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Kleine politische Nachrichten

Kunst und Wissenschaft

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Wien stattfinden.

Aus aller Welt

spielt.

Ein jugendlicher Mörder.

B R.

seinen Kampfnaturen.'

der im

Rechtsaufgaben der nationalsozialistischen Bewegung". In der anschließenden Arbeitstagung werden die ver­schiedenen Amtsleiter des Reichsrechtsamts über ihre Arbeitsgebiete sprechen.

sage ihm ein Alibi verschaffe. Mit abstoßender Sach­lichkeit schildert er vor dem Jugendgericht den fier- qang der Tat und versucht es so darzustellen, als ob er nur geschossen habe, weil er keinen Knüppel fand, um den Bauern zu betäuben Der Mörder war ein ausgezeichneter Schüler, der nach der Schulentlassung eine Stelle in Neuwied annahm. Er las viel Kriminalromane. Don 100 Mark, die er in der Lotterie gewann, kaufte er sich die Pi­stole. Bei leinen Bekannten prahlte er damit, daß er bald Derlobung feiere und er feiner Braut ein teueres Kleid kaufen werde Um zu Geld zu kom­men, hatte Steinbacher Anfang Mai versucht, in den Laden seiner Tante einzudringen. Damals wurde er jedoch überrascht, konnte aber entkommen, nachdem er einige Schüsse auf feine Verfolger ab­gegeben hatte Die Verhandlung ergab, daß der Wunsch, dem Mädchen ein Kleid zu kaufen, das unmittelbare Motiv zu der Mordtat war Das Ge­richt hob die abstoßende Kaltblütigkeit des Mör­ders und das Fehlen jeder Reue hervor Nur feine Jugendlichkeit habe ihn vor einem Todesurteil be­wahrt.

Das Reichsrechtsamt der NS DAP. wird vom 20. bis 22. August 1937 in München tagen. Es sprechen der Oberste Parteirichter, Reichsleiter Buch, über die Gerichtsbarkeit der NSDAP." und Reichsleiter Reichsminister Dr. Frank überDie

Sie Hilmkunstschau in Venedig.

Auf der Filmkunstschau erzielte der deutsche To- bis-Magner-FilmTruxa" einen großen Erfolg. Die wechselvollen Szenen aus dem Artistenmilieu und die Leistungen der Darsteller machten stärksten Ein­druck. Ein von der österreichischen Saxophon ge­drehter Film, der kühne Faltbootfahrten auf den österreichischen Gebirgsflüssen zeigt, enthielt eine Reihe sehr hübscher Bilder, litt aber etwas unter der nicht restlos geglückten Beschreibung. Die ita­lienische Erstaufführung des in deutsch-italienischer Gemeinschaftsarbeit hergestellten Trenkerfilms Condottieri" gestaltete sich zu einem beson­deren Ereignis. Der Beifall bewies, daß dieser Film in Italien in erster Linie vom nationalen Standpunkt wegen seiner betonten Zielrichtung ge­würdigt wurde, um so mehr, als die Handlung reichlich Gelegenheit bietet, ausgezeichnete Bilder von bekannten historischen Stätten Italiens oorzu- ühren. Die stärkste Wirkung ging von den Mas- enszenen und von der auf wirkungsvolle äußere Effekte abgestellten Photographie aus. Die italie­nische Fassung unterscheidet sich nicht wesentlich von der deutschen abgesehen von den in Rom spielen­den Szenen, die breiter ausgestaltet wurden. Der amerikanische Columbia-FilmTheodora ist aus dem Häuschen" würd'- beifällig ausge­nommen Flüssig und heiter läuft Die Handlung da­hin, getragen von dem temperamentvollen Spiel der hübschen Irene Lunne Eine Reihe von humor­vollen Szenen und treffenden witzigen Bemerkun­gen prägen das unter der Filmregie von Bile- lawski gedrehte Stück zu einem kurzweiligen Un­terhaltungsfilm Bezeichnend ist es, daß auch dieser amerikanische Film ausgesprochen auf dem Dialog aufgebaut ist und deutlich die Tendenz der ame­rikanischen Filme erkennen läßt, den Film immer mehr auf photographiertes Theater hinzuführen. Dem Hauptfilm ging ein ausgezeichneter franzö- zösifcher KulturfilmGraphische Sinfonie" (Atlantic-Film) voraus in dem die Entwicklung der Drucktechnik von den ersten Vorstufen im Altertum bis zu den modernsten technischen Einrichtungen anschaulich und originell geschildert wird Besonde­res Lob verdient die sorgfältige und klare Photo­graphie.

