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Heiniatbotamsche Woche in Vad-Aacheim

Vorträge Gießener Hochschulprofessoren.

(Nachdruck verboten.)

23 Fortsetzung.

Ich danke dir schön, Ameiser! Ader lasse das Geld nur auf der Sparkasse. Ich brauche viel, viel mehr", flüsterte Fogg zurück.

Also dann erkläre ich die Versammlung für ge­schlossen", sagte der Gsodmair und schichtete seine Papiere zusammen.

Und die Kuhleiten wird abgebaut, so oder so, darauf gebe ich euch mein Wort!" schrie Fogg wütend, stieg vom Podium und verließ mit wahren Landsknechtsschritten den Saal.

weiden.

Bei der zuständigen Behörde hörte man Fogg bereitwillig an, zollte seinem Eifer Lob und zeigte volles Verständnis für die schwierige Lage des Ortes Schellenberg. Aber man mußte ihn leider darauf Hinweisen, daß die vorgesehenen Mittel be- reite eingeteilt seien. Dor allem müßte einmal das Regierungsprogramm durchgeführt werden; Son- deraktionen wie diese seien an sich war äußerst erwünscht, aber, wie gesagt, die Mittel, die leidigen Mittel--

Fogg bedankte sich und trat inSchorschis" ver­kratzten Polstern die Rückfahrt an. Er war nieder­gedrückt, aber gleichzeitig fest entschlossen, es bei diesem Bescheid nicht bewenden zu lassen, sondern nach einem anderen Ausweg zu suchen. Abgehetzt, wie er war, und schläfrig kam er heim und über­fiel Anna mit der klassischen Arztfrage:

Ist was los?"

wechslung des Gebälks.

Sind einmal Schwammschäden aufgetreten, dann lasse man sich vor allen Dingen richtig beraten. Dabei muß vor allen Dingen die vorhandene Feuchtigkeitsquelle abgestellt und das schwamm­befallene Gebälk herausgenommen werden. Voll­ständig unwirtschaftlich und technisch sogar gefähr­lich ist es, schwammbefallenes Mauerwerk heraus­zubrechen, das in den meisten Fällen sogar erhalten werden kann, wenn es baulich noch gut ist. Ein geradezu unerhörter derartiger Fall wurde der hessischen Landesstelle für Pilz- und Hausschwamm­beratung in Darmstadt in letzter Zeit wieder be­kannt, wo man in unnötiger Weise bei einem Schwammschaden durch vier Stockwerke hindurch das Mauerwerk mit einer Kostenhöhe von mehre­ren tausend Mark herausgerissen hat. Zu statisti­schen Zwecken erbittet die Beratungsstelle Meldung von Schwammschäden sowohl von Neubauten, wie auch aus alten Gebäuden.

Letzter Stechtag für Sporae'

Die Hauptvereinigung der Deutschen Gartenbauwirtschaft teilt mit: In Anbe­tracht der in diesem Jahre besonders früh anfallen­den Sparqelernte muß der letzte Stechtag gegen­über den Vorjahren vorverlegt werden. Für Hes­sen - Nassau und das übrige Süddeutschland gilt als letzter Stechtag der 18. Juni 1937, für das übrige Reichsgebiet der 20. Juni 1937. Die Be­zirksabgabestellen und ihre Hilfseinrichtungen (Ortssammelstellen und Auslieferungsstellen) blei­ben bis zur Ablieferung der letzten Spargelmengen in Tätigkeit.

Gietzener Wochenmarktpreife.

* Gießen, 17. Juni. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: D. f. Molkereibutter, Vt kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10'/-, Klasse B 10, Klasse C 9'/--, Klasse D 9, ungezeichnete 8, Wirsing, grün, V2 kg 12 bis 15, Weißkraut 12 bis 15, gelbe Rüben, neue,

als in Rheinhessen. Der Zuckerrübenanuau reicht noch in die Wetterau herein, nicht allein durch das Klima bedingt, sondern ebenso durch die für einen Anbau günstigen Lößböden. Die Lößböden der Wct- terau gehören mit zu den besten Böden. Günitlg sind auch noch nach ihrem mineralischen Nährstoff­gehalt die Derwitterungsböden des Bajaltes des Vogelsberges. Zeigt dies im Großen wie die na­türliche Vegetation und die Kulturgewächse von ben kombinierten Faktoren Boden und Kliua .mhanqig sind, so ist dies noch mehr bei uen kleinen Unter­schieden der Fall. Der Redner, der in seinem Vor­trag lediglich die großen Zusammenhänge aufzeigte, erntete starken Beifall.

