Iir.66 Erstes Blatt
187. Jahrgang
Sreltag, 19. Marz 1937
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Freude
für den deutschen Menschen.
Von Curt Huebner, Gaupreffewart der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude".
NSG. Wir wollen dem schaffenden deutschen Menschen Lebensfreude schaffen. Das ist ein Programm mit großer kultureller Zielsetzung und eine Aufgabe, die in ihrer Lösung sich durch die Vielseitigkeit der Möglichkeiten auszeichnet. Bereits am Arbeitsplatz des einzelnen Kameraden fängt unsere Arbeit an. Der schaffende Deutsche soll das Gefühl und die Gewißheit haben, daß alles getan wird, die Lust und Liebe zur Arbeit, die uns angeboren ist, zu erhöhen und ihr die notwendige Grundlage zu geben. Neben der körperlichen Ertüchtigung durch Einsatz der notwendigen Hilfsmittel und Geräte legen wir hierbei den Hauptwert auf die seelischen Einflüsse. In hellen, sauberen und luftigen Arbeitsräumen ist die Arbeit schöner und gesünder als in rauchigen Buden, wie wir sie manchmal finden mußten. Das richtige Licht am Arbeitsplatz erhält dem Arbeitskameraden die Arbeitskraft und der einmalige Einsatz der hierfür erforderlichen Mittel bringt letzten Endes doch für den Betrieb auch wirtschaftlichen Gewinn. In den Arbeitspausen und nach Beendigung der Arbeitszeit soll der deutsche Arbeiter in seinem Betrieb die notwendigen Aufenthalts-, Umkleide- und Waschräume finden, damit er ohne Gefahr für seine Gesundheit seine Mahlzeiten einnehmen und seine Arbeitsstätte erfrischt und sauber wieder verlassen kann.
Die einseitige körperliche Belastung während der Arbeit fordert in der freien Zwischenzeit einen Ausgleich. Sport ist hier das Richtige. Es gibt heute keine Sportart, die man nicht bei der NS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude" lernen und betreiben kann. Skilaufen, Reiten, Tennisspiel, Segelsport, Gymnastik, Leichtathletik, Turnen, Rudern, Rollschuhlaufen ... die Aufzählung würde kein Ende nehmen, wenn man alle Sportarten nennen wollte. Viele Betriebe haben heute schon ihre eigenen Sportanlagen. Andere folgen nach. Es ist schönste Betriebsgemeinschaft, wenn hier Betriebsführer und Gefolgsmänner nach der Erreichung besten Könnens streben. Wer dann eine gute Leistung aufweisen kann — und das vermag jeder nach einiger Hebung — der findet auch wahre Freude im Sport.
Neven das körperliche tritt das geistige Training. Das Deutsche Volksbildungswerk in der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" bietet hierfür die verschiedensten Möglichkeiten. In den Dorttagsabenden wird den Arbeitskameradsn eine Auswahl aus vielen Wissensgebieten geboten; sie befähigen ihn bei regelmäßiger Teilnahme zu sicherem und stolzem eigenen Anteil in den Fragen unseres geistigen Lebens. In den Arbeitsgemeinschaften kann er selbst Mitarbeiten, das Gelernte auswerten und durch die Notwendigkeit des steten Mitdenkens vertiefen. Daneben steht ihm ohne Einsatz nennenswerter Geldmittel in den Büchereien, die das Deutsche Volksbildungswerk schafft und hervorruft, umfangreicher Lesestoff zur Verfügung, um die Wissensgrundlage zu verbreiten. Mit der Vervollkommnung des eigenen Könnens kommt dann auch hier die Freude und Lust zur Sache.
In Feierstunden seines Betriebes und nach Arbeitsschluß nimmt der deutsche Arbeiter an dem kulturellen Schaffen seines Volkes teil. Er geht ins Theater; er besucht gute Konzerte, deren Wert und Schönheit ihm die NSG. „Kraft durch Freude" erschließt. In bunten Abenden und bei deutschem Tanz lernt er deutsche Art und deutsches Brauchtum wieder kennen. Das umfangreiche Programm ermöglicht es ihm dabei, seine Auswahl seinem Geschmack entsprechend zu treffen. Dabei findet die Aufnahmefähigkeit eines jeden Berücksichtigung, wie es der Gaupropagandaleiter der NSDAP., Lgndeskulturwalter Müller-Scheid, auf der Gaukulturtagung in Wiesbaden so schön darlegte.
