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Der Wert der Cigarette R 6 liegt darin, daß in ihr aus• schließlich Qualitätstabake Verwendung finden,die mindestens zweimal fermentiert und dadurch vollständig geklärt worden sind.
erreicht werden könne. Beim Gummi werde Italien dank der jüngsten Errungenschaften auf dem Gebiet der synthetischen Stoffe ebenfalls der Autarkie zustreben. Die großartigsten Erfolge seien jedoch auf dem Gebiete der Textilfaser gemacht worden, wo die italienische Intelligenz gesiegt habe. Auf landwirtschaftlichem Gebiet sei ebenfalls sehr viel geleistet worden. Doch bleibe vor allem in bezug auf die Fleisch - und Fettversorgung viel zu
Hard, Berlin; 320 Silben: Be uck, Ilse, Kiel; Bernhardt, Siegfried, Jena: Hirthe, Erwin, Rheinfelden. Im Wettbewerb 300 Silben bestanden 13 Teilnehmer, bei 280 Silben 17 und bei 260 Silben 48.
Ein früherer Frankfurter Kommunist zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt.
LPD. Kassel, 15. Mai. Dom 12. bis 15. Mai verhandelte der Volksgerichtshof in Kassel gegen zwei frühere führende Kommunisten wegen Vorbereitung zu einem hochverräterischen Unternehmen. Angeklagt waren Walter K a ß n e r , der frühere preußische Landtagsäbgeordnete der KPD., und Alfred L i st. Kaßner ist besonders bekannt i m B e -
Das Hegierungsjubiläum in Kopenhagen
Das dänische Volk feiert seinen König. - Oie Zusammenarbeit des Nordens.
Italiens Wirtschaftspolitik erstrebt die Autarkie.
Mussolini vor den Korporationen. — Italien kennt die Gefahren einer Blockade.
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Das italienische Imperium in O st a f r i k a werde einen entscheidenden Beitrag im Kampfe Italiens um seine wirtschaftliche Autarkie liefern. Allerdings müsse für die Erschließung seiner Reichtümer erst der notwendige Apparat durch den Bau von Hafenanlagen, Straßennetzen usw. geschaffen werden. Die Schwierigkeiten seien zwar ungeheuer, könnten aber trotzdem mit der den Italienern eigenen zähen Hartnäckigkeit überwunden werden, „indem man, wenn nötig, auch 25 Stunden am Tage arbeitet".
Vertreter der sogenannten Demokratien stellen immer wieder die Forderung auf, daß die autoritären Staaten auf ihre Autarkieabsichten vernichten. Heber die Gegenleistung für einen solchen Verzicht sei allerdings nichts zu erfahren. In Wirklichkeit aber würde ein solcher Verzicht, der in der heutigen bis zu den Zähnen gerüsteten Welt unmöglich sei, nur bedeuten, daß morgen im Falle eines Krieges sich diese Staaten a u f Gnade und Ungnade in den Händen jener befänden, die über allen Kriegsbedarf in unbegrenztem Maße verfügen. „Die wirtschaftliche Autarkie ist deshalb eine Garantie des Friedens, den wir mit fester Entschlossenheit wollen, sie ist ein Hindernis gegen etwaige Angriffsabsichten der reicheren Länder. Wer, wie Ita- ■ lien, d i e Gefahren einer Blockade kennt.
zirk Frankfurt a.M., wo er zuletzt als Be-' zirksleiter der KPD. tätig war. Er gehörte der KPD. seit ihrer Gründung an und war für sie in führenden Stellen in mehreren Provinzen tätig. List betätigte sich ursprünglich in Berlin und zuletzt in Frankfurt a. M. Den beiden Angeklagten wurde ihre hochverräterische Tätigkeit für die Ziele der verbotenen und aufgelösten KPD. einwandfrei nachgewiesen. Sie waren zum größten Teil auch geständig. Mit Rücksicht auf ihr besonders volksschädigendes Verhalten und die darin zutagegetretene ehrlose Gesinnung verurteilte der Volksgerichtshof Kaßner zu lebenslänglichem Zuchthaus und dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Gegen List wurde auf Zuchthaus von zwölf Jahren und auf zehn Jahre Ehrverlust erkannt.
