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Hände der Nationalen. Auch das eroberte Kriegs­material ist >ehr groß.

An der Front von Leon wurden in den Ab­schnitten von Riano, Picotan und la Corba die Vorhutsstellungen berichtigt und das Bergmassiv Venero besetzt. Der Feind floh und hatte große Verluste. An der Front von Aragon wurde ein heftiger feindlicher Angriff mit sowjet­russischen Tanks und Panzerwagen, sowie Fliegern im Abschnitt von Huesca zurückgeschlagen Der Feind hatte große Verluste und ließ zwei Panzerautos in den Hän­den der Nationalen. In Chumillis griff der Gegner mit sechs sowjetruffischen Tanks an, von denen er einen verlor. Der Angriff wurde abgewiesen. An der Aragon-Front wurden zwei Bombenflugzeuge und zwei Jagdflugzeuge der Bolschewisten abgeschos- sen. Bolschewistische Flieger bombardierten Ayerbe, wobei 30 Personen, in der Hauptsache Frauen und Kinder, getötet wurden.

Das warendie Besten von den Besten"....

Dor uns liegen Ausschnitte aus der sowjetrussi­schen Presse. Sie sind noch sehr jungen Datums, sie stammen aus dem Jahre 1935, als man im Räte­paradies die Rote Armee einmal über das andere lobte und vor Ehrfurcht erschauerte, wenn man den Namen des einen oder anderen, höheren Offiziers aussprach. Waren sie dochd i e B e st e n von den Beste n", die Würdigsten von den Wür- digen", wie diePrawda" seinerzeit feststellte, als man den Marschalltitel verteilte. Nun, einer dieser Marschälle starb inzwischen denHundetod der Hunde", wie man sich wenig geschmackvoll in der roten Presse ausdrückte. Welch ein Wandel in­nerhalb einer äußerst kurzen Zeitspanne! 1935 war General I a k i r noch ein Mann, der dafür sorgte, daß die Armeeim Geiste der Treue der General­linie der Partei" erzogen wurde, während G a - marnik in der Sowjetpresse lesen konnte, daß ihm nichts anderes am Herzen läge alseine gren­zenlose Treue aller Kommunisten der Armee zur Partei und deren Führer Stalin zu erreichen". Mit nicht wiederzugebenden Schimpfworten hat man auch diese einst gefeierten roten Häuptlinge ins Jen­seits befördert. Jagoda war vor knapp zwei Jah­ren noch der Mann, dessen Name einLächeln der Hochschätzung" auslöste, er war einharterprobter Bolschewik von alter Stählung". Nicht lange da­nach, reihte man ihn, denhervorragenden Schüler" Lenins in die Gruppe der gemeinsten Verbrecher ein.Man brannte ihm gleichzeitig das Zeichen des Staatsfeindes auf. Und wenn wir in diesen Zei­tungsausschnitten weiter blättern, dann finden mir neue Lobeshymnen auf diejenigen, die als fa­schistische Schlangen, Spione und Ver­räterentlarvt" worden ffrib.

Das waren also dieBesten von den Besten!" Wie mag es da wohl mit den übrigen aussehen, welche Bezeichnung gebührt den anderen, wenn man von diesen, die nach Ansicht der roten Presse bolschewistische Jdealgestalten waren, alsAbschaum der Menschheit" spricht? Bei der nächsten Gelegen­heit wird man in der Sowjetunion nach weiteren charakteristischen Bezeichnungen zu suchen haben. Die Gräber der GPU. sind noch längst nicht ge­schlossen, im Gegenteil, es werden dauernd neue ausgehoben. Weitere Bolschewistenhäuptlinge, die sich dieLiebe in der ganzen Armee erobert" hat­ten, die einekolossale Volkstümlichkeit" besaßen und deren Dekorierungmit besonderer Befrieüi- gung" registriert wurde, stehen zur Hinrichtung befreit. Das blutige Handwerk hat jener Apparat zu verrichten, den Jagoda schuf und der heute vom herrlichen Jeshow" in Bewegung gesetzt wird. Natürlich sind er und seinesgleichen heute dieWür­digsten der Würdigsten". Möglich, daß dererha­bene Vater Stalin^ morgen entdeckt, daß auch diese ihrproletarisches Vaterland" schon seit Jahren an denfaschistischen Feind" verraten. Das sollte eigentlich nicht überraschen, nach dem, was wir über dieBesten von den Besten" in der Sowjetunion gehört haben. Sbt.

