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Die trauernden Hinterbliebenen.

Gießen, den 15. Februar 1937.

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Gießen, den 15 Februar 1937

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Die Beerdigung findet am 16. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle aus statt.

endigung des Weihnachtsgeschäfts oorgenommen wurden.

Von dem Rückgang des Arbeitseinsatzes im Mo­nat Januar wurden die überwiegend landwirtschaft­lichen bzw. die gemischt-wirtschaftlichen Bezirke am stärksten berührt, während die vorwiegend indu­striellen Bezirke eine verhältnismäßig nur geringe Zunahme aufwiesen.

Im ähnlichen Verhältnis wie die Zahl der Ar­beitslosen ist auch die Zahl der von der Reichsan­stalt Unterstützten gestiegen; Ende Januar wurden 66 944 Hauptunterstützungsempfänger gezählt, also 9493 mehr als zu Beginn des Monats. Die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen ging da­gegen um 371 auf 14 734 zurück. Die Zahl der bei Notstandsarbeiten Beschäftigten betrug Ende Ja­nuar 4695 gegenüber 4820 am 31. Dezember v. I.

Die Mellon-Orgel der Freiburger Universität übergeben. Für den Neubau der abgebrannten Aula

Oppenrod, den 14. Februar 1937.

Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 16. Februar, nach­mittags 723 Uhr statt.

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Todes-Anzeige

Am 13. Februar 1937, nachmittags um 3.10 Uhr, verschied nach einem langen arbeitsreichen Leben unsere liebe, gute Mutter, Großmutter, Schwester und Schwiegermutter

erstickten oder zertrampelt wurden. Polizei und Militär sperrten die Stätte des Grauens ab, nach dem Nach und Galerien eingestürzt waren und jede weitere Rettung aus dem Flammenmeer unmöglich wurde.

Der Arbeitseinsatz im Januar im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen

E

Aus aller Welt.

(Schrecklicher Theaterbrand in der mandschurischen Stadt Antung.

Tokio, 14. Febr. 3m chinesischen Theater der mandschurisch-koreanischen Grenzstadt Antung brach ein Brand aus, der bisher etwa 700 Tote gefordert hak. Mehr als 200 Personen werden noch vermißt. Die Zahl der Verletz- t e n ist unübersehbar. Die Opfer sind meist Frauen und Kinder, aber auch viele Helfer vom Militär und der Polizei.

Das schreckliche Unglück entstand durch fahrlässi­ges Umgehen mit einer offenen Kerze hinter der Bühne. Die Bühnendekorationen fingen Feuer, das auf die hölzernen Galerien und sehr bald auf das ganze Holzgebäude und etwa 50 anliegende Häuser Übergriff.

Es ereigneten sich furchtbare Szenen, da die 1500 Besucher, die aus Anlaß des chinesischen Reujahrs gekommen waren, in wilder Flucht die Ausgänge versperrten, wobei Frauen und Kinder

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Frankfurt a. M., f2. Febr. Gegen Ausgang des Monats Januar setzte plötzlich starker Frost und Schneefall ein, so daß die Außenarbeiten zum größten Teil eingestellt werden mußten. Die Zahl der Arbeitslosen im Landesarbeitsamts­bezirk nahm infolgedessen stärker zu, als dies sonst der Fall gemeiert wäre, und zwar stieg sie um 12 280 ober 13 v. 5). des Standes Ende Dezember vorigen Jahres; sie erreichte damit den Stand von 106 620 Arbeitslosen, davon waren 11 524 ober 10,8 v. H. Frauen. Am gleichen Stichtag bes Vorjahres, an bem bie Arbeitslosigkeit ben Höchststand im Win­ter 1935/36 erericht hatte, waren 155 329 Volks­genossen, also runb 48 700 mehr arbeitslos. An ber Zunahme waren bie Männer mit 11 017, bie Frauen mit 1263 Arbeitslosen beteiligt.

Daß bie Entwicklung bes Arbeitseinsatzes über» wiegenb van ben ungünstigen Witterungsverhält­nissen verursacht würbe, geht baraus hervor, daß von der Zunahme um 12 280 allein auf die ge­lernten und ungelernten Arbeitslosen der Saison­außenberufe (Land- und Forstwirtschaft, Industrie der Steine und Erden, Baugewerbe und Verkehrs­gewerbe) rund 8100 Arbeitslose entfallen, das sind 65,8 v. H. der Gesamtzunahme. Von den genannten saisonabhängigen Berufsgruppen hatte das Bau­gewerbe naturgemäß am stärksten unter den Witte­rungseinflüssen zu leiden; die Zahl ber arbeitslosen Baufach- und Bauhilfsarbeiter stieg um 6673; in ber Berufsgruppe ber Industrie der Steine und Erden nahmen sie um über 900 zu, während Land­wirtschaft, Forstwirtschaft und Verkehrsgewerbe nur eine unbedeutende Zunahme aufwiesen.

