gibt der Ursprung des Wortes Zivilitation die Erklärung der Bedeutung: civjs d. i. der Burger, ein Mensch, der in einer Burg wohnt, die als Schutz vor Angriffen in Notzeiten entstanden ist. Aus Ansiedelungen um die BFrg sind die Dörfer und schließlich die Städte entstanden. Zivilisation enthält also all das, was sich aus dem Zusammenleben vieler Menschen auf einem verhältnismäßig engen Raum ergibt: nämlich eine ganz bestimmte Ordnung für die Menschen, wenn sie miteinander leben wollen: also etwas rein Zweckmäßiges, etwas zweckmäßig Notwendiges: denn von Jugend ist der Mensch nicht gut, wie gedankenlose Schwärmer meinen, sondern eher egoistisch. In der Gesellschaft setzt sich zunächst der Stärkste und Brutalste und nicht der Beste durch: deshalb sind die Gesetze zivilisatorische Notwendigkeiten. Die Momente der Zivilisation sind so zahlreich, — und hier brachte Pg. Müller-Scheld eine Reihe von teils überraschenden Beispielen —, daß ihre Uebertonung und Entwicklung zur diktatorischen Macht klar erkennbar wurde.
Bon den drei Faktoren der Kultur: Religion, Wissenschaft und Kunst wurden besonders von der Wissenschaft die Erziehung und die Kunst untersucht. Bei der Erziehung müssen zwei Ziele unterschieden werden:
1. ein zivilisatorisches Ziel, das rein zweckmäßig bedingt ist, und
2. ein kulturelles Ziel, das dort beginnt, wo jene äußerliche Zweckmäßigkeit aufhört und einer höheren Einsicht Platz macht.
In der Kunst kommt vor allem dem Theater die größte Bedeutung zu, weil es der Brennspiegel aller Künste ist, weil hier alle Künste vereint zur Darstellung gelangen können. Früher zeigte diese Kulturstätte ein verzerrtes Bild, während wir heute fordern, daß dort der Mensch lebt, wie er nach unserer Auffassung sein soll. Die ganze Nachkriegsatmosphäre ist ein einziges Wogen und Gären im Volk, bis endlich der Führer der ruhende Pol wird. Kunst ist für uns Fanfare: Warnung und Anfeuerung. Kunst als Schmuck und Verschönerung kommt für uns erst in zweiter Linie.
Ls hat einmal ein deutscher Dichter gesagt: „Wenn Bücher auch nicht gut oder schlecht machen, besser oder schlechter machen sie doch!" Das gilt analog für alle Kunstgebiete. Das kulturelle Leben ist, einmal ganz nüchtern gesagt, so zu bewerten wie das Training für den Sportsmann: Immer und immer wieder die innere Haltung und Kraft stärken und spannen. Es wird in Zukunst so sc daß I n te ressen losigkeit der führenden Schichten aller Gebiete an kulturellen Dingen kompromittierend ist! Wie viele Menschen sind auf den Anschauungen ihrer Jugend stehengeblieben; deshalb sind durch eine ununterbrochene Werbung, Training die Menschen auf ein Höch st maß innerlicher Kraft vorzubereiten.
Wenn Kultur Pflege der Gesinnung ist, dann ist sie unzerreißbar verknüpft mit der Raff e. Der Einwand, daß es gar keine deutsche Rasse gibt und damit auch keine deutsche Kultur, ist hinfällig. Es gibt eine Reihe von Rassen in Deutschland, die in ihren Eigenschaften und den damit verbundenen ethischen Begriffen das barftetten, was nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen Völkern als deutsch empfunden wird. Parteigenosse Müller- Scheld ging dann auf die verschiedenen Rassen im deutschen Volke ein und zeigte ihren Wert am geistiaen und seelischen Gehalt der einzelnen Rassen. Im deutschen Volk lebt aber noch ein anderes Volk: das jüdische! Und in ihm wurzelt eigentlich der tiefere Sinn unserer Rassenfrage. Nicht weil mir einen Schuldigen suchen, sondern weil sie, die Juden, unsere Höherentwicklung störten, weil sie das ganze kulturelle Leben an sich gerissen hatten und wir zu ersticken drohten, deshalb sind sie bei uns unmöglich, deshalb haben wir uns auf die blutmähige Zusammengehörigkeit wieder besonnen.
