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Der Lieblingssaal in der Tierklinik.
Samuel, der Aal, litt bedauerlicherweise an einer Augenquetschung. Er lebt im Osten Londons und ist seit 15 Jahren der verwöhnte Liebling seiner Besitzerin. Er frißt Mrs. Collins aus der Hand und ist durchaus ein ungewöhnlicher Aal. Im Jahre 1921 ging Mr. Collins aus, um Lebensmittel einzukaufen und trat auch in einen Fischladen. Da bemerkte er einige noch lebende junge Meeraale, und da sein Sohn gerade krank zu Bett lag, bat er um Erlaubnis, ihm einen davon mitzubringen. Zur freudigen Ueberraschung der Familie Collins blieb der Aal, der Samuel genannt wurde, am Leben, wuchs und gedieh. Einen ihm zugesellten Goldfisch fraß er auf, ebenso erging es einem jungen Aal, den man ihm als Spielkameraden verschafft hatte. Sonst frißt er jedoch nichts, was man ihm einfach hineinwirft, sondern verlangt von seiner Herrin, Mrs. Collins, gefüttert zu werden.
Und nun mußte es ihm schlecht ergehen, gerade weil er so anspruchsvoll ist. Er besteht nämlich darauf, daß sein kleines, von Mr. Collins selbst an
leicht vergißt. In der Deutschen Medizinischen Wo. chenschrift gibt Dr. A. M a l l w i tz eine Reihe vo» sehr beachtenswerten Ratschlägen, um dem Winter, urlaub wirklich das Höchstmaß von Freude und Er. holung abzugewinnen, das er zu bieten vermag. Als Wichtigstes empfiehlt er dem Sporttreibendeix eine ausgiebige Nachtruhe, die alle ungewohnte^ Anstrengungen wiedergutmacht. Die Unsitte, bit man in manchen Sporthotels beobachten kann, bit Nacht zum Tage zu machen, wird durchaus verur- teilt. Gerade der überarbeitete und oft gehetzte Städter braucht zum Ausgleich nicht nur einen ebenso langen, sondern einen längeren Schlaf alz in seiner gewohnten Umgebung, und nicht umge. kehrt. Bei anstrengendem Training wird auch vor oder nach dem Mittagessen ein kurzer Schlaf empfohlen. Die zweite wichtige Bedingung ist die Der. Hütung von zu großem Wärmeverlust. Zu falte Schlafräume sind für den Städter, wenn er nicht abgehärtet ist, schädlich und sind oft die Ursache zu Katarrhen und anderen Erkältungskrankheiten. | Auch die außerordentlichen Temperaturunterschiede im Schatten und in der Sonne sind zu beachten und nach Möglichkeit durch geeignete Kleidung aps= zugleichen. Bei Aufstiegen in etwa 2000 Meter Höhe, bei Sonnenschein und Windstille kann ma, kaum leicht genug gekleidet sein, ein weißes durch, lässiges Hemd ist für Frau und Mann hier bas Gegebene. Bei der Rast auf der Höhe selbst hat man wiederum alles Wärmende anzllziehen. Soweit es möglich ist, soll langes Sitzen in durchnäßter Kleidung vermieden werden. Freie Körperstellen sind zum Schutz gegen Sonnenoerbrennungen ober Erfrierungen mit guten Salben und Cremes vor der Tour zu behandeln. Die Skistiefel sollen so groß gewählt werden, daß man nicht nur mehrere Paar Strümpfe und Socken übereinanderziehen, sondern auch noch die Zehen in den Stiefelspitzen bewegen kann. Bei allen Sportverletzungen ernsterer Art empfiehlt es sich, sogleich ärztlichen Rat einzuholen.
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„Nun — ein Krokodil", sagte dieser erstaunt. „Also erhalte ich einen Schilling." — „Aber ja — sicherlich!"
