der- Konferenz in Kenntnis gesetzt worden. Obwohl man in London und Paris die Interessen und lebenswichtigen Rechte Italiens klar erkannt habe, das seine nationalen Küsten nicht nur im Tyrrhenischen und Adriatischen Meer habe, wolle man Italien auch gemäß der zweiten Fassung des Planes von Nyon nur als einen Mittel- meerrandstaat betrachten. Wenn man aber von einer internationalen Zusammenarbeit sprechen wolle, so müsse man vor allem die Positionen der Gegenseite gerecht beurteilen und achten. Nach diesen Feststellungen betont das halbamtliche Blatt, daß die am 14. September überreichte italienische Antwortnote bereits in unzweideutiger Weise die Grundbedingungen festlege, unter denen Italien über seine Teilnahme an einer Mittelmeer- kontrolle diskutieren könne In seiner Note habe Italien einen deutlichen Vorbehalt ausgesprochen, der seine Stellung klarlege, ohne die Rechte anderer zu verletzen. Es sei unoerstgndlich, daß man überhaupt erwarte, daß Italien heute noch etwas zu sagen habe.
Das Ergebnis der französischen Herbstmanöver. Der englische Kriegsminifter als Gast.
Paris, 17. Sept. (DNB.) Zum Abschluß der großen westfranzösischen Herbstmanöver in der Gegend von Alan?on, denen neben Kriegsminister Da la di er auch der englische Kriegsminister Höre Belisha beiwohnte, gab Dala- dier der Presse einige Erklärungen ab. Als Kriegsminister müsse er die Ausbildung der Truppen und ihre im Manöver gezeigten Fähigkeiten loben. Frankreich könne Vertrauen in seine Armee haben. Vor allem die Handhabung der zum Teil gangneuenWafsensei ausgezeichnet gewesen. Es sei festzustellen, daß Frankreich über die Mittel verfüge, um seiner Freiheit und seinen Interessen Achtung zu verschaffen. Solange England und Frankreich vereint und entschlossen seien, jedem Angriff Widerstand zu leisten, sei der Friede in der Welt gesichert Der englische Kriegsminister Höre Belisha sprach die Hoffnung aus, daß General Gamelin bei seinem Aufenthalt in England ebenso gastfreundschaftlich behandelt würde, wie er in Frankreich. Er sei von der Intelligenz und der Anpassungsfähigkeit des französischen Heeres stark beeindruckt. Besonders die R e s e r v i st e n hätten auf ihn einen hervorragenden Eindruck gemacht Luftfahrtminister Pierre C o t erklärte, daß die Luftwaffe trotz des schlechten Wetters eine sehr interessante Aufgabe gelöst habe. Auf die ausländischen Militärattaches habe vor allem die wirksame Zusammenarbeit zwischen dem Luft - und Landheer Eindruck gemacht. Die Luftinfanterie stelle in Zukunft ein interessantes Kampfmittel für Handstreiche hinter der feindlichen Front dar.
Absage an den Kollektivismus.
Portugal
verurteilt unklare politische Methoden.
Washington, 17. Sept. (DNB.) Auf die von Staatssekretär Hüll im August aus Anlaß des japanisch-chinesischen Zusammenstoßes abgegebene Erklärung,' daß man doch „im Geiste internationaler Zu s a mm enarbeit" und „durch friedliche Methoden" Streitigkeiten schlichten solle, hat sich Portugal jetzt geäußert. Es erklärt, die Nattonen hätten sich angewöhnt, die Lösung tiefgreifender Problem nicht genau definierbaren Formeln und inkonsequenten Kombinationen anzuvertrauen. Portugal halte es für notwendig, daß man die völlige Sinnlosigkeit derartiger Bemühungen einsehe, wenn man irgendwelche konstruktive Arbeit beabsichtige. Portugal stimme mit den meisten von Hüll geäußerten Grundsätzen praktisch überein, glaube aber, daß d i e üblichen Methoden der kollektiven Politik zwar imstande wären, einen gewissen moralischen Druck auszuüben, aber nie praktische Wirkung erzielen könnten. „Wenn schwere Ungerechtigkeiten in der Lösung internationaler Probleme bestehen und keine friedliche Methode zu ihrer Beseitigung in Aussicht steht, so stellt die Note fest, „ist es nutzlos, den Opfern dieser Ungerechtigkeiten es ausreden zu wollen, sich aus eigener Initiative Recht zu verschaffen." Mit Entschiedenheit verteidigt die portugiesische Regierung die Nationen, die unter dem Zwang internationaler Ungerechtigkeiten Notmaßnabmen finanzieller und wirtschaftlicher Art treffen. Das würden solche ungerecht behandelten Nationen auf jeden Fall tun, auch wenn sie sich über den Charakter ihrer Notmaßnahmen als behelfsmäßige Wege klar wären.
