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Hollands Zriiegriiäi.

Der holländische Autzenminister zur Führerrede.

A m st e r d a m , 14. Febr. (DNB.) Außenminister de Graeff hat in der Ersten Kammer die Stel­lungnahme der niederländischen Regierung zu dem Teil der Führerrede dargelegt, in dem der Führer die deutsche Bereitschaft erklärte, Holland und Bel­gien als unantastbare neutrale Gebiete anzuerkennen und zu garantieren. De Graeff er­klärte, daß die niederländische Regierung die in diesem Angebot zum Ausdruck kommenden guten Absichten voll würdige. Holland könne je­doch hinsichtlich der Unantastbarkeit des niederlän­dischen Staatsgebiets mit einem anderen Lande einen Vertrag nicht abschließen, da die Unantastbarkeit des niederländischen Staatsgebietes für die Niederlande eine Aktion sei, die sich nicht zum Gegenstand eines durch die Niederländer abzuschlie­ßenden Vertrages eigne.

In Berliner unterrichteten Kreisen hort man hierzu, daß diese Auffassung Hollands keines­wegs im Gegensatz zu der von Deutschland vertretenen Ansicht über die freie Willens- bestimmung anderer Staaten stehe. Der Führer hat in seiner Rede, auf die die Erklärung de Graeffs Bezug nimmt, ja auch ausdrücklich be­tont, daß das Zustandekommen einer solchen Ab­machung von dem Wunsche Hollands ab­hänge. Die deutsche Bereitschaft, die Unantastbar­keit Hollands ebenso zu garantieren, wie die Bel­giens, macht natürlich da Halt, wo Hollands Auf­fassung von seiner Stellung im internationalen Leben dazu gelangt,einen Wunsch in der Richtung des deut­schen Angebotes nicht auszusprechen. Man hat in Deutschland voll st es Ver st ändnis für die holländische Auffassung, da der Führer in seiner Rede in anderem Zusammenhang davon gesprochen hatte, daß jeder Staat über feine eigene Sicherheit und über ihre Form und Ausmaße selb st zu entscheiden habe. Für Deutschland sei einzig wichtig, vor aller Oesfentlich- keit eindeutig klar dargelegt zu haben, daß es z u jeder Form und jeder Art bereit ist, die holländische Unverletzlichkeit zu garan­tieren und damit das Geschwätz von einer angeblich anderen deutschen Auffassung ein für alle Male gründlich erledigt zu haben.

Oesterreichs innere Vrobleme.

Bundeskanzler Schuschnigg spricht zur Vaterländischen Front.

Wien, 14. Febr. (DNB.) Im Haus der Bun­desgesetzgebung sand ein Generalappell der Vaterländischen Front statt, bei dem der Frontführer, Bundeskanzler Dr. Schuschnigg, auch die politischen Beziehungen zu den anderen Völkern umriß, wobei er das besonders gute Ver­hältnis zu den Staaten der Römer Proto­kolle unterstrich. Zum Abkommen vom 11. Juli mit dem Reich erklärte der Kanzler, es bedürfte keines Hinweises, daß die österreichische Regierung entschlossen sei, alles daran zu setzen, diese Beziehungen zu vertiefen. Mit großer Freude stelle überdies die österreichische Staatsführung die Uebereinstimmung mit der Auffassung des Kanz­lers des Deutschen Reiches hinsichtlich der notwen­digen wirtschaftlichen Zusammenarbeit im mitteleuropäischen Raume fest. Bei aller staatlichen Souveränität fühlten sich die Oester- reicher als gerade echte Deutsche.

In den Mittelpunkt der innerpolitischen Betrach­tungen stellte Dr. Schuschnigg die Frage der R e- stauration. Angesichts der verschiedenen Deu­tungen, die das Habsburger Problem in letzter Zeit im Auslande erfahren habe, formulierte Dr. Schuschnigg die Haltung der österreichischen Staats­führung folgendermaßen:

1. Das Wecken und Wachhalten der Ehrfurcht vor den großen geschichtlichen Werten typischer österreichischer Tradition ist im Geiste der Front gelegen.