Durch die Einrichtungen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" lernt der deutsche Arbeiter heute auch seine schöne Heimat, sein Deutschland kennen und er fährt hinaus über die Meere, um seinen Gesichtskreis, seine Kenntnisse von der Welt zu erweitern. Es gibt keine Gegend unseres deutschen Vaterlandes, nach der nicht „K d F." - H r - laubszüge aus unserem Gau fahren. In die westliche Grenzmark, nach Ostpreußen, in die Bayerische Ostmark, nach Berlin und Hamburg, in die Alpen, die sächsische Schweiz, die Badeorte der Nord- und Ostsee, überallhin kommen die Arbeitskameraden vom Rhein und Main. Norwegen mit seinen herrlichen Fjorden und Madeira mit dem Klima der südlichen Zonen sind das Ziel von „Kraft durch Freude"-Fahrten, eine Errungenschaft des nationalsozialistischen Deutschland, die man nie vorher gekannt hat und die man auch heute außer in Deutschland noch nirgends kennt. Wie volkstümlich die Hrlaubsfahrten der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" geworden sind und immer noch mehr werden, zeigt uns deutlich die st e t s wachsende Zahl der Teilnehmer. Im Jahre 1935 waren es 229 880 Kameraden und Kameradinnen, die mit 2181 Fahrten in Urlaubszügen, Schiffen und Omnibussen hinausfuhren. 1936 stiegen diese Zahlen auf 6867 Fahrten mit 562 888 Teilnehmern. Daß diese Zahlen 1937 abermals weit übertroffen werden, steht heute schon fest. Das zeigt die ungeheuere Nachfrage, die sofort einsetzt, wenn eine neue Fahrt durch die Tagespresse bekannt gegeben wird. Aus dem Sommerprogramm dieses Jahres mußten zum Beispiel bereits jetzt zum Teil über ein halbes Jahr vor Stattfinden der Fahrt acht Urlaubszüge gesperrt werden, weil die vorgesehene Teilnehmerzahl erreicht war.
Bei allen diesen Erfolgen wissen wir aber auch, daß die Grundlage für die endgültige Erreichung
Die Achse Rom-Berlin ein Element der Ordnung in Europa.
Mussolini erörtert die Stellung Italiens in der großen Politik.
Als Kolonialmacht saturiert.
Ein Grenz- und Wirtschaftsabkommen mit England angeboten.
London, 19. März. (DNB. Funkspruch.) Mussolini hat während seines Aufenthaltes in Libyen dem Vertreter der „Daily Mail" Ward Price erklärt, daß Italien bereit fei, die verschiedenen Beziehungen zwischen dem italienschen Kolonialreich und den angrenzenden englischen Gebieten Kenya und Sudan durch ein freundschaftliches Uebereinkommen zu regeln, genau wie das früher im Falle Somaliland geschehen sei.
Ls liege im gegenseitigen Interesse, eine ähnliche Regelung für Kenya und den Sudan zu treffen, die beide wirtschaftliche Beziehungen zu Aelhiopien unterhielten. Italien sei jetzt m i l seiner Stellung als Kolonialmacht z u f r l e d en. Aethiopien sei ein schönes und reiches Land, seine Entwicklung werde viel Zeil, Kraft und Kapital erfordern. Italien müsse daher mit den europäischen Rationen, die Kolonien in Afrika haben, Zusammenarbeiten.
Sehr energisch wies der Duce die Verdächtigung zurück, daß Italien irgendwelche Zugeständnisse von General Franco gefordert haben könnte, etwa eine F l o t t e n b a s i s auf den Bale- arischen Inseln oder in Spanisch-Marokko. Italien habe nichts getan und werde nichts tun, was auch nur indirekt die gebietsmäßige Unversehrtheit Spaniens beeinträchtigen könnte. Die Zahl der italienischen Freiwilligen in Spanien sei weit übertrieben worden. Sie würden heimkehren, wann es ihnen passe, falls nicht eine allgemeine Regelung getroffen würde, so daß auch alle anderen Freiwilligen, deren Zahl weit größer sei, aus Spanien verschwinden. Nach Beendigung des Bürgerkrieges habe Italien nicht die Absicht, sich mit spanischen Angelegenheiten zu befassen.