Der Kampf Adolf Hitlers ist in seiner letzten Deutung nichts anderes als ein Ringen um bie deutsche Kultur. Diese Aufgabe lösen zu Helsen, ist unser Ziel. Alle Bemühungen und alle bisherigen Erfolge sind umsonst, wenn es uns nicht gelingt, eine Umwandlung des Sinnens und Trachtens der Menschen herbeizuführen. Wo wir sehen, daß der alte Geist sich wiedereinzuschleichen versucht, müssen wir auf der Wacht sein und wenn es not tut, rücksichtslos vorgehen und zuschlagen.
Parteigenosse Müller-Scheld ging dann ausführlich auf Einzelheiten der kommenden Kulturpolitik im Gau Hessen-Nassau ein. Er zeigte die kulturellen Institutionen der Partei, wie sie verankert sind in der Deutschen Arbeitsfront (der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", die im Gau Hessen-Nassau vorbildlich für das ganze Reich ist!), dem Reichsnährstand, dem Reichsarbeitsdienst, der Hitlerjugend, der SA., der SS. usw.
Als erste große Aufgabe wurde dem Gaupro- pagandaleiler die Durchführung einer Gaukulturwoche übertragen. Sie wird wahrscheinlich Ende Oktober oder Anfang Tto- oember im Gau Hessen-Nassau stattfinden. Eine Ausstellung, ein Musikabend, ein Theaterabend und zahlreiche kdF.-Veranslaltungen bilden das Gerippe dieser Gaukullurwoche. Das Programm des Reichssenders Frankfurt wird sich ebenfalls in ihren Dienst stellen. Vis in die Kreisstädte werden die hervorragendsten Künstler unseres Gaues zu Gastspielen geschickt, um allen Volksgenossen die Möglichkeit eines Kunsterlebens von hohem Niveau zu geben.
„Der Kampf Adolf Hitlers birgt in sich eine unerhörte Verpflichtung für alle politisch und kulturell Tätigen", so schloß der Gaupropagandaleiter. „Wir wollen leben und bestehen, getreu dem Worte Friedrich des Großen von der Unsterblichkeit Preußens, das wir auf das Dritte Reich anwenden: Möge es dauern bis an das Ende der Zeiten!"
Im dichtgefüllten Deutschen Theater zu Wiesbaden sahen die Tagungsteilnehmer das Lustspiel von Hinrichs: „Petermann fährt nach Madeira", das mit reichem Beifall ausgenommen wurde. Ein großer Volkstumsabend in sämtlichen Räumen des Paulinenfchlößchens vereinte die noch anwesenden Teilnehmer unter dem Motto „Altes und junges Volkstum um Rhein und Main" noch lange in geselligem Zusammensein.
Das deutsch-polnische Wirtschaftsabkommen um zwei Jahre verlängert.
Warschau, 14. Febr. (DNB.) Die deutschpolnischen Wirtschaftsverhandlungen haben zu einer Verlängerung und Ergänzung des bisherigen Abkommens um zwei Jahre, also bis zum 28. Fe
bruar 1939, geführt auf der Basis eines jährlichen Warenaustausches in einer höhe von 176 Millionen Zloty. Die Kontingente für die deutschen Ausfuhrwaren werden den wirklichen Absatzmöglichkeiten und Marktverhältnissen angepaßt. Auch Erleichterungen in den Zollbestimmungen sind vorgesehen. Die technische Abwicklung der Warenverrechnung wird auf polnischer Seite durch die Grün
dung des staatlichen Derrechnungsinstitutes erleichtert. Dem deutschen Film wird in größerem Ausmaß als bisher der polnische Markt erschlossen. Auch aus dem Gebiete der Holzeinfuhr nach Deutschland dürfte der deutschen Forderung entsprochen werden. Wegen des Abschlusses eines o b er s ch le si s ch e n Eise nh ü tte n a b k o m- mens beginnen neue Verhandlungen in Berlin.
