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s a m m l u n g im Monat Juli insgesamt 49 Pfund Lebensmittel gesammelt, und zwar in den einzel­nen Zellen wie folgt: Ettingshausen 22, Queckborn 19 und Münster 8 Pfund. Die Getreide­ernte hat in diesem Jahre früher ihren Anfang genommen als sonst, da die langanhaltende Trocken­heit das Reifen des Getreides beschleunigte. Der Roggen bringt einen normalen Körner- und Stroh­ertrag, während Gerste und Hafer ziemlich kurz ge­blieben sind. Hoffentlich ist uns schönes Erntewetter beschieden!

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Zwei Todesopfer eines Verkehrsunfalls.

Unweit von Kassel ereignete sich auf der Straße von Rothenditmold nach KirchditmoldHarleshau­sen ein schwerer Verkehrs Unfall, dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Ein mit zwei jungen Männern besetztes Motorrad geriet auf der unübersichtlichen Straße unter einen Trecker. Einem der Fahrer wurde der Brustkorb eingedrückt, der andere erlitt schwere Kopfverletzungen und Brust­quetschungen. Beide Verunglückte wurden in das Krankenhaus eingeliefert, wo sie ihren schweren Verletzungen erlagen.

begrüßt. Anschließend wurden unter seiner Leitung die Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigt. Im Kurhaus sang der Chor vor vielen in- und auslän­dischen Gästen eine Anzahl Volkslieder, die von den Konzertbesuchern mit reichem Beifall ausgenommen wurden. Dem Chorleiter Harnisch wurde Dank und dem Chor alle Anerkennung zuteil. Im Ver­laufe des Tages machten die Sänger dann einen Ausflug nach Steinfurth, um dort die Rosenschau zu besuchen. Nachmittags versammelte man sich wieder in Bad-Nauheim mit den Mitgliedern der Liedertafel" zu einem gemütlichen Beisammensein. Vereinsführer Karl Ruckelshausen dankte den Bad-Nauheimer Sängern für ihre Bemühungen um das Zustandekommen des Konzerts im Kurhaus. Sangesbruder Karl Häuser wies darauf hin, daß nun das Band der Freundschaft zwischen beiden Vereinen geschlossen sei, und er überreichte als äußeres Zeichen dafür der Bad-NauheimerLieder­tafel" eine Plakette mit Widmung. Sangesbruder Plag nahm die Plakette entgegen, dankte für das Geschenk und versicherte, daß im Laufe dieses Jah­res dieLiedertafel" zu einem Besuch in Watzen­born-Steinberg eintreffen werde.

* Leihgestern, 14. Juli. Der 30jährige Kern­macher Heinrich Brück, der in einem Gießener Jndustriewerk tätig ist, erlitt durch einen Sturz eine schwere Gehirnerschütterung und mußte in die Chirurgische Klinik gebracht werden.

* Lang-Göns, 14. Juli. Der etwa 24 Jahre alte Arbeiter Wilhelm B a u e r n f e i n d , der in einem Butzbacher Werk beschäftigt ist, erlitt bei seiner Arbeit Verletzungen an beiden Beinen und mußte zur Behandlung in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

gfs. Allendorf (Lahn), 14. Juli. Unsere Ge­meinde hat ein Feld mit Flachs angebaut, das von den Mitgliedern der Frauenschaft sauber- gehalten wird. In der vorigen Woche sand hier in der Frauenschaft ein Süßmostkurs von der Bäuerlichen Werkschule aus statt. Der Abend war sehr gut besucht, und alle Teilnehmerinnen folgten der praktischen Vorführung mit lebhafter Aufmerk­samkeit.

gfs. Kesselbach , 14. Juli. Unsere Frauen- schast unternahm am Sonntag einen Ausflug nach der Amöneburg, der trotz des etwas unfreund­lichen Wetters zahlreiche Beteiligung fand, da auch Mitglieder aus Londorf sich anschlosfen. Unterwegs herrschte die fröhlichste Stimmung, und am Abend trennten sich die Teilnehmerinnen mit der Versiche­rung, diesen Tag echter Gemeinschaft noch lange in Erinnerung zu bewahren.

gfs. Odenhaufen, 14. Juli. Am Montag fand in der Frauen sch ast ein Kurzlehrgang über Süßmostbereitung statt. Fräulein Vogt aus Gießen zeigte praktisch die Entsaftung der Beeren und die weitere Verarbeitung. Alle Teilnehmerinnen folgten mit lebhafter Aufmerksamkeit. Die Leiterin der Orts­bäuerinnen, Frau Konrad, dankte zum Schluß im Namen der Frauen.

