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mosaikartig mit verschiedenfarb-igen Sternen ausge-- legt ist. Den zweiten Preis gewann Albert Czer- winski- Pforzheim für eine Goldkette, deren hellgrüne und graugemaserte Steine durch goldene Zwischenglieder verbunden sind Die drei dritten Preisträger waren Hans Marti- Berlin, Kurt Bock- Pyrmont und Hermann Schmidhuber» Köln.
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Lichisiadt des Ostens?
Bilder aus Schanghai.
tungen des Nachrichtenwesens der Reichspost vertraut gemacht. Die Nachrichtentechnik der Reichspost ist vielseitig. Die technischen Einrichtungen werden stets den neuzeitlichen Anforderungen angepaßt, neue Arbeitsgebiete wie Fernsehen und Drahtfunk werden erschlossen und ausgebaut. Dem technischen Beamten bietet sich daher ein reiches und interessantes Betätigungsfeld. Bewerber wenden sich an die nächste Reichspostdirektion, die weitere Auskunft erteilt.
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Kunst und Wissenschaft.
Der Führer in Bayreuth.
Auf der Rückreise von Nürnberg weilte der Führer am Dienstag noch einmal in Bayreuth und besuchte die letzte Aufführung der „G ö t t e r d ä m m e - r u n g". Mit dem Führer wohnten der Vorstellung bei Frau Winifred Wagner, die Reichsleiter Rosenberg und Bormann, Obergrupven- führer Brückner und Generalbauinspektor Prof. Dr. Speer. Der Führer wurde von der Bayreuther Bevölkerung und den Festspielgästen herzlich begrüßt. Das gewaltige Schlußdrama der Ring-Trilogie wurde in seiner glanzvollen Bayreuther Besetzung und der unübertrefflichen Gesamtleistung von musikalischer Leitung und Bühnenbild für alle Teilnehmer wieder ein erschütterndes Erlebnis.
Zwei neue Opernwerke von Richard Strauß.
Die Münchener Staatsoper wird im Sommer 1938 ein neues Werk von Richard Strauß „Friedenstag" herausbringen, ein zweites Werk des Meisters unter dem Titel „Daphne", dessen Text ebenfalls von Josef Gregor stammt, ist in Fertigstellung begriffen. Dieses Werk wird an der Dresdner Staatsoper zur Uraufführung gelangen.
Internationaler Kongreß für das ärztliche Fortbildungswesen.
In den Tagen vom 21. bis 25. August findet in der Reichshauptstadt im Langenbeck-Vir- ch o w - H a u s der Dritte Internationale Kongreß für das ärztliche Fortbildungswesen statt. An diesem Kongreß nehmen hervorragende ärztliche Wissenschaftler aus 31 Nationen teil. Präsident des Kongresses ist der Beauftragte des Reichsärzteführers für das ärztliche Fortbildungswesen Dr. Kurt B l o m e, während das Generalsekretariat in den Händen des Direktors des Kaiser-Friedrich-Hauses, Professor Dr. Adam, liegt. Die Verhandlungen werden in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch geführt. Am Samstag, 21. August, findet die feierliche Eröffnung statt, bei der Staatssekretär Pfundtner die Eröffnungsansprache hält, während die Eröffnung selbst von Reichsinnenminister Dr. F r i ck vorgenommen wird.
Der Frankfurter Goetheprels für 1937.
Lpd. Frankfurt a. M., 17 Aug. Der Verwaltungsrat zur Verleihung des Frankfurter Goethe- preises, dem auch die Reichsminister Dr. Goebbels und Dr. Rust angehören, hat durch einstimmigen Beschluß den Goethepreis des Jahres 1937 Dr. Dr. e. h. Guido Kolbenheyer zuerkannt. Die Ehrung gilt dem starken Gestalter deutscher Volk- werdung, der in seinen großen epischen und dramatischen Schöpfungen stets verantwortungsbewußt und sich selber treu für die Reinheit und Wiedergeburt des deutschen Wesens eingetreten ist. Die feierliche Ueberreichung des Preises erfolgt nach den Bestimmungen der Satzungen am 2 8. August, dem Geburtstag Goethes, in den Staatsräumen des Goethe-Hauses am Großen Hirschgraben.
