Oberhessen.
Nacht zum Dienstag waren Einbrecher
der a n
Ein besonders tolles Stückchen mutz ich noch erzählen: Gehe ich da im Wald spazieren und finde ganz was Merkwürdiges in der Schonung. Und packe meinen Fund für alle Fälle in den Rucksack...
(Nana, Herr Hase, wenn das man gut geht!)
Wund stelle gelegen haben.
Zwei Einbrüche in einer Nacht.
* Ulfa (Kreis Schotten), 17. März. In
Der
Fund im Walde
ner Straße, und bei dem Gastwirt Gustav Seibert, Rabenauer Straße, eingebrochen. Im ersteren Falle sollen dem Täter eine Uhr und etwas Bargeld, im letzteren Falle Lebensmittel in die Hand gefallen sein. Die Ermittlungen durch die Gendarmerie sind gegenwärtig noch im Gange.
= Mainzlar, 15. März. Die Holzhauerarbeiten im hiesigen Gemeindewald sind abgeschlossen. Es waren 1100 Festmeter Holz geschlagen worden.
F Daubringen, 15. März. Am Samstag fand im hiesigen Gemeindewald eine Brennholz- versteiaerung statt, bei der verhältnismäßig gute Preise erzielt wurden. Es kosteten durchschnittlich je zwei Raummeter Buchenscheiter (rund) 17 bis 19 RM., Buchenscheiter (gespalten) 22 bis 23 Reichsmark, Eichenscheiter (rund) 14 bis 16 RM., Erlenscheiter (rund) 12 bis 14 RM., Buchenknüppel 16 bis 18 RM., Eichenknüppel 12 bis 14 RM., Kie-
BezirkSlehrerkonferenzundElternabend ,n Steinbach.
= Steinb ach, 15. März. In unserem Orte fand dieser Tage die Bezirkslehrerkonferenz unter Leitung von Kreisschulrat N e b e l i n g statt. Vormittags wurden in einem Schulsaale der neuen Schule Lehrproben in der Klasse von Lehrer K l ü ck e r durch diesen und den Schulrat abgehal- 'ten. Ein gemeinsames Mittagessen in der Wirtschaft „Zum Ritter" schloß sich an. Nachmittags fand die eigentliche Konferenz statt. Im Schulsaal der alten Schule wurde eine Besprechung des Schulrates mit dem Gemeindevorstand, dem Schulvorstand, Vertretern der Partei, der HI., des BDM. gehalten. Nach der Eröffnung durch den Schulleiter Lehrer K l ü ck e r sprach der Schulrat zu den Anwesenden über die nunmehr wieder geordneten Verhältnisse der hiesigen Schule und forderte zu weiterer Mitarbeit aller Beteiligten an den großen Aufgaben der Schüler auf.
Anschließend fand dann ein Elternabend im Saale der Wirtschaft „Zum Einhorn" statt. Lehrer Klücker eröffnete den Abend mit einer Ansprache, in der er vom Sinn der Elternabende sprach, deren ersten er mit seiner Klasse hier in Steinbach veranstaltete. Er forderte die Eltern auf, an ihrem Teile mit zu helfen, daß die großen Aufgaben der Schule gelöst werden könnten und wies auf den größten Erzieher unseres Volkes, unfern Führer, hin. In buntem Wechsel folgten nun die Darbietungen der Kinder. Chorgesänge, Gedichtoor- träge, Sprechchöre fanden verdienten Beifall der zahlreich erschienenen Eltern und sonstigen Gäste. Besonderen Beifall ernteten die turnerischen Leistungen der Jungens, die im Bodenturnen erfreuliches leisteten, außerdem zwei Reigen mit Gesang durch die ältesten Mädels der Klasse. Hierauf sprach Kreisschulrat N e b e l i n g über die Schule im neuen Deutschland. Der Redner verstand es, in volkstümlicher packender Weise die schweren Auf- aaben der Schule, die im Vierjahresplan noch neue Aufgaben hinzubekommen hat, zu schildern. Alle Arbeit und Leistungen der Schule sollen dazu helfen, daß des Führers Ziel, die Freiheit Deutschlands, erreicht wird. Es gelte, die Kinder zu Charakteren zu erziehen. Dabei könne auf die Mitarbeit des Elternhauses und der HI. resp. des BDM. nicht verzichtet werden. Die Ausführungen fanden reichen Beifall. Nach einer Pause wurde dann der Film vom Landschulheim gezeigt. Der Film wurde auch am anderen Morgen den Kindern der beiden anderen Klassen vorgeführt. Noch dieses Jahr beabsichtigt Lehrer Klücker mit seiner Klasse in das Landschulheim zu Kesselbach zu ziehen. Der Abend fand in üblicher Weise seinen Abschluß.
