Die deutsche Rrbeitofront
? n.g.=bcmeinfdiaft „Kraft öurd) frruöc"
Alle Teilnehmer sehen sich mit ihren Ortsgruppen in Verbindung, die Ortsgruppe mit den Linsteigebahnhöfen. Die anliegenden Ortsgruppen müssen diesen Sonderzug benutzen.
Kreisleitung Wetterau der NSDAP.
Hitler-Zugend Sann 116.
Betr.: Kreisappell am 17. Januar.
Am kommenden Sonntag, 17. Januar, pünktlich 9.40 Uhr, treten alle Unterbann- und Gefolgschaftsführer, sowie Stellenleiter und Mitarbeiter des Bannes in vorschriftsmäßiger Winterdienstuniform mit HJ.-Mantel an der Dienststelle des Bannes 116 an. Im Anschluß an den Kreisappell findet eine kleine Besprechung auf der Banndienststelle statt.
Velr.: Vannführerschule.
Alle für die Bannführerschule bestimmten Gegenstände werden am kommenden Sonntag in der Zeit von 16 bis 22 Uhr bei den Gefolgschaftsführern abgeholt.
Belr.: Linkreffen der Lehrgangsteilnehmer.
Alle Lehrgangsteilnehmer müssen am 17. Januar bis spätestens 15.30 Uhr eingetroffen sein.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstaguach- mittag geschlossen.
Leder hust dem WHW !
Opferspenden vom Lohn oder Gehalt sind an das Vinterhilfswerk des Deutschen Volkes, Kreisführung Wetterau in Gie^ ßen, Postscheckkonto Nr. 23633, oder auf dessen Bankkonto 6100 bei der Vezlrkssparkasse Gießen zu überweisen.
Appell -es Kreises Wetterau
am 17. Januar um 10.30 Uhr in der Volkshalle ju Gießen
mit winterlichen Spielmöglichkeiten. Aber die Kinder wußten sich zu helfen. Sie holten die Roller und Rollschuhe herbei, von denen manche funkelnagelneu glänzten wie vom Gabentisch des Weihnachtsfestes. Manche Knaben hatten sich noch allerlei Knallkörper vom Silvester aufbewahrt, namentlich Zündplättchen für kleine Kinderpistolen, mir denen sie „Räuber und Gendarm" spielend, in der Dämmerung durch die Straßen lärmten.
Jedenfalls werden die Kinder auch den weiteren Launen dieses Januar mit Gleichmut begegnen und auf seine außergewöhnlichen Witterungen mit außergewöhnlichen Spielen anttoorten, die ihre unerschöpfliche Phantasie schon zu finden und zu erfinden weiß. V. B.
Vornotizen.
Tageskalender für Samstag.
lenskraft mit künstlerischer Empfänglichkeit, Geistiges und Vitales in einzigarttger Weise mischen, zuweilen überspielt von einer köstlich humorigen Schalkhaftigkeit, die aus den leuchtenden Augen blitzt." Der Künstler, der zugleich Dirigent eines Berliner Kammerorchesters ist, wurde im vergangenen Jahre als Lehrer an die Münchener Akademie der Tonkunst berufen. (Siehe heutige Anzeige.)
Volksgemeinschaftsabend des Jungvolks.
Am 18. Januar haben in Gießen die Pimpfe etwas besonderes vor. Schon die ganze Woche trommeln sie zu ihrem Volksgemeinschaftsabend im Cafs Leib. Aufrichten soll sich jeder im Gemeinschaftsabend von der Mühe des Alltags. Die Jungvolk- jungen kommen mit Eltern und Volksgenossen zusammen und singen, sprechen und spielen mit ihnen. Sie rufen jedes offene, frohe, lachende Herz auf. Es gibt keine Zuhörer mehr, sondern nur noch eine große begeisterte Gemeinschaft.
Fähnlein 21 „Gorch Fock" trommelt zum Volksgemeinschaftsabend am 18. Januar um 20 Uhr im Cafö Leib. (Siehe heutige Anzeige.)