In den überwiegend von ber Konjunktur ab­hängigen Berufsgruppen hatte nur bas Holzgewerbe eine größere Zunahme aufzuweisen (rund 880), diese steht aber ebenfalls im Zusammenhang mit der Abschwächung der. Beschäftigungsmöglichkeiten im Baugewerbe (Entlassungen von Bauschreinern usw.). Die geringfügigen Zugänge bei ben übrigen Verufsgruppen (Metallindustrie, Nahrungsmittel­gewerbe usw.) wurden teilweise verursacht durch die Rückkehr aus berufsfremder Arbeit. Die Zahl der arbeitslosen Angestellten, insbesondere die ber weib­lichen, stieg infolge von Entlassungen, bie nach Be-

Am Samstagabend verschied sanft nach kurzem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater und Schwiegervater

Konrad Wagner

Nachruf

An den Folgen eines schweren Leidens verschied am Samstag, dem 13. Februar 1937, unser lieber Sangesbruder und Sportkamerad

Wilhelm Bender

im Alter von 25 Jahren.

Wir verlieren in dem Entschlafenen einen guten Sangesbruder und Sportkameraden. Seine hervorragenden Charaktereigenschaften und sein offenes Wesen verschafften ihm im Vereinsleben die Achtung all derer, die mit ihm verbunden waren.

Wir werden ihm jederzeit ein ehrendes Andenken bewahren

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Gleichzeitig ist der vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung eines hochoerräterrischen Unterneh­mens zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilte Johannes Eggert hingerichtet worden. Der Verurteilte, der u. a. wegen schweren Raubes mit 6 Jahren Zuchthaus uno 10 Jahren Ehrverlust vorbestraft ist, hat als Spitzenfunktionär bis zum Jahre 1935 seine hochverräterische Tätigkeit im Dienste der Komin­tern fortgesetzt.

Tödliche Kohlengasvergiftung im Schlaf.

In Köln fand ein Bäckerlehrling seinen Meister, dessen Ehefrau sowie das vierjährige Töchterchen im Schlafzimmer bewußtlos auf. Der sofort benach­richtigte Arzt konnte bei dem vierjährigen Kind, sowie bei einer 26jährigen Hausangestellten, die in einem Nebenraum im Bette lag, nur noch den Tod durch Kohlenoxydgas feststellen. Das Ehepaar

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eine Orgel gestiftet. Diese Orgel wurde am Sonn­tag feierlich übergeben. Die Feier in dem neuen Kuppelsaal der Universität, der auch der Senat bei­wohnte, bildete zugleich eine Ehrung des Stifters, der damit erneut ein Bekenntnis zu Deutschland und seinem wissenschaftlichen und künstlerischen Schaffen geben wollte und die Orgel zur Erhaltung der Führerstellung Freiburgs in der neuen deut­schen Orgelbewegung gestiftet hat. Der Rektor, Pro­fessor Dr. Metz, verkündete unter großem Beifall die Ernennung des Stifters zum Ehrensenator. Der Stifter selbst konnte nur durch den deutschen Kurz­wellensender Zeuge dieser Ehrung sein, da er sich mit seiner deutschen Gattin zur Genesung in Flo­rida aufhält.

Landesverräter hingerichtet.

Der Volksgerichtshof hat wegen Landesver­rats den Friedrich Richter aus Neugersdorf und den Günther Galgan aus Heydebreck zum Tode und zum dauernden Verlust der Ehrenrechte verurteilt. Das Urteil ist vollstreckt worden.

mußte mit schweren Vergiftun gserschei- n u n g e n ins Krankenhaus gebracht werden. Bei der Frau besteht Lebensgefahr. Wie die Unter­suchung ergab, waren dem Backofen Kohlenoxyd­gase entwichen, die in die Schlafzimmer einge­drungen waren.

Tödlicher Unfall auf einem französischen U-Boot.

Bei einer Schießübung des französischen U-Boo- tesDoris" ereignete sich ein tödlicher Unfall. Ein 20jähriger Matrose lief gerade in dem Augenblick vor die Mündung eines 75-Millimeter-Gefchützes, als der BefehlFeuer" gegeben wurde. Das Ge- schoß durchschlug die Brust und tötete ihn auf der Stelle.

Schreckenstat einer Mutter.

Ein furchtbares Familiendrama ereignete sich in Versmold bei Bielefeld. Dort schlug eine Frau namens H u s e m a n n, als sich ihr Mann auf der Arbeitsstelle befand, mit einem Beil auf ihre noch im Bett liegenden 11- und 13jährigen Kinder ein. Beide Kinder erlitten schwere Verletzun­gen, an denen der 11jährige Junge bald darauf starb. Der 13jährige Knabe liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Auf den Lärm hin rief der Hausbesitzer Hilfe herbei. In der Aufregung achtete er zunächst nicht auf die Frau, die man später auf dem Boden erhängt auffand. Die Hintergründe der Schreckenstat sind noch nicht restlos geklärt. Man hört jedoch, daß die Frau die Tat in einem Anfall von Schwermut begangen habe.

Die Leichen aller Opfer des Massenmörders Schäfer

Furchtbare Bluttat in einem polnischen Dorf.

In einem polnischen Dorfe in der Nähe von Stanislaw erschoß ein Dorfbewohner aus Rache sieben Personen durch die Fenster ihrer Woh­nungen. Danach unternahm der Täter einen Selbst­mordversuch. ___________________

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilden Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pp mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

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