Ausgabe 
19.2.1937
 
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187. Jahrgang

Kanonenbahnen in Asien

London, 19.

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des Lan- mit dem beginnen.

von St. Germain (1919) wege erweitert wird.

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ubewilligen,der für die kollektive Sicher­heit innerhalb des Völkerbundes benötigt werde, bie fei auf das schärfste gegen jeden Versuch, das sand in eine eigensüchtige nationale Politik hinein-

Zusarnmenhang mit der Schlagader des Weltreiches am Persischen Goll bringt.

In diesen Tagen ist von der Regierung des Irak der Auftrag erteilt worden, Bau der 300 Kilometer langen Linie zu

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die bis jetzt noch an der Vollendung der Baadad-Bahn fehlte. Es führt wohl eine direkte Linie von Basra am Persischen Golf über Bagdad bis nach dem wicktiaen Oelzen- trum Mosul, von dort aber fehlen 300 Kilometer bis nach Resibin, dem letzten türkischen Grenz­ort. Die Bahnlinie ist von den Engländern aus strategischen Gründen niemals ausgebaut worden. In wenigen Jahren wird man von Berlin bis nach dem Persischen Golf mit durchgehenden Zügen fah­ren können. Das deutsche Bagdadbahn-Projekt wird dann, wenn auch unter völlig veränderten Umstän­den seine Verwirklichung finden.

Wir möchten schließlich neben den wichtigen Teil­strecken die Atatürk innerhalb der Türkei mit

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Ein Antrag aus Ausdehnung des Mandatssystems im britischen Oberhaus vom Kabinett abgelehnt.

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(____ Febr. (DNB.) Die Entschließung,

iurch die der englischen Regierung Vollmacht I u r Auflegung von Rüstungsanleihen ni)öhe bis 4 0 0 Millionen Pfund (etwa Milliarden Mark) erteilt wird, wurde vom Unter-

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***

damit ferner die Wirksamkeit der Konvention auf dem Revifions-

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2st diese be- !'e"nsHaltung des britischen Volkes für die *n- welche die )auer einer ganzen Generation herabsetzen. Die 3ur Vecschnij- iabour-Party sei bereit, jeden erforderlichen Betrag n langwieriger 1 ' " c 1' «. x. -

*acht und über-- lnöglichkeit von

lichen.

Der großartige Bahnbau vorn Kaspischen Meer zum Persischen Golf, quer durch Iran, an dem deutsche Firmen maßgeblich beteiligt sind, ist in der deutschen Öffentlichkeit wohl am bekanntesten. Das Teilstück im Norden vom Meer nach der Landeshauptstadt Teheran ist bereits fertiggestellt. Es mußten Pässe bewältigt werden, die weit über der Höhe der höchsten Alpenüber- führung liegen. Beim iranischen Bahnbau ebenso wie beim sibirischen hat sich die Notwendigkeit her­ausgestellt, zunächst erst einmal längs der trassier­ten Eisenbahnstrecke eine Autostraße zu bauen, um in die völlig unwegsamen Wildnisse eine Transportstraße zur Heranschaffunq des Eisenbahn- baumaterials zu legen. So geht der Autostraßen- und Eisenbahnbau in vielen Fällen Hand in Hand. Diese transiranische Strecke wird einmal nach ihrer Vollendung zu den strategisch wichtigsten Bahnen der Welt gehören, weil sie den sowjetrussischen Machtbereich am Kaspischen Meer in einen direkten britischen

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

London, 18. Febr. (DNB.) Im Oberhaus fand line Aussprache über das Mandatssystem statt, der ilgenber Antrag des Labour-Vertreters Lord Noel Buxton zugrunde lag:

Angesichts der Gefahren einer Politik, die andere Staaten verhindert, unter gleichberech­tigten Bedingungen der Vorteile der k o - tonialentwicklung und -wirtschaft teilhaftig zu werden, fordert das Ober­haus die Regierung auf, mit den Dominiens und anderen kolonialen Wachten Fühlung zu nehmen, damit das Wandatsfyftem in geeigneten Fällen auf britische und an­dere Kolonien angewandt wird und

Das britische Ltnterhaus stimmt der Milliardenanleihe für Rüstungszwecke zu Baldwin begründet die englische Aufrüstung mit der Notwendigkeit, stark genug zu fein um seine Berpstichtungen in einem kollektiven Sicherheitssystem zu erfüllen.

