Ausgabe 
16.10.1937
 
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führte.

Modische Mäntel

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ganz auf Maroc gefüttert..................RM.

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und versicherte die Angehörigen der Opfer seiner und der DAF. tätigen Unterstützung.

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Der Admiral der ehemaligen österreichisch-unga­rischen Kriegsmarine Paul P a ch n e r ist in Graz gestorben. Pachner war der heldenmütige Kom­mandant des PanzerkreuzersZent a", der am 16. August 1914 allein den Kampf mit dem Gros der französischen Mittelmeerflotte aufnahm, um den Rückzug der österreichisch-ungarischen See­streitkräfte in die Bucht von Cattaro zu decken.

Dm Außenministerium in Prag wurden die Rati­fikationsurkunden des am 27. September 1935 in Bad Elster unterzeichneten deutsch-tschecho­slowakischen Vertrages über die Fluß- laufe im sächsischen und bayerischen Grenzge­biet und über den Ausgleich eines Gebietsteiles ausgetauscht. Durch diesen Vertrag wird am 22. Ok­tober das GasthausZum Schimmel" auf Rieder- euther Gemeindegrund, der bislang zur Tschecho­slowakei gehörte, deutsch. Die Grenzsteine sind schon vor längerer Zeit umgesetzt worden.

sich von Westen her auf das Festland erstreckenden Hochdruckrücken. Der Einfluß des letzteren hat sich zwar verstärkt, wird aber nicht voll zur Auswir­kung kommen und auch vielfach durch Nebelbildun­gen gestört werden.

Aussichten für Sonntag: Besonders morgens vielfach dunstig oder nebelig, sonst im all­gemeinen trocken, nachts frisch, Winde vorwiegend aus westlicher Richtung.

Aussichten für Montag: Abgesehen von Nebelbildungen, vereinzelte Niederschläge.

Lufttemperaturen am 15. Oktober: mittags 11,7 Grad Celsius, abends 9,5 Grad; am 16. Oktober: morgens 4,7 Grad. Maximum 11,8 Grad, Minimum heute nacht 4,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Oktober: abends 9,9 Grad; am 16. Ok­tober: morgens 7,8 Grad. Niederschläge 0,7 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: vr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: vr.Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 37: 9248. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdryckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

DerFühreraufdemKoburgerLrinnemngStreffenderAllenGarde Zum erstenmal in unserer Geschichte kann ein Deutscher aufstehen, um vor der Wett im Namen des ganzen Volkes zu sprechen!"

Modischer Mantel aus Velour-Diagonal Q^75 mit flotter Pelzgarnitur, ganz gefüttert.....RM. VU

Coburg, 15. Okt. (DNB.) Auf dem mit Fah­nen und Girlanden reich geschmückten Marktplatz in Coburg waren die Träger des Coburger Ehren­zeichens, die Männer der Alten Garde und die Mit­glieder der Gliederungen aus dem Kreis Coburg zum Erinnerungstrefsen aufmarschiert. Gegen 16.15 Uhr erschien, von e.nem Orkan des Jubels begrüßt, der Führer Gauleiter W ä ch t - ler meldete dem Führer 100 Träger des Coburger Ehrenzeichens und 1300 Männer der Alten Garde. Vor 15 Jahren, so sagte er, sind Sie, mein Führer, an der Spitze Ihrer Hundertschaften zum ersten Male in Coburg eingezogen. Geballte Fäuste drängten sich damals Ihnen und Ihren Männern entgegen. Diese Fäuste mußten damals aufgebrochen werden und sie wurden aufge­brochen. Ganz Deutschland begriff, daß nicht nur eine Idee dastand, sondern auch der Wil le, die roten Verbrecher, wenn nötig, mit Gewalt, aus dem deutschen Land hinauszutreiben. Die Ehren, die die Bevölkerung heute der Alten Garde zuteil werden läßt, gelten in erster Linie Ihnen, mein Führer. So wie damals werden wir in alle Zu­kunft Ihnen folgen. Ihre große Güte bezwang auch die Gegner. Heute schlagen Ihnen die Herzen aller Deutschen lodernd in Dankbarkeit entgegen.

