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Ur. 25 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesien)

Mittwoch, 15. September W37

Aus dem Reiche der Frau.

Der bescheidene Hering.

Von Frida Aisch, Bad-Nauheim.

Von jeher ist der Hering der Fisch, der immer ein bißchen von oben herab angesehen wurde. Und Hering galt für das Allerbilligste, was es gab. Heut ist es aber anders, und wir freuen uns sehr über die reichen Heringsfänge, die wir zur ge­funden Nahrung brauchen, und bereichern unfern Küchenzettel gern damit.

Zuerst die frischen odergrüne n" Heringe. Um den Seefischgeruch zu entfernen, waschen wir sie gründlich in kaltem Wasser, dem wir einen Eß­löffel Wasserstoffsuperoxyd auf einen Liter zugesetzt haben. Dann macht man sie zurecht, wie es das Gericht verlangt.

Frische Heringe in Tomatengelee. Den gewaschenen Heringen schneiden wir ein feines Streifchen am Bauch entlang mit der Flosse ab, breiten sie auseinander und nehmen sie aus. Dann breiten wir sie noch mehr auseinander und ent­fernen die große Mittelgräte, indem wir sie durch leichten Druck auf dem Rücken Stelle für Stelle ablösen. Kopf, Schwanz und Flossen werden ent­fernt. Wir legen die Fische nebeneinander in eine irdene Schüssel, gießen kochenden, etwas gezuckerten Essig darauf und lassen sie zugedeckt im Rohr gar Ziehen. Dann wird der Essig abgegossen und nach Geschmack gekochtes Tomatenmark dazugegeben. Auf einen halben Liter Flüssigkeit gibt man 3 Blatt aufgeweichte weiße Gelatine und zum Schluß einen Eßlöffel grob gehackte Senfgurfen. lieber die in tiefer Schüssel eingepackten Fische kommt die Tunke. Alles muß erstarren. Mit Bohnen- oder grünem Salat als Abendbrot.

Gebratene grüne Heringe. 1. Art. Frische Heringe schuppen, ausnehmen und waschen, dann mit einem Tuch abtrocknen, einsalzen und mit reichlich Zwiebeln in Scheiben in beliebigem Fett auf beiden Seiten braten. Das Bratfett wird mit Würfelbrühe durchgekocht, samt den Zwiebeln über bie Fische gegeben und Schalkartoffeln dazu gereicht.

Besonders liebevoll bereiten die Greifswalder ihre in der ganzen Welt berühmten Brat­heringe: Sind die Fische zurechtgemacht und gewaschen, werden sie sorgfältig getrocknet und in Mehl gewälzt. Hierzu eignet sich gut Type 1050. Dann wird Del in der Bratpfanne stark erhitzt und die Heringe von beiden Seiten scharf gebraten. Da­bei muß man die Küchentür fest zumachen, sonst erlebt das ganze Haus unsere Kochkünste mit. Dann tut man die Heringe vorsichtig, um das Zerfallen ZU verhüten, in die Terrine. Das Bratfett wird mit Essig abgelöscht, mit Pfefferkörnern, Lorbeer­blättern, Neugewürz und, wer's liebt, auch Zwiebel­scheiben über die Heringe gegeben. Mindestens 24 Stunden müssen diese durchziehen, ehe sie den höch­sten Wohlgeschmack erreichen.

Gefüllte Heringe als Mittagessen. Die sauber geschuppten Heringe werden gewaschen, die Flossen beftupft und der Kopf abgeschnitten. Durch das Loch am Kopf werden sie vorsichtig aus­genommen: sie zerreißen leicht. Aus zwei einge­weichten und wieder ausgedrückten Brötchen, einem Ei, einem Eßlöffel Butter und soviel gehackten Kräutern, daß alles ganz grün aussieht, wird die Füllung gemacht: Petersilie, Schnittlauch, wenig Estragon, Kerbel, Liebstöckelblatt, Zwiebellauch. Die Füllung wird wenig gesalzen und einen Hauch ge­pfeffert und durch das Loch am Kopf nicht zu stramm eingesüllt. In eine längliche Mehlspeisform, sie muß vorher eingefettet sein, packt man die Fische ein, gießt Apfelwein darauf, bis sie bedeckt sind, und brät sie in etwa 15 Minuten im Ofen fertig. Man kann auch ein Küchenwunder oder dergleichen nehmen. Kleine, neue Kartoffeln kochen wir mit der Schale fast gar, übergießen sie mit kaltem Wasser gießt dies sofort wieder ab, ziehen schnell den Kartoffeln die Haut ab, garen sie in bereitgehaltenem kochendem Wasser und schwenken sie, nachdem sie abgegossen sind, in wenig frischer Butter mit gehackter Petersilie durch. Fische und Kartoffeln so zurechtgemacht sind einfach köstlich.

