Teilnehmer der Tagung als erste die Burg beziehen. Zum ersten Male ist es dabei möglich, die Kreisleiter und Gauamtsleiter gemeinsam zu erfassen, während diese Tagungen bisher für Kreisleuer und Gauamtsleiter getrennt teils auf Burg Vogelsang, teils auf der Ordensburg Crösfinsee, durchgeführt wurden. Neben dem verantwortlichen Dienst der Tagung, der die Teilnehmer an jedem Tage Zu drei bis vier Vorträgen un Saal der Burg versammelt, sieht die Tagungsfolge auch eine Reihe von künstlerischen Darbietungen vor.
Gauleiter Bürckel
zu den Neuaufnahmen in der Partei.
Neustadt, 13. Novmber. Der Gauleiter des Gaues S a a r p f a l z der NSDAP., Bürckel, hat an d i e Beamten, die sich zum Eintritt in die NSDAP, gemeldet haben, eine Bekanntmachung gerichtet, in der es heißt: „Das rege Interesse der Beamtenschaft des Gaues Saarpfafz an der Partei, das durch die große Zahl der Anmeldung zwecks Aufnahme in die Partei zum Ausdruck kommt, wird anerkennend bei uns zur Kenntnis genommen. Ich halte es jedoch für richtig, daß mit diesem Interesse für die Partei auch zugleich wiederum ein Ka m e r a d sch a f t s d i e n it verbunden wird. Dieser Kameradschaftsdienst besteht nun darin, daß jeder obere und mittlere Beamte drei bzw. zwei anständigen Arbeitern die Möglichkeit der Aufnahme in die Partei geben muß, d. h. der obere Beamte hat für drei Arbeiter die Aufnahmegebühr und mindestens zwei Jahre die Parteimitgliedsbeiträge zu übernehmen, während der mittlere Beamte für zwei Arbeiter die gleichen Opfer zu bringen hat. Die Aufnahmen der hier in Frage kommenden Arbeiter werden durch die zuständigen Hoheitsträger in die Wege geleitet. Die Zustimmung zu diesen Bedingungen wird mit der Abgabe des Aufnahme-Antrages als gegeben betrachtet. Wo aus wirtschaftlichen Gründen die Bedingungen nicht eingehalten werden können, ist ein Antrag auf Entbindung hiervon bei dem zuständigen Kreisleiter zu stellen oder aber der eingereichte Ausnahme-Antrag zurückzuziehen."
Der Hausgehilfinnen-Abzug bleibt.
Halle, 13 Nov. (DNB.) Auf der arbeitspolitischen Tagung der DAF. in Halle teilte Staatssekretär Reinhardt mit, daß der durch die Steuerreform vom Herbst 1934 in das Einkommensteuergesetz übernommene Hausgehilfinnen- a b z u g entgegen den in letzter Zeit aufgetauchten Vermutungen in vollem Umfange aufrechterhalten bleibt. Insbesondere sei nicht beabsichtigt, diese Vergünstigung auf Verheiratete mit Kindern zu beschränken, weil es unter den Unverheirateten und den kinderlos Verheirateten sehr viele Gruppen gebe, die wiederum von einer Beseitigung dieser Vergünstigung hätten ausgenommen werden müssen. Vom Standpunkt der Verwaltungsvereinfachung aus wäre eine derartige Neuregelung nicht vertretbar gewesen. Dagegen erklärte der Staatssekretär, daß die B e w e r - tungsfreiheit für kurzlebige Wirtschaftsgüter des betrieblichen Anlagevermögens, nachdem sie ihren Zweck voll erfüllt hpbe, nunmehr in Wegfall komme für Wirtschaftsgüter, die nach dem 30. September 1937 bestellt worden sind. Eine spätere Wiedereinführung der Bewertungs- sreiheit sei ins Auge gefaßt, weil sie verwaltungstechnisch einfacher sei als die auf mehrere Jahre verteilten Steuerermäßigungen.
Der bisherige Leiter des Personalamtes des Stellvertreters des Führers, Reichsamtsleiter von W u l f f e n , wurde als Ministerialrat in die Präsidialkanzlei berufen.
Unerfreuliche Begleitmusik zum Besuch von Lord Halifax.
Lleble Sensationshascherei englischer Zeitungen vergiftet die politische Atmosphäre.
Berlin, 14. Nov. (DNB.) Unter der lieber» schrift „Ungeeignete Methoden!" schreibt die Nationalsozialistische Parteikorresondenz u. a.: „Eine Reihe von ausländischen Zeitungen hat sich der Tatsache des bevorstehenden Besuches Lord Halifax' in Deutschland bemächtigt, um diesen Besuch in tendenziösen Kombinationen zum Objekt ihrer politischen Sensationsbedürfnisse oder konkreter Absichten zu machen und die Atmosphäre einer Aussprache z u vergiften, noch bevor sie stattgefunden hat. Sie unterschieben ihr Absichten, die — zum mindesten insoweit es die deutsche Seite angeht — nicht nur abwegig, sondern einfach albern sind.
