Deutsches Jungvolk in Rom
u n g a r i -
Wahlvorspiel in Amerika.
Ein Oberster Bundesrichter der Mitgliedschaft im Ku-Klux-Klan beschuldigt.
Angst vor einem Erntedankfest.
Konrad Henlein darf im sudetendeutschen Leitmeritz nicht reden
Kunst und Wissenschaft.
Alma Moodie nach Frankster» Prüfen.
, Die hervorragende Geigerin Alma Moodie (Köln) wurde als Leiterin einer M e i st e r - klasse für Violinspiel an die neue Musikhochschule der Stadt Frankfurt a. M (T)r. Hochs Kori- servatorium) verpflichtet Frau Mogdie, die im In- und Ausland unter den Geigern der Gegenwart eine führende Stelle einnimmt, wird ihre Tätigkeit bereits im laufenden Wintersemester beginnen.
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Alma Moodie, in Australien geboren — ihr Vater war schottischer, ihre Mutter irischer Her. kunft — wurde auf dem Brüsseler Konservatorium ausgebildet und musizierte als Dreizehnjährige be- reits mit Max Reger zusammen. Die Künstlerin ist, als Gast des Gießener Konzertvereins, den hie- figen Musikfreunden persönlich bekannt und in bester Erinnerung. Wir erinnern bei dieser Gelegenheit an das glanzvolle Programm, in dem sie vor einigen Jahren hier Pfitzner (e-woll-Sonate op. 27) und Reger (ä-woII-Sonate), Händel, Sarasate und de Falla spielte.
eine i ^ushington, 15. Sept. (DRB.) Präsident Der Roosevelt erließ am Dienstag für alle im Staatsbesitz befindlichen Handelsschiffe der Vereinigten Staaten ein Verbot, Waffen, Munition oder anderes Kriegsmaterial nach China oder Japan zu transportieren. Alle anderen Handelsschiffe unter der Flagge der Vereinigten Staaten können die Beförderung von Waffen, Munition oder anderem Kriegsmaterial nach China oder Japan auf eigenes' Risiko durchführen. In der Erklärung wird' ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Frage der Anwendung der Neutralitätsakte vorläusig nicht berührt werde. Die Regierung werde die Entwicklung im Fernen Osten auch weiterhin von Taa zu Taa überprüfen.
Nationaler Vormarsch in Asturien und Leon.
Salamanca, 15. Sept. (DNB. Funkspruch.) Im nationalen Heeresbericht vom Dienstag heißt es: An der A st u r i e n - F r o n t wurde unser Vormarsch fortgesetzt und die großen, durch Wetter und Gelände verursachten Schwierigkeiten überwunden. Der Gegner wurde aus allen Stellungen vertrieben, wo er versuchte, unseren Siegeszug aufzuhalten. Unsere Streitkräfte stürmten den Ort Mazuco südlich von Llanes. Ferner sind die Berge im Westen von Pena Vieja besetzt worden. Auch an der Leon-Front haben unsere Truppen ihren Vormarsch fortgesetzt und die Ausläufer der Bergkette Celleros erreicht.
die Tatsache, daß einem Juden ein für das Volksleben so wichtiges Lehrfach übertragen wurde, besonders zum Ausdruck kam. Ueber dem größten Dorlesungssaal, der bis auf den letzten Platz gefüllt war, lag eine merkliche Spannung und Unruhe, als Rektor Thunberg im Beisein von etwa 20 Professoren seine Einführungsansprache begann. In dem Augenblick, als sich der Rektor unmittelbar an Katz wandte, brach ein H u st e n - sturm los, der sich noch steigerte, als Katz selbst am Rednerpult erschien und in gebrochenem Schwedisch antwortete. Laute Protestrufe und Lärm erfüllten den Hörsaal, und gruppenweise begannen die Hörer den Saal demonstratio zu verlassen. Die Demonstranten, die sich in der unteren Halle der Hochschule versammelten, wurden auf Wunsch des Rektors auf die Sttaße gedrängt, wo Katz beim Verlassen der Hochschule mit Pfiffen verabschiedet wurde. Mit Hilfe der Polizei beendete man schließ, lich die Kundgebungen auf der Straße.