Dann sprach der Führer in packenden Worten zu den 2Rännern, die in jenen Oktobertagen des Jahres 1922 an seiner Seife marschierten, über den tieferen Sinn des Kampfes, der da­mals mit der Faust geführt werden muhte, um den Terror des roten Gegners niederzu­brechen:Unser Rezept hieh damals: wenn ihr uns nicht freiwillig reden lassen wollt, dann werden wir euch mit Gewalt dazu zwingen!" Zwei Tage hat dieser Kampf der Gewalt der Vernunft gegen die Demokratie der Gewalt gedauert!" fo rief der Führer unter dem be­geisterten Jubel seiner Getreuen aus,und nach zwei Tagen hat diese Vernunft, getragen durch den Willen von tausend deutschen män­nern den Sieg davongekragen! So wurde der Kampf um diese Stadt zum markstein in der Entwicklung unserer Bewegung. Rach diesem Rezept haben wir im ganzen Reich der natio­nalsozialistischen Idee die Bahn frei gemacht und damit Deutschland erobert."

Chef des persönlichen Stabes des Reichsführers ff, ---Gruppenführer Wolff.

In Saarbrücken wurde im Beisein des Gau­leiters B ü r ck e l die Erste Saarpfälzische Rundfunkausstellung eröffnet. Reichssende­leiter Hadamovsky sprach über Ziel und Zweck der Ausstellung.

Der jugoslawische Ministerpräsident Stojadi- n o w i t s ch wurde vom englischen König im Buckingham-Palast empfangen und nahm an einem Frühstück teil, das der englische König und die Königin gaben. Unter den übrigen Gästen befanden sich auch der englische Premierminister.

Reichsminister Dr. Goebbels stattete der Aus­stellungSchaffendes Volk" in Düsseldorf mit sämtlichen Abteilungsleitern und zahlreichen Referenten des Reichsministeriums für Volksauf­klärung und Propaganda einen Besuch ab. Der Minister verweilte besonders lange in den Hallen, in denen die neuen Werkstoffe zur Darstellung ge­langen und besuchte ferner die Schlageter-Siedlung und die Siedlerschule des Deutschen Siedlerbundes.

Das schwere Unglück auf der Schachtanlage Nordstern" in Gelsenkirchen-Horst, dem sieben Menschenleben durch die Unbedachtsamkeit eines Arbeitskameraden zum Opfer gefallen find, ver­anlaßte Reichsleiter Dr. Ley zu einem Besuch der Unglücksstätte. Er begab sich in die beiden Kran­kenhäuser, in denen die Toten aufgebahrt sind und die Verletzten Unterkunft gefunden haben. Den Ver­letzten überbrachte er die Grüße des Führers

cher und Redner vor der andern Well aufzutrelen und das Lebensrechl der Ration zu verteidigen. Und diese lleberzeugung gibt mir auch die innere Zuversicht, dah der Kampf um dieses Lebensrechl unseres Volkes mit Erfolg beendet werden wird. Diese innere Geschlossenheit gibt einer Ration un­erhörte Kraft, eine Kraft, die stärker ist als äußere Waffen! Zum erstenmal in unserer Geschichte kann ein Deutscher aufslehen, um vor der Welt im Ramen des ganzen Vol­kes zu sprechen. Zum erstenmal kann ein Deutscher im Ramen seines Volkes vor der Welt jene Forderungen erheben, die für uns unabdingbare Forderungen sind, weil ihre Erfüllung zum Leben des deutschen Volkes notwendig ist."

Zum Schluß seiner immer aufs neue von Be­geisterungsstürmen begleiteten Rede verglich der Führer die gewaltige Leistung der hinter uns lie­genden Kampfjahre mit den Aufgaben, die uns die Zukunft stellt:Damals, da konnten vielleicht noch Millionen zweifeln, wer aber kann heute noch an feinem Volk, an Deutschland und seiner Zukunft zweifeln?! Wir alten Kämpfer, wir wissen es, wir haben bisher stets unser Ziel erreicht! Auch in der Zukunft wird Deutschland sein Lebens­ziel erreichen, denn unsere Bewegung ist Deutsch­land, und Deutschland ist die nationalsozialistische Bewegung!"

