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einem nicht verstandenen Vierjahresplan aufzuge­ben? Ich bin so optimistisch, zu behaupten, daß wir mit vielen Artikeln, zu deren Neuschaf­fung uns die Not des deutschen Raumes zwang, Außenhandel treiben werden. Unmöglich ist es nicht, daß es mit unserem künstlichen Kautschuk und dem synthetischen Benzin eines Tages so gehen kann, wie es mit dem Indigo und anderen deut­

schen Farben ging. Wir schaffen uns heute in un­serer Wirtschaft die Grundlage, die wir zum Leben unseres Volkes und zur. Zusammenarbeit mit dem Auslande brauchen. Wir freuen uns, daß gerade in Ostafien das Verständnis für unsere politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen im Wachsen begriffen ist.

Der Aufbau des nationalen Spaniens.

Das Programm der Falangisten.

Salamanca, 15. März. (DNB. Funkspruch.) Der stellvertretende Führer der Falange, Manuel Hedilla, hielt über den Sender von Salamanca eine Ansprache am Jahrestage der Verhaftung des Gründers der Bewegung Josä P r i m o de Ri­vera, dessen Schicksal noch ungewiß ist. Hedilla erklärte, die Falange werde Spanien in ein Land von Kleinbauern umwandeln. Die Menschenwürde und der Stolz des Arbeiters müß­ten geachtet werden. Das Interesse des Unterneh­mers müsse dem Staatsinteresse untergeordnet sein. Die Falange setze sich für die Eingliederung des Katholizismus in den Wiederaufbau Spaniens ein. Kirche und Staat müßten Zusammenarbeiten. Der Staat müsse aber vor Einmischungen der Kirche bewahrt werden. Die Falange wolle die ganze Na­tion am Staatsleben teilnehmen lassen. Die Kraft eines gemeinsamen Ideals sei größer als die Kraft eines Parteistaates. Das Herz des Volkes müsse durch Gerechtigkeit und Liebe gewonnen werden.

Hedilla wandte sich gegengewisse konservative Kreise", denen er vorwarf, in einer Betrachtung der Vergangenheit stecken geblieben zu sein, und sich nicht um die Zukunft zu sorgen. Wenn die Tradi­tion aufhöre, Tat in der Gegenwart zu sein, ver­wandele sie sich in einen Widerspruch. Hedilla ging auf das monarchistische Problem ein und fragte: Kann Spanien zugeben, daß es von einem Aus­länder regiert wird, und man sein Schicksal durch Heiraten und Geheimverträge gestaltet? Wer re­giere, müsse ein ganzer Spanier sein, reinen Blutes und reinen Willens.

Erfolgreicher Sturmangriff amIarama.

Toledo, 15. März. (DNB. Funkspruch.) Un­geachtet des feit nunmehr vier Wochen andauern­den schweren Unwetters haben die Truppen Francos wo immer es anging, weitere Operatio­nen unternommen, um dem Feinde keine Gelegen­heit zur Erholung zu geben. Völlig überraschend unternähmen sie jetzt auch auf dem rechten Flügel des I a r a m a - A b s ch n i t t e s zwi­schen Ciempozuelo und Kingarron, also von einer Stelle aus, die in der vergangenen Woche noch härtesten Angriffen der sog.internationalen Bri­gade" ausgesetzt war, einen Sturmangriff, der zum Ergebnis hatte, daß die Front trotz des völlig auf­geweichten Geländes in strömendem Regen u m 3 Kilometer vorgeschoben werden konnte. Die Abhänge des Pingarron-Berges liegen nun außerhalb des Feuerbereiches der feindlichen In­fanterie. Die spanischen Bolschewisten hatten auch hierbei zahlreiche Tote und Verwundete zu verzeich­nen. Das schwere Unwetter, das die Schützen­gräben zu Wasserkanälen gemacht hat, und selbst moderne Raupenschlepper außerhalb der Wege förmlich versinken läßt, verhindern auch den ur­sprünglich geplanten Abtransport ' der schweren Artillerie der Bolschewisten aus Madrid, dessen noch vorhandene Verbindungswege zur Außenwelt gleich­falls so gut wie unbefahrbar geworden sind.