Thomas Masaryk t-
Gin Leben der Illusionen.
Von unserem (An.)-Benchierstaiier.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!
Prag, den 14. September 1937.
Sicher hat es niemand dem jungen Thomas Masaryk, dem südmährifchen Kutschersfohn, an E Wiege gesungen, daß er einst Gründer eines selbständigen Staates seines Volkes und dessen erster Präsident werden würde, und doch ist sein Leben ein Leben der Illusionen gewesen. Es ge- hört zu den Ironien der Weltgeschichte, daß es der alte österreichische (deutsche) Pollzeidirektor von Brünn, Le Monnier, war, der dem jungen, wegen einer Gymnasiastenliebe mit dem consilium abeundi vom Brünner Gymnasium verwiesenen Masaryk als Hauslehrer das weitere Studium am Wiener akademischen Gymnasium ermöglicht hat demselben Masaryk, der später das Wesentlichste
zur Zertrümmerung des alten Habsburgerstaates beitragen sollte. So wie das tschechische Volk als iolches fein Wiedererwachen aus dem Born der deutschen Romantik schöpfte, verdankt Masaryk ausschließlich der deutschen Wissenschaft seine zweifellos hervorragende geistige Bildung. Das Stu.
arn der Wiener Universität wurde ihm durch die Anstellung als Hofmeister im Hause des Gene- ralrates Sch l e f i n g e r der Anglo-österreichischen -oflnf ermöglicht. Zum Doktor promoviert, vollendete er seine Studien an der Leipziger Universi- tat, in welcher Zeit er auch feine künftige Frau, öie Amerikanerin Garrigue, kennenlernte, deren Namen er von da an als zweiten Vornamen trug. Dozent wurde Masaryk wiederum an der Wiener Universität. Zur Veröffentlichung seiner ersten Schrift über den Selbstmord streckte 'ihm sein deutscher Freund Oelzelt 5000 Gulden vor. Selbstverständlich, daß Masaryk seine Werke zu- nächst in deutscher Sprache erscheinen ließ. Seine erste tschechische Schrift hat er erst mit dreißig Jahren veröffentlicht.
Das Sommerlager Campo Dux wurde in Rom mit einer Parade von 26 000 Jungfaschisten vor Mussolini abgeschlossen. Die in Italien weilenden 450 deutschen Jungvolkführer durften mit ihrem Musikzug die Parade eröffnen. (Scherl-Bilderdienft-M.) — Am Dienstag, vormittag haben sie am Grabmal des Unbekannten Soldaten und am Ehrenmal der gefallenen Faschisten Kränze niebergelegt. Im Kapitol wurden sie von dem Gouverneur von Rom empfangen. Den Jungvolkführern wurden herzliche Kundgebungen bereitet.
Leitmeritz, 14. Sept. (DNB.) Die Sudetendeutsche Partei hatte um die Genehmigung eines Erntedankfestes nachgesucht. Hierbei sollte auch Konrad Henlein sprechen. Die Behörde hat dieses Fest verboten, da es weiter nichts als eine politische Kundgebung sei, die der Verbreitung der Ideen der Sudetendeutschen Partei diene. Ein großer Teil der Einwohnerschaft von Leitmeritz und ein überwiegender Teil der Bevölkerung der nächsten Umgebung, so heißt es in bem Bescheid weiter, fei Anhänger „demokratischer Ideen", die mit den Grundsätzen der Sudetendeut- chen Partei im Widerspruch ständen. Die Stadtgemeinde Leitmeritz werde außerdem zu mehr als einem Drittel von der Bevölkerung tschechoslowakischer Nationalität bewohnt. Gegen dieses Verbot wurde Berufung eingelegt. Daß es auf solchen Voraussetzungen basiert, zeigt die Tatsache, daß bei den letzten Wahlen am 9. Mai 1935 nicht weniger als 7 9 v. H. der Bevölkerung des Leimeritzer Gebietes ihre Stimme der Sudetendeutschen Partei gaben.