(Minutenlang jubeln die Männer der Alten Garde dankbaren. Herzens dem Führer zu.) Gau­leiter Wächtler brachte hierauf ein dreifaches Sieg- Heil auf den Führer und das ewige Deutschland aus. Als es verhallt war, fangen alle ergriffen die Lieder der Nation. Unter neuen gewaltigen Heil­rufen verließ dann der Führer den Platz. Es folgte der Erinnerungsmarsch an den Marsch vom 15. Oktober 1922. Anschließend nahm der Führer am Schloßplatz den Vorbeimarsch der Träger des Coburg-Abzeichens, der Männer der Alten Garde und der Ehrenformationen der Gliederungen der Bewegung ab. Abends fand eine Feft vor- ft e l l u n g im Landestheater und ein Kamerad­schaftsabend im Coburger Hofbräuhaus statt.

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In eindringlichen Worten schilderte der Führer den gewaltigen Wandel, der sich in den 15 Jahren seither in Deutschland vollzogen hat, und begeistert stimmten die Zehntausende seinen Worten zu, als er erklärte:Glauben Sie mir, unser Erfolg und damit dieser Wandel in Deutschland sind nur der Geschlossenheit und der inneren Ein - he i t unseres Volkes zuzuschreiben, für die wir damals gekämpft haben. Es hat »ich nur liyembar ein Wunder vollzogen. In Wirklichkeit ist die heutige Stellung Deutschlands nur der g e - rechte Lohn für unseren schweren Kampf um die innere Umstellung unseres Volkes. Sie alle", so rief der Führer den Marschteilneh­mern von Coburg zu,können glücklich und stolz sein, daß Sie damals schon mitkämpften bei der Eroberung dieser Stadt. Sie können von sich sagen, daß Sie zu mir standen in einer Zeit, in der der Nationalsozialismus noch als eine unver­standene, ja oft verlachte Ideologie galt und trotz­dem begann, Deutschland und das deutsche Volk zu erobern."

/.Für mich selbst", so fuhr der Führer mit be­wegten Worten fort,bedeutet die Erinnerung an diese Tage unendlich viel! Nach einem so gewaltigen Marsch, wie ich ihn bis heute zurücklegen durfte, ist es notwendig, daß man manchesmal einen Augenblick st i l l st e h t und wieder zurückblickt auf jene erste Zeit unseres Kampfes. Dann sieht man erst, was alles erreicht wurde, wie stark wir heute sind, und wie schön es heute ist, in Deutschland zu leben." (Begeisterte Zustimmung der Massen.) Der Führer rief d i e Männer der Alten Garde auf, dieselben Tugenden auch in Zukunft zu bewahren, die es ermöglichten, ein gro­ßes Reich zu erobern: Treue und Gehorsam, Disziplin und Opferwilligkeit! Wenn das deutsche Volk sich diesen Idealen auch in Zu­kunft hingebe, dann werde es jedes Problem lösen, jede Aufgabe bewältigen.

Bleiben Sie stark in ihrem Glauben wie früher! In diesem Glauben, in seiner Einheit und Geschlossenheit, geht heute unser Volk den Weg geradeaus und keine Wacht der Welt wird es zu hemmen vermögen. Diese lleberzeugung macht mich stark als euer Sprecher vor der anderen Welt, diese lleber­zeugung gibt mir die Kraft, als euer Spre-

Wie erst jetzt die Pressestelle der Internationalen Ausstellung mitteilt, weilte der Sowjetaußenkom­missar L i t w i n o w - F i n k e l st e i n in den letz­ten Tagen in Paris. Er besichtiate die Weltaus­stellung, insbesondere den sowjetrussischen Pavillon.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes, Ausgabeort Frankfurt a. m.

Die Großwetterlage zeigt noch immer äußerst leb­hafte Wirbeltätigkeit über Nordeuropa und einen

Reichsbetriebsgemeinschaffsleiter Lencer über­reichte im Namen seiner RBG. Dr. Ley ein Ge­mälde von Frankfurt. Dr. Ley war dar­über sichtlich erfreut und dankte allen Mitarbeitern feiner RBG. für die vorbildlich geleistete Arbeit.

EnglischeGorgen umpalä'stina

Der Grotzmufti nach Syrien geflohen?

