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die Kirchenbücher |inb nicht |ippen= oder geschlech- termäßig geführt, sondern in zeitlicher und getrenn­ter Anordnung als reine Tagebücher für Taufen, Verehelichungen und Beerdigungen gedacht. Unsere Aufgabe ist es also, mittels des Familienblattuer- fahrens die kirchlichen Register in sogenannte Fa­milien- oder Sippenbücher umzuarbeiten.

In welchem Ausmaß die Arbeiten auf dem Ge­biete der Verzettelung der Kirchenbücher und der Anlegung von Familienbüchern bereits ausgenom­men sind, ist bisher noch wenig bekannt. So wur­den von rund 1000 Gemeinden über 1500 Kir­chenbücher In Arbeit genommen. Die da­bei gewonnenen Erfahrungen hat man immer wie­der untereinander ausgetauscht. Sobald die Arbeit noch weiter vorgeschritten und die Zuverlässigkeit und Vollständigkeit deutlicher sein wird, mit der nach Fertigstellung der Derzettelungsarbeiten siv- penkundliche Anfragen jeden Umfangs be­antwortet werden können, sollen diese ersten Ar­beitsergebnisse noch weitere Früchte tragen Denn mit der Durchführung dieser Arbeit gewinnen wir zugleich Erkenntnisse, die auch vielen anderen Stel­

len zugute kommen. Es wird darum auch versucht, diese Stellen an der Finanzierung der Famillen- bücher zu beteiligen. Eine solche Riesenarbeit kann ja nicht in einem Jahre durchgeführt werden und endgültig auch nur bann, wenn alle Stellen ihr Unterstützung anaedeihen lassen. Besonders die Reichsstelle für Sippenforschung, als die berufenste Stelle im Reich für diese Arbeiten, hat die Verzette­lung der Kirchenbücher nach dem Familienblattoer­fahren stets energisch gefördert. .. n

Das Familienbuch dient vor allem der Rettung, Erhaltung und Erschließung der wichtigsten sippen- kundlichen Quellen. Es bildet aber auch einen we­sentlichen Bestandteil der Erforschung der Orts- und Heimatgeschichte wie der bäuerlichen Hof- und Sippengeschichte. Jedem Dorf soll mit dem Familienbuch ein Wink gegeben werden, aus dem die Blutszusammenhänge der Sippen und Geschlech­ter zu erkennen sind; «denn die Kenntnis dieser Zu­sammenhänge allein gibt die Grundlagen für em blutsmäßiges Denken und die daraus zu zieheiwen Folgerungen. ZdK*

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Die Sieger des Vanderbilt-Pokals in Berlin begeistert empfangen.

Am Dienstagabend trafen die deutschen Sieger im Autorennen um den Vanderbilt-Pokal in USA. wieder in der Reichshauptstadt ein. Eine große Menschenmenge begrüßte begeistert die erfolgreichen Rennfahrer. Einer der Ersten, die Rosemeyer die Hand schüttelten, war Rudolf Hasse, der Sieger von Belgien. Auf unserem Bilde sieht man von links: Bernd R o s e m e y e r mit seiner Gattin Elly Beinhorn-Rosemeyerund von Delius. (Atlantic-M.)

Klare deutsche Führung

bei der Internationalen Rhön.

Die letzte Landemeldung des Dienstags traf erst nach Mitternacht auf der Wasserkuppe ein. Der pol­nische Pilot Zabski war nach einem Fluge von 265 Kilometern nach Chudnitz in der Tschechoslowakei gelandet. Damit erhöht sich die Streckensumme des Dienstags, der bisher der leistungsreichste Tag der ersten Internationalen Rhön war, auf 3200 Kilo­meter und die Gesamtstreckensumme steigert sich aüf 10 549 Kilometer

Unter den zahlreichen Zuschauern, die sich auch am Mittwoch wieder auf der Wasserkuppe einfan­den, wohnte der Führer des Kyffhäuserbundes, SS.-Oberführer Reinhardt, den beginnenden Starts bei. Bis auf die beiden noch nicht zurückge­kehrten Piloten Zabski und Heini Dittmar konnten alle übrigen Teilnehmer wieder in den Wettbewerb eingreifen. Eine ganze Reihe von Streckenflügen konnte ausgeführt werden; Unterfranken war das Ziel der meisten Piloten, d. h. der Wind brachte sie bis dahin.

