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chungen mit Ministerpräsident Tatarescu und Außenminister Antonescu. Am Montag wurde er von König Carol in Audienz empfangen, wo­nach er das Mittagessen bei dem König einnahm. Bei den Besprechungen ist sowohl die Frage der Beziehungen zu Bulgarien nach dem jugoslawisch-bulgarischen und jugoslawisch-italieni­schen Abkommen, wie auch das Verhältnis im Schwarzen Meer, an den Meerengen und im Mittel­meerbecken behandelt worden. Wenn auch der türkische Außenminister keine Besprechungen mit militärischen Persönlichkeiten hatte, wird doch an­genommen, daß auch militärisch-politische Fragen berührt wurden. Die türkische Wirt sch afts- abordnung, die sich schon vor der Ankunft Arras' in Bukarest befand, wird die Verhandlungen mit den rumänischen Stellen zwecks Abschlusses eines neuen Wirtschaftsabkommens weiterführen. Rüfchtü Arras ist am Montag nach Wien gefahren, wo sich seine Frau in ärztlicher Behandlung befindet. Don dort begibt er sich nach Genf.

Bolschewistische Revolte in Albanien niedergeschlagen.

Die Rebellen auf der Flucht zur Grenze.

Tirana, 17. Mai. (DNB.) In der Nacht zum Sonntag besetzte eine Gruppe von Rebellen, die von dem früheren albanischen Minister Toto, einem Gendarmerieoffizier und einem früheren Hauptmann angeführt wurden, die Stadt Argy- rokastro und durchschnitten die Telephonleitungen zu den benachbarten Ortschaften. Ein Offizier der Gendarmerie wurde von den Revolutionären ge­tötet. Von der Regierung wurden sofort alle not­wendigen Maßnahmen zur Niederschlagung der Revolte unternommen. Regierungstruppen umschlossen die Aufstandszone, um die Ordnung in allen von den Rebellen besetzten Bezirken wieder- herzustellen. Bei ihrem Vorrücken auf Argyrokastro stießen die Regierungstruppen auf keinerlei Widerstand. Am Bergpaß Proci begegneten die aus Valona entsandten Truppen den Rebellen, die nach kurzem Widerstand in völliger Auf­lösung d i e Flucht ergriffen und von den Regierungstruppen verfolgt wurden. Ismet Toto, der Bruder des Rebellenführers, und zwei Aufstän­dische wurden getötet. Bei den Getöteten und zahl­reichen Gefangenen wurde Material gefunden, das ganz klar erkennen läßt, daß auch diese Revolte auf albanischem Boden von Sowjetagenten angezettelt worden ist. In den letzten Mel­dungen aus Tirana wird festgestellt, daß der Auf­stand in Argyrokastro völlig niedergeschla­gen worden ist. Dem König gehen aus allen Tei­len des Landes Ergebenheitstelegramme zu, in denen das verbrecherische Unternehmen verurteilt und als ein Werk der Kommunisten gebrandmarkt wird. Die Ortschaft D e l v i n a, die für kurze Zeit ein Herd der bolschewistischen Revolte war, wurde am Montag von Regierungstruppen ohne Wider st and besetzt. Der Aufruhr ist völlig niedergeschlagen. Die Rebellen, die sich in kleine Gruppen geteilt haben und sich in voller Flucht befinden, haben sich in der Gegend von Kurvenoschi zerstreut, um sich einen Weg zur Grenze zu bahnen. Sie werden von den Regie­rungstruppen unaufhörlich verfolgt.

Ein Lehrstuhl für deutsches liecht an der Universität Sofia.

Sofia, 17. Mai. (DNB.) Am Montag fand die feierliche Eröffnung eines Lehrstuhles für deutsches Recht an der bulgarischen Landesuniversität in Sofia statt, der vom Präsidenten der Akademie für deutsches Recht Reichsminister Dr. Frank, auf Wunsch weiter bulgarischer Rechtskreise geschaffen worden ist und einen wertvollen Beitrag für die Vertiefung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen den befreundeten Ländern darstellt. Der Direktor der Akademie Dr. Lasch dankte vor allem dem ehemaligen Staatsminister Professor Dick off für seine Bemühung bei der Errichtung dieses Lehr­stuhles. Noch ipi Laufe dieses Jahres würden auf diesem anerkannte deutsche Rechtsgelehrte sprechen, um dem befreundeten Bulgarien einen Einblick in den Aufbau des neuen Deutschland und die von diesem zu lösenden rechtspolitischen Probleme zu geben. Von diesem Lehrstuhl aus möge der Wille zur Zusammenarbeit und der Wille, von einander zu lernen, eine wei­tere Stärkung unter den Juristen beider Länder er­fahren. Prof. Hedemann sprach dann über die Kunst in dev Gesetzgebung. Wenn die deutsche Rechtsgestaltung sich durch ihre Dolksnähe aus­zeichne, und daher auch der Ausdruck der seelischen Eigenart des deutschen Volkes sei, so sei das nicht zuletzt das große Verdienst der Akademie für deut­sches Recht. Mit herzlichen Dankesworten an die deutschen Gäste schloß der Dekan der juristischen Fakultät den Festakt.