London, 16. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Morgenzeitungen bringen ausführliche Berichte über die neue Terrorwelle, die ge­genwärtig über Palästina hinweggeht. In allen Berichten kommt eine starke Besorgnis über die Lage zum Ausdruck. DieTimes" gibt der Hoff­nung Ausdruck, daß, wenn es die Extremisten wirk­lich versuchen sollten, die Rebellion des Vorjahres zu wiederholen, die Exekutive sofort mit Vollmach­ten ausgestattet werden würde, um gegen den Terrorismus vorzugehen. Mit besonderer Sorge blicke man auf die Unterstützung, die die Terroristen in Palästina von Syrien erhalten. Damaskus werde jetzt zu einem Zentrum sämtlicher Intrigen gegen England.Times" appelliert an die fran­zösischen Mandatsbehörden in Syrien, mit den Be­hörden Palästinas auf dem Gebiet der Bekämpfung der Terroristen freundschaftlich zusammenzuarbeiten.

In Jerusalem erhält sich hartnäckig das Gerücht, daß der seiner wichtigsten Aemter entkleidete Großmufti, der seit Wochen in freiwilliger Gefangenschaft im heiligen Moscheengebiet Jerusa­lems lebt, in Verkleidung geflohen sei. Das Gerücht erfährt eine Bestätigung durch die Tatsache, daß der Großmufti zum erstenmal nicht dis Jreitagsgebete leitete und daß seine Fa­milie vor drei Tagen abgereift ist. Er ist weder in feinem Hause, noch irgendwo sonst in Jerusalem -auffindbar. Die Lesart, daß der Großmufti seinen Plan, während der Freitagsgebete verkleidet nach Syrien zu fliehen, in die Tat umgesetzt hat, ge­winnt jedenfalls an Wahrscheinlichkeit.

Meine poliiische Nachrichten.

Aga Sultan Sir Mahomed Shah Aga Khan gattete dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels einen Besuch ab. In -iner einstündigen Unterhaltung bekundete Sir Aga I KHan großes Interesse für die im neuen Deutsch­land in den letzten 4V2 Jahren vom National­sozialismus geleistete Aufbauarbeit.

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Am Freitag beging der Berliner Polizeipräsident Graf Helldorf seinen 41. Geburtstag. Hierzu haben ihm derFührer, Ministerpräsident Göring, Generalfeldmarschall von Blomberg, Reichs­minister Dr. Goebbels, Reichsführer ff Himmler und andere leitende Persönlichkeiten des Staates und der Partei telegraphisch ihre Glückwünsche ausge- ' prochen.

Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei, Himmler, begibt sich auf Einladung des Duce nach Rom, um an dem Tag der italiem- chen Polizei teilzunehmen. In der Begleitung des Reichsführers ff befinden sich der Chef des Haupt­amtes Ordnungspolizeit, ---Obergruppenführer Ge­neral D a I u e g e, der Chef des Hauptamtes Sicher­heitspolizei, ---Gruppenführer Heydrich und der

Flotter Sportmantel

mit gestepptem Revers aus gut Marengostofb RM.

adelt. Daß er schöpferisch tätig sein kann, läßt ihn die Arbeit nicht als eine Last, sondern als eine Freude empfinden. Wer die Arbeit so auffaßt, der wird nie müde. Wer der Arbeit nicht das Schöne abgewinnen kann, der bleibt ein Karrengaul sein Leben lang."

Der Dierjahresplan mußte kommen, damit dem Volke seine Existenz gesichert bleibt. Wir wollen uns von der Rohstoffbasis freimachen, die in ande­ren Ländern liegt. Dieses Freimachen bedeutet aber nicht, daß wir uns abschließen wollen vom Welt­handel, im Gegenteil, wir freuen uns, wenn die Ausländer zu uns kommen und sich von dem über­zeugen, was im neuen Deutschland vor sich geht. Wir denken auch nicht an einen Krieg, denn wir haben anderes zu tun. Der Krieg wird nur von Geschäftemachern und solchen Menschen gemacht, die Langeweile haben. Wir sind Menschen, die ein unbändiges Glück in sich tragen, die an Adolf Hitler mit einer ungeheuer heißen Liebe hängen. Wir glauben auf dieser Erde allein an Adolf Hitler und einen Herrgott, der ihn schuf, der ihn führt und leitet. Wir glauben, daß dieser Herr­gott Adolf Hitler täglich sichtbar segnet. Es war der Wille des Schicksals, daß Adolf Hitler Deutsch­land befreite und zum Glück und zur Freiheit

MODEHAUS BECKER ssx..