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Samstag, lö.Zanuar 1957
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Nr.15 viertes Blatt
wohl — zu stolz! Aber Sie werden eines Tages anders für mich empfinden, das weiß ich bestimmt. Ich werde darauf warten. Sie find so ziemlich der einzige Mensch, der keine Angst vor mir zu haben braucht, sicher nicht, so wahr man mich in einer gewissen Schicht von Leuten, zu denen ich mal gehörte, „jo la Terreur" genannt hat. Aber für sie, kleine Evelyn — für Sie will ich gewiß kein Schrecken sein."
Er versuchte sich in einem ermutigenden Lächeln, das — ungewohnt genug — seinen brutalen Zügen einen fast grotesken Ausdruck gab.
Evelyn richtete sich unwillkürlich sehr gerade auf. Wer sprach da von Angst — von Schrecken? Sie war kein Kind mehr, das man mit der Drohung vom schwarzen Mann zur Folgsamkeit anhielt. Sie würde Monno schon zeigen ...
Sehr ruhig, mit einer fast hochfahrenden Sicherheit, als ob sie die Vorschläge eines.Angestellten zu billigen hätte, sagte sie:
„Gut, ich bin einverstanden. Verschwinden ist wahrscheinlich im Augenblick wirklich das Klügste, was man tun kann. Ich habe keine Angst, weder vor Ihnen, noch vor der Polizei. Schließlich bin ich ja völlig unschuldig ..."
„Ja, aber bis Sie das bewiesen haben, können Sie im Gefängnis sterben", warf Monno mit einem freundlich-zustimmenden Kopfnicken dazwischen, das ihre falsche Sicherheit etwas ins Wanken brachte. Er schien das zu spüren und den taktischen Vorteil sofort ausnützen zu wollen, denn sein Ton war wieder genau so überlegen wie im Anfang.
„Das Schiff geht um 10 Uhr. Es wird gut sein, um kein Aufsehen zu erregen, schon zeitig an Bord zu gehen, mindestens gegen neun. Aber wir können auch gleich in die Stadt fahren, wenn Sie vorher vielleicht noch ein paar Einkäufe machen wollen. Bis halb acht sind die Geschäfte noch offen. Ein Schrankkoffer mit dem Notwendigsten, was Sie für die Ueberfahrt an Kleidern brauchen, steht allerdings bereits in Ihrer Kabine. Natürlich! Wir können doch nicht ganz ohne Gepäck angerückt kommen, mit einem einzigen Anzug am Leibe. Das wäre doch sofort aufgefallen." Er warf einen Blick auf seine Uhr.
I (Fortsetzung folgt!)
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Iteichsautobahn Bau bei Steinbach
Hier entsteht die Autobahnbrücke über die Straße Gießen—Lich.
Auf dem Gelände der Autobahn. Im Hintergrund Steinbach.
Heimat erschließt.
Bagger und Feldbahn, das Charakteristikum großzügiger Erdarbeit.
Der wuchtige Stampfer befestigt das weiche Erdreich.
An den Steuerhebeln des Stampfers.
(Aufnahmen [5]: Neuner, Gießener Anzeiger.)
Es ist noch nicht so lange her, da konnte der 1000. Kilometer der Reichsautobahn seiner Bestimmung übergeben werden. Damals wurde auch die Teilstrecke Frankfurt—Bad-Nauheim eingeweiht. Und damit gewann unsere Heimatprovinz Oberhessen den Anschluß an das großartige Verkehrsnetz der Reichsautobahnen, die dereinst ganz Deutschland durchziehen werden. Die Teilstrecke, die einst durch Oberhessen in seiner längsten Ausdehnung führen wird, war aber in ihren ersten Stadien der Entwicklung längst über Bad-Nauheim hinaus weitergewachsen, der Unterbau auf der Strecke bis Butzbach harrte schon der Betondecke und in den großen Sandbrüchen bei Gambach und Nieder- Weise! wurden ungeheure Mengen Sand gelöst und zum Bahnkörper aufgeschüttet. Und schon seit Monaten wird in der nächsten Nähe unserer Stadt Gießen am Werk der Reichsautobahn gearbeitet, und zwar in langer täglicher Arbeitszeit von morgens 4 Uhr bis um 21 Uhr.