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Rom, 15. Mai. (DNB.) Der Duce sprach auf der 3. Jahresversammlung der Korporationen auf dem Capitol. Die Rede gab ein Bild über den Stand der A u t a r t i e b e ft r e b u n g e n, die — wie Mussolini feststellte — unverändert das Ziel der italienischen Wirtschaft fein müßten. Seit der letzten Jahresversammlung sei alles geschehen, um die Bodenschätze Italiens in größerem Ausmaße der italienischen Wirtschaft zuzuführen. Nichts werde unterlassen werden, um diese Entwicklung tatfräftig zu fördern und immer ertragreicher zu gestalten. Bei der Kohle könne man sich allerdings nicht ganz von der Einfuhr frei machen. Aber es werde immer „eine oder mehrere Möchte geben, die bereit feien. Italien Kohle zu liefern". Die Erz - Produktion werde ständig erhöht. Es fei aber vor allem notwendig, daß die Industrie mehr noch als bisher versuche, sich von dem Schrottimport frei zu machen. Schrott werde bei den Westmächten bezogen, die in der Lage seien, je nach der augenblicklichen politischen Lage diese Importe, die man teuer bezahlen müsse, zu unterbinden. Schwefel- k i e s sei für Italiens Bedarf genügend vorhanden. Nickel und Kupfer werden bereits zu einem ansehnlichen Prozentsatz gewonnen. In Z i n n werde man bald unabhängig sein. Bauxit und somit Aluminium habe Italien in Hülle und Fülle und könne sogar davon ausführen. Blei, Zink, Magnesium seien ebenfalls in unerschöpflicher Menge vorhanden. Italiens chemische Industrie stehe der keines anderen Landes nach. Die Versorgung mit flüssigen Brenn st offen sei gelöst. Innerhalb der zweiten Hälfte von 1938 werde Italien, das albanische Petroleum eingerechnet, seinen gesamten Bedarf an Benzin und Schmierölen decken können. Die Zelluloseeinfuhr müsse auch vollkommen verschwinden, was durch^die be-
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Kopenhagen, 15. Mai. (DNB.) Noch war die Nacht nicht gewichen, als sich Kopenhagen schon erhob, um den Tag einer 25jährigen Regie- rung des Königs Christian X. in aufrich- < tiger Zuneigung fröhlich zu begehen. Diesem König zu begegnen, als er, heute wie alle Tage, einen Ritt durch seine Stadt machte, überall jubelnd begrüßt, das war wohl die erste große Ueber- raschung für die hergekommenen Fremden. Zusammen mit vielen Tausenden von Kopenhagenern hatten sie sich in aller Frühe auf den Weg gemacht, um sich an der im Schmuck der weiß-roten Fahnen, grüner Laubgewinde und unter Frühlingsblumen lachenden Straßen gute Plätze zu sichern und den weiten Platz vor der Amalienburg einzunehmen. Kaum ist der König wieder im Schloß, als von fernher die Musik der Leibgarde erklingt. Die hohen Bärenfellmützen, rote Röcke und blaue Hosen mit weißen Biesen werden sichtbar. Die Parade zieht auf. In die klingende Musik der Königshymne erdröhnt das Salutschießen der Flotttn- ftation und der Marineforts. Das Läuten der Kirchenglocken fetzt ein. Die Kopenhagener Sängerbünde sind angetreten. Ihre 500 Stimmen vereinigen sich zu einem Festlied für den König, der alsbald mit der Königin auf dem Balkon des Schlosses erscheint, dann mit seiner Enkelin auf dem Arm und nochmals mit ben Königenvon Norwegen und Schweden zur Seite wieder- kommt, während die Jugend ihm mit Taufenden von Flaggen zuwinkt.
Inzwischen haben sich überall auf dem Weg, der vonderRefidenzzumDom führt, die Spaliere dichter und dichter geschlossen. Die Vereinigungen der alten Soldaten haben Aufstellung genommen. Vor den Erwachsenen stehen die Schüler und Schülerinnen der Kopenhagener Schulen. Im feierlichen Zug, eskortiert von den Gardehusaren, erschienen der König und die Königin mit Gästen und Gefolge vor der Domkirche. Hier fand ein feier- licher Gottesdienst statt, dessen Mittelpunkt eine Predigt des Bischofs von Kopenhagen, Dr. Fugl - fang- Damgaard, war. Seine Predigt galt dem Dank für die göttliche Bewahrung Dänemarks unter der Regierung feines Königs durch 25 Jahre. Er sprach von dem Jubel, der den König auf feiner Fahrt durch die Stadt begleitete, als einem tief aus dem Herzen kommenden Gefühl. Choralgesang begleitete den König und die Königin als sie wieder den Dom verließen und im feierlichen Zug durch die Stadt zur Amalienburg zurückkehrten.
