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»^.^ttk^^ertretende Sowjetkommissar für die svw- jetrussische Rüstungsindustrie, Kaganowitsch, weilt zur Zeit mit einer Gruppe sowjetrussischer 3n» gcnieure in Washington, um eine Reihe amerika-
Unternehmungen zu „Studienzwecken" zu desichtigsn.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer und Reichskanzler hat Frau Si- m o n s zum Ableben ihres Gemahls, des Reichs- gerichtspräsidenten a. D. Dr. Walther Simons, in einem Beileidstelegramm seine herzliche Anteilnahme zum Ausdruck gebracht.
Der Kunstschristletter als Anwalt und Beschützer der Kunst.
entwickeln, es erwächst nur aus der Gemeinschaft der Menschen und aus der Landschaft, in der sie leben.
Diese naturgegebene Gemeinschaft ist das Volk, in weiterem Sinne die Rasse. Damit ist gesagt, daß das Schönheitsideal als Wertmaß der Kunst letzten Endes rassisch bedingt ist. Das hat der Führer als ein fundamentales Grundgesetz in jenen wundervollen Dorten ausgedrückt: „Es kann kein Mensch eine innere Beziehung zu einer kul-
Januar kommenden Jahres stattfindende neue Ausstellung von Decken bet Architektur und der angewandten K u n st begonnen werde. So werde das Haus der deutschen Kunst alljährlich zwei Ausstellungen beherbergen: eine Aus- stellung der bildenden Künste, der Malerei, Plastik und Graphik im Sommer und eine zweite für Architektur und angewandte Kunst im Dinter.
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Das deutsche Kunstschrifitum als das publizistische Gewissen der deutschen Kunst.
Eine grundlegende Rede des Reichspressechefs der RGOAp. Dr. Dietrich beim Presseempfang in München.
Im Alter von 75 Jahren starb am Donnerstag m Bunzlau Generalleutnant Albert v. Mutius, Ritter des Ordens Pour le msrite. Als Komrnan- deur der 23. Landwehr-Jnfanterie-Brigade machte er ^14 den Einmarsch in Polen mit. 1916 befehligte xF n Kavallerie-Brigade an der Düna spater die 9. Kavallerie-Division am Stochod. Als Kommandeur der 7. Kavallerie-Division nahm Generalleutnant v. Mutius an der Eroberung Rumön'"ns und an dem Einzug in Bukarest teil. 1917 mir er Kommandeur der 17. Reserve-Division und im Vlo« oenwer 1918, nach Lothringen zurückgeführt, mußte er die Festung Straßburg mit seiner Division bis
Einrucken der Franzosen besetzen. Im Jahre 1919 nahm er den Abschied und lebte seit 1925 in Bunzlau.
„Die Almosphäre Münchens ist die Atmosphäre der Kunst!"
Staatsminister Adolf Wagner kündigt jährlich zwei große Ausstellungen im Hause der deutschen Kunst an.
Tschechische Regierungskrise.
Rücktritt des Gesamtkabinctts angcboten.
Prag, 16. Juli. (DNB.) Wie verlautet, ist am Freitag im Verlaufe des Ministerrates eine Einigung über die Frage des Getreidemonopols bzw. des von den tschechischen Agrariern verlangten Staatszuschusses zur Erhöhung der lieber- nahmepreise des Getreides an die Bauern nicht zu- lande gekommen.
Finanzminister Dr. Kalfus, der mit Rücksicht auf die Lage der Staatsfinanzen eine weitere Belastung des Staatshaushaltes ablehnte, hat daher einen Rücktritt angeboten. Der Ministerrat kam jedoch zu dem Entschluß, dem Staatspräsidenten Dr. Bene sch den Rücktritt des 0 e- amtkabinetts anzubieten.
Benesch kehrt nach Prag zurück.
Es erheben sich hier an diesem ersten Tag der deutschen Kunst Fragen und Probleme, deren Beantwortung und richtungsweisende Klärung gerade für den Journalismus und das deutsche K u n st- jchrifttum nicht nur von eminentem Interesse, sondern von lebenswichtiger Bedeutung sind. Der Führer selbst wird bei der Eröffnungsfeier des „Hauses der Deutschen Kunst" und der „Deutschen Kunstausstellung 1937" das Wort ergreifen und dem Kunstschaffen unserer Zeit die Richtung weisen. Aber Kunst und Presse stehen in der heutigen Zeit in so enger Beziehung zueinander, daß ich die Gelegenheit unseres heutigen Beisammenseins benutzen möchte, um Ihnen über das Verhältnis von K u n st und Presse, das unmittelbar an die Grundfragen unserer beruflichen Arbeit rührt, ein paar Worte zu sagen.
