fügen Inhalts und dem Träger der wirtschaftlichen Verantwortung, getroffen worden »fei. Die gemeinsame, gleichwertige Verantwortung, die jeder Teil, Schriftleiter wie Verleger, trage, sei einer der wesentlichsten Impulse der Pressetätigkeit geworden. Der Journalist blicke auf den Zeitungsinhalt als auf fein Werk, der Verleger auf die Zeitungswirkung in den Massen, die ein Ergebnis der disponierenden, wagenden und wägenden Arbeit des Verlages fei.
Reichsamtsleiter Sündermann befaßte sich dann eingehend mit aktuellen fragen der journalistischen Berufsarbeit und ging besonders aus die Anforderungen ein, die der Wunsch der Partei nach Popularisierung des politischen Zeitunhsinhaltes dem Pressemann stelle. Der Journalist müsse als der Erklärer des Weltgeschens den Volksgenossen den täglichen Blick in die Zeit und damit in die _ werdende Geschichte vermitteln. Für den Pressenachwuchs stellte er das Prinzip auf, daß der journalistische Beruf der jungen Menschen bedürfe, die aus einem inneren Idealismus heraus zu einem politischen Lebensberuf sich hingezogen fühlten, daß also gewissermaßen der „geborene Journalist" von heute ein „geborener Politiker" sein müsse. Für den jungen Nationalsozialisten, der eine solche Berufung und Begabung in sich fühle, werde der journalistische Beruf wahre Erfüllung einer hohen Lebensaufgabe bringen. Es sei nicht ohne tiefen Grund, daß zahlreiche führende Männer der Partei lange Jahre ihres Lebens als Journalisten tätig waren. Zwischen dem Nachwuchs der Parteiführerschaft und dem kommenden Pressenachwuchs werde — das könne schon jetzt gesagt werden — ein lebendiger Kontakt bestehen. Der Journalist von morgen werde ebenso wie der alte Parteijournalist ein kämpferischer Journalist, eine politische Persönlichkeit sein. Diese politischen Persönlichkeiten auszuwählen und sie in die politische Mission des Presseberufs einzuführen, das sei einer der größten Beiträge, die heute der Journalismus für die Zukunft zu leisten habe.
Gauleiter Gyrena-r-
führte aus, daß alle unsere Arbeit auf die Erziehung des Menschen gestellt sei. Unsere hohe Aufgabe sei, jeden Volksgenossen zu einem Nationalsozialisten zu machen. Eines der hervorragend^ Mittel sei dabei die Presse. Daher habe er auch oer Presseschau auf der Gaukulturausstellung das Motto vorangestellt: „Die Presse bleibt das Schwert der Bewegun g". Die Parteipresse habe einst ohne Pressemänner begonnen, aber jeder wußte, daß er nur dem einen Ziel zu dienen hatte: Volksgenossen zu gewinnen und ihnen das Herz für die Worte des Führers zu öffnen, und sie wieder zu einem deutschen Volk zu machen. Alle, die so zu der Presse kamen, trugen das Schwert der Bewegung. Wenn auch das Schwert manchmal im Zweikampf sehr schartig wurde, wurde es doch immer wieder scharf geschliffen. „Der Erfolg hat uns Recht gegeben. Möge sich die gesamte Presse in diese Linie hincinarbeiten und sich in diesen Dienst stellen: Schriftleiter und Verleger sind Griff und Klinge des Schwertes, sie bilden zusammen ein untrennbares Ganzes. Sie stehen im Dienst der großen Aufgabe, der Sicherung und Erhaltung der deutschen Volksgemeinschaft. Darum hat die Partei die Führung."