Schweres Eisenbahnunglück in Frankreich

Mit 80 Kilometer Geschwindigkeit gegen einen entwurzelten Baum. Bisher 13 Todesopfer geborgen.

Paris, 13. März. (DNB.) Am Samslagnach- miltag ist bei Corquoy, einem Dorfe etwa 23 Kilo­meter von Bourges entfernt, der v-Zug Paris Mont-Dore entgleist. Die Lokomotive, Tender, Packwagen und der erste Personenwagen fielen zur Seite. Die Ursache des Unglücks war der in der Gegend herrschende heftige Sturm, durch den ein Baum gerade in dem Augenblick auf die Gleise ge­worfen worden war, als der Zug herankam. Der Lokomotivführer war nicht mehr imstande, recht­zeitig zu bremsen. Die entgleisten Eisenbahnwagen sind völlig ineinandergeschoben worden, so daß man die Eisenteile an vielen Stellen auseinanderfchwei- ßen muß, um die Bergungsarbeiten durchführen zu können. Das Eisenbahnunglück hat bisher drei­zehn Todesopfer gefordert, von denen zwei Frauen Aid ein Kind noch nicht identifiziert wer­den konnten.

Wie das Unglück geschah.

Der entgleiste O-Zug war in Paris mit Win­tersportlern und Wochenendfahrern nach Mont-Dore abgegangen. Der Sturm hatte in einem Schloßpark unweit der Unglücksstelle eine mächtige Ulme entwurzelt. Der Baum war einen Abhang hinunteraerollt und hatte sich über die Schienen gelegt. Auf das weithin hörbare Krachen des stürzenden Baumes war der Schloß­herr mit allen verfügbaren Leuten herbeigeeilt. Er benachrichtigte den nächsten Strecken­wärter und versuchte, mit Sägen und Aexten den Baum zu zerlegen, um die Schienen frei zu machen.

Leider stand bis zum Herannahen des l)-Zuges nur wenig Zeit zur Verfügung. Obwohl der Strecken­wärter mehrere hundert Meter entfernt Knall­kapseln als Notsignale auf die Schienen gelegt hatte, konnte der Zug nicht mehr an­gehalten werden. Die Explosion der beiden ersten Signalkapseln scheint der Zugführer im heulenden Sturm überhört zu haben. Als er schließ­lich die Gefahr erkannte und alle Bremsen zog, war es bereits zu spät. Die Lokomotive fuhr mit 80 Kilometer Geschwindigkeit gegen den Baumriesen und kippte nach wenigen Metern um. Der erste leichte Holzwagen dritter Klasse schob sich in den Tender. Sieben Abteile dieses Wagens wurden völlig zerstört. Ihre Insassen fanden den Tod. Die übrigen Wagen blieben unversehrt stehen. Bis um 1 Uhr morgens hatte man die 13 Toten aus den Trümmern her­vorgezogen. Die Eifenbahnverwältung hatte schon vor mehreren Jahren die Beseitigung des ver­hängnisvollen Baumes beantragt. Der Besitzer hatte sich aber diesem Wunsche widersetzt. Im Jahre 1917 hat unweit der jetzigen Unfallstelle bereits ein Eisenbahnunglück stattgefunden, das 13 Tote und etwa 50 Verletzte forderte.

Schweres Gturmwetter in Frankreich.

In ganz Frankreich, vor allem an der Westküste herrscht ein äußerst heftiger Sturm. Zahlreiche Verwüstungen wurden angerichtet. Wie gleichzeitig einsetzende Springflut der Tag-und-Nacht-Gleiche hat überall im gesamten Küstengebiet U e b e r - schwemmungen verursacht. Aus allen Teilen be-s Landes werden Unfälle infolge des Sturm­wetters gemeldet. In der Nähe von Nizza stürzte

Kunstbelrachlung und Kunsterziehung.