Oie Gowjet-Orohung aus dem Eismeer.
habe taufen lasten, was eine unzulässige Propaganda darstelle, die sogar eine Aufreizung gegen den tschechoslowakischen Staat in sich berge. Aus dem Einspruch des Angestellten gegen diesen Bescheid geht hervor, daß sein Kind nicht Horst, sondern H o r st Wen - z e l heiße, daß er dies bereits vor zwei Jahren seiner Behörde mitgeteilt hätte, und daß es sich offenbar bei der Maßnahme um eine Denunziation handle. Die sudetendeutschen Zeitungen heben als besonders bezeichnend hervor, daß s e l b st eine Namensgebung als Anlaß zu einer Entlastung aus dem Staatsdienst führen könne.
Bürgermeiffertpoh1 in Neuftork.
Neuyork, 17. Sept (DNB ) Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen wurden bei dem ersten Wahlgang, der über die Aufstellung der Kandidaten für das Bürgermeisteramt und
alle übrigen neu zu besetzenden politischen Aemter der Stadl Neuyork entscheidet, Bürgermeister La Guardia und Ieremiah M a h o n e y als Kandidaten für das Bürgermeisteramt aufgestellt. Damit scheidet der dritte Kandidat, Senator C o - p e l a n d, aus. der von der demokratischen Stadtorganisation Tammany Hall aufgestellt worden war und seine Wahlschlacht als Gegner des neuen Kurses geführt hatte Die größte Stimmenzahl vereinigte nicht der bisherige jüdische Bürgermeister La Guardia auf sich, sondern M a h o n e y. Maho- ney, der Präsident der amerikanischen Amateur- Atlethikunion ist kandidierte als Demokrat und Freund des neuen Kurses Sein Wahlsieg wird als eine neuerliche Bestätigung der Rooleveltichen Reformpolitik durch die Wählermassen gewertet. Der Hauptteil der republikanischen Stimmen fiel La Guardia zu.
Die Wiener „Rotunde" durch Feuer vernichtet.
Riesenbrand bringt die mächtige Kuppel zum Einsturz. Keine Verluste an Menschenleben.
Sin Wahrzeichen Wiens in Flammen.
Wien. 17. Sept. (DRV.) Die Wiener „Bo- tunde", ein Kolossalbau, der zur Zeil der Wiener Wellausstellung am Ende des vorigen Jahrhunderts errichtet wurde, und dessen mächtige kuppel ein
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Wahrzeichen der österreichischen Hauptstadt bildet, steht in Flammen. Die Rotunde dient heute als Hauptgebäude der Wiener Wesse. Sie ist augenblicklich noch mit Waren von der erst am vergangenen Sonntag abgeschlossenen Wiener Herbstmesse angefüllt. Eine ungeheuere Rauchsäule wälzt sich vom Prater her, wo die Rotunde steht, gegen die Stadt. Alle Feuerwehren sind zur Bekämpfung des Flammenmeeres aufgebolen.
Die mächtige kuppel ist, einer späteren Weldung zufolge, unter ungeheuerem Getöse zusammen- gestürzt. Verluste an Menschenleben sind nach den bisher vorliegenden Meldungen nicht zu beklagen. Das weite Gelände um das brennende Gebäude ist mit starken Aufgeboten von Truppen abgesperrt. Ungeheuere Menschenmengen haben sich an den Sperrketten angesammelt. Das Feuer ist vermutlich um die Mittagsstunde in der Abteilung für Beleuchtung der Wiener Messe, deren Ausstellungsgegenstände noch nicht wegtransportiert waren, ausgebrochen.
