Ausgabe 
19.1.1937
 
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Dienstag,19.Zanuar 1957

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

:r.|5 Zweiter Blatt

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Aus der Provinzialhauptstadt

Mathematik um den Brautschuh.

körpers.

Die neue Volkshalle zu Watzendom-Siemberg

I! * WaKenborn-Stein berg, 19. Jan. Die anderen Zwecken, denn neben dem eigentlichen S

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Der Neubau in Kostenaufwand von

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Auf der Brücke

Don Peter Bauer.

ern völlig spurlos vor- ivergegangen. die sich am estrigen Montagnachmit- cfl in der oberen Licher kratze mit einem schwer isladenen Lastauto eine

Die polizeilichen Feststellungen und die Bekun­dungen zahlreicher Augenzeugen, insbesondere auch die von der Polizei sofort markierte Fahrbahn des Lastkraftwagens, sprechen eindeutig für die Schuld des Autolenkers, für den der Vorgang em ernstes Nachspiel am Gericht haben wird.

Unser Bild (Aufnahme: Neuner) zeigt das stark

anderen Zwecken, denn neben dem eigentlichen Saal wurden noch verschiedene Räume geschaffen. Der Saal selbst, der in Hellen Farben gehalten ist, hat eine Länge von 33 Meter und eine Breite von 16 Meter. Die lichte Höhe beträgt 6,80 Meter. In die Decke sind große Entlüftungsanlagen eingebaut, so daß sich der Aufenthalt sehr angenehm gestalten wird. Im Blickpunkt des stattlichen Raumes be­findet sich eine Bühne von großem Ausmaß in schöner harmonischer Gestaltung, die es ermöglichen wird, daß nicht nur große Chöre Aufstellung neh­men können, sondern auch für turnerische Vor­führungen genügend Platz sein wird. Gleichzeitig ist die Möglichkeit gegeben, Filmvorführungen ab- zuhälten, ja man hofft, daß es auch möglich sein wird, auf dieser Bühne Aufführungen des Gießener

Die neue Volkshalle wird über ihren Zweck als Versammlungslokal hinaus vor allem der Watzen­born-Steinberger Jugend als Turnsaal dienen, da die bisherigen Räume, die der Schule für den Turn­unterricht zur Verfügung standen (im Dachgeschoß der Schule), mehr als notdürftig waren.

derte, bedeutet für die Gemeinde eine Bereicherung, die sich in vielfältiger Einsicht günstig auswirken wird.

bensjahr bereits 66. Hier kommt dann der große Sprung der Heiratskurve nach oben: im 21. Lebens­jahr heiraten von 1000 deutschen Mädchen 93, im 22. 100, im 23. 99. Nach diesem Jahr sinkt die

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gen zwischen den Eltern, die ihr Kind heranwachsen sehen. Es ist der Punkt im künftigen Leben der Tochter, dem die Eltern mit Freude und Sorge zu­gleich entgegensehen. Denn dieses künftige Ereignis, von dem die Tochter nur Freude und Glück erwar­tet hat auch noch eine andere Seite und das ist die, die es den Eltern zukehrt: wie leicht kann die Hei­rat der Tochter doch auf den Zeitpunkt fallen, zu dem sie den Eltern wirtschaftlich unbequem und beschwerlich ist. Ja, wenn man ein Prophet wäre und im voraus genau wüßte, wann es fein wird! Tausende von Elternparen stellen diese Ueber- legungen an, und ungezählte Taufende vvn Töch­tern wachsen in einer Generation empor. Was für den einzelnen individuelles, unberechenbares Schick­sal ist, wird im großen gesehen zum allgemein gül­tigen Gesetz, dessen Wirken zu erforschen die mo­derne Wissenschaft mit Erfolg unternommen hat. Der Statistiker kann die sorgenvolle Frage der El­tern mit mathematischer Genauigkeit beantworten. Zwar kann er ihnen nicht sagen:Ihre Erika wird am 23. Oktober 1944 zum Standesamt gehen wohl aber kann er ihnen sagen, wann nach dem Gesetz der großen Zahl" mit größter Wahrschein­lichkeit damit gerechnet werden darf, mit anderen Worten: für welchen Zeitpunkt kluge Eltern sich aus die große roirtfcbaftlidye Mobilmachung vorberelten

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16. Januar l«o

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Und so kam der Tag, wo er auf seinem Hote - zimmer einen Brief vorfand. Der Umschlag enthielt eine Karte, an die eine Nadel geheftet war Dar­unter stand:Jemand, der es gut mit Ihnen meint." Es war eine schöne, zierliche Nadel, wie sie Frauen zum Befestigen von Haarknoten zu ge­brauchen pflegen. Eine Nadel mit einem schwarzen Kopf, auf dem ein Diamant schimmerte. Nur ein ganz kleiner, winziger, aber er schimmerte.