Der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste, Professor Adolf Ziegler, München, hat, worüber bereits berichtet wurde, in Berlin auf Ein­ladung des Propagandaministeriums in der kultur­politischen Pressekonferenz eine Rede gehalten, die sich zwar in erster Linie an die verantwortlichen Träger der Pre^earbeit auf dem Gebiete der bil­denden Kunst wandte, darüber hinaus aber eine Reihe wertvoller Anregungen für die Kunstbe- trachtung überhaupt enthält. Die Redr vermittelt in gedrängter Form ein Programm Oer national­sozialistischen Kulturpolitik auf dem Gebiete der bildenden Kunst, insbesondere wichtige Grundzüge der Kunstbetrachtung und ihrer erzieherischen Auf­gabe und Wirkung.

Professor Ziegler umfaßt den Begriff der bil­denden Kunst in einem ganz großzügigen Sinne: sie erstreckt sich von der Architektur, Malerei und Plastik über das Kunsthandwerk bis hinein etwa in die moderne Zweckform des Autos, in der tech­nische Sachlichkeit und Schönheit der Linienführung sich verbinden. Die Tätigkeit des Kunstbetrachters und Kunstberichterstatters wird als ein auf diesem Felde besonders wichtiges und verantwortungsvolles Amt gewürdigt: insbesondere die hohe volkserzie­herische Mission der in der Presse geübten Kunst­betrachtung wird nachdrücklich unterstrichen; der deutsche Kunstbetrachter neuen Stils ist in erster Linie Kunsterzieher, Erzieher des Volkes zu künst­lerischem Empfinden, zu seelischer Bereitschaft und innerer Empfänglichkeit für die Werte, die Künst­ler und Kunstwerk dem Volke bieten. Alle Kunst­betrachtung dient der Kunst und ist für die Kunst geschrieben, nicht dagegen.

Professor Ziegler sagte u. a.:Der Kunst­bericht soll das Ergebnis eines geistigen Prozesses sein. Die kritische Haltung als ein Teil des Gesamt­erlebnisses gehört zum Produktionsprozeß, der im Grunde keinen Menschen in der Öffentlichkeit inter­essiert. Um das Beste herauszufinden, muß man allerdings ein inneres Leitbild vom Kunstwerk haben und das Kunstwerk mit künstlerischen Augen sehen können ..Diese Sehweise auf andere zu übertragen, wird die so schwierige wie lohnende Auf­gabe des Kunstberichterstatters sein, der, selbst von der Leidenschaft zum Kunstwerk erfüllt, den unbe­fangenen Beschauer in die innerliche Welt und die künstlerische Wesenheit eines Kunstwerkes einführen will.

Eine solche Betrachtung wird sich auch notwen­digerweise berufen fühlen statt der Auseinander­setzung mit schon ausgetragenen oder überholten Problemen vom Gegenwärtigen des zu betrach­tenden Werkes zum Zukünftigen, _3um Werdenden, zum Neuen in der Kunst hinzuführen, die Keime zu erkennen und aufzuweisen, die eine fruchtbare Entwicklung ankündigen.Die Kunstpolitik der Ver­neinung", so sagte der Präsident wörtlich,muß endlich einmal aufhören." An die Stelle einer histo­risierenden Kunstbetrachtung nach Stilen, Richtun­gen, Schulen setzt die junge nationalsozialistische Kunstpolitik eine Betrachtung der Kunstwerke,als wären sie zeitlose Schöpfungen unseres Volkes". Aus dem Inhaltlichen des Werkes muß in der Be­trachtung (und also auch in der Vorstellung und Phantasie des Ausnehmenden) das Sinnbild, der zeitlos gültige Gehalt und Wesenskern des Geschaf­fenen herauskristallisiert und empfunden werden können.

