Einzelbild herunterladen

AieVankvonZlankreichimDienstderVolschewisteil

Eine Frage an den Gouverneur der Bank.

Paris, 15. Ian. (DNB. Funkspruch.) Die 5)al- tung und die Praxis, die die B a n k v o n F r a n k- r e i ch gegenüber dein in Spanien von den Bol­schewisten geraubten Staatsgold annimmt, das dann nach Paris geschleppt worden ist, haben bereits wiederholt die Besorgnis verantwortungs- bewußter französischer Kreise heroorgerufen und, lmeJour" am Freitag bemerkt, auch in London einen sehr schlechten Eindruck gemacht. Das gleiche Blatt spricht heute von

neuen eigenartigen Machenschaften der Bank von Frankreich zugunsten der roten Macht- Haben von Valencia.

Nach dem Währungsgesetz vom 10. Oktober v. I. dürfen Borschüsse auf Gold nur noch von der Bank von Frankreich gewährt und diese Operativ-

Katalonien unter soivjetrnUcher Knute.

Eine englische Bestätigung.

London, 14. Jan. (DNB.) Daß die wirklichen Machthaber Kataloniens Bolschewi­st enhSuptlinge sind, die eigens zu diesem Zweck aus der Sowjetunion importiert wur­den, bestätigt am Donnerstag derEvening Stan- dard". Auf Grund überzeugenden Beweismalerials einer aus Barcelona nach England gekommener» Persönlichkeit stellt das englische Blatt nochmals ausdrücklich fest, daß der Bolschewistenhäuptling und Leiter des Novemberumsturzes in Sowjetruhland Wladimir Antonow-Owfejenko als Gene­ralkonsul in Barcelona die Gewalt in Kata -

Die Anarchie in Valencia.

Verschwörungen. Polizei gegen hungernde Frauen. Bolschewistische Theorien undurchführbar.

Paris, 15. Jan. (DNB. Funkspruch.) lieber die tollen Zustände im kommunistisch-anarchistischen D a - l e n c i a verlautet von der französisch-spanischen Grenze, daß man in der katalanischen Hauptstadt jetzt sogar einer

Verschwörung gegen einige rote Rädelsführer von Valencia auf die Spur gekommen

sei. Diese Verschwörung richte sich besonder gegen den Häuptling Prieto und gegen die rote Furie Passionaria.

Prieto ist besonderer Vertrauensmann des sow­jetrussischen Botschafters Rosenberg. Anarchisten, so heißt es, hätten einen Sabotageakt an dem Flugzeug vorbereitet, mit dem Prieto nach Bilbao fliehen wollte. Die Anarcho-Syndikalisten von Barcelona sollen besonders ungehalten darüber sein, daß der rote Oberhäuptling Cabellero der P a s s i o n a r i a" einen Posten in seinerRegie­rung" geben wolle. Sie hätten daher beschlossen, sich dieser Frau zu entledigen.

Auch in der katalanischen Bevölkerung steigt die Unzufriedenheit ständig. Es mehren sich die öffent­lichen Kundgebungen, bei denen Plakate mitgeführt werden mit'Aufschriften, wie

Wir wollen mehr Brot und weniger Politik".

Bei einer der letzten Demonstrationen wurde einer Abordnung versprochen, daß mehr Lebensmittel verteilt würden, sobald die Dampfer eingetroffen seien. Die Menge war aber mit diesem Bescheid nicht zufrieden, sie heulte und pfiff so, daß Polizei einaesetzt wurde. Mehrer Frauen wurden von der Polizei verletzt und zahlreiche Demonstranten fest­genommen.

In einer Gewerkschaftsversammlung in Barcelona erklärte dieser Tage ein Gewerkschaftler ganz offen, daß

die kollektivistischen Methoden und Theorien sich in Spanien nicht durchführen lassen würden.

nen müssen im Wochenbericht der Bank vermerkt werden. Allerdings hat sie die Ermächtigung, in besonderen Ausnahmefüllen das Bevorschus­sungsrecht auch Privatbanken zu über­lassen.