Heuer pariser Kgenseldzug gegen Deutschland.
3m Stile der Marokko-Campagne. — Was will Frankreich in Osteuropa?
Berlin, 15: Febr. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Paris gemeldet wird, bringt die französische Presse plötzlich sehr einheitliche Meldungen über angebliche deutsche Staats st reich- pläne aus Danzig. So wird behauptet, daß Deutschland beabsichtige, Danzig zu besehen und dem Reiche einzuverleiben, und so den Frieden in Osteuropa zu gefährden. In anderen Meldungen heißt es wieder, daß bei dem augenblicklichen Jagdbefuch des Generalobersten Göring und des Danziger Senatspräsidenten Greiser in Polen die Einzelheiten der Ueber- leitung der Danziger Souveränität auf Deutschland besprochen werden würden, havas läßt sich im Zusammenhang damit aus Warschau melden, daß man in dortigen politischen Kreisen eine derartige Entwicklung durchaus für möglich halte und sensationelle Vorschläge des Generalobersten Göring an Polen anläßlich seines Besuches erwartet werden' würden.
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Dazu schreibt der „Deutsche Dienst" u. a.: Bei diesen phantastischen Kombinationen, die wieder einmal die Aufmerksamkeit der Welt auf Deutschland lenken und Deutschland als Unruhestifter hin- stellen sollen, handelt es sich um die gleichen französischen Zeitungen, die bereits durch ihre Marokkohetze vor der ganzen Welt blamiert und bloßgestellt sind, und die trotzdem offenbar aus ihrer Blamage noch nichts gelernt haben. Denn es ist wohl noch nicht lange her, daß die mit großen Mitteln aufgezogene Marokkohetze der französischen Presse vor der ganzen Welt als ein plumpes übles Lügenmanöver entlarvt wurde, das inszeniert worden war, um den Frieden in Europa zu stören.
Die französische Regierung hat seinerzeit Anlaß genommen, von dieser Lügenhetze der französischen Presse deutlich abzurücken und ausdrück- lich den französischen Friedenswillen zu betonen. Um so erstaunter wird die Weltöffentlichkeit fein, daß nach dem Zusammenbruch der französischen Marokkohetze nunmehr Danzig offenbar das n e u e Objekt der Phantasie gewisser französischer Journalisten im Stile der Sowjetagentin Mme. T a b o u i s, des Juden Pertinax - Grünbaum vom „Echo de Paris" und ähnlicher fragwürdiger Existenzen sein soll. Die neue Hetze trägt deutlich den Stempel ihrer Herkunft an der Stirn: Sie ist ganz sicher wiederum ein Sow- jetprodukt, und jene französischen Zeitungen,
die für das neue Manöver gewonnen wurden, werden zweifellos ihren klingenden Lohn in französischen Franken von der Sowjetbotschaft in Paris bereits empfangen haben.
Deutschland und Polen aber müssen es sich energisch verbitten, daß eine Frage, die zwischen beiden Staaten läng st ihre Regelung gefunden hat und nur Deutschland und Polen angeht, von den ewigen Kriegstreibern in Europa dazu benutzt wird, unter Einmischung in die Angelegenheiten fremder Staaten erneut den Versuch zu machen, die guten Beziehungen zwischen benachbarten Völkern zu trüben. Auch das französi - s ch e Volk dürfte an derartigen Machenschaften keinerlei Interesse haben, und nur einem Staat wird mit solchen Manövern gedient: Der Sowjetunion, die von ihren inneren Schwierigkeiten offenbar durch die Entfesselung des neuen Lügenfeldzuges ablenken will, und kein Mittel unversucht läßt, selbst unter großem finanziellen Einsatz, die Welt immer wieder mit neuen politischen Märchen zu überraschen.