Georg Brent hielt die Nadel lange zwischen sei­nen Fingern. Nachdenklich... Jeder normale Mensch hat das, was man Gedankenassoziationen nennt; bei einer Nadel denkt man sofort an Ste­chen- Georg war ein normaler Mensch.

Am nächsten Tage lag Elisabeth wieder graziös wie stets auf ihrem Luftkissen, als Georg ange­schwommen kam. Ein Luftkissen gibt einen klagen­den flötenden Laut von sich, wenn man eine Na­del ' hineinsteckt. Auch dieses. Es sackte zusammen wie ein geplatzter Kinderballon, und Elisabeth glitt __ als ob es vorher einstudiert wäre lautlos m feine Arme. . .....

Unö wie es in Geschichten, wo ein Millionär em Mädchen rettet, immer geht, so auch hier: Sie hei­rateten. Georg S. Brent heiratete Elisabeth. Und er fing erst an, den Zusammenhang zu begreifen, als er eines Morgens sah, wie sie den Knoten ihres Haares fest zusammensteckte. Mit Nadeln, die schwarze Köpfe hatten, auf denen ganz kleine, win­zige Diamanten schimmerten.

(Aus dem Holländischen von Paul Rache.)

<ir und angeblich von chatten her, aus der ächtung Steinbach her- iifam, hatte auch schon nf der Landstraße im ießener Stadtwald den jahrverkehr infolge leichtsinnigen Steuerns des jcihrers schwer gefährdet. Das Auto war von einer Straßenseite zur anderen gependelt und hatte dabei a. auch ein mit Brettern beladenes Pferdefuh- ert gestreift, zum Glück für alle Beteiligten ohne

bellen ablesen können, wissen sie auch Auskunft zu geben über dieHeiratshäufigkeit". Von tausend das deutschen Mädchen heiraten z. B. im 18. Lebens-

Baum auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wurde die Karosserie am Vorderteil des Wagens stark beschädigt, jedoch blieb der Motor unversehrt.

Straßenpastanten und die Polizei, die schnell zur Stelle war, stellten bei der Hilfeleistung für die drei Insassen des Lastautos fest, daß alle drei stark betrunken waren. Die Polizei nahm daher das Trio mit zum Polizeiamt, wo im Laufe des Nach­mittags die zwei Beifahrer wieder auf freien Fuß gesetzt wurden, während der Autolenker in Polizei­haft verblieb.

Das Lastauto, das mit der Spitze feines Vorder­baues in die Gleisstrecke der Straßenbahn herein­ragte und dadurch an der Unfallstelle das Umsteigen der Straßenbahnfahrgäste und Pendelverkehr zwi­schen der Haltestelle an derStadt Llch" bis zur Artilleriekaserne erforderlich machte, mußte erst von seiner schweren Schienenlast befreit werden, bis es möglich war, die Straßenbahnstrecke für den Durch­gangsfahrverkehr wieder freizumachen und dann den Lastkraftwagen abzuschleppen.

Mit dem Lastauto gegen einen Baum.

Zickzackfahrt dreier betrunkener Kraftfahrer gefährdet den Straßenverkehr.

Sochschulnackrichten.

Geh. Rat Professor Dr. Max S e r i n g , Ordina­rius für Staatswissenschaften an der Universität Berlin, beging am 18.Januar seinen 80. Ge­burtstag. In Barby an der Elbe geboren, be­gann er seine akademische Lehrtätigkeit in Bonn; feit 1889 wirkt er in Berlin. Seine zahlreichen Ar­beiten befassen sich vornehmlich mit landwirtschaft­lichen Problemen, mit Fragen der Agrarverfassung, der Weltwirtschaft, der deutschen Kriegswirtschaft und mit dem Versailler Diktat. Sering ist Ehren­doktor fast aller Fakultäten, Mitglied der Preußi­schen Akademie der Wissenschaften, Senator der Deutschen Akademie in München. Für seine Ver­dienste um die deutsche Wirtschaft wurde er mit dem Adlerschild des Deutschen Reiches ausgezeich­net.