Nach solchen Gesichtspunkten wird der Betrachter in der Fülle des zur Schau Gestellten leicht die Maßstäbe für die wegweisenden und zukunftsträch­tigen Leistungen finden, dieins Große, Einfache, Sinnbildhafte" führen. Lebendige Kunstpolitik wird Blick und Gefühl haben müssen für das Krankhafte, Erstarrte, Manierierte und Konstruierte, aus dem keine Entwicklung, keine Zukunft gedeihen kann. Junges Blut, junge Kraft und Leidenschaft soll der Kunstbetrachter zu erkennen sich bemühen,selbst wenn es ihm mißfällt, daß die Dressur nicht vor­handen ist."

Tradition ist gut und ist selbstverständlich, ober alles Lebendigeist in fließender Bewegung". Und auf das Lebendige kommt es an, auch in der Kunst und her Kunstbetrachtung.Was irgendwie einen künstlerischen Sinn innerhalb der begonnenen Neu­ordnung unseres Lebens besitzt, ... alles, was Bau­stein ist am Neubau unserer künstlerischen Vorstel­lung und einer musischen Lebensführung, muß einer zieloewußten Kunstpolitik in Zukunft von höchster Bedeutung sein." hth.

Neue deutsche Architektur als Ausdruck der Staats- autorität.

In Berlin fand das diesjährige S ch i n k e l f e st des Architekten- und Jngenieurverbandes statt. Auf dem Gebiet des Hochbaues wurde Regierungsbau­referendar G i e f e m a n n (Berlin) mit dem Staats­preis ausgezeichnet. Die Schinkelplakette im Hoch­bau erhielt der Referendar Wilhelm N e v e l i n g (Berlin). Auf dem Gebiete des Wasserbaues erhielt den Staatspreis und die Schinkelplakette Gustav

ein Milchwagen ins Meer, weil die Pferde während eines Gewitters scheu geworden waren. Der Kut­scher und sein Begleiter fanden den Tod in den Wellen. In der Nähe von Versailles kenterte im Sturm ein Anglerkahn. Die beiden Insassen fan­den den Tod. Bei Moissac war ein Sportsboot mit vier Ruderern und einem Steuermann trotz des schlechten Wetters zum Training ausgefahren. Das Boot kenterte. Alle Insassen bis auf den 14jährigen Steuermann konnten schwimmend das Ufer erreichen. Als einer der Ruderer erneut hin­ausschwamm, um den Steuermann zu retten, er­trank er. Auch der Steuermann fand den Tod.

Das englische MotorschiffSiloerlarch" ist aus offener See in Brand geraten. Das Schiff ist auf der Reise von Neuyork nach den Philippinen. Der Kapitän hat 808-Rufe ausgesandt. Endlich konnte durch den 08^.-KreuzerLouisville" Hilfe gebracht werden. Als das Kriegsschiff bei dem brennenden Dampfer anlangte, hatten die acht Fahrgäste be­reits die Rettungsboote bestiegen. Sie wurden von

herLouisville" an Bord genommen. Es wird be­richtet, die aus 44 Mann bestehende Besatzung habe sich geweigert, das Schiff zu verlassen, und erklärt, daß sie das Feuer weiter bekämpfen wolle. Die Gefahr, in der sich das brennende Schiff befindet, wird dadurch erhöht, daß seine Ladung aus Rohöl besteht.

Großfeuer in einer ostpreußischen Mühle.

In den Pinnauer Mühlenwerken in Wehlau brach ein Großfeuer aus. Der Brand entstand in der sogenannten Reinigung. Das aus Holz er­baute Gebäude stand sofort in hellen Flammen. Das Feuer griff auf die große Roggenmühle über und bedrohte dann eine Papierfabrik. Diese wurde aber durch den Einsatz der Feuerwehren des gan­zen Kreises, zu denen auch die Königsberger Feuer­wehr kam, gerettet. Ebenso konnte das Feuer an dem großen, viele tausend Zentner Roggen enthal­tenden Silo, der auch entzündet worden war, ab­gelöscht werden.