Aus besonders großen frischen Heringen machen wir Rollmöpse. Fetzt weiß jedes Kind, was das ist, aber früher! Als meine Schwiegermutter noch ein junges Mädchen war, stand einmal in der Kottbuser Zeitung:Rollmöpse, das Stück 10 Pfen­nig". Die ganze Familie überlegt, was das wohl sein könne.Sehr groß kann es für 10 Pfennig nicht sein!" meint der Großvater. Das Mädchen wird ausgeschickt, um diese wunderliche Sache zu beschaffen. Sie nimmt vorsorglich ein Netz, einen Korb, einen Teller, eine Tüte, eine Schüssel und einen Bindfaden mit, kommt nach einem Weg von zwei Stunden wieder und hat zum allgemeinen Vergnügen einensäuern Hering" mitgebracht!

Also: Nach dem Säubern ziehen wir dem Hering die Haut ab. Dann werden die Fische in Filets geteilt, die Gräten entfernt und die Flicke auf einem Brett ausgestrichen. Man bestreut sie mit Salz und Pfeffer, legt dünne Scheiben Salzgurken darauf oder feingewürfelten Meerrettich und Senf­körner. Die Rollmöpse werden fest zusammengerollt und mit einem Wurstspeiler zugesteckt. Dann schich­tet man sie in Steintöpfe fest aufeinander. Essig wird mit Lorbeerblättern, Pfeffer- und Piment­körnern aufgekocht und kalt über die Rollmöpse gegossen: er muß einen Fingerbreit Überstehen. Bis zum Gebrauch mit Glaspapier zubinden.

Frische Heringe als einfaches Mit­tagessen. Die gesäuberten, gewässerten Fische müssen in Salzwa'sser, dem etwas Essig zuaesetzt wurde, gar ziehen. Wir bräunen wenig gewürfelten Speck mit kleingeschnittenen Zwiebeln, geben einen Eßlöffel von unferm neuen Haushaltmehl, Type 1050, daran, und ist es bräunlich, kochen wir mit Fleischbrühe (Würfel) ein kündige Tunke. Diese wird abgeschmeckt mit Zitronensaft, etwas Mostrich, in dem wir eine Wenigkeit Bienenhonig verrührt haben, dann salzen. Heiß über den Fischen an­richten.

Gewickelter Hering: Der grüne Hering wird auf dem Rücken der Länge nach aufgeschnitten, die Mittelgräte und die Flossen entfernt, auf ein Brett gelegt und die Innenseite mit dem Messer glatt gestrichen. Auf dieses Flick legt man ganze, entftengelte Petersilienblätter und Scheiben von hartgekochten Eiern, streut wenig Salz und Pfeffer darauf und wickelt eine Rolle, die man mit einem Faden zubindet. Die fertigen Rollen werden einzeln in Leinenläppchen eingepackt. Unterdessen hat man Wasser mit Lorbeerblatt, Pfeffer- und Piment­körnern, einer Zwiebel, einem Brühwürfel zum Kochen gebracht. Hier hinein kommen die Paketchen,

verarbeiten. Ein kleiner §opf Salat wird fein ge- Frohsinn als Unterrichtsfach schnitten. Ein hartes Ei, eine gekochte rote Rübe, JVfijrfi

ein mürber Apfel, eine, Pfeffergurke und eine kleine .

in her ersten deutschen RSV.-Irauenschule.

frische Gurke, ein Eßlöffel Kapern aus Holunber-

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

mit

haben Büffelhornknöpfe.

H.

wir un» Le- der Er

Den Haushalts- und Volkspflegerinnen stehen besondere Lehrräume, große Gemeinschaftsküchen, Wasch- und Plättstuben zur Verfügung. Aber auch eineKleinküche" ist da. Sie dient dazu, daß die jungen Seminaristinnen lernen, auch für den an Zahl kleinen Haushalt zu kochen und das gering« ügige Hausstandsgeld gut einzuteilen: sollen doch gerade die Haushalts- und Dolkspflegerinnen spä­ter den bescheidenen Verhältnissen der betreuten Volksgenossen gewachsen sein!