Die Preisträger Im Goldschmiede-Wettbewerb.
In Bremen trat in diesen Tagen eine Jury zusammen, um über das Ergebnis des 12. Preisausschreibens der Deutschen Gesellschaft für Goldschmiedekunst „Schmuckgegenstände aus Gold oder Silber unter Verwendung von schlesischem Nephrit" zu entscheiden. 200 Goldschmiede hatten sich beteiligt. Die Gesellschaft wollte durch ihren Wettbewerb die Verwendungsmöglichkeiten des Nephrits — auch Jade genannt — Zeigen. Nephrit wurde bisher nur aus dem Auslande bezogen, wird jetzt aber auch in Deutschland gefördert. Den ersten Preis bekam Wolfgang Tümpel, Bielefeld, für einen Armreif aus Gold- und Silberdraht, der als Mittelstück eine figürliche Darstellung hat, die
Die e st nische Nationalversammlung, die am 18. Februar zusammengetreten war hat m der ihr durch Volksentscheid gestellten Frist von sechs Monaten die n e u e V e r f a s s u n g des Freistaates sowie eine Reihe von Gesetzen zu deren Durchführung verabschiedet.
In den Straßen stehen Schutzleute, die bewaffnet sind, ganz wie ihre europäische Kollegen. Sie haben keine leichte Aufgabe, denn inmitten des Reichtums und modernen Lebens sind Verbrechen an der Tagesordnung. Einbrüche, Mordtaten, Entführungen von Kindern reicher Leute füllen die Spalten der Blätter.
Während die mit neuestem Komfort ausgestatteten Hotels der Stadt der Treffpunkt eines internationalen Publikums sind, in dem auch Angehörige der verschiedensten Rassen untertauchen, die Gründe haben, für einige Zeit aus ihrer Heimat zu verschwinden, bewegt sich in der Chinesenstadt mit ihren großen und kleinen Pagoden, ihren malerischen Ecken und Winkeln, in denen man aber nicht den üblichen Schmutz und die Gerüche der meisten Chinesenstädte findet, die Bevölkerung viel geräuschloser und man sieht viele Gestalten, die in chinesische Seide aekleidet sind. Aber hier gibt es auch unzählige geheime Gesellschaften, in denen sich die Unzufriedenen Aujammenfinben.
Schanghai ist auch dadurch berühmt, daß hier das fieberhafteste Nachtleben herrscht und sich die größten Vergnügungsstätten zusammendrängen. Der Chinese gilt seiner ganzen Veranlagung nach als ein Nachtvogel, und es erscheint als ein Rätsel, wie er die ganze Nacht durch essen, trinken und sich vergnügen kann, um dann den ganzen nächsten Tag durchzuarbeiten. Der Europäer wird leicht in diesen milden Strudel hineingerissen. Bald nach dem Kriege war das Nachtleben so ausgeartet, daß selbst die chinesischen Behörden durch die Vorgänge beunruhigt wurden, die sich in den „Gräben" abspielten, einem übel berufenen Gebiet außerhalb der europäischen Niederlassung. Die Spielhöllen und Opiumhöhlen dieses Viertels hatten schließlich denselben Ruf wie die Lokale in der Sago-Straße von Singapore, so daß sie unter Polizeiaufsicht gestellt und von den schlimmsten Auswüchsen gesäubert wurden. Aber es blieb noch genug in Schanghai übrig, indem es im Verhältnis zu der Zahl der weißen Bevölkerung mehr Vergnügungsstätten gibt als irgendwo sonst in der Welt. Von den teuersten und anständigen Tanzpalästen bis zu dunklen Stätten, die sich gewöhnlich „Paradies nennen, ist für jeden Geschmack gesorgt. Ueberaü findet man Tänzerinnen, die mit jedem tanzen, der ihnen Champagner bestellt, weil die Prozente von diesem Luxusgetränk ihre einzigen Einnahmen sind. Immer wieder steht man vor phantastischen Gegensätzen. Man tritt aus einem luxuriösen Klub und braucht nur fünf Minuten in einer Richtung zu fahren, um sich in einer Umgebung zu befinden, die aus dem finstersten Mittelalter zu stammen scheint. Hier halten Tausende von Autos und warten auf die späten Gäste, dort steht man vor Hütten, deren zerbrochene Fenster mit Sackleinwand geschlossen sind, und man weiß nicht, ob es Opiumhöhlen oder Verschwörerwinkel sind: denn in Schanghai fragt man nicht nach solchen Geheimnissen. B.
vereitelt.