Dr. Dietrich sagte einmal: „Wahrheit ist noch immer der beste Anwalt des Journalis- m u s". Auch der Führer sage die Wahrheit, ob diese angenehm oder unangenehm sei. Die Wahrheit werde sich eine Gasse in der Welt bahnen. Die Prcste habe die Aufgabe, das Schwert der Bewegung stets in die Waagschale zu werfen und so werde sie die Achtung aller Deutschen und die Achtung der ganzen Welt erwerben. Der Gauleiter schloß seine mit großer Zustimmung aufgenommenen Ausführungen mit dem Saß: '„Ihre Aufgabe ist es daher, dieses Schwert rein z u ha l - t e n" — Nach der gemeinsamen Tagung besichtigten die Presseamtsleiter und Pressereferenten der Gliederungen mit Reichsamtsleiter Sündermann die Ausstellung.
Gauleiter Sprenger an Dr. Goebbels.
NSG. Nach der Eröffnung der Gaukulturwoche sandte der Gauleiter folgendes Telegramm a n Reichsmini st er D r. Goebbels:
„Um der Menschheit große Gegenstände."
Rhein-Mainische Bühnen spielen im Frankfurter Schauspielhaus.
Als die erste repräsentative Veranstaltung der Gaukulturwoche fand am Samstagnachmittag im! Frankfurter Schauspielhaus — in Anwesenheit des I Gauleiters und zahlreicher Vertreter der Partei, der Wehrmacht, der staatlichen und städtischen Behörden — unter der künstlerischen Gesamileitung des Generalintendanten Hans Meißner, Frankfurt, eine Gemeinschaftsaufführung statt: fünf Bühnen des Rhein-Main-Gebietes spielten unter dem Leit- wort „Um der Menschheit große Gegen- stände" je eine Szene aus deutschen klassischen und zeitgenössischen Dramen.
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Das Deutsche Theater Wiesbaden machte mit der großen Alba-Szene aus „E g - mon t" von Goethe den Anfang: die Szene gipfelt, wie man weiß, im Staatsgespräch zwischen Alba und Egmont und ist die entscheidende Auseinandersetzung zwischen der absolutistischen spanischen Machtpolitik und dem Freiheitswillen des niederländischen Volkes: sie endet mit der Gefangennahme Egmonts. In dem von Lothar Schenck v. Trapp großlinig geformten Szenenraum entwickelte Dr. Fr. S e b r e ch t s Regie mit wohlbedachter Steigerung und starker theatralischer Wirkung die Gegensätze: als Hauptträger des Staatsgesprächs erschienen Frank Falkners Alba, finster, tyrannisch, von schneidender Verstandeskälte, und Arno Hassen- pflug als Egmont sympathisch offen, männlich, einfach und edel, wohltuend unpathetisch.
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.Das Frankfurter Künstlertheater spielte in der Inszenierung von Fritz R. Werk- Häuser, unter der Spielleitung von Hugo Firmbach, eine Szene aus dem dritten Akt- von Grillparzers „Medea" — den tragischen Kampf der Heldin um ihre Kinder. Vor einem Szenenbilde von klassischer Ruhe und Größe entwickelte sich die Darstellung aus einem Largo der Stimmen zum Furioso eines unerbittlichen Schicksals. Neben dem von Hans-Martin Koettenich sehr maßvoll gegebenen Jason sah man in Lotte Neubauer eine jugendliche, mädchenhaft zarte Medea, die in der verhältnismäßig kurzen Szene eine bemerkenswerte Spannweite schauspielerischer Ausdrucks- und
„Sehr geehrter Herr Reichsminister? Die erste Gaukulturwoche Hessen-Nassau ist eröffnet und im Anschluß daran die mit der Gaukulturwoche verbundene Ausstellung — D i e Leistungsschau des rhein-mainischen Kulturlebens — der Öffentlichkeit übergeben. Erblicken Sie, Herr Reichsminister, in den Veranstaltungen der Gau-
Wandlungsfähigkeit erkennen ließ — von weicher Hingabe bis zum Ausbruch wilden Schmerzes und jäher Verzweiflung.