So hat sich denn, von unserer Stadt aus gesehen, das Landschaftsbild unmittelbar hinter Steinbach schon sehr verändert. Die breite Trasse der Reichsautobahn ist klar erkenntlich, der edle Schwung, in dem sich die Autobahn besonders in unserer Gegend
entfernt, stampfte die wuch
tige Maschine mit dem Gewicht ihres viele Zentner chweren eisernen Stempels das Erdreich der An- ahrtstraße fest. Unermüdlich hebt die Kraft des Rohöl-Motors das Gewicht des Stempels hoch und ein Hebeldruck des Führers dieser Maschine löst die Eisenmasse aus, die schwer auf die Erde nieder- chlägt. Nach allen Richtungen kann der auf breiten
nen Steine bereits angefahren.
Die großzügige Planung, der Brückenbau, die Ausmaße, die schaffende Hand des Menschen und das Aussehen der gigantischen Baustelle sind aber nicht das allein Imponierende. Auch wenn man sich Einzelheiten zuwendet, dann gibt es noch manches Interessante zu sehen.
Da wird man zunächst den unscheinbaren Feldbahnen einige Aufmerksamkeit schenken, zu jeder Stunde flattern ihre Fahnen weißen Rauchs über der Baustelle. Aufgeregt rattern sie über hie provisorisch gelegten
Schienen und zerren viele schwerbeladene Wagen hinter sich her. Hinauf und hinab geht die Fahrt und manchmal schnaubt die Lokomotive bedenklich. Aber immer wird es geschafft! Die kurzatmigen Warnungspfiffe gellen weit in das Land und schon bei Annerod, günstigen Wind vorausgesetzt, kann man das wilde Pfeifen und Pusten hören.
Weniger alltäglich, wie es vielleicht die Feldbahn ist, erscheinen die kraftvollen Stampfer, deren einer wahrhaftig in dieser Woche schier mitten im Dorfe stand. Im nächsten Hausgarten flatterte die Wäsche in der Sonne eines klaren Tages und kaum zehn Meter davon
beherrschenden Initiative menschlichen Geistes über die Materie.
Ungern trennt sich der Besucher von dieserStätte der Arbeit und ihrer vielfältigen Erscheinungen. Noch manche Woche wird darüber vergehen, bis sich das weißglänzende Betonband, gerahmt von freundlich grünem Rasen, umstanden von Busch und Baum, in seiner Vollendung zeigen wird. Aber wir können den Zeitpunkt der Einweihung auch dieser Strecke der Reichs» autobahn erwarten indem sicheren Bewußtsein dessen, daß im Dritten Reiche Adolf Hitlers eine Halbheit keinen Platz hat.
massiven Gestänge ist der eigentliche Löffel befestigt, Erdreich angreift und sich während der ungemein kraftvollen Bewegung nach oben, rundvoll mit Erde füllt.
Elegant schwingt dann der Baggerarm nach den Seiten aus und bewegt sich über den Lorenzug. lieber einem der Wagen angelangt, öffnet sich plötzlich die Bodenklappe und in Sekundenbruch-
über Berge und die Täler ziehen wird, ist schon jetzt spürbar, obwohl die Erde, vielfach aufgerissen, das hellglänzende Band des Betons nur ahnen läßt.
Der Abschnitt Steinbach der Reichsautobahn darf mit Recht unsere besondere Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Entstehen doch unmittelbar von der Straße Gießen—Lich aus Auffahrtsbahnen, die heute schon in ihrer Linienführung zu erkennen find. Steinbach wird also der „Reichsautobahn- Bahnhof" für die Kraftfahrer unserer Heimat sein, ganz abgesehen von der Bedeutung der Reichsautobahn für unser Gebiet, wie sie sich ergeben wird, wenn eine weitere geplante Autobahnoerbindung in unmittelbarer Nähe unserer Stadt vorbeiführt!