lichsle, was man sich vorstellen kann, wenn die Kräfte dabei ungefähr gleich sind, wird man eine Wiederholung von 1914 erleben, aber mit noch größerem Schrecken. Der Ge­danke kollektiver Sicherheit war der, daß auf einer Seite eine soüberwältigeude Mehrheit sein sollte, daß kein Staat a n g r e i f e n könnte. Das wäre tatsächlich so gewesen, wenn der Völkerbund einig gewesen wäre. Wenn man aber seine Verpflichtungen auf dem Gebiet kollektiver Sicherheit erfüllen will, muß man stark genug sein, um sich selbst z u verteidigen. Unter jeder Form kollektiver Sicherheit würde England als erstes die Mitgefahr verspüren, voraus­gesetzt, daß das Land, gegen das die kollektive Sicherheit mobilisiert wird, so nahe liegt, daß es England bombardieren könnte. Vielleicht er­innern sich die Abgeordneten noch daran, daß ich seinerzeit bei der letzten Wahl sagte, daß ich als Premierminister niemals mehr Sank­tionen für England übernehmen will, ehe das Land nicht v i e l ft ä r k e r ist, als es da­mals war. Auch aus diesem Grunde sind dem Haus die Rüstungsvorschläge gemacht worden.

Der ßabourabgeorbnete Attlee war etwas sar­kastisch im Hinblick auf die Reden, die ich über Demokratie" gehalten habe. Ich habe aber, solange ich Premierminister bin, versucht, das eng­lische Volk in seinem Stolz auf sein System zu stärken und habe versucht, ihm die Empfindung beizubringen, daß das System nicht ohne Opfer erhalten werden kann. Die Zeit zum Opfern ist jetzt da." --

militärischen Wert besäße. Man kann heute quer durch Französisch-Jndochina von der wichtigen Stadt Saigon nach der Hauptstadt von Tonkin Hanoi fahren. Eine Linie, bie, sich, was Länge der Strecke und eisenbahntechnische Konstruk­tion anbelangt, durchaus mit den kühnsten Bauten der alten und neuen Welt messen kann. Sie bedeu­tet für die Stärkung der französischen Macht in Asien nicht wenig. Sicherlich war auch hier die Furcht vor der Sperrung der Seeverbindung im Falle eines Krieges mit der treibende Faktor zur Erbauung eines so gewaltigen, niemals rentablen Werkes. Das ist es ja, was die meisten dieser gro- ßen asiatischen Eisenbahnlinien von den amerikani­schen und europäischen unterscheidet: sie verdanken ihre Erbauung in erster Linie militärischen und po- litischen Gründen, erst in zweiter Linie wirtschaft-

Der Herzog und die Herzogin von Kent werden auf dem Luftwege nach München reisen, wo sie bie Gräfin Törring, bie Schwester ber Herzogin von Kent, eine geborene Prinzessin von Griechenlanb, besuchen werben. Sie beabsichti­gen, sich etwa brei Wochen in München aufzuhalten.

fien bei einer Reuregelung berücksichtigt wer­ben könnten. Die Politik beroffenen Tür" könnte burcf) Verträge unb Anleihen erweitert werben. 3n Afrika brauche man bie beutsche Industrie unb bie beutsche Wissen­schaft. Veibe würben hier ein weites Vetäti- gungsfelb haben. Deutfchlanbs tatsächliche Be- bürfniffe würben burch eine Erweiterung bes Manbatssystems zum größten Teil befriebigt werben. Es würbe sich um eine Geste handeln, bie auch Englanbs Stellung stärken würbe.

Der Oppositionsliberale Lord Crewe sagte, die völlige Beseitigung des deutschen Kolonialanspruchs durch den Versailler Vertrag sei e i n p o l i t l s ch e r Fehler gewesen, woraus sich allerdings nicht er­gebe, daß es möglich sein würde, diese Besitzungen an Deutschland zurückzugeben. Vielleicht könne aus wirtschaftlichem Gebiet ein Fortschritt erzielt wer­den, wenn man Deutschland die gleichen Gelegen­heiten zum Erwerb der von ihm benötigten Er­zeugnisse gebe.

Der konservative Lord Lloyd gab seiner Be­friedigung darüber Ausdruck, daß die Regierung sehr bestimmte Versicherungen gegeben habe, wonach die Kolonialfrage oder irgendeine Aenderung des Mandatssystems weder erörtert worden sei noch erörtert werde. Im übrigen ver­hielt sich Lord Lloyd völlig ablehnend und bestritt die Berechtigung Deutschlands, auf Kolonien An­spruch zu erheben.

