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Irlands Reiter gewannen den Preis des Mrers.

Der Kampf um den Ehrenpreis des Führers und Reichskanzlers bei dem Internationalen' Turnier in Aachen wurde von den irischen Reitern mit knappem Vorsprung vor der deutschen Mannschaft gewonnen. Hier sieht man die siegreiche Mannschaft. (Schirner-M.)

Die Erfolge der SA.-Gruppe Heilen in Berlin.

Die Elite für Nürnberg.

NSG. Wie zu erwarten war, hat sich die 621.= Gruppe Hessen bei den Reichswettkämpfen in Ber­lin sehr gut behauptet. Von einer guten Breitenarbeit in der körperlichen Ertüchtigung zeug­ten die Vorführungen unserer Gruppe, die mit 1000 Mann eine für die gesamte SA. von der Obersten SA.-Führung anerkannte Körperschule vorführte.

Ueberraschend kamen die Erfolge unserer drei Säbelfechtermannschaften. Den Sieg er­rang die erste Mannschaft, in der auch Gruppen­führer Beckerle mitkämpfte und seinen Männern ein gutes Beispiel kämpferischen Einsatzes gab. Selbst die 2. und 3. Mannschaft unserer Gruppe konnte sich noch vor der Gruppe Kurpfalz placieren, die überhaupt als einziger ernsthafter Gegner in Frage kam.

Im Modernen Fünfkampf gelang es dem SA.-Mann Wölfelschneider, Gruppe Hessen, sich nach einem schweren vielseitigen Kampf an die Spitze zu setzen und somit Reichssieger zu werden. Einen schönen Kampf lieferten sich weiterhin die 4 X 100-Meter-Staffeln, den auch die Gruppe Hessen siegreich beendete. Beim 4 00-Me- ter-Lauf mußte Scharführer Holbein nach einem überlegenen Rennen dennoch den Sieg an die Gruppe Ostland abtreten. Der Endkampf war je­doch so ausgeglichen, daß bei beiden durchs Ziel gehenden Läufern die gleiche Zeit gestoppt wurde, Scharführer Holbein muhte sich mit dem 2. Platz begnügen.

Den Höhepunkt des letzten Tages stellte das Handballspiel der beiden Gruppen Hessen und Berlin-Brandenburg dar. Rach dreimalig ver­längerter Spielzeit gelang es endlich den Hessen, das überaus lebendige und interessante Spiel für sich mit einem 10:9-Sieg zu entscheiden. Leider war die Hessen-Mannschaft durch das unerhörte scharfe und lange Spiel derart geschwächt, daß sie sich beim Endkampf mit der Gruppe Schlesien nicht mehr durchsetzen konnte. Die Gruppe Hessen wurde so­mit Zweiter in der Handballmeisterschaft.

Bei den Reitern holte sich Rottenführer Meu- ser unter schwerer Konkurrenz den ersten Platz im Jagdspringen, Klasse L. Scharführer Wal­ter konnte sich ebenfalls beim Geländeritt, Klasse M, mit an erster Stelle placieren. SA.- Mann Mühlberger gewann das Gewichtheben in seiner Klasse und Rottenführer Brencher wurde Zweiter im Halbschwergewicht. Beim Speer­werfen gelang es1 dem SA.-Mann Bartels, Gruppe Hessen, den zweiten Platz und Sturmmann Simon den zweiten Platz zu belegen.

Beim Boxen wurde SA.-Mann Wiland im Fliegengewicht Zweiter. Scharführer Ziegler im Bantamgewicht Zweiter und SA.-Mann Stasch im Federgewicht Zweiter. Beim W e i t s p r u n g lag Rottenführer Hassinger an dritter Stelle und'beim Diskuswerfen SA.-Mann Simon, beide an dritter Stelle. Beim Kugel st oßen wurden wiederum Sturmmann Simon Zweiter und SA.- Mann Bartels Dritter.

Gesunde Lust am Arbeitsplatz.

12 beherzigenswerte Leitsätze.

Das GauamtSchönheit der Arbeit" gibt folgende LeitsätzeGesunde Luft am Arbeitsplatz" bekannt:

1. Gute Luft in den Arbeitsräumen ist die Vor­aussetzung guter Arbeit: gute Luft benötigt der Mensch zum Atmen und zur Abgabe der über­schüssigen Körperwärme.

2. Die Temperatur der Luft muß der Art der Arbeit angepaßt, also bei leichter Arbeit höher sein, als bei schwerer. Zu warme und zu feuchte Luft erschwert die Erwärmung des Körpers. Beachte aber, daß der erhitzte Körper gegen Abkühlungs­einflüsse besonders empfindlich ist. Halte die Luft möglichst rein von üblen Riechstoffen, Staub und gesundheitsgefährlichen Gasen.

3. In vielen Fällen läßt sich gute Luft schon durch natürliche Lüftung erreichen. Bedenke, daß eine gute, natürliche Lüftung stets besser ist als eine unzulängliche künstliche.

4. Ohne Temperaturunterschied zwischen Arbeits­raum und Außenluft, oder ohne Winddruck gibt es keine natürliche Lüftung.

5. Der natürliche Luftwechsel ist um so stärker, je höher der Raum, je größer der Temperaturunter­schied zwischen Innen- und Außenluft und je stär­ker der Winddruck. Hohe schmale Fenster entlüften wirksamer als niedrige, breite.

6. Nimm den Luftraum je Person in der war­men Jahreszeit größer als in der kalten, weil der natürliche Luftwechsel im Sommer träger ist, als

der im Winter. Für Werkstätten sind 12 Kubikmeter Luftraum bei Einfach- und 15 Kubikmeter bei Dop- pelfenstern, für Büroräume 15 Kubikmeter, ober 20 Kubikmeter als untere Grenze bei natürlicher Lüftung anzusehen. Berechne hiernach die Bele­gung des Arbeitsraumes.