^Und gerade, weil er das wußte, war Elisabeth etwas Neues für ihn. Sie ging an ihm vorüber, als ob er überhaupt nicht existierte. Er war Luft

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smpnn untere Tochter erst heiratet..." das deutschen Mädchen heiraten z. B. im 1». Zevens- bas Thema immer wiederkehrender Uaterhaltun- jahr erst 2°, im 1g Lebensjahr Ichan 41. NN 2°^Le.

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-r Jahreszeit nach Schneehimmel sein, aber der □nuar hat sich bis jetzt wenig hart und frostig --zeigt, sondern sich öfter schon in der Maske des orstühlings gefallen, so daß man wahrscheinlich cuf Regen rechnen kann. An einigen Stellen wird tue Glut der späten Morgenröte sichtbar wie bet t nem Brand der rote Feuerschein zwischen schwar- z-n Rauchschwaden. Der Fluß ist das getreueSpie- Llbilb des Himmels. Er schimmert rote geschliffener e tahl, aber er trägt alle Farbentone des Firma- nents. Sogar die Schatten der Uferpappe In, die ti efigen, mit den Stielen eingerammten Relserbefen Zeichen, sind zart angedeutet.

Krähenschwärme wimmeln mit heiserem Geschrei her Stadt zu. Dann kreisen ein paar Möwen in lautlosen Kunstflügen zwischen Himmel und Wasser. IRur spärlich sind die Bewegungen ihrer sichelformi- cien Schwingen und doch gleiten und schweben sie nit spielerischer Leichtigkeit und Anmut hinaus, : inab zum flüchtigen Kuß einer Welle und wieder inauf. Ihre kleinen Hellen Rufe erinnern an stür­mischen Wogengang. Nicht an das übermütige Pfei- jsn des unbändigen Orkans, sondern merkwürdiger­weise an das Quietschen zweier Planken ober Bal- ten, die sich aneinander reiben, weil sie aus ihrer ^uhe gerissen wurden. Etwas Schwermütiges, klagendes ist in ihrer Stimme, was zu ihren tollen Flugspielen gar nicht passen will.

Ein Motorschiff kommt talwärts. Von weitem Seht es wie ein kleines dunkles Floß aus. Erst in d.er Nähe hebt sich die weiße Oelfarbenborte von em teerschwarzen Schiffsrumpf ab, und die Fahne sm Mast winkt heftig flatternd einen leuchtenden Hruß herauf. Eine Zeitlang schimmert noch das Hellgrüne Dach vom Wohnhauschen am Heck des Schiffe«, dann verliert das Fahrzeug rasch wieder ieine Farben und Formen und schrumpft bis zur Gestalt eines Kahnes ober eines treibenben Baum- iammes -in. der schließlich in der Ferne untergebt. Raid) hat di- Strömung die aufgewühlten Wasser wieder in ihrer Gewalt und zwingt sie, abzulassen -an nutzloser Userslucht und sich -inzur-ch-n ,n den -Wen Aug der Wasser. Aber schon schasst e n kl-,- ner Schraubendampfer, ber vier große Lastkahne, paarweise nebeneinanber gekoppelt, m raschem Temvo talwärts schleppt, neue Unruhe unb größere Verwirrung. Die schimmernbe Wasserfläche ist im

mäßiges Licht, im übrigen wird der Saal durch eine Anzahl stattlicher Fenster erhellt.

Der Volkshalle-Neubau schließt noch drei große Schulsäle in sich, die für den Schul­betrieb schon seit langem eine Notwendigkeit waren. Diese Schulsäle sind im Vorbau untergebracht und stehen, da sich die ganze Volkshalle an das Schul­gebäude anschließt, in enger Verbindung damit. Einer der Säle liegt zu ebener Erde, die zwei an­deren füllen das erste Stockwerk aus. Zu ebener Erde wurden außerdem zwei Räume geschaffen, die als Heime für BDM. und Jungmädel Verwendung inden werden. Einer der beiden Räume kann bei Veranstaltungen auch als Wirtschaftsraum benutzt werden.