Dann brachte das Mainzer Stadttheater die Rütli-Szene aus dem „T e l l". Dies ist eine der berühmtesten und von jeher eindrucksvollsten Szenen des deutschen Theaters und Dramas überhaupt, die dank ihrem nationalen Schwung, ihrer großartig zusammengefaßten Lei- jdenschaft der völkischen Freiheitsidee gerade in unserer Gegenwart lebendigsten Widerhall findet. Die Inszenierung von Hans Teßmer sah ihre Aufgabe und ihren Ehrgeiz in der Geschlossenheit eines durchgearbeiteten und wohlgegliederten Ensemble-Spieles, aus dem sich die Stimmen der Hauptsvrecher — etwa Hans M a h n k e als Stauffacher, Kurt Eilers als Melchtal, Heinrich Hub als Walter Fürst, Franz ßartens als Baumgarten — mit persönlich getöntem Wesensumriß und Sprachklang heraushaben. Besonders glücklich gestaltet schien uns der gemeinsame Schwur, dessen Wiedergabe mehr durch eine verhaltene, gedämpfte Leidenschaftlichkeit als durch das oft zu vernehmende donnernde Pathos des Theatersprechchores bestimmt war.
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Nach der Pause zeigten die Städtischen Buhnen Frankfurt am Main unter der Spielleitung von Richard S a l z m a n n die 2 Szene des dritten Aktes aus dem Schauspiel „Marsch der Veteranen" von Friedrich B e t h g e, dem Staatspreisträger, Chefdramaturgen und stellvertretenden Generalintendanten des Frankfurter Schauspielhauses, den wir in Gießen als Autor des Kriegsdramas „Reims" kennengelernt haben. Die Szene ist für Stil und Haltung des Schauspiels ganz charakteristisch: im entscheidenden Dialog zwischen dem Gouverneur und dem Hauptmann Ko- pejkin als dem Wortführer der russischen Veteranen, die gegen Napoleon gekämpft haben und vergeblich auf Versorgung warten, sammelt sich hinter militärischer Knappheit und diplomatischer Kühle eine heftige Spannuna, die so innerlich begründet wie theatralisch zündend wirkt. In Hermann Schömberg und Richard S a 1 z m a n n waren die beiden Gegenspieler prachtvoll lebenbia charakterisiert: auch Franz Schneider (Minister) und Toni Impekoven (Major Rostow) müssen genannt werden.
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In einer ähnlichen geschichtlichen Sphäre und aus der gleichen männlichen Haltung erwuchs das Schauspiel „Ein Deutscher namens Stein" von
kulturwoche den Willen Hessen-Nassaus, das reiche bodenständige Erbe der rhein- mainischen Kulturlandschaft nach den Forderungen des Führers und feiner Bewegung m e i t e r 3 u = entwickeln und diesen Gau teilhaben zu lassen an dem Gesamtkulturschaffen des Dritten Reiches. Heil Hitler! gez. Sprenger."
Wilhelm Müller-Scheid. Das Hessische Landestheater Darmstadt spielte in der farbenreichen und sorgfältig schattierten Inszenierung von Franz E verth das Schlußbild, das wir bereits in einer Gießener Aufführung kennen lernten: die große Auseinandersetzung Steins mit dem Zaren Alexander und die Abweisung des non Napoleon bevollmächtigten französischen Generals. Auch diese ausklingende Szene in ihrer leidenschaftlichen Dialektik war von äußerst eindringlicher Wirkung: sie wurde beherrscht von Max Nemetz, der dem geächteten Reichsfreiherrn das gleichsam unterirdisch lodernde Feuer nationalen Ingrimms und preußischen Herrentumes, bei korrekter Haltung Schroffheit, unbeugsame Willensstärke und eine messerscharfe, aufpeitschende Beredsamkeit verlieh, die dennoch nie der kühlen Geistesklarheit entbehrte. Herr von Spallart, der früher in Gießen wirkte, gab elegant und beweglich den Zaren, Hans Magel den General Napoleons. —
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Alle fünf Szenen wurden mit großem Beifall ausgezeichnet. Sie gaben jede für sich ein Bild von Stil und Eigenart der fünf Bühnen, alle zusammen einen lebendigen Eindruck von der Leistungshöhe des Theaters in unferm Gau.
e Hans Thyriot.