Was wissen E'e vom Jungvolk?

Zum Eintritt der Zehnjährigen in das DI.

In ganz Deutschland ist die Jungvolk- Werbeaktion 1937 im Gange. Und die Eltern des Jahrganges 1927 werden nicht nur bei sich selbst überlegen, sondern sie werden sich auch immer wieder an andere wenden mit der Frage:Was tut und will das Jung­volk? Was wissen Sie vorn Jungvolk?" Darüber, was man vorn Jungvolk wissen muß, gibt der folgende Artikel Auskunft.

Neben hem Datum des Schuleintritts mit sechs Jahren ist der Zeitpunkt der Aufnahme der Zehnjährigen in das Jungvolk von ein­schneidender Bedeutung im Leben des jungen Men­schen. Mit dem Eintritt in das Jungvolk öffnet sich ihm eine neue größere Welt, erlebt er eine Fülle neuer, bisher unbekannter Begriffe, bieten sich ihm im Zusammenleben mit vielen anderen Jungen und der Erfüllung des ersten Dienstes neue Mög­lichkeiten, neue Pflichten, neue Erfahrungen. Es ist die Welt des ersten Dienstes, es sind die ersten For­derungen der nationalsozialistischen Weltanschauung, die ihn behutsam leiten, formen und erziehen.

Mit den vier Jahren, in denen der Jungvolk- junge Dienst tut, wird eine langsame und stetige Erziehung und charakterliche Formung Hand in Hand gehen.

Was liegt näher, als daß in solch einem ent­scheidenden Augenblick die Eltern, die nun dem jungen Führer der nationalsozialistischen Jugend ein wichtiges Maß an verantwortlicher Tätigkeit einräumen, bekannt werden möchten mit dieser Or­ganisation, mit ihrem Wesen und mit ihrer Auf­gabe.

Was ist das Jungvolk?

Das Jungvolk ist eine Untergliederung der Hitler- Jugend und erfaßt die Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren. Wenn auch der Eintritt nicht Pflicht ist und keinerlei Zwang ausgeübt wird, so ist doch der Zustrom gerade der jüngsten Jahrgänge so groß gewesen, daß von einer fast vollständigen Erfassung gesprochen werden kann. Nach dem Er­gebnis der Jungvolkwerbung des Jahres 1936 ist eine 95prozentige Beteiligung aller im entsprechen­den Alter befindlichen Jungen und Mädel festzu­stellen. Nach ungefährer Schätzung hat das Jung­volk heute eine Mitgliedsziffer von 2,2 Millionen.

Das Jungvolk ist in seiner heutigen Form ein getreues Abbild jener Erziehungsarbeit, die von der nationalsozialistischen Jugend vor der Macht­übernahme als Ziel des Kampfes aufgestellt wurde. Das Jungvolk trennt sich bewußt von jeder Auf­fassung, die ihm nur eine Bedeutung als Partei­jugend zuspricht. Es ist in der Verwirklichung fei­ner Ziele: der Aufhebung aller Unterschiede von Klasse, Rang und Stand zu einer wahrhaften Volksjugendbewegung geworden. Es ist eine Gliederung, deren hauptsächlichstes Ziel die Er­weckung der Lebensfreude, die Pflege der Gesund­heit an Leib und Seele ist und die eine in allen Fragen des Volkes natürliche Schulung erstrebt.

Der Dienst bringt den 10- bis 14jährigen Jung- volkjungen, ihrem Wesen und ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung entsprechend keine un­nötig scharfe Belastung, verlangt von ihnen keine militärisch strenge und starre Erfüllung aller Auf­gaben, sondern ist in seinen ganzen Grundsätzen beweglich und der besonderen Wesensart des Alters angepaßt.

