Ausgabe 
16.10.1937
 
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uic -uciyunviunyen irn yuojiein* vung lyrer Dewoyner mir oen zcaraianen im Le- mifchungsausschuß wieder zu sabotieren, an Ver- sitz der Roten verblieb, aber nach den letzten gro- suchen dazu wird es auch jetzt bestimmt nicht fehlen, | ßen Erfolgen der nationalen Truppen in Gefahr so wird Herr Delbos keine Gelegenheit bekommen, steht, ebenfalls den Nationalspaniern in die Hände

Eine besondere Rolle haben in den Erörterungen der letzten Tage die Balearen gespielt, jene in der Hauptsache aus den beiden in ihrem Charak­ter recht verschiedenen Inseln Mallorca und Menorca bestehende Inselgruppe an der Nord­ostküste Spaniens, die vorwiegend ihrer strategi­schen Bedeutung wegen schon eine äußerst wech­selvolle Geschichte hinter sich hat und aus dem gleichen Grunde auch während des gegenwärtigen Bürgerkrieges in Spanien die besondere Aufmerk­samkeit aller Mittelmeermächte auf sich gelenkt hat. Die Inseln führen ihren Namen auf das griechische ballein" (schleudern) zurück, weil ihre iberischen Ureinwohner im Altertum wegen ihrer Treffsicher­heit mit der Schleuder berühmt waren. Von dem durch seine landschaftliche Schönheit, sein mildes Klima, seine herrlichen mittelalterlichen Kunstschätze früher von vielen Fremden, besonders Engländern, gern aufgesuchten Mallorca sticht das kleinere Me­norca durch seine öde, steinige Grassteppe, die nur großen Ziegenherden Nahrung gibt, unvorteilhaft ab. Ziegenkäse und Schuhfabrikation aus Ziegen­leder sind denn auch die Haupterwerbszweige ihrer Bewohner und an bemerkenswerten geschichtlichen Denkmälern kann sie nur Ueberreste zyklopischer Rundbauten aufweisen, wie sie in ähnlicher Form von Sardinien her bekannt sind Aber Menorcas strategische Bedeutung überragt die ihrer von Natur und Kunst bevorzugten Schwester. Menorca ragt weit ins Mittelmeer hinein und schneidet die Schiff­fahrtslinien von Südfrankreich nach Nordafrika. Diese beherrschende Stellung Menorcas ist früh er­kannt worden. Die Karthager hatten sich die Bale­aren schon früh unterworfen und Hannibals Bru­der Mago hat auf Menorca einen Hafen angelegt, das noch heute nach ihm benannte Port Mahon. Später hat Menorca in dem französisch-britischen Machtkampf um die Vorherrschaft im Mittelmeer

cos übergegangen, während Menorca, die strate- gisch wertvollere, wohl aus der engeren Verbin­dung ihrer Bewohner mit den Katalanen im Be-

mit Erbsen und Speck, und die Iungvermählte schmort und dämpft. Bald ist es Nacht denkt sie und lächelt. Ja, lächle du nur, mein Kind! Kaum hat der Jonny seinen Hammel verschlungen, als er auch schon seine Stiefel auszieht, mit bösem Blick auf die kleine Venus zu Bett geht und allsoaleich entschlummert.

O Gott, welcher Orkan bricht los! Die einen trampeln vor Entzücken und Zustimmung, die an­dern, weniger stolz und praktischer gesinnt, schüt­teln die Köpfe und raten mitzunehmen, was bei der Hand liegt, ich enthalte mich jeder Aeußerung, das Orchester denkt: wenn Jonny schlafen kann, schlafe ich auch und auf der Leinwand weint die kleine, runde Venus. Da versagt plötzlich der Film an der spannendsten Stelle, ich bitte Sie! und die allgemeine Erregung entlädt sich in einem wütenden Angriff auf den sachverständigen Herrn am Apparat: ,,Ha, maledettol Ha, ban- ditto!!< Das Haus rast.

Na, schließlich geht die Geschichte weiter. Jonny bezieht noch etliche, von dem sachkundigen Publikum streng begutachtete Prügel von den Freunden der kleinen Venus und entsinnt sich daraufhin seiner Pflichten. Denn es ist, wie schon gesagt, ein gerech­ter Film.