Manila, 17. Aug. (DNB.) Ein wohl vorbereitetes Komplott politischer Hitzköpfe zur gewaltsamen Absetzung und Beseitigung des am Montag nach fast achtmonatigem Aufenthalt in den Der- itnlgten Staaten und in Europa wieder nach den Vhilippinen zurückgekehrten Staatspräsiden- i e n Manuel Queson wurde in letzter Stunde vereitelt. 24 Stunden, bevor der Dampfer mit Que- lon an Bord eintraf, konnten die an blutigen Ausbreitungen beteiligten Agitatoren verhaftet unb hinter Schloß und Riegel gesetzt werden. Die Verhafteten sind Angehörige der revolutionären Sakdal-Partei, die sich für sofortige Unabhängigkeit und Loslösung von -en bereinigten Staaten mit allen Mithin einsetzt. Der Plan der Verschwörer ging dahin, em Tage der Ankunft Ouesons die Waffenarsenale zu stürmen, die Polizeistationen in Brand zu setzen, He Wasserleitungen in die Luft zu sprengen und He elektrischen Kabel zu durchschneiden. Im Falle lines Scheiterns dieses Planes war beabsichtigt, oährend der Begrüßungsparade einen Pistolen- cnschlag ausQuesonzu verüben und Bomben |u werfen.
Ein Anhänger Hoosevelis als Oberbundesrichter bestätigt.
Washington, 18. Aug. (DNB.) Die Ernen- rung des Senators Black zum Oberbundesnchter öurbe von Senat mit 63 gegen 16 Stimmen betätigt. Im Senat entwickelte sich ein ungewöhnlich tarter Kampf um diese Ernennung. Die Gegner ter New Deal-Politik Roosevelts bekämpften lie Bestätigung, sie behaupteten, Black habe sich zu fort auf Roosevelts Politik festgelegt. Andere ©eg. ner behaupteten, Black habe bei den letzten Wahlen nrt dem bekannten Geheimbund Ku-Klux« Sian sympathisiert und sei von diesem unterstützt worden. Black wird Nachfolger des in den Ruhesland getretenen Oberbundesrichters van Devon- te r. Durch die Bestätigung Blacks wird die Roose- rsltsche New Deal-Polittk im Oberbundesgericht numerisch g e st ä r k t.
Vergrößerung der australischen Lustflotte.
London, 17. Aug. (DNB.) Wie der „Daily Telegraph" aus Sidney berichtet, beabsichtigt das australische berteibigungsminifterium, entsprechend
Aus aller Wett.
Vuchdruckerlagung in Dresden.
bom 21. bis 23. August findet in Dresden die große Buchdruckertagung statt, die für die Fachgruppen I und X der Wirtschaftsgruppe Druck und Papier gemeinfam mit dem Deutschen Buckdruckerberein, Der Organisation der deutschen Buchdruckereibesitzer, durchgeführt wird. Die Taguna wird am 21. August mit 'einer Kundgebung im Konzertsaal des Dresdner Ausstellungspalastes eröffnet. Am 22. August beginnt vormittags die Arbeitstagung der Fachgruppen I und X, sowie des Deutschen Buchdrucker-Bereins. Der Leiter des Forschungsinstitutes für das graphische Gewerbe, Dr. A l - b r e cht spricht über die neueste Entwicklung aus dem Gebiete der Farbenphotographie und des Farbendruckes. Mit der Tagung sind zwei Ausstellungen verbunden; die „Deutsche Druckkunst" ist eine erlesene Schau von mustergültigen Druckarbeiten, die zweite Ausstellung behandelt die Naturfarbenphotographie und ihre Wiedergabemöglichkeiten. Die graphische Lieferindustrie beteiligt sich an der Tagung mit einer gut beschickten Maschinenausstellung.