Da der gesamte Komplex unterkellert ist, war es möglich, im Erdgeschoß noch verschiedene Unter­künfte zu schaffen, die ebenfalls gemeinnützigen Zwecken dienen können. So war es möglich, der Sanitätskolonne einen Lagerraum und einen Schu­lungsraum zu schaffen, der bis zu 120 Personen Platz gewährt. Unmittelbar unter dem Saal be­findet sich ein großer Raum, der der Hitler-Jugend zur Verfügung stehen wird. Es ist vorgesehen, für diesen Raum auch noch Gasschleusen zu schaffen, so daß er auch als Schutzraum benutzt werden kann. Im Kellergeschoß ist außerdem noch eine Küche untergebracht, die den Zwecken der Berufsschule dienen soll. Eine Dampfheizung wird für die Er­wärmung aller Räume Sorge tragen.

Die Aufklärungswoche ?r Polizei, die allen olksgenossen, insbeson­dre auch den Kraftfah- ern, beherzigenswerte iatschläge unb Belehrun- ?n vermittelte, ist offen­er an ben brei Man-

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Aelm Lange, ur die Bilder', r. Hans Thyrioh chem. Anzeigen, r den Inhalt der .Ml 36: 112-50. wersiiäts. Buch.

sämtlich in -Oo einschließlich Werten 15 $ und Samstag;

i Pf. mehr.

3uni 1935 gültig.

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Zeitschriften.

Die Zwillingsforschung ist in letzter Zeit einer ber wichtigsten Zweige ber menschlichen Erbforschung geworden, gibt sie boch bei ben verschiebenden nor­malen unb krankhaften Merkmalen barüber Auf­schluß, ob bas betreffend Merkmal erblich ist ober nicht unb wie weit im einzelnen bie Erblichkeit geht. Zwei besonbers günstige Beobachtungsfelder für die Erbforschung sind Schule und Kriminalistik. Das Januarheft der volkstümlichen MonatsschriftVolk unb Rasse" (C. F. Lehmanns Verlag, München 2 SW) bringt hierüber einige allgemein intereffierenbe Beispiele. Stub.-Ass. Dr. H. Graewe zeigt in einem AufsatzDie Schulleistungen erbgleicher Zwillinge" an Hanb vieler Schulzeugnisse, Schrift- unb Zeichen- proben.

Seit wann unb warum rauchen bie Men­schen? Diese kulturgeschichtlich interessante Frage wirb im neuesten Heft berI l l u st r i r t e n Zei­tung Leipzig" (Verlag I. I. Weber, Leipzig) behanbelt. Der reich illustrierte Artikel von Dr. H. Baege klärt uns barüber auf, baß ber Genuß des Rauches oerbrennenber Pflanzen schon vor runb 2000 Jahren bekannt war, also lange bevor bie Sitte bes Tabakrauchens aufkam. In bas tägliche Leben unserer Vorväter führt bie Aus­stellungDas Sittenbilb" ber Berliner Staatlichen Museen. Eine 2500 Jahre alte Vergangenheit spiegelt sich in ben jüngsten Funben von Persepolis, von benen einige im Bilbe gezeigt werben, so bas Grab bes Perserkönigs Darius, ein Felsrelief u. a. Ein naturwissenschaftlicher Artikel von Dr. Ulrich K. T. Schulz beschäftigt sich mit bem Uhu.

Unter ben amerikanischen Babegasten von Miami Beach war Elisabeth ein kleines Wunber. Die an- beren ließen sich von ber sengenben Sonne bie Kör­per braun brennen, Elisabeth nicht. ^re Haut hatte bas zarte, samtne Weiß, von bem Manner vor 20 Jahren träumten, unb einige heute noch. Im Gegensatz zu ben sonstigen schlanken, muskulö­sen, sportgestählten Mäbchen am Stranb war Eli- abeth weich unb fraulich unb man muß es schon sagen recht hübsch mollig. Ihre Bewegun­gen waren gemessen unb von einer ^aunlich n Anmut. Sie hatte blonbes Haar bas sie nicht kurz sonbern in einem griechischen Knoten trug. S« stürzte sich nicht, wie all bie anberen, mit lautern Schreien in bie Wellen, sie prustete nicht unb spritz e nicht unb tollte nicht wilb herum im Wasser, Sie lag ruhig auf ihrer Gummimatratze unb ließ sich in? Wasser treiben, über sich einen Schirm, um ihren Teint zu schützen. Sie tat niemals etwas, das hastig unb ungraziös wirkte unb auffällig war.