Die beste Tagesleistung stellte einmal wieder der Deutsche Ludwig Hofmann auf. Rach einem Fluge von 173 Kilometer landete er in Neumarkt, südöstlich von Nürnberg. Keiner der übrigen Pi­loten konnte nach den bisherigen Landemeldungen die 100 Kilometer - Grenze überbieten. Hanna Reitsch setzte nach 94 Kilometer bei Bamberg auf und auch der Deutsche Kurt Schmidt kam nach 77 Kilometer in die Nähe von Bamberg, während Späte bei Zeil am Main nach 72 Kilometer Luft­linie niederging. Der Schweizer Sandmeier legte 65 Kilometer zurück und landete bei Rodach in Unterfranken. Seinen ersten größeren Streckenflug legte der Pole Szukiewicz zurück; sein Apparat trug ihn nach Veilsdorf (64 Kilometer). Mit einem Fluge von 56 Kilometer gelangte der englische Pilot Nei- lan nach Schweinshaupten. Der Pole Baranowski erreichte nach 43 Kilometer Heina und Baur (Schweiz) flog bis Koburg nach 77 Kilometer Flug­strecke.

In der Einzelwertung führt weiter Heini Ditt­mar mit 1372,5 Punkten nach dem elften Wett- bewerbstag. In die Gesamtstrecke von 10 549 Kilo­metern, die bisher zurückgelegt wurden, teilen sich Deutschland mit 4586 Kilometer, die Polen mit 2247 Kilometer, die Schweizer mit 2194, die Eng­länder mit 839 und die Oesterreicher mit 572 Kilo­meter.

<52R(3. bei der Internationalen Frankfurter Regatta.

Die diesjährige 46. Internationale Frankfurter Ruderregatta, die am vergangenen Samstag und Sonntag auf der klassischen Gerbermühl-Rennstrecke inmitten der Stadt vom Frankfurter Regattaverein ausgetragen wurde, stand unter keinem günstigen Witterungsstern. Neben einzelnen Regenschauern, die herniedergingen, wühlte ein außerordentlich starker Westwind das Wasser auf. Es kam nicht selten vor, daß Bootseinheiten wegen übernomme­nen Wassers das Ziel nicht erreichen konnten und vorzeitig aufgaben. Am meisten hatten hierunter die kleinen Boote zu leiden, und man kann die Leistungen am besten ermessen, wenn man berück­sichtigt, daß z. B. der Sieger im Jungmann-Einer für die 1950 Meter lange Strecke, für die man im allgemeinen etwas mehr als 7 Minuten benötigt, am Sonntag eine Zeit von 10 Minuten und 10 Sekunden in Anspruch nahm.

Der Besuch war aber trotz der Witterungs- Unbilden sehr ansprechend. Außer sehr guten deut­schen Mannschaften waren Ruderkameraden aus Frankreich, Lettland und England zum harten Wettstreit angetreten.

Die Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 war mit

zwei Booten auf dieser Hauptregatta beteiligt, konnte aber diesmal keine Siege erringen.

Die Mannschaft Hermann Duill-Ernst Meister war zum 1. Senor-Zweier ohne Steuermann ge­meldet worden. Ihre Gegner hierbei waren Ber­liner Ruderverein 1876 (Die erst kürzlich in Wien einen großen internationalen Sieg herausruderten) sowie RV. Hellas Offenbach und Oxford University Boat Club. Wohl führten die Gießener mit ge­ringem Vorsprung bis etwa 1000 Meter, als dann aber auf dem zweiten Teil der Strecke die Wellen­berge noch zunahmen, konnten sie auf dem unge­wohnten Wasser ihre Position nicht mehr behaupten und mußten Berlin und Offenbach ziehen lassen, die auch in dieser Reihenfolge das Ziel erreichten. Gießen konnte noch durch einen famosen Endspurt bis auf eine halbe Sekunde an Offenbach heran­kommen.

Friedel Jödt startete im 2. Einer und ruberte diesmal unter seiner gewohnten Form. Immerhin muß man auch ihm besonders als Leichtgewichtler das schwere Wasser zugute halten, und er konnte auch noch Walter Bruns von der Merseburger RG. auf den dritten Platz verweisen. Zum Siege reichte es diesmal nicht. Dan de Bergh vom Mainzer RV. holte sich den ersten Platz.

GRG.-Paddler in Kassel erfolgreich.