Kleine politische Nachrichten.
Anläßlich des 40. Geburtstages von Ge« neral der Polizei D a l u e g e sandte Reichsminister Dr. Frick folgendes Telegramm: „Zu Ihrem heu» tigen 40. Geburtstag spreche ich Ihnen, lieber Par- teigenosse Daluege, zugleich mit meinem Donk für Ihre wertvolle Aufbauarbeit im Rahmen des Reichsinnenministeriums meine herzlichen Glück- wünsche aus.
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Die 31 Kilometer lange Teilstrecke Limbach — Ulm —Dornstadt der Reichsautobahn Statt- aart—München wurde am Dienstag d e m Der- kehr übergeben.
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Der bisherige holländische Gesandte in Brüssel, Dr. Patijn, ist zum Minister des Auswärtigen ernannt worden. Bisher wurde das niederländische Außenministerium vertretungsweise durch den Ministerpräsidenten Dr. Colijn verwaltet.
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Der Papst hat Kardinal Pedri Segura y Saenz zum Erzbischof von Sevilla er- nannt. Kardinal Segura war bis zum Mai 1931 Erzbischof von Toledo und Primas von Spanien. Nach der marxistischen Revolte wurde er zum Ver- lassen des Landes gezwungen.
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In Frankreich ist die Großhandelsziffer im Vergleich zur Vorwoche um 2,7 v. H. von 589 auf 605 gestiegen. Diese Bewegung ist auf das Steigen der Getreidepreise und Rohstoffe zu- ruckzuführen.
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2Bie die englische Presse meldet, sind bei einem Kraftwagenunfall in der Nähe von Athen der Britische Geschäftsttäger in Athen Patrick R o- berts und der englische Vizekonsul in Bagdad Xrapman ums Leben gekommen.
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Der englische Kriegsminister Hore-Belisha ist m einem Militärflugzeug zur Teilnahme an den ranzösischen Manöoern abgeflogen.
Masaryk ist das lebendige Beispiel dafür, wie recht der Führer hat, wenn er jeden Versuch einer Germanisierung Nichtdeutscher grundsätzlich und schärfstens ablehnt. Denn Masaryk blieb ein treuer Sohn feines Volkes, der allerdings von Anfang an die ihm von Deutschen geschmiedeten geistigen Waffen zur Bekämpfung dessen anwandte, was man damals im deutschfeindlichen Lager, der Wahrheit sehr wenig entsprechend, als die „Vorherrschaft der Deutschen in Oesterreich" zu bezeichnen pflegte. Allerdings war der Nationalismus Masaryks keineswegs Der übliche. Gerade aus der deutschen Wissenschaft schöpfte er seinen Glauben, dem tschechischen Volke durch Wahrheit und Wirklichkeitssinn eher dienen zu können, als durch den damals wie heute landläufigen Chauvinismus. So kam Masaryk zur Bekämpfung der sogenannten „Königinhofer Handschrift", deren Fälschung er wissenschaftlich bewies. So kam er geistig dem Hus- fitentum immer näyer, dessen evangelische Losung „Die Wahrheit siegt" er zu feinem Leitspruch erwählte. So kam er auch zur Gründung einer eigenen tschechischen Partei, der tschechischen Realisten, als deren Führer er Aur Bekämpfung der Habs- burger-Herrschaft sehr bald ganz neue und viel gefährlichere Waffen anwendete als feine Vorgänger.