Auf eine Frage von Ward Price bestätigte Mussolini dann, daß Italien den Krönungsfeierlichkeiten in London fern bleiben werde, falls die Einladung Haile Sela f s i e s aufrechterhalten bleiben werde. Italien bedauere das sehr, aber wenn man aus rein formalen Gründen derartige Zugeständnisse an Haile Se- lassie gemacht habe, dann müsse man in England Italiens Haltung verstehen können.
Italien sei bereit, alles zu tun, um einen neuen Westpakt zustandezubringen. Ein solches Abkommen könne durch die Achse Rom—Berlin sehr erleichtert werden. Alan habe diese Achse nicht geschaffen, um Europa in Unordnung zu bringen, sondern vielmehr, um Ruhe und Ordnung wieder herzustellen. Abschließend gab der Duce seinen Wunsch auf Wiederher st ellung besserer wirtschaftlicher Beziehungen mit England Ausdruck und betonte, daß Italien niemals feindselige Gefühle gegenüber England oder Frankreich gehabt habe ober habe.
Zu diesem Interview schreibt „Daily Mail", daß die Beziehungen zwischen England und Italien jetzt auf eine neue Grundlage gestellt werden müßten. Der einzige politische fturs für die britische Regierung müsse der sein, die groteske Herrschaft des Völkerbundes abzuschütteln und anzuerkennen, daß Abessinien heute ein Teil des italienischen Imperiums sei. Die Ablehnung dieser Anerkennung könne nur die Uneinigkeit zwischen den beiden Ländern aufrechterhalten.
Der Ehrendegen des Isiams für Mussolini.
Rom, 18. März. (DNB.) Mussolini wohnte nach der Einweihung von zwei Häusern des Fascio einem Manöver der tri p oli t ani sch e n Kolo
nialtruppen bei. Es wurden auch Bomben- und Jagdflugzeuge, schwere Artillerie, Tanks und Flammenwerfer eingesetzt. Mussolini zeichnete die Truppen für ihre Verdienste im äthiopischen Feldzug dadurch aus, daß er die Goldene Kriegs- m e d a i l l e an die Fahne des Kolonialkorps heftete. Er nahm dann die ersten Spatenstiche zur Errichtung eines neuen Sanatoriums und einer neuen Kommandantur für die Kolonialtruppen vor. Bei einer Massenkundgebung wurde Mussolini der Ehrendegen des Islams überreicht. Er wies darauf hin. daß in der Geschichte Libyens eine neue Epoche begonnen habe. Die gegenüber Italien bewiesene Treue werde durch Sicherstellung des Friedens, der Gerechtigkeit und des Wohlstandes der Bevölkerung Libyens belohnt werden. Rom werde durch seine Gesetze beweisen, daß es darauf bedacht sei, dem Lande ein immer besseres Los zu sichern.
Neuer deutscher Protest gegen Frechheiten Laguardias.
Washington, 18. März. (DNB.) Der deutsche Botschafter Dr. Luther sprach am Mittwoch bei Staatssekretär Hüll vor und legte gegen die neuen Beleidigungen, die der als Bürgermeister von Neuyork fungierende Jude Laguar- d i a am Montagabend gegen den Führer vorzubringen wagte, P r o t e st ein. In Beantwortung des Protestes sprach Staatssekretär Hüll das Bedauern seiner Regierung über die neuerlichen Aeußerungen des Bürgermeisters Laguardia aus.
Furchtbare Explosionskatastrophe in einer Schule in Texas.
Bisher 300 Todesopfer, meist Schulkinder aus den Trümmern geborgen.
Keffel-Ekploficn während des Unterrichts.