Oanuger Marxisten vom Ausland bezahlt.

Danzig, 16. Juni. (DNB.) DerDanziger Vorposten" veröffentlicht in Faksimile einen Brief des Generalsekretärs des internationalen Gewerk­schaftsbundes S ch e v e n e l s, aus dem unmißdeu- tig heroorgeht, daß die Danziger Opposition von außen dauernd mit Geldmitteln ver­sehen wird, um auch nach der Auflösung der staatsfeindlichen Organisationen eine illegale Tätigkeit fortzuführen. Der Brief, gerichtet an den Danziger Marxistenführer, hat folgenden Wortlaut:

Paris, den 5. Dezember 1936.

Lieber Genosse Töpfer!

Bezugnehmend auf unsere frühere Korrespon­denz betreffend den Zuschuß von 15000 Franken vom internationalen Solidaritätsfonds (SAJ.-JGB.) und auf Grund von Beschwerden, die an uns gerichtet wurden, wobei sich heraus­stellt, daß die zwei Teile unserer Gesamtbewe­gung ü b e r die Verwendung des Be­trages nicht einig sind, möchte ich aus­drücklich betonen, daß dieser Zuschuß für die Ge­samtbewegung bestimmt ist und gemeinsam über seine Verwendung beschlossen werden muß. Ich nehme an, daß es immer noch möglich ist, sich unter Euch zu verständigen, ohne daß die beiden Internationalen als Schiedsrichter auftreten müs- sen. Mit besten Grüßen gez. S ch e v e n e l s." Aus diesem Brief geht klar hervor, daß die Dan­ziger Marxisten im landesverräterischen Solde ausländischer Stellen standen und damit natürlich auch ihre politischen Befehle aus dem Auslande erhielten. Es ist kein Geheimnis, daß marxistische Abgeordnete des öfteren ins Aus­land fuhren, um sich dort Rat und Geld SU holen und sich nach neuen Wirkungsfeldern umzusehen. Zur Freude der Danziger ist es eini- gen gelungen, im Auslandeengagiert" zu werden.

dem Abfall der letzten ihrer bisherigen An­hänger ist es verständlich, daß diesen Verrätern in ihrem Vaterlande der Boden unter den Füßen in Danzig zu heiß geworden ist. Bemerkenswert ist der Anlaß, aus dem die Gewerkschaftsinternationale den Brief nach Danzig sandte-, die verschiedenen Marxistengruppen wollten sich augenscheinlich bei der Einteilung des Schmiergeldes untereinander übers Ohr hauen.

ve Balera fordert volle Souveränität Irlands über keine Häfen.

Dublin, 17. Juni. (DNB. Funkspruch.) Mini- prästdent de Dalera erklärte in einer großen Wahl­

versammlung, daß er immer auf gute Bezie­hungen mit Großbritannien hingeorbeitet habe. Diese könnten aber nicht eher herbeigeführt werden, ehe nicht die Souveränität Jr- lands über seine Häfen hergestellt sei. In dem Vertrage von 1921 seien England gewisse An­sprüche auf irische Häfen im Kriegsfall oder in Zeiten gespannter Beziehungen zu- gestanden worden. Niemals aber könnten gute Be­ziehungen zwischen Großbritannien und Irland herrschen, es sei denn auf einer Grundlage der Ge­rechtigkeit, die erforderte, daß auch die Häfen unter der vollen Souveränität des irischen Voltes stehen.

Japan plant Arbettsdienstpflicht nach deutschem Muster.