In der Reihe der Vorträge, die die Pflanzen im Dienste des V i e r j a h r e s p l a n e s be- handelten, fand das Referat von

Professor Dr. Zentgraf

berger Doktor!

Fortsetzung folgt

Kunst und Wissenschaft.

Programm der Gutenberg-Festwoche in Mainz.

Die diesjährige Gutenberg-Fe st wocke in Mainz (20. bis 27. Juni) wird bildende Künste, Wissenschaft, Musik und Theater mit Darbietungen von Zunftbräuchen und Volksfesten vereinigen. Bei der Eröffnungsfeier wird der Direktor der Mainzer Stadtbibliothek und des Stadtarchis, Dr. D e r t f ch , den FestoortragMainz zur Zeit Gutenbergs" hal­ten; Kräfte des Stadttheaters werden die Kantate Wahrhafftige Beschreibung etwelcher Staende, Be­rufe, Handwerke und Kuenste", in Reimen gesetzt von Hans Sachs, mit Musik von Felix Raabe, auf­führen. Das künstlerische Programm umfaßt drei Brahmskonzerte, einen Kammermusikabend und zwei Sinfoniekonzerte, mit namhaften Solisten, fer­ner die Aufführung der OpernDr. Johannes Faust" von Hermann Reutter undFalstaff" von Verdi, sowieMinna von Barnhelm" von Lessing. Bei der Festsitzung der Gutenberg-Gesellschaft wird Direktor Dr. The le überDas literarische Denk- mal für Gutenberg" sprechen. Neben der Eröff­nung des neueingerichteten Altertumsmuseums der Stadt Mainz bringt die Festwoche eine Ausstellung Land, Volk und Künstler am Mittelrhein."

über:Die Aufgabe des heimische n Waldes im Dierjahresplan" stärkste Be­achtung. Der Redner zeigte in gründlicher Darstel­lung die hohe volkwirtschaftliche Bedeutung des deutschen Waldes und fand mit feinen überzeugen­den Ausführungen starken Beifall. Er berichtete zunächst über die Aufgaben des Waldes im Rahmen des Vierjahresplanes, die darin bestehen, durch Lie­ferung von deutschem Holz die Einfuhr von auslän­dischen Rohstoffen zu verringern und damit Devisen für andere Zwecke freizumachen. Die hierdurch be­dingte Inanspruchnahme des deutschen Waldes muß so erfolgen, daß die nachhaltige Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Holz nicht beeinträchtigt wird. Dies ist möglich einmal dadurch, daß aus dem Brennholzanfall, der 25 Millionen Festmeter ,e Jahr beträgt, erhebliche Mengen für den chemischen Aufschluß durch die Industrie frei gemacht werden. Sodann werden durch verstärkte Pflegehiebe Nutz­holzmengen, insbesondere an Grubenholz und Pa­pierholz, zur Verfügung gestellt, die unschädlich entnommen werden können, weil durch verstärkte Pflegehiebe die Zuwachsleistungen des gepflanzten Bestandes verbessert werden. Endlich wird es Auf­gabe sein, die übernormalen Altholzreserven des deutschen Waldes jetzt durch eine verbesserte Der- jüngungstechnik zu mobilisieren.

Die Beziehungen der Waldwirtschaft zu der In­dustrie wurden im einzelnen erörtert. Der Redner betonte, daß ein Land, das zu 27 v. h. mit Wald bedeckt ist, in dieser Rohstoffquelle einen Rückhalt habe, der ihm die Durchführung des Vierjahres­planes und die Unabhänaigmachung vom Ausland ermöglichen werde, und daß Forstwissenschaft und Forstwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Indu­strie nach den Weisungen des Beauftragten für den Vierjahresplan, Generalforstmeifter Göring, den 'änden werden, die großen ihnen gestellten

Aus der engeren Heimat.

Landkreis Gießen.