-Deshalb fiel sie Georg S. Brent, bem Petroleum- könia auf. Er glaubte,' baß Elisabeth ihn gesehen hätte Das war ein Fehler. Georg S Brent war auf ber Höhe im Hinblick auf bie Praktiken man- dier junger Mäbchen in Amerika, wenn es sich um einen Mann mit Millionen handelt, einen Mann, der überbies noch stattlich aussah. Ihm konnten sie nichts vormachen. Er wußte genau rote los war, wenn eine über feine Beine stolperte ober im Wasser einen Krampf bekam, wenn er m der Nahe

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Der Himmel ist grauschwarz und nur an den anbein aufgebrochen wie bie Schale einer Muchl,

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Der Statistiker und Versicherungsmachemattker schöpft aus bem riesigen Material, bas ihm zur Verfügung steht, Tabellen über Tabellen, bie auf alle Fragen ber Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses in ber Zukunft Antwort geben. So wie sie bie Le­benserwartung eines heute Siebenunddreißigjähri­gen, das Erkrankungsrisiko der Angehörigen be­stimmter Berufsgruppen, die durchschnittliche Häu­figkeit von Regen und Sonnenschein von ihren Ta- Jür sie. Und das war es, was ihm Elisabeth als ein gänzlich fremdes Wesen erscheinen ließ.

Psychologen haben festgestellt, daß angeblich m 53 von 100 Fällen Liebe mit Neugierde anfangt. Das war einer von 53. Weshalb übersah sie ihn? Warum schnitt sie ihn? Er war nicht nur neugie­rig, er war ärgerlich. Und je neugieriger unb je ärgerlicher er würbe, um so mehr kam ihm zum Bewußtsein, baß er Elisabeth liebte. Ihre Kälte hielt ihn ab unb zog ihn boch roieber an unb be­wegte ihn berart, wie es bisher nur der Fall ge­wesen war, wenn ein neues Petroleumfeld entdeckt wurde. . r,

Er fing an, um Elisabeth herumzuschwimmen, wenn sie auf ihrem Luftkissen dahintrieb. Er tauchte sogar unter unb tauchte auf ber anberen Seite roieber auf, fpritzenb unb pruftenb, machtePuh unb schnitt Gesichter. Aber er erreichte nur, daß sie nach ber anberen Seite sah ober ihre Augen schloß. Es war peinlich. Er merkte, baß alle merkten, wie er sich anstrengte Unb wie er boch nur Lust war für bas Luftkissen. Er konnte einem ordentlich leib tun, ber gute Georg Brent. Das sagte, sich ganz

gung standen (im Dachgejchotz -<z

seine^Gesantthett?' ber einen I Der Eingang zur neuen Volkshalle von Watzenborn- insgefamt 86 000 RM. ersor- Steinberg. (Ausnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

nuerbaute Volkshalle in unserem Orte ist nihew fertiggestellt. In biesen Tagen würben bie , r-uen Schreinerarbeiten öffentlich ausgeschrieben : u,d an bie Hanbwerker im Orte vergeben. Damit I der Bau ber Vvlkshalle in sein letztes Stadium j (treten Eittwurs unb Bauleitung lagen in Händen

ns H.'ssischen Hochdauamtes Gießen.

Mit ber Volkshalle ist für bie Gemeinde Watzen- »rn-Steinberg, bie insgesamt 2700 Einwohner i hlt ein großer Gemeinschaftsraum ge­lassen Die Säle ber Gastwirtschaften vermochten Tine größere Anzahl von Volksgenossen zu fassen, ! daß bie Gemeinde kaum jemals unter einem larfje in einem großen Raume beisammen sein f, nnte Diesem Uebelstanb ist nun abgeholfen. Der $.101 saßt bis zu 1200 Volksgenossen, so baß man ! tt) in Watzenborn-Steinberg in Zukunft zu ftatt- iihen Versammlungen einfinben kann. Darüber , ) naus bient ber Neubau aber auch zahlreichen

olgen.