Etwas heiser, aber tief befriedigt verläßt alles den Raum und verliert sich in den schmalen, sternen­übersäten Gassen: nur das Orchester bleibt sitzen, wo es sitzt, und schläft mit Würde.

Nationalsozialismus habe dem Kapital diesen Gift­zahn gezogen und es zum Diener der Menschheit gemacht, denn das Primäre sei der Mensch und seine Arbeit. Auf der falschen Auffassung, daß die Arbeit eine Bürde sei, habe sich früher eine ganze Welt aufgebaut. Hier habe die Welt­anschauung des Nationalsozialismus Wandel ge­schaffen.Wir predigen, daß der Mensch auf seine Arbeit stolz sein muß. Wir betrach­ten die Arbeit als das Göttliche im Menschen, als die Verbindung mit seinem Schöpfer. Arbeit

(Reumanns (per3=(|)ilfe unterstützt und regelt die klrbeilskrast Ohres Herzens. Heumanns Herz-Hilfe ist unschädlich und aus rein pflanzlichen Heilstossen zu- sammengeseht.»Au haben in denklpotheken für RM. 2.50 die Packung. Sie reicht ca. 1 Monat.

Frankfurt a. M., 15. DEL Die Reichsbetriebs­gemeinschaft Banken und Versicherungen setzte am Freitag,ihre Arbeitstagung fort. Oberst Löb, Chef des Amtes für deutsche Roh- und Werkstoffe, gab einen Ueberblick über den Aufbau seines Amtes. Aus der Synthese der Feststellung des Bedarfes und der Feststellung der Art der Bedarfsdeckung und -lenkung ergebe sich die Planung zur Lösung der Aufgaben. Hauptträger des Planes bleibe die Pri­vatinitiative. Die Finanzierung ohne die entscheidende Mithilfe der maßgebenden Finanz­kreise und der Industrie ist unmöglich. Die Sicher­heit für die richtige Form der Finanzierung ist gewährleistet durch die Einschaltung des Finanz- und Wirtschaftsministeriums sowie des Preiskom­missars. Bei weniger großen Objekten ist ihre Durchführung lediglich mit den eigenen Mitteln des Wirtschaftsträgers gegeben. Bei Objekten, die sehr hohe Investitionen erfordern, steht dazu der Ka­pitalmarkt zur Verfügung, der mit jeweiligem Ein­verständnis des Reichswirtschaftsministeriums durch Lockerung der Emissionssperre die Beschaffung von Mitteln durch Industrie-Obligationen oder neuen Aktien ermöglicht, der dritte Weg geht über den Bankenkonsortialkredit und schließlich der seltenste Weg über Reichs- und Haushaltskredite.

Nach einem groß angelegten Ueberblick über die einzelnen Sachgebiete des Vierjahresplans, wobei auf die Bedeutung sämtlicher Werkstoffe und Bo­denschätze Oberst Löb dann den Beschluß des Amtes für Roh- und Werkstoffe bekannt gab, daß das neugeschaffene deutsche K u n st st o f f i n st i t u t nun nach Frankfurt a. M. gelegt werden wird. Ueber den Grad des Einsatzes der kapitalmäßigen Mittel erklärte er, daß im wesentlichen die Durch­führung des Planes zu 30 v. H. aus eigenen Mit­teln der Wirtschaftsträger, mit 50 v. H. aus Mit­teln des Kapitalmarktes, mit 8 v. H. durch Banken- konfortialkredite und mit 12 v. H. aus Mitteln der öffentlichen Hand bisher erfolgt sei. Dabei sind die öffentlichen Mittel vorwiegend für die wissen­schaftliche Fundierung des Planes einge­setzt worden, um auch auf diesem Wege alle Mög­

lichkeiten auszuschöpfen, die sodann durch die An­lagen der Industrie mit ihren eigenen Mitteln und der Hilfe des Kapitalmarktes praktisch verwirklicht worden Der Grundsatz der privaten Finanzierung sei also weitgehend durchgeführt.