Der BoMafterwechsel in Washington

Washington, 15. Mai. (DNB.) Der neue deutsche Botschafter Dieckhoff traf in Wa­shington ein. Er hatte eine längere Besprechung mit dem scheidenden Botschafter Dr. Luther, der danach eine Autofahrt antrat. Diese führt ihn zu­nächst durch die O st st a a t e n, dann in westlicher Richtung bis San Franzisco. Luther unternimmt eine mehrmonatige Reife durch viele Länder des Stillen Ozeans, um ihre politischen und wirt­schaftlichen Probleme zu studieren. Da er infolge­dessen nicht vor dem Winter nach Berlin zurückkeh­ren wird, hat ihm Reichsaußenminister Freiherr von Neurath in einem Telegramm für seine

JKeä) geleifteteten ausgezeichneten Dienste in Washington w ä r m st e Anerkennung ausge­sprochen.

Der Reichskriegsminister wird auch an der Flotienparade teilnehmen.

London, 15. Mai. (DNB.) Nach dem Abschluß der offiziellen Feier verabschiedete sich der Reichs- knegsrnmister Generalfeldmarschall v. B l o m b e r g vom englischen Königspaar. Zu Ehren des General­feldmarschalls gaben der deutsche Botschafter und v^ou von Ribbentrop ein Frühstück, an dem die englischen Wehrminister teilnahmen. Es waren u a erschienen Discount Halifax, Lord Remmell of Rodd, Duff Cooper, Winston Churchill, Sir Samuel Hoare, Neville Chamberlain, Sir Thomas I n s k i p mit ihren Damen. General- feldmarschall von Blomberg stattete auch der L an­der g ru p p e d e r NSDAP, in ihrem Londoner Heim einen Besuch ab. Der Landesgruppenleiter, Pg Karlowa, hieß den Generalfeldmarschall als den ersten Mitarbeiter des Führers bei der Wieder- fchaffung einer deutschen Armee herzlich willkom­men.

Der Generalfeldmarschall wird sich in den näch-

Gebt mir vier Jahre Zeit!"

Die Arbeitsschlacht im deutschen Hauptbuch der Berliner Ausstellung.

Schon seit einer Reihe von Tagen rollen nun die langen Sonderzüge durch Deutschland, die die Massen der Volksgenossen zu der riesigen Aus­stellungGebt mir vier Jahre Zeit!" in der Berliner Messestadt bringt. Die Beteiligung, die von Anfang an stark einsetzte, steigert sich von Tag zu Tag, je mehr Einzelheiten über diese wun­dervolle Schau bekannt werden und je mehr die Heimkehrer zu Hause davon erzählen. Natürlich ist es praktisch völlig ausgeschlossen, selbst in einem so weitgespannten Rahmen, wie ihn die Berliner Messestadt bildet, auch nur annähernd alles das figürlich oder bildlich oder graphisch aufzuführen, was im nationalsozialistischen Deutschland in die­sen vier Jahren auf schlechthin allen Gebieten unse­res Lebens geschaffen und geleistet worden ist. Aber da jeder einzelne von uns ja schließlich genau wie der Soldat in der Front immer nur den engen Umkreis seiner eigenen Arbeit genauer zu über­blicken vermag, so kommt gerade diese Ausstellung wie selten eine dem allgemeinen Bedürfnis ent­gegen, sich einmal an Hand der dort zusammen­getragenen eindrucksvollen Beispiele in großen Zü­gen einen lleberblicf über das bisherige Ge­samtwert des neuen Deutschland zu verschaffen.