Heimatabend des L.-V. Volkstum und Heimat.
Am morgigen Sonntagabend veranstaltet der L. V. H. im Cafe Leib einen großen Heimatabend unter dem Leitwort: „Hessisch Volk spricht, singt und tanzt". Vier bekannte Mundartdichter unseres Gaues aus dem Hüttenberg, Schlitzerland, Nassauerland und Odenwald kommen persönlich zu Wort, der Mädchen- und Frauenchor Klein-Linden unter Leitung von Lehrer Rau singt Volks- und Heimatlieder, und eine Mädchentanzgruppe zeigt unter Begleitung einer Bauernkapelle aus Leihgettern unsere heimischen Volkstänze. Allgemeiner Volkstanz schließt sich an. Alle Volksgenossen sind willkommen.
Auf das Werbefenster der Ferberschen Buchhandlung im Seltersweg, sowie auf die heutige Anzeige sei yingewiesen.
Der Goethe-Bund und kaufmännische Verein haben, wie man uns mitteilt, zu ihrem nächsten Vortragsabend den in unserer Stadt von seinen früheren Heimatvorträgen bestens bekannten Professor Walter aus Lund in Schweden gewonnen. Der Vortragende wird an Hand prachtvoller Lichtbilder über das Thema sprechen: „Deutschland. Vom deutschen Land, dem deutschen Menschen und dem deutschen Wesen." (Siehe heutige Anzeige.)
Heimatausstellung im Schaufenster.
Im Zusammenhang mit dem großen Heimatabend des Landschaftsbundes „Volkstum und Heimat" am morgigen Sonntag wurde in einem Schaufenster der Ferberschen Buchhandlung (Seltersweg) eine kleine Heimatschau zusammengestellt, die sicherlich allgemeines Interesse finden dürfte. Das Fenster zeigt je eine Trachtengruppe aus den Heimatgebieten der Heimatdichter, die an diesem Abend sprechen werden, sowie eine stattliche Anzahl handgearbeiteter Trachtenstücke eines jeden Gebietes; ferner aber auch Erzeugnisse heimischer Handwerkskultur (Töpfereisachen, Elfenbeinschnitzereien usw.). Neben den Bildern der vier Heimatdichter sind auch deren erschienene Werke ausgelegt.
Es nehmen teil:
Alle politischen Leiter, alle Amtswalter der an- geschlosienen Verbände des Kreises Wetterau, die Gliederungen, soweit sie von ihren Führern Anweisungen erhalten.
Der Sonderzug Vilbel (Nord)—Gießen und zurück ährt mit folgendem plan:
Oie Bürgersteuer in Gießen für 1937.
Unter Bezugnahme auf die heuttge Bekanntmachung betr. die Bürgersteuer der Lohn- und Gehaltsempfänger, weist die Stadtverwaltung noch darauf hin, daß der Arbeitgeber für die Einhaltung und Abführung der Bürgersteuer seiner Arbeitnehmer haftet und, falls er seiner Verpflichtung nicht nachkommt, die Steuer von ihm durch Haftungsbescheid angefordert und nötigenfalls im Verwaltungszwangsverfahren beigetrieben wird.
Don der Polizeidirektion Gießen wird uns mitgeteilt:
Die erste große Verdunkelungsübung im gesamten Stadtgebiet Gießen liegt hinter uns. Umfangreiche Klein- und Vorarbeit war zu leisten. Vielen Volksgenossen stellten sich bei den Vorbereitunasarbeiten ür eine sachgemäße Abblendung ihrer Wohnung, Werkstätte, Ladengeschäfte, Schaufenster, Hotels Industriebetriebe usw. technische Schwierigkeiten entgegen. Auch finanzielle Opfer mutzten gebracht werden. Aber die fleißige, rege, verständnisvolle und willige Mitarbeit aller Gießener war die Voraus- etzung für die durchaus erfolgreiche Durchführung der Verdunkelungsübung am 13. Januar 1937.