Nach dem Hinweis auf die ethische Bedeutung des Vierjahresplanes, der uns letztlich von dem

Jmportzwang befreit und uns zu der natürlichen Möglichkeit der Bedarfsdeckung mit den angeneh­men Gütern des Lebens hinführt, schloß Oberst Löb mit der Feststellung, daß die Durchführung des Vierjahresplanes unabänderlich verbunden sei mit der Durchführung der großen Staatsaufgaben, die uns der Führer gestellt hat. Das erste Jahr des Planes sei hundertprozentig erfolgreich und planmäßig verlaufen.

feineHandlungsfreiheit" zurückzugewinnen, mit welcher Drohung er sich gern für die soeben be­gonnenen Verhandlungen stark machen möchte.

halb Reichsleiter Dr. Ley gebeten, ihm eine Grubeneinfahrt unter Tage zu ermög­lichen. Diesem Wunsche wurde Rechnung getragen. Nach der Ankunft in Essen fuhr Reichsleiter Dr. Ley mit dem Herzog nach Kamp-Lintfort. Nach Er­läuterungen des Betriebsführers über Belegschaft,

-WVUU3 luymi, uas schöne Bewußt­sein, eine runde und achtenswerte Leistung voll­bracht zu haben, glänzt in seinen Mienen, und er bestellt sich Hammel mit Erbsen und Speck.

im Ruhrgebiet.

Essen, 15. Okt. (DNB.) Den tätigen Menschen galt schon immer Interesse des Herzogs von Windsor.

Sochschulnacbnchten

Der Reichs- und preußische Minister für Wissen­schaft, Unterricht und Volksbildung hat den o. Pro­fessor Dr. Wilhelm Meisner an der Universität K ö l n in gleicher Diensteigenschaft an die Universi­tät München berufen und ihm die Professur für Augenheilkunde verliehen.

Zuietzen. In beiden westlichen Hauptstädten hat man lange genug gebraucht, um über einen Weg zu be­raten, der wenigstens den Schein wahrt. Der fran­zösische Ministerrat und das britische Kabinett haben unter lebhaften Verschleierungsmanöoern der Presse beider Länder sich gegenseitig den Vortritt bei einer Entschließung zuzuschieben versucht, die notwendi­gerweise erkennen lassen mußte, daß man den lienischen Wünschen nachgegeben hatte, weil Gründe der Vernunft für sie sprachen und sie einer schier unangreifbaren Stellung heraus äußert worden waren, wollte man es in Paris ...... London nicht zum äußersten kommen lassen. Und dazu hatten Chautemps und Delbos sowohl wie Chamberlain und Eden trotz der Ermunterungen ihrer marxistischen Presse keine Lust. Der Nichtein- mischungsausschuß ist also heute in London in fei« nem geschäftsführenden Gremium zusammenaetre- ten, nachdem eine in London überreichte Denk­schrift des französischen Außenministers Delbos Frankreichs Bereitwilligkeit erklärt hat, mit dem Ausschußeinen letzten Versuch" zu machen. In Paris legt man besonderen Wert darauf, zu beto­nen, daß man in allen Punkten des nun einzu­schlagenden Verfahrens mit England einig gehe und hat um dieser Einigkeit willen manche nicht un­wesentliche Abstriche vom ursprünglichen Programm in Kauf genommen und auf den von der extremen Linken geforderten ultimativen Ton verzichtet. Frankreich und England wünschen nur beide, ohne sich aus eine bestimmte Frist festzulegen, daß die Verhandlungen über eine Zurückziehung der Frei­willigen mit aller Beschleunigung geführt und möglichst schnell zu einem greifbaren Ergebnis ge­bracht würden. Das ist bestimmt auch der Wunsch aller der Mächte, denen ehrlich an einem Fortschritt der Nichteinmischungspolitik gelegen ist, vor allem Italiens und Deutschlands. Und wenn Frankreich und England bann, wie man jetzt hört, bereit sein sollten, den beiden Parteien in Spanien die Rechte Kriegführender zuzugestehen, so entspricht auch das einem von Deutschland und Italien schon vor Mo­naten gemachten Vorschlag. Der gute Wille, in London ganze Arbeit zu leisten, ist also durchaus vorhanden. Wenn also es Moskau diesmal nicht gelingen sollte, die Verhandlungen im Nichtein- wischungsausschuß wieder zu sabotieren, an f

Oie Finanzierung des Vierjahresplans

Das deutsche Kunststoffinstitut kommt nach Frankfurt.