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Bis in die Abendstunden ist das Kolossalgebäude der Rotunde bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Wie schnell das Feuer gewütet hatte, geht daraus hervor, daß es kaum eine Viertelstunde dauerte, bis der Riesenbau an allen vier Ecken in Hellen Flammen stand. Das zur Zeit
des Brandes noch im Gebäude befindliche Messe- g u t wurde restlos vernichtet. Die Gerüchte, daß die Nachbildung des Hamburger Freihafens, die ein besonderes Anziehungsstück der letzten Messe gebildet hatte, mitverbrannt sei, haben sich jedoch als unrichtig erwiesen, da die meisten Aussteller ihre Waren schon in der letzten Woche weggeschafft hatten. Bei den Löscharbeiten erlitten zahlreiche Feuerwehrmänner Rauchvergiftungen.
Am Abend tauchten plötzlich Gerüchte auf, daß das Riesenfeuer nicht auf einen Kabelbrand, wie man zunächst angenommen hatte, sondern auf Brand st iftung zurückzuführen sei. Der Präsident der Wiener Messe-AG., der ehemalige österreichische Handelsminister H e i n l, machte die aufsehenerregende Mitteilung, daß in der letzten Zeit dreimal Brände in der Rotunde aus- gebrochen seien, jedoch immer wieder vom Haus- personal gelöscht werden konnten. Es erscheine absurd, anzunehmen, daß sich Kabelbrände in so rascher, fast regelmäßiger Aufeinanderfolge ereigneten. Man vermutete daher schon bei dem zuletzt unterdrückten Feuer Brandstiftung. Die Art aber, wie das Riefenfeuer am Freitag ausgebrochen fei, lasse den fast unwiderlea liehen Schluß zu, daß die Rotunde in Brand ge st eckt worden sei. Die Mitteilungen H e i n l s wurden vom „Neuen Wiener lagblatr in Sonderausgaben verbreitet. Auf die Anfrage des DNB.-Berichterstatters erklärte jedoch die Polizeidirektton, daß sie vor der Hand noch keine Anhaltspunkte für diese Auffassung besitze.
Um 8 Uhr abends teilte der städtische Branddirektor Ingenieur Wagner im Rundfunk mit, daß als Ursache des Brandes der Rotunde ein K a - belbrand nicht in Betracht komme. Alle elektrischen Leitungen seien zur Zeit des Ausbruches des Feuers ausgeschaltet gewesen. In Frage komme nur entweder Unvorsichtigkeit ober Brand st iftung. In der Stadt sind bereits Gerüchte verbreitet, daß die Brandstiftung von kom- munistischer Seite ausgehe. Die Blätter bringen fortlaufend Sonderausgaben heraus. In einer von diesen wird behauptet, daß die Polizei bereits mehrere verdächtige Personen in Haft genommen habe Die Polizei hat alle dienstfreien Mannschaften einberufen und in Bereitschaft gestellt.
Nichts mehr zu retten...
Wien, 18. Sept. (DNB.) In später Nachtstunde wüt et der Brand noch immer in den Ueberreften der Rotunde. Die Feuerwehren lassen das Element sich austoben und schützen nur die Umgebung. Von dem weltbekannten Gebäude stehen lediglich noch die vier Portale einsam und geborsten in einem von Flammen um züngelten Trümmerhaufen verbogener Konstruktionen und gehorsteter Mauern. Die polizeiliche Untersuchung über die Ursache des Feuers ist im Gange. Die erste Vernehmung von inzwischen Der» fjafteten verdächtigen Personen ist bereits erfolgt. lieber das Ergebnis der Verhöre ist bisher aber nichts bekanntgegeben worden.
lieber den Brand wurde ein amtlicher Bericht herausgegeben, wonach schon anderthalb Stunden nach Äusbruch des verheerenden Brandes festgestellt wurde, daß der Gebäudekomplex nicht mehr zu retten ist. Die Wiener Feuerwehr hat unter Einsatz ihrer stärksten Kräfte alles versucht, um den Brand zu lokalisieren, was auch gelungen ist. Die Löscharbeiten waren stark behindert durch den heftigen Wand, der immer wieder Gefahren für neue Objekte in der Umgebung heraufbeschwor.