T o k i o , 17. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Agen­tur Domei berichtet, daß eine Arbeitsdienstpflicht nach deutschem Muster, die planmäßige Ausbildung der Facharbeiter und die Mobilisierung aller Ar­beitskräfte Japans als Teilmaßnahmen der neuen Wirtschaftspolitik des Kabinetts Konoe zur be­schleunigten Entwicklung der Indu­strieproduktion Japans und M a n d s ch u-

k u o s vorbereitet würden. Weiterhin werden die Eisen- und Maschinenindustrie als die­jenigen Wirtschaftszweige bezeichnet, Deren beschleu­nigte Entwicklung im Rahmen eines großangelegten Fünfjahresplanes angestrebt werden sollen Land­wirtschaftsminister Arima versichert, daß die Regie­rung ihr besonderes Augenmerk auf die Interessen der Bauern richten werde.

Sonnwendfeier

der HL. auf dem Feldberg.

Das Gebiet Hessen-Nassau der Hitler­jugend feiert die Sonnenwende wieder auf dem gro­ßen Feldberg im Taunus. Kurz vor Mitternacht wird Gauleiter Sprenger, von der Eröffnung der HI.-Zeltlager kommend, auf dem Feldberg eintreffen und die Feuerrede halten. Nach einem ge­meinsamen Lied entzündet der Führer des Stand­ortes Frankfurt der HI. den Holzstoß. Gebietsführer Brandt wird die Feierstunde schließen. Zu glei­cher Stunde flammen im ganzen Gau die Feuer auf, die von der Hitlerjugend mit den Fackeln entzündet werden, die sie zur Wintersonnen­wende aus den Händen der SS. empfingen.

Unzerstörbare Bande deutscher und österreichischer Wirtschaft. Reichswirtschastsminister Or. Schacht begrüßt österreichische Industrielle.

Berlin, 16. Juni. (DNB.) Anläßlich des Be­suches der österreichischen Jndustriellenabordnung veranstaltete die Reichsgruppe Industrie einen Empfang. Es waren u. a. zugegen die Reichsmini­ster Dr. Schacht und Graf Schwerin von Krosigk, Staatssekretär Dr. Lammers, Oberst Thomas, Reichsbankvizepräsident Dreyse, der Präsident der deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammer A. F r o w e i n, der Präsident des Werberates der deutschen Wirtschaft Reichard, und Staatssekretär im Ruhestand Dr. T r ende­te n b u r g.

Der Leiter der Reichsgruppe Industrie, Gottfried Dierig, wies darauf hin, daß die österreichi­schen Gäste auf ihrer Reise durch Deutschland schon in den ersten drei Tagen einen großen Einblick in die Vielfältigkeit deutschen industriellen Schaffens gewonnen hätten und dabei feststellen konnten, daß hier gerade der kleine und mittlere be­trieb für die Struktur der deutschen Industrie von hervorragender Bedeutung sei. Denn gerade der Zug ins Große im Verein mit der tausendfäl- fältigen schöpferischen Initiative kleiner und kleinster Unternehmer, so daß jeder an seinem Platze zur Wirkung komme, sei ein Ziel nationalsozialistischer Wirtschaftsgestaltung.

Staatsrat Ludwig Urban dankte namens der österreichischen Jndustriellenabordnung für die große Liebenswürdigkeit, mit der die Abordnung seit dem Ueberschreiten der Grenze überschüttet worden sei. Mit ganz besonderer Dankbarkeit gedachte er des Empfanges beim Führer und Reichs­kanzler, den die österreichische Jndustriellen­abordnung als eine ganz besondere Auszeichnung betrachte.

Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht begrüßte dann die österreichischen Gäste mit folgen­den Ausführungen: Wenn eines der deutschen und der österreichischen Wirtschaft gemeinsam ist, dann ist es das, daß sie seit den Zeiten von Versailles und St. Germain unter dem Schatten der Politik lebt. Versailles hat Deutschland wert­volle Gebiete und seine gesamten Kolonien weg- genommen. St. Germain hat die alte Habsburger Monarchie zerschlagen und damit das neu geschaf­

fene Oesterreich vieler eigener Rohstoffquellen und Absatzgebiete beraubt. Die Politik der Friedensdik­tate hat beide Staaten wirtschaftlich unterdrückt ge­halten, um sie daran zu hindern, jemals wieder ihre politische Freiheit zu erringen. Nun ist es aber, Gott sei dank, ein Naturgesetz, daß die gesunde Kraft eines lebendigen Volkes nie­mals in Fesseln gehalten werden kann. Daran sind die Politiker von Versailles auf der ganzen Linie gescheitert. Deutschland wie Oester­reich sind heute wieder als gleichberech­tigte Völker in die Gemeinschaft der Nationen eingerückt. Aber ihre Wirtschaft hat die Folgen der Friedensdiktate noch lange nicht überwunden. Um nur das Wichtigste zu nennen; Deutschland wie Oesterreich sind heute die beiden Industriestaaten, die weitaus am stärksten an das Ausland verschuldet sind.

Aber die Bande der Wirtschaft hat nicht einmal Versailles ganz zerreißen können; denn die wirt­schaftlichen Beziehungen zwischen Oesterreich und Deutschland sind naturbedingt. Ueber ein Viertel seiner Grenze hat Oesterreich mit Deutsch­land gemeinsam. Oesterreich vermag eine Reihe von Nahrungsmitteln und Rohstoffen auszuführen, für die Deutschland immer einen Absatzmarkt bieten wird. Auf der anderen Seite findet das in enge Grenzen zurückgedrängte Oesterreich, das niemals seinen. gesamten Fertigwarenbedarf selbst erzeugen kann, in dem deutschen Nachbarlande die beste Be­zugsquelle. Ein reger Reiseverkehr rührt schon aus der völkischen und kulturellen Gemeinsamkeit und ferner aus der Tatsache, daß Oesterreich wie Deutschland zu den schönsten Ländern der Welt ge­hören. Nehmen sie dann noch die zahllosen kultu- retten und völkischen Imponderabilien, so sehen Sie, daß die wirtschaftliche Verbindung zwischen Oester­reich und Deutschland unzerstörbar ist.

Sie haben bei ihren bisherigen Besuchen deutscher Unternehmungen' sicherlich erkannt, daß die Wirt­schaft im neuen Deutschland von einem zähen Willen für Selbstbehauptung und von einem energischen Vorwärtsstreben beseelt ist. Daß dieser Wille bereits in erstaunlichem Maße Früchte gezeitigt hat, davon werden Sie sich überzeugt haben.

Aus aller Welt.

Oie Reichspost fördert den Fliegernachwuchs

Ein Jungfliegerheim bei Königswusterhausen.

Berlin, 16. Juni (DNB.) Bei den Funktür­men des Zeesener Senders bei Königswufterhaufen hat die Reichspost eine Unterkunft für ihren Post- schutz und das erste Schulungsheim für ihre Be­amten geschaffen und in diesem Rahmen auf An­regung des Reichspostministers ein Iungflie­ge r h e i m für die jungen Mannschaften des Na­tionalsozialistischen Fliegerkorps eingerichtet, das dem jungen fliegerischen Nachwuchs mit allen seinen Werkstätten und Einrichtungen und mit dem Lehr- personal, das auch den Postnachwuchs schult, un­entgeltlich zur Verfügung steht. Am Mittwoch wurde das Heim seiner öeftimmung übergeben. Der Son­derbeauftragte des NSFK. für die Deutsche Reichs- post, Ministerialdirektor Diplomingenieur Fleisch­mann, betonte, daß die Schaffung eines derarti­gen Heimes ein Glied in der Kette der schon seit längerer Zeit bestehenden Bemühungen des Reichs- vostminifters sei, das NSFK. zu unterstützen, seine Arbeit auf dem Gebiet der fliegerischen und fachhand- merklichen Ertüchtigung der Jugend auf eine breite­re Basis zu stellen. Nach der Schlüsselübergabe sprach der Korpsführer Generalmajor Christian- s e n dem Minister seinen Dank aus und ermahnte die Jungen, sich der Förderung durch den Reichs­poftminister durch ernste Arbeit würdig zu zeigen. Reichspostminister Ohneforge erklärte, eine Ver­waltung, deren Aufgabe es fei, die Nachrichten­übermittlung auf dem schnellsten Wege zu sichern, müsse ein aktives Interesse am Flugsport zeigen. Damit den Jungen Gelegenheit gegeben sei, sich im Planen und Bauen von Flugzeugen zu üben, habe er veranlaßt, daß diese Fliegerheime mit ihren Werkstätten bei der Reichspost errichtet würden. Der Minister taufte dann das erste in den Werkstätten der Reichspost erbaute Segelflugzeug auf den Na­menR e i ch s p o ft". Der Staatssekretär des Reichspostministeriums, Diplomingenieur Nagel, nahm dann die Weihe der Postschutzschule vor. Der Korpsführer verlieh dem Reichspoftminister im Auf- trage des Oberbefehlshabers der Luftwaffe Den Rang eines Ehrenführers des Nationalsozialistischen Fliegerkorps.