2. Die Frage der S t a a t 5 f o r m in Oesterreich wird einzig und allein und ausschließlich vom Volk Oesterreichs entschieden, und zwar auf dem Boden der Verfassung.

3. Die monarchistische Propaganda hat sich in den außenpolitischen Rahmen des heuti­gen Oesterreichs einzufügen. Das österreichische Volk im gegebenen Fall zur Entscheidung zu rufen, ist ausschließlich Sache der Führung von Staat und Front.

Breiten Raum widmete Dr. Schuschnigg dann der Frage der Aussöhnung der nationa­len Opposition mit der Staatsführung. Der Bundeskanzler erklärte zu den Plänen eines ver­einsmäßigen Zusammenschlusses al­ler nationalen Elemente, daß man an­gesichts der unruhigen Zeitläufe es für unzweck­mäßig halte, diesen Gedankengängen Raum zu geben. Allein die Tatsache, daß viele Persönlich­keiten mit klangvollen Namen, die den Vereins­vorschlag mit unterzeichnet hätten, hohe Stellen in der Vaterländischen Front innehätten, sei ein Be­weis für die Bereitwilligkeit der verant­wortlichen Stellen für re st lose Aussöhnung mit den früheren weltanschaulichen Gegnern. Eine solche aber könne nur auf dem Boden der vaterländischen Front erfolgen, bei der besonders der Befriedung mit den Nationalsozia­listen dienende Referate geschaffen werden sollten. Auch für den österreichischen Nationalsozialisten, erklärte Dr. Schuschnigg mit Nachdruck, fyabe als oberster Grundsatz zu gelten: das Bekenntnis dur Realität und Selbständigkeit des österreichischen Vaterlandes, die Aner­kennung der Mai-Verfassung von 1934 und der Verzicht jeder politischen Tätigkeit außerhalb der Vaterländischen Front. Weitere Versuche, zur Ordnung zu rufen, würden nicht gemacht. Wer illegal sein wolle, müsse auch das unweigerliche Risiko der Folgen auf sich nehmen. Der Bundes­kanzler gab Zahlenmaterial über das Ausmaß der politischen Amnestie bekannt. Danach wurden nach dem 11. Juli 16 350 Personen begna­digt. Am 1. Februar befanden sich noch 1162 Per­sonen in Strafhaft, davon 725 Nationalsozialisten. Don diesen wiederum wurden 574 nach dem 11. Juli von den Gerichten abgeurteilt.

Die Beisetzung

der beiden Spanienkämpfer in Bukarest

Bukarest, 13. Febr. (DNB.) Die Beisetzung der beiden in Spanien im Kampf gegen den -o.o lsch e w i s m u s gefallenen rumänischen Frei­willigen gestaltete sich zu einer großen nationalen Kundgebung. Alle Bevölkerungsklassen, sowie Ab­ordnungen aus allen Teilen Rumäniens gaben den gefallenen das letzte Geleit. Die Mitglieder der -ParteiAlles für das Land", der früherenEiser­

nen Garde", waren kn Ihren Grllnhemv^ti fn geschlossenen Formationen erschienen, ebenso die Braunhemden des Feuerhakenkreuzes und die Blauhemden der National-christlichen Partei. An der kirchlichen Feier nahmen auch die Präsi­denten der nationalchristlichen Partei, der Vertre­ter der spanischen-Nationalregierung, der deut­sche Gesandte, der italienische Gesandte Sola und auch Vertreter der polnischen, jugoslawischen

und fapanischen Gesandtschaften fetf. Gesandter Dr. Fadricius legte an den Särgen einen Kranz mit der Hakenkreuzschleife nieder. Der Erzbischof nahm die Einsegnung vor. Der Ordnungsdienst wurde von Staffeln der früheren Eisernen Garde besorgt. Die Beisetzungsfeier, die in vollem Einvernehmen mit der Regierung erfolgt, verlief in voller Ord­nung.