Volksfest der Leibesübungen
Oer Veichsfportführer über den Ginn des Oeutschen Turn- und Sportfestes D eslou 1938.
Don den offenen und den geheimen sowjet- russischen Flügen und sonstigen „Forschungsexpeditionen" durch die Arktis ist in den letzten Monaten wiederholt die Rede gewesen. Jetzt alarmiert die schwedische Zeitung „Ä l e h a n d a" mit dem Ruf die Welt: „Rußland erobert das Eismeer" und führt den Nachweis, daß die bolschewistische Arbeit dort oben nichts anderes als reguläre Kriegsvorbereitungen feien. Schon sind im Gebiet des Eismeers insgesamt 4 0 sow- jetrus fische Stützpunkte ausgebaut, selbstverständlich unter harmlosen Bezeichnungen, wie Funkstation, meteorologischer Beobachtungspunkt usw. Wir erinnern auch an die wiederholten gewaltsamen Uebergriffe sowjetrussischer Militärposten im russifch-schwedischen Grenzgebiet, wie etwa an die Gefangennahme und Verschleppung zweier Matrosen in einem Grenzhafen. Dabei ist ferner zu bedenken, daß die Passage durch das Eismeer den Seeweg von den europäischen Häfen Sowjetrußlands nach Wladiwostok um mehr als die Hälfte abkürzt, was während des gegenwärtigen Krieges in Fernoft unter Umständen von Bedeutung werden kann.
Ein staaisgefährÜcher Name.
Aus Karlsbad wird berichtet, daß der 45- jährige, vorzeittg in Ruhestand versetzte Angestellte der tschechoslowakischen Staatseisenbahn Rudolf Zenz vom Eisenbahnministerium in Prag die Mitteilung erhielt, daß er in Zukunft seinen Ruhe- aenuß in der Höhe von 669 Kronen monatlich (etwa 70 Mark) nicht mehr erhalten werde. Als Grund für diese Maßnahme führt das tschechoslowakische Eisenbahnministerium an, daß Zenz seinen zweijährigen Sohn — offenbar in Anlehnung an Horst Wessel — auf den Namen Horst
Breslau, 17. Sept. (DNB.) Mit einer Versammlung im Remter des Breslauer Rathauses wurde das „Deutsche Turn- und Sportfest 19 3 8" durch den Reichssportführer von Tschammer und Osten begründet. Der Reichssportführer führte den Zuhörern vor Augen, wie es in den vergangenen vier Jahren gelungen ist, im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen die zusammenfassende Form einer Leibeserziehungsgemeinschaft zu schaffen. Der Reichs- svortführer führte dann weiter aus: „Nun ist die Zeit reif geworden zu einer Darftellung d e r gesammelten Kräfte und der Möalichkeit eines solchen, das ganze Volk umfassenden Bundes vor aller Oeffentlichkeit. Was die Olympischen Spiele der Welt bewiesen, was Hunderte Länderkämpfe und Tausende von Wettkampfveranstaltungen rein zahlenmäßig schon an Beweisen der Arbeit und Leistung erbrachten, das soll und muß und wird in einem großen Volksfest unserer deutschen Leibesübungen, unserem Turn- und Sportfest 1938 Breslau, nun auch dem letzten Volksgenossen klargemacht werden müssen Alle Zweige der deutschen Leibesübungen werden sich zusammentun und alle ihre Kräfte anstrengen. Es geht hierbei um die Tradition der Feste deutscher Leibesübungen, wie sie sich am deutlichsten in den deutschen Turnfesten und in den deutschen Kampfspielen ausprägten. Es versteht sich von selbst, daß die geeinte deutsche Turn- und Sportbewegung diese Tradition nun durch eine bisher beispiellose Veranstaltung frönen m"tz
Wir sehen in unserer Arbeit für den Gedanken der Leibesübungen des ganzen Volkes ohne Unter
schied des Geschlechtes und des Alters nichts weiter als nationalsozialistische Aufbauarbeit in unserem Sektor im Dritten Reich. Keiner von uns würde den Einsatz eines ganzen Lebens und einer ganzen Persönlichkeit setzen an diese Arbeit für die deutschen Leibesübungen, wenn wir nicht felsenfest davon überzeugt wären, daß wir an unserer Stelle neue Gedanken, neue Ziele, neues Bewußtsein in das deutsche Turn- und Sportleben bineingetraaen haben und daß wir so mitarbeiten an dem großen Werk der nationalsozialistischen Beweguna, an dem Aufbau des Staates und des Reich-.s Adolf Hitlers. Dieses, unser unerschütterliches Bewußtsein, gibt uns auch das Recht und die Pflicht, das deutsche Turn- und Sportfest 1938 als ein Fest des ganzen deutschen Volkes zu feiern. Wenn auch der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen der organisatorische Träger dieses Festes ist, so muß ich doch daran erinnern, daß eben dieser Bund eine Organisation ist, welche das ganze Volk umschlingt. Es ist die wirkliche Volksgemeinschaft im Raume der Leibesübungen.