Insofern wirkt diese Ausstellung wie ein rie­siges Hauptbuch, in das die Betriebsgemein­schaft Deutschland die Ergebnisse ihres bisherigen Schaffens eintrug. Blättern wir ein wenig in die­sem Hauptbuch, dessen Inhalt selbst der kaum zu übersehen vermag, der den Buchhaltern bei ihrer Arbeit gelegentlich aus nächster Nähe über die Schulter schauen darf. Diese vier Jahre gingen wie ein Frühlingssturm über Deutschland unsere schnellebige Zeit vergißt nur zu leicht selbst wesent­liche Einzelheiten. Am Ende sehen wir bann, daß das Ganze noch weit imponierender, noch viel weit­räumiger ist, als wir es uns vorgestellt hatten.

Die Blätter in diesem Hauptbuch, die der A r - b e i t s s ch l a ch t, d. h. der Beseitigung der Ar­beitslosigkeit als der entscheidenden Voraussetzung für alle weiteren Erfolge gewidmet sind, gehören zu den wichtigsten des ganzen Folianten. Sehr nachdrücklich wird das in der 12 Meter hohen Sta­tistik der Arbeitsschlacht geschildert. Wer hat es noch so klar in der Erinnerung, daß in Deutsch­land ein volles Drittel aller arbeits­fähigen Menschen erwerbslos war! Das Ergebnis der Arbeitsschlacht wird schon allein durch zwei Zahlen belegt: Am 30. Januar 1933 wurden 6130 612 Arbeitslose gezählt am 30. Oktober 1936 nur noch 839 698 einsatzfähige Erwerbslose! Es ist also nicht zuviel gesagt, wenn man darauf ver­weist, daß im Herbst 1936 von einer Arbeitslosigkeit praktisch nicht mehr gesprochen werden konnte; wir haben hier in einem anderen Zusam­menhang bereits einmal daran erinnert, daß auch im Dorkriegsdeutschland die Zahl der Arbeitslosen je nach Wirtschaftslage und Konjunktur zwischen 50 000 und 500 000 geschwankt hat.

Noch deutlicher werden jene beiden Zahlen über den Rückgang der Arbeitslosigkeit, wenn man sich vor Augen hält, daß die Zahl der gegen Krankheit oder Arbeitslosigkeit versicherten Beschäf­tigten am 30. Januar 1933 sich auf 11487 000, am 30. September 1936 aber auf 17 886 000 belief. In diesen Zahlen spiegelt sich der tatsächliche Rück­gang der Arbeitslosigkeit und die Zunahme des Volksoermögens noch plastischer.

Daß das reißend schnelle Absinken der Erwerbs- losenzahl in zahlreichen Berufen bereits einen fühl­baren Mangel an Fachkräften mit sich ge­bracht hat, ist bekannt. Aber erst ein Beispiel der Art Niedersachsens, wo 26115 Arbeitslosen nicht weniger als 84 766 angemeldete offene A r - beits st eilen also mehr als das Dreifache der Erwerbslofenzahl! gegenüberfteben, gibt den richtigen Einblick in das Tempo, in dem das na­tionalsozialistische Deutschland die Arbeitsschlacht schlägt. Setzen wir als Vergleich noch hinzu, daß in dem durch die Inflationszeit und durch die lang­jährigen Tribute ausgepreßten Deutschland heute nur noch 1,5 Prozent der Bevölkerung arbeitslos ist, dagegen selbst in dem reichen England 3,5 Prozent und im nicht weniger reichen Frankreich 3 Prozent! Es entspricht durchaus der enormen Steigerung, die die Rückführung der Er­werbsfähigen in die Wirtschaft erreicht hat, wenn

von 1933 bis einschließlich 1936 das Vermö­gen der sozialen Versicherung um ins­gesamt fast 2 Milliarden Mark anstieg.