Ein neuer Geist hat sich über Deutschland erhoben und seine Presse mit neuem Geist erfüllt: mit dem Geiste der Verantwortung vor unserer stolzen nationalen Kultur und dem Heiligtum unserer deutschen Kunst. Und damit ist das Verhältnis von Kunst und Presse aus den Niederungen eines krankhaften Kunstintellektualismus auf eine ganz andere höhere Ebene gestellt.
Der grundlegende Erlaß des Reichsministers Dr. Goebbels zur Reuordnung bet Kunstkritik, der das zerstörende Kunst- richtertum in der Presse beseitigt und an die Stelle des Kunstkritikers den Kunstschriftleiter fehl, ist nichts anderes als der endgültige Schlußstrich unter eines der betrüblichsten Kapitel des liberalistifchen Journalismus, der, aus allem anderen Starken längst verschwunden, in der Kunstkritik noch seine Blüte trieb. Die Kunslkchristleiter im nationalsozialistischen Deutschland brauchen dec Kunstkritik des libera- listifchen Zeitalters keine Träne nachzuweinent Sie hat die deutsche Kunst verdorben! Wir aber wollen sie wieder auferstehen lassen! An diesem großen Werke mitzuhelfen und mizuarbeiten, ist die hohe und verantwortungsvolle Aufgabe, die dem Kunstichriftkum nunmehr durch das nationalsozialistische Deutschland erschlossen Ist.
Die Aufgabe des Kunstschriftleiters von heute erfordert allerdings eines: klare Zielsetzung! Wer publizistisch die Kunst fordern und helfen will, sie dem Volk wieder näherzubringen, der muß festbegründete Vorstellungen von ihr haben und wissen, was Kunst ist. Das klingt wie eine billige Selbstverständlichkeit, ist es aber nicht, sondern rührt an den Kern der Sache. Wer hatte denn im Denken der vergangenen intellektualistischen Kunstepoche einen festen weltanschaulichen Richtpunkt, eme irgendwie faßbare allgemeine Vorstellung von dem, was Kunst überhaupt ist, was das Kriterium der Kunst ausmacht?
Kunst ist die Offenbarung des Schönen und Er- habenen durch unmittelbare Anschauung. Künstler ist, wer uns durch die Ausdruckskraft seiner Werke und Schöpfungen metaphnsische Werte, die wir unmittelbar als schön empfinden, vermitteln. Man kann nicht definieren, was schön ist, sondern es nur an seiner Wirkung beurteilen, an seiner Wurzel auf uns selbst und auf das Schönheitsempfinden unserer Mitmenschen Der Geschmack ist individuell, relativ^ er ist die ästhetische Sphäre dos einzelnen? Das Schöne aber ist allgemein, absolut, es ist die ästhetische Ebene der Gemeinschaft! lieber den Geschmack des einzelnen läßt sich bekanntlich nicht streiten, aber für die Beurteilung des Schönen gibt es ein allgemein verbindliches Wertmaß. Der absolute ästhetische Wert ist immer und überall das Schönheitsideal der Gemeinschaft! Der einzelne für sich kann kein Schönheitsideal aus sich
zugleich auch den Ehrentitel der „Stadt der deutschen Kunst"; und sie führt nicht nur diesen Namen, sondern sie i st es auch Die Tatsache, daß der Ausgangspunkt und Sitz der Nationalsozialistischen Partei zugleich auch Mittelpunkt der fünft- lerischen Ausdruckskraft des Reiches ist und für alle Zeiten sein soll, ist nicht nur eih Symbol, sondern ein Bekenntnis, daß die wurzel- hafte Verbundenheit nationalsozialistischer Weltanschauung und deutscher Kultur in ihrer ganzen Wesenhaftigkeit erfaßt und hervortreten läßt.