Die Gpanienpotttik der französischen Volksfront.
Sozialistisches Vertrauensvotum für Blum.
Paris, 15. Febr. (DNB. Funkspruch.) Vor dem sozialdemokratischen Landesparteitag erklärte Ministerpräsident Blum, Frankreich habe m i t keiner Mittelmeermacht ein geheimes Abkommen abgeschlossen. Für die allgemeinen internationalen Probleme gebe es nur eine mögliche Lösung, nämlich eine Ueberwachung, um den Kriegsmaterialschmuggel zu unterbinden. Sollte diese Ueberwachung sich als unwirksam Herausstellen oder sollte es Vertragsverletzung geben, dann werde Frankreich Nein zu sagen wissen.
Die Versammelten nahmen eine Entschließung an mit 4642 Stimmen gegen 702 bei 33 Enthaltungen, in der der Regierung und dem Ministerpräsidenten das Vertrauen ausgesprochen wird. Die Entschließung zur spanischen Frage gab zu einer Auseinandersetzung zwischen den Abgeordneten G r u m b a ch und dem stark linksstehenden Parteisekretär Zyromski. Zyromski hatte die Regierung aufgefordert, ihre Haltung in der spanischen Frage noch einmal zu prüfen und normale Beziehungen zu den bolschewistischen Machthabern in Spanien aufzunehmen. Grumbach brachte dagegen
Die Verjudung des Staatsapparates der Sowjetunion.
Berlin, 13. Febr. Der jüdisch eingestellte Teil der Weltpresse und alle jene, die die Geschäfte der „Volksfronten" und der Komintern besorgen, verschwenden viel Mühe, den jüdischen Charakter des Bolschewismus zu „widerlegen". Demgegenüber verdienen, wie vom „Institut zum Studium von Bolschewismus und Judent um" mitgeteilt wird, folgende Angaben besonders fest- aehalten zu werden, die auf amtlichen bolschewistischen Quellen beruhen und deren Richttgkeit nicht abgestritten werden kann.
Soeben erschien in Moskau das vom Außenkommissariat herausgegebene diplomatische Jahrbuch der Sowjetunion. Danach sind in dem Volkskommissarenrat folgende Mitglieder Juden: Litwinow, Volkskommisiar des Auswär- tigen; Rosengolz, für den Außenhandel: Ljubimow, Isidor Ewstignejsohn, für die Leichtindustrie: Kaga- nowitfch, Lasar Mosessohn, Verkehrskommissar: Kalmanowitsch, Moses Josefsohn, Kommissar der Sowchosenwirtschaften: Weizer Israel Jakobsohn, für den Innenhandel: Kaminski, Grigor Nahumsohn, Dolksgesundheitskommissar. Dazu kommt noch der neue Kriegsindustriekommissar Ruchimowitsch, Moses Leosohn.
Wo sich die Führung nicht direkt in jüdischen Händen befindet, dort werden die Geschäfte von den zahlreichen jüdischen, zur Ueberwachung eingesetzten Helfern geführt. So herrschen in der Staatskontrolle die beiden Vertreter des Präsidenten: Belenki, Sa- chan Mosessohn: und Roisemann, Boris Anisimsohn; im Kriegskommissariat: der allmächtige Stellvertreter des Kommissar und politische „Erzieher" der Armee Gamarnik, Iwan Borrissohn; im Jnnenkom- miffariat: Bermann, Matwej Davidsohn: und Agranow, Jacob Saulsohn: im Volkskommissariat der Schwerindustrie: Gurewitsch: im Volkskommissariat ür Forstwirtschaft: Gantmann, Bensian Nctthan- ohn: und Kogan, Lasa Josefsohn: im Volkskommis- ariat für die Verbrauchsindustrie: Belenki, Markus Nathansohn; und Levitin, Markus Philippsohn; im Landwirtschaftskommissariat: Gaister, Aron Jsrael- sohn: im Finanzkommissariat: Lewin, Ruwim Ja- cobsohn: und Kagan, Owsej Jsraelsohn.