Eine solche Entwicklung gab denn auch den Bo­den für die beispiellosen Organisationen der NS.- Volkswohlfahrt und des Winterhilfs­werks des deutschen Volkes her. Dabei erscheint es uns als besonders bezeichnend für den ganz all­gemeinen psychologischen Auftrieb im deutschen Volk, daß schon das erste Winterhilfswerk, also nach erst einem einzigen Jahre nationalsozialistischer Führung, eine Gesamtleistung aller Deutschen von nicht weniger als 350 Millionen Mark aufweisen konnte. Diese gewaltige Summe stieg bekanntlich im letzten Abschluß auf fast volle 400 Millionen. Neh­men wir hinzu, daß fast 26 000 Hilfs- und Bera­tungsstellen für das HilfswerkMutter und Kind", sowie 1916 Dauerkindergärten und 1389 Ernte- Kindergärten geschaffen wurden, daß ferner mehr als 1,3 Millionen Kinder zur Erholung verschickt und beispielsweise durch die Adolf-Hitler-Freiplatz- spende unzähligen erholungsbedürftigen Deutschen von bester Bewährung geholfen werden konnte, so ergibt sich ein Bild der sozialen Leistungen, das mit Recht auch von unparteiischen Auslandskreisen als im höchsten Grade achtunggebietend bezeichnet wird. Innerhalb dieser Leistungen sind die der NS.-Volkswohlfahrt mit einem (in Geldwert um­gerechneten) Gesamtbetrag von rund 284 Millionen Mark ein besonders respektables Kapitel für sich.

Wir werden gelegentlich wieder in dem großen deutschen Hauptbuch blättern und mit dem Finger in den wichtigsten Rubriken herumstöbern. Das lebendige Anschauungsmaterial der Berliner Aus­stellung verlockt immer wieder dazu Denn wer diese Ausstellung einmal aufmerksam durchwandert, kommt zu der Feststellung, daß sie eher zu wenig, keinesfalls aber zuviel sagt.

sten Tagen einer Einladung folgend aufs Land begeben und am Donnerstag an der großen Krö­nungsparade der englischen Flotte in Spithead teilnehmen. Don dort aus wird er mit derGrille" nach Deutschland zurückkehren. Das königliche Paar begab sich am Mittwochabend an Bord des Flaggschiffes, und wird dort noch am selben Abend ein großes Bankett veran­stalten. Am Donnerstagmorgen empfangen der König und die Admiralität die Oberbefehlshaber der Heimat-, Mittelmeer- und Reserveflotte, die höheren Offiziere der anwesenden ausländischen Kriegsschiffe sowie Abordnungen der englischen Handels- und Fischereiflotte. Die Flottenparade wird an­schließend durch das Abfeuern des Königssalutes eingeleitet. Später nimmt der König den Vorbei­flug der Flottenluftstreitkräfte ab. Am Abend wird die gesamte Flotte festlich illumi­niert sein. Vor seiner Rückkehr nach London wird der König am Freitag noch vier englische Kriegs­schiffe besichtigen.

mit allen Völkern, unabhängig von ihrem politischen Regime. Laßt uns zunächst gegen den Krieg die moralische Einheit derjenigen Männer erreichen, die den Krieg machen mußten, und laßt uns daraus Nutzen ziehen."

Am Abend fand in Aix-les-Bams eine weihevolle Feier im Stadion statt, wo das Ehrenmal für die Gefallenendes Weltkrieges errichtet worden war. Mit einer Fackel, die von Paris vom Grabmal des Unbekannten Soldaten das Ewige Feuer bis nach Savoyen brachte, wurde eine Flamme entzündet, während die Glocken in der Stadt geläutet wurden und ein Friedensschwur ge­sprochen wurde. Unter Führung von Oberst Reinhard hat eine Abordnung deutscher Front­kämpfer Annecy besucht. Der Bürgermeister der Stadt, Senator Blanc, wünschte, daß die Freund­schaftsbesuche deutscher Frontkämpfer bei den Fran­zosen zur Besserung der Beziehungen zwischen beiden Ländern beitragen mögen, da alle ehemaligen Frontkämpfer den Frieden wünschten.

Kämpfer für den Frieden.

JnternationalesFrontkämPfertreffeninAix

Paris, 17. Mai. (DNB.) Ein internationales Frontkämpfertteffen fand anläßlich der Jahres­tagung der Union Futterale, des größten französi­schen Kriegsteilnehmeroerbandes, in Aix-les- B a i n s (Savoyen) statt. Unter den Abordnungen aus 17 verschiedenen Staaten fand auch die deutsche Abordnung eine sehr freundliche Aufnahme. Die Hakenkreuzbanner wehten inmitten der ausländischen Fahnen und der Trikolore bei dem Aufmarsch, an dem sich etwa 30 000 Mann beteiligten.

Reichskriegsopferführer Oberlindober er­klärte einem Vertreter desExcelfior":Wir tref­fen uns hier in einer großen Hoffnung mit unseren Kameraden von allen Nationen und vor allem mit denen der Union Futterale, denn ihr Vorsitzender Pichot hat in Deutschland alles getan, um eine Freundschaft unserer beiden Länder herbeizuführen. Durch solche Frontkämpfertteffen wollen wir vor allem zur moralischen Abrüstung bei­tragen, die der anderen vorausgehen müsse."