Das Blatt fragt nun, ob tat Gouverneur der Bank von Frankreich nicht von dieser Ermäch­tigung zugunsten einer Bank Gebrauch gemacht habe, die nur eine maskierte Einrichtung der Sowjet-Regierung sei. handele es sich nicht um die gleiche Bank, die alle Finanzoperationen der Bolschewisten von Valencia durchführe?

Das Blatt fügt hinzu, daß die erste Ermächtigung der erwähnten Art für Rechnung des bolschewistl- schen Spaniens bereits erfolgt sei.

Ionien völlig in händen habe. Sämtliche Verordnungen und Erlasse des katalanischen soge­nanntenParlaments", sogar die Rede der Bol­schewiken, die sichMinister" neunen lassen, müh­ten dem sowjetrussischen Generalkon­sul zur Begutachtung vocgelegt werden. Auch die Anführer der roten Horden nähmen häu­fig mit ihm Fühlung. Antonow-Owfejenko spreche nicht spanisch, lerne aber zur Zeit kata­lanisch und halte bereits in dieser Sprache Re­den in hehversammlungen, um den roten Mob zu immer neuen Gewalttaten anzufeuern.

Er führte als Beispiel die Lage der Barcelo- ner Straßenbahn-Gesellschaft an, die nach sowjetrussischen Ratschlägenumorganisiert" worden ist. Da sich das Personal dieser Bahn den Gewinn teilen dürfe, seien, so erklärte der Redner, die Fahrpreise nicht nur nicht herab­gesetzt, sondern das Material habe inzwischen auch stark gelitten.

Freimaurer-Hüse für die Hofen.

Pariser Enthüllungen.

Paris, 14. Januar. (DNB.) Die rechtsstehende WochenschriftGringoire" erklärt, daß in den französischen Freimaurerlogen, vor allem in dem Tempel desGroßen Orients", Gel­der für die spanischen Bolschew ist e n gesammelt würden. Auch habe der französische Große Orient" ein Mitglied seines Ordensrates mit dem echt französischen Namen Z a b o r o w s k i nach Spanien entsandt, der alle dortigen angeschlos­senen Logen aufsüchen und über die Verteilung der Gelder, Waffen und Munition Bericht erstatten soll. Der Bundesrat der Großloge von Frankreich habe als seinen Vertreter in Valencia den italienischen Emigranten Pietro N e n n i von der LogeNuova Italia" benannt, der als Mitglied des Vollzugs­ausschusses der Zweiten Internationale an der Madrider Front auch noch den Posten eines poli­tischen Hauptkommissars derInternationalen Bri­gade" bekleidet. Vor der Pariser Spartakus-Loge habe der Logenbruder Marcel Pivers am 7. Ja­nuar einen Vortrag gehalten, in dem er auf die Zahl, die Güte und die Bedeutung des Kriegs­materials und der Munition hingewiesen habe, die manunter der Hand den spanischen Freunden habe zukommen lassen". Die Pläne für die fran­zösischenBloch-Flugzeuge" befinden sich seit lan­gem in Barcelona, und nunmehr sei dort auch der erstespanische Apparat" dieses Typs hergestellt worden.

Grund eines internationalen JK bkom - mens über den Zeitpunkt der Jnkraf.^ung dieser Bestimmung.

Portugals Antwort in London.

London, 14. Januar. (DNB.) Die Antwort der portugiesischen Regierung auf die Note, die Großbritannien in der Freiwilligenfrage den fünf interessierten Mächten gesandt hat, wird zur Zeit von den maßgebenden Stellen in London geprüft. Sie wird in amtlichen Kreisen alse r - m u t i g e n b" bezeichnet. Es handelt sich um die erste bisher eingegangene Antwort.

Holländische Werber unter Anklage.

Amste rd am , 14. Jan. (DNB.) Am Donnerstag wurden zwei Marxisten wegen Werbung von F r e i