Die Bevölkerung Gießens hat für die Bedeutung einer solchen Uebung großes Verständnis gezeigt. Sie ist bereit, ihre Pflicht im Luftschutz zu erfüllen und hat sich damit in den Dienst der großen Sache gestellt.
Ausgezeichnet war besonders das disziplinierte Verhalten der Bevölkerung während der Verdunkelungsübung. Alle Anordnungen wurden genauestens befolgt.
Gerade die Frauen werden sich im gegebenen Augenblick selbst helfen müssen. Die verantwortliche Luftschutzleitung ist überzeugt, daß die in großem Umfange stattgefundene Ausbildung der Gießener Frauen im Luftschutz durch den Reichslustschutzbund, Ortsgruppe Gießen, mit zu dem Gelingen der Der- dunkelungsübung beigetragen hat.
Die örtliche Luftschutzleitung der Polizeidirektion Gießen erkennt die von allen Seiten der Bevölkerung getätigte Mitarbeit mit Befriedigung an und dankt hierfür.
Ferner dankt die Polizei den einzelnen Gliederungen der Partei für ihre Mithilfe, insbesondere der SA., NSKK. und SS. für die kameradschaftliche Unterstützung im gesamten Aufsichtsüienst.
Auch der Presse muß an dieser Stelle Dank und Anerkennung für die ausgezeichnete Propaganda für die Verdunkelungsübung gezollt werden.
Gießener Polizeibeamte helfen.
Anläßlich des „Tages der deutschen Polizei" geben unsere Gießener Polizeibeamten wiederum ein schönes Beispiel ihrer Hilfsbereitschaft und Volksverbundenheit. Sie haben sich etwa 150 Kinder am morgigen Sonntag zum Mittagessen eingeladen, die in den Wohnungen der Polizeibeamten zu Gast sein werden. Ferner haben die Beamten unserer Polizeidirektion unter sich noch eine Geldsammlung veranstaltet, deren Ertrag in Höhe von 110 RM. dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt wird. Dieser Opferbereitschaft gebührt alle Anerkennung. Drei plahkonzerte^zurn Tag derpolizei"
Arks Anlaß des Tages der Polizei finden heute und morgen drei Platzkonzerte statt. Heute Samstag nachmittag, in der Zeit von 16 bis 17 Uhr, musiziert das Musikkorps des Infanterie-Regiments 116 unter der Leitung von Musikmeister Wohlfahrt aus dem Kreuzplatz. Für dieses Konzert ist folgendes Programm vorgesehen: „Alte Kameraden", Marsch (Teike); Germania-Marsch (Keil); Ouvertüre „Flamme empor" (Zimmer); Fantasie über vier deutsche Lieder (Schmidt); „Hochzeit der Winde" Walzer (Hall); Amorettenständchen (Kockert); Marinelieder-Potpourri (Prager); Florentiner-Marsch (Fucik).
In der gleichen Zett, also ebenfalls heute nachmittag zwischen 16 und 17 Uhr, wird der Musikzug der SA.-Sandarte 116 am Selterstor ein Konzert geben. Das dritte Konzert findet morgen Sonntag, zwischen 11 und 12 Uhr, statt und wird vom Musikzug der SA.-Marinestandarte 34 ausgeführt.
Im Zusammenhang mit diesen Konzerten werden Sammlungen zum Besten des Winterhilfswerks durchgeführt, und zwar durch die Kameraden vom NSKK., von der Feuerlöschpolizei, der Technischen Nothilfe und von einigen berittenen Polizeibeamten. Auch die Verkehrsposten werden sammeln.
Amt: Deutsches Volksbildungswerk.