Sein Auftreten für die nationale Selbstverwaltung und Autonomie, für die „kleinen unterdrückten Völker" überhaupt, schuf ihm bald einen Namen über die Grenzen der Monarchie hinaus. Ueberflüssig, darauf hinzuweisen, daß es wiederum eine Ironie der Weltgeschichte ist, daß derselbe Ma- faryk als Staatspräsident faktisch gegen all das handeln mußte, wofür er in den Vorkriegsjahren gekämpft hatte. Dieser Zwiespalt im Wesen des Masaryk vor und nach dem Kriege tritt durch die einzige Tatsache in helles Rampenlicht, daß er noch in seinem zur Propaganda gegen die Mittelmächte bestimmten Buche „Das neue Europa" während des Weltkrieges schrieb: „Die politische Selbständigkeit ist für eine sich der Bedeutung ihres Selbst bewußte, gebildete Nation eine Lebensnotwendigkeit; eine politisch unfreie Nation wird bisher auch im entwickeltsten Kulturstaate unterdrückt, wirtschaftlich und sozial ausgebeutet. Je denkender ein Volk ist und je energischer, desto schwerer trägt es die frembe Oberherrschaft; und es kommt vor, daß der politisch Herrschende weniger gebildet, weniger tüchtig ist, als das untergebene Volk"
Daß Masaryk die Fortführung des Weltkrieges '„bis zum Weißbluten" wollte, schreibt er selbst in •feinem Buche „Die Weltrevolution": „Als die Frie- 'idensangebote begannen, trug ich dem Präsidenten !Wilfon meine Ueberzeugung vor, daß der Krieg moch weitergeführt werden und daß die Alli- iierten die deutsche Armee zur Waffenstreckung zwingen und gegebenenfalls in Berlin einziehen sollen." Damals schrieb Masaryk auch: „Die Miliz wird iffür die Demokratie ein ausreichendes System der Verteidigung sein." Es ist ihm und feinem Volke mach der Staatsgründung gar nicht eingefallen, die Miliz wirklich einzuführen, ebensowenig wie für Sie dem tschechoslowakischen Staate einverleibten rnichttschechischen Volksgruppen der damalige Satz Masaryks in die Tat umgesetzt wurde: „Eine' ehrlich vurchgeführte nationale Autonomie, Anerkennung ver Sprache in der Schule, im Amte und im Parlamente würde in manchen Fällen, besonders für nationale Minderheiten, genügen." Wir wissen, daß itrft unlängst wieder von der entscheidenden Stelle im Staate Masaryks verkündet wurde, daß man
Ne uy o r k, 15. Sept. (DNB. Funkspruch.) In den Vereinigten Staaten ist über Nacht ein heftiger politischer Streit entbrannt, der im Hinblick auf öas in Amerika besonders heikle Rassenproblem auch die nächstjährigen Kongreßwahlen beeinflussen kann. Im Mittelpunkt dieses Konflikts steht der kürzlich erst vom Bundessenat bestätigte O b e r ft e Dundesrichter Black, der zur Zeit in England weilt. Die amerikanische Presse beschuldigt den
-"n^^^^ionale Autonomie mH den Deutschen Tschechoslowakei nicht verhandeln werde.
Masaryk war Realpolitiker genug, sehr bald nach baf? ivn ro1 lein<?9 Präsidentenamtes zu erkennen!
JKegelung der Beziehungen zu den Deut- Upen nach innen und außen das tschechoslowakische Staatsproblem darstellt. Da die völlige Zerstücke- tun des Deutschen Reiches auch nach einem Welt- . kriege nicht gelang, stand der deutsche Wiederauf- I 2 Lnmemm!.cber Dor Masaryks Äugen. Aber . “erffVersicherungen, der tschechoslowakische Staat müsse deshalb stets „korrekte Beziehungen" zum Deutschen Reiche haben, konnte sich doch auch Masaryk nicht zu der Erkenntnis aufschwingen, daß die einzig richtige Politik für die Tschechen jene König Wenzels des Heiligen war und geblieben ist, die aus mehr, nämlich auf s r e u n d s ch'a f 11 i ch e Z u - hJÜ.V«? ™ b'e ’ t mtt dem deutschen Nachbarn nS! Llaubte, Schutz gegen die ein-
gebildete deutsche Bedrohung in einem engen ip« 9 m11 Frankreich suchen zu müs- stn. Noch war er Staatspräsident, als fein Außen-! bl.Ä " e s ch diesen angeblichen „Schutz"
durch em Militärbündnis mit Sowjet- r u b l a n ö verbreitern zu müssen glaubte.