Am Nachmittag war die Huldigung des Reichstages. Trotz eines leichten Regens harrte die dichte Menge in den Straßen zum Residenzschloß und der Christtansburg, um das königliche Paar begrüßen zu können, das, wiederum von einer Husareneskorte geleitet, im offenen Wagen vom Schloß zum Reichstag fuhr. Fanfaren kündeten die Ankunft der Majestäten an, die am Fuße der Christiansburg vom Präsidenten des Reichstages empfangen wurden. Die Minister geleiteten den König in den Saal. Hier hielt der Präsident des Folketing eine Rede, in der er in bewegten Worten den Verlauf der vergangenen 25 Jahre als eine Periode schöner und glücklicher Entwicklung Dänemarks schilderte, in der der König einen würdigen Platz einnehme. Freiheit unter Verantwortung und Wahrung der Selbständigkeit seien Wunsch und Wille der dänischen Natton, die Frieden mit ihren Nachbarn nach allen Seiten wünsche. Der König gab für sich und die Königin dem Dank Ausdruck für die dargebrachte Huldigung. Er sprach von der tiefen Bewegung, die ihn in dieser Stunde erfülle und verband damit Worte der Freude über das ihm immer entgegengebrachte Vertrauen. In Gemeinschaft zusammenzustehen für Frieden und Glück Dänemarks und des dänischen
Volkes, das sei das Ziel. Dann brachte er ein Hoch aus auf Dänemark, das von der Versammlung be-1 geistert ausgenommen wurde. Nach der Rückkehr ins Schloß auf einer durch die begeisterte Menge stark verzögerten Fahrt begannen die Empfänge,! zunächst des Diplomatischen Korps und dann der Deputationen aus dem Lande, die bis zur Galatafel dauern wevden. I
Mit einer Festtafel in der Christiansburg mit dem König und der Königin und allen Mitgliedern des dänischen Königshauses, den Königen von Schweden und Norwegen, dem Großherzog und der Großherzogin von Mecklenburg und allen übrigen fürstlichen Gästen des dänischen Hofes sowie den Mitgliedern der Regierung und besonders Geladenen sanden die Veranstaltungen ihren Abschluß. Während der Tafel nahm Staats- Minister S t a u n i n g das Wort, um im Namen des dänischen Volkes dem König für alles Gute und Große zu danken, was unter seiner Leitung in 25 Jahren vollbracht sei. Auch König Gustaf von Schweden richtete an König Christian eine Ansprache, in der er auf die erste Zusammenkunft der Könige des Nordens in Malmö 1914 erinnerte und von dem aus der Not und Gefahr des Weltkrieges gereiften Gedanken sprach, daß der Norden I zusammenhalten müsse. Diese Notwendigkeit der brüderlichen Zusammenarbeit für Freiheit und I Sicherheit unterstreichend, schloß König Gustav mit einem Hoch auf König Christian. Nachdem dann auch der König von Norwegen auf das Wohl des dänischen Königs getrunken hatte, nahm König Christian das Wort zu einer kurzen Erwiderung, in der er mit bewegten Worten feinen Dank an die Könige von Schweden und Norwegen für ihre Gegenwart in dem Wunsch zusammenfaßte, durch praktische Zusammenarbeit eine Zusammen- gehörigkeit im Norden zu schaffen, die sich in Zukunft als bindend erweisen mu|fe. Der dänische König teerte sein Glas auf das Wohl der Könige I und der Völker Norwegens und Schwedens.
Während der Tafel erschien ein Fackelzug v o n 4 0 0 0 S t u d e n t e n vor der Christiansburg. Als der König auf den Balkon heraustrat, nahm der Senior der Studenten das Wort zu einer Gluck- wunschansprache. In das Hurra, das er auf den König ausbrachte, stimmten die 200 000 Personen I ein, die auf dem weiten Platz versammelt waren. Als die Lieder der Studenten verklungen waren, dankte der König mit bewegten Worten.
Wetterbericht
des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Heber die Feiertage verblieben wir an der Südseite der sich quer durch Europa erstreckenden Tiefdruckrinne, daher konnte sich trotz des Auftretens gewittriger Schauer freundlicherer Witterungsch^! ratter als bisher immer wieder durchsetzen. Durch das stärkere Hebergreifen der Störungstatigkeit auf das Festland wurde auch Deutschland wieder in den Bereich gegensätzlicher Luftmassen embezogen, so daß sich auch bei uns Uebeftänbigteit und Regenbereitschaft steigerten. Eine fortschreitende Verschlechterung dürfte jedoch mit der derzeitigen Entwicklung nicht verbunden fein. „
Aussichten für Mittwoch: Veränderlich, doch meist bewölkt und auch einzelne Regenfalle, Tagestemperaturen um etwa 15 Grad, in Richtung wechselnde Winde.
Aussichten für Donnerstag: Wolkig bis aufheiternd und tagsüber wieder etwas wärmer, doch nicht ganz beständig.
Lufttemperaturen am 17. Mai: mittags 20,1 Grad Celsius, abends 14,8 Grad: am 18. Mai: morgens 13,2 Grad. Maximum 20,3, Minimum heute nacht 11,9 Grad.
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