Die Einheit, in der sich der gewöhnliche Dienst abspielt, ist der Jungzug mit 45 Jungen. Der wöchentliche Di en st besteht aus einem zweistündigen Heimabend, aus einem Sportabend oder -nachmittag, je nach der Jahreszeit in Turn­hallen, auf Sportplätzen oder in Schwimmhallen. Dazu kommt noch zweimal im Monat Sonntags­dienst mit Fahrt und Lager.

Lieber die Führung.

Das, wodurch das Jungvolk ebenso wie die HI. sich von den bisher bekannten Jugendbünden auch der anderen Länder unterscheidet, ist das Prinzip der Selbstführung. Diese 2,2 Millionen Jungvolkjungen stellen aus ihren eige­nen Reihen bzw. den Reihen der HI. ihre Führer. Diese Führerschaft wird nach strengen Richtlinien ausgesucht uno geschult. In mehr als30Führer- schulen im ganzen Reich und in einer großen Zahl von Kursen, Lehrgängen, Wochenendlagern und Führerzusammenkünsten werden diese jungen Führer wissensmäßig und charakterlich so vorbild­lich ausgerichtet, daß man heute schon von einem neuen Typ des jungen Führers sprechen kann, der in Haltung und Pflichterfüllung seinen wenig jüngeren Kameraden ein wirksames Vor­bild ist.

Heimabend ist keine Schulstunde.

In den Heimabenden wie auch in allen übrigen Dienststunden erfolgt keine sachlich wissensmäßige Unterrichtung irgendwelchen politischen Stoffes, wie auch überhaupt kein besonderer Lehrplan festgesetzt wird. Die Heimabende werden nach besonderen Richtlinien und Unterlagen der Reichsjugendführung von den Jungen und Führern selbst gestaltet, wie sie überhaupt angeregt sind, mit eigenem Eifer und eigener Dienstfreudigkeit ihre gemeinsamen Stunden auszugestalten.

Vertrauen und Unterstützung derEltern.

Gemeinsam mit den Eltern geht die Jungvolk- führerschaft an die Erfüllung jener großen Aufgabe Bin ich verschwenderisch?

Frage:Ich bin gewohnt, vebn Einkauf meiner Lollette- arMel nicht allzu übertrieben auf den Pfennig zu achten, weil hier alles von der Qualität abhängt. Mein Mann macht mir deshalb Vorwürfe. Sind sie berechtigt? Antwort: Sie handeln richtig, wenn Sie einem Qualitäts-Erzeugnis wie Chlorodont den Vorzug geben, weil Sie wissen, daß zur Pflege Ihrer Zähne nur das Veste gut genug ist- Bei Chlorodont ist eben ieder Pfennig gut angelegt

Haux (Frankfurt a. M.). Die Schinkelplakette wurde zuerkannt Rudolf Schwarze (Hiltrup) und Rudolf Unger (Hannover). Auf dem Gebiet des Eisenbahnbaues erhielt Horst Marfels (Berlin) die Schinkelplakette. Den Festvortrag hielt der Ar­chäologe Prof. Dr. Rodenwaldt, der von 1916 bis 1922 als Ordinarius an der Universität Gie­ßen wirkte, überDie Bedeutung der antiken Baukunst für die Gegenwart." Das Reichssportfeld ähnelt in seinem Wesen mehr einem römischen Fo­rum als einem griechischen Heiligtum. Römischem Geiste auch entspricht die Gestaltung des königlichen Platzes in München und der Baukörper der Nürn­berger Kongreßhalle. Die Architektur wird wie in römischen Zeiten zu einem Ausdruck der Staatsautorität.

Der Deutsche Nationalpreis für Kunst und Wiffenschast.