Als Vertreter ber Regierung erklärte Unterstaatsfekreträr Lorb Plymouth,

jeder Vorschlag, der die volle Souveränität zugun­sten des Mandatsstatus aufgebe, müsse unoermei^ lich dort Schwierigkeiten Hervorrufen, wo es sich um britische' Gebiete handele deren Bewohner Untertanen Seiner Majestät feien. Die britische Regierung werde andere Regierungen nicht ein­mal zur Erwägung derartiger Vorschläge etnlaben können, solange sie selbst nicht überzeugt sei, daß die Vorschläge im Augenblick nützlich seien. Was Deutschland auf wirtschaftlichem Gebiet offen­bar wolle, seien Maßnahmen, die den Einschluß von Kolonialgebieten i n b a s b eu t s ch e Wäh­rungsgebiet sowie die Einführung der deut­schen Währungsbeschränkungen vorsaheni. Angesichts solcher Beschränkungen würde bie Politik der offe­nen Tür vollkommen bebeutungslos werden. Des­halb fei es auch schwierig, zu glauben, daß die Vorschläge Buxtons zu einer Losung der politischen Lage führen würden. Lord Plymouth behauptete, er könne Ziffern beibringen, aus denen sich ergebe, daß Deutschland keine Schwierigkeiten beim Absatz seiner Waren im Kolonialreich habe und daß es alle Ausfuhrgenehmigungen erhalten könnte, die es brauchte. England brauche sich feiner Handelspolitik gegenüber Deutschland nicht zu scha-

Durchaus nicht unvernünftig."

EinekonservativeStimmezurKolonialfrage

London, 18. Febr. (DNB.) Der konservative Unterhausabgeordnete Sir Arnold Wilson erklärte auf einer Versammlung der Konservativen Partei, daß man Deutschland auf die Dauer nicht aus der Reihe der Kolonialmächte ausschließen könne. Deutschlands Forderung auf Rückgabe zum minde­sten einiger feiner früheren Kolonien sei durchaus nicht unvernünftig. Die Erklärungen des Außen­ministers und des Schatzkanzlers stellten keine Wei­gerung dar, die Frage zu erwägen. Jedes Volk, das ein Mandat habe, fei dagegen, dieses abzugeben. England habe nur immer bann etwas getan, wenn es von Afghanen, Persern, Arabern ober Juben, Aegyptern ober Inbern, Chinesen ober Iren ge­drängt worden sei. Die Frage fei, ob Groß­britannien bereit fei, auf Deutschlands Versuche hm

men. Die unmittelbare Anwendung der Manbats- beftimmungen und einer Politik der offenen Tür in allen tropischen Kolonien würde nur dazu fuh­ren, daß der Handel in Länder mit einem niedrigen Lebensstandard gehe, abge- ehen davon, daß es Deutschland oder irgendeinem anderen Lande, das vielleicht einen höheren Le­bensstandard hätte, nicht helfen würde. Besonders Japan würde auf allgemeine Kosten Europas hieraus Nutzen ziehen. Die nicht im Stande zu fein, den Ai den Abänderungsantrag Lugards anzunehmen, glaube, daß die wirtschaftlichen Schwierig^ besser in den Beratungen d e s R stoffausschusses behandelt werden konn­ten, der demnächst in Genf zusammentrete. Nach­dem der Arbeiterparteiler Lord Strabolgi seine Enttäuschung über die Antwort ber Regie­rung ausgebrückt hatte, wurde bie Angelegenheit fallen gelassen und das Oberhaus vertagt.

etwas auf bem Wege freunb Verhandlungen zu tun, was nur unter Druck getan habe. Die Mehrheit ber Leute über 40 Jahre sage:Um keinen Preis." Diejenigen, bie in ben Krieg gehen mußten, hatten aber anbere Ansichten Kein europäisches Volk habe in ber Frage ber Kolonialverwaltung ein reines Gewissen. Die Behauptung, baß bie Deut­schen ungeeignet seien, Kolonien zu verwalten, sei unbegrünbet. Jebe territoriale Aenberung müsse je- boch Gegenstanb einer allgemeinen Rege­lung werben.

i Klagen.