Zum ersten Male beteiligte sich am vergangenen Sonntag die Gießener Ruder-Gesellschast 1877 mit angeschlossener Paddelabteilung an einer Kanu- Neaatta, und zwar in Kassel. Sie hatte hierzu Helmut Z u 11 im Faltboot-Einer für Anfänger über 1000 Meter gemeldet. Wenn es auch hierbei noch nicht zum Siege langte, so ist der zweite Platz von Zutt hinter Kasseler Kanu-Club und vor Schweinfurter Turn- und Spiel-Gemeinschaft und PSK. Kassel schon ein sehr schöner Erfolg, zumal der Gießener in einem Boot älteren Jahrgangs das Rennen bestreiten mußte und seine Gegner sämt­lich neue Boote zur Verfügung hatten.

(Siebener Schwimmverein bei den Gaumeifferschasten stark vertreten.

Wieder einmal mehr ist Marburg der Schauplatz der Meisterschaften im Gau 12. Bei gutem Wetter werden die Wettkämpfe im schonen Strandbad aus- getragen, bei ungünstigem Wetter im Hallenbad.

/lud) der GießenerSchwimmverein wird wieder mit seiner Wettkampfmannschaft dabei sein. Leider hat der GSD durch Einzug zum Heer und zum Arbeitsdienst nicht mehr alle Kräfte zur Der- >"6ung, so daß er, entgegen früheren Jahren, weni- ger Wettkampfe belegen muß. In diesem Jahr wer- den folgende Schwimmer für Gießen um den Gau­sieg kämpfen:

Im Kunstspringen steht der langjährige Gau- meister Schuler wohl immer noch an der Spitze unsere Gauelite Im 100-Meter-Kraulschwimmen Meisterklasse für Manner wird es abzuwarten ein mie sich Herbert gegen die Kasseler Kanonen Brehme und Klembke durchzusetzen vermag. Im 200-Meter- -öru|t|d)rotmmen darf man Mewes geaen Veilltöcker und Schmidtmann (beide Marburg) eine Sieges- ausfidjt einräumen. Schomber wird über sich selbst hinauswachsen müssen, wenn er im 100-Meter-Kraul für Manner bestehen will.

Da die Iugendmeisterschaften gesondert ausgetragen werden, gibt es im Rahmen ber Gau­meisterschaften für Aktive nur wenige Iugendwett- fampfe. So starten für 100-Meter-Brust" Ortwein und Habrich, 100-Meter-Kraul Albold. Man darf annehmen, daß Ortwein und Albold unter den lr^en Jin?' während man das Abschneiden von Habrich ber zur Zeit feinen Arbeitsdienst absol­viert, abwarten muß.

Bei den Frauen steht Fräulein Schüler im Kampf um den Sieg im 200-Meter-Bruftschwimmen. Bei den Dameniugendbrustschwimmen starten für den

GSV. Schilling, E. Plank und T. Plank. Man hofft, Fräulein Schilling unter den ersten zu sehen, ebenso Fräulein E. Plank.

Außer diesen Einzelwettkämpfen werden noch die Staffelmeisterschaften ausgetragen. Die 4X100-Me- ter-Bruststasfel für Männer, die bisher schon fast traditionsgemäß vom Gießener Schwimmverein ge­wonnen wurde, wird dieses Jahr zwischen Kasseler Schwimmverein, Marburger Schwimmverein und Gießener Schwimmverein mit zäher Verbissenheit erkämpft werden müssen. Die Gießener Staffel steht mit Pascoe, Mewes, Ortwein und voraussichtlich Zimmer.

Auch die Damenstaffel des GSV. wird mit der Besetzung Schüler, Schilling, E. Plank, T. Plank ihren Verein und die Stadt Gießen ehrenvoll zu vertreten wissen.

Die Wasserballmannschaft wird wahrscheinlich eine Stadtmannschaft sein, die in folgender Aufstellung antritt: Schüler; Pascoe, Schomber; Ortwein (sämt­lich GSV.); Köhlinger (To. 1846), Herbert (GSV.) und Dopfer (Tv. 1846).

Große Tage des Reitsports in Dad-Ilauheim.