Verheerende Waldbrände bei Reichenhall und vromberg.

Auf einem am Ristfeuchthorn bei Schneizlreuth in der Nähe von Bad Reichenhall gelegenen Wald­grundstück brach ein Brand aus. Durch die heiße Witterung dehnte sich das Feuer mit großer Schnel­ligkeit aus, griff auf den benachbarten Wald über und erfaßte den Baumbestand und das durch die

Hitze der letzten Wochen ausgedörrte Holz. Die alarmierten Feuerwehren aus Bad Reichenhall und den anliegenden Orten sowie ein Heerestrup- penteil bekämpften das zerstörende Element, bis der heißersehnte Regen zu Hilfe kam und im Verein mit aufopfernder Menschenkraft die Glut zum Verlöschen brachte.

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In der Umgebung von Bromberg brach ein Waldbrand aus, der in wenigen Stunden eine ungeheuere Waldfläche ergriff. Es wurden die Feuerwehren aus Bromberg und der anliegenden Kreise alarmiert. Auch ein Teil der Bromberger Garnison wurde zur Bekämpfung des Brandes ein­gesetzt. Die brennende Waldfläche wurde durch Grä- oen eingekreist. Man hofft nunmehr, ein Uebergrei- fen des Feuers auf die anderen Waldungen ver­hindern zu können.

Schwere Brandschäden durch Blitzschlag.

Ueber den etwa 5 Kilometer von Memmingen entfernten Ort Egelsee ging ein schweres Gewitter nieder. Dabei zündete ein Blitz in dem Anwesen bes Erbhofbauern Mahle. Das ganze Anwesen wurde in kurzer Zeit in Schutt und Asche gelegt. Nur das Vieh konnte gerettet werden. Der Besitzer, Vater von 12 Kindern, konnte mit seinen Angehö­rigen nur retten, was man am Leibe trug. Der Schaden, der durch die Vernichtung wertvollen Volksgutes entstand, ist groß. In Dettingen an der Iller schlug der Blitz in die GastwirtschaftZum Hirsch". Das Wohnhaus und die angebaute Stal­lung wurden ein Opfer der Flammen, die übrigen Gebäulichkeiten und das lebende Inventar konnten dank der aufopfernden Arbeit der Feuerwehren ge­rettet werden.