Es versteht sich von selbst, und braucht deshalb wohl nur gestreift zu werden, daß alle Schülerin- nen dieser NSV.-Frauenschule auch weltanschaulich gründlich geschult werden. Sind doch diese Schüle­rinnen später die Trägerinnen nationalsozialistischer Sinnesart und Haltung, die ihrerseits durch Lehre und Beispiel auf die deutsche Jugend einwirken ollen. So dient denn auch der ehemalige, heute noch mit ungefügem Stückwerkverschönte" Fest­saal des alten Hotels als Gemeinschaftsraum für Feiern, Reigentänze, Liedersingen und Gymnastik.

Aus Gabardine sind die drei heute gezeigten Regenmäntel.

Der Mantel links ist in enganschließender Form, doppelreihig zu knöpfen, gearbeitet Der breite Kragen, der Gürtel sowie sämtliche Kanten sowie die aufgesetzten Taschen sind breit abge- st e p p t.

Der einreihig zu schließende Mantel in der Mitte hat eine Passe, Aermelaufschläge, einen

beeren, eine Scheibe heller und eine Scheibe dunkler Braten, ein Stückchen Pökelfleisch werden grob ge­wiegt und mit dem Salat vermengt, dann von einem marinierten Hering Streifen schneiden, alles zusammenmischen und mit Del, etwas Essig, einem halben Glas Johannisbeersüßmost, leicht gepfeffert, durchziehen lassen. Dies ist auch ein gutes Reste­begräbnis.

Guten Appetit!

In anderen Räumen dieser Frauenschule, einst von Frau Maria Keller gegründet, seit 1934 von der NSV. verwaltet und seit Mai dieses Jah­res in ihrem Besitz, sieht man Buben und Mädel, die schon größer sind, und die unter der Leitung einer Kindergärtnerin spielen und basteln. Aller­liebst sieht es in den in bunten Farben gehaltenen Zimmern aus, die mit ihren Spielzeugschränken und Puppenecken wahre Kinderparadiese' sind. In einer der Zimmerecken steht sogar ein Kaufmanns« laden, in dem man für getrocknete Kirschsteine und Pflaumenkerne allerlei Begehrenswertes erstehen kann! Aber selbst diese Zimmerecke wird noch von einer anderen, viel umschwärmten Ecke übertroffen, weil in ihr ein Zwergenwohnstübchen mit Fenster­scheiben und Gardinen, mit Stühlchen und Tisch­chen aufgebaut ist. Das macht den kleinen Mädeln natürlich großen Spaß, in diesem Stübchen zu han­tieren, zu waschen und aufzuräumen. Denn alle Geräte, wie Waschbecken, Kanne, Eimer, Besen und Schrubber, sind im Zwergenformat vorhanden. Man reißt sich darum, in diesem Stübchen zu fegen und Staub zu wischen! Aber keine der kleinen eifri­gen Puppenmütter merkt etwas davon, daß es sich hierspielend" zur künftigen Haustochter und zum späteren Hausmütterchen selbst erzieht.

Doch nicht alles ist spielend leicht. In einem Kindergartenzimmer muß sich eine lernende Semi­naristin recht plagen, um ein blondes Trotzköpfchen zum Mitspielen zu bewegen. Hier beginnt die Kunst der Kinderbehandlung! Und so hat auch dieses Eigenbrödelchen wenigstens alsLehrobjekt" ihr Gutes.

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Da nun auch ein Kinder hort in dieser Frauen- schule eingerichtet ist, in dem die schulpflichtigen Kinder bis zum 14. Lebensjahr sich nachmittags auf- halten, um bei ihren Schularbeiten beaufsichtigt zu werden, und um dann nachher kameradschaftlich miteinander zu spielen, zu basteln, zu fingen, oder um ficf) im Lesezimmer in ein schönes Buch zu vertiefen, so können sich die jungen Schülerinnen dieser sozialen Lehranstalt in allenKindeszeit­altern" bewegen und sich so an Drt und Stelle das gesamte Rüstzeug für die spätere Praxis erwerben.

Zu alledem gehört natürlich auch, daß die Schü- lerinnen selbst spielen, fingen und basteln können. Alles das will gelernt fein! Um das Basteln kunst­gerecht zu erlernen, wird den Schülerinnen von geprüften Werklehrerinnen in einem großen, hellen Werkstattraum besonderer Unterricht gegeben. Zum Teil sieht dieser Raum wie eine Tischler- und Buch- binderwerkstatt aus; zum andern Teil wie ein Künstler-Atelier. Fastnachtsmasken grinsen von den Wänden, während von den vielen Borten und Re- galen Plastiken und bunte Holzfigürchen grüßen. In einem großen Schaukasten konnten wir auch die preisgekrönten Arbeiten der Schülerinnen bewun­dern; wir sahen hier manch kleines Kunstwerk handwerklicher Präzisionsarbeit.