Was eine ssrau
für einen Welfrekordfluq mitnimmt.
Jean Batten, die australische Fliegerin, die vor kurzem einen neuen Rekord für den Alleinflug von Australien nach England aufgestellt hat und wegen ihrer großen Leistung außerordentlich gefeiert wird, erzählt in einem Nachwort zu ihren Berichten, was sie auf ihre große Reise als unbedingt notwendige Ausrüstung mitgenommen hat. „Ich wollte kein Risiko eingehen", erklärt sie, „und so nahm ich zwei Gegenstände mit mir, die mich bei allen meinen Flügen begleitet haben: meinen langen Schal und meinen Kamm. Alle beide sind meine wahrhaft treuen Begleiter. Fünfmal sind sie um meinem Hals und in meiner Tasche über den Aequator geflogen. Für einen so großen Flug ist natürlich die sorgfältigste Vorbereitung nötig. Ich nahm auch ein kleines Buch mit, das niemals aus meiner Tasche fortgelegt roirb und in bas ich alle Einzelligen jeher Strecke, bie wahrscheinlichen Ankunft- unb 2Ibfal)r3eiten, bie Routen, bie ich nehmen mürbe, falls schlechtes Wetter mich zur Aenberung meines Planes zwingen sollte, die Sonnenaufgangs- unb Untergangszeiten, bie Brennstoffmen.
Gau ArbMemeinschast für DeutscheVolMnde
NSG. Im Rahmen der Gaukulturwoche gründete Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger die Gauarbeitsgemeinschaft für Deutsche Volkskunde Gau Hessen-Nassau, die die große politische Aufgabe zu erfüllen hat, arteigenes von artfremdem Volkstum zu scheiden. Darüber hinaus ist sie eine Waffe im Kampf um bie Reinheit der deutschen Gesinnung mit dem Endziel, das deutsche Volksleben nach unverfälschten Ueberlieferungen zu gestalten. Mit der Leitung der Gauarbeitsgemeinschaft wurde Gauschulungsleiter Ruder (Frankfurt) beauftragt. Der Leiter des Referats Schulung der „Reichsarbeitsgemeinschaft für Deutsche Volkskunde", Hauptsturmführer Dr. Strobel, machte längere Ausführungen über bie Aufgaben ber Arbeitsgemeinschaft. Aus allem, was uns heute so vielgestaltig entgegentrete, müsse bas alte, bas germanische Erbe herausgenommen werden aus dem, was im Laufe der Zeit verfälscht wurde. Die Männer, die der Arbeitsgemeinschaft angehörten, bildeten sich nicht ein, alles allein machen zu können ohne die Wissenschaft. Im Gegenteil. Sie arbeiteten aufs engste mit den wissenschaftlichen Stellen zusammen, die sich bereitwillig ba$u zur Verfügung gestellt hätten. Allerdings erhebe die Arbeitsgemein- schaft den Anspruch, der Wissenschaft den Weg zu zeigen, den sie in Erkenntnis der nationalsozialistischen Weltanschauung zu gehen habe. In ihrer Arbeit ließe sich die Arbeitsgemeinschaft von keiner Seite beeinflussen. Vor allem wandte sich Parteigenosse Strobel scharf gegen die unwissenschaftliche konfessionelle Verfälschung. Der tragende Pol unseres Volksglaubens sei der Glaube an bas göttliche Walten. Das göttliche Wunder sei dort zu finden, wo es sich offenbare. Die Stärke ber Volkskunde liege darin, daß wir der Stimme des Blutes folgen könnten und nicht, wie unsere Gegner, irgend etwas zu fälschen oder zu leugnen brauchten. In den weltanschaulich ausgerichteten Wissenschaften sei die Volkskunde die größte Waffe, die um bie Reinheit der deutschen Dolksgesinnung kämpfe. Endziel der Arbeitsgemeinschaft sei bie Gestaltung des deutschen Volkslebens nach unverfälschten Ueberlieferungen. Eine Mutter müßte es als ihre Pflicht betrachten, ihren Knidern nicht von biblischen Juden zu erzählen, sondern von deutschen Männern. Wir ge