00 Ettingshausen, 13. Juli. In der Orts­gruppe Ettingshausen wurden bei der Pfund-

Leihe

Leihe. Nach dem Gesetz ist Leihe stets unentgeltlich. Im gewöhn­lichen Sprachgebrauch wird häu­fig auch ein Darlehen oder das Mieten einer Sache als Leihe bezeichnet. Eine Leihe gegen Ent­gelt wird aber rechtlich als Dar­lehen ober Miete behandelt. Die entliehene Sache muß nach Gebrauch oder mit Ablauf der bestimmten Zeit wieder zurück­gegeben werden. Ist keine Zeit ausgemachl. dann kann der Leih­geber die Sache jederzeit wieder zurückverlangen. Die Kosten der gewöhnlichen Erhaltung der Sache hat der Entleiher zu tra­gen (z. B Fütterungskosten eines entliehenen Tieres). Hat man verbrauchbare Sachen entliehen, z. V. Lebensmittel, so muß man dieselbe Qualität und Menge zurückgeben.

Leihhaus. Siehe Pfandhaus.

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und Nöte, die den Aufsichtsrichter plagen. Für die Friedberger Anwälte, die nahezu vollzählig erschie­nen waren, sprach Rechtsanwalt Schröder, der besonders das gute Einvernehmen betonte, das un­ter der Amtsführung des Jubilars zwischen Gericht und Anwaltschaft besteht. Im Namen der Beamten und Angestellten des Gerichts überreichte Justiz­inspektor Fröhlich ein Blumengebinde, dankte dem dienstaussichtsführenden Richter für seine Für­sorge und versicherte ihm des uneingeschänkten Ver­trauens der gesamten Fachschaft.

Amtsgerichtsdirektor Stumpf dankte bewegten Herzens für alle Ehrungen. Es fei, so meinte er, gemessen an seinem Wollen, des Lobes zuviel ge­wesen. Ein kurzer Rückblick, den er auf sein Leben gab, ließ erkennen, daß er, um seine Pflicht gegen Volk und Vaterland ganz zu tun, seine ganze Per­sönlichkeit einsetzen mußte.

Die erhebende Feier klang aus in einem Sieg-Heil auf den Führer, den Schirmherrn des deutschen Rechts und der deutschen Beamtenschaft.

Gemeinderechner Ehr. Formhalö

* Allendorf a. d. L d a., 14. Juli. Unerwartet verstarb gestern der in weiten Kreisen beliebte und allgemein geachtete Gemeinderechner und Unter­erheber i. N. Christoph F o r m h a l s. Er erfreute sich bis in diese Tage einer guten Gesundheit, bis ihn gestern ein Herzschlag unvermittelt aus dem Leben riß. Der Verstorbene, der im Alter von 66 Jahren stand, hat von 1899 bis zu seiner Ruhe- standsoersetzung im Oktober vorigen Jahres, also nahezu 38 Jahre lang, die Gemeindekasse verwaltet. Die hiesige staatliche Untererhebestelle wurde von ihm seit dem 1. Oktober 1900 versehen. Ebenso be­treute er bis Ende März 1936 die Ortsstellen der Orts- und Landkrankenkasse des Kreises Gießen. Die hiesige evangelische Kirchenkasse hatte in dem Dahingeschiedenen einen treuen Verwalter. Dem Spar- und Vorschußverein Allendorf a. d. Lda. diente er lange Zeit als Mitglied im Vorstand und in der letzten Zeit auch als Direktor. Sein Leben stand also ganz im Dienste der Gemeinschaft. Seine Korrekt­heit, sein allezeit freundliches Wesen, seine lautere Menschlichkeit schufen ihm ein Ansehen, das ihm weit über sein Grab hinaus bewahrt bleiben wird.

Landkreis Gießen.

T Watzenborn-Steinberg, 13. Juli. Der hiesige MännergesangvereinEin­tracht" unternahm am vergangenen Sonntag mit 240 Reiseteilnehmern einen Ausflug nach Bad- Nauheim und Steinfurth. Die Watzenborn-Stein­berger Sänger waren bei der Bad-Nauheimer Liedertafel" zu Gast. Der gastgebende Verein hatte sich mit Erfolg darum bemüht, daß die Sänger von Watzenborn-Steinberg im Kurhaus ein Konzert geben konnten. Die Ausflügler wurden in Bad- Nauheim von dem Vereinsführer Plag herzlich

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. Homberg, 13. Juli. Unter Leitung feines Chordirigenten Unterbannführer Erich Steffen gab der Berliner Mozart-Chor auch in unserer Stadt zwei Konzerte. Beide Veranstaltungen am Sonntag- und Montagabend erfreuten sich eines starken Besuches. Der Gründer und Dirigent des Vereins machte mit seiner disziplinierten Sänger­schar die beiden Abende zu einem musikalischen Genuß für alle Zuhörer. Alljährlich durch­wandern Mitglieder des Thüringer Renn­st eigvereins den Rennsteigweg, der von der Werra zum Rhein führt. So trafen gestern abend 17 Mitglieder des Vereins, von Alsfeld kommend, in unserem Städtchen ein. Sie verbrachten mit dem hiesigen Wanderverein einen geselligen Abend. Heute morgen besichtigten sie unter Führung unsere Stadt und setzten dann ihre Wanderung über Höingen fort.