Der Neichsminister für Volksaufklärung und Propaganda veröffentlicht im Reichsgesetzblatt Aus- stihrungsbeftimmungen zum Deutschen Natio­nalpreis für Kun st und Wissenschaft, den der Führer und Reichskanzler am 30. Januar 1937 gestiftet hat. Der Nationalpreis wird jährlich an drei verdiente Deutsche in der Höhe von je 100 000 Mark verliehen. Die Verleihung geschieht alljährlich auf dem Reichsparteitag der NSDAP. Die Durchführung obliegt dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda im Einverneh­men mit dem Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Die Vorschläge für die Verleihung werden auf dem Gebiet der Kun st von den Präsidenten der Einzelkammern innerhalb der Reichskultur- kammer und auf dem Gebiet der Wissen­schaft vom R e i ch s m i n i st e r für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung gemacht. Unabhängig davon sind vorschlagsberechtigt für beide Gebiete: der Beauftragte des Führers für die gesamte geistige und weltanschauliche Erziehung m der NSDAP., der Reichsorganisationsleiter, der Reichs­jugendführer, der Reichsführer der SS., der Stabs­chef der SA., der Chef der Kanzlei des Führers, der Reichsarbeitsführer, der Leiter des Hauptamtes für Technik der NSDAP. Die Vorschläge werden vom Reichsminister für Volksaufklärung und Propa­ganda dem Führer und Reichskanzler eingcreicht. Dieser entscheidet über die Verteilung. Zugleich mit dem Geldpreis wird ein goldenes tragbares Ehrenzeichen sowie eine Urkunde ausgehändigt.

ZahrestagungderDeutscheuGeseUschast für Kreislaufforschung.

Die 10. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung in Bad-Nauheim wurde mit einem Begrüßungs­abend eröffnet. Der Besuch der Jubiläumstagung war aus dem In- und Auslande erfreulich stark. Im Namen des Hessischen Staatsbades entbot Kur­direktor Freiherr von Wechmar den Teilnehmern einen Willkommensgruß; Professor Stadtler (Plauen), der Vorsitzende der Tagung, dankte. Die Tagung wurde im Kerckhoff-Jnstitut durch Professor Stadt! er eröffnet. Oberstes Ziel einer volks­verbundenen Forschung sei es, der Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu dienen. Ebenso wie die früheren Tagungen werde auch diese auf dem Boden der praktischen Forschung stehen. Pro­fessor Dr. Reiter, Präsident des Reichsgesund­heitsamts, übermittelte die Grüße und Wünsche des Reichsinnenministers Dr. Frick. Die Reichsregie­rung schenke den Arbeiten- der Gesellschaft große Aufmerksamkeit. Man wisse, daß die weiteren For­schungen mit Sicherheit zu einer Drosselung der zahlreichen Todesfälle durch Kreislauserkrankungen führen würden, und freue sich, in Bad-Nauheim eine Stütze für die praktische Forschung gefunden zu haben. Die Kreislaufforschung stelle nur einen Teil innerhalb her gesamten medizinischen Wissen­schaft dar, zu der man Brücken schlagen wolle. Allerdings müsse man biologisch denken können und die entsprechenden Zusammenhänge verstehen. Die Zusammenarbeit sei nicht allein auf das Gremium der inländischen Forscher beschränkt, sondern greife auch auf die ausländischen Mitglieder über.

Samstag fand im Kurhaus ein Festäbend statt, der feine besondere Note durch die Anwesenheit des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger er­hielt. Professor Dr. S t a b 11 e r umriß die Ent­wickelung der Deutschen Gesellschaft für Kreislauf­forschung. Kurdirektor Freiherr von Wechmar betonte, daß die Kreislaufforschung und Bad-Nau­heim ein untrennbarer Begriff geworden seien.

Dem bekannten Physiologen Geheimrat Otto Frank (München) wurde eine besondere Ehrung Zuteil. Im Medizinischen Institut enthüllte man eine Otto-Frank-Büste und überreichte dem Forscher die Karl-Ludwig-Gedenkmünze. Professor Dr. Koch und Professor^Dr. Weber (Bad-Nauheim) dank- ten Professor Frank für seine hervorragende Arbeit. Professor Frank würdigte das Andenken an Karl Ludwig, der den größten Einfluß auf seine Ent­wicklung gehabt habe.