Treffende Argumente für die deutsche Koloniatfor-erung.

London, 14. Febr. (DNB.)Sunday Chro- nicle" veröffentlicht einen Aufsatz Beverley N i - cf) o 15 über die deutsche Kolonialforderung. Wie kommt es, so fragt Nichols, daß jedes andere Land in der Welt mit Ausnahme Deutschland Kolonien besitzen darf? Wie kommt es, daß Holland ein großes Kolonialreich hat, aber nicht Deutschland? Warum dürfen Polen und die Tschechoslowakei über nationale Minderheiten herr­schen, nicht aber Deutschland? Wie lange wird die große deutsche Nation noch auf uns hören, wenn wir ihr versagen, dieselben Rechte zu haben, die wir jedem Holländer und Portugiesen zugestehen. Wir haben das deutsche Kolo­nialreich g e st o h l e n. So hart das Wort klingen mag, es entspricht den Tatsachen. Die deutsche Kolonialverwaltung vor dem Kriege rief größte Bewunderung von Männern wie Theodor Roosevelt und Cecil Rhodes hervor! Nichols er­innert dann diejenigen Engländer, die behaupten, daß Deutschland seine Kolonien auf normalem Wege im Kriege verloren habe, daran, daß Deutschland sich nur auf Grund der 14 Punkte von Präsident Wilson in die Friedensverhand­lungen eingelassen habe. Diese Punkte, die unter anderem eine unparteiische Regelung der Kolonialforderungen vorsahen, seien aber in Versailles in brutaler Weise verletzt worden.

Er sei nicht ein Freund der Deutschen, er sei aber ein Freund der Gerechtigkeit. Es sei eine unver­schämte Lüge, wenn man behaupte, daß Deutschland die Eingeborenen militari­sieren würde, wenn man ihm die Kolonien zu­

rückgäbe. Deutschland habe seine schwarzen Unter­tanen niemals militarisiert. Frankreich hin­gegen militarisiere nicht nur seine schwarzen Un­tertanen, sondern es habe sogar schwarze Trup­pen nach Deutschland gesandt und damit eine Erbitterung zurückgelassen, die niemals ganz ausgelöscht werden könne. Marschall Fach habe so­gar geprahlt, daß Frankreich im n ä ch st e n Kriege eine Million schwarzer Trup­pen zur Verfügung haben werde.

Auch die Behauptung, daß die Kolonien von keinem wirtschaftlichen Wert für Deutsch­land sein würden, sei unsinnig. Es sei eine alte Tat­sache, daß der Handel immer der Flagge folge. Wenn Deutschland Kolonien besäße, dann könnte es seine eigene Währung für den K a u f von Rohstoffen verwenden. Ferner sei die Erklärung, daß Deutschland nicht geeignet sei, Kolonien zu haben, eine B e l e i d i g u n g, die nur zum Kriege führen könnte. Ein Mann wie Theodor Roosevelt habe einst aefagt, daß Deutsch­land in seinen Kolonien eine Arbeit verrichte, die für die ganze Welt von Nutzen sei. Die Entdeckungen deutscher Wissenschaftler und Chemi­ker seien es zu großen Teil gewesen, die die Ein­dämmung der Tropenkrankheiten, wie Malaria und Schlafkrankheit, ermöglicht habe. Ab­schließend weist Nichols auf die Worte Lord Snow­dens hin:Es ist ganz unmöglich, zu glauben, daß die Aufrechterhaltung friedlicher Beziehungen möglich ist, solange England, Frankreich, Belgien, Portugal und Italien große Kolonialgebiete besitzen, während eine Nation wie Deutschland aller 'Ex­pansionsmöglichkeiten beraubt ist."