Die „politischen Kulturbarbaren Europas", als die man uns Nationalsozialisten im Ausland so gern abstempeln möchte, stellen ihr Barbarentum und die Produkte ihrer Kulturbarbarei hier in München zur Schau. Gehen Sie offenen Blickes durch diese Stadt und die große deutsche Kunstausstellung, die am Sonntag ihre Tore öffnet. Betrachten Sie die ersten Schöpfungen der Architektur und Plastik, mit denen der Nationalsozialismus den Beginn seiner Bauepoche eingelettet hat: den Königlichen Platz, die Parteibauten und die Ewige W a ch e in der Klarheit ihrer Linien, das Haus der deutschen Kunst. Es ist nur ein erster Anfang, der das auf nationalsozialistischem Kulturwillen geprägte räumliche Bild der Hauptstadt der Bewegung heute nur ahnen läßt. Es wird einmal, wie in vielen anderen Städten des Reiches, ein würdiges Denkmal der deutschen Wiedergeburt, die steinerne Manifestation eines künstlerischen Gestaltungswillens fein, der die Schmähungen kleiner Geister der Verachtung und dem Vergessen preisgibt.
So verbindet diese Stabt bas Herz ber nationalsozialistischen Bewegung mit ber Seele ber deutschen Kultur. Die Inkarnation des politischen Willens und die Schönheit künstlerischer Ausdruckskraft vermählen sich in ihr zu jener Einheit des deutschen Wesens, aus ber alles Große ber Ration geboren und Ihre Zukunft gestaltet wirb. Darüber hinaus aber kommt biefem Tag der beutschen Kunst grunb- legenbe Bebeutung zu für ble Wiedergeburt des schöpferischen Kunstgenusses überhaupt.
München, 16. Juli. (DNB.) Den außergewöhnlichen Rahmen des Presseempfanges anläßlich der Eröffnung des Tages der deutschen K u n st bildete das Maximilianeum, in dem sich am Freitagnachmittag mehr als 400 Vertreter der deutschen und ausländischen Presse versammel« ten. Der Presseempfang erhielt eine Bedeutung durch eine grundlegende Rede des Reichspressechefs der NSDAP. Dr. Dietrich, in der er die Haltung der nationalsozialistischen Presse zur Kunst umriß und für diese Presse ein starkes Bekennt- n i 5 zur Kunst ablegte. Die Klarheit, mit der er den Gegensatz zwischen dem kunstzerstörenden Negativismus der Presse des liberalistischen Zeitalters und dem aufbauenden Willen und Verantwortungsgefühl des nationalsozialistischen Schriftleiters gegenüber der Kunst herausarbeitete, und die Ueberzeugungskraft, die seine Richtlinien für die Tätigkeit des nationalsozialistischen Kunstschrifttums atmeten, fanden den lebhaften Beifall der Männer der in- und ausländischen Presse. Der
Reichspressechef der NSDAP. Dr. Dietrich
begrüßte die in» und ausländischen Pressevertreter und führte dann u. a. aus:
Mit der gesamten bildenden Künstlerschaft, die aus allen deutschen Gauen in kameradschaftlicher Verbundenheit sich in den Mauern dieser Stadt vereint, nimmt das ganze deutsche Volk lebendigen Anteil an diesem für das Schicksal der deutschen Kunst so bedeutungsvollen Ereignis. Und wenn etwas diesem ersten Tag der deutschen Kunst seinen besonderen und einmaligen Charakter verleiht, dann ist es dieser kühne und große Gedanke der Erhebung der Kun st aus der Enae ästheiisch- intellektualistischer Abgeschlossenheit i n o i e weite, lichte Sphäre lebendiger Volksverbundenheit, den das nationalsozialistische »and zu verwirklichen unternimmt, und der iderhall, den dieser Appell an bas künstlerische Gewissen der Nation im Herzen des Volkes findet.
Wie Sie wissen, führt München, die Hauptstadt der Bewegung, nach dem Willen des Führers
ftaltung, die das geistige Fundament für die Arbeit der Presse im Rahmen des Tages der deutschen Kunst gab.
Oer Begrüßungsabend derRe'chSkammerderbildendenKünste.