Am kommenden Samstag und am Sonntag wird das Weltbad Bad-Nauheirn ganz im Zeichen des Reitsportes stehen, denn die Stadtverwaltung, das Generalkommando des IX. Armeekorps und der Frankfurter Reit- und Fahrklub veranstalten auch in diesem Jahre wieder auf dem Turnierplatz der von-Tschammer-und-Osten-Kampfbahn" ein großes Reit- und Fahrturnier. Das Turnier wird durch die Beteiligung des IX. Armeekorps eine bedeutende Steigerung. erfahren und in wesentlich größerem

Ausmaß durchgeführt werden, wie die bisherigen Turniere. Die Zahl der Meldungen übertrifft die des Vorjahres um das Doppelte. Eine erlesene Aus­wahl der besten deutschen Spring- und Dressur­reiter wird sich unseren heimischen Reitern stellen, die sich zu behaupten wissen werden. Viele große Namen des deutschen Reitsportes werden im Zu­sammenhang mit dem Bad-Nauheimer Turnier ge­nannt werden können. Der wertvollste Wettbewerb wird die Vielseitigkeitsprüfung sein, die sich aus einer Dressurprüfung, einem Jagdspringen und einem Geländeritt zusammensetzt. Darüber hinaus wird das Turnier an beiden Tagen auch eine Reihe von Schaunummern bringen. Zu den Reitern gesel­len sich Flieger, Maschinengewehr- und Kraftrad­züge der Wehrmacht. Kraftradzüge aus Büdingen werden außerdem den Besuchern des Turniers die Verwendung des Motors im Gelände zeigen.

12. Etappe derTour de France".

Aufgegeben in der Tour de France hat am Mitt­woch der Italiener Bartali wegen Knie- und Hals­schmerzen. Den ersten Teil der 12. Etappe von Mar­seille nach Nimes über 112 Kilometer gewann der französische Einzelfahrer Antoine in 3:39:37. Auf der zweiten Teilstrecke von Nimes nach Montpellier über 51 Kilometer zeichnete sich vor allem der Deutsche W e n g l e r aus, der von dem Schweizer Außenseiter Pedroli nur um Radlänge geschlagen blieb. In der Gesamtwertung führt weiterhin der Belgier S. Maes mit 80:15:45 Stunden vor Cape» bie. Bautz und Thierbach sind je einen Platz, auf den 14. bzw. 18. Platz, aufgerückt. In der Nationen­wertung liegt Deutschland jetzt hinter Belgien und Frankreich an dritter Stelle.

SA.-Slandarte 116 in Sporlweilkampsen.

Großer Standarten-Gporttag in Gießen.

Der kommende Samstag und der Sonntag sieht die Angehörigen der Einheiten der SA.-Standarte 116 auf breiten Fronten in Sportwettkämpfen auf den verschiedensten Sportplätzen im edlen Wett­streit. Eine Fülle der Wettbewerbe ist ausgeschrie­ben, und jeder SA.-Mann hatte nach der Vorarbeit in den Sportdienststunden der SA. die Möglichkeit, sich nun auch für die Beteiligung an den Wett­kämpfen dieses Standarten-Sportfestes zu qualifi­zieren. Ein Blick auf den Zeitplan bzw. auf die Ausschreibung der Wettkämpfe läßt erkennen, daß es der sportlichen Betätigung in der SA. an Viel­seitigkeit nicht mangelt.

Am Samstagnachmittag (16 Uhr) werden auf den Schießständen im Hardtwäldchen der Einzel­kampf und der SA.-Führerkampf im Kleinkaliber­schießen und im Pistolenschießen begonnen. Gegen 18 Uhr beginnen die Schwimmwettkämpfe, und zwar an der Lahn am Pionier-Depot (Straße GießenWißmar). Es gelangen Einzelkämpfe und das Schwimmen zum Vierkampf zum Austrag. Neben Schwimmwettkämpfen ist auch ein Floß- fackrennen vorgesehen.

Die Wettbewerbe des Sonntags beginnen zu früher Stunde (6 Uhr) mit einem 1 0 - Ki 1 o - meter-Marfch für die Vierkämpfer. Der Ab­marsch (im großen Dienstanzug ohne Gepäck) er­folgt am Standartenhof. Zu gleicher Zeit beginnt auf den Schießständen am Schützenhaus das Kleinkaliberschießen für den Deutschen Wehrkampf der Klasse B. Um 8 Uhr treten dann die Vierkämpfer ebenfalls auf den Schießständen am Schützenhaus zum Kleinkaliberschießen an.