Zwei Todesopfer eines Motorradunglücks.

LPD. Wetzlar, 14. Juli. In der letzten Nacht find der 17 Jahre alte Ernst S ck) n e i d e r aus Niederbiel und der 19 Jahre alte Albert S ch r ö - d e k^aus Braunfels, die beide in Wetzlar beschäftigt waren und nach der Kirmesfeier in Niederbiel auf dem Motorrad nach Wetzlar zurückkehren wollten, in voller Fahrt mit der Maschine gegen einen Baum gefahren. Der Anprall war so furchtbar, daß die beiden jungen Leute auf der Stelle getötet wurden.

Oienstjubiläum des Amtögerichts- direktors Stumpf in Friedberg.

Mit einer schlichten Feier im würdig geschmück­ten Sitzungssaal des Amtsgerichts Friedberg beging die Justizverwaltung mit den Beamten und Ange­stellten des Amtsgerichts das 4Ojährige D i e n st j u b i l ä u m des Amtsgerichtsdirektors Stumpf, des dienftauffichtsführenden Richters bei dem Amtsgericht Friedberg.

Landgerichtspräsident T h ü r e aus Gießen über­reichte dem Jubilar die Urkunde, in der ihm der Führer und Reichskanzler seine besten Wünsche ausgesprochen und damit den Dank und die Anerkennung für die dem Reiche geleisteten treuen Dienste verbunden hat. Mit herzlichen Wor­ten würdigte der Präsident die Persönlichkeit und das Wirken des Jubilars. Außerordentliche Arbeits­freude und ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl find, wie der Landgerichtspräsident ausführte, die mar­kantesten Züge im Charakterbild des Jubilars. Etwa die Hälfte feiner Dienstzeit war dem Straf­vollzug gewidmet. Als Direktor des Landeszucht­hauses Marienschloß und später als Direktor der Zellenstrafanstalt hat er Mustergültiges geleistet. Da sich bei ihm zur praktischen Erfahrung von jeher die Neigung zu wissenschaftlicher Vertiefung gesellt, wurde er in jenen Jahren zur Autorität auf dem Gebiet des Strafvollzugs, an dessen Ausgestaltung er durch umfangreiche schriftstellerische Arbeit regen Anteil nahm. Heute darf Direktor Stumpf mit Ge­nugtuung feststellen, daß die Grundsätze, nach denen er allen Anfeindungen zum Trotz die ihm anver­trauten Anstalten leitete, allgemeine Anerkennung gefunden haben. Als Richter war der Jubilar in Darmstadt, Lauterbach, Alsfeld und Wöllstein tätig, und schließlich wurde er an die Spitze des Amts­gerichts Friedberg berufen. Hier bekleidete er auch die Aemter des Vorsitzenden des Arbeits- und An­erbengerichts und des Leiters der strafrechtlichen Arbeitsgemeinschaft für den südlichen Teil der Pro­vinz Oberhessen. Seine vielgestaltige, verantwor­tungsvolle und unermüdliche Tätigkeit im Justiz- dienst hielt ihn nicht davon ab, seine reiche Arbeits­kraft darüber hinaus in noch weiterem Umfang dem Vaterland zu widmen: Als begeisterter Soldat, der den Weltkrieg von Anfang bis zu Ende an der Front miterlebte und mit hohen Kriegsauszeich­nungen bedacht wurde, ist er insbesondere im Kyfs- häuserbund in leitender Stellung tätig. Die Wünsche des Präsidenten, der dem Jubilar auch den Dank und die Anerkennung des Oberlandesgerichtspräsi­denten in Darmstadt übermittelte, gipfelten darin, daß es Direktor Stumpf auch weiterhin vergönnt fein möge, in gleichem Geiste und mit gleichem Er­folg für Volk und Recht zu wirken.

Amtsgerichtsrat Hoffmann feierte den Jubilar in poetischer Form und gedachte in einem weiteren Gedicht in launiger Weise der mannigfachen Sorgen

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