7. Lüfte häufig, wenn auch nur für kurze Zeit, stets jedoch in den Arbeitspausen.

8. Vermeide die Belästigung durch Zugluft, da sonst Erkältung droht. Große Räume' mit geringem Luft­wechsel sind günstiger, als kleine Räume mit star­kem Luftwechsel.

9. Bei künstlicher Beleuchtung soll geringer lieber- druck im Raume herrschen. Absaugen allein verur­sacht häufig Zugbelästigungen. In Räumen dagegen, in denen unangenehme Dünste auftreten, ist ein geringer Unterdrück erwünscht, weil dadurch das Eindringen der Dünste in die Nachbarräume ver­mieden wird.

10. Im Winter ist die Frischluft möglichst vorge­wärmt einzuführen.

11. Bedenke, daß Lüftungsanlagen nur dann von Nutzen sind, wenn sie sachgemäß bedient und Über­wacht werden.

12. Gute Lüftungsanlagen können nur von er­fahrenen Fachleuten hergestellt werden. Wenn du nutzlose Aufwendungen vermeiden willst, übertrage Planung und Einbau von Lüftungsanlagen nur erprobten Herstellern.

Die Kämpfe in Berlin haben gezeigt, daß die SA.-Gruppe Hessen über einen sehr guten Durch­schnitt an Kämpfern verfügt, der in wenigen Wo­chen in Nürnberg vor dem Führer erneut seine Einsatzbereitschaft beweisen wird.

Wegen Untreue ins Gefängnis.

Die Zustände bei der häute- und Fettverwertungs - GmbH, in Frankfurt a. 211. Frankfurt a. M., 16. Aug. (Lpd.) In dem seit Anfang Juli laufenden Prozeß gegen sieben Angeklagte aus dem Metzgerberuf wurde am Mon­tag das Urteil verkündet. Es handelt sich dabei um die bekannten Vorgänge bei der Häute- und Fettverwertungs-GmbH.

Die Angeklagten Emil Müller, Emil Stein, Friedrich S i e k m a n n und Karl Iauß wurden freigesprochen.

Die Angeklagten Hans Linder, Karl Braun und Eberhard Quirin wurden unter Freispre­chung im übrigen wie folgt verurteilt:

Linder wegen Untreue im Sinne des § 81a des Gesetzes betr. die Gesellschaften mit beschränkter Haftung in drei Fällen zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren Gefängnis und 1000 Mark Geldstrafe.

Braun wegen Untreue im Sinne des § 81a des GmbH.-Gesetzes in zwei Fällen zu 9 Mona­ten Gefängnis und 300 Mark Geldstrafe.

Quirin ebenfalls wegen Untreue im Sinne des § 81a des GmbH.-Gesetzes zu 6 Monaten Gefängnis und 50 Mark Geldstrafe.

Die gegen Braun erkannten Freiheits- und Geld­strafen sind durch die Untersuchungshaft verbüßt.

Auf die gegen Linder erkannte Strafe wird die Untersuchungshaft in vollem Umfange angerechnet. Die Kosten des Verfahrens trägt die Reichskasse soweit auf Freisprechung erkannt ist, im übrigen die Angeklagten. Der Haftbefehl gegen Linder bleibt aufrechterhalten.

Wetterbericht

des Relchswetterdienskes. Ausaabeort Frankfurt.

Der vom Atlantik vorgestoßene Tiefdruckwirbel, der auch unserem Bezirk am Dienstag verbreitete Regenfälle brachte, befindet sich in rascher Aus­füllung. Damit hat sein Einfluß auf unser Wetter rasch nachgelassen, so daß sich heute früh, vor allem in den südlicheren Teilen des Reiches, zeitweilig Aufheiterung eingestellt hat. Da die beiden vom Atlantik heranziehenden Störungen nördlichere Bahnen einschlagen, gelangen wir nur in den äußersten Einflußbereich ihrer Ausläufer.

Aussichten für Donnerstag: Morgens vielfach dunstig, sonst wolkig bis aufheiternd und nur vereinzelt auftretende Niederschläge, tagsüber mäßig warm, nachts frisch, meist südliche und west­liche Winde.

Lufttemperaturen am 17.August: mittags 16 Grad Celsius, abends 17,1 Grad: am 18. August: morgens 13,6 Grad. Maximum 19,2 Grad, Minimum heute nacht 12 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. August: abends 17,7 Grad: am 18. August: morgens 15,4 Grad. Niederschläge 1,9 mm. Sonnenscheindauer 0,4 Stunden.___________________

Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (beurlaubt), i. V.: Dr. Fr. W. Lange: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (beurlaubt) Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel D A. VH. 37: 9076. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs­preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzeloerkaufs­preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der

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Zur Zeit ist Preisliste Nr 3 vom 1 Juni 1935 gültig.

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Nach einem arbeitsreichen Leben ist am Montag, dem 16. August 1937,

nachmittags 3% Uhr, an den Folgen eines Schlaganfalles unerwartet unser

im 73. Lebensiahre verstorben. 30 Jahre war er unser Mitglied und 24 fahre leitete er vorbildlich unseren Verein. Durch sein Ableben verlieren wir

unseren besten Streiter aus der schweren Zeit der marxistischen Wohnungs­zwangswirtschaft. Mit seiner ganzen Person setzte er sich ein für die In­teressen des damals bedrohten Haus- und Grundbesitzes. Für die neue Zeit fand er sofort Verständnis. Mit Erfolg und besonderem Geschick verstand er viele unliebsame Fälle zwischen Mieter und Vermieter zu schlich­ten. Wir werden seiner allezeit dankbar und ehrend gedenken.

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