Offenbeif.

Berlin hat seine Festwoche zur 700-Jahr» feier eröffnet. Der Auftakt entsprach in Jemen Ausmaßen dem Aufwand den sich eine Millionen­stadt leisten kann, wenn sie bestrebt ist, zu solcher Feier jedem ihrer Mitbürger etwas zu bringen. Man wird der Reichshauptstadt bestätigen können, daß der Versuch, Vergangenheit und Gegenwart in einem großen Festzuge lebendig und außerdem noch in der Form einer besonderen Ausstellung an­schaulich zu machen, voll gelungen »st Neben dem aber, was der Masse der Zuschauer für Auge und Ohr geboten Mird, steht eine Fülle kulturell bedeu­tungsvoller Darbietungen, die der Würde einer Ju­belfeier entsprechen, Konzerte, Festaufführungen usw. Die große Zahl der Gäste aus dem ganzen Reich ist der deutlichste Beweis dafür, daß man im weiten Vaterlande den Berlinern ihre Freude gönnt und gern daran teilnimmt Es war nicht immer so. Es gab Zeiten, in denen die Parole Los von Berlin" oberGegen Berlin" willige Ohren fand. Diese finsteren Tage sind überwunden. Neichsrninister Dr. G o e b b e l s konnte in feiner Eigenschaft als Berliner Gauleiter am Sonntag in seiner Ansprache sagen:Es ist uns gelungen, in knapp 10 Jahren aus dieser nach Moskau einst rötesten Stadt der Welt wieder eine wahrhaft deutsche Stadt zu machen". Jeder Deutsche wird sich dieser Tatsache freuen. Gewiß, noch fange werden in Berlin viele Probleme zu losen fein. Wir können aber das Vertrauen haben, daß es der Nationalsozialismus auch weiterhin verstehen wird, die erprobten Energien und die alte Arbeitskraft des Berliners in die richtigen Bahnen zu lenken. Der Führer selbst hat in seinem Glückwunsch an die Reichshauptstadt auf die gewaltige b a u l i ch e Neugestaltung hingewiesen, die im nächsten Jahre beginnen wird. Damit wird, so schreibt der Führer, Berlin immer mehr den Charakter einer wahrhaft würdigen Hauptstadt des Dritten und da­mit des Deutschen Reiches erhalten.

Es sind immer wieder die Menschen, die über Erfolg ober Mißerfolg eines Werkes entschei­den". Diese Worte sprach Staatssekretär Funk bet ber Eröffnung ber 2 5 O st m e s s e m Königsberg. Mit klarer Offenheit hat er verschobene Behaup­tungen zurückgewiesen, bie gegen die beutsche Wirt­schaftspolitik im Auslanbe erhoben werben. Wir wollen keine Autarkie, fonbern eine fruchtbare Z u - fammenarbeit mit anberen Völkern unb

Kammerherr E1 arb von Olbenb u r g - I a - nufchau ist, wie schon gemelbet, im 2Ilter oon 82 Jahren gestorben. (Scherl-Bilberbienst-M.)

Tlorömeer" m Neuyork.

montag mittag um 12.37 Uhr traf bas vier­motorige Schwimmftug;eug ber Deutschen Luft­hansa Ha 13931 orbmeer in Jleujorf an. Das Jlugjeug mit ber Besatzung 5lugtapitan Biantenburg, $tugtapitan Graf Schack, oberslugmaschinist G r a s ch w i h unb Funker Slippers mürbe am Sonntag um 10.09 Uhr oon bem schwimmenden Ftug;eugftutzpunktSch ma b en- I a n b bei horta (Ül)oren) abgeschossen. Es hat bie Strecke hortaNeuyork (runb 3850 fiitometer) in 16 Stunben 28 Minuten jurüigelegl. 3n ber Nacht muhten Gewitterfronten burchstogen werben. Gegen Morgen traf bieNorbmeer" auf ffiegennnnbe oon 40 Kilometer Stunbengefdjroinbigteit