Kapital und Arbeit.

Or. Ley auf der Gchlußkundgebung der R8G. Banken und Versicderunaen.

Verhandlungen im Londoner Nichteinmischungs­ausschuß kann von allen Beteiligten in aller Ruhe abgewartet werden, und sicher wird es dort je eher zu einem brauchbaren Ergebnis kommen, desto weniger man mit dem plumpen und schnell ab­genutzten Mittel der Drohung Gebrauch macht, das doch niemals verfängt, wo es auf ruhige Selbstsicherheit und zielbewußte Klarheit stößt.

Dr. Fr. W. Lange.

L er Herzog von W.ndsor

zu fallen. Bei der Ausschlag gebenden Rolle, die die italienischen Freiwilligen 'bei den letzten Kämp­fen auf dem spanischen Festland gespielt haben, glauben nun Frankreich und England, italienische Freiwillige könnten auch bei einer Besetzung Me­norcas durch Truppen Francos beteiligt sein. Da­her auch ihr in den letzten Verhandlungen zum Ausdruck kommender Wunsch nach Zusicherungen, daß Rom keine Absicht habe, sich auf den Ba­learen festzusetzen und die in der französischen Presse namentlich immer wieder erhobene Dro­hung, Frankreich werde gemeinsam mit England Menorca besetzen, falls Jtalietz seine Freiwilligen nicht vom spanischen Kriegsschauplatz (gemeint ist natürlich in erster Linie die Insel Mallorca), zu­rückziehen werde. Dabei geht die Pariser Presse wiederum mit der alten Vorstellung der von den Balearen aus bedrohten französischen Verbin­dungslinien nach Nordasrika krebsen, ohne aber nun in diesem heiklen Punkt auf volles Verständnis oder gar auf rückhaltlose Unterstützung ihrer For­derungen durch England rechnen zu können, denn die Briten wünschen natürlich weder Franzosen noch Italiener im Besitz der Inseln zu sehen und sind auch jeder Pressionspolitik abgeneigt, die leicht in gefährliche Abenteuer führen 'kann. Man hat daher in London sich begnügt, die erneute Ver­sicherung Italiens, das es keine auf den Besitz der Balearen gerichtete Absichten habe, zur Kennt­nis zu nehmen. Mussolinis Politik in der spani­schen Frage, die sich ausschließlich gegen eine Fest­setzung des Bolschewismus im westlichen Mittel-

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Kmo im Süden.

Von Sofie v. tlhde.

Ein schmales, finsteres Gäßchen mit hohen Stein­mauern, ein winkliges Haus, eine halsbrecherische Treppe und darüber dasFoyer" mit dem Kassen­schalter. Zwei Lire öffnen die Türe in ein Land der wildesten Gemütsbewegungen.

Dichtgedrängt sitzt hier die männliche Jugend des Dorfes, entschlossen, sich bis zum Aeußersten zu amüsieren. Fremde und Weiblichkeit sind sehr in der Minderzahl; dies ist eine interne Angelegen­heit der Männer. Ganz rückwärts, in einem offe­nen Verschlag, der eben für zwei Raum bietet, sitzen der Sachverständige, der den Film bedient und das Orchester", ein würdiger, leidenschaftsloser Herr mit einer Ziehharmonika. Und los geht die Sache!

Es ist ein amerikanischer Matrosenfilm, der über die Leinwand zieht, eine wilde Angelegenheit, in der es nichtsdestoweniger gerecht und sehr verliebt zugeht. Der Held und Liebhaber ist ein grandioser Kerl, ein ganz wunderbarer Spitzbube, trink- und kußfest und voll verwegener Einfälle; er hat denn auch im Handumdrehen die Herzen seiner Zuschauer meines inbegriffen erobert, sie verfolgen feinen Lebensweg mit wildem und lärmendem Interesse, in dem die pflichtgetreuen Darbietungen des leidenschaftslosen Orchesters restlos untergehen. Weiß Gott, hier gibt es noch Anteilnahme!