Um 8 Uhr wird mit dem 100-Meter-Lauf für den Deutschen Wehrkampf der Klasse B und für den Einzelkampf gestartet. Um 8.20 Uhr treten die Einzelkämpfer und die Teilnehmer am SA.-Führer- fampf zum Weitsprung und zum Handgranaten­weitwurf an. Um 8.45 Uhr folgt das Speerwerfen

für den Einzelkampf und um 9 Uhr der Hand­granatenweitwurf für den Vierkampf. Zu gleicher Zeit werden auch der 4 0 0 - M e t e r - L a u f für den Einzelkampf, der Hochsprung für den Wehr­kampf und der 3 0 0 0 - M e t e r - L a u f für den SA.-Führerkampf und den Deutschen Wehrkampf gestartet. Um1 9.40 Uhr wird zum 250-Meter- H i n d e r ni s l a u f für den Vierkampf angetreten. Gleichzeitig wird auch der Hochsprung-Ein­zel kämpf ausgetragen. Um 10 Uhr folgt der 1500-Meter-Lauf (Einzelkampf) und der Hangranaten-Zielwurf (Wehrkampf). Um 10.10 Uhr wird eineDeutsche Staffel" ge­laufen, um 10.20 Uhr treten die Mannschaften zum Tauziehen an, um 10.30 Uhr folgt die $ e n« belftaffel für Pioniere und Nachrich - t e n. Der Hindernislauf mit Handgranaten- Zielwurf, der über 100 Meter führt, wird um 10.40 Uhr gestartet. Um 11 Uhr folgt dann der 2 0 0 - Meter -- und um 11.15 Uhr der 4 0 0- Meter-Hindernislauf. Den Abschluß der Wettkämpfe bildet ein Handballspiel des Sani- tätsfturms gegen den Sturm 11/116, bei dem 2X15 Minuten gekämpft werden wird.-Die leicht­athletischen Wettkämpfe werden durchweg auf dem Universitätssportplatz ausge­tragen.

Zu einem Teil der Wettkämpfe treten die Teil- nehmer im großen Dienstanzug an. Alle Mann­schaften, wie auch die Einzelkämpfer, haben jeweils 15 Minuten vor ihrem Kamps auf dem Sportplatz bzw. auf dem Schießstand zu sein.

Es steht zu erwarten, daß bei der regen sport­lichen Tätigkeit, die die SA.-Einheiten gerade in jüngster Zeit entfalteten, mit interessanten Begeg­nungen zu rechnen ist. Das Standarten-Sportfest gibt jedermann Gelegenheit, sich über den körper­lichen Leistungsstand der SA. ein Bild zu machen.

Gießener Leichtaihielik-Abendsporlseff.

Annehmbare Leistungen. DVM.-Dersuche nur teilweise gelungen.

Der Einladung der Ortsgruppe Gießen im Deut­schen Reichsbund für Leibesübungen zu einem Abendsportfest waren gestern die Spielvereinigung 1900, der VfB.-Reichsbahn und der Männerturn­verein gefolgt. Die Wettbewerbe m;ren als Einzel- fämpfe und gleichzeitig als Versuch um die Deutsche Dereinsrneisterschast Klasse B ausgeschrieben (mit Ausnahme des 100-Meter-Laufes und des Kugel­stoßens). Leider kamen für die Vereinsmeister­schaftswertung nur die Spielvereinigung 1900 und der Männerturnverein in Frage, da VfB.-Reichs­bahn feine Mannschaft nicht vollständig zur Stelle hatte. Während die Spielvereinigungsleute mit 4916,05 Punkten eine einigermaßen ansprechende Leistung zustande brachten, blieb der Männerturn­verein infolge Ausfalls zweier Läufer (800 und 3000 Meter) über 1000 Punkte dahinter und machte dadurch eine Wertung fast illusorisch.

Davon abgesehen, gab es spannende Einzel­kämpfe, allerdings nicht mit überdurchschnittlichen Leistungen. Einer großen Anzahl Wettkämpfer schien das Dillenburger Kreisfest noch in den Knochen zu stecken. Lassen wir die Ergebnisse sprechen:

10 0 Meter: 1. Herrmann, VfB.-Reichsbahn, 11.6 Sek.; 2. Mieritz, 1900, 11,6 Sek.; 3. Moos, SA.-Standarte 116, 11,7 Sek. Der erwartete scharfe Kamps zwischen Herrmann und Mieritz trat em, allerdings schoß der letztgenannte erst in den letzten zwanzig Meter bis auf Handbreite zu dem Sieger auf.

200 Meter: 1. Mieritz, 1900, 24,2 Sek; 2. Fehrenbach, MTV., 24,5 Sek.; 3. Schubert, MTV., 24,6 Sek. Es wurde, da es sich um einen Wettbe­werb um die DVM. handelte in zwei Läufen ge­startet. Mieritz und Fehrenbach erwiesen sich im ersten als die Besseren, während Schubert den zwei­ten gewann.