Nach Zwanzig Jahren aus einer Kriegswunde entfernt.
* Alsfeld, 16. März. Vor zwanzig Jahren waren einem Einwohner aus dem Kreisorte S ch w a b e n r o d an der Front mit einem Granatsplitter Teile des in der Hosentasche verwahrten Geldbeutels in die Wunde im Oberschenkel eingedrungen. Nunmehr, nach rund 20 Jahren, mußte der alte Krieger sich den Granatsplitter durch Operation entfernen lassen, und dabei kamen auch in verkapseltem Zustande die Teile jenes zerrissenen Geldbeutels mit zum Vorschein, die während der beiden Jahrzehnte mit dem Granatsplitter unverändert an der
und dann das Fenster durch Aufriegeln geöffnet, so daß die Täter einsteigen konnten. Sie entwendeten aus dem Dienstzimmer eine Anzahl verschiedener Po st Wertzeichen, ferner Bargeld im Betrag von etwa 30 Mark. Der zweite Einbruch wurde mit der gleichen Einbrechertechnik in der Gastwirtschaft von Heinrich Ludwig Gottwald verübt, wo die Eindringlinge Zigarren, Zigaretten, Branntwein und Rauchfleisch mit sich nahmen. In beiden Fällen konnten die Täter — es kommen offensichtlich mehrere Personen in Betracht — unerkannt entkommen. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange.
Zagdbilanz des Kreises Büsingen.
LPD. Büdingen, 16. März. Bei dem Jägerappell des Jagdkreises Büdingen, an dem der oberhessische Gaujägermeister Oberforst- meisier Nicolaus (Gießen) als Vertreter des" Landesjägermeisters teilnahm, wurde u. a. mitgeteilt, daß im Jahre 1936 von der Jägerschaft des Jagdkreifes Büdingen 340 Böcke und zwar 96 starke und 244 geringe, zur Strecke gebracht wurden gegen 201 Böcke (83 gute und 118 geringe) im Jahre vorher. Unter Hinzurechnung von 491 Stück erlegten weiblichen Rehwildes beläuft sich die Ge- famtstrecke im Jagdkreis Büdingen im Jahre 1936 auf 831 Stück Rehwild. Allein an Rehwild konnten aus dieser Jagdbeute rund 250 Zentner Wildbret der Volksernährung zugeführt werden. Ferner wurden noch 20 Wildschweine erlegt. Seit 1935 sind die Jäger und Forstbeamten mit genauen Wild- zählunaen beschäftigt, um aus diesen Ermittlungen die erforderlichen Schlüsse für die zulässige Höhe des Wildstandes zu ziehen. Auch der Bekämpfung von Wildkrankheiten wird immer mehr Aufmerksamkeit zugewandt..
Landkreis Gießen.