Der Führer berNorbmeer" äußerte sich sehr h.triebiaf über den Flug, der durchaus n o r > Ji'l D i r laufen sei 3m ersten und letzten Dnt° ", habe gutes Flugwetter geherrscht, im zweiten Drittel ber Reise bageoen fei bas Wetter recht toledit gewesen Obwohl ber ganze Flug bei ziem- S starkem Gegenwinb burchgesuhrt würbe konnte bie Flugstrecke in ber vorgesehenen Zeit zuruckgelegt werben Drei Stunben oor ber Ankunst m Neuyork machten sich lediglich infolge bes Sonnenaufganges unb baburd) oerurfachter statischer S orungen ge> miste Schwierigkeiten bei ber Funkpeilung bemerk- bar die jedoch bald überwunden werden konnten. Mit diesem Flug wurde die diesjährige Reihe der

Der Reichsminister des Innern Dr. Frick unter­nahm in Begleitung des Staatssekretärs S t u ck a r t, des Ministerialdirektors Suren und der Ministe­rialräte Schattenfroh, Dr. Loschelder und Dr Dankwerth eine Besichtung oon Einrichtun­gen der staatlichen und vor allem gemeindlichen Ver­waltungsstätten in Württemberg und Ba- den.

Der 11. Internationale Kongreß für Psychologie hat seinen Abschluß in der Sorbonne gefunden Die deutsche Delegation führte Professor Klei m- Leipzig. Professor von A11esch hielt einen Licht- bilderoortrag über die autonomen Faktoren des Handelns, Professor Menzerath befaßte sich mit der Struktur der Sprachartikulation, Professor Moede behandelte die heutigen angewandte Psy­chologie in Deutschland, Professor Skramlik sprach über denhaptischen Raum", Professor Thurnwald über den kulturellen Hintergrund des Denkens. Mitglieder der deutschen Abordnung waren außerdem an zahlreichen Aussprachen be­teiligt Im Internationalen Komitee zur Vorberei­tung der Psychologenkongresse ist Deutschland ver­treten durch die Professoren Kleimm, Kretschmer und Thurnwald. Der nächste Kongreß wird 1940 :

Erkundungsflüge über den Nordatlantik von Deutschen Lufthansa eingeleitet, nachdem vergangenen Jahre acht Flüge planmäßig durchge­führt wurden. Die weiteren Flüge werden demnächst stattsinden, sobald die beiden schwimmenden Flug­zeugstützpunkteSchwabenland" undFriesenland" ihre endgültigen Standorte erreicht haben. Das Mo­torschiffSchwabenland" wird im Hafen oon Neu­york liegen, während die neu in oen Dienst gestellte

Die Ibero-Amerikanischen Aerzte in Dad-Nauheim.

NSG. Für die 400 Aerzte der Jbero-Amerika- nisch-Deutschen Aerzte-Akademie, die sich auf einer Studienreise durch Deutschland befinden, gab Bad- Nauheim einen festlichen Empfang. Bereits am Vormittag hatten die Aerzte der Akademie, die aus 22 südamerikanischen Staaten kommen, die Einrichtungen von Bad-Nauheim tennengelernt. Im Auftrag des Reichsstatthalters und Gauleiters hieß Obermedizinalrat Schmidt, der Leiter der hessischen Gesundheitsbehörde, die Aerzte willkom­men. Nach ihm ergriffen der Ehrenpräsident der Akademie, Professor Prado-Tagle, Santiago de Chile, das Wort und für die Universitäten Frankfurt, Gießen und Marburg Professor Dr. Holfelder, der in spanischer Sprache über die Freiheit der Wissenschaft im neuen Deutschland sprach, in dem der Wissenschaftler nicht in eine Uniform gezwungen worden sei, sondern die Uni­form gern angezogen habe, weil durch sie die Klas­senunterschiede überbrückt worden seien. Erst da­durch. daß der Wissenschaftler mit dem Arbeiter Hand in Hand gehe, sei eine volksnahe Forschung und Wissenschaft möglich geworden Nach Professor Romano, Buenos Aires, sprach noch Dr. T o - reg. Mexiko, mit begeisterten Worten oon Deutsch­land und seiner hervorragenden Wissenschaft, der die gesamte Medizin so unendlich viel verdankt.

