unregelmäßig. Von Montanwerken lagen je 0,50 v. H. leichter Buderus mit 125,50, Rheinstahl mit 155 und Deutsche Erdöl mit 152, um ebensoviel gingen Rütgerswerke auf 149,75 und Deutsche Linoleum auf 166 zurück. Gesfürel ermäßigten sich um' 1 v. H. auf 153. Maschinenaktien lagen unverändert, Moenus 125, BMW. 153, Demag 147,75, Jung- Hans 134, auch chemische Papiere blieben behauptet, IG.-Farben 164,50, Scheideanstalt 265, Goldschmidt plus 0,50 o. 5). mit 143. Don Kuxen erhöhten sich Gewerkschaft Deutschland auf 410 (390) RM. Adlerwerke Kleyer waren vor der Einführung in den amtlichen Verkehr zu 115 v. 5). gesucht. Der Rentenmarkt war bei behaupteten Kursen ohne Geschäft; 4,5proz. Krupp 98,65.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 14. Sept. Auftrieb: 835 Kälber (gegen 602 am letzten Dienstagsmarkt), 181 (212) Hämmel und Schafe, 2280 (1722) Schweine. Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 62 bis 65 (am 7. 9. 62 bis 65), b) 54 bis 59 (55 bis 59), c) 44 bis 50 (45 bis 50), d) 27 bis 40 (35 bis 40), Hämmel b2) 47 bis 52 (45 bis 52). c) 43 bis 46 (40 bis 44), d) 37 bis
42 (34 bis 39), Schafe a) 36 bis 44 (35 bis 40), b) 25 bis 35 (27 bis 34), c) 20 (15 bis 26), Schweine a) 56 (56), bl) 56 (56), b2) 56 (56), c) 55 (55), d) 52 (52), Sauen gl) 56 (56), g2) 54 (54). — Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt. Hämmel und Schafe mittelmäßig. AA-Tiere über Notiz.
Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt.
Frankfurt a. M., 14. Sept. Der Obst- markt hatte weiterhin befriedigendes Geschäft, auch die Anlieferungen hielten sich auf der bisherigen Höhe. Besonders Aepfel und Birnen werden reichlich angeboten, nur in Tafelbirnen lind die Zufuhren vorläufig noch ungenügend. Ebenso kann der weiterhin lebhaften Nachfrage nach Weintrauben nicht voll entsprochen werden, da zunächst nur mäßige Anlieferungen aus Italien erfolgen. In Pfirsichen wird das Angebot schwächer, auch in Zwetschen lassen die Zufuhren weiter nach, doch konnte der Bedarf restlos gedeckt werden. In Nüssen ist das Angebot lebhafter geworden. Don Südfrüchten werden Zitronen lebhaft begehrt, während Bananen ruhiges Geschäft haben.
Am Gemüsemarkt blieb das Gesamtangebot
gut. Etwas schwächer war es in Spinat, Wirsing und Salat in Auswirkung der bisherigen Trockenheit, die Bohnenernte ist beendet. Das Geschäft verlief lebhaft, teilweise zogen die Preise leicht an. Dagegen konnten Tomaten infolge des sehr reichlichen Angebots wieder nicht restlos untergebracht werden.
Total betrunken am Steuer.
LPD. M a i n z , 14. Sept. Wie die Polizeidirektion Mainz mitteilt, wurden am Sonntag zwei Polizeibeamte in der Augustinerstraße auf einen Personenkraftwagen aufmerksam, dessen Fahrer in tot al betrunkenem Zu st and durch mehrere Straßen der Stadt fuhr. Der Fahrer stand derart unter dem Einfluß des Alkohols, daß er bei seiner Festnahme in den Armen der Polizei buchstäblich einschlief. Er wurde zwecks einer Blutentnahme nach dem Städtischen Krankenhaus Mainz verbracht. Er war so stark betrunken, daß er erst na ch24StundenseinenRausch einigermaßen ausgeschlafen hatte. Es ist nur dem Zufall zu verdanken, daß durch das unverantwort-
liche Benehmen des Fahrers kein Verkehrsunfall entstanden ist. Nach den verschärften Bestimmungen des Reichsführers SS. und des Chefs der Deutschen Polizei ist Trunkenheit am Steuer und im Straßenverkehr als kriminelles Verbrechen anzusehen, weshalb der Fahrer dem Schnellrichter oorgeführt wurde. Dieser nahm ihn in eine Haftstrafe von zwei Wochen. Auch wurde die Entziehung des Führerscheins beantragt.
Kreis Friedberg.
< Münzenbera, 9. Sept. Der seit über einem Jahr in Angriff genommene Neu- und Erweiterungsbau der Wetterauer Käserei, Wilhelm Weiß. Münzenberg, sieht nunmehr seiner Vollendung entgegen. Durch das Bauprojekt fanden viele Volksgenossen Arbeit. Weit über zehntausend Handkäse in allen Größen und Formaten verlassen heute jeden Tag die hiesige Käserei. — Durch die B r o m b e e r e n s a m m l u n g der Schuljugend war es dem NS.-Frauenwerk möglich, 8 0 Pfund Gelee zu kochen und der NSV zur Verfügung zu stellen Demnächst wird auch das Frauenwerk für die NSV, einkochen.
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Gießen, den 14. September 1937.
Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus.
rungen des Nervensystems einhergeht. Sehr gefährlich ist die sog. Kopfgrippe, eine Krankheit eigener Art, die schwere, unheilbare Nervenerkrankungen zur Folge haben kann. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit beträgt etwa drei Tage, kann aber auch kürzer sein. Kinder sind möglichst vor Erippe- ansteckung zu bewahren. Vorbeu- gung und Verhütung ist fast unmöglich. Nach überstandener Grippe sich möglichst schonen da Ruckfälle häufig sind. Gefürchtet bei G. sind vor allem Nachkrank- heiten wie Herz-, Nieren-, Lun- generkrankuna. Jede wirkliche Grippeerkrankung ist eine ernste Krankheit und bedarf ärztlicher Behandlung.
Größenwahn, krankhafte Überschätzung der eigenen Person kommt bei Geisteskrankheiten vor, z. B. bei Paralyse, bei Schizo- xhrenie. Die Kranken glauben, übermenschlich klug, unheimlich kräftig zu sein oder halten sich
Grausamkeit bei Kindern, ein unbewußter Naturtrieb, der in normalen Fällen durch Belehrung leicht bekämpft werden kann^ z. B. durch das Sprichwort „Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz." Stellt man bei Kindern eine ausgesprochene Freude am Quälen anderer und an richtigen Grausamkeiten fest, so ziehe man den Arzt zu Rate.
Grazie, entbehrliches lateinisches Fremdwort, bedeutet „Anmut". Greisenkrankheiten, siehe Alterserscheinungen.
Grieben, die Rückstände beim Ausschmelzen von Schweinefett zu Schmalz. Grieben können zu Brot oder zum Kartoffelbraten benutzt werden.
Grieß, zu kleinen Körnchen gemahlener Weizen, Reis oder Mais, der beim Kochen seine Form behält, wenn er langsam der kochenden Flüssigkeit beb gegeben wird. Man verwendet ihn für Suppen, Puddings und Klöße. Zusammenbackender Grieß ist verdorben und meist madig.
Erimäsienschneiden der Kinder ist meist eine Untugend, die dem Nachahmungstrieb entspringt. Auch in diesem Falle hilft lieöe- volle Belehrung. Hat das Gri- masienschneiden nervöse Ursachen oder wird es durch Schmerzempfindungen hervorgerufen, so wende man sich an den Arzt.
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