Ministerpräsident Baldwin

latte vor ber Abstimmung u. a. erklärt, baß es ch bei ber Anleihe lebiglich um bie Behebung er englischen Rüstungsmängel hanbele. Irotz erhöhter Verpflichtung sei bie englische Armee lach ben neuen Vorschlägen kleiner als im a t) r e 1914. Auch bie Flotte werde trotz der lorgeschlaaenen Verstärkungen weit entfernt fein, tuegroße Flotte" in bem Sinne zu fein, wie es 914 gegolten habe. Eine tatsächliche Verstärkung oerbe bei ber Luftwaffe burchaeführt. Auch ie Verteibigung gegen Luftangriffe Derbe große Geldsummen verschlingen. England 5nne nicht seine eigene Sicherheit unb bie Sicher­et bes Weltreiches gewährleisten, noch könne es lei ber Befriebung ber Welt eine Rolle spielen, »enn nicht bie englischen Streitkräfte auf den not­wendigen Stand gebracht würben.

aus mit 329 gegen 145 (Stimmen ange- : omm e n. In ber Aussprache hatte ber Labour- Ibgeorbnete 2lleranber bie Regierung scharf inbegriffen. Die Aufrüstungspolitik werbe bie L e -, ! e'nshaltung bes britischen Volkes für bie Dauer einer ganzen Generation herabsetzen. Die

Die englischen Waffen würden niemals zu einem Angriff, sondern nur zur Verteidigung englischen Gebietes oder unter Umständen zur Verteidigung Frankreichs und Belgiens und wenn ein neuer Westpakt erzielt werden, zur

Verteidigung Deutschlands benutzt werden.

Das Ziel aller Parteien in England bleibt bie Aufrechterhaltung bes Friebens. wir haben versucht, eine internationale Konstruktion für biefen Zweck zu schaffen. Diese war bei bem ersten Versuch nicht in ber Lage, bem Gewicht stanb- zuhalten, bas man ihr auferlegte. Die Regierung bemühte sich, ben Frieben burch einen Pakt herbeizuführen, ber an Stelle bes alten Locarno- Paktes treten soll. Ich glaube, baß in ber nächsten Zukunft ber hoffnungsvollste Ausblick berjenige auf einen Regionalpakt ist. In bem Europa von heute ist es schon etwas wert, wenn man wenigstens in einem Teil bas Gefühl ber Sicherheit besitzt, von wo aus biefe ein­mal erreichte Sicherheit sich bann auf anbere Ge­biete Europas ausbehnen könnte. Wir halten Re­gionalpakte für äußerst wichtig. Das Haus müsse aber erkennen, baß ber Völkerbund der Jetztzeit von dem ursprünglich beabsichtigten Völkerbund a b w e i ch t und daß die Schwierigkei­ten für eine kollektive Sicherheit in einem Völker­bund, in dem einige ber mächtigsten unb höchstge­rüsteten Nationen ber Welt fehlen, fast unüber- minbbar finb. Das Ziel ber kollektiven Sicherheit liegt barin, baß bie Kräfte ber Orbnung stärker fein sollen, als bie ber Unorbnung.

wenn heute ein Krieg in Europa ausbricht, wird es kein lokalisierter Krieg sein, er wird ganz Europa erfassen das Schreck-

ßieft man bie überrafd)enben Erfolge ber großen ßuftverkehrs st recken in ber ganzen Welt unb die Veränderung des Verkehrswesens infolge des stetigen Vordringens der Kraftfahrzeuge, o könnte man den Eindruck gewinnen, die Zeit der großen Schienen st ränge fei längst vor­über. Das ist ein Trugschluß. Asien erlebt jetzt zum Teil in seinen wichtigsten Gebieten dieselbe große Periode durchgehenden Bahnstreckenbaues, wie ihn die Vereinigten Staaten von Ame­rika im vergangenen Jahrhundert erlebten. Eine ganze Reihe von äußerst wichtigen Strecken ist ertig ausgebaut worden oder befindet sich zur Zeit im Bau. Da immer noch in unerschlossenen Gebie­ten mehr als in hochindustrialisierten die Eisenbahn als Instrument der militärischen Strategie ungebro­chen ihre Stellung behält, kommt diesen neuen Eisenbahnlinien auch politische Bedeutung zu.