* Alten-Buseck, 17. Juni. Am morgigen Freitag kann der hiesige Stellmacher- und Wagner­meister Heinrich Ringel seinen 81. Geburt s- t a g feiern. Der hochbetagte Mann, der sich allen Ansehens erfreut, hat seinen Beruf 50 Jahre lang ausgeübt. Der ihm lieb gewordenen Beschäftigung vermag er allerdings heute nicht mehr nachzugehen.

Kreis Friedberg.

)( Ober-Mörlen, 16. Juni. Gestern nachmit- tag ereignete sich auf der Reichsstraße nach Ufingen, oberhalb Ziegenberg, ein schwerer A u 10 u n - fall. Aus bis jetzt noch unaufgeklärten Gründen uhr ein Kraftwagen gegen eine rechtsseitig vor­springende Felswand, prallte ab und rannte IinFs- seitiq gegen einen Baum. Der Fahrer erlitt mehr­fache Beinbrüche und eine starke Nasenverletzung. Er mußte in schwerverletztem Zustande durch ein Sanitätsauto dem Krankenhaus in Bad-Naubeim zugeführt werden. Der Mitfahrer zog sich ebenfalls starke Verletzungen im Gesicht zu. Der Wagen wurde völlig zertrümmert.

Butzbach, 16. Juni. Einem hiesigen Ein- wohner gingen gestern beim Holzholen im Walde die Pferde durch, wobei der Landwirt unter b t e Räder des Wagens kam. Mit beträchtlichen Ver­letzungen an Kopf, rechtem Oberarm und rechte Seite muhte er in das Johanniter-Krankenhaus in Nieder-Weifel gebracht werden.

Kreis Schotten.

<> Laubach, 15. Juni. Am Sonntag weilte der Eisenbahn-Verein Alsfeld-Lauter- b a ch mit mehr als 500 Personen in unserem Städtchen. Nach dem Eintreffen des Sonderzuges wurden die Gäste durch Ortsgruppenleiter Braun und Bürgermeister h ö g y begrüßt. Nach dem Mittagessen im Schützenhof wurden die Sehens­würdigkeiten Laubachs besichtigt, während die Kapelle der Musikschule Glitsch (Alsfeld) auf dem Marktplatz ein Konzert gab. Den Nachmittag ver- lebten die Eisenbahner im Schützenhof und in dem auf dem nahegelegenen Festplatz stehenden Zelt. Gegen Abend fuhren die Gäste in guter Sttmmui?8 in ihre Heimat zurück.

An Hand von Karten und Plänen behandelte der Redner in ausgezeichnet anschaulicher Weise:D 1 e geographischen Grundlagen für b 1 e PflanzenverbreitunginTaunus, Wet- terau und Dogelsber g". Seinem Vortrag sei folgendes entnommen: Dom Klima sind Tem­peratur und Niederschlag die wesentlichen Faktoren, beim Boden die Struktur und der Nährstoffgehalt, die für die Verbreitung der Pflanzen von Wichttg- keit sind. Während die natürliche Pflanzenwelt und auch die Kulturpflanzen den Wintertemperaturen m normalen Jahren angepaßt sind, und nur bei be­sonderen Abweichungen Schaden leiden, sind die Sommertemperaturen in ihrem jährlichen Verlauf entscheidend für das Gedeihen der gesamten Pflan­zenwelt. Nennen wir die Tage, an denen das Tages­mittel der Temperatur 10 Grad Celsius übersteigt, volle Wärmetage, so beginnen diese in der mittleren und nördlichen Wetterau durchschnittlich in den letz­ten Tagen des Monats April in zusammenhangen- der Aufeinanderfolge aufzutreten und kurz danach beginnt das Aufblühen der Dbftbäume, wonach E. Ihne den mittleren Einzug des Frühlings für diesen Teil für den 1. Mai festgestellt hat. Erst vier Wochen später zieht der Frühling in den hohen Vogelsberg ein und etwa erst um diese Zeit ist oben der Beginn der vollen Wärmetage festzustellen. Im hohen Vogelsberg liegt auch die Roggenernte um 7 Wochen später als in der Wetterau.