800 Meter: 1. Peters, 1900, 2:04 Min.; 2. Ammei, 1900, 2:10,8 Min.; 3 Pfaff, VfB.-Reichs- bahn, 2:11 Min. Die 2:04 Min. stellen eine der besten Tagesleistungen dar und sind um so höher bewerten, als Peters durch eine Verletzung be­hindert war.

30 0 0 Meter: 1. Kleemann, 1900, 9:32,6 Min.; 2. Immel, 1900, 9:56,8 Min.; 3. Pfaff, DsB.-Reichs- bahn, 9:59 Min.; 4. Richter, 1900, 10:04,9 Min. Das Rennen stand von vornherein im Zeichen eines Mannes: Kleemann. Bei stärkerer Konkurrenz hätte er eine noch bessere Zeit erzielen können. Die an­deren gaben ber, was sie hatten.

4 XAaa° m e t e r «<51 a f f e l: 1. Spielvereini- ?ung 1900 46,4 Sek.; 2. MTV 47,1 Sek Als erster kam V^B.-Reichsbahn durch's Ziel (45,9 Sek.), mußte aber infolge Überschreitens einer Wechsel- r?ita.n.3l,ßr! werden. Ueberhaupt ließ die Wechseltechmk bei allen Mannschaften zu wünschen

Weitsprung: 1. Herrmann, VfB.-Reichsbahn, 6,29 Meter; 2. Fehrenbach, MTV., 5,74 Meter; 3. F. Koch, 1900, 5,70 Meter. Die einzig befriedigende Leistung brachte Herrmann zustande.

Hochsprung: 1. Herrmann, DsB.-Reichsbahn, 1,58 Meter; 2. Braun, 1900, Krausch und Linden- struth, beide MTV., 1,53 Meter; 3. Dr. Hopfen­müller, 1900, 1,48 Meter.

Diskuswerfen: 1. Kilo, 1900, 39,83 Meter; 2. Luh, DfB.-Reichsbahn, 39,36 Meter; 3. Herr­mann, VfB.-Reichsbahn, 30,70 Meter. Hier muß man in Betracht ziehen, daß nur drei Versuche zu­lässig waren.

Speerwerfen: 1. Herrmann, VfB.-Reichs- bahn, 48,84 Meter, 2. Lippert, 1900, 46,89 Meter; 3. Dr. Jakob, VfB.-Reichsbahn, 46,58 Meter. Eine hart umstrittene Sache war das Speerwerfen. Daß Lippert den Leichtathleten (Herrmann ausgenom­men) das Nachsehen gab, war die Ueberraschung des Tages.

Kugelstoßen:!. Luh, VfB.-Reichsbahn, 13,37 Meter; 2. Herrmann, VfB.-Reichsbahn, 12,27 Me­ter, 3. Kilo, 1900, 12,10 Meter. Luh stieß zwar beständig, ist aber von -seiner vorjährigen Form noch ein ganzes Stück entfernt.

Büchertisch.

Jugend im Sturm. Von Fred-Erich Uetrecht. (Verlag Ullstein, Berlin. Kart. 2 Mk., gebö 2,85 Mk.) (44) Das Buch ist ein packen­der Bericht aus dem Leben der deutschen Jugend in den schicksalsschweren Jahren von 1917 bis 1933. Uetrecht erzählt die Geschichte zweier Jungens der Großstadt aus der Generation der Nachkriegsjugend, die aus verschiedenen sozialen Verhältnissen ftam- men. Diese Erzählung ist identisch mit der fiebms- bahn von Hunderttausenden von Jungens und Mä­dels in jenen Jahren des deutschen Niedergangs, ?ler<£uc5 be5 Einsatzes und Kampfes für die deut- Me Wiedergeburt in der Gefolgschaft des Führers. Verfall und Chaos des volksfremden Systems mit Öen furchtbaren Begleiterscheinungen auf allen Ge- ?le £? ""seres Volkslebens einerseits, Einsatzbereit­schaft für die große Idee und Zielsetzung des Füh- rers, sowie der Beginn einer neuen, schöneren Ge­meinschaft unseres Volkes andererseits werden von dem Denasser eindringlich herausgearbeitet und uns allen, die diese Jahre selbst miterlebten, nachdrück- hd) m Erinnerung gebracht. Der jetzt Heranwachsen­den jungen Generation aber führt dieses Buch vor ?ugen, welche Bitternisse und schweren Schicksale ihr durch den Führer und sein Werk ferngehalten £°rrcnAnbZ ?°^m darf man wünschen, daß bie- fes Buch besonders bei unserer Jugend weiteste Ver­breitung finden möge.