Der Pariser Kongreß für Psychologie.

Friesenland" nach Horta kommt

USA. siegt im Stockholmer Schachländerturnier.

Das Internationale Schachländerturnier in Stock­holm endete mit dem Siege der Vereinigten Staaten mit 54,5 Punkten vor Ungarn mit 48,5 sowie Argen­tinien und Polen mit je 47 Punkten. Die weiteren Ergebnisse lauten: Tschechoslowakei 45, Holland 44, Estland 41,5, Litauen 41,5, Jugoslawien 40, Schwe­den 38,5, Lettland 34,5, England 34, Finnland 34, Italien 26,5, Dänemark 25,5, Island 23, Belgien 22,5, Norwegen 19,5 und Schottland 14 Punkte.

Zweimal 200 000 Mark gezogen.

Bei der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie fielen zwei Gewinne zu je 200 000 Mark, die neben den bisherigen Hauptgewinnen diesmal erstmalig in den Gewinnplan eingefügt wurden, auf die Nummer 365 676. Das Los wird in der ersten Ab­teilung in Achteln in einer bayerischen Lotte­rieeinnahme, in der zweiten Abteilung ebenfalls in Achteln in einer Berliner Lotterieeinnahme ge-

In Koblenz fand bie Mordtat ihre Sühne, der am 28. Mai d. I. der Erbhofbauer Strecker zum Opfer fiel Der jugendliche Mörder, der 16jähriae Hermann Steinbächer aus Wollendorf, rouroe zu 8V2 Jahren Gefängnis verurteilt. An dem be­wußten Abend war Steinbächer von der Arbeit heimgekommen und horte im Nebenzimmer feinen Vater und seinen Bruder mit dem Erbhofbauer Strecker sprechen, der eine Rechnung bezahlte Als Strecker gegangen war. bemerkte der Bruder des Steinbächer^Donnerwetter, der hat aber noch Geld bei sich." Daraufhin hat Steinbächer eine Pistole zu sich gesteckt und ist dem Bauer nach­geeilt in der Absicht, ihn zu berauben. An einer Hecke ließ er den Bauern bis auf drei Meter herankommen und gab dann einen Schuß auf den Ahnungslosen ab. Als der Bauer mit erhobenem Stock auf bas Gebüsch zueilte, schoß Steinbacher bünblings barauf los, bis bas Magazin leer war. Auf Umwegen kehrte ber Morber nach Wollenborf zurück unb gewahrte bort eine große Menschen­ansammlung. Kaltblütig unterhielt er sich mit ben Leuten über ben Morb Am folgenben Morgen las er seinen Eltern bie Schilberung ber Mordtat sogar aus ber Zeitung vor. Ein ihm bekanntes Mabchen suchte er zu veranlassen, bah es burch seine Aus-

Ministerpräsibent Generaloberst Goring wirb am 2. September, 18 Uhr, in ber Schwabenhalle in Stuttgart anläßlich ber 5. Re 1 chsta - gung ber Auslandsbeutschen sprechen. Am 5. September, um 20.30 Uhr, wirb Gauleiter Bohle ben Schlußappell ber Reichstagung abhal­ten. Reichsminister Dr. Goebbels wirb vom Führer unb seinem Reich sprechen. Der Schluß­appell finbet vor bem Neuen Schloß tn Stuttgart tatt

zweiten Diätenbienstjahr bie Diäten ber dritten Dienstaltersstufe, vom Beginn des dritten Diäten- dienstjahres an Diäten in Hohe der Grundgehälter . der ersten Dienstaltersstufe der planmäßigen Beam­ten ihrer Eingangsgruppe. In dieser Dienstalters- ; stufe verbleiben Versorgungsanwärter vier Jahre, ; Zivilanwärter fünf Jahre. Dann rücken sie im i Grundgehalt in gleicher Weife weiter auf, wie wenn i sie als planmäßige Beamte angestellt worden- ; ren. Das bedeutet für Beamte, die im ersten oder zweiten Jahr nach der Jnfpektorprüfung heiraten, eine Verbesserung ihrer Bezüge gegenüber Unver­heirateten um 53,59 Mark monatlich. Bei Assessoren beträgt die Verbesserung im ersten und zweiten Jahr 85,06 Mark und bei Anwärtern für ben einfachen ; mittleren Dienst 36,99 Mark monatlich.