Ein besonderes Kapitel bildet das Außenkommissariat sowie der Außenhandel. Das Kommissariat des Genossen Litwinow-Finkelstein ist nicht nur im Haupt, sondern auch in allen seinen Gliedern mit Juden durchsetzt. In der Moskauer Zentrale herrschen folgende Juden: Beresow, Lasar Emmanuelsohn: Jlinski, Jacob Simonsohn: Stern, Lewin, Weinberg, Zuckermann, Bregowski, Michael Samuelsohn: Marmorstein, Plotkin, Markus Abrahamsohn: Rosenblum, Morchtin Jeronin Markussohn: Jaroschewski, Michael Jefimsohn.
Nicht minder verjudet ist die Vertretung der Sowjetunion im Auslande. In Amerika herrschen die Jugen: Trojanowski (Botschafter), Umanski, Gochmann: in Belgien Ru- binin (Gesandter): in Spanien Moses Rosenberg: in Finnland Asmus: in Frankreich ist der erste Mitarbeiter des Botschafters der Jude Hirschfeld: in England wird die Sowjetunion durch die Juden Maiski, Kagan und Epstein vertreten: in Italien durch Stein, Helfand und Fridgout; in der Tschechoslowakei durch Tumanow und Schnittmann: in Lettland durch Brodowski; in Litauen durch Karski; in Norwegen durch Jakubowitsch usw. Wo die Leitung der diplomatischen Vertretung sich in nichtjüdischen Händen befindet, dort sitzen Juden an zweiter und
dritter Stelle. Das gleiche Bild bietet die Besetzung der Außenhandelsvertreter. Das Gesamtbild ist damit so klar wie nur möglich: Nicht nur die Sowjetregierung, die Spitzen der Verwaltung, die Zentralstellen im Lande und der sonstige Beamtenapparat, sondern auch die bolschewistischen Vertretungen im Ausland sind fest in jüdischen Händen — hier zur Erhaltung und zum Ausbau der Basis der Weltrevolution, dort zu ihrer Förderung und praktischen Durchführung.
„©äuberunaMttion"
auch unter den Wolgadeutschen.
Moskau, 14. Febr. (DNB.) Die nach dem Theaterprozeß überall in Gang gefetzte „Säuberungsaktion" hat auch auf die Wolgadeutschen Gebiete übergegriffen. Die Lokalzeitung „Nachrichten" spricht von der Sabokierung des Einsatzes von
B e r I i n , 13. Febr. (DNB.) Die „Rheinisch-Westfälische Zeitung" veröffentlicht einen Bericht ihres Moskauer Korrespondenten, der dazu beiträgt, das Rätsel um die Selbstbezichtigungen zu lösen. Die Seelenfolter der armen Opfer der Tscheka unterscheidet sich in manchen Fällen kaum von den Methoden der Hexenprozesse im Mittelalter, wird abe; mitunter auch sehr „modern" mit den neuesten Errungenschaften der Technik und der Medizin betrieben.
In Einzelfällen politischer Art arbeitet man zunächst mit der „Licht- und Temperatur- k u r". Die Zelle der Häftlinge wird 30 Minuten lang ganz grell erleuchtet, um in den nächsten 30 Minuten in tief ft e Finsternis gehüllt zu werden, 30 Minuten bis 40 Grad Hitze und darüber, um innerhalb weniger Minuten die Zelle für eine halbe Stunde in einen Eiskeller zu verwandeln. Dieses „Spielchen" wird wochenlang Tag und Nacht fortgesetzt. Zu den harmlosesten Druckmitteln gehören die stockfinsteren U n - gezieferkammern, in denen die Gefangenen Tage und Wochen zubringen müssen. Die „Quetschkammer n", die auf 40 Grad erhitzt werden und in die die Gefangenen massenweise hineingequetscht werden, daß sie eng aneinandergedrückt nur stehen können, sind ebenfalls sehr beliebt. Die anderen körperlichen Folterungen, die meistens durch chinesische und lettische Kommuni st e n ausgeführt werden, können wegen ihrer Scheußlichkeit nicht erwähnt werden.