Der Präsident Pichot erklärte, es sei der mora­lische Anstand der Frontkämpfer aller Länder, den Krieg zu bekämpfen.Wir wünschen den Frieden

Lord Snowden

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London, 15. Mai. (DNB.) Der bekannte eng­lische Politiker Lord Philipp Snowden ist am Samstag im Alter von 73 Jahren in Tilford in Surret) (Mittelengland) gestorben. In der L a b o u r Party galt er neben MacDonald als der bedeu­tendste Kopf. Er übernahm in der Regierung Mac- Donalds von 1924 bis 1931 das Schatzkanzler­amt. Es gelang ihm zwar den Staatshaushalt

auszugleichen, er mußte aber 1930 den Goldstan­dard aufgeben. Auch in der pazifistischen Berne- gung galt er als eine der führenden Persönlichkeiten. Gudeiendeutsche Kulturarbeit Hauptversammlung des deutschen Kultur- verbandes in der Tschechoslowakei.

Prag, 17. Mai. (DNB.) In Zuckmantel, einem kleinen Gebirgsstädtchen in Schlesien, fand während der Pfingstfeiertage die Hauptversammlung des Deutschen Kulturverbandes statt. Mit einer Morgen­feier der Jugendturner und mit einer Liederstunde deutscher Schüler wurde das Fest, an dem etwa 40 000 Personen teilnahmen, eingeleitet. In den Arbeitsberatungen wurden die Tätigkeitsberichte der Amtswalter verlesen. Für die deutschen Hochschulen sprachen Prorektor Professor Hilgenreiner und Professor Braß, für die Deutsche Gesellschaft der Wissenschaft und Künste Professor B e ck i n g. Den Preis für deutsches Schrifttum erhielt der su­detendeutsche Dichter Karl Franz Leppa, Karls­bad, für Volkskunde der Prager Gymnasialprofessor Josef H a n i k a , für Musik Professor Weigel, Brünn, für Malerei der akademische Maler Wag­ner aus Prag. Der Preis für Volkstums- arbeit, für den ein Betrag von 5000 Kronen ausgesetzt war, wurde an den wohlverdienten Vor­kämpfer deutschen Volkstums, Hermann Braß aus Hohenstadt vergeben, der zugunsten weiterer Schul- und Schutzarbeit verzichtete. Dem DKV. oblag es, für die Erhaltung von 34 deutschen Pri­vatvolksschulen mit insgesamt 40 Klassen zu sorgen. Die Zahl der eigenen Kindergärten ist auf 108 gestiegen. Der Bericht führt eine Reihe von besonders krassen Fällen an, wo Gesuche um die Bewilligung von deutschen Privatvolksschulen vom Landesschulrat in Brünn jahrelang uner­ledigt gelassen werden. So u. a. in Baumöhl (Schulbezirk Znaim): 15 deutsche schulpflichtige Kin­der warten vergebens auf die Errichtung einer deut­schen Schule. Königlosen bei Mährisch-Neustadt: 34 deutsche Schulkinder sind seit dem Schuljahr 1926 ohne eine Bildungsmöglichkeit im eigenen Ort. Rund 25 deutsche schulpflichtige Kinder, die in Zautke ortsansässig sind, können an einem geregel­ten Schulunterricht nicht teilnehmen, da die nächst­gelegenen deutschen Schulen in Hohenstadt sieben Kilometer entfernt liegen. Der DKV. sieht sich da­her gezwungen, die Klagen, die er in den früheren Jahren wegen Nichterledigung seiner Schulgesuche erhoben hat, im vollen Umfange zu wiederholen.

Die Ueichstagung der NG.-Geniein- schastKraft durch Freude".