3teu v o r f, 19. Wärz. (DRB. Funkspruch.) In einem von 1200 Kindern besuchten Schulgebäude in Rew London (Texas) erfolgte am Donnerstag während des Rachmittags-Unterrichts eine Kesselexplofion, durch die ein großer Teil des Gebäudes zum Einsturz gebracht wurde. Bis zum Freitag früh wurden bereits 3 00 Leichen geborgen. Wan rechnet mit über 6 0 0 Todesopfern. Die meisten Kinder scheinen von den Gesteinstrümmern erschlagen worden zu sein. Wan nimmt an, daß die Zahl derer, die von entweichenden kesseldämpsen verbrannt wurden, geringer ist. In der Stabt herrscht P a n i k. Die Schule ist von vielen hunbert Litern umlagert, bie ihre Kinber suchen wollen. Es spielen sich Herz- zerreißenbe Szenen ab. Die bisher gefunbe- nen Leichen finb größtenteils furchtbar verstümmelt.
An der AnglücksMe.
Die Schule befindet sich mitten im Oelgebiet von Ost-Texas und war hauptsächlich von Kindern der Del arbeitet: besucht; die Schule wurde vor zwei Jahren mit einem Kostenaufwand von einer Million Dollar errichtet. Auch die Aula der Schule ist ein- g e ft ü r 31, in der zur Zeit der Explosion ein Vor- ttaa stattfand, dem mehrere hundert Kinder beiwohnten. Die Leichen der Kinder wurden zum Teil in Lastwagen nach der Stadt Henderson gebracht, zum Teil in Reihen im unversehrt gebliebenen Schulhof niedergelegt. Die Polizei muß die Eltern, die die Unglücksstätte belagern, mit Gewalt zurückhalten.
Der Gouverneur von Texas wandte alle verfügbaren Truppen nach dem Ort der Explosionskata- sttophe. Die Truppen haben die Aufgabe, die Aufrechterhaltung der Ordnung zu gewährleisten, da die lokale Polizei nur sehr schwach ist. Auch ein Flugzeug mit Aerzten, Krankenschwestern und Medikamenten ging nach New London ab. Ferner wurden aus verschiedenen Städten Polizeitruppen an die Unglücksstätte entsandt. In New London sind gegenwärtig 1000 Kriegsveteranen, Arbeiter und Polizisten mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Sämlliche Kraftfahrzeuge in der Umgebung des Ortes wurden als Krankenwagen beschlagnahmt. Es herrscht Aerztemangel, weil alle Zufahrtsstraßen von Tausenden von Krankenautos, Leichenwagen und den Autos der vor Auf
regung und Schmerz halb wahnsinnig gewordenen Eltern verstopft sind. Von den Eltern haben viele zwei oder drei Kinder verloren.
Erschütternder Augenzeuaenherichl.
Ein Augenzeuge berichlel, baß sich an bet Unglücksslätte furchtbare Szenen abspielen. Es kommt vor, baß mehrere Wütter gleichzeitig in berselben Leiche ihr Kinb zu erkennen glauben unb bie Leiche für sich beanspruchen. Die Aufräumungsarbeiten finben beim Schein von Fackeln statt, bie bie Trümmer schauerlich beleuchten. Bisher konnten nur zwei Kinber lebenb aus bem Schutt geborgen werben. Unter ben Toten befanben sich nur wenige Schüler, bie bereits 15 Jahre alt waren. Die meisten waren bebeutenb jünger. Die Explosionsursache ist noch nicht geklärt. Ein Schüler, ber mit bem Leben bavon kam, gab an, baß sich bie Explosion anschei - nenb im chemischen Laboratorium im Erbgeschoß ereignet hat. — Der Gouverneur von Texas erklärte in Rew Conbon unb Umgebung ben Ausnahmezustanb.
MnrechnetmMOOTodesopfern
Es bürste noch geraume Zeit vergehen, ehe bie genaue Zahl ber ums Leben gekommenen Lehrer unb Kinber — man schätzt sie jetzt schon auf 7 0 0 — ermittelt werben kann. Die Explosion, bie fünf Minuten vor Schulschluß erfolgte, wirb auf bie Ansammlung von Gasen im Keller zurückgesührt. Die Schule würbe nämlich mit Raturgas geheizt, bas in unterirbischen Röhren aus ben naheliegenben Oelfetbern herangeleitet würbe. Wan neigt zu ber Annahme, baß eine biefer Röhren aus noch unbekannten Grünben einen Sprung bekommen hat, so baß bas Gas entweichen konnte. Die genaue Ursache wirb angesichts ber Zerstörungen wohl ein ewiges Geheimnis bleiben.