Bei den Unterhaltungen, die Lord Halifax in Deutschland mit maßgebenden deutschen Staatsmännern haben wird, sollte sichertich offen und freimütig über manches gesprochen werden. Wenn sich aber jemand der Hoffnung oder auch nur dem Gedanken hingibt, daß die politischen Freundschaften, die Deutschland mit Italien und Japan verbinden, Gegenstand der Diskussion sein könnten, dann zeugt das von einer völligen Verkennung der Lage. An der politischen Realität der Achse Berlin—Rom und des Antlkomintern- paktes mit Japan kann durch niemand ge
rüttelt werden! Darüber darf auch nicht der mindeste Zweifel bestehen! Auch die Unterstellungen, als ob Deutschland sich zu L i n - Wirkungen auf feine politischen Freunde bereit finden könnte, hinsichtlich solcher Angelegenheiten, die nicht uns, sondern ausschließlich diese Staaten angehen, müssen als völlig abwegig bezeichnet werden! In der Kolonilfrage hat die deutsche Oeffenttich- keit die Auffassungen, die darüber in London und Paris bestehen, zur Kenntnis genommen. Sie wird die weitere Entwicklung der Dinge abzuwarten wissen.
Die kühne Behauptung, daß es Deutschland fei, das aus Anlaß des Besuches von Lord Halifax eine Annäherung an die We ft Mächte suche, um auf diese Weise endlich die großen Mächte zu der von ihm ersehnten Aussprache zu viert zu veranlassen, müssen wir vom deutschen Standpunkt dahin richtigstellen, daß das Reich von sich aus keine Beranlassung hat, sich nach dieser Aussprache zu sehnen, da ja keinerlei dafür * in Frage kommende Differenzen zwischen ihm und diesen Mächten bestehen. Auch bei dieser Unterstellung dürfte der Wunsch der Vater des Gedankens fein.
JNinisterbesprechung in London.
London, 14. Nov. (DNB.) Nach einer Besprechung zwischen Ministerpräsident C ha m b e r - la in, Eden und Lord Halifax wurde, so schreibt Preß Association, beschlossen, daß Halifax am Mittwoch nach Berlin reifen fall. Die drei Minister hätten alle Einzelheiten der Halifax-Reise erörtert. Man nehme an, daß auch d i e Möglichkeit einer Verschiebung der Reise erörtert worden sei, wie sie in der Nationalsozialistischen Parteikorrespondenz angebeutet worden sei. Eden kehre morgen nicht nach Brüssel zurück. Wann er fahre, stehe zunächst noch nicht fest. Es wird schließlich dementiert, daß der König von Belgien für die internationale Politik wichtige Besprechungen führen wolle und daß England in Spanien und im Fernen Osten zwecks Friedensschlusses intervenieren wolle.
Oie Regierungskrisis in Rumänien.
Tatarescu erneut mit der Kabinettsbildung beauftragt.
Bukarest, 13. Nov. (DNB.) Der Parteiführer der Nationalzaranisten Jon Mihalache wurde Dom König beauftragt, die Neubildung der Regierung zu versuchen. Der König hat zur Bedingung gestellt, daß Mihalache sich die Mitarbeit Vaida-Vvevods („Rumänische Front") sichert. Mihalache gab den Auftrag zurück, da die Schwierigkeiten, mit Baida-Voevod zu einer Einigung zu kommen, unüberwindlich waren. König Earol betraute darauf erneut Tatarescu mit der Neubildung der Regierung. Die neue Regierung soll auf einer erweiterten polltischen Grundlage gebildet werden Tatarescu prüft die Möglichkeit einer Zusammenarbeit zwischen den Liberalen und den Gruppen Georg Bra- tianu und Junian.
*
Die Nationalzaranisten unter der Führung Mihalaches können als das Sammelbecken der politisch linksgerichteten Rumänen angesehen werden. Aus dem Kreise der Nationalzaranisten heraus ist in den letzten Monaten wiederholt der Versuch aemacht worden, auch in Rumänien eine Volks- frontpolitik in die Wege zu leiten. Die L i b e- raten dagegen, die bisher im Kabinett Tatarescu die Regierungsgewalt ausübten, sind seit dem Aufkommen der „Rumänischen Front" Vaidas und der „C h r i st l i ch n a t i o n a l e n Partei" Cuza-Gorgas zu einer Mittelpartei geworden, nachdem sie, solange das Zweiparteiensystem galt, die Rechte repräsentieren. Von der tatsächlichen Rechten unterscheiden sie sich aber darin, daß sie dem Parlamentarismus huldigen, während die Rumänische Front und die Christlichnationalen eine autoritäre Staatsführung unter Beiseiteschiebung der Parteien und des Parlaments fordern. Tatarescu, der bisherige Ministerpräsident, ein „junger Liberaler", hat nun stets versucht, durch geschicktes Taktieren vom Regierungsplatz her den Rechtsparteien den Wind aus den Segeln zu nehmen. Darüber hat es mancherlei Streitigkeiten mit feiner Partei gegeben, die immer erst gefragt fein wollte. Aber Tatarescu regierte doch mindestens feinen Parteifreunden gegenüber gelegentlich „autoritär" •
Verleumdungen des „Evening Standard" von der ASK. scharf zurülkgewiesen.