Da ging er zur Tür und rief hinaus: „Lete hapa!" (Bringt her!) und herein spazierten die Kerse mit den 496 kleinen Echsen. ‘
Der Engländer, wütend und schimpfend, schloß den Geldschrank auf und zahlte bar auf den Tisch des Hauses 497 gute Schillinge. —
Eine andere Geschichte erzählte mir eine Dame. Am Tanganiyka-See hatte sich der deutsche Pflanzer eine Badestelle abgezäunt, so daß er trotz der vielen Krokodile in Ruhe baden konnte. Eines Tages kam sein Freund zu Besuch und wollte gleich baden. Ja, hieß es, Du kannst baden — aber nur innerhalb der Boma (hier: Gehege). Der Freund ging ins Wasser und schwimmt, als er plötzlich neben sich ein riesiges Krokodil erblickte. Bor
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gefertigtes Aquarium einmal wöchentlich gereinigt wird. Die Zeit dieses Großreinemachens verbringt er, wie die meisten Hausherrn, gern auswärts, und zwar im Küchenausguß. Hier mußte ihn das Unheil treffen in Gestalt eines Steines aus dem Aquarium, der ihm auf den Kopf fiel und ihm das Auge quetschte. Da die Tierklinik dem Hause Collins rühmlich bekannt war — das gebrochene Bein eines der Familie gehörenden Hundes wurde dort geheilt — so wurde Samuel, unter seinen Freunden kurz „Sam" genannt, dort hingegegeben, wo seine Herrin ihn täglich besucht, da er nur von ihrer Hand das Futter nimmt. Wie dem Vertreter einer englischen Zeitung, der sich nach dem Befinden des einzigartigen Patienten erkundigte, mitgeteilt wurde, ist Samuels Kur als geglückt anzusehen, so daß er als geheilt entlassen werden wird.
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Schrecken ging er unter und fühlte ordentlich das Gebiß des Untiers in sein Fleisch einhauen. Aber es geschah nichts, denn das Krokodil, welches nachts versehentlich in die Umhegung geraten war, fühlte sich gefangen und raste in irrer Angst am Gitter im Kreise umher. Natürlich machte sich der badende Freund diesen Sachverhalt nicht klar. Mit einem gewaltigen Schwünge schnellte er sich vielmehr über den Zaun und kopfüber hinein in das offene Wasser zu den übrigen Krokodilen. Diese waren satt oder zu faul oder auch erschrocken und ließen ihn ungeschoren an Land.
Der Angstschweiß stand ihm noch auf der kreidebleichen Stirn, als sein Freund ihn antraf. Mehrere starke Whisky-Soda waren nötig, ihm das seelische Gleichgewicht wieder zu verschaffen.
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ins Wasser. Als der Boy, den ich nach meiner Büchse geschickt hatte, angelaufen kam, saß das Krokodil dem Ochsen auf dem Rücken und hatte sich im Fetthöcker festgebissen. Auf meinen Schuß glitt es wie tot herunter und versank. Den Ochsen mußten wir schlachten, so hatte das Krokodil ihn zugerichtet.
Unter den Negern sieht man nicht selten Leute, denen das Krokodil beim Baden schwere Wunden beigebracht hat. Um so erstaunlicher ist es, daß -beispielsweise im Zigi, einem 40 Meter breiten Flusse, der niemals austrocknet, zur Regenzeit aber zum reißenden Strom wird, die Neger zu jeder Tageszeit baden und schwimmen. Mitten zwischen badenden Schwarzen schoß erst vor einigen Tagen ein Europäer ein fünf Meter langes Krokodil. Wir fragten einen älteren Mann, wie das möglich fei, daß trotz der vielen Krokodile nicht mehr Unglück vorkomme. Er meinte: „Ja — bwana — wir haben mit den Krokodilen Schauri (hier: Abkommen) gemacht, sie tun uns daher nichts — Du aber dürftest nicht in das Wasser gehen!"
Ein Europäer wollte an einer Flußmündung im Meere baden. Er fragte die Eingeborenen, ob dort Krokodile seien. „Nein — Herr — keine Krokodile." — Er badete also seelenruhig. Nachher fragte er den Schwarzen, wieso sich dort keine Krokodile aufhielten. Antwort: „Herr, da sind zu viele Haie!"
Eine schöne Geschichte erzählt mir ein Afrikaner vom Rufidschi. Die Krokodile nahmen dort so überhand, daß der junge, englische Beamte einen Schilling Belohnung für jedes tote Krokodil ausschrieb, das ihm auf die Boma (Amtsgebäude) gebracht würde. Nun saß da ein uralter deutscher Pflanzer, der sich mit dem Engländer ständig herumzankte. Dieser bot sofort einen Cent für jedes Krokodilei. Die Mohren brachten ihm in kurzer Zeit 500 Eier, die er in einem Tümpel in seinem Garten von der Sonne ausbrüten ließ. 497 kleine Krokodile schlüpften aus, und diese packte er in zwei leere Benzinkannen zu je vier Gallonen (18 Liter). Zwei Neger trugen die Kannen auf ihren Köpfen zur Boma. Hier nahm ihr Herr ein Krokodil heraus und betrat, freundlich grüßend, das Amtslokal.
„Was ist das für ein Tier?" fragte er seinen Freund, den Engländer, und legte das kleine Krokodil auf den Tisch.
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