Augenzeugen berichten, bah bas Dach bes Schul- gebäubes plötzlich in bie Cuff flog, um bann alles zu zertrümmern unb roieber auf bas Haus zurückzufallen. — präfibenf Roosevelt hat bas Role Kreuz unb alle sonst in Betracht fommenben Organisationen zu eiligster Hilfeleistung mit allen zur Verfügung stehenben Witteln angewiesen.
des Zieles unseres Schaffens die wirtschaftliche Sicher st ellung des deutfchen Arbeiters ist. In zieibewußter Arbeit gilt es, die Lebensgrundlage des deutschen schaffenden Menschen immer mehr auszuweiten. Die Deutsche Arbeitsfront ist hierfür unermüdlich tätig und darf einen zwar langsamen, aber sicheren Aufbau feststellen. Durch die einzigartigen Pläne unseres Führers gewinnen wir immer mehr wirtschaftlichen Rückhalt für unser Volk und damit die Möglichkeit, dem deutschen schaffenden Menschen für den Lohn für seine Leistung die Werte zu geben, die er zur Befriedigung seiner wirtschaftlichen und kulturellen Bedürfnisse braucht. Der politische Neubau des Nationalsozialismus gibt uns dabei Gewißheit und Rückhalt, um sorgfältig und sicher der Verwirklichung des Zustandes zuzustreben, der dem Programm unserer Bewegung entspricht.
Solange dieses Ziel noch nicht verwirklicht ist — denn wir erstreben ja keine Konjunkturerfolge, sondern wollen es langsam auf solide Grundlage heranreifen lassen — solange gilt es, in gemeinsamem Zusammenstehen dafür einzutreten, daß die Volksgenossen, die unverschuldet unter den Folgen frühe-
rer Fehler leiden, in ihren Sorgen und Nöten Rat und Hilfe finden. Auch hierbei ist die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" stets zur Mitarbeit bereit, das zeigt das Abkommen, das sie kürzlich mit dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes geschlossen hat. Aber auch jeder einzelne Mitarbeiter ist zum persönlichen Eintreten bereit; das wird er am 2 0. und 2 1. März beweisen, wenn er das Opfer der Volksgenossen an den Sammeltagen der Deutschen Arbeitsfront für das Winterhilfswerk fordert.
„Gebt mir vier Fahre 'Zeit."
Die grotze Leistungsschau des Nationalsozialismus.
Berlin, 18. März. (DNB) Die Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit", die vom 29. April bis 20. Juni 1937 auf dem gesamten Ausstellungsgelände der Berliner M e s s e st a d t die gewaltige Aufbauarbeit der vergangenen vier Jahre zusammenfassend behandeln wird, verspricht das interessanteste und politisch bedeutsamste Ausstellungsereignis der letzten Jahre zu werden. Diese erste
umfassende Leistungsschau des Nationalsozialismus ist gleichzeitig ein Rechenschaftsbericht der Reichsregierung über die Aufbauarbeit in den ersten vier Jahren nationalsozialistischer Staatsführung und ein Dank, dem das wirtschaftlich, sozial und kulturell gesundete, politisch und militärisch erstarkte Deutschland seinem Führer abstattet. Welche Bedeutung diese Ausstellung hat, geht schon daraus hervor, daß der Führer in seinem großen Rechenschaftsbericht am 30. Januar dieses Jahres ausdrücklich auf die Berliner Ausstellung hingewiesen hat. Die Bedeutung dieser großangelegten Leistungsschau des Nationalsozialismus, die unter der- Schirmherrschaft von Reichsmini st er Dr. Goebbels steht, wird noch unterstrichen durch die Zusammensetzung des Ehrenpräsidiums. Alle Männer des Staates und der Bewegung, diö an leitender Stelle am Aufbau der letzten vier Jahre mitgemirkt haben, sind im Ehrenpräsidium in einer Vollständigkeit vertreten wie bei keiner Ausstellung zuvor. So gehören ihm sämtliche Reichsminister und Reichsleiter an, ferner u. a. bet Reichsführer SS., der Stabschef der SA., der Reichsjugendführer, Korpsführer Hühnlein, Staats»