Brotgetreide wird nicht verfüttert.

llmtauschaktion Futtergetreide gegen Roggen.

Berlin, 13. Febr. (DNB.) Der Appell an das deutsche Landvolk, sich seiner staatspolitischen Pflicht bewußt zu sein und das Ablieferungssoll für Brot­getreide zu erfüllen, hat in a l l e n deutschen Dörfern ein nachhaltiges Echo gehabt. Zahlreiche Landesbauernschaften konnten melden, daß bereits jetzt schon vielfach die Abliefe­rungen in der vollen Höhe des Ablieferungssolls er­folgt sind. Dabei läuft die Frist, innerhalb deren die Brotgetreideablieferungen beendet fein müssen, erst am 28. Febr. 1937 ab. In manchen Dörfern ist es nun so, daß die Erzeuger, die bereits ihr Soll voll erfüllt haben, noch über d i e Höhe ih­res Ablieferungskontingents hinaus Roggen zür Verfügung haben. Es verstößt gegen den Sinn des deutschen Kampfes um die Nah­rungsfreiheit, wenn diese Roggenmengen vom Ge­treideerzeuger verfüttert werden.'Der Vierjah­resplan, zu dem der Führer das ganze Volk aufge­rufen hat, verlangt vom deutschen Volk auch, mit den Nahrungsgütern gewissenhaft umzugehen. Des­halb können diese Roggenmengen viel besser dazu verwendet werden, die deutschen Brotgetreide- b e st ä n d e auch über dieses Jahr hinaus zu sichern.

Um jedoch die Bauern und Landwirte anderer­seits ausreichend mit Futtermitteln zu ver­sorgen, soll nunmehr eine großzügige U m - t a u s ch a k t i o n eingeleitet werden, an der sich alle Erzeuger beteiligen können, die ihr Liefersoll voll erfüllt haben. Die Abwick­

lung dieser Aktion wird sich so vollziehen, daß die Verteiler den Bauern und Landwirten für ihren Roggen die g l e i ch e M e n g e F u t t e r m i t- t e l zur Verfügung stellen. Jeder Bauer oder Land­wirt, der sein Liefersoll erfüllt hat, wird also die Möglichkeit haben, ohne jeden Preisverlu st seinen überschüssigen Roggen gegen Gerste, Mais oder Maisfuttermehl einzutauschen. Da diese Ak­tion bezweckt, der Brotversorgung in weitestgehen­dem Maße Brotgetreide zu sichern und der deutschen Landwirtschaft erhebliche Futtermengen zuzuführen, also mithelfen soll, Deutschlands Kraft für die Durchführung des Vierjahresplanes zu stärken, ist es selbstverständliche Pflicht, daß von dieser Umtausch­möglichkeit jeder Bauer und Landwirt Gebrauch macht. Das gilt um so mehr, als Ministerpräsident Generaloberst Göring und der Reichsbauernführer bereits eindringlich und wiederholt das deutsche Landvolk auf seine große Verantwortung für die Brotversor­gung hingewiesen und eindeutig gefordert haben, daß Brotgetreide nicht verfüttert wird. Die Umtauschaktion wird der Landwirtschaft die Erfüllung dieser Pflicht wesentlich erleichtern.

Die Reichsstelle für Getreide hat die Einzelheiten der Umtauschaktion in einem Merkblatt zusammen­gefaßt, das in der Fachpresse alsbald veröffentlicht werden wird und von jedem Verteiler bei der Reichsstelle für Getreide bezogen werden kann.

Der Aufbau der Berufsausbildung.

3m Herbst 1937 zum erstenmal Berufswettkampf der Gesellen.