Aber was hat er sich da auch für ein Mädchen aufgetan, dieser Jonny! Donner noch eins, die ist nicht schlecht! Eine kleine, runde Venus! Aus allen Bänken werden sachverständige Urteile laut und man ermuntert ihn, der gar keiner Ermunterung be­darf, mit feurigen Zurufen. Jonny zeigt denn auch, was er kann: er glänzt in einem Kuß von wunder­barer Dauer. Uns ergreift alle eine mächtige Hoch­achtung vor dieser ausgezeichneten Leistung, selbst das Orchester hat sein Spiel unterbrochen und starrt interessiert auf die Leinwand; die jungen Männer liegen weit vorgebeugt in den Bänken und ver­folgen mit Kennermiene Jonnys Rekord, einige Augenblicke herrscht tiefe Stille. Doch dann erfaßt eine unbewußte, köstlich urwüchsige männliche Eifer­sucht das Publikum: jetzt hat er genug, dieser Jonny! Was glaubt er denn, der Kerl?! meint er, er kann sich so durchs Leben küssen, während andere zusehen? Genug jetzt und Schluß! Und einmütig brüllt man:Basta! Basta!"

Nur einer ruft nicht, ein schmaler, blasser Junge; hingerissen starrt er auf die Leinwand und preßt die Finger ineinander.

Förderung und Lohnverhältnisse sand die Besah, rung eines Kohlenstrebs der Zeche Friedrich-Heinrich statt. Unter Tage unterhielt sich der Herzog mit zahlreichen Kumpels und erkundigte sich nach ihrer, Lebens- und Arbeitsverhältnissen. Nach fast drei­stündigem Aufenthalt im Schacht erfolgte die Weiter­fahrt über Möers-Repelen nach den Pattberg« Schächten, deren Betriebseinrichtungen besichtigt wurden. Das Mittagessen wurde im Kasino eines der Betriebe eingenommen. Kurz vor 15 Uhr traf das Herzogspaar bei der Friedrich Krupp A G. ein zu einer mehrstündigen Rundfahrt durch die Werke, wobei der Herzog sich längere Zeit in den Lehrwerkstätten und im Hochofenwerk auf hielt. Wiederum zog der Herzog zahlreiche Gefolgschafts- mitglieder ins Gespräch und ließ sich die einzelnen Arbeitsvorgänge erklären. Am Abend fand im HotelKaiserhof" in Essen ein Empfang des Gau­leiters und Oberpräfidenten Terboven statt, zu dem etwa 50 Personen aus Partei, S^t und Wirtschaft geladen waren.

Als Abschluß der Reichsarbeitstagung der RBG. Banken und Versicherungen fand im Hippodrom eine Kundgebung statt, auf der der Reichsorganisa- tionsleiter Dr. L e y über das Thema Kapital und Arbeit sprach. Kapital sei aufgespeicherte Energie, die wieder zum Segen des Volkes weiter verwendet werden könne. Wenn allerdings das Kapital in Händen von skrupellosen Menschen machtpolitischen Zwecken dienstbar gemacht werde, was nur in einem ohnmächtigen Staat geschehen

Don Meerkatzen und dicken Suppen.