Zwischen diesen Terminen der Wetterau und des hohen Vogelsberges stuft sich auch im Taunus die Wärme nach Eintritt und Ausmaß mit steigender höhe ab. Das Ende der vollen Vegetationsperiode, das heißt der zusammenhängenden Tage mit über 10 Grad Celsius Tagesmittel, fällt in herchen- Hain im hohen Vogelsberg durchschnittlich schon auf den 19. September, in Gießen erst auf den 8. Oktober. Damit wird oben die Zeit der Acker-

- Bad-Nauheim, 16.Juni. Im Rahmen der vom Gau Hessen-Nassau des NSLB. zur Zeit m Bad-Nauheim veranstalteten heimatbotani- sch en Woche, über deren Eröffnung wir schon kurz berichtet haben, fanden weitere Vorträge statt. Auch Gießener Hochschulprofessoren haben sich, was freudig begrüßt wird, in den Dienst der Arbeits­woche gestellt. Den grundlegenden einführenden Vortrag bot

Professor Dr. Kime.

wenn mich jemand fragt, hast du mich denn noch ein bißchen lieb?"

Wie kannst du fragen, Anuschka! Natürlich, sehr. Komm, gib mir einen Kuß!"

Und wirst du mich auch immer gemhaben, Basil? Ich habe zuweilen solche Angst."

Du bist ein Schäfchen, Anuschka!" *

Der Mai ging seinem Ende zu.

Wiesen grünten, Aecker keimten, Sonne schien. Die Kastanien staken voller weißer und roter Ker­zen, Kirschen und Birnbäume blühten, und nur die Nußbäume und Akazien ließen sich Zeit.

Fogg hatte alle Hände voll Arbeit. Zwar hatte das Schloß sein Personal zu dem Urfahmer Arzt dirigiert, was eine höchstpersönliche Schikane von Tutschek war, aber dafür kam mehr und mehr die nähere Umgebung Schellenbergs in die tägliche Sprechstunde. Die Außenpraxis war anstrengend, schlechte Verbindungen nach allen Seiten, weit ent­legene Dörfer und Einöden. Sie war auch, wie gefagt, nicht sonderlich einträglich, aber das war für Fogg keine Enttäuschung. Manchmal zog ein Bäuerlein statt der Bezahlung ein Stück Rauch­fleisch aus der Tasche. Oder die Bäuerin brachte ein halbes Dutzend Eier in der Schürze daher, noch ganz warm und den armen Hennen sozusagen unter dem Hintern weggeholt. Fogg trug dergestaltige Naturalien jedesmal gewissenhaft in die Küche zu der Anna und vergaß nicht hinzuzusetzen: Das hat der und der gebracht, und bei der Rechnung muß man das berücksichtigen.

Der WagenSchorschi" war ein Mißgriff gewe­sen, wie sich von Tag zu Tag mehr herausstellte. Schorschi" war ein Meister im Erfinden immer neuer Schwierigkeiten. Mal haperte es mit der Bremse, mal mit der Batterie, mal mit der Zün­dung. Wenn Fogg in Santa Agatha nicht ein hal­ber Automechaniker geworden wäre, erginge es ihm zuweilen schlimm so mitten auf der Land­straße oder in einem Hohlweg. Ein Gutes hatte das Auto: Wenn Fogg lärmvoll durch Wiesen und Wälder ratterte, wußten die Leute schon eine Viertelstunde vorher: aha, jetzt kommt der Schellen-

WWifflöWil

Boman von Walther Kloepffer

Copyright 1936 by August Scherl G. m. d h, Berlin

bet Oberhessen fast ganz, nur bei Büdingen be- den Vie stehen kleine Weinberge. Ebenso ist das Dorkom- Weg fi men von Aprikosen- und Pfirsichbäumen seltener Aufgaben zu losen.

Amtsgericht Gießen.

Wegen groben Unfugs hatte der 25 Jahre alte E.N. aus Gießen von dem Amtsgericht in Gie- ßen einen Strafbefehl über 20 Mark Geldstrafe er­halten. Der Angeklagte hatte am 1. April 1937 einen die Bahnhofstraße befahrenden Radfahrer grundlos beschimpft und diesem mit der Faust ins Gesicht geschlagen, so daß der Radfahrer zu Bo- den fiel und eine Zeitlang bewußtlos war. In der auf Einspruch hin stattgefundenen hauptverhand- lung wurde der Angeklagte einwandfrei überführt. Das Gericht erkannte gegen ihn auf eine haft- strafe von einer W 0 ch e und belegte ihn mit den Kosten des Verfahrens.

befteüung stark verkürzt.