Berlin, 13. Febr. (DNB.) Zur Neuordnung der Ausbildung und Erziehung, wie sie unter ande­rem in der Verkündung der Adolf-Hitler-Schulen und der Uebernahme der Berufserziehung durch die DAF. zum Ausdruck kommt, erklärte Reichsorgani­sationsleiter Dr. Ley dem Hauptschriftleiter des Angriff" u. a.:Wir geben den deutschen Men­schen nicht mehr aus der Hand, wir nehmen uns seiner, an, sobald er zur Schule kommt, und wir helfen" ihm und führen ihn, solange seine Arbeits­kraft nur irgendwie gefördert und entwickelt wer­den kann. Unser Plan, bei dessen Verwirklichung wir in enyster Fühlungnahme mit dem Reichs- erziehungsmlnisterium arbeiten werden, muß immer bei der Volksschule beginnen. Die Volks­schulzeit muß verkürzt werden, aber sinnvoll verkürzt, so daß ein allmählicher Uebergang von der Schule in den Beruf erfolgt und die Be­rufsberatung und Berufsfindung unter der be­treuenden Hand von HI. und DAF. geschieht.

Bereits im 7. Schuljahr beginnt die B e - ru f s e r zi eh u n g. In den Schulen werden Werkstätten errichtet, an denen die örtlichen Handwerksmeister mitwirken. Hier wird der Schüler an die beiden Grundstoffe, Holz und Eisen, herangebracht. Wir nennen das die Robinsonklasie. Hier zeigt sich ob einer mehr für grübelnde, bastelnde, feinmechanische Arbeit neigt oder mehr zur harten disziplinierten Handarbeit, die sich am Eisen auswirken will. In dieser Klasse findet die Berufsberatung statt. Das 8. Schuljahr ist be­reits das erste Jahr der Berufslehre. Dem Schüler wird bereits ein Meister am Ort zu- geteilt. Der theoretische Unterricht in der Schule läuft weiter, und der Lehrer behält die Aufsicht über den Schüler. Er wird etwa täglich eine bis zwei Stunden theoretischen Unterricht geben, wie er für jeden schaffenden Menschen nützlich ist, x. B. kaufmännisches Rechnen, Schreiben von Geschäfts­briefen, Anlegen einer einfachen Buchhaltung, Kal­kulation, Materialberechnung usw. In der Gemein­schaftswerkstatt der Schule wird außerdem wöchent­lich ein paar Stunden weiter gearbeitet. Im drit­ten Jahr kommt der junge Mensch ganz zum Meister in die Lehre, das vierte Jahr sieht ihn in den Werkstätten der DAF. oder der Industrie vder des Handwerks, wo die Spezialistenausbildung erfolgt.

Völlig neu wird die Gesellen- und M eister- Prüfung geregelt. Ich habe gerade mit dem Ge­bietsführer Axmann vereinbart, daß im Oktober dieses Jahres der erste Reichsberufswett­

kampf für Gesellen beginnt. Wer diesen Be­rufs wettkampf eine festgesetzte Anzahl von Jahren bestanden hat, soll ohne besondere Prüfung Geselle werden, wobei natürlich nach Lei - stunaen gemessen wird. Ebenso wird der Meistertitel durch eine weitere Teilnahme am Gesellenwettkampf erworben, ebenfalls unter Ver­zicht auf die bisherigen Meisterprüfungen. Wir haben das Gesellenwandern eingeführt. Es hat sich so bewährt, daß mir von jedem Handwerker, ehe er Meister wird, ein Jahr Gesellenwanderung verlangen müssen.

Als Spitze dieses Fachschulneubaues sehe ich die Meisterschulen an. Sie sollen dafür sorgen, daß eine gleichmäßige Güte des Hand­werkertums im ganzen Reich erzielt wird. Nur wer eine dieser Meisterschulen besucht hat, kann als Fachlehrer von der DAF. aner­kannt und eingesetzt werden. Wir sehen, daß wir mit diesem Fachschulaufbau Zeit gewinnen und die Tüchtigsten wirklich nach oben bringen. Es soll nicht mehr so sein, daß tüchtige Facharbeiter und Handwerker erst mit 30 Jahren an eine Familien- gründung Herangehen können. Wir wollen junge Väter und junge Mütter als Eltern vieler Kinder.