Wegen Wördes zum Tode verurteilt

Das Schwurgericht Halle verurtelte den Friedrich <3iefeler aus Göttnitz (Kreis Bitterfeld) wegen Mordes zum Tode. Giefeler hatte feinen Schwiegervater, mit dem er sich entzweit hatte, er­mordet. Er hatte den von der Feldarbeit Heim­kehrenden mit einem Knüppel niedergeschlagen. Als der alte Mann nicht gleich tot war, hatte Giefeler mit einer Mistgabel auf ihn eingeschlagen und war schließlich mit dem Wagen mehrmals über den Körper des Bewußtlosen hinweggefahren, bis er tot liegenblieb. Das Gericht hatte Giefeler im Vor­jahre schon wegen Totschlags zu zehn Jahren Zucht­haus verurteilt. Auf Revision der Staatsanwalt­schaft verwies das Reichsgericht die Sache an das Schwurgericht zurück, das auf Grund der neuer­lichen Beweisaufnahme die Frage des Vorsatzes und der Ueberlegung bei Begehung der Tat bejahte.

Drei Wenfchen im Abwäsierfchachl tödlich verunglückt.

Bei Arbeiten in einem Abwässerschacht auf einem Grundstück in Kopenhagen kamen drei Men­schen ums Leben. Dor der geplanten Reini­

gung eines Filters stieg ein Lehrling an einem Seil in den Schacht, um das etwaige Vorhanden­sein giftiger Gase festzustellen. Da solche nicht vor­gefunden rouriyn, nahm man die Arbeit auf. Kaum war der Lehrling wieder in den Brunnen ge­klettert, als er ohnmächtig wurde und in die Ab­wässer stürzte. Der Geselle, der ihm zu Hilfe kom­men wollte, erlitt das gleiche Schicksal. Noch bevor die Rettungskolonne erschien, versuchte ein Lager­arbeiter, der das Unglück bemerkt hatte, die b eiben Verunglückten zu bergen, aber auch er fiel den Gasen zum Opfer.

NeicbSausfteIlungGebt mir vierLahre Zeit" bis 27. Luni verlängert.

Das ungewöhnlich große Interesse, das die Reichs­ausstellung(Seht mir vier Jahre Zeit" bei der gesamten deutschen Bevölkerung gefunden hat, und Der immer noch steigende Besucherzustrom aus dem ganzen Reich haben die Ausstellungsleitung veranlaßt, diese einzigartige Leistungsschau des Nationalsozialismus am Kaiserdamm in Berlin um eine Woche bis einschließlich Sonntag, den 27. Juni, 3U verlängern. Damit ist auch denen, die in dieser Zeit der beginnenden Hochsaison der deut­schen Bade- und Kurorte über Berlin in die Som­merfrische fahren, die Gelegenheit geboten, die große Reichsausstellung zu besichtigen.KdF."-Sonderzüge werden auch in der Verlängerungswoche aus allen Gauen nach Berlin fahren. Auskunft darüber er­teilen alleKdF."-Stellen.

Starke Beteiligung am Internationalen Segel- flugwettbewerb in der Rhön.

Zu dem vom Aero-Club von Deutschland vom 4. bis 18. Juli auf dem Gelände der NSFK.- Reichsfegelflugschule Wasserkuppe durchgeführten internationalen Segelflu g Wettbe­werb sind bisher die Nennungen von acht Natio­nen eingegangen. Das Nationalsozialistische Flieger- korvs hat für Deutschland fünf Segelflugzeuge ge­meldet mit den Flugzeugführern Karl Schmidt, Ludwig Hoffmann, Heini D i 11 m a r, Wolfgang Späthe und Hanna R e i t s ch. England, Polen, die Schweiz, Oesterreich, Tschechoslowakei, Italien und Rumänien haben ebenfalls gemeldet. Explosionsunglück in einer schottischen Sprengstoff­fabrik.

In einer Sprengstoff-Fabrik in Ardeer in der schottischen Grafschaft Ayrshire ereigneten sich meh­rere schwere Explosionen. Soweit bisher be­kannt, wurden drei Personen getötet und zwei chwer verletzt. Bei den kurz aufeinander olgenden Explosionen wurden fünf Magazine zer- tört.

Ktosterseelsorger verdirbt Klosternachwuchs.

Ein Koblenzer Sittlichkeitsprozetz.