Noch ein anderer Schaukasten erregte tfhfere Auf­merksamkeit: in ihm lagen Bilderbücher, wie sie im Ausland, so in Frankreich, England und Amerika, ür die Kleinen und Kleinsten des Landes herge- teilt werden. Sehr reizvolle Studien könnte man an Hand dieser Kinderbilderbücher aus aller Welt machen! Und es ist recht klug, auch unsere deutschen Kindererzieherinnen einen Einblick in den Wesens- unterschied der kindlichen Seele anderer Völker ge­winnen zu lassen.

geifterunq und des Glaubens an Deutschlands und feinen Führer. drb.

Die NSV.-Frauenschule in Thale ist ein Inter­nat. Alle Schülerinnen wohnen, essen, schlafen und lernen in dem Schulhause, das dafür Platz genug bietet. Es ist eine frohe Gemeinsamkeit, die hier verbracht wird. Immer wieder stießen wir, ob Lehrerinnen, Schülerinnen oder Kindern auf erm Rundgang begegneten, auf Frohsinn und bensfreube, so daß man glauben mochte, auch Frohsinn würde als Unterrichtsfach gelehrt, wird auch gelehrt. Aber wiederum nicht an der Schultafel, sondern durch das Beispiel der Be«

Freude an schöner Wäsche.

15 on Dagmar Köhler.

Schon im Mittelalter war der Wäscheschrank der Hausfrau das gewichtigste Stück in der Aussteuer. Das Vermögen eines Mädchens wurde nach den Leinenschätzen abgeschätzt Schmuck und Möbel kamen erst in zweiter Linie. Auch unsere Eltern und Großelternstapelten" voller Stolz Bett- und Leibwäsche in den Schränken auf, und ich kann mich noch genau erinnern, daß meine Mutter mir er­zählte, sie habe in den ersten Wochen ihrer Ehe immer Mühe gehabt, über den überreichen Schatz im Wäscheschrank die Uebersicht zu behalten.

Die Mode ändert sich. Nicht nur die Kleidermode, sondern auch die Wäschemode. Gerade der Geschmack in bezug auf Bett- und Leibwäsche hat eine grund­legende Aenderung erfahren. Wir ..stapeln" nicht mehr Berge von Wäschestücken in unserer Lade auf, wir kaufen nicht mehr Dinge, dieein ganzes Le­ben lang" halten sollen. Dies ist aber nicht etwa ein Bekenntnis zur Minderwertigkeit, nein, die Qualität der Wäschestücke ist gleich geblieben, wir legen uns nur nicht fest auf bestimmte Formen.

Die Grundform der Bettwäsche ist im wesentlichen gleich geblieben: Bettuch, Ueberschlaglaken, Kopf­kissen und Bezüge. Aber man vermeidet hier un­nötige Rüschen und Spitzen, überreiche Verzierun­gen und Knopfschmuck Schlichte Formen und Li­nien haben sich als praktisch erwiesen. Bettwäsche, die mühsam zu bügeln ist, ist unpraktisch und hält nicht. Man kennt heute bei der Bettwäsche soge­nannteTagesstreifen", d. h. Kissenbezüge und Ueberschlaglakenstreifen, die nur tagsüber aufgelegt werden.

Alle Phantasie, alle Liebe zur Garnitur kann die Frau bei der Leibwäsche anwenden. Schon seit Jah­ren ist man von dem langweiligen Weiß abge- wichen. In allen Farben prangen jetzt die zier­lichen Stücke der Leibwäsche. Auch gemusterte Wäsche hat viel Anklang bei der Frau gefunden Die Hemdhose ist das wichtigste Wäschestück. Prak­tisch und leicht, mit feiner Handarbeit verziert ober mit Rüschen besetzt. Man soll sich auch bei der Leib­wäsche hüten, zu komplizierte Schnitte und zu viel Verzierungen zu verwenden Je schlichter das Wäschestück gearbeitet ist, um so besser sitzt das Kleid.

Praktisch ist es, alle Wäschestücke mit verstellbaren Achselbändern zu arbeiten. Es sieht häßlich aus, wenn Wäschestücke über den Ausschnitt des Kleides ragen. Verwendet man seidene Achselträger, so ar­beite man sie zum Ausknöpfen, damit beim Waschen die Bänder nicht mit Waschlauge in Berührung kommen. v

DerWerkzeugkasten imHaushalt.

Von Gert Wilkens.