X W i e s e ck , 16. März. Der Wiesecker Storch hat heute sein Nest bezogen. Die Jugend unseres Dorfes hat ihn in alter Weise wieder freudig begrüßt. „Storch, Storch, guter — Storch, Storch, bester. — Storch, Storch, Steine". — Am Donnerstag veranstaltet unsere Schule im großen Saal von Braun ihre diesjährige Schulentlas- s u n g s f e i e r. Am kommenden Sonntag werden in unserer Kirche 29 Knaben und 33 Mädchen konfirmiert. — Dank der weiteren Besserung der wirtschaftlichen Lage konnte der Kirchenvorstand die Religionsgemeinde st euer weiter senken, und zwar bei sämtlichen Steuergrundlagen. Im Rj. 1937 sollen erhoben werden von der Einkommen- steuLr bezw. Steuerabzug 5,5 v. H. (6 v. H.), auf je 100 Mark Steuerwert des unbebauten Grundbesitzes 5,5 Pf. (1936: 5 Pf.), auf je 100 Mark Steuerwert des gewerblichen und Betriebsvermögens 9,5 Pf. (10 Pf.).
♦ Wieseck, 17. März. In der letzten Nacht wurde hier bei dem Bäckermeister Christ, Gieße-
fernknüppel 9 bis 11 RM., Fichtenknüppel 7 bis 8 Reichsmark; je fünf Raummeter Buchenreiser 6 bis 8 RM. und je acht Raummeter Kiefernstangenreiser 2 bis 4 Reichsmark.
± Kesselbach , 15. März. Die hiesige Milch- Abfatzgenossenschaft hielt bei Mitglied H ö ch st ihre Generalversammlung für das Geschäftsjahr 1936 ab. Der Rechner und Geschäftsführer erstattete einen ausführlichen Bericht, dem zu entnehmen war, daß die Milchlieferung im Jahre 1936 um rund 80 v. H. gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat. Die Menge der erfaßten Frischmilch, insgesamt 95 750 Liter, ist für unseren kleinen Ort recht beachtlich. Bericht, Bilanz und Jahresrechnung wurden einstimmig gutgeheißen und dem Vorstand, sowie dem Auffichtsrat Entlastung erteilt. Das ausscheidende Vorstandsmitglied B. Schaaf II. wurde wiedergewählt, für ein ausscheidendes Aufsichtsratsmitglied wurde der Ortsbauernführer in den Aufsichtsrat gewählt.
cZ Beuern, 15. März. Die Spar- und Darlehenskasse Beuern hielt im Saale des „Holländischen Hofes" ihre diesjährige Generalversammlung ab, in der die günstige Lage der Kasse zum Ausdruck kam. Seit der Verschmelzung der beiden Dorfkassen war die Entwicklung der Kasse überaus erfreulich. Gleichzeitig zeigte sich dabei, welch' großes Vertrauen die Kasse im Orte und in der Umgebung genießt. Die Spareinlagen erhöhten sich im Jahre 1936 um 49 000 Mark. Auch die Schulkinder sparten sehr eifrig und brachten den Betrag von 835 Mark auf. Die Bilanz wies im einzelnen den Stand der Kasse auf. Im Verlaufe der Versammlung wurden die durch den Tod ausgeschiedenen acht Mitglieder in der üblichen Weise geehrt. Der Geschäftsbericht des Vorstandes gab Aufschluß über die vielseitige Arbeit, die von der Geschäftsführung zu leisten ist. Die Genossenschaft konnte den Zugang von 37 Mitgliedern verzeichnen, acht schieden durch Tod aus, so daß der Mitgliederstand zu Ende 1936: 432 betrug. Die Kasse hatte einen Umsatz von 2 075 000 Mark zu verzeichnen, das bedeutet eine Steigerung um 60 v. H. gegenüber dem Jahr 1935. Die Einlagen erhöhten sich um 49 000 Mark und betragen jetzt insgesamt 460 000 Mark. Durch die Steigerung der Einlagen konnten alle vertretbaren Wünsche auf Gewährung neuer Kredite erfüllt werden. Es wurden etwa 50 000 Mark an Krediten bewilligt. Die Bilanzsumme ist auf 514 000 Mark angewachsen. Der Reingewinn belief sich auf 3441 Mark. Es wurde beschlossen, daß für jedes neugeborene Kind eines Mitgliedes ein Sparbuch mit 3 Mark Einzeichnung ausgefertigt werden soll. Die im Laufe des Jahres vorgenommene Revision brachte der Geschäftsführung Lob und verdiente Anerkennung. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Dem Rechner Stein wurde für seine mustergültige Arbeit herzlicher Dank ausgesprochen. Mit der Aufforderung, der Kasse auch fernerhin die Treue zu halten, wurde die Versammlung geschlossen.