Eleklrolagung in Düsseldorf.
den auf der britischen Reichskonferenz gemachten borschlägen der Regierung den Ankauf neuer Flugzeuge zu empfehlen. Der Gesamtbestand der Kriegsflugzeuge soll auf 17 Geschwader gebracht werden, so daß, wenn jedem Geschwader zwölf Flugzeuge zugeteilt werden, Australien über 204 Maschinen verfügt. Einige dieser Flugzeuge Jollen in England angekauft und der Rest in Australien selbst hergestellt werden.
Maßregelungen in der Vaterländischen Front Oesterreichs.
W ien, 17. Aug. (DNB.) Die wegen der Bor- fälle anläßlich des Soldatentreffens in Wels vom oberösterreichischen Landeshauptmann seinerzeit angekündigte Strafmaßnahme ist nunmehr durchgeführt worden. Die Landesführung der Baterländischen Front hat einer Reihe von Per- sonen die Mitgliedschaft der Baterländischen Front entzogen. Auch wurden die Behörden und öffentlichen Anstalten angewiesen, bei öffentlichen Arbeitsvergebungen sich vorher mit der Bezirksführung der Baterländischen Front in Wels ins Einvernehmen zu setzen. Ferner ver- öffentlicht das Linzer bolksblatt eine längere Na- menslifte von Mitgliedern Der baterländischen Front bei den Bundesbahnen, die auf berfü- gung des zuständigen Landesführers aus der baterländischen Front ausgeschlossen worden sind.
Gin neues „Orvnungsschutzgejetz" in Oesterreich.
Wien, 17. Aug. (DNB.) Ein neues Ordnungs- schutzgesetz tritt am Mittwoch in Kraft. In einer amtlichen Mitteilung heißt es, das Gesetz stelle eine Zusammenfassung der seit 1933 erlassenen verfehle- Denen Erlasse zum Schutze Der öffentlichen Ordnung unD Sicherheit Dar. Das neue Gesetz nimmt Darauf Bedacht, Doppelbestrafungen wegen ein und besfel- ben Vergehens zu vermeiden. Das Berufungsrecht und das Recht Der Beschwerbe an Den Bunbesge- richtshof zu umgrenzen unD teilweise zu erweitern, sowie die Voraussetzungen für die Rechtsfol- gen bei politischen Bestrafungen festzu- fegen. Unter Den ftänDig geltenden Bestimmungen bleibt die Anhaltung in einem Lager auch weiterhin vorgesehen. Neu ist die Bestimmung, daß in Zukunft sich solche Personen die durch ihr Berhalten den sozialen Frieden stören, in ein Anhaltelager gebracht werben können.
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall v o n Blomberg, begibt sich am 19. und 20. August in d e n Bereich Des Wehrkreis? o mm a ndo s VIII (Breslau) zur Besichtigung von Truppenteilen und Standortseinrichtungen.
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etm Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbilbung ist Prof. Wilhelm Heering zum Mlnisterlaldirlgenten er- nannt worden, Dberregierungsrat Ernst strack, Inhaber des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP., zum Ministerialrat, Prof. Dr. Heinz D a h n - Hardt zum Dberregierungsrat und Regierungs- oberinfpektor Max Henne zum Amtsrat.
bom 1. bis 3 September 1937 veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Elektrowirtschaft (AFE.) eine Tagung in Düsseldorf. Zu beginn spricht Dr.-Jng. Czima - t i s, Major im Reichskriegsministerium und Chef des Stabes beim beauftragten für den bierjahres- plan, Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe, über „Gegenwartsfragen der Elektrowirtschaft". Anschließend behandelt der Leiter des Institutes für die Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware an der Hindenburg-Hochschule in Nürnberg, Prof. Dr. W. Vershosen Die für das Elektrofach bedeutsamen Zusammenhänge zwischen „Marktforschung und Werbung". Den Abschluß der öffentlichen Tagung, der sich interne Sitzungen des Elektrofaches und befichtigungen von Industrie- und Kraftwerken anschließen, bildet ein bortrag von Oberbaurat Dr.» Jng. H. bogt (Augsburg) über den „Einfluß der Lebensbedingungen auf Den Energieverbrauch im Haushalt".
Kapitän Pruh wieder in Deutschland.