Oie Ordnung im Straßenverkehr.

Berlin, 16. Aug. (DNB.) Um bem Reichsfüh­rer SS. unb Chef ber Deutschen Polizei eine stärkere Einwirkung auf ben Straßenverkehr zu ermöglichen, sollen bie ben Verkehr regclnben Vor­schriften vom Reichsmini st er bes Inne - 1 ren erlassen werben. Der R e i ch s 0 e r - kehrsminister erläßt bie Anorbnungen über Zulassung von Fahrzeugen (insbefonbere Bau unb Betrieb oon Kraftfahrzeugen) unb von Fahr­zeugführern, ferner über bie Anforberungen an Fahrlehrer unb Sachverständige im Kraftfahrzeug­verkehr, über den zwischenstaatlichen Kraftfahrzeug­verkehr und über Gebühren für gewerbliche Maß­nahmen im Kraftfahrzeugverkehr. Der Reichsmini­ster des Innern erläßt die sonstigen Anordnungen zur Erhaltung der Ordnung und Sicherheit des Straßenverkehrs, ferner Anordnungen zur Senn» Zeichnung gefährlicher Stellen, über Signaleinrichtungen optischer und akustischer Art für nicht maschinell angetriebene Fahrzeuge und über bereu Kennzeichnung, Beleuchtung unb Be­schaffenheit (ausgenommen über bie Beleuchtung ber Fahrräber). Der Generalinspektor für bas deut­sche Straßenwesen erläßt die Anordnungen über die Ortstafeln unb Wegweiser.

Oer Adolf-Hitler-Marsch des Gebiets Selten-Ttassau.

NSG. Am 22. August, bem Tage bes Gebiets­sportfestes ber Hitler-Jugenb des Gaues Hessen- Nassau wird die Einheit des Adolf-Hitler-Marsches verabschiedet, die die Bannfahnen der Hitler-Jugend nach Nürnberg trägt. Das Gebiet Hessen-Nassau entsendet 60 Hitler-Jungen, die 14 Tage auf dem Marsch sind und dabei 258 Kilometer zurucklegen. Drei Ruhetage sorgen dafür, daß die Anstrengungen des Marsches nicht zu groß werden. Der Marschweg führt von G i e ß e n nach Pfungstadt, wo bie Morsch­teilnehmer am Grabe ihres Kameraben Christian Croßmann bie Fahnen senken, über Roßborf, Markt- heibenfelb, Höchberg, Emskirchen nach Fürth und von ba nach Nürnberg. Drei Tage vor Antritt des Marsches werden die Marschteilnehmer schon zu­sammengezogen. um auf ihren Weg vorbereitet zu werden, damit sie als geschloffener Marschblock über­all bestehen können. Die Teilnehmer müssen ein Mindestalter von 16 Jahren und eine Mindestgröße von 1,68 Meter haben. Ein HI.-Arzt befindet über ihre Teilnahme. An bem Marsch nehmen für jede Marschkolonne zwei Felbschere teil, bie vorschrifts­mäßig ausgerüstet sind. Die Einheiten übernachten in Privatquartieren, Jugendherbergen ober auch in Zelten. Jede Kolonne wird von einem Bagage­wagen mit einer Feldküche begleitet. An den Ruhe­tagen wird Sport getrieben, dessen Ziel ist, diejeni­gen, bie noch nicht im Besitze des Leistungsobzei- chens sind, die Prüfungen für bas Leistungsabzei­chen ablegen zu lassen. Deshalb gehören zur Mann­schaft auch mmbeftens zwei Abnahmeberechtigte für das HJ.-Leistungsabzeichen.