A Saasen, 15. März. Die Konfirmanden des Kirchspiels Wirberg (aus den Orten Saasen mit Veitsberg, Bollnback, Reinhardshain, Beltershain, Göbelnrod und Harbach) unternahmen mit Pfarrer Volz einen Ausflug nach Marburg. Dort galt die Besichtigung dem Schloß, der Elisabethen- kirche und dem Tierpark. Die Fahrt war durch schönes Wetter begünstigt. Mit diesem Ausflug der Konfirmanden soll ein alter Brauch wieder eingeführt werden. — Im Saale des Gastwirts Wilhelm S ch e p p II. fand dieser Tage eine Versammlung statt, in der Fräulein Lanz von der Bäuerlichen Werkschule Gießen über die richtige Hühnerhaltung sprach. An Hand von Lichtbildern veranschaulichte sie den Zuhörern die zweckmäßige Errichtung der Hühnerställe, die Aufzucht der Jung- hennen und die Bekämpfung der Hühnerkrankheiten. Der Vortrag wurde mit großem Interesse verfolgt.
zwei Stellen unseres Dorfes am Werk. In der P o st h i l f s st e l l e wurde von den Tätern von der Straße aus eine Fensterscheibe eingedrückt
ch Lauter, 15. März. Der hiesige Klein-s kaliber-Schützenverein, der dem deutschen Schützenverband im Reichsbund für Leibesübungen angehört, nahm am Sonntag an dem ovm Reichssportführer ausgeschriebenen Opferschießen für das WHW. teil. Wegen der schlechten Witterung fand das Schießen im Saale statt. Die Einlagen waren gering gehalten. Jeder Teilnehmer erhielt eine vom Verein gestiftete Anstecknadel. Um auch die Jugend zu begeistern, hatte der Verein zum Ansporn für Bestleistungen drei versilberte Anstecknadeln gestiftet. Diese Nadeln erhielten der dreizehnjährige Karl T r ö l l e r , Ernst R o ck und Hrch. H e e r z. An das WHW. konnte ein für die örtlichen Verhältnisse ansehnlicher Betrag abgeführt werden.
nsf. Steinbach, 16. März. Ein fröhlicher Ge- meinschaftsabend bildete den Abschluß des Kochlehrgangs vom Reichsmütterdienst, den Fräulein Hechler mit 42 Frauen und Mädchen durchführte. Im Laufe des Kursus fand ein Werbenachmittag für die Verwendung des Seefisches statt, der von 85 Frauen besucht wurde, ein Zeichen dafür, welch' reges Interesse alle Frauen der zeitgemäßen Küche entgegenbringen. Der Abschlußabend war mit kleinen Einaktern, Volkstänzen, humoristischen Vorträgen und Liedern abwechselungsreich gestaltet. Zum Schluß sprach der Ortsgruppenleiter über die Aufgaben der Frau in der Familie und in der Volksgemeinschaft.
Y" Watzenborn - Steinberg, 15. März. Die BDM. --Gruppe 14/116 Watzenborn- Steinberg veranstaltete am gestrigen Sonntag im Saale „Zum grünen Baum" eine A u s st e l l u n g. Gezeigt wurden die im letzten Winter in den Heimabenden angefertigten Handarbeiten. Gruppenführerin Erna Jung eröffnete die Schau und wies auf den Zweck und die Ziele der Heimabende im Bunde hin. Die Ausstellung wurde von der Einwohnerschaft gut besucht.