Die Niederschlagsmenge ist im allgemeinen gut ausreichend in unserem Gebiet, in feuchten Jahren in den höheren Gebieten sogar eher zu reichlich. So ordnen sich nach ihren Ansprüchen an Tempera­tur und Niederschlag sowohl die natürliche Vegeta­tion wie die Kulturgewächse an. Der Weinbau mei-

triebsassistent, 47 Jahre alt, Liebigstraße 8. 13.: Katharine Konrad, geborene Luft, ohne Beruf, 66 Jahre, Sicher Straße 74; Paul Buchwald, Kom­ponist und Kapellmeister, 60 Jahre alt, Kirchen­platz 23. 15.: August Schädlich, Werkmeister, 67 Jahre alt, Liebigstraße 12; Heinrich Gerdes, Schnei­dermeister, 65 Jahre alt, Kaiserallee 23.

** Appell der hessischen Feldartil­leristen in Darm st ad t. Unter der .Schirm­herrschaft des Oberbefehlshabers des Heeres, GeNe- raloberft Freiherrn v. Fritsch, findet vom 10. bis 12. Juli in Darmstadt ein großer Appell der hes­sischen Feldartilleristen statt. Nach einem Begru- ßungsadend am Samstag, dem 10. Juli, beginnt ber Sonntagvormittag mit Dantestunbgebungen und Gefallenenehrung, denen sich artilleristische Vor­führungen des Regiments 33 anschließen. Am Nach- mittaq bewegt sich ein großer Festzug durch die Hauptstraßen nach dem Festplatz, wo em gemüt­liches Beisammensein der Kameraden ftattfinbet. Nach Einbruch der Dunkelheit findet ein Fronten- unb Höhenfeuerwerk statt. Für Montag ist ein Kin­derfest vorgesehen. Melbungen an Kamerad Schweitzer, Darmstadt, Moosbergstraße 99.

** Die Lieferung von Pflanzen für b i e st ä b t i s ch e n A n l a g e n zum Frühjahr 1938 soll öffentlich vergeben werben. Die Angebotsvor- brucke finb beim Stäbtischen hoch- und Tiefbauamt erhältlich.

den Zweck und den Wert ber honiqenden Pflanzen !u unterrichten. Slubienassessor Maul fanb für eine Ausführungen eine aufmerksame Zuhörers­chaft, bie ihm reichen Beifall fpenbete.

Im Tagessaal ber Jugenbherberge würbe bann die Tagung burch einen Vortrag bes Imkers, Der- waltungsinspektor Ihn aus Frankfurt a. M. fort­gesetzt, ber überDie Bilbung und heran- zucht starker Völker im Frühjahr sprach. In vortrefflicher Weise schilberte ber erfah­rene Praktiker bie Aufgaben des Imkers in biefer Hinsicht, bie zugleich eine Förberung ber Bienen- zücht hinsichtlich ber burch ben Vierjahresplan ab­getragenen Arbeiten bebeuten sollen. Der Dortra- genbe ging bei diesen Forderungen zur Heranzucht starker Völker im Frühjahr von der Voraussetzung der im Volke vorhandenen guten Zuchtmutter aus. Der Pflege und Heranzucht solcher Zuchtmütter muß die größte Aufmerksamkeit gelten, damit ein gesun­der Aufbau ber Völker erfolgen kann. Als beste Zeit für bie Heranzucht bezeichnete ber Rebner bie Sommermonate Juni und Juli. Weiter betonte der Redner, daß man bann im Laufe bes Monats August barauf achten muß, baß, wenn keine guten Trachtverhältnisse vvrhanben finb, bie Völker etwas gefüttert werben müßten. Reicher Beifall dankte dem Dortraoenben.

Der Dorsitzenbe ber Ortsfachgruppe, Baden­de n b e r , wibmete im Verlaufe ber Versammlung dem kürzlich im 89. Lebensjahr verstorbenen Ehren- mitglieb Lorenz Spitz aus Gießen einen herzlichen Nachruf, in bem er besonbers hervorhob, daß ber Verstorbene sich trotz seines hohen Alters bis in bie letzten Tage feines Lebens in vorbilblicher Weife in ber Bienenzucht betätigt hatte.