Die Autofahrer, drei vollstänbig be- runfene Männer aus Krofborf, fuhren in ir gleichen leichtfertigen Art bie Licher Straße on ber Heil- unb Pflegeanstalt herauf unb pen- dten auch hier von einer Straßenseite auf bie ibere. Auf bem Scheitelpunkt ber Straße, bei ber ikraßenbahnhaltestelle vor berStabt Lich" bis i runter zur Georg-Philipp-Gail-Straße, fuhren ic brei in großem Bogen von ber einen linken itraßenseite zur rechten bis in ben Abzweig zur Icorg-Philipp-Gail-Straße hinein unb bann wie- ir in scharfer Wenbung nach ber linken Straßen- ite hinüber gegen bas Straßenbahngeleis zu, wo- li bas Lastauto mit bem Vorberdau stark gegen hen kräftigen Baurn stieß unb baburch in feiner sUen Fahrt aufgehalten würbe.

Bei ber birektionslosen Fahrt bes Autolenkers tim an ber Ecke ber Georg-Philipp-Gail-Straße ne Gruppe von Schulrnäbchen, bie dort staub, in :nrfe Gefahr, leiber würbe babei bie 13 Jahre alte Lichter Erna bes Krankenwärters Krug, Ku-

Iberg 17 wohnhaft, von ber Ladung des Autos ge-

: im^GUick jeboä^ri?cht"schwer'. Be^bem^unmtttelbar! beschädigte Lastauto im Bereiche des Straßenbahn- ,urauf folgenden Anprall des Lastautos an den! körpers.

Kurve wieder ab.

Diese Zahlen sagen den Eltern, daß die größte Wahrscheinlichkeit dafür spricht, daß ihre Töchter im Alter vvn 21 bis 23 Jahren heiraten werden. Damit ist den Eltern die Möglichkeit gegeben, sich bergroßen Zahl" einzureihen unb ihre Vorberei­tungen unb Dispositionen für bie Zukunft so ein­zurichten, baß sie mit größter Wahrscheinlichkeit richtig sind.

Die Anwenbung ber statistischen und mathemati­schen Erkenntnisse auf bie Gestaltung bes mensch­lichen Lebens hat Veranlassung unb Grunblage zum Aufbau ber mannigfachen Zweige bes Ver­sicherungswesens gegeben. Von ber Lebensversiche­rung haben sich bem wirtschaftlichen Bebürfnis fol- genb befonbere Versicherungsarten abgezweigt, bie eine wirtschaftliche Vorsorge für bie künftige Heirat ermöglichen. Freilich weiß man beim einzelnen Kinbe nie, in welchem Alter es einmal heiraten wirb. Aber bie Versicherung rechnet nicht mit bem einzelnen Menschen, sonbern mit ber großen Menge, Rezept bei Erkaltung, Grippe!

Man rühre je einen Enlöffel Klosterfrau-Melissen­geist unb Zucker in einer Tasse gut um, mens kochendes Wasser hinzu und trinke möglichst beiß. Zwei Portionen dieses wohlschmeckenden Gesund- beits-Grogs (Kinder die Hälfte) vor dem Schlawn- geben einnehmen. Darauf schläft man gut und fühlt sich am anderen Morgen meist merklich ge­bessert. Holen Sie deshalb sofort bei Ihrem Avo- tbeker oder Drogisten den echten Klosterfrau- Melissengeist. Flaschen zu RM.2,.98,1.75 unb 0 95.

(Bitte dieses Rezept ausschneiden)! nooV

Stadttheaters zu bringen.

Der Bühne gegenüber schmückt eine Empore Den Saal, bie ebenfalls zahlreichen Zuschauern Platz bie­tet Einfache Beleuchtungskörper verbreiten gleich- Nu aufgerissen, unb um bie fünf Fahrzeuge tobt ein bunfler Wellenaufruhr, ber sich über bie ganze Breite bes Flusses hin ausbehnt unb in weißem Gischt gegen bas Ufergestein schäumt.

Der Himmel wirb zusehenbs Heller, ohne baß bas Gewölk weicht. Es wachsen schneeweiße Gipfel nut Golbqlanz aus bunflen Talschluchten, es blauen Seeen von tiefstem Azur auf, aber sie ^nb m weni­gen Augenblicken roieber zusammengerutscht unD verschüttet. Stänbig wanbeln die ziehenben unb einanber schiebenben Wolken ihre Gestalt. Alles ist in Unruhe: Himmel unb Wasser. Unb es weckt ein beglütfenbes Gefühl, auf ber Brücke 3" stehen, sich getragen zu wissen von ihrer e,lernen Ruhe, ihrer auabergefügten Kraft.

Das Lufikiffeu

Don T. £). Sickens.