Gehen wir der Reihe nach die wichtigsten Bahn­bauten durch, so stoßen wir im fernöstlichen Si­birien auf die in diesen Tagen fertiggestellte Teilstrecke längs des Amur von Chabarowsk nach Nikolajewsk. Wenn wir eine Karte zur Hand nehmen, entdecken wir, daß diese neue ßinie den Sowjets einen neuen Ausgang viele hundert Kilometer nördlich von Wladiwostok nach dem Stillen Ozean öffnen soll. Nicht weniger als 300 000 Strafgefangene der Tscheka sind in Sibirien für Eisenbahn- und Kanalbauten ein­gesetzt. Zehntausende von ihnen haben aus diesmal in den furchtbaren Sumpfdistrikten am Amur ihr ßeben lassen müssen, damit innerhalb von drei Jahren die erste Teilstrecke über 60 Kilo­meter bis nach Kosomolsk in rasender Hast hergerichtet werden konnte. In Kosomolsk ist eine Stadt von 30 000 Einwohnern aus rein strategischen Gründen aus dem Boden gestampft worden, um abseits von der See und doch am schiffbaren Amur gelegen eine geschützte Basis gegen die Japaner zu schaffen. Niemand glaubt, daß Wladiwostok rm Ernstfälle gegen die Japaner gehalten werden könnte. In wenigen Jahren wird sicherlich diese 700 bis 800 Kilometer lange neue Strecke fertigge­stellt sein, durch die die transsibirische Eisenbahn ein neues Ende finden wird.

Die europäische Oeffentlichkeit hat ferner die Be- 1 kndigung eines zweiten wichtigen, diesmal chmest. scheu Projektes wenig beachtet. Es gibt heute be­reits durchgehende Züge von Nanking nach Kanton. Dieser dank der Energie des Marschalls Tschiangkaischek vollendeten Strecke verdankt die Zentralregierung nicht zuletzt die Stärkung ihres Einflusses in Südchina. Gerade diese ßinie wird m Zukunft bei allen strategischen Erwägungen der Chinesen eine beherrschende Rolle spielen, weil sie der Zentralregierung unabhängig vom Meere, das von den Japanern gesperrt werden kann, größere Bewegung im Innern des ßandes ermöglicht.

Don einer anderen südasiatischen Durchgangs­linie kann man kaum behaupten, daß sie ähnlichen

$lr. 42 Trstez Blaff 187. Jahrgang Keitag, 19. Februar 1937

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Lord Noel Buxton erklärte, eine Erweiterung des Randatssysterns würde dazu beitragen, den Frie- iensficherungsverfuchen zum Erfolg zu verhelfen. England werde dem Krieg zusteuern, wenn es die Kolonien als einegeschlossene Reservation" be= alte. Bilde man sich etwa ein, daß England m 50 :3er 100 Jahren seine Kolonien noch wie Gebiete ^handeln werde, in denen andere Staaten weder laufen noch verkaufen dürften? Dor Monaten habe Botschafter von Ribbentrop eine Erweite- ' ung der Märkte als eine vernünftige Lösung i«zeichnet. Der Schaden, der Deutschland und an­dren unbefriedigten Staaten durch das von den Kolonialmächten eingeführte System der Vorzugs- Behandlung zuzefügt werde, fei beträchtlich. Die Schließung der Märkte habe zur Folge gehabt, daß Deutschland und andere unbefriedigte Nationen 9ebiete verlangten. Anderen Nationen zu ^klären, daß sie keine Kolonien haben durften, und :uch kein Recht hätten zu einem freien Waren- :ustausch mit den Kolonien Englands, wider- freche der Politik dernoblesse ob­ige. Kolonien dürften nicht wie Privateigentum ^handelt werden. Er schlage nicht die Uebertra- ung irgendwelcher Gebietsteile an Deutschland vor. vielmehr erkläre er, daß sich bas M and a t s - Aftern bewährt habe und daher auch weiter­en ausprobiert werden müßte. Die Anwendung bes Mandatssystems liege auch im Interesse der 'eingeborenen selbst.

Deutschland sei in hohem Maße an dem han- del in weiteren Gebieten Afrikas vom Ril bis zum Zambesi und vom Atlantischen bis zum Indischen Ozean interessiert, hier biete die Zu­kunft ein Feld unbegrenzter Entwicklungen. Richt nur w e ft a f r i k a, das jetzt einem eng­lisch-französischen Abkommen unterworfen fei, könnte eingeschlossen werden, sondern es fei sogar denkbar, daß durch gegenseitige verein- barmzgen auch der Sudan und Aves-