läßt sich aber nicht verleugnen. Wahrend Masaryk noch bei seinem ersten Einzug .'n den neuen Staat die harten Worte von den Deutschen sprach die zu den Tschechen nur als „Jmmi- und Kolonisten" gefommn wären, war er 1929 bereits so weit zur Einsicht gekommen, gele- gentlicf) eines Besuches reichsdeutscher Journalisten m Prag festzustellen, daß „die drei (in Wirklichkeit deutscher Staatsbürger In . Tschechoslowakei nicht als Minderheit zu be-1 zeichnen sind, sondern sie bilden vielmehr einen I organischen Bestandteil des Staate s." Das Zugeständnis des Staatspräsidenten Benesch in seiner Reichenberger Rede im Jahre 1937, es e!en in Bezug auf die Behandlung der Sudetendeutschen Fehler geschehen, • beweist schon allein, daß diese richtige Erkenntnis Masaryks leider nicht Gestalt angenommen hat, indem man die Deutschen 3“ Zetten seiner Präsidentschaft wirklich als organischer Bestandteil in den Staat eingebaut hätte
So ist es die Schicksalsfrage der Tschechoslowakei geblieben, ob es den Nachfahren Masaryks gelind gen werde sein Volk von der Psychose zu befreien, Die Deutschen seien — wie es einst der Tschechen- ührer Greger sagte - „Erzfeinde des Slawen- ums Die einzig mögliche Sicherung des tfchecho- lowakifchen Staates durch die planmäßige Erzie- hung des tschechischen Volkes zur Erkenntnis der Notwendigkeit einer organischen friedlichen Zusammenarbeit mit den Deutschen innerhalb und außerhalb der Staatsgrenzen ist au feinen Lebzeiten nicht gelungen
Ziehung bei der Reichsluftschuh-cotterie.
Die Ziehung der 2. Geldlotterie des Reichsluftschutzbundes hat stattgefunden. Der Hauptgewinn von 3 0000 Mark fiel auf das Doppellos Nr 7 33 2 20. Die Prämie von 20000 Mark fiel auf das Doppellos 61 804 7. Die amt- lidje @eroinnIifte erscheint am 16. September und ist überall zu haben.
Erleichterung der Kleinsiedlung und des Landarbeiterwohnungsbaus.
Berli.n, 14. Sept. (DNB.) Um Kleinsiedlung und Landarbeiterwohnungsbau voranzutreiben, hat der Reichsarbeitsminister wesentliche Erleichterungen finanzieller und verfahrensmäßiger Art angeordnet.
Die neuen Bestimmungen bringen die völlige Dezentralisierung des Bewilligungsverfahrens, eine Harke Verminderung der bisher in das Verfahren eingeschalteten Stellen, die Beseitigung, Auflockerung oder Milderung zahlreicher ei'nengenben Be- ftimmungen, eine bedeutende Verbesserung der Be- öingungen für die Hergabe der Reichsdarl'ehen, eine erbebltcbe Begünstigung der kinderreichen Familien und zahlreiche andere Vereinfachungen und Erleichterungen. Es ist zu hoffen daß die neuen Bestimmungen der Kleinsiedlung einen starken Auftrieb bringen werden.
Protestkundgebungen gegen den jüdischen prosestor Kah an der Stockholmer Hochschule.