Hausschwammschäden bei übereilten Neubauten

Im Rahmen des Dierjahresvlanes muß jeder Werkstoff aufs beste genutzt werden, so daß er setzt und für die Zukunft seiner Aufgabe gerecht wirb, daß nichts Wichtiges unterlassen wirb, baß aber auch nicht mehr geschieht, als zu jebem vorbedachten Zweck unbedingt notwendig ist. Dazu gehört vor allem die nötige Vorsicht und die ausreichende Frist­setzung bei ber Errichtung von Neubauten. Das verwanbte Holzwerk darf vor bem Abschluß nicht mehr als 12 bis 15 v. h. Wassergehalt besitzen, sonst finb Schwammschäben bei überstürzten Neu­bauten unausbleiblich, unb bie Bewohner eines Neubaues können benselben erfahrungsgemäß wie­der verlassen zur notwendig gewordenen Aus-

Andern Tags fuhr er nach München. Der Miß­erfolg bes gestrigen Abends hatte ihm einen Stoß versetzt, aber ibn nicht aus ber Bahn geworfen. Er war in biese Idee nun einmal verbissen, auf eine §ähe, ja fanatische Weise, unb würde die Taten folgen lassen. Nachdem die Schellenberger versagt hatten, mußte ein anderer Kapitalgeber gefunden

Abgelehnt! Sie brauchen gar nicht weiterzu­reden, Herr Verwalter."

Wieso? Und warum so aufgeregt?"

Weil ich Ihr Spiel durchschaue, Herr Tutschek. Gott, die Fürstin! Die versteht wohl nicht viel von derartigen Geschäften und verläßt sich auf Sie. Ich soll mich also Ihnen auf Gnade und Ungnade ausliefern? Und mit den Schellenberger Arbeitern springen Sie dann um, wie es Ihnen behagt? Mög­lichst niedere Löhne, was? Damit sie ja nie aus ihrem Dreck unb ihren Sorgen herauskommen! Unb bas Schloß schiebt bie fetten Profite ein. Für wie töricht unb für wie gemein halten Sie mich eigent­lich, werter Herr?" Fogg schrie und hatte sich in eine richtige Wut hineingeredet. So ein Halsab­schneider, so ein miserabler! dachte er zornig.

Sie brauchen durchaus nicht so zu brüllen!" er­widerte Tuffchek gehässig.Ich höre tadellos, Gott sei Dank! Und ich muß Ihnen leider sagen: Sie sind kein sachlicher Partner, mit dem man in Ruhe verhandeln kann."

Gehen Sie mir mit Ihrer Sachlichkeit! Wo so etwas anfängt, hört für mich die Sachlichkeit auf. Die Kuhleiten wird so abgebaut, daß bie Bevölke­rung auch einen greifbaren Nutzen bavon hat. Läßt sich das nicht machen, weil ich das Geld nicht auf­treibe, bann bleibt das Lager eben liegen, bis ein­mal die Gelegenheit kommt. So, und nun kennen Sie meine Ansicht!"

Ich werbe bestimmt nicht verfehlen, Durchlaucht davon in Kenntnis zu setzen", antwortete Tutschek höhnisch.

Davon bin ich restlos überzeugt. Adieu, Herr Verwalter!"

Während Tutschek im Hausgang in seinen lieber« zieher schlüpfte, forschte Anna ängstlich:Was hat es denn gegeben, Basil? Ihr wart ja schrecklich laut."

Ich habe bem Kumpan da brinnen ein Geschäft vorgeschlagen, harmlos und in aller Güte. Unb er schreit mich an wie ben größten Verbrecher! Unb so was will studiert haben und ein gebildeter Mann sein...? Das ist ein Rowby!"

Du mußt bid) nicht kränken, Basil! Vielleicht

meint er es gar nicht so", tröstete sie und liebkoste seinen Arm.Ich werbe auch sehen, baß ich heute abeirb kommen kann. Ich gehe einfach spazierest

Nun lassen Sie sich mal einen Vorschlag machen, lieber Herr Doktor! Schieben Sie die Gemeinde vollkommen beiseite und verhandeln wir zwei. Sie brauchen mir nicht lange au erzählen, ich bin ziem­lich im Bilde. Man hat so seine Vigilanten unter dem Volk. Besserer Graphit kommt nicht aus Ceylon und nicht aus Madagaskar. Also kurz unb bündig bie Fürstin will Ihnen bas erforderliche Kapital zur Verfügung stellen. Wieviel brauchen Sie?"