Lichtbildervortrag „Deutschland". Am Montag, 18. Januar, 20 Uhr, hält Prof. Walter, Austauschprofessor in Schweden, einen Lichtbildervortrag: Deutschland. (Vom deutschen Land, dem deutschen Menschen und dem deutschen Wesen.) Zu diesem Vortrag hat uns der Goethe- bund einige verbilligte Karten zur Verfügung gestellt, die zum Preise von 50*Pf. auf der Kreisdienststelle erhältlich sind. Der Vortrag findet in der Neuen Aula der Universität statt.
Pioniere des Friedens in der Heimat.
Von der Ortsgruppe Gießen der Technischen Not- hiffe wird uns geschrieben:
Unser Leben wirb von Jahr zu Jahr immer mehr von der Technik besttmmt, und die Zukunft des deutschen Volkes wird haupfiächlich von der Aufwärtsentwicklung der Technik beeinflußt werden. Daraus ergibt fick ohne weiteres, daß jeder deutsche Volksgenosse oer Technik verpflichtet ist und sie fördern muß, soweit es in seinen Kräften steht.
Streiks, marxistische Hetzer und sture Kapitalsknechte gehören in Deutschland der Vergangenheit an und werden sich nicht wiederholen. Trotzdem werden die technischen Nothelfer noch mehr gebraucht, als damals. Wir brauchen eine Truppe, die durch technisches Können und stete Einsatzbereitschaft auch unsere technischen Werke bei Natur- und Feindgewalten schützen und verteidigen kann. Die technischen Nothelfer sollen Pioniere des Friedens in der Heimat sein. Der Einsatz dieser Pionier- Truppe, die auf allen technischen Gebieten geeignete Kräfte zur Verfügung stellt, dient dem Schutz des Eigentums der Volksgenossen und der Allgemeinheit. Die „Technische Nothilfe" ist eine technische Truppe, die durch disziplinvollen Einsatz in kurzer Zeit Aufgaben bewältigt, die sonst nicht gemeistert werden könnten. Mit diesen Aufgaben stellt sie eine Ergänzung der Polizei und der Feuerwehr dar.
Dem öffentlichen Schutz des deutschen Menschen als Aufgabe der Polizei, dem öffentlicken Schug gegen Brand und Feuersgefahr durch Die Feuerwehr wird der öffentliche technische Schutz als Aufgabe der „Technischen Nothilfe" zur Seite gestellt.
Der Idealismus der Partei, die Einsatzbereit-
Mit der Meldung sind vom Lehrherrn folgende Unterlagen einzureichen: 1. Ein vom Lehrlina selbst- verfaßter und eigenhändig geschriebener Lebenslauf. 2. Alle Schulzeugnisse vom Äesuch der Volks-, Fach-, Gewerbe- und Berufsschulen oder Lehrwerkstätten und etwaige Bescheinigungen über den Be- such zusätzlicher Berufsschulkurse. 3. Der Lehrvertrag. 4. Ein Vordruck, in dem die Dauer der Lehrzeit bescheinigt und ein kurzer Bericht über Ausbildungsgang und Leistungen des Lehrlings gegeben wird. 5. Das Werkstattarbeitsbuch. Die unter 2. und 3. genannten Unterlagen sind in Urschrift oder in beglaubigter Abschrift einzureichen.
Gleichzeittg mit der Anmeldung ist vom Lehrherrn für jeden Lehrling eine Prüfungsgebühr von 6 Mark zu entrichten bzw. auf Postscheckkonto 61599 zu überweisen.
Der Bezirk der Industrie- und Handelskammer Gießen umfaßt die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.
Gießener Wochenmarktpreise.
* G i e ß e n, 16. Jan. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11%, ungezeichnete 10, bulgarische, Klasse B 11, chinesische 10, Wirsing, % kg 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 10, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 60, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,35 bis 3,55 Mk., Aepfel, % kg 15 bis 20 Pf., Tafeläpfel 25 bis 30, Birnen 10 bis 25, Nüsse 40 bis 55 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stuck 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Salat, 3 Stück 20, Endivien 5 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf.