stalten unsere Feiern aus ber Stimme unseres Blutes und aus unserer Kraft heraus. Niemals werden wir in den Fehler verfallen, krampfhafte Konten zu machen
Hierauf gab Gauschulungsleiter Ruder den Aufbau der Arbeitsgemeinschaft bekannt. Sie besteht aus einem engeren Mitgliederring, der erroe;= ! tert wird durch Leiter der Referate, Verbindungs- ! männer der Gliederungen und durch Mitarbeiter 1 für Fachgebiete. 'Dem engeren Mitgliederring gehören an: Vom ^-Oberabschnitt Fulda-Werra: Sturmbannführer S ch w a l m , Leiter des Rasse- und Siedlungsamtes, vom ^-Ob^''abschnitt Rhein: ^-Scharführer Faust, vom Reichsarbeitsdienst, Arbeitsgau XXV: Arbeitsführer Biedenkapp, Gauunterrichtsleiter, von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau: Dipl.-Landwirt Seyberth, Sachbearbeiter in ber Hauptabteilung der Landesbauernschaft, vom HI.-Gebiet 13: 'Gefolgschaftsführer Wilhelm .Hopfner, vom BDM.-Obergau 13: Mädelringführerin Ortrud Roth. Die Leiter der Referate sind: Schulung: Heinz Kraus, 1 Gaustellenleiter im Gauschulungsamt, Feiergestaltung: Alwin Rüffel, Gauamt der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Abteilung Deutsches Volksbildungswerk, Volkstumsarbeit: Arbeitsführer Biedenkapp, Reichsarbeitsgau XXV, Wiesbaden, Wissenschaft: Professor F. K. Roede- metjer, Rektor an der Johann Wolfgang-Goethe- Universität in Franfurt a. M., Leiter ber Zentralstelle für Sprachpflege, Deutsche Akademie. Verbindungsmänner stellen die SA., DAF., der NSDStB., der NS.-Lehrerbund, der NSD.-Dozen- tenbund und das Rassenpolitische Amt.
Der Gauleiter erklärte dann die Gauarbeitsgemeinschaft für gebildet und verpflichtete die Mitglieder durch Handschlag. Er dankte Gauschulungsleiter Ruder für die geleistete Arbeit und betonte, daß es eine Selbstverständlichkeit wäre, daß sich die Partei und ihre Gliederungen sowie die Behörden in den Dienst der Arbeitsgemeinschaft stellten. Jeder müsse ein Förderer dieser Arbeit sein, die einem Volk seinen Glauben wiedergebe unb von besten eigenem Geist erfüllt sei. Dieser Geist könne nur fein ber Geist Aböls Hitlers unb seiner Idee.
Gesunde und billige
■ÄV
ohnungen.
Das großzügige Siedlungswerk des Gaues Hessen-Nassau.
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hatte einen kleinen Kreis führender Männer eingeladen, unter denen sich auch Generalleutnant L e e b und Generalmajor Lohmann befanden, die großen Erfolg des nationalsozialistischen Siedlungswerkes im Gau Hessen-Nassau zu besichtigen. Es sollte gezeigt werden, wie sich der Nationalsozialismus in einem nie vorher gesehenen Maße für das Siedlungswerk einsetzt, um gesunde und für den einzelnen finanziell tragbare Wohnungen zu schaffen. Einmal müssen wir den Menschen aus ber ungesunden Großstadtwohnung in bie Heimstätten-Siedlung hinausführen und zum anderen ihn mehr an seine Arbeitsstätte heranbringen. Die neue Wohnung muß billiger und besser als bie alte Wohnung sein und ein Stück Gartenland aufweisen, durch das der Siedler eine Ernährungszulage erhält. Heute können wir bereits 6000 bezogene Siedlungshäuser melden. Außer den Einzelhäusern werden in den Siedlungen auch Mietwohnungen errichtet, die eine kleinere Gartenland Zuteilung aufweisen.