Diejenigen Gefangenen, die man für d i e großen Theaterprozesse benutzen will, werden besonders zurecht gemach t". Jedem ausländischen Beobachter ist das schemenhafte Wesen der Angeklagten in den sowjetistischen Schauprozessen aufgefallen. Im Auslande hat man daher viel von Massenhypnose gesprochen. Englische Zeitungen schrieben von Einspritzungen, durch die die Angeklagten willenlos gemacht worden waren. Diel näher liegt aber die Vermutung, daß die Untersuchungsbehörde ihr Ziel durch Verabreichung v o'n Luminalpräparaten er
Traktoren in den Kollektivbetrieben. An vielen Orten herrschten in der Verwaltung und im Parteiapparat schwerste Mißstände. „Mißachtung der Be- schwerden der Kolchos-Bauern und Unterdrückung jeder Selbstkritik" seien an der Tagesordnung. In einem Bezirk seien ferner die Mittel verschleudert worden, die für die Hebung der Rindviehzucht an- gefetzt waren. Einzelne Funktionäre feien abgesetzt ober verhaftet worden. Das Blatt klagt dann ganze Dörfer des „chauvinistischen Verhaltens" gegenüber Tataren und Kirgisen an, die in jüngster Zeit von der Svwjetregierung in rein deutschen Dörfern an ft eile verschickter „Kulake n" an gesiedelt wurden. Aus der Saratower Zeitung „Kommunist" erfährt man, daß ein Teil der Leitung des Parteiausschusses im Wolgadeutschen Gebiet a b g e s e tz t worden ist. Auch hier heißt es, daß sich „Trotzkisten und andere Schädlinge" in leitende Parteiorgane „eingeschlichen und Schädlingsakte vollführt" hätten.
reicht hat. Zurechtgemachte Luminalpräparate sind völlig geschmacklos und können daher jedem Essen und Getränk beigemengt werden, ohne daß das Opfer etwas davon merkt. In sehr kleinen Dosen wirkt Lumina! auch nicht als Schlafmittel, sondern erzeugt nur halbe Müdigkeit, Schlappheit. Wenn man mehrmals täglich das Gift verabfolgt und diese „Kur" einige Wochen durchführt, kann man den ftärfften Menschen zu einer Marionette machen.
Der Psychiater kann durch Luminalpräparate, verbunden mit entsprechender suggestiver Behandlung, unheilbar Irre auf Wochen von ihren Wahnideen befreien. Die Luminalpräparate dienen dazu, den Irren zu beruhigen, um ihn dann einer suggestiven Bearbeitung zugänglich zu machen. Was der Wissenschaft zum Wohle der Kranken gelungen i£t, kann nun leider auch im umgekehrten Sinne angewandt werden. Selbst wenn der Gefangene in der GPU. gleich von Anfang an in einen Hungerstreik treten sollte, trinken muß er auf jeden Fall. Wenn man ihm zunächst S a l z w a s s e r (auch eine von der Tscheka sehr häufig angewandte Methode) gibt, wird er später desto ausgiebiger z u dem mit Sumina! präparierten Was - s e r greifen. Seine Willenskraft läßt nach, er beginnt auch zu essen und wird immer mehr zu einer willenlosen Marionette, die dann täglich mit den gleichen Suggestivfragen bearbeitet wird und nach einigen Wochen „prozeßreis" ist. Zur Beschleunigung der „Kur" und zur Anreizung der Phantasie in Selbstbezichtigungen werden noch Haschischpräparate gegeben. In der Opiumbehandlung war die Tscheka fast schon seit ihrem Bestehen mit Recht berüchtigt! Wenn wir in den Theaterprozessen häufig erlebten, daß die Angeklagten weit über das verlangte Geständnis hinaus sich in den unmöglich st en Selbstbezich- t i g u n g e n ergingen, so daß der Staatsanwalt ganz verzweifelt den Redestrom des „Geständigen" abzubremsen versuchte, ist diese Erscheinung wahrscheinlich auf Nachwirkungen von Haschischpräparaten zurückzuführen.