Roch niemals war unser Volk in seiner Geschichte so nahe daran, ein Volk in Leibesübungen zu werden und die kulturelle Dreieinigkeit von Leib. Geist und Seele zu verwirklichen als gerade jetzt in unserer Zeit. 3d) muß mit aller Entschiedenheit aussprechen: Der Deutsche Reichsbimk für Leibesübungen hat eine volkspolitisch wichtige Auf- gäbe zu erfüllen, die im Zusammenspiel aller
Kräfte und unter Berücksichtigung der internationalen Beziehungen nurerunbniemanb anders als er durchführen kann. Roch vor wenigen Monaten hat mich der Führer selbst zu der Erklärung ermächtigt, daß der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen auch in Zukunft der Träger wichtiger volkspolitischer Aufgaben ist. Der Führer s e l d st hat die Durchführung dieses Festes befohlen und die Mitwirkung aller Stellen des Staates und der Partei dabei angeordnet Diese Anordnung ist zugleich ein eindeutiger Vertrauensbeweis zu der Organisation des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen.
Zugleich zeigt der Erlaß unseres Führers die Tat- fache auf, daß die Nationalsozialistischen Kampf spie le und das Deutsche Turn- und Sportfest nicht Veranstaltungen sind, die einander Aufheben, sondern ergänzen. Die Nationalsozia- listischen Kampfspiele sollen in Nürnberg einen Eindruck der gewaltigen Leistungskraft des deutschen Volkes vermitteln. Sie kommen zur Darstellung innerhalb der gewaltigen Schau aller Lebensgebiete des deutschen Volkes überhaupt. Aus dieser ihrer Stellung als Blickpunkt unter einer Reihe von anderen im Rahmen des höchsten Festes des ganzen Volkes erhalten die Leibesübungen bei den Nationalsozialistischen Kampfspielen zugleich ihre höchste Weihe wie ihre notwendige Beschränkung. Die Leibeserziehung des deutschen Volkes aber ist eine so wichtige Aufgabe, daß sie für sich allein alle paar Jahre einmal zur Darstellung gebracht werden muß. Denn Leibesübungen sind ein gemeinsamer Kulturbesitz des ganzen Volkes, dies« und jenseits der Grenzen.
Mil der Aeberzeugungskraft, die uns die eindeutige Zustimmung des Führers zu unseren Absichten verleiht, rufe ich daher das ganze deutsche Volk in allen seinen Gliederungen und Schichten zum Deutschen Turn- und Sportfest zu Breslau 1938 auf. Ls soll ein Fest des guten Wollens, eine Darstellung völkischer Kraft und ein Bekenntnis blutsgebundener über die Grenzen des Reiches hinausragender deutscher Kameradschaft sein.
Ich weiß, daß das deutsche Volk meinen Aufruf für Breslau verstehen und daß es ihm folgen wird. Ich weiß, daß die siegreiche Fahne des Dritten Reiches über den Festplätzen in Breslau wehen wird, und ich bin bewußt, daß dieses Fest ein Sieg des Glaubens und ein Sieg der volklichen Gemeinschaft und damit zutiefst und zuletzt ein Sieg der nationalsozialistischen Idee sein wird. Unsere Arbeit wird beflügelt von dem stolzen Bewußtsein, daß sie a u f Befehl unseres Führers geschieht. Er ist die Quelle unserer Kraft und wir wollen mit unseren Anstrengungen für Breslau nichts weiter tun, als dem großen Baumeister des deutschen Volkes gewaltige Quadern der Volkskraft auszuschichten für seinen Aufbau des germanischen Volkes deutscher Nation.