Mit dem Schnelldampfer „Europa" traf in bre- merhaven der Kommandant Des in Lakehurst verunglückten Luftschiffes ,,S) i n D e n b u r g", Papitän Pruß, ein. Dank einer sorgfältigen Pflege in einem Neuyorker Hospital ist er soweit wiederhergestellt worden, daß er in ^Begleitung eines amerikanischen Arztes und einer Schwester die Ueberfahrt antreten konnte. Kapitän Pruß ist immer noch leidend. Er wird in einem Sonderwagen der Reichsbahn nach Frankfurt a M. Weiterreisen. In Bremerhaven wurde er von einem Arzt aus Frankfurt a. M. empfangen. Zur Begrüßung hatten sich je ein bertreter Des Luftfahrtministeriums und der Deutschen Zeppelin-Reederei eingefunden. Verhängnisvolle Paddelboolfahrt auf der Salzach.
Bei einer Fahrt auf der Salzach von Golling nach Hallein kippte ein Paddelboot bei einer Wehranlage um. Die beiden Insassen, die amerikanischen Staatsangehörigen Professor Rhodos Willbad aus Neuyork und der Student William Hüll aus Pennsylvanien, fielen ins Wasser, konnten aber mit Hilfe von Fabrikarbeitern geborgen werden. Hüll flieg aber auf die Wehranlage, um das Boot zu retten, wobei er ausglitt und 8 Meter tief in Öen Strudel des Wehrs hinabstürzte. Die Arbeiter warfen ihm einen Rettungsring zu, er versank jedoch, ehe man ihn zu fassen vermochte. Seine Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Die beiden Paddelbootfahrer hatten die Warnungsrufe der Arbeiter außer acht gelassen.
Razzia auf hoteldiebe in Paris.
Zur Weltausstellung, Die eine große Zahl von Besuchern aus aller Herren ßänDer verzeichnet, finD auch zahlreiche HotelDiebe unD an« Deres lichtscheues Gesindel nach Paris gekommen. Die umfangreichen Diebstähle, Die in Der letzten Zeit vor allem in großen Hotels verübt würben, und deren Opfer fast ausschließlich r e i ch e Ausländer waren, legen Zeugnis von dem Treiben dieser gemeingefährlichen Bande ab. Die Pariser Polizei hat deshalb Stadtviertel für Stadtviertel durchsucht. Alle irgendwie bedenklich erscheinenden Personen mußten ihre Ausweispapiere vorzeigen. Die Razzia dauerte bis in die späten Nachtstunden. Zahlreiche Berhaftungen wurden vorgenommen.
Gespannte Lage auf Mauritius.
Die Lage auf Der britischen Insel Mauritius im JnDischen Ozean, wo, wie berichtet, auf Den Zuckerplantagen gestreikt wirD, wird täglich gespannter. Es kam wiederum zu Zusammenstößen mit Der Polizei, wobei zwei Polizeibeamte verletzt mürben. Die Po- lizeit hat bis jetzt 68 Streikführer in Haft genommen.
Einstellung von Ingenieur-Nachwuchs bei Der Reichspost.
Die Reichspost hat im April ihre Lehrlings- werkstätten für bie Ausbildung bes Ingenieur- Nachwuchses geöffnet, um tüchtige Leute als F e r n- melbeingenieure auszubilben. Jetzt werben auch Bewerber mit Oberfekunbareife, bie eine zweijährige vraktische Tätigkeit in Betrieben ber Feinmechanik ober Elektrotechnik nachweisen, als Beamte im Vorbereitungsdienst angenommen. Als solche besuchen sie eine Höhere Technische ß e t) r a n ft a 11 unb erhalten währenb bie-
Zeit Unterhaltungszuschüsse, bie so bemessen finb, baß bie jungen Leute ohne Unterstützung ber Eltern bas Fachschulstudium burchführen können. Weiter werben auch Fachschulstubierenbe ber Fachrichtung Elektrotechnik eingestellt, bie bereits mit bem Fachschulbesuch begonnen haben. Auch biete Bewerber erhalten nach ber Annahme als Telegraphensupernumerare sofort bie Unterhaltszuschüsse unb setzen als Beamte bas Stubium fort. Nach Ablegung ber Reifeprüfung auf der Höheren Technischen Lehranstalt werden die jungen Ingenieure mit den Betriebs- und Verwaltungseinrich-
Die Nachrichten aus Schanghai lenken Die Augen Der Welt roieber auf Die oft umkämpfte „LichtstaDt Des Ostens", Die größte HandelsstaDt an Der oftafia- tischen Festlandsküste, Deren glänzender Aufschwung zum Welthafen erst seit der europäischen Besetzung im Jahre 1843 einsetzte. Nirgends sonst in der Welt ind modernstes Leben und uralte Überlieferung o durcheinander gemischt wie in dieser viel Rätsel bietenDen Stabt. Am Abend strahlt Schanghai in einem Meer von Licht, bie elektrische Beleuchtung und bie Lichtreklamen finb hier fo märchenhaft wie onft nirgenbs im Fernen Osten. Anberthalb Mil- ionen Chinesen leben zwar in ben engen Gassen ber eigentlichen Chinesenstabt, aber davor lagert sich nach dem breiten Fluß Huana-pu bie Europäer- tabt, Die 1850 noch ein Sumpf war unD heute in Dem Glanz einer moDernften Großstabt prangt. Die Bauten am „BunD", Der Hauptstraße, finD Hanbels- paläfte, manche Darunter wahr WunDerwerke aus Granit unD Bronze. Die alten chinesischen Löben mit ihren reichgeschnitzten und oergolbeten Fassaben sind fast völlig verschwunben, aber burch bie hellen Strafen hinter Dem Bund, in denen die Chinesen leben, schwingen noch malerisch Fahnen unb bunte Lampen. Es gibt auch neue chinesische Läden, Warenhäuser und Lichtspieltheater, die nicht anders sind wie in einer europäischen Großstadt. Die große Rennbahn, bie noch vor nicht vielen Jahren um bas Geschäftsviertel herumführte, liegt jetzt mitten in bem belebtesten Viertel unb bilbet einen strah- lenben Lichtgürtel, ber bort taghelle Beleuchtung verbreitet, wo jahrhundertelang nur düstere Fackeln und flackernde Kerzen brannten.
Am Tage drängen sich auch Scharen von Chinesen durch die Hauptstraßen unD betrachten staunend bie in ben glänzenben Schaufenstern ausgelegten Waren. Es macht einen merkwürdigen Eindruck, wenn ein alter chinesischer Bauer mit seinem verrunzelten', ungewaschenen Gesicht und seinen schmutzigen Händen in seiner blauen Baumwollenkleidung schüchtern in einen modernen Laden kommt. Scheu blickt er auf die prächtigen Teppiche, die auf dem Fußboden liegen und sieht sich unruhig nach seiner alten Frau um, die nach chinesischer Sitte hinter ihm her geht. Mit ihrer blauen Schürze, die sie um die dicke Taille gebunden hat, mit ihrem weichen, schwarzen Haar und den verkrüppelten Füßen in den zu engen Schuhen wirkt sie wie ein Denkmal der Urzeit, wenn man sie mit Den modern gekleideten jungen Chinesinnen vergleicht, Die im ßaDen beDienen.
Das lärmenDe Getriebe unD geschäftige Hasten einer GroßstaDt erfüllt Schanghai. Es gibt zahllose Kinos, Die sich gegenseitig Konkurrenz machen. In den Zeitungen kann man Berichte lesen über eine MoDenschau, in Der Chinesinnen als VorsührDamen vor einem Publikum, Das aus Europäern unD Chinesen zusammengesetzt ist, erscheinen, unD Diese SdjilDerung stammt von einer chinesischen Journalistin, die ein vorzügliches Englisch schreibt.
Abschluß her italienischen Manöver auf Sizilien.
Rom, 17. Aug. (DNB.) Dem letzten Teil der italienischen Sommermanöver auf Sizilien wohnten am Dienstag der König, der Kronprinz und erst- । mals auch Mussolini bei. Großem Interesse begeg- ; nete bei der entscheidenden „Schlacht" bas Austre- \ ten ber gepanzerten Sri gäbe, bie hier aTs ■ stärkste Waffe von ber angreifenben (roten) Partei j eingesetzt würbe, sowie bas Eingreifen von F 1 u g - teugen, bie wiederum von weitab gelegenen Flugplätzen gestartet waren und auch direkt an den Kampfhandlungen teilnahmen. Obwohl auch am , Dienstag weder ein Sieger noch ein Besiegter ermittelt werden konnte, kann man doch schon fest- ; stellen, daß es den Angreifern trotz bes tei Beginn dank zahlenmäßiger Ueberlegenheit an Mannschaf. ; ten und Material errungenen ©elänbegeroinns nicht gelungen ist, ihre Vorteile so stark auszunutzen, baß die verteibigenbe (blaue) Partei aufgerieben werben konnte. Auf ©runb günstigerer Nachschubmöglichkeiten unb bes Eingreifens ber Luftwaffe konnte sich bie blaue Partei nach anfänglichem Rückzug nicht nur in ihrer HauptverteiDigungsstellung behaupten, fonbern hat auch Die Möglichkeit erhalten, mit ben herangezogenen Verstärkungen den eingedrungenen Gegner schließlich wieder von ber Insel zu vertreiben. Nach dem amtlichen Bericht der Ma- nöoerleitung sind die Manöver in dem Augenblick unentschieden abgeschlossen worden, als die „gepan- zerte Brigade" gegen den linken Flügel Der Verteidigung eingesetzt und eine scharfe Gegenoffensive der Verteidigung ingang war.
Nach Abschluß ber Manöver besuchte Mussolini verschiedene Truppeneinheiten, darunter auch die beiden nach Libyen bestimmten Divisionen Marmarica und Sirte. Mussolini, ber begeistert begrüßt würbe, hatte für bie Truppen wie für die Schwarzhemden herzliche Worte der Anerkennung.
Der Duce hält als Minister ber Wehrmacht am Wttwochnachmittag bei Calatafimi, das bei der Eroberung Siziliens durch Garibaldi 1860 seinen geschichtlichen Namen erhielt, vor ben versammelten Offizieren ben abschließenben Rapport. Tags Darauf wirD der König und Kaiser in Salemi Die Parade über bie an ben Manövern beteiligten 50 000 Mann abnehmen. Mussolini hat bie im Bau befinb- lichen großen Hafenanlagen von Trapani sowie verschiedene Flughäfen Der Umgebung besichtigt.
Die Verpachtung amerikanischer Zerfsörer an Brasilien.
Berlin, 17. Aug. (DNB.) Der brasilianische Minister Des Aeußern gab in Rio De Janeiro Der Presse Erklärungen über Die Verpachtungsvläne amerikanischer Zerstörer an Die brasilianische Reaie- rung. Der Minister erklärte, wie Die brasilianische Botschaft in Berlin mitteilt, Daß angesichts bes gegenwärtigen Mangels an Schiffen ber brasilianischen Kriegsmarine, beren Material schon feit Jahrzehnten nicht erneuert worben sei, bie Regierung sich veranlaßt gesehen habe, sich mit bem Iffiieberaufbau ber Flotte zu beschäftigen, um sie mit bem Material zu versehen, Das sie absolut nicht entbehren könne. Daher hätten seit Monaten Besprechungen mit ber Regierung ber Der- iintgten Staaten von Nordamerika zur Verpach- lung einiger Schiffe ftattgefunben, bie zur Aus- Bildung ber Flottenmannschaften bienen könnten, weil bie Erneueruna der brasilianischen Flotte längere Zeit in Anspruch nehmen . müsse. 9iur um den Offizieren die technische Arbeit ohne Verzögerung zu ermöglichen, würden aus Nord- Lmerika einige Zerstörer kommen, die die brasilianische Regierung provisorisch gepachtet habe. So hatten auch Offiziere unb Mannschaften Gelegen- teit, ihre Kenntnisse zu vervollständigen, ohne durch eine verspätete Lieferung der in Bau befindlichen Schiffe benachteiligt zu werden. Die amerikanischen Schiffe würden also nur als Mittel zur Vorberei- lung des Personals ber künftigen Schiffe bienen, unb könnten in keiner Weise eine anbere Bestim- tnung haben. Der Minister habe keinen Einspruch i>on irgenbeinem ßanb erhalten.
Llmsturz auf den Philippinen