Der Begrüßungsabend, zu dem die Reichskammer der bildenden Künste die Teilnehmer an ihrer zweiten Jahres- t a g u n tz geladen hatte, vereinigte Tausende deutscher Künstler zu gemeinsam verlebten Stunden frohen Lebensgenusses. Der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste Professor Ziegler sprach zu den Künstlern, die stolz darauf seien, mit ihrer Person und ihrem Werk im Mittelpunkt des Festes der deutschen Kunst zu stehen, bas ihnen vom Führer bereitet ist. Der Künstler stehe heute nicht mehr vereinsamt da, sondern geeint in einer Nation, die sich mit ihm verbunden fühlt. Er möge aus diesem Tag ein inneres Erleben mit nach Hause nehmen, das ihn zu immer höheren künstlerischen Leistungen befähigt. Die besten Mün- chener Humoristen und Dortragskünstler trugen zur Verschönerung des Abends bei. Reichskulturwalter Hinkel überbrachte auch im Namen des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Hanns I o h st , die Grüße der Reichskulturkammer, mit denen er den Dank an Präsident Ziegler für alles verband, was er in den vergangenen Monaten für die Künstler geleistet habe. Er richtete an die Künstlerschaft den Appell, zu zeigen, daß sie ebenso gute Kameraden seien wie die deutsche Jugend und die deutschen Arbeiter.
Sämtliche Standarten der SA. in München.
NSG. Am Freitag verließen um 9.30 Uhr die 17 Standarten der SA. -Gruppe Hessen Frankfurt a. M., um an dem Festzug „2000 Jahre deutsche Kunst" anläßlich der Einweihung des „Hauses der deutschen Kunst" in München teilzu- nehmen. Nach dem Willen des Führers bilden sämtliche SA.-Standarten Deutschlands in dem Festzug die Spitze der Schlußtruppe „Die neue Zeit .
München, so fuhr Adolf Wagner fort, sei stolz auf die Aufgabe, bv Kunst zu Mreuen. Die Atmosphäre Münchens sei b t e Atmosphäre ber Kunst. Es sei ein glückliches, herrliches Symbol, daß gerabe in biefem München die nationalsozialistische Bewegung geboren wurde und daß Adolf Hitler, wohl der größte lebende deutsche Künstler, den Weg nach München gefunden und von hier aus das gewaltigste Kunstwerk aller Zeiten, seine nationalsozialistische Bewegung, gestaltet hat. Staatsminister Wagner legte dann das heilige Versprechen ab, er und alle für die Betreuung der Kunst verantwortlichen Stellen würden dafür sorgen, daß der Geist dieser herrlichen neu erstandenen nationalsozialistischen Kunst für alle Zeiten gebunden bleibe und daß das Haus ber deutschen Kunst für immer als ein Tempel wirklich gigantischer Werke gehütet werde.
Er kündigte in diesem Zusammenhänge an, daß bereits mit den Vorbereitungen für eine im
Die junge werdende Künstlerschaft werde in Zukunft ihren Weg nach München finden und hier lernen, was große Kunst ist. Dann werde es nicht mehr heißen: Wenn du wahre Kunst sehen willst, dann mußt du in das Ausland gehen, sondern es werde heißen: Du mußt einmal in München gell nd einmal diese Kunst gesehen haben! tun, so schloß der Gauleiter, ist keine
Staatssekretär Generalforstmeister Dr. v o n K e u- dell hat Staatssekretär Lyautey in Paris einen Sefuti) abgeftattet, um verschiedene forstliche fragen, die beide Länder angehen, zu besprechen.
Der tschechische Staatspräsident Dr. Benesch wird von seinem Ferienaufenthalt in Südböhmen Samstag vormittag nach Prag zurückkeh- ren, um Ministerpräsident Dr. Hodza zu emp- angen, ber ihm bei biefer Gelegenheit ben Rücktritt des Kabinetts unterbreiten wird.
Was wir tun, so schloß _ , ,
Arbeit für ben Tag, sondern eine Arbeit, die Jahrhunderte überdauern soll! Unser Volk muß in allen seinen Kreisen zurückfinden zu sich selbst, zu der ewigen Kraft, die in uns Deutschen lebt. Unsere Pflicht ist es, solange wir atmen, dem Führer zu helfen, damit ihm sein großes Ziel zum Segen unseres heiligen Deutschland gelingen möge!