Stockholm, 14. Sept. (DNB.) Schwedische nationalsozialistische und gleichgesinnte Studenten veranstalteten an der hiesigen Hochschule eine Kundgebung gegen den jüdischen Pro- f e f s o r David Kah, der mit dem ersten schwe- dischen Lehrstuhl für Kinderpsychologie betraut wurde, aus Anlaß seiner Antrittsvorlesung. Schon eine zeitlang vor Beginn der Vorlesung verteilten vor den Toren der Hochschule Anhänger der Lindholm-Partei Flugblätter, in denen scharfe Angriffe gegen die Regierung, namentlich gegen den Unterrichtsminister und gegen die Leitung der Hochschule enthalten waren. Desgleichen wurde darin gegen 1 die Derjudung der Hochschule protestiert, die durch ;
Prfl^n TtflttPtfriprn Bundesrichter, Mitgli eVd er ®’eVedniVrg"a'°
VIV 4lUUrnUUli. nisation Ku-Klux-Klan zu sein ober ge«
Prag, 14. Sept. (DNB.) Prag rüstet Aur 3U ^ein- Beträchtliches Aufsehen erregte die Totenfeier für Masaryk Vormittags fand die erste Veröffentlichung der Faksimiles von Protokollen, Trauerfeier statt, die vom tschechischen N a t i o • KV9 £Snen Beziehungen zwischen Black und Ku- na trat veranstaltet wurde. Ihr schloß sich eine a£n erfld>thd) fmb. Selbst demokratische Kundgebung der tschechischen Sokol-Ge- Blätter fordern den Rücktritt Blacks, der seinerzeit meinde an. Um 12 Uhr setzte auf Anordnuna Präsidenten Roosevelt auf Lebenszeit zum des Erzbischöflichen Ordinariats das feierliche Ge- £?erVetl Bundesrichter ernannt worden war. „Sun" läute aller Kirchenglocken der Prager Erzdiözese N «.t, daß an der einwandfreien Klärung des ein. Auf Schloß Lana wurde die Totenmaske Ma- Konfliktes 20 Millionen Katholiken, 14 Millionen saryks abgenommen. Der Präsident der Republik » un« 5 Millionen Juden interessiert seien. Dr. Benesch, der in den letzten beiden Taaen dsosident Roosevelt lehnte eine Stellungnahme auf Schloß Lana weilte, ist nach Praa Auruck- „Begründung ab, daß ihm amtlich von einer gekehrt H * Mitgliedschaft Blacks bei Ku-Klux-Klan nichts
* bekannt fei und daß die Rückkehr des Bundes-
In Wien hat der Tod Masaryks angesichts der Es-,
engen Verknüpfung seiner Persönlichkeit mit der u pU.?'^an eJP..e[!Q($ amerikanischen Geschichte des alten Oesterreich starken Widerball P^rgerkneg m den Sudstaaten gegründeter na- gefunben. Das Neuigkeitsweltblatt unterstreicht. baM ° e r © e b e i m b u n d. Nach bem Masaryk im Bunbe mit ber mefflirhen ^rpimmiroroi I Weltkriege nahm er den Kampf gegen das Ueber« O e ft er r c i ch-Unga rn ?erstö?t^habe Die I ^»nehmen des Einflusses der Neger, der Juden, Beziehungen mit ihr hätten ibn mm Rubm» eines Katholizismus und der radikalen Ge-
Staatengründers und auf den Präfidentenfeffel der fä)°ften auf. Heute ist Ku-Klux-Klan über die neuen tschechoslowakischen Republik verholfen deren qan3en Bereinigten Staaten verbreitet das Selbstbestimmungsrecht der Völker betrieben Waffenausfuhrverbot p immu n« ch t n ich ?g e ! °chte hab'? Ma! fÜl* ÖltlCdf 0111^6 Staatsslhsffe, saryk habe die Fehler, die er an dem Bau der alten 1 1/11
österreichischen Monarchie getadelt habe, auf feine eigene Staatsgründung übertragen. —
e ft e r Lloyd" schreibt, daß Masaryk einer der Staatsmänner war, der für die Zertrümmerung des ta u s enojährigen ungarischen Stephansreiches in erster Linie verantwortlich war Ohne Masaryk wäre vielleicht der neue tschechische Staat niemals entstanden. Heute, am Todestage des Staatspräsidenten, befinde sich die tschechoslowakische Republik in einer schwierigeren Lage als je seit ihrer Geburt
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