Im Hannoverschen hat man eine besondere Vor­liebe für dicke Suppen. Eine Suppe mit weißen Bohnen, Kartoffeln, Birnen und Aepfeln, dazwischen etwas fettes Fleisch und das Ganze so steif, daß der Löffel drin steht, das ist für den Niedersachsen ein Festessen. Und hinterher da muß ein guter Korn helfen. Die Liebe geht durch den Magen, sagt schon ein altes Sprichwort. Nichts beweist deutlicher, wie hoch der Volkssinn den Wert von Speis und Trank einschätzt. Küche und Keller haben sich, wie das oben angedeutete Beispiel zeigt, auch viele stammesmäßige und örtliche Eigentümlichkeiten er­halten, und jeder Reisende läßt sich gerne solche Magengerichte und -getränte munden und guckt auch mit Interesse in die Kochtöpfe der fremden Landschaft. Wird man einmal in die schöne Gegend von Bentheim verschlagen, so sollte man dort nicht vergessen, denBorenjung" zu probieren, jenen köstlichen Schnaps, der mit Rosinen und Korinthen angesetzt wird. Eine nahrhafte Angelegenheit ist auch dasHeidmärker Frühstück", wie es Bismarck nannte, das in der Lüneburger Heide gereicht wird. Schwarzbrot, Butter, Käse und Mettwurst sind seine Bestandteile und zur Förderung der Verdauung darf auch hier der Korn nicht fehlen. Mit dem Bier kommen wir zu dem Getränk, das als das wahre Dolksgetränk Niedersachsens angesprochen werden kann. Der edle Gerstensaft kann auf eine uralte Ueberlieferung zurückblicken; man hat heute fast vergessen, daß Braunschweig, Hildesheim und Einbeck im Mittelalter das weite Handelsgebiet der Hanse mit Bier versorgten. Vielleicht spricht ein wenig Lokalpatriotismus mit, wenn die Nieder­sachsen behaupten, daß die Bayern van einem Ein­becker Brauer das Bierbrauen erlernt hätten, lieb» riaens bekommt man in Braunschweig seit dem lustigen Gastspiel Till Eulenspiegels bei einem Bäcker, dessen Bäckerei heute noch am Bäckerklint steht,Eulen und Meerkatzen", oder wie man in Braunschweig sagtUlen und Apen" zu essen. Von den Apen ist es wiederum nur ein Gedanken­sprung zu den aus Brotteig gebackenen Ratten, die in Hameln als Ratzeputz zur Erinnerung an den Rattenfänger in jeder Bäckerei die Fenster zieren. In Hildesheim gibt es Pumpernickel, der mit dem westfälischen nichts zu tun hat, er ist vielmehr ein längliches, knusprig süßes Gebäck, das nach Man­deln und Honig schmeckt. Und das kleine Dörfchen Steinhude am Steinhuder Meer steht in dem Rufe, Fischgerichte so lecker zuzubereiten, daß sich hier nur Feinschmecker sehen lassen. Besonders fette Aale sind seine Spezialität.

Eh! ruft man befriedigt und lehnt sich zurück, auch das Orchester entsinnt sich wieder seiner Pflicht; nur der Schmale, Blasse ruft verzweifelt:Bis, bis!" unter dem Jubel seiner Nachbarn ruft er esbis, bis!" Aber natürlich kümmert sich Jonny den Teufel darum, er hat noch viel vor, der pracht­volle Spitzbube. Und was sag ich: schon ist er mit seinem Panzerkreuzer in die Tropen geschwommen und da hats ja nun Venuse guter Gott!! Jonny wird es ganz schwül, aber er steht seinen Mann. O, Jonny weiß, was sich bei Damen schickt, und er küßt sich durch die fünf Erdteile mit schöner Aus­dauer.

Die Zuschauer rasen, lachen, johlen, trampeln, klatschen, während das Orchester, ermüdet vom An­blick solcher Spitzenleistungen und im sicheren Ge­fühl eigener Entbehrlichkeit entschlummert; fest lehnt es sich an seinen Nachbarn und läßt nachdrückliche Töne beengter Atmung erschallen, während Jonny dem Erdball zeigt, was ein Mann ist.

Aber die kleine, runde Venus, Teilhaberin jenes smarten Dauerkusses, zeigt nun ihrerseits der Welt, was eine Frau ist! Rund um den Globus begibt sie sich, um den verruchten Jonny zu greifen. Teufel nochmal, jetzt naht die Rache! Uns wird allen Angst, wir sind bereit, Jonny mit unseren Leibern zu decken; auch ich, in schnöder Karneradschaftslosig- keit gegen mein Geschlecht, zittere und bebe um den herrlichen Spitzbuben Jonny, Jonny, wir stehen alle zu Dir! Was wunder, wenn einer so küssen kann. Aber, ich erwähnte es schon, es geht gerecht zu in diesem Film. Und also erwischt die kleine, runde Venus ihren Jonny, und nichts wie aufs Standesamt!

Wir rasen, wir schreien:No! No Wir raten allen beiden dringend ab, das aufgeschreckte Orche­ster spielt die Santa Luzia und wird schon wissen, was es sich davon verspricht. Aber nichts hilft, ran muß er, der Jonny! Weiß Gott, schon ist er ge­traut! Der ganze Raum ist ein Schrei der Empö­rung und der Enttäuschung, wir könnten die kleine Venus vierteilen. Denn wir wissen ja, wie das so wird mit Ehemännern: wie zum Teufel soll Jonny nun für unsere Unterhaltung sorgen, bitte? Ver­dammtes Mädchen!

