Ex­plosion, bie fünf Minuten vor Schulschluß erfolgte, wirb auf bie Ansammlung von Gasen im Keller zurückgesührt. Die Schule würbe nämlich mit Ra­turgas geheizt, bas in unterirbischen Röhren aus ben naheliegenben Oelfetbern herangeleitet würbe. Wan neigt zu ber Annahme, baß eine biefer Röh­ren aus noch unbekannten Grünben einen Sprung bekommen hat, so baß bas Gas entweichen konnte. Die genaue Ursache wirb angesichts ber Zerstörun­gen wohl ein ewiges Geheimnis bleiben.

Augenzeugen berichten, bah bas Dach bes Schul- gebäubes plötzlich in bie Cuff flog, um bann alles zu zertrümmern unb roieber auf bas Haus zurückzu­fallen. präfibenf Roosevelt hat bas Role Kreuz unb alle sonst in Betracht fommenben Or­ganisationen zu eiligster Hilfeleistung mit allen zur Verfügung stehenben Witteln angewiesen.

des Zieles unseres Schaffens die wirtschaft­liche Sicher st ellung des deutfchen Arbeiters ist. In zieibewußter Arbeit gilt es, die Lebens­grundlage des deutschen schaffenden Menschen im­mer mehr auszuweiten. Die Deutsche Arbeitsfront ist hierfür unermüdlich tätig und darf einen zwar langsamen, aber sicheren Aufbau feststellen. Durch die einzigartigen Pläne unseres Führers gewinnen wir immer mehr wirtschaftlichen Rückhalt für un­ser Volk und damit die Möglichkeit, dem deutschen schaffenden Menschen für den Lohn für seine Lei­stung die Werte zu geben, die er zur Befriedigung seiner wirtschaftlichen und kulturellen Bedürfnisse braucht. Der politische Neubau des Nationalsozia­lismus gibt uns dabei Gewißheit und Rückhalt, um sorgfältig und sicher der Verwirklichung des Zu­standes zuzustreben, der dem Programm unserer Bewegung entspricht.

Solange dieses Ziel noch nicht verwirklicht ist denn wir erstreben ja keine Konjunkturerfolge, son­dern wollen es langsam auf solide Grundlage her­anreifen lassen solange gilt es, in gemeinsamem Zusammenstehen dafür einzutreten, daß die Volks­genossen, die unverschuldet unter den Folgen frühe-

rer Fehler leiden, in ihren Sorgen und Nöten Rat und Hilfe finden. Auch hierbei ist die NS.-Gemein­schaftKraft durch Freude" stets zur Mitarbeit be­reit, das zeigt das Abkommen, das sie kürzlich mit dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes geschlos­sen hat. Aber auch jeder einzelne Mitarbeiter ist zum persönlichen Eintreten bereit; das wird er am 2 0. und 2 1. März beweisen, wenn er das Opfer der Volksgenossen an den Sammelta­gen der Deutschen Arbeitsfront für das Winterhilfswerk fordert.

Gebt mir vier Fahre 'Zeit."

Die grotze Leistungsschau des Nationalsozialismus.

Berlin, 18. März. (DNB) Die Ausstel­lungGebt mir vier Jahre Zeit", die vom 29. April bis 20. Juni 1937 auf dem gesamten Ausstellungs­gelände der Berliner M e s s e st a d t die gewal­tige Aufbauarbeit der vergangenen vier Jahre zu­sammenfassend behandeln wird, verspricht das inter­essanteste und politisch bedeutsamste Ausstellungs­ereignis der letzten Jahre zu werden. Diese erste

umfassende Leistungsschau des Nationalsozialismus ist gleichzeitig ein Rechenschaftsbericht der Reichsregierung über die Aufbauarbeit in den ersten vier Jahren nationalsozialistischer Staats­führung und ein Dank, dem das wirtschaftlich, sozial und kulturell gesundete, politisch und militärisch er­starkte Deutschland seinem Führer abstattet. Welche Bedeutung diese Ausstellung hat, geht schon daraus hervor, daß der Führer in seinem großen Rechen­schaftsbericht am 30. Januar dieses Jahres aus­drücklich auf die Berliner Ausstellung hingewiesen hat. Die Bedeutung dieser großangelegten Leistungs­schau des Nationalsozialismus, die unter der- Schirmherrschaft von Reichsmini st er Dr. Goebbels steht, wird noch unterstrichen durch die Zusammensetzung des Ehrenpräsidiums. Alle Männer des Staates und der Bewegung, diö an leitender Stelle am Aufbau der letzten vier Jahre mitgemirkt haben, sind im Ehrenpräsidium in einer Vollständigkeit vertreten wie bei keiner Ausstellung zuvor. So gehören ihm sämtliche Reichsminister und Reichsleiter an, ferner u. a. bet Reichsführer SS., der Stabschef der SA., der Reichsjugendführer, Korpsführer Hühnlein, Staats»