s. Lang-Göns, 14. März. Am heutigen Sonntag wurden die diesjährigen Konfirmanden vom Ortsgeistlichen der evangelischen Gemeinde vorgestellt und geprüft. Es sind in diesem Jahre 30 Kinder (15 Knaben und 15 Mädchen), die eingesegnet werden. Die Konfirmation findet nächsten Sonntag, 21. März, statt.
co Eberstadt, 15. März. Hier fand ein D o r f- gemeinschaftsabend im Zusammenhang mit dem Reichsberufswettkampf im Saale des Deutschen Hauses statt. Ortsbauernführer G ö r l a ch erläuterte zunächst den Zweck und die Ziele des Reichsberufswettkampfes und ermahnte alle jungen Teilnehmer, immer weiter zu streben. Anschließend sprach der Bezirksjugendwart H. Bender (Dorf- Gill) über Siedlungspolitik und Neubildung deutschen Bauerntums. Im weiteren Verlaufe des Abends gelangten verschiedene Volkstänze zur Aufführung, Volkslieder wurden gesungen und verschiedene Mundarbeitgedichte zum Vortrag gebracht. Alle Darbietungen fanden reichen Beifall.
nsf. Lich, 15. März. In unserer Frauenschaft hielt Frau Schliephake aus Gießen einen sehr anregenden Vortrag über zeitgemäße Kleidung und geschmackvolle Heimgestaltung. Dl» Rednerin wußte durch eindrucksvolle Beispiele den Frauen manche Anregung für die Ausschmückung ihres eigenen Heims und für die Veränderung und restlose Ausnutzung der Kleidung zu geben. Reicher Beifall dankte der Vortragenden.
^Hungen, 16. März. Ein erfreuliches Bild vom Stand der Werkarbeit in der VMM- und Jungmädelgruppe von Hungen und Umgebung gab eine Ausstellung, die drei Tage lang geöffnet war und eine große Zahl von Besuchern angezogen hat. Am Freitagabend wurde sie nach einer Ansprache der Untergauführerin K. Pfeffer aus Gießen durch den Ortsgruppenleiter Kirch- höfer eröffnet. Die ausgestellten Arbeiten zeigten viel Sinn für Form und Farbe und legten von dem darauf verwendeten Fleiß und der darin zutage tretenden Geschicklichkeit der Mädel Zeugnis ab.
Blutbad im Schafpferch.
65 Schafe zerrissen.
Lpd. Marburg, 16. Mäm. Zwei wildernde Wolfshunde drangen frühmorgens in einen Schafpferch der Feldgemarkung am Galgen- berg bei Neustadt und richteten ein Blutbad an. 48 Mutterschafe wurd en getötet und 1 7 fo schwer gebissen, daß mit ihrem Eingehen gerechnet werden muß. Der Schaden beträgt über 3000 Mark. Die wildernden Hunde, deren Besitzer bereits festgestellt werden konnten, wurden sofort erschossen. Für die Hundebesitzer wird ein gerichtliches Nachspiel mit Schadenersatzansprüchen folgen.
Rundfunkprogramm
Donnerstag, 18. TNärz.
6 Uhr: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frlly- konzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Ein froher Morgengruß aus der Westmark. 9.30: Nur Koblenz-Trier: Nachrichten. 10: Schulfunk. Volksliedsingen. Wiederholung aus Liederblatt 25. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.45: Landfunk. 12: Musik für alle! Bunter musikalischer Bilderbogen. 13: Nachrichten — Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Musik für alle! 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund. 15: Volk und Wirtschaft. Die Hansestadt Hamburg! 15.15: Kinderfunk. 16: Nachmittagskonzert. 17: Tanzmusik. 17.30: „Könige, Helden und Despoten". Kreuz und quer durch die Geschichte Europas. 17.50: Das aktuelle Buch. Edwin Erich Dwinger, „Em Erbhof im Allgäu". 18: Blasmusik. 19: Volksmusik. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Der deutsche Weg (VI). Eine Hörbild reihe von Ernst Kratzmann (Ursendung). 21: Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk, Sportbericht, Grenzecho. 22.15: 20 Millionen Trachtenpüppchen.