Ha, aber Jonny! Er packt seine Angetraute, er geht mit ihr nach Hause, er bestellt finster Hammel

Zeitschriften.

Das zweite Herbstmodenheft derNeuen M o d e n w e l t" (Ullstein, Berlin) bringt auf vielen Zum großen Teil bunten Seiten rund 90 Modelle, die die Vorliebe der Wintermode für Zierat und prächtige Stoffe deutlich erkennen lassen. Es gibt reizende Kleider mit Litzen, Tressen, Stickereien und Spitzen und für den Abend elegante Modelle aus Brokat und Lam6. Bunte Seiten sind den warmen molligen Mänteln gewidmet. Praktische Vorschläge für Geschwister-Kleidung und sinngemäße Kleider­zusammenstellung, der große Handarbeitsteil und der Roman beschließen das Heft.

Basta, basta, maledetto!" Aber Jonny hört nicht; er küßt, solange es ihn freut, und es freut ihn sehr lange! Schließlich läßt er die ganz schöpfte kleine Venus fahren; das schöne Bew

und in der Welt überhaupt eine große Rolle ge­spielt. Im spanischen Erbfolgekrieg zu Beginn des 18. Jahrhunderts besetzen die Engländer zu gleicher Zeit wie Gibraltar, die Felsenfestung an der Süd­spitze Spaniens, auch Menorca, den strategischen Vorposten im westlichen Mittelmeer. Um beides kämpft Frankreich, weil es seine Verbindungslinien bedroht und die Vereinigung seiner Atlantik- und Mittelmeerflotten verhindert. Seit 1756 ist Menorca in wechselndem britischem und französischem Besitz, bis es endlich 1802 dauernd wieder Spanien zufällt.

Aber das Interesse der Mittelmeermächte an die­ser strategisch so wichtigen Insel wird seitdem nicht geringer. Sie liegt auf halbem Wege zwischen Tou­lon, Frankreichs stärkstem Kriegshafen am Mittel­meer, und Biserta, dem Flottendstützpunkt an der Küste des französischen Tunis, zwischen Marseille und Algier, Cette und Oran.

Sollte Menorca einmal einer feindlichen Macht zur Verfügung stehen, würde das die schwerste Be­drohung der französischen Verbindungslinien nach ihrem nordafrikanischen Truppenreservoir bedeu­ten. Die Engländer haben seinerzeit Menorca be­festigt,'aber bis in die neueste Zeit gehen die eng­lischen Bemühungen, zu verhüten, daß von hier aus einmal die Linie GibraltarMalta, Englands Le­bensnerv im Mittelmeer getroffen werden könnte. Mit dem Wechsel des politischen Regimes in Spa­nien wechselten auch die Versuche der Mittelmeer­mächte, sich die Balearen dienstbar zu machen. Hatte 1926 Italien mit dem spanischen Diktator Primo de Rivera Fühlung genommen und für den Kriegsfall mit Frankreich als vermutlichem Gegner sich das Besatzungsrecht auf den Balearen gesichert, so versuchte fünf Jahre später Frankreichs Minister­präsident Herriot mit den Machthabern der spa­nischen Republik zu einem Abkommen zu gelangen, das den Franzosen ein Ankaufsrecht für die Bale­aren einräumen urub ihnen hier einen Stützpunkt für ihre Truppentransporte im Kriegsfälle sichern sollte.

Im spanischen Bürgerkrieg ist die größere Ba­leareninsel Mallorca bald zu den Nationalen Fran-

meer richtet, findet ihre Stütze in der feierlichen Erklärung des spanischen Staatschefs General Franco selber, daß eine Abtretung spanischen Bo­dens für eine nationale Regierung niemals in Frage komme, sie würde sich ja auch in den Augen des spanischen Volkes selber richten, würde sie je­mals solchen Gedanken in Erwägung ziehen. So besteht auch von dieser Seite her für Frankreich.................. yv|U,Ci,CH

kein Anlaß zu Nervosität. Der Ausgang der neuen könne, dann sei es ein Unheil für das Volk. Der

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