Der erste Aufenthalt ber Fahrt galt der Besichtigung der S i ed l u n g s s ch u le bei Oberstedten. Hier sollen die Siedlungswarte und Siedlerfrauen,
Architekten und Handwerker usw. mit all den Fragen oertraut gemacht werden, die an sie als Siedler oder als Baufachleute herantreten. Viele Siedler aus der Stadt haben nicht die ausreichende Kenntnis von der Kleintierhaltung und vom Gartenbau. Diese Lücke soll durch die Siedlerschule geschlossen werden. Der Schule ist das Universitäts-Institut für Bienen- kunde ber Polytechnischen Gesellschaft angeschlossen. Ein Institut für Kleintierkunde soll errichtet werden.
Anschließend wurde bie Heimstättensiedlung „Frankfurter Berg" bei Bonames aufgesucht. In dieser Siedlung mit 90 fertigen und weiteren 60 im Bau befindlichen Häusern ist durch farbigen Verputz, durch Farbenunterschiede in der Dachbe- deckung, durch Fachwerkgiebel oder Holzverschalung ein Bild erreicht worden, das bei aller Einheitlichkeit ber Siedlung ein lebendiges Gesicht gibt. Am Frankfurter Berg konnte man das Streben nach dorfähnlichem Charakter der Siedlung erkennen. Ein 5)aus zeigt Muftermöbel, da die allgemein erhältlichen Möbel nicht immer in bie Siedlungen paffen, denn in die zweckmäßig eingerichteten Häuser gehören auch bie entsprechenden klaren, einfachen und soliden Möbel. In den Siedlungen ist ein Gemeinschaftsleiter tätig, ber bie Siedler in allen
auftretenden Fragen betreut sowie Neusiedlern hel« send zur Seite steht.
In der Siedlung Sossenheim 11, die auf ehemaligem Ziegeleigelände errichtet wurde, war der dorfähnliche, der Landschaft angepaßte Charakter der Siedlung besonders stark ausgeprägt. Das Gelände ist hier so hervorragend ausgenutzt, daß die Straßen in sich einen geschlossenen Raum bilden, der die Siedlung zu einer festen Gemeinschaft werden läßt. In Langen haben die Siedler über 1000 Quadratmeter Gartenland zur Verfügung. 82 Stellen sind bereits fertiggestellt, weitere 40 Siedlerstellen und 52 Volkswohnungen befinden sich im Bau und für den dritten, im Frühjahr beginnenden Bauanschnitt sind weitere 40 Häuser vorgesehen, so daß die gesamte Siedlung bald 200 Einheiten um=
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fassen wird. An den schonen, mit lebenden Hecken eingefaßten Straßen reihen sich die in den Farben des Verputzes, der Fensterläden, des Holzes und auf manche andere Weise verschieden gestalteten Häuser.
Auch in Rüsselsheim wurde der nationalsozialistische Siedlungsgedanke in der dorfähnlichen, der Landschaft angepaßten Siedlungsanlage zum Durchbruch gebracht. Rüsselsheim wird eine der größten Siedlungen im Gau werdet!. Von 452 Stellen des Gesamtplanes sind 190 bereits bezogen, ber Rest ist im Bau ober steht vor Baubeginn. An den Knotenpunkten der Straßen werben größere Geschäftshäuser erstellt. Außerdem soll die Siedlung einen eigenen Sportplatz sowie großzügige Gemeinschaftsbauten erhalten. Die Siedlungen sind nicht Klassensiedlungen im Sinne der Novemberrepublik, sondern umfassen in einem gesunden Verhältnis Arbeiter, Angestellte und Beamte. In den Kindern der Siedlungen wächst ein neues Geschlecht heran, das die Gewißheit gibt, daß unser Siedlungswerk seine Aufgabe erfüllt.