Koblenz, 15. Juni. (DNB.) Am Dienstag hatte sich vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Koblenz der 60jährige Zisterzienser Ordenspriester Georg W e l l st e i n , genannt Pater Gilbert, aus dem Kloster Marienstadt (Westerwald) wegen un­züchtiger Handlung, begangen an zum Teil noch nicht 14 Jahre alten Schülern und Zöglingen, zu verantworten. Zum Kloster Marienstadt gehört eine Ablatenschule mit Internat, die in erster Linie der Erziehung von Nachwuchs für den Orden dient. In dieser Schule herrschte eine unvorstellbare sittliche Verkommenheit. Die Zöglinge begingen kaum glaub­liche Exzesse, von denen schließlich die Staatsanwalt­schaft erfuhr. Im Zuge einer Untersuchung wurden auch die Verfehlungen des Paters Gilbert entdeckt. Einer der von dem Angeklagten belästigten Zög­linge klagte die Vorkommnisse seinem Lehrer, dem Pater Gregor, und dieser besprach die Verfeh­lungen mit dem Abt des Klosters, der, wie er bei seiner Vernehmung bekundete, zu der Auf­fassung kam, daß Pater Gilbertb i e klöster - liehe Zurückgezogenheit außer A ch t ge­lassen habe". Nun stellte der Abt aber nicht etwa den Schuldigen energisch zur Rede, er entfernte ihn auch nicht aus der Nähe der Schüler, Er fuhr viel­mehr zu einem Rechtsanwalt nach Köln und fragte diesen, ob die Handlungsweise des Paters Gilbert vor den weltlichen Gerichten straf­würdig fei. (!) Als ihm der Rechtsanwalt glaubte versichern zu können, die Tat sei nicht strafwürdig, war sein Gewissen vollauf beruhigt. Der Abt ließ den Pater weiter in Berührung mit dem Kloster­nachwuchs kommen, er hatte keine Besorgnisse, daß die jungen Seelen durch solch schändliche Dinge ver­giftet werden könnten. Sv konnte Pater Gilbert seinen bösen Gelüsten Jahre hindurch freien Lauf lassen.

Der Staatsanwalt wies auf die unbeschreibliche sittliche Verwahrlosung hin, die in der Klosterschule geherrscht habe. Wenn auch die Verfehlungen des Angeklagten nach den Paragraphen des Gesetzes an sich nicht so schwerwiegend seien, so falle doch er­schwerend ins Gewicht, daß er sich im Priesterrock an Minderjährige herangemacht tyabe. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einem Jahr Ge­fängnis.

Kleine politische Nachrichten.

Der Chef des General st ab es des Hee­res, General der Arttllerie Beck, hat sich zu einem Prioatbesuch der Pariser Weltausstellung nach Paris begeben. Er wird dabei auch Ge­legenheit nehmen, dem Chef des französischen Ge­neralstabes, General Gamelin, einen Besuch abzustatten.

Der F üh re r und Reichskanzler hat an den König und die Königin von Bulgarien an­läßlich der Geburt des Thronfolgers folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet:Euere Majestäten bitte ich, zur Geburt des Kronerbens meine und des deutschen Volkes herzlichste Glückwünsche ent- gegenzunehmen. Adolf Hitler. Deutscher Reichskanz­ler." König Boris von Bulgarien hat aus An­laß der Geburt des Thronfolgers eine Proklamation an das Volk gerichtet, in der u. a. mitgeteilt wird, daß der Kronprinz den Namen Simeon Fürst von Tirnowo erhält.

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Der Führer und Reichskanzler empfing eine aus 20 Herren bestehende Gruppe öster­reichischer Industrieller unter Führung des Präsidenten des österreichischen Jndustriellen- bunbes Staatsrat Lubwia Urban. Sie wurden durch den österreichischen Gesandten Tauschitz ein- geführt, der der Reichsreaierunq und der Reichs­gruppe Industrie feinen Dank für die Einladung der österreichischen Industriellen nach Deutschland und zugleich die Erwartung aussprach, daß diese Resie zur Festigung der Üeutsch-österreichischen Be­ziehungen beitragen möge.