9. A.-Spott
ORL. Fachamt 2 Fußball.
Jugendgruppe Gießen.
Ettingshausen — Großen-Buseck; Staufenberg — Wieseck; Garbenteich — 1900 Gießen II; Steinbach — Allendorf. Die erstgenannten Vereine sind Platzvereine und haben den Schiedsrichter anzufordern.
Oer Bombenerfolg der Loliarer.
Lollar I — Fronhausen I 6:0 (2:0). Lollar II — Fronhausen II 3:3 (2:0).
In Lollar sah man diesem Spiel mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Der beste Lollarer Spieler, Gabriel, liegt immer noch schwerverletzt im Krankenhaus. Außerdem war Lollar gezwungen, noch weiteren Ersatz einzustellen. Trotz dieser widrigen Umstände lieferte die Lollarer Vertretung ein großes Spiel und vollbrachte eine Energieleistung, die aufrichtig zu bewundern war. Die Fronhäuser Mannschaft, die in dieser Spielzeit wirklich gute Leistungen zeigte, wurde eindeutig geschlagen. Besonderen Anteil an dem hohen Sieg hatte der Lol- larrer Sturm, der seinem Namen wieder alle Ehre machte. Außerdem ist der Tormann der Lollarer noch hervorzuheben. Ucberhaupt ronr in der ganzen Mannschaft kein schwacher Punkt. In der ersten Halbzeit führte Lollar durch zwei schöne Tore des Mittelstürmers und des Linksaußen mit 2:0. Durch drei Prachttore des rechten Flügelstürmers und ein Tor des Halblinken wurde in der 2. Halbzeit das Endresultat hergestellt. Der Fronhäuser Mannschaft blieb selbst das Ehrentor versagt. Mit diesem Sieg hat Lollar seinen Tabellenstand wieder wesentlich verbessert.
Vor dem Spiel der ersten Mannschaften trafen sich die Reserven beider Vereine. Die Lollarer Mannschaft war durch Spielerabstellungen an die erste Mannschaft sehr geschwächt und mußte sich mit einem Unentschieden begnügen, was aber immer noch als Erfolg zu werten ist.
F.-Ep.-D. 1926 Steinbach.
Steinbach I — Garbenteich I 4:3.
Am Sonntag weilte Garbenteichs 1. Mannschaft in Steinbach zum fälligen Verbandsspiel. Gleich nach Anstoß kamen beide Mannschaften gut ins Spiel, wobei Steinbachs Sturm den Ball sofort abfing und den ersten Angriff vor das gegnerische Tor brachte. Nur das Handspiel eines Gästeverteidigers verhinderte den sicheren Erfolg. Der darauf verhängte Elfmeter wurde von Steinbachs Mittelläufer dem Torwart in die Hände geschossen. Steinbachs Sturm arbeitet weiter schöne Torchancen heraus, aber keine wurde verwertet. In der 20. Minute brach plötzlich Garbenteichs Angriff durch, die aufgerückte Steinbacher Verteidigung wurde umspielt, und das erste Tor für Garbenteich war fällig. Durch diesen Erfolg angefeuert, kam Garbenteichs Mannschaft sehr stark auf. Den Steinbachern blieben trotz allen Anstrengungen Tore versagt und mußten fo mit 1:0 im Rückstand in die Pause gehen.
Wenn nun manche Zuschauer glaubten, eine Niederlage wäre unvermeidbar, so sahen sie sich getäuscht. Gleich mit dem Anstoß ging der Sturm vor das Gästetor, und der Mittelstürmer schloß den Angriff mit dem Ausgleich ab. 1:1. Es klappte jetzt wie am Schnürchen, innerhalb von 15 Minuten schossen Steinbachs Stürmer drei Tore und rissen damit die Führung an sich. Hätte jetzt die Hintermannschaft taktisch klüger gespielt, dann wäre es nicht dazu gekommen, daß Garbenteich bis eine Viertelstunde von Schluß auf 3:3 gleichziehen konnte. Noch ungefähr sechs Minuten waren zu spielen. Wer wird die besseren Nerven haben? Vier
Minuten vor Schluß löste Steinbachs Mittelstürmer durch ein schönes Tor die Frage und stellte Steinbachs Sieg sicher. Ein schöner ritterlicher Kampf ging damit zu Ende.