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ie hie GM. ihre Opfer „prvzeßreis" macht.
Das Rätsel der Selbstbezichtigungen in den Moskauer Schauprozeffen.
einen sehr viel g e s chm einigeren Wortlaut ein, der Landesrat begrüße es, daß die Regierung ihre Treue zur Politik der kollektiven Sicherheit und zum unteilbaren Frie - d en zum Ausdruck gebracht hätte. Er stelle aber gleichzeitig fest, daß die Nichteinmischungspolitik, nicht die gewünschten Ergebnisse gezeitigt habe und dieser Zu st and nicht länger andauern könne, weil er den internationalen Frieden und den Bestand des „republikanischen Spaniens" in Gefahr bringe. Der Landesrat fordere deshalb die Regierung auf, ein wirksames Kontrollsystem aufzustellen. Sollten diese Bemühungen nicht zu greifbaren Ergebnissen führen, so müsse die Regierung die Wiedererlangung ihrer Handlungsfreiheit in Erwägung ziehen. Der Antrag Grumbachs wurde gegen den Antrag Zy- romfki mit erdrückender Mehrheit angenommen.
Nationaler Vormarsch östlich -es Parama-Fluffes.
Frauen und Kinder von den Bolschewisten als „Soldaten" eingesetzt.
Salamanca, 15. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Madrider Division setzte ihren Vormarsch östlich des Parama-Flusses fort und drängte d i e Bolschewisten trotz starken Wider st an- des zurück. Im Unterabschnitt von San de Dacos wurde ein heftiger Gegenangriff abgeschlagen. Als Folge des gestrigen Angriffes wurden 117 tote Bolschewisten, unter ihnen ein weiblicher „Oberleutnant", geborgen und beerdigt. Im Abschnitt Carabanchel wurden 88 tote Bolschewisten, darunter ein Hauptmann, ein Oberleutnant und ein Leutnant, geborgen, ferner Kinder von 13 bis 14 Jahren, die völlig bewaffnet und augenscheinlich als „vollwerttge Soldaten" verwendet worden waren.
An der Front von Motril (Andalusien) wurden den Bolschewisten erhebliche Niederlagen beigebracht. Die Landstraße Malaga—Motril ist überfüllt durch zurückkehrende Flüchtlinge und übersät mit übelriechenden Lumpen, die von den flüchtenden Bolschewisten am Wege zurückgelassen wurden. Zahllose tote Maulesel und umgestürzte Automobile sind ein Beweis der überstürzten Flucht der bolschewistischen Horden. Die aus den neubesetzten Küstenortschaften nach Malaga zurückkehrenden Familien bieten ein erschütterndes Elendsbild, da die Bolschewisten auf ihrem Rückzug alle Ortschaften ausplünderten. In Velez Malaga sollen über 1500 nationale Persönlichkeiten ermordet worden sein, in Eoin 400, in Malaga selbst über 8000, darunter vier Geistliche, die lebendig verbrannt wurden. Gefangene wurden in Malaga nackt durch die Straßen getrieben, und Bolschewisten haben die abgeschnittenen Ohren ihrer Opfer im Knopfloch getragen. Ein besonderer Beweis der Roheit und Entmenscktheit ist, daß in den Straßen Malagas mit Köpfen Enthaupteter Fußball gespielt wurde und Frauen dazu Beifall klatschten. Es war ein tägliches Schauspiel, daß nationalgesinnte Personen erschossen und bie Leichen ins Meer geworfen wurden.