Mit dem Werkzeugkasten ist es wie mit der Haus­apotheke: sie ersparen dem, der sie besitzt, Geld. Auch im tadellosen Haushalt gibt es immer wieder Kleinigkeiten zurechtzubasteln. Ein Brett geht los, eine Schraube ist einzusetzen, eine Verzierung springt ab... Dann genügen ein paar Hammer­schläge, ein paar Griffe mit Zange ober Meißel, ein wenig Hantierung mit ber Säge und alles ist roieber in Drbnun'g. Gewiß taugt nicht zu allen Reparaturen bie Hanb ber Hausfrau ober des Hausherrn; vieles muß der erfahrene Handwerker in Dränung bringen. Aber die Kleinigkeiten kann man sich schließlich selbst besorgen.

Wer sich einen Werkzeugschrank anschafft, wähle ihn nicht zu klein. Sind auch die unterzubringenden Werkzeuge zuerst nicht so zahlreich, so muß man doch damit rechnen, daß die Instrumente mit ber Zeit über Hammer unb Meißel, Bohrer unb Zange hinaus ergänzt werben.

Wichtig bei ber Auswahl ist, baß nur bas Beste bevorzugt wirb. Unzureichenbes Hanbwerkszeug in ber Hanb bes Laien gibt niemals eine gute Arbeit. Unb hoppelte Anschaffungen stellen sich noch teurer. Natürlich muß ein Werkzeugkasten ebenso in Drb= nung gehalten werben wie bie Hausapotheke ober ber Nähkasten. Die Haushaltungen, in benen sich nie ber Hammer einstellt, wenn man ihn braucht, in benen sich nie ber paffenbe Nagel finbet, in denen sich die Beißzange überall dort aufhält, wo sie niemand sucht, sind zahlreich genug.

Zur Anschaffung seien über das Allernötigste hinaus noch dringend empfohlen: Zollstab. Fuchs­schwanzsäge, Feile, Schraubenzieher, Schrauben­schlüssel und Blechschere. Mit großem Vorteil wird man sich Hammer, Schraubenzieher unb Feilen in verschiebenen Größen anschaffen. Nägel, Schrauben unb Haken sollten immer in ben wichtigsten Größen sortiert vorhanben sein.

telbreit abgesteppt.

In Raglanform mit besonbers weitem Rücken ist bas Mobell rechts geschnitten. Zu sei­ner Herrenform passen gut ber Kragen, bie ein« gearbeiteten, schräggestellten T a - s ch e n unb bie Steppnähte. Sämtliche brei Mäntel

Kaum haben wir bas Haus ber in bem lieblichen Harzort Thale gelegenen sozialen Frauenschule ber NSV. betreten, ba schallt uns auch schon frohes Kinberlachen entgegen. Das rührte daher, weil in diesem Hause, das eine Vielzahl von Frauensemina­ren in sich birgt, gewissermaßen amlebenden Dbjeft" gelehrt unb gelernt wirb.

Wie anbers sollten denn auch bie zukünftigen Jugenbleiterinnen, Kinbergärtnerinnen, Hortnerin­nen, Kinber-, Haushalt- unb Volkspflegerinnen, bie hier geschult unb ausgebilbet werben, in bie Ge­heimnisse ber Kinbes- unb Menschenseele einbrin­gen? Auch kann niemanb von ber Wanbtafel ab­lesen, wie man Säuglingebünbelt" unb wie man ihnen bas hungrige Mäulchen mit Milchbrei stopft. Da muß schon ein Säuglingsheim vorhanben sein. Unb so sieht man benn auch im ersten Stock biefes ehemaligenHotel Zehnpfunb", bes Schauplatzes Fontanefcher Romane, burch breite Glasfenster hindurch in hohe, Helle Zimmer, in denen sich rund 18 Säuglinge ihres Daseins freuen.

man zieht vom Feuer und läßt sie zehn Minuten darin garziehen. Dann herausnehmen. Erst nach vollständigem Erkalten auswickeln, in Scheiben schneiden und als Brotbelag ober mit Mayonnaise anrichten. Sieht reizenb aus.

Frische Heringe in Del z u marinie­ren. Die gesäuberten und abgezogenen Heringe werden einen Tag leicht eingesalzen. Dann wäscht man sie ab und schneidet sie in zwei bis drei Teile. Mit Pfeffer, Salz, Muskat, Piment, Lorbeerblatt, Senstörnern, Paprikaschoten in einen Topf packen unb mit gutem Dlioenöl, wie es augenblicklich über­all zu haben ist, übergießen. Nach zwei Tagen zu gebrauchen. Hält sich etwa acht Tage. Diese mari-

kleinen Kragen unb große, aufgesetzte Taschen Klappe. Auch seine Nähte sinb wie sein Gürtel mit»

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