Aber dieser Bericht soll weniger den Zweck haben, die Bedeutung der Reichsautobahn für unsere engere Heimat darzutun (sie wird von kaum einem heimischen Kraftfahrer verkannt), sondern es soll vielmehr ein Blick auf die Strecke geworfen werden, wie sie sich jetzt darbietet als eine Stätte angestrengtester, fleißigster und großzügigster Arbeit.
Raupenbändern fahrende und drehbar gelagerte Stampfer fahren und ausschwingen. Der Mann, der die Maschine bedient, sitzt in seinem Hause vor vielen Steuerköpfen. So recht kommt hier die vollendete Herrschaft des Menschen über die Maschine zum Ausdruck.
Noch eine andere Maschine reißt alle Aufmerksamkeit an sich: der grotze Löffelbagger! Gegenwärtig steht er in einem tiefen Loch, das er selbst in die Erde gebissen hat. Die schweren Raupenbänder, auf denen sich der Bagger fortbewegt, liegen im Wasser, in dem sich das technische Ungetüm spiegelt. An einem der von unten her das
Mensch, Maschine und Material sind es, die hier in bewußter und unbewußter Einheit am großen Werke schaffen. Aus den kleinen und unscheinbaren Baubuden wirkt die veranlassende Energie hinaus, die Straßenbautechniker und die Beauftragten der Unternehmer behalten dirigierend das Ganze im Auge und sind immer auch an den Arbeitsstellen zu sehen. Die A r b e i t e r, die ausführenden Kräfte, die täglich in Omnibussen, zu Rad und zu Fuß nach Steinbach kommen, stehen mit Schaufeln und Hacke im aufgewühlten weichen Erdreich, werfen Dämme auf, rücken die Gleise der Feldbahnen, stürzen die Wagen und gehen ihren sonstigen vielfachen Verpflichtungen nach, die ihnen der Tag und die Arbeit an dieser Stelle bringt. Die Arbeit ist hart und erfordert viel Widerstandskraft. Der Wochen währende Regen der letzten Zeit hat das aufgeworfene Erdreich weich und zäh gemacht, Tage des Frostes zu Anfang dieser Woche ließen es für kurze Zeit erstarren, Regen und Wind jagten über die Felder und Höhen. Üeberall bildeten sich Wassertümpel, in die dann der Frost lustige, vielfältige Ornamente zeichnete. Dessen allem aber ungeachtet geht die Arbeit weiter, wächst der Bahnkörper zu immer klarerer Form.
Und eine Brücke wird bei Steinbach gebaut! Wochenlang wurde für die Fundamente ausge- schachtet. So entstand zunächst unmittelbar am Dorfausgang und zwischen den letzten Häusern (kaum zwanzig Schritt entfernt) eine tiefe Grube (zum Teil stieß man dabei auf Moor gründ), die fast immer voll Grundwasser stand. Stets waren Pumpen an der Arbeit. In der Grube rechts der Straße (die mit vielen Balken abgesteift ist) wurde bereits mit der Betonierung des Fundaments begonnen. Die Baugrube wird hoch überragt von dem eigentlichen Bahnkörper, der dort zu stattlicher Höhe aufgeworfen wurde. Die Straße Gießen—Lich wird also unter der Reichsautobahn hindurchgeführt. Für den eigentlichen Brückenbau sind die fertig zubehaue-
Der große Plan, der jetzt auch in unserem Gebiet seiner Verwirklichung entgegengeht, bestätigt die Kraft unseres deutschen Volkes und seiner Führung.
Noch in diesem Jahre werden mir es vermutlich erleben können, daß die große Verkehrsader der Reichsautobahn vielen Volksgenossen aus dem Reiche, die feinen Schönheiten unserer oberhessischen ■....... N.