Lehrer und Bewegung.

Eine Rede des Reichswatters Wächiler.

Würzburg, 14. Febr. (DNB.) Auf der Gau- tagung ber mainfränkischen Erzieher legte Gauleiter Fritz W ä ch t l e r, der Reichswalter des NS.-Leh- rerbunbes, Gründe dar, weshalb auch eine grund­sätzliche Umstellung der Schularbeit erfolgen müsse. Er bezeugte der Lehrerschaft, daß sie schon jahr­zehntelang vor der Machtübernahme sich gewehrt habe dagegen, daß die Schule eine reine Wis­senschaftsschule sein solle; sie strebte schon immer die Charakterschule an. Als dritter Erziehungsfaktor sei zu Elternhaus und Schule die Hitler-Jugend hinzugekommen, für die gerade die Lehrerschaft vollstes Verständnis und eine stets opferbereite Hand gehabt habe. Die Lehrerschaft habe in den Jahren 1934, 1935 und 1936 der HI. in jährlicher Steigerung 8541 Mark, 190 000 Mark und 280 000 Mark zugewendet. Die wenigen, die sich bisher von den Schulungskursen immer noch ferngehalten hätten, würden das nachholen müssen. Wer glaubt, in konfessionellen Verbänden noch eine Stütze finden zu müssen, für den ist kein

Platz Im NSLV. und auch nicht in ber deutschen Schule. Der NSLB. umfaßt 97 v. H. aller deutschen Erzieher; davon sind 94 000 mämmliche Mitglieder Hoheitsträger der Bewegung und ebenso 34 000 weibliche Mitglieder. 100 v. H. der Mitglieder ge­hören der NSV. an. Lehrer aller Schulgattungen sind als Hoheitsträger Repräsentanten der Bewe­gung geworden.

Erfolgreicher Kampf gegen die Säuglingssterblichkeit.

Auswirkungen des Hilfswerks Mutter und Kind".

Berlin, 13. Febr. (DNB.) Dor den Reichs­und Gauamtsleitern der NS.-Dolkswvhlfahrt um- riß Hauptamtsleiter Hilgenfeldt die Tätigkeit des HilfswerksM utter und Kind" im Kampfe gegen die Säuglingsfterblichkeit, in der Jugend- erholungspflege, in der Mütterfürsorge, in der Kindergartenarbeit und durch das NS.-Schwestern- wesen zur Gesunderhaltung und Kräftigung unse­res Volkes. Bereits jetzt kann feftgefteUt werden, daß die Säuglingssterblichkeit erheb­lich nachgelassen hat. Im Jahre 1932 starben 7,9 v. H. (im Reichsdurchschnitt) der Kinder im 1. Lebensjahr, im Jahre 1936 jedoch nur 6,8 v. H. Dieser Rückgang der Säuglingssterblichkeit be­deutet, daß jährlich 52 000 Kinder dem deutschen Volke erhalten bleiben. Wenn darüber hinaus noch die Tätigkeit der 3 2 0 0 0 Beratungsstellen des HilfswerksMutter und Kind" gewertet wird, so ist festzustellen, daß im Jahre mindestens 150 000 weitere Kleinkinder vor Gesundheitsstörungen und sonstigen schädigenden Einflüssen, die sich auf das Leben auswirken, bewahrt bleiben.

Vier Direktoren der Reichsbahn zu Ministerialdirektoren ernannt.