Die Operationen in Nordchina.
Einkreisung der 26. chinesischen Armee.
Peiping, 17. Sept. (DNB.) In Fortsetzung ihres großen Einkreisungsmanövers an der Nord- rfjinafront haben die japanischen Truppen am Freitagmittag nach Ueberschreiten der Pei- ping-Hankau-Bahn das Gebiet im Westen der mauerumgebenen Stadt Tschotschou erreicht, während andere Truppenteile von Norden herrück- ten und am Morgen des gleichen Tages die Bahnstation Liuliho sowie die fünf Kilometer weiter westlich gelegene Ortschaft Hsitungtsun besetzten. In dieser Zange, die sich über etwa 12 Kilometer in nordsüdlicher Richtung erstreckt, befindet sich die chinesische 26. Armee, die von General Sunlientschung aus der Provinz Hupeh nach Norden geführt worden war. Die einzige Rückzugslinie, die dieser Armee noch offen steht, führt tn westlicher Richtung in die Berge, hinter denen jedoch bereits andere japanische Truppenabteilungen unter General Pamada stehen. Die Abteilungen Pamadas, die für ihre Gewaltmärsche schon berühmt sind, haben an der Eroberung des Nankau-Passes und der Stadt Huailai teilgenommen. Der javanische linke Flügel, der wegen des sumpfigen Geländes nur langsam vorwärts kommt, verfolgt die Armee General Wanfu- lins in Richtung auf Paotingfu. Die chinesischen Truppen ließen über 1200 Tote, viele Verwundete und eine Menge Waffen auf dem Schlachtfeld zurück.
CRtflcnfätfe an der Schanghaifront.
Schanghai, 17. Sept. (DNB.) Wolkenbruch- artige Regenfälle ließen am Freitag an den Fron- ten von Schanghai eine nur geringeGefechts- tätigfeit aufkommen Die Verwendung von Tanks und das Vorbringen der schweren japanischen Geschütze, die jetzt gelandet wurden, ist in dem aufgeweichten Gelände fast unmöglich. In den Schützengräben steht bis zur Hälfte das Wasser. — In der Nacht zum Freitag kam es zwischen Batterien in der japanischen Kaserne und der chinesischen Front bei Tschapei zu einem Artilleriegefecht das sich am Morgen auf das Gebiet von Kiangwan ausdehnte. Eine stärkere Gefechtstätigkeit ergab sich nur im Abschnitt von L o t i e n, wo auf beiden Seiten heftig mit Maschinengewehren geschossen wurde. Die Front verläuft jetzt von Liuho- 9otien über westlich Liuhang und den westlich vom Verwaltungszentrum gelegenen internationalen Rennplatz nach Tschapei zum Nordbahnhof. Am Freitag herrschte eine rege Tätigkeit javanischer Flieger über Putung. wobei auch chin-stsche Maschinengewehrnester in der Nähe von Wangpu wiederholt bombardiert wurden.
fufffnerre
während der Wehrmackisnianöver.
Berlin, 17. Sept. (DNB.) Anläßlich der Wehrmachtsmanöver 1937 ist der Luftraum über dem Gebiet innerhalb der Linie Lübeck—Lauenburg —Eberswalde—Stettin—Usedom (Orte einschließlich) vom 18. September 1937 0 Uhr bis 20 September 1937 0 Uhr, sowie der Luftraum über dem Gebiet nördlich der Linie Fraustadt—Sagan—Halle- Kass e l — Duisburg — Geldern (Orte einschließlich) vom 20 September 1937 0 Uhr bis 26. September 1937 18 Uhr für Luftfahr- Zeuge aefperrt. Zuwiderhandlungen sind strafbar. Für Flugzeuge im Flugverkehr gilt Son- derregelung.