teilen rutscht das ganze Erdreich aus dem Löffel m den Wagen. Wagen um Wagen füllt sich. Geräuschvoll dampft der Zug ab, rattert zu Tal, wird ausgeladen und kehrt wieder. Große Erdmengen werden auf diese Weise bewegt und damit eine Arbeit geleistet, für die kaum genug menschliche Hände eingesetzt werden könnten. Die Arbeit des Baggers ist ein faszinierendes Spiel der Kraft, der Bewegung und ein Zeugnis der
Oder war es
fer fabulierende Reporter es
Ostrowski im
Verwirrung riß:
Eine reine Verrücktheit von Ostrowski, sich umzubringen. Statt sich ruhig verhaften unb bann die ganze Maschinerie spielen zu lassen. Jetzt ist der Skanbal natürlich unabsehbar. Sie werden verstehen, daß es unter diesen Umständen zu gefährlich wäre, in Marseille zu bleiben. Unser Freund, der Herr Notar und Stadtrat Lejeune, in dessen
manen denken mußte. Aber Monno fuhr schon wieder fort: „Trotzdem ist es für uns, für Sie wie für mich, entschieden weitaus sicherer, ein Weilchen überhaupt aus Frankreich zu verschwinden. Glücklicherweise fährt zufällig heute abend noch von hier ein Dampfer nach Rio — Rio de Janeiro, Brasilien, wie Sie vermutlich wissen. Ein sehr angenehmes Land, unter anderem auch deshalb, weil wir drüben so eine Art Filiale haben." Er ließ Evelyn gar feine Zeit, Erstaunen oder Widerspruch zu äußern. Als ob er eine von ihr gestellte Zwischenfrage beantwortete fuhr er fort.
„Jawohl, die Fahrkarten sind schon besorgt — zwei Kabinen erster Klasse — die Pässe sind ebenfalls in Ordnung. Sie heißen von jetzt ab Madame Jeanne Duclos. Sie werden guttun, sich diesen Namen fest einzuprägen und den anderen nach Möglichkeit zu vergessen. Ein Namenswechsel ist ja für' Frauen nichts Ungewöhnliches. Ob Sie jetzt Madame Ostrowski geheißen hätten oder Madame Duclos, ist schließlich egal. Nicht? Selbst wegen des Paßphotos brauchte ich Sie nicht zu bemühen. Ich habe Sie nämlich einmal, ohne daß Sie es merkten, zu meinem Privatvergnügen aufgenommen, damals auf dem Ausflug nach Fontainebleau, sogar zufällig auch ganz vorschriftsmäßig von vorn und ohne Kopfbedeckung. Ich brauchte den Abzug nur auf Paßformat zurechtzuschneiden. Sie sehen, ich bin wirklich ein guter Reisemarschall. Während Sie schliefen, habe ich alle diese kleinen Formalitäten erledigt. Ich hoffe, Sie werden auch weiter mit mir zufrieden fein, Madame."
Plötzlich, ganz ohne Uebergang, fiel das spöttischüberlegene Wesen wie eine Maske von ihm ab. Sein Gesicht wurde fast finster vor innerer Anspannung. Er beugte sich über den Tisch zu Evelyn hinüber,' die ihn noch immer mit weitgeöffneten, ungläubig-erstaunten Augen ansah, als hätte er ihr ein Märchen erzählt.
„Hören Sie", sagte er, seine Stimme klang em wenig heiser, aber dabei um so eindringlicher, „hören Sie, ich weiß, daß Sie mich nicht mögen. Aber ganz gleich, ich habe Ihnen schon einmal gesagt, daß ich Sie liebe. Ich sage so etwas nicht ms Blaue. Und auch nicht aus purer Galanterie, das können Sie mir glauben. Nicht als ob ich Sie zu irgend etwas zwingen oder die günstige Gelegenheit ausnützen wollte. Dazu bin ich zu stolz. Ja-
Händen von stärkeren, unbedenklicheren Verbrechern gewesen sei, die sich geschickt im Hintergrund zu halten wußten in der Rolle von „Privatsekretären" etwa, um dann im Moment der Katastrophe spurlos zu verschwinden? Ja, hier sprach man sogar ganz unzweideutig von Monno als dem Haupt einer internationalen Bande von Fälschern und Rauschgifthändlern; ihn nicht schon längst ober mindestens gleichzeitig mit Ostrowski verhaftet zu haben, sei ein unverzeihliches und geradezu schuldhaftes Versehen der Polizei — wenn nicht gar Schlimmeres! Oder wie wäre es zu erklären, daß man auch die sogenannte Verlobte Ostrowskis habe entwischen lassen, diese angebliche russische Tänzerin, die in Wahrheit vermutlich als Agentin einer fremden Großmacht Ostrowskis weitreichende Verbindungen für ihre finsteren Zwecke ausgenutzt habe ...