Kreisleiter und Gauamtsleiter tagen in Sonthofen.
Berlin, 13. Nov. (DNB.) Wie die NSK. meldet, sind alle Kreisleiter und Gauamtsleiter der NSDAP, vom 15. bis .24. November zu einer Tagung auf der Ordensburg Sonthofen versammelt. Die Männer des obersten Führerkorps der Bewegung, die Reichsleiter der Partei und leitenden Persönlichkeiten ber Gliederungen werden das Wort ergreifen. Mit dieser Tagung wird gleichzeitig die Ordensburg Sonthofen, deren endgültiger Ausbau erst in zwei Jahren vollendet sein wird, mit allen inzwischen fertiggestellten Teilen der Anlage in Dienst gestellt. Während bisher nur in einem Baukomplex die Adolf-Hitler- Schule an der Arbeit ist, werden die rund 1500
gen, die ich auf jeder Station einnehmen mußte unb die lokalen Gesetze, eingetragen hatte.
Da eine Landung in der Wüste immer zu den Möglichkeiten gehört, hatte ich eine große Menge Nahrungsmittel, Konserven von Fleisch, Milch, Zucker, Trauben, Datteln unb Drangen mitgenommen. Ferner waren in einem Kasten untergebracht ein Revolver, zwanzig Patronen, ein Angelstock für ben Fall, baß ich an einer Wasserstelle landen müßte, unb auch ein Zerstäuber zur Tötung der Mücken, denn diese Plagegeister waren für mich schreckliche Feinde, besonders bei den schwierigen Flügen über bie Wüste.
Schließlich hatte ich noch zwei Koffer gepackt, von denen der eine ein Seidenkleid und zwei Paar Schuhe für den Fall, daß ich im Westen elegant aufzutreten hatte, während der andere ein Wollkleid enthielt und einen kleinen Strohhut, ber jetzt nur noch ein Fetzen ist, da er während der Reise in einem Werkzeugkasten lag. Ich mußte damit rechnen, daß ich in fünf Tagen einen vollständigen Wechsel der Jahreszeit durchzumachen hatte, während in Australien die Bäume in Blüte standen, sah ich in Europa den Herbst, besonders über dem Rhonetal das rote und braune Herbstlaub, und als ich in Croydon ankam, erwartete mich eine eingemummelte Menge, nachdem ich eine Woche vorher Sonnen- und Seebäder an ber australischen Küste genommen hatte. Aber wie köstlich ist doch die frische Luft von Croydon, wenn man fünf Tage im Flugzeug eingeschlossen war und den Benzinduft einzuatmen hatte ..
Zeitschriften.
— Die Zeitschrift „Mutter und Kind" (Verlag Staude, Berlin W. 30) bringt im November- Heft eine Abhandlung über: „Die geistige Entwicklung des Kindes und fein Bedürfnis zur Erziehung". In diesem lehrreichen Aufsatz lieft bie Mutter über Beginn unb Abschluß ber geistigen Entwicklung, über das Ziel der Erziehung, über die Entwicklung der Sinne, über die Ausbildung des Gedächtnisses und über die Wege der Erziehung. Das Heft bietet auch in feinem übrigen Inhalt viel Interessantes für junge Mütter unb allen, denen die Pflege eines Säuglings ober Kleinkindes anvertraut ist. So z. B.: „Mit Schere, Leim und Papier", „3m Kind erkennt man bie Mutter", „Kleine Augen sehen eine große Welt" usw. Auch in dem „praktischen Teil" wird die Mutter unb Hausfrau Anregungen finden, die ihr gelegentlich zugute kommen werden.