Eine zwanglose Unterhaltung, bei ber bie Teilnehmer Gelegenheit hatten, miteinanber in einen fruchtbringenden Meinungsaustausch zu treten, hielt Die Gäste noch längere Zeit beisammen. Sie schieden mit erlebnisreichen Eindrücken von dieser Veran-
Slaatsminister Adolf Wagner betonte, daß ber Nationalsozialismus im Gegensatz ZU dem vergangenen System an bie große deutsche Vergangenheit anknüpfe und ihre großen Werte wieder erwecken wolle, damit die Menschen der Gegenwart aus ber Größe der Vergangenheit lernten. Aus diesem Grund sei der Gedanke des Fest- zuges unter dem Motto „2000 Jahre deutscher Kultur" entstanden, ber ben heute lebenden Menschen unb insbesondere ber Künstlerschaft vor Augen führen werde, wie groß unser Deutschtum ist und wie gigantisch die Werte sind, die aus diesem Deutschtum für die Kultur der ganzen Welt und der ganzen Menschheit geschaffen sind. Mit diesen Tagen werde ein S ch l u ß st r i ch gezogen unter die Jahre des Verfalls, die hinter uns liegen. Endgültig werde in bie Vergessenheit versinken, was einmal von Undeutschen auf deck Gebiete der Kunst geherrscht hat.
tureUen Leistung besitzen, ber nicht in dem Wesen seiner eigenen Herkunft wurzelt." Aus dieser Grunderkenntnis wird uns klar, warum es eine sogenannte internationale Kunst nicht geben kann. Jedes Kunstschaffen erwächst auf nationalem Boden.
Der Weg zur Kunst führt nur über das Ein- fühlen in das tief sie Wesen unseres Volks- tums, dessen strahlendste, schönste und edelste Offenbarung sie ist. Das Volk selbst hat dafür einen untrüglichen Sinn. Im Bewußtsein des Volkes wirkt das Wertmaß des Schönen mit der Sicherheit des Instinktiven. Auf diese Stimme des Volkes, die in ihrer Einfalt und Gläubigkeit die Stimme des Göttlichen in uns ist, müssen wir wieder hören, wenn wir als Kunstschristleiter bas Wesen des Künstlerischen erfassen wollen. Wer diese Voraussetzungen und Grundlagen wahrer Kunstauffassung besitzt, der wird niemals ein selbstherrlicher Richter über die Kunst sein, sondern ihr Anwalt und Förderer, ihr Diener und Beschützer. Der wird helfen, dem Volk die Tore der Kunst wieder zu öffnen und der Kunst das Herz des Volkes wieder zu erschließen. Dann werden nicht nur einige Wenige, dann wird das ganze Volk wieder der Mäzen feiner Kun ft werden. Schönheitssinn und Kunstgefühl sind in unserem Volke als rassische Grundwerte bis in weiteste Schichten vorhanden. Man muß sie in ihnen erwecken und ansprechen, um für viele den wundersamen Garten der Kunst zu neuer Daseinsfreude zu erschließen.
Die Aufgaben, die hier dem Kunstschriftleiter im nationalsozialistischen Deutschland erwachsen, sind nicht nur groß und verpflichtend, sondern auch überaus lohnend. Wie die Presse im nationalsozialistischen Deutschland das publizistische Gewissen der Nation ist, so soll das deutsche Kunstschrifttum bas publizistische Gewissen ber beutschen Kunst sein! Das ist unser gemeinsames Ziel unb unser gemeinsamer Wille, ben wir an biefem ersten Tage ber beutschen Kunst zum Ausbruck bringen wollen.
Im weiteren Verlauf bes Empfangs ber in- unb auslänbifchen Presse überbrachte ber Präsibent ber Reichskammer ber bUbenben Künste, Pros. Ziegler, bie Grüße bes Präsidenten der Reichskultur- fammer, Reichsminister Dr. Goebbels, und widmete kurze Ausführungen den Veranstaltungen der zweiten Jahresversammlung der Reichskammer der bildenden Künste. Sie gehöre mit zu den festlichen Ereignissen des Tages der deutschen Kunst, etwa 8000 deutsche Künstler, unter iynen Männer von Rang und Namen, würden erwartet. Dann nahm auch der Staatskommissar für das Haus der deutschen Kunst, Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner, das Wort. Packend und mitreißend sprach er über die Sendung Münchens als Kunststadt und die sich daraus ergebende Verpflichtung für die Künstlerschaft. Der Tag ber beutschen 'Kunst sei keine Münchener, fonbern eine gesamtbeutsche Angelegenheit. 15 000 beutsche Künstler aus ber ganzen Welt hätten ihre Werke für bie große Münchener Kunstausstellung angekündigt.