Die diesjährige Reichstagung der NS.-Gemein­schaftKraft durch Freude" am 11., 12. und 13. Juni in Hamburg steht wieder wie der vorjährige Weltkongreß für Freizeit und Erholung, im Zeichen des LeitgedankensFreude und Arbeit". Ein Be­triebskonzert bildet am Donnerstag, 10. Juni, den Auftakt. Auf dem Gelände des Zoo wird am Frei­tagnachmittag derEinmarsch der Nationen" den Be­ginn bilden zu einem Volksfest, das Tanzvor- führungen der Volksgruppen, Konzerte der Wehr­macht und Gesangsvorträge starker Chöre des Deut­schen Sängerbundes bringen wird. Gleichzeitig wer­den auf allen Plätzen Hamburgs Musik und Tanz, Spiel und Sport Tagungsteilnehmer und Hamburger Bevölkerung vereinen. Kulturelle Veranstaltungen im Thalia-Theater und eine Festvorstellung in der Staatsoper bilden neben Gemeinschaftsoeranstaltun- gen in allen Sälen Groß-Hamburgs den Ausklang des ersten Tages. Die Reichstagung der NS.-Ge­meinschaftKraft durch Freude" findet am Sams- tagvormittag in der Musikhalle statt.

Am Samstagnachmittag wird sich eine Tagung des internationalen Beratungskomitees für den im nächsten Jahre inRom stattfindenden Weltkon­greß für Freizeit und Erholung an- schließen. Im übrigen steht der Samstag ganz im Zeichen des Sports. KDF.-Sportabteilungen, Ar­beitsdienst, Polizei, Hitlerjugend und die Werkscha­ren werden die hohe Bedeutung sportlicher Betäti­gung vor Augen führen. Sämtliche Volksgruppen werden sich am Abend in der Hanseatenhalle zu einer Rundfunkveranstaltung zusammenfinden, die über sämtliche deutschen Sender übertragen wird. Am Bismarck-Denkmal findet am gleichen Abend eine Feierstunde der Hitlerjugend statt. Ihren Höhe­punkt erreicht die Reichstagung am Sonntag mit dem Festzug. 1000 Pimpfe mit hunderten von Landsknechtstrommeln bilden die Spitze, 'die Hit­lerjugend und der BDM. schließen sich an. Dann folgt ein Musikzug des Reichsarbeitsdienstes und eine Abteilung Ärbeitsmänner mit geschultertem Spaten. In der alphabetischen Reihenfolge ihrer Heimatländer werden die ausländischen Volksgrup­pen vorüberziehen. Dann beginnt der Reigen der Festwagen der deutschen Gaue und der deutschen Volkstumsgruppen. Sie werden ein getreues Spie­gelbild Deutschlands in feiner vielgestaltigen Schön­heit und Einheit vermitteln.

pfingsttagung der Deutschen Stenographenschaft in Bayreuth.

Die Veranstaltungen aus Anlaß der deutschen Meisterschaften in Maschinenschrei­ben und Stenographie nahmen mit einem Begrüßungsabend in Bayreuth ihren Anfang. Der Reichsführer der Deutschen Stenographenschaft, Karl Lang, hielt die Begrüßungsansprache. Am Pfingstsonntag legte der Reichsführer am Grabe des unvergeßlichen Gauleiters und Förderers der Deutschen Stenographenschaft, Hans S ch e m m, einen Kranz nieder. Am Pfingstmontag fand die Mitgliederversammlung statt. Reichsführer Lang hob hervor, eine bedeutsame Aufgabe für die nächste Zeit sei die Durchführung der Beamtenprüfung, die der Reichs- und preußische Minister des Innern der Deutschen Stenographenschaft übertragen hat. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Steno­graphen der Welt und denen Deutschlands bilde sich immer mehr heraus.

3n der M e i st e rschaft auf der Schreib­maschine wurden in diesem Jahre als Sieger nur Damen ermittelt. Die Namen der zehn Besten lauten: 1. Roehrbein, Grete, Zella-Mehlis, 29,25 Punkte; 2. Fischer, Olga, Berlin, 28,52 P. (Siegerin des Vorjahres mit 26,80 P.); 3. Ianda, Martha, Auerbach (Vogtland), 27,39 P.; 4. Frau Weinig, Maria, Erlangen, 26,97 P.; 5. Frau Vogt, Hildegard, Schweidnitz, 26,59 P.; 6. Hein­rich, Irma, Chemnitz, 26,44 P.; 7. Springer, Erna, München, 26,32 P.; 8. Lohse, Lena, Chem­nitz, 26,29 P. (Siegerin des Jahres 1935 mit 26,52 P ); 9. Engelmann, Maria, Zella-Mehlis, 26,26 P.; 10. Proetzel, Hedwig, Nürnberg, 26,18 P.

Im Kurzschriftwettschreiben wurden folgende Sieger ermittelt: 400 Silben: Paucker, Georg, München; 340 Silben: Herge seit, Er-