Tagung der Kreisobmänner der 0315

Ordensburg Vogelfang, 16. August (DNB) Die Kreisobmännertagung der DAF., die vom 15. bis 21 August unter Leitung von Hauptamtsleiter Pg Claus Selzner auf der Ordensburg Vogelfang durchgefuhrt wird und an ber 800 Kreisobmänner aus bem ganzen Reiche teilnehmen, würbe vom Kommanbanten ber Or- bensburg, Hauptamtsleiter Pg Manb e rb a ch , eröffnet Nachdem Pg Selzner zu Anfang bekannt­gegeben hatte, daß die nächste Zusammenkunft der Kreisobmänner auf ber Orbensburg Sonthofen unb bie große Reichstagung ber DAF trn Septem­ber in Leipzig ftattfinben w'.rb, fprad) er über ben Kampf ber DAF. um eine nationalsozialistische Arbeitsführung. Die Grundlage zur ®er{J?rfJ$ung einer nationalsozialistischen Sozial- und ^.^'wafts- führung fei vor allem ein unerschütterlicher Glaube, dazu ein hohes Maß von Wissen und Erfahrung. Die dynamische Kraft der na= tionalsozialistischen Wirtschaftsführung werde sich immer mehr durchsetzen so wie überhaupt die Partei als treibender Motor dem Gesamtleben der Nation immer neue Impulse gebe. Der Leistungskamps wie z. B. der Wettkampf der Betriebe solle alle Kräfte mobilisieren, um durch seine alljährliche Wie­derholung die ständige Leistungssteigerung herbeizuführen, mit dem festen Willen der DAF die Widerstandskraft des deutschen Volkes immer mehr zu stärken.

hing der Stimmen ergab sich aber die erstaun­liche Tatsache, daß 9600 rumänische Stimm­zettel gezählt wurden, obwohl nur 6800 ru­mänische Wähler ihrer Wahlpflicht genügt haben. Die Stimmzettel haben sich also in den Wahlurnen auf ganz geheimnisvolle Art vermehrt Es ist jedenfalls bisher nicht bekannt geworden, wo die 2800 Zettel hergekommen find, die beim Leeren der Wahlurnen oorgefunben würben. Des Rätsels Losung bürste aber ganz einfach sein: man hatte zuvor einer größeren Anzahl zuverlässiger Rumä­nen mehrere Stimmzettel in bie Hayb gebrückt, um auf jeben Fall eine rumänische Mehrheit sicher­zustellen, bann aber noch bie Nichtrumänen bavon- aejagt, so baß völlig programmroibng bieses er- sckreckenbe Mißverhältnis zwischen Wählern unb angegebenen Stimmen tn bie Erscheinung trat. Der­artige Wunber stellen sich oft bort ein, wo Deutsche bas Dasein einer nationalen Mmberheit führen müssen. Sie werben mit allen Mitteln bekämpft, ja, yewisse Gaststaaten schrecken nicht einmal bavor zurück, sich burch derartige Manipulationen, wie sie jetzt in Kronstabt burchgesührt würben, ber Lächer­lichkeit preiszugeben.

Nos Gesetz zur Förderung der Frühehe. Berlin, 16. Aug. (DNB.) Das erste Gesetz zur

Forderung der Frühehe bei Beamten ist als 30. Aenderung des Besoldungsgesetzes verkündet worden. Ab 1. April 1937 bis auf wei­teres erhalten die verheirateten außer­planmäßigen Beamten im ersten und

Die Besatzung der im Hafen von Livorno zu Besuch weilenden deutschen Kriegsschiffe, des Kreu­zersK ö l n" und der beiden ZerstörerA l - b atro 5" undSee 0 öl er", besichtigten Flo­renz. Sie wurde von der deutschen Kolonie unter Führung des deutschen Konsuls herzlich begrüßt und fand auch bei ber italienischen Bevölkerung be­geisterte Aufnahme.

In Campos im Staate Rio be Janeiro kam es bei einem Umzug zwischen Integral! st en (Bra­silianisch-Nationalistische Bewegung) unb ber Polizei zu blutigen Zusammenstößen. Die Polizei ging mit Maschinengewehren vor. Zwölf Tote unb zahlreiche Verletzte werben gemelbet Zur Wieberherstellung ber Ruhe würbe Militär nach Campos in Bewegung gesetzt. Die Ursache ber Zusammenstöße soll in einer Auseinanbersetzung zwischen ben Jntegralisten unb den Kommunisten zu suchen sein.