** Silberhochzeit. Der Friseur Paul Sauer und seine Ehefrau Sophie, geb. Berg, Wetzsteingasse 15, können am morgigen Sonntag das Fest der silbernen Hochzeit feiern.
** Eine Achtzigjährige. Am Montaa, 18. Januar, begeht Frau Wwe. Ve lte, wohnhaft Bahnhofstraße 8, in körperlicher und geistiger Frische ihren 80. Geburtstag.
** Sterbefälle in Gießen. Es verstürben in Gießen: am 9. Jan.: Kath. Schlagmann, 38 I., Licher Straße 74; 9.: Martha Weinnch, geb. Mägdefrau, 59 Jahre, Tiefenweg 4; Karl Ludwig Reitz, Reichsbahnarbeiter, 51 Jahre, Wetzlarer Weg 59; Hannelore Weiß, 6 Jahre, Bleichstraße 15; 10.: Caroline Weber, geb. Carle, 63 Jahre, Friedrichstraße 3; Emma Böhling, geb. Gerberding, 65 Jahre, Alicenstraße 34; 11.: Johannes Karl Merkel, Förster i. R., 83 Jahre, Asterweg 60; Maria Hofmann, geb. Schreiner, 77 Jahre, Großer Steinweg 10; 13.: August Wilhelm Damm, Kaufmannsgehilfe, 27 I., Anneröder Weg 26; 14.: Susanne Sophie Schäfer, geb. Müller, 63 Jahre, Wartweg 98; 15.: Anna Elise Stinn, geb. Dührkop, 49 Jahre, Liebigstr. 64; Berta Liebmann, geb. Heß, 54 Jahre, Gutenberg- straße 16.
** Neue Prüfungsordnung für Lehrer der Kurzschrift. Die seitherige Ordnung für die staatliche Stenographielehrerprüfung in Hessen vom 1. März 1930 ist durch Bekanntmachung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — mit sofortiger Wirkung außer Kraft gesetzt worden. An ihre Stelle tritt die Prüfungsordnung für Lehrer der Kurzschrift, herausgegeben von dem Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung.
** Mansardeneinbruch. Im Hause eines hiesigen Metzgermeisters wurde dieser Tage in das Mansardenzimmpr, das von einem Metzgerjungen bewohnt war, eingebrochen. Der Dieb ließ eine Armbanduhr und einen Füllfederhalter mitgehen. Die Polizei ist mit den Ermittlungen beschäftigt.
** Viehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag findet in Gießen Rindermarkt statt, am Mittwoch folgt Schweinemarkt. (Siehe heuttge Bekanntmachung.)
schaff für Volk und Staat, fft auch die Grundlage der „Technischen Nothilfe".
Deuffche Männer, die die Liebe zur Technik in sich tragen, die handwerklich und technisch tätig sind und ihre Einsatzbereitschaft in den Gliederungen der Bewegung noch nicht zum Ausdruck bringen tonnten, werden heute technische Nothelfer, weil auch sie ihren Beitrag, über den Beruf hinaus, in dem gigantischen Ringen unseres Volkes für feine Zukunft leisten wollen.
Wie die Gliederungen der Bewegung, fetzt sich auch die Technische Nothilfe für das Winterhilfs- werk des deutschen Volkes ein. Am „Tag der deutschen Polizei" werden die Nothelfer gemeinsam mit den Männern der Feuerwehr und des NSKK. ihre Tatbereitschaft auch für die persönliche Not deutscher Volksgenossen beweisen und dich, deutscher Mann und deutsche Frau, um dein Opfer bitten. Hilf, da- mit auch dir geholfen werden kann!
Gesellenprüfungen.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen teilt uns mit: Die nächsten Facharbeiter- bzw. Gesellenprüfung, der sich alle industriellen Lehrlinge, deren Lehrzeit bis zum 30. Juni 1937 abläuft, zu unterziehen haben, findet Anfang März statt. Durch sie werden alle industriellen Lehrlinge erfaßt, die in die von der Industrie- und Handelskammer Gießen geführte Lehrlingsrolle einttagungspftichttg sind. Der Kreis umfaßt also alle gewerblichen Lehrlinge, die bei solchen Firmen ausgebildet werden, die in das Handelsregister eingetragen und im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Gießen ansässig sind.