Wie gelähmt starrte Evelyn auf dieses wirre Durcheinander von Wahrem und Falschem, von Tatsachen und kolportagehaften Phantasien. Sie begriff überhaupt nichts mehr. Wenn man sie jetzt gefragt hätte, sie würde kaum mehr gewußt haben, ob sie nicht am Ende wirklich — wenn auch ohne es zu wissen — einer fremden Macht gedient hatte. War nicht die Tanzkunst sozusagen eine fremde Macht. Vielleicht verriet man durch Tanzfiguren Staatsgeheimnisse? Wer konnte es wissen ...?
Ihr 'schwindelte der Kopf. „Wenn ich mich je^t nicht mit aller Gewalt zusammennehme, werde ich verrückt" — bas war bas einzige, was sie plötzlich mit aller Deutlichkeit fühlte ...
Es war fast wie eine Erlösung, als Monnos kalte Stimme sie aus diesem Zustand taumelnder
im Moment seiner Verhaftung."
Wieder unb diesmal viel stärker als vor dreißig Stunden in ihrer Pariser Wohnung hatte Evelyn das Gefühl des Erdbebens, unter dessen plötzlicher, gewaltsamer Erschütterung der ganze Bau ihres Lebens in sich zusammenstürzte. Sie konnte vor Tränen kaum die Berichte lesen. Gewiß hatte sie für diesen Mann keine große Leidenschaft empfunden, aber doch eine warme, geschwisterliche Zuneigung wie für einen sehr fürsorglichen, sehr aufmerk-, samen großen Bruder, der sich bedingungslos, mit einer reizenden Ritterlichkeit jedem ihrer Wünsche fügte und keinen anderen Ehrgeiz zu haben schien, als ihr zukünftiges Leben so heiter, harmonisch und glücklich zu gestalten wie irgendmöglich. Und nun verlor sie ihn doppelt, denn mochten die Angriffe unb Anschulbigungen gegen Ostrowski auch zum Teil wirklich, wie er behauptet hatte, von persönlichen Feinden herrühren, bie roütenb darüber waren, daß man sie nicht in die Schar der gutbezahlten Freunde ausgenommen hatte — diese nüchtern- offiziellen Slngaöcn über die jetzt plötzlich zutage getretenen Ungesetzlichkeiten mußten offenbar stimmen. Ein Fälscher also, ein Betrüger, ein hoch-
Das fremde GeW.
Vornan von Caren.
18. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!)
Er hatte Nachrichten genug, einen ganzen Stoß Zeitungen, die er nach einer wortlosen Begrüßung Evelyn mit beinahe gebieterischer Gebärde über den Tisch reichte. Beim ersten Blick auf die fetten Schlagzeilen, die von der Titelseite des „Petit Marseillais" ihr entgegenschrien, ging ein Zittern durch ihren ganzen Körper. Sie tastete blind nach einem Stuhl, um nicht zu fallen.
„Ostrowski, als Betrüger entlarvt, erschießt sich
stavelnder Verbrecher und erst recht ein Spieß- der Herr Notar und Stadtrat Lejeune, in Denen geselle von allen möglichen Verbrechern — das war gastlichem Hause wir uns augenblicklich befinden, die Wirklichkeit dieses Mannes, dem sie sich und ist zwar durchaus zuverlässig, wie es sich für ben ihr aanie^ Leben hatte anvertrauen wollen. Wie geheimen Syndikus eines weitverzweigten Unter- hatte n" fid) nur fo täufd>en fönnen ...? nehmens gehört." Monno °°rz°g höhnisch die
Oder war es am Ende wirklich so, wie hier die- Mundwinkel zu einer Art von Lächeln, bei dem nbe Reporter es andeutete, daß Evelyn unwillkürlich an das „teuflische Grinsen Grunde nur das Werkzeug in den professioneller Schurken in populären Schauerro-