Schon mies, wenn ber seine Hände brinnen hat! dachte Fogg unbehaglich.Herr Dolschi und ich haben für den Anfang an fünfzigtausend Mark er­rechnet. Löhne, Werkzeug, Grubenholz, bie nötigsten Maschinen, haben Sie denn soviel flüssiges Geld?"

Das lassen Sie nur meine Sorge sein, Ver­ehrter! Also fünfziqtausend Mark sagen Sie? hm. Schön, bas geht. Wenn Sie wollen, können wir gleich bie Bedingungen festlegen."

Lassen Sie mal hören!"

Das Grundstück geht wieder in unfern Besitz über. Wir bekommen uneingeschränktes Verfügungs­recht über ben ganzen Betrieb. Sie selbst würben mit einem sehr anständigen hundertsatz, ben wir noch vereinbaren, am Reingewinn beteiligt"

das Bündel 13 bis 15, rote Rüben 15, Spinat, : 1/2 kg 18 bis 20, Römischkohl 12 bis 15, Bohnen, : grün, 25 bis 30, Spargel 1. Sorte 35 bis 42, 2. Sorte 22 bis 27, 3. Sorte 15 bis 18, 4. Sorte 7 bis 8, Erbsen 20 bis 25, Tomaten 38 bis 60, Zwie­beln 15 bis 18, Rhabarber 8 bis 12, Kartoffeln, alte 5, 5 kg 46 Pf., der Zentner 3,85 bis 3,95 Mark, neue, '/- kg 12 bis 16 Pf Pfirsiche 60, Aepfel, ausländische, 80, Kirschen 40 bis 45, Stachel­beeren 25, Erdbeeren 25 bis 50, Blumenkohl, bas Stück 20 bis 60, Salat 5 bis 10, Salatgurken 15 bis 40, Oberkohlrabi 7 bis 12, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 5 bis 10.

** Sterbefälle in der Stadt Gießen. In der Zeit vom 2. Juni bis 15. Juni verstorben in unserer Stadt: 2.: Militär-Jntendanturinspektor i.R. Oskar Wiechard, 59 Jahre alt, Goethestraße 50. 5.: Ludwig Weber, Bäckermeister, 67 Jahre alt, hillebrandstraße 1; Dr. Ewald Sieger, 40 Jahre alt, kaufmännischer Angestellter, Schanzenstraße 22; Robert Pracht, ohne Beruf, 54 Jahre alt, Damm­straße 6. 6.: Karl Christian Hardt, Krankenpfleger, 46 Jahre alt, Afterweg 63. 9.: Käthe Jost, Schnei­derin, 68 Jahre alt, Sicher Straße 74; Philipp Adolph, ohne Beruf, 80 Jahre alt, Sicher Straße 74. 11.: Else Schmitz, 10 Stunden alt, Krofdorfer Straße 48; Ludwig Schmitz, 4 Stunden alt, Krof- borfer Straße 48. 12.: Heinrich Schmitt, Zollbe-

Ja. Herr Tutschek war da. Er sagte, es wäre sehr wichtig. Und er kommt später noch mal vor­bei. Und außerdem sollen Sie zu einem kranken Kind nach Götzenreuth."

Die Anna titulierte ihn neuerdings mitSie" und vermied basJosi", was Fogg ganz recht war. Ein bißchen Abstanb konnte nicht schaden. Als Fogg aus ber Ortschaft Götzenreuth zurückkehrte, wartete der Verwalter bereits im Wohnzimmer.

Nun, Herr Tutschek?"

Durchlaucht schicken mich. Wir vom Schloß sind von Ihrer Entdeckung natürlich sehr überrascht. Aus ber Versammlung ist nichts geworden, habe ich gehört? Ja, die Schellenberger! Es steckt eben kein Unternehmungsgeist in ben Brüdern. Alles gehen lassen, miete bem lieben Gott gefällt bas ist so ihre Art. Solchen Leuten ist nicht zu helfen.

' Sie gestatten doch, daß ich mich setze?"

Entschuldigen Sie, ich vergaß vollkommen!" Tutschek konnte seine Schadenfreude über Foggs Schlappe nur schwer verbergen.