Fußballabteilung des Turnvereins Alten-Buseck.
Grohen-Linden I — Alten-Buseck I 2:6.
Alten-Buseck war am Sonntag zum Freundschaftsspiel in Großen-Linden zu Gast und konnte einen hohen Sieg erringen. Die Gäste waren ihrem Gegner, im Feldspiel wie in der Technik, überlegen. Die Platzbesitzer spielten demgegenüber mit großem Eifer. Die Alten-Busecker hatten dabei zu Anfang den Gegner unterschätzt und mußten zuerst einen Torerfolg der Großen-Lindener hinnehmen. Der Ausgleich- und der Führungstreffer für Alten- Buseck war aber bald darauf fällig. Nach der Pause wurde die Ueberlegenheit der Gäste eindeutiger, der Gegner wurde ziemlich eingeschnürt. In der Folge fielen vier Tore für Alten-Buseck, denen die Einheimischen nur noch ein zweites Tor entgegensetzen konnten.
Großen-Linden 1. 3gb. — Alten-Buseck 1. Jgd. 1:2.
Die Jugend von Großen-Linden, die in ihrer Gruppe im Vordertreffen liegt, schlug die Gäste mit 1:2 knapp aber sicher und verdient.
Mannschastskampf der Turner in Lollar.
Am kommenden Sonntag findet in Lollar in dein Hebungsraum des Vereins für Leibesübungen Lollar 1883 (früher Turnverein), im Saale der „Germania", der Mannschaftskampf der 1. Kreisklasse des Fachamtes 1 (Turnen) des Kreises 8 Gießen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen statt. An diesem Mannschaftskampf nehmen fünf erprobte Mannschaften teil: Turnverein 1846 Gießen, Turnverein Großen-Linden, Turnverein Heuchelheim, Turnverein Wieseck und Verein für Leibesübungen Lollar. Der Mannschaftskampf ist ein Zehnkampf an Reck, Barren, Pferd, Sprung und Freiübungen mit je einer Pflicht- und einer Kürübung. Die Leitung hat für den verhinderten! Kreismännerturnwart Karl Reuter (Gießen), der an diesem Tage in Gießen einen Lehrgang für das Altersturnen durchzuführen hat, der Ringturnwart Fritz K a r b e r (Odenhausen) übertragen erhalten, lieber den Sieger läßt sich im voraus nichts Bestimmtes sagen. Alle Mannschaften sind gut, so daß das Ergebnis bis zuletzt offenbleiben wird. Bei dem letzten Mannschaftskampf konnte der Verein Lollar mit feiner Mannschaft den ersten Sieg erringen. Die Mannschaften werden schöne Hebungen zeigen. Die Veranstaltung beginnt am Vormittag mit den Pflichtübungen. Nach einer Mittagspause, während der die auswärtigen Teilnehmer Gäste bei den einheimischen Reichsbundkameraden sein werden, findet am Nachmittag der Austrag der Kürübungen statt.
VfB.-Reichsbahn-Leichtathletik.
Otto Luh in Frankfurt Dritter.
Wie erwartet war Luh in Frankfurt nicht in der Form vom Vorjahre. Mit einem Stoß von 13,60 Meter wurde er Dritter. Sieger wurde der Olympiasieger Wöllke, Berlin, mit der guten Leistung von 15,72 Meter. Zweiter wurde Lampert, München, mit 14,23 Meter.
Gportaml „Kraft durch Freude^.
Heute folgender Kursus:
Allgemeine Körperschule, Lyzeum, Dammstraße 26, nur für PL. der NSDAP. Ortsgruppe Nord, 20.15 bis 21.45 Hhr.