Den Gipfelpunkt der tendenziösen Brunnenvergiftung erklimmen leider eine Reihe englischer Zeitungen. Der „E v e n i n g Standard" veröffentlicht unter der Ueberfchrift „Hitler bereit z u einem W a f f e n st i l l st a n d — Keine Forderung auf Kolonien für zehn Jahre, wenn er freie Hand in Mitteleuropa erhält" — eine Meldung, in der es u. a. heißt: „Die britische Regierung besitzt eine Information aus Berlin, wonach Herr Hirler bereit ist, wenn er nur die leichteste Ermutigung erhält, Großbritannien einen zehnjährigen W a f f,e n st i l l st a n d in derKolonialfrage anzubieten. Während des Waffenstillstandes wird die Frage von Kolonien von Deutschland nicht aufgeworfen werden. Als Entgelt für ein derartiges Übereinkommen erwartet Herr Hitler, daß die britische Regierung ihm freieHand inZentral- europa läßt. Es ist in London bekannt geworden, daß Hitlers Idee einer freien Hand in Mitteleuropa darin bestehe, daß Großbritannien nicht intervenieren wolle, wenn: 1. Deutschland auf freie Wahl oder ein Plebiszit in Oesterreich dränge; 2. Deutschland der Tschechoslowakei eine Forderung auf sofortige Anerkennung der Rechte der deutschen Minderheit in diesem Lande auf administrative Autonomie innerhalb des Staates und kulturelle Einheit mit dem Volk des Deutschen Reiches überreiche."
Diese dreisten Vehaupkungen des „Evening Standard" stellen einen geradezu unglaublichen Versuch dar, die politische Atmosphäre unmittelbar vor dem Besuch von Lord Halifax in Berlin in einer Weise zu vergiften, die sie selbst in der Geschichte des westlichen Journa
lismus bisher selten ihresgleichen hat. Wir stellen fest: An den Behauptungen des „Evening Standard" ist kein wahres Wort! Sie sind von Anfang bis Ende Erfindung und damit bewußte Lüge. Nichts ist aber mehr geeignet, den Völkerfrieden auf das schwerste zu gefährden als derartige verantwortungslose Unterschiebungen, wie sie in dem geradezu niederträchtigen Schwindel des „Evening Standard" ihren Ausdruck finden.
Deutschland hat seine kolonialen Forderungen durch den Mund des Führers der Welt zu wiederholten Malen mitgeteilt und hat dem nichts mehr hinzuzufügen. Seine mitteleuropäischen Beziehungen aber hat Deutschland durch Verträge geregelt. Es benötigt weder zu ihrer Auslegung noch zu ihrer Ergänzung einer fremden Hilfe, Belehrung oder Erlaubnis! Die ihm in so infamer Weise unterstellte Absicht, auf dem Wege des Kuhhandels durch den Verzicht auf Kolonien freie Hand in Mitteleuropa zu erhalten, kann man nur als eine dreiste journalistische Unverschämtheit bezeichnen, die nicht scharf genug zurückgewie- fen werden kann. Wenn der Besuch von Lord Halifax in einer solchen Atmosphäre erfolgt, erhebt sich die ernste Fruage, ob es nicht im Interesse der politischen Entspannung nützlicher wäre, im Augenblick ihn zu verschieben und vielleicht er st dann stattfinden zu lassen, wenn besonders in der britischen Presse jene Beruhigung eingetreten ist, die man in anderen Ländern mit den Worten Anstand und Wahrhaftigkeit zu umschreiben pflegt.
NEUERBURG
Ebbe und Flut den Wasserstand des Meeres beherrschen,so ist der Feuchtigkeitsgehalt einer Zigarette abhängig von der Trockenheit oder Nässe der sie umgebenden Luft. Da alle Schwankungen der Luftfeuchtigkeit aber die Tabakqualität beeinträchtigen,verwenden wir sorgsam abgedichtete TROPEN-PACKUNGEN. Sie schützen unsere Zigaretten vor dem ständigen Auf und Ab ihrer Umwelt und sichern ihnen einen konstanten Feuchtigkeitsgrad, sowie dem Raucher einen stets gleichbleibenden Genuss.
GULDENRING
CTHit Qoldmundfiitcl^
OVERSTOLZ
(Dlpne S^tundjlücl^
RAVENKLAU 5 PF. MIT GOLOAAUNDSTUCK
AUSLESE 6 PF. OHNE MUNDSTÜCK