Die Lehrherren sind verpflichtet, alle Lehrlinge, für welche die vorgenannten Voraussetzungen zu- treffen, auf den bei der Industrie- und Handelskammer Gießen erhältlichen Anmeldebogen zu melden. Die Anmeldung hat bis spätestens 31. Januar bei der Industrie- und Handelskammer Gießen zu erfolgen.
Die Polizei dankt.
Oer Gießener Bevölkerung gebührt Anerkennung.
Stadttheater: 22 bis 22.30 Uhr „Charleys Tante" (NS.-Kulturgemeinde). — Gloria-Palast, Selters- roeg: „Fridericus." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Hund von Baskerville." — NSLB., Kreis Gießen, Mädchenerziehung, technische Fächer: 15 Uhr zwei Vorträge „Einfluß der Vitaminnahrung", „Der Handarbeitsunterricht im 8. Schuljahr" in der Mädchenberufsschule. — Saarabstimmungsfeier: 20.15 Uhr im Katholischen Vereinshaus. — Deutsche Stenographenschaft, Ortsgruppe Gießen: 20.30 Uhr Jahreshauptversammlung in der „Stadt Lich". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung der Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Professor Otto Dill.
Tageskalender für Sonntag.
Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr „Die weiße Fürstin", 19 bis 22 Uhr „Prinzessin Nofretete." — Gloria-Palast, Seltersweg: „Fridericus." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Hund von Baskerville." — Landschaftsbund Volkstum und Heimat" i 20 Uhr Heimatabend „Hessisch Volk spacht, singt und tanzt" im Cafe Leib. — 3. Vorttaa über Nahrung und Ernährung von Professor Dr. Bürker: > 11.30 Uhr im Physiologischen Institut. — Oberhessischer Kunstverein,, Turmhaus am Brand: 11 bis 13 Uhr Ausstellunader Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Professor Otto Dill.
Stadttheater Gießen.
Heute abend findet die 7. Vorstellung für den ' Theaterring der NS.-Kulturgemeinde statt. Es findet eine Wiederholung des großen Erfolges der Silvester-Aufführung, mit den tänzerischen und kaberettisttschen Einlagen von „Charleys Tante", Schwank von Br. Thomas, statt. Die Spielleitung führt der I n t e n d a n t, der auch die neue Bearbeitung und die Gesangstexte geschaffen hat. Die Musik schrieb Richard Röhrl. Kapellmeister Paul Walter hat die musikalische Gesamtleitung. Die Rolle der „Tante" spielt Heinrich Hub. Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung: Irmgard Zenner. Anfang der Vorstellung 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen.
Die 9. Morgenveranstaltung des Stadttheaters am 17. Januar bringt eine Wiederholung der Gedenkfeier zum 10. Todestag des Dichters Rainer Maria Rilke. Es gelangt das Frühwerk Rainer Maria Rilkes „Die weiße Fürstin" zur Aufführung. Das Werk wurde am 3. Januar im Stadttheater uraufgeführt. Der Intendant des Stadttheaters, Hermann Schultze-Griesheim, hatte sich dieses Werk, bei der Eröffnung des Nachlasses, sofort zur alleinigen Uraufführung gesichert. Die Uraufführung der „Weißen Fürstin" erregte nicht nur in Gießen, sondern im ganzen Reich bei der Presse und in den Fachkreisen sehr großes Aufsehen. Davon zeugen die vielen Vesprechungen, die in allen größeren Zeitungen des Reiches erschienen sind. Rilke gibt diesem literarisch wertvollen Werk den Untertitel „Eine Szene am Meer". Es enthält schon den Keim zu wesentlichen Elementen seiner späteren Werke. Es wirken mit: Die weiße Fürstin: Inge Birkmann; Donna Lara, ihre Schwester: Charlotte Krause; Amadeo, der Haushofmeister: Hans Geißler; Der Bote: Peter Schorn; Zwei Männer mit der Maske: Fritz Koch, Rüdiger Schuster. Die Spielleitung führt der Intendant. Das Bühnenbild schuf Karl Löffler. Kostüme: Willi Endlich. Die Feier wird umrahmt durch Rezitationen des Intendanten. Wir bitten unsere Besucher, dse Feier nicht durch zu spätes Kommen zu stören. In Anbetracht der besonderen Bedeutung des Tages wurden die Eintrittspreise um ein Geringes erhöht. Für unsere Platzmieter ist der Eintritt, wie üblich, frei. Anfang der Morgenveranstaltung 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. — Am Abend geht die große Ausstattungsoperette „Prinzessin Nofretete" von Nico Dostal in Szene. Die musikalische Leitung führt Kapellmeister Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul W r e d e. Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung: Irmgard Zenner. Anfang der Vorstellung 19 Uhr. Ende 22.15 Uhr.