Berlin, 13. Febr. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat in Durchführung des Ge­setzes zur Neuregelung der Verhältnisse der Reichs­bank und der Deutschen Reichsbahn vom 10. Fe­bruar 1937 die Abteilungsleiter der im Reichs- und Preußischen Verkehrsministerium aus­gegangenen Hauptverwaltung der Deut­schen Reichsbahn, die Direktoren der Deut­schen Reichsbahn Paul Treibe, Dr.-Jng. e. h. Max Leibbrand, Werner Bergmann und Alfred Prang zu Ministerialdirektoren ernannt. Ministerialdirektor Treibe leitet die Verkehrs- und T a r i f a b t e i I u n g, Ministerialdirektor Leib­brand die Betriebs - und Bauabteilung, Ministerialdirektor Bergmann die maschinen ° technische und Einkaufsabteilung und Ministerialdirektor Prang die Finanz- und Rechtsabteilung.

Rücktritt des Reichskirchenausschuffes.

Berlin, 13. Febr. (DNB.) Der Reichskir- ch e n a u s s ch u ß hat am Freitagnachmittag sei­nen Rücktritt erklärt. D^r Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten hat den Rücktritt angenommen. Ein Verordnungswerk zur Belegung der kirchlischen Verhält­nisse auf Grund des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche vom 24. September 1935 wird am Montag, den 15. ds Mts., im Reichsgesetzblatt veröffentlicht werden.

Hayaschi vor dem japanischen Beichöickg

Tokio, 15. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der ja­panische Reichstag nahm die Regierungserklärung Hayaschis entgegen. Der Ministerpräsident stellte fest, daß er die gesamte Politik auf der unerschütter­lichen kaiserlichen Verfassung als Staats­grundgesetz aufbaue. Die gegenwärtige Lage ver­lange gebieterisch die Stärkung der Wehr­kräfte des gesamten Volkes, was die Entschlos­senheit eines jeden einzelnen Japaners und den kräftigen Schaffenswillen der Gesamtwirtschaft vor- aussetze. Notwendig sei ferner die stetige (Er­neuerung des Verwaltungssystems, das in vielen Teilen den Anforderungen nicht mehr entspreche. Die Regierung erwarte Verständnis unh Opfer der gesamten Nation, wenn allmählich und ohne radikale Eingriffe überholte Einrich­tungen beseitigt würden, die einer gesunden Entwicklung zum Besten des Volkes entgegenstehen.

Wetterbericht

des Reichswetterbienskes. Aosgabeort Jranffurt

Die Umgestaltung der Großwetterlage hat weitere Fortschritte gemacht. Dabei hat sich in der Höhe bei uns schon allgemein eine Süd west- bis West­strömung hergestellt, die mildere Meeresluft heran- sührt und den Witterungscharakter zunehmend un­beständiger gestaltet.

Aussichten für Dienstag: Vielfach kün­ftig und meist stark bewölkt, zunehmende Nieder- fchlagsneigung, bei ansteigenden Temperaturen süd­liche bis südwestliche Winde.

Aussichten für Mittwoch: Bei Luftzu­fuhr aus West voraussichtlich zunehmend milderes und unbeständigeres Wetter.

Lufttemperaturen am 14. Februar: mittags 1,5 Grad Celsius, abends 0 Grad; am 15. Februar: mor­gens 0,2 Grad. Maximum 2 Grad, Minimum heute nacht0,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Februar: abends 0,7 Grad; am 15. Fe­bruar: morgens 0,6 Grad Celsius. Sonnenschein­dauer 1,9 Stunden.

Winlersporl-Deklerberichl.

Vogelsberg, Hoherobskopf: Nebel 3 Grad, 30 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Sportmög­lichkeiten sehr gut.

Taunus. Kleiner Feldberg: Nebel,1 Grad, 12 Zentimeter Gesamtschneehöhe, Pappschnee.

Sauerland. Winterberg: Nebel, 0 Grad, 45 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Sport gut.

Schwarzwald. Feldberg: Bewölkt, 2 Grad, 80 Zentimeter Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Sport gut.

Alpen. Schneefernerhaus: Bewölkt,7 Grad, 6,40 Meter Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Sport­möglichkeiten gut.

Nimm Dir fest vor:

Keinen Abend ohne

Chlorodont