Staaten Unser Vierjahre^plan ist keine Ausgeburt ber Bosheit, fonbern eine wirtschaftliche Notwenbigkeit um uns von ben Rohstoff­quellen berbesitzenben" Nationen unabhängig zu machen. Das beutsche System der Wirtschaftspolitik will keinen Staatskapitalismus, sondern gibt ber Entfaltung ber privaten Initiative reichen Raum. Man sollte meinen, baß biese klare Beweisführung bes Staatssekretärs Funk überall verstauben werbe Er hat bei dieser Gelegenheit noch einige andere Offenheiten an die Adresse bös­williger ober leichtfertiger Elemente im Auslande gerichtet, als er das .verruchte System" anpran­gerte, es so barzustellen, al3 wollten wir burch un­sere wirtschaftliche Selbsthilfe Hexenkunststücke her­vorbringen, bie bie ganze Menschheit bebrohen.

Königsberg ist einer ber Vorposten ber deutschen Wirtschaft unb ber beutschen Kultur nach bem Nar­ben unb Osten. Darin besteht auch bie Anziehungs­kraft seiner 0 ft m e ff e. Dort treffen sich bie Be­sucher und Gäste aus vielen Ländern, darunter viele Deutsche aus Polen und aus den baltischen Ländern. Zur gleichen Zeit war in Stuttgart die Jahrestagung des deutschen Aus- Ian d s i n st i t u t e s, der großen Forschungsstelle aller deutschen Volksgruppen im Auslande. Hier hat Reichsminister Dr. Frick warme Worte für die Verständigung im Sinne einer Befriedung Europas gesprochen und hat die volksdeutschen Gruppen Europas als Pfeiler ber Verstänbigung zwischen ben Nationen gewürdigt In aller Offen­heit aber betonte der Reichsinnenminister als »ine ber größten Zukunftsaufgaben bes Dritten Reiches: Es muß bie Frage bes beutschen Volkstums in ber Weise geregelt werben, baß kein beutscher Volks­genosse mehr wegen seines Volkstums Verfolgunaen, Schikanen unb Quälereien zu erbulben hat. Der Sinn biefer Worte ist klar, er ist leicht zu erfüllen gegenüber ben beutschen Minberheiten, bie in kei­nem Staate ber Welt jemals irrebentistische Be­strebungen betrieben haben.

Es gibt sicherlich Leute in ber Welt, bie ber Mei­nung finb, in Deutschlanb würben bie Feste ge­feiert, wie sie gerade fallen. Bei näherem Nachden­ken dürfte sich das als großer Irrtum Herausstellen. Gewiß: Ein jedes großes Volk will sich feiner Lei­stungen und an feiner Geschichte freuen. Wir in Deutschland haben in Jahrzehnten genug Trübes erlebt, baß man uns biese Freude doppelt gönnen sollte Darüber hinaus aber zeigen bie beutschen Aufmärsche, Volksfeste unb Ausstellungen eine klare Linie. Das Sänaerbunbesfest in Breslau ebenso wie bas Stadtjubiläum Berlins waren Kundgebun- gen machtvoller kultureller Bewegungen unb Lei­stungen. In Breslau wie in Stuttgart würbe offen­bar, baß bas Deutschtum sich nicht auf die Grenzen bes Reiches beschränkt, fonbern auch Millionen ber Volksgenossen im Auslanb umfaßt Die großen Ausstellungen in München. Berlin, Düfselborf. die Messen in Königsberg und Leipzig fegen Zeuanis davon ab, daß in unterem Lande in fleißiger Ar­beit nach höchsten Leistungen gestrebt wird Der Reichsparteitag in Nürnberg wird die Zusammen- fassuna aller nationalen Kräfte fein Mag man im Auslände diese kämpfende Beweauna heoraroöhnen, so trifft doch bas Wort zu, bas Dr Goebbels heim Appell an bie SA am Sonntag sprach- ..Ein Volk lebt nicht von seinen Bürokraten, fonbern non