Dienstag, 19. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr. Einmaliges Gastspiel von Amelia Helmholz von der Broadcasting-Companie aus Neuyork als Micaela in „Carmen", Oper von G. Bizet. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Der Intendant. Dienstag-Miete. 17. Vorstellung.
Mitwoch, 20. Januar, Anfang 19 Uhr, Ende 22.15 Uhr. „Prinzessin Nofretete , Operette von Nico Dostal. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul W re d e. Mittwoch-Miete. 16. Vorstellung.
Freitag, 22. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Erstaufführung „Wasser für Canitoga", Schauspiel von G. Turner. Spielleitung: Anton Neuhaus. Freitag-Miete. 17. Vorstellung.
Sonntag, 24. Januar, Anfang 19 Uhr, Ende 21.45 Uhr. „Der Zarewitsch", Operette von Franz Lehär. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul W r e d e. Außer Miete.
Gastspiel von Amelia helmholz
von der Broadcasting-Companie ans Neuyork.
Der Intendanz des Stadttheaters ist es gelungen, die bekannte Sängerin Amelia H e l m h o l z von der Broadcasting-Companie aus Neuyork zu einem einmaligen Gastspiel am Dienstag, 19. Januar, in „Carmen", Oper von G. Bizet, als „Micaela" zu verpflichten. Die deutsche Sängerin, die in Neuyork auf der Bühne und im Rundfunk große Erfolge erzielte, befindet sich augenblicklich auf einer Gastspielreise in Deutschland.
Gießener konzerlverein.
Für sein nächstes Solistenkonzert hat der Konzertverein den Meister-Pianisten Edwin Fischer gewonnen, lieber diesen genialen Deuter hoher Cunft — fo teilt uns der Konzertverein mit — schrieb am 6. Oktober vorigen Jahres die Kreuz- Zeitung: „Der Erste unter unseren Pianisten, Professor Edwin Fischer, begeht heute seinen 50. Geburtstag. Im Geiste sehen wir uor uns die gedrungene, elastisch gespannte Gestalt dieses begnadeten Künstlers, die vertrauten Züge, in denen sich Wil-
Vilbel
ab
7.18
an
14.31
Dortelweil
ff
7.23
1426
Groh-Karben
ff
7.29
14.20
Okarben
ff
7.34
ft
14.15
Nieder-Völlstadt
ff
7.41
M
14.09
Bruchenbrücken
ff
7.47
f>
14.05
Friedberg
an
7.54
tt
13.54
Friedberg
ab
8.06
Bad-Nauheim
8.14
ft
13.46
Ostheim
M
8.26
ft
13.38
Butzbach
8.31
13.31
Kirch-Göns
8.41
ff
13.23
Lang-Göns
,,
8.46
tt
13.16
Grohen-Llnden
8.51
tt
13.09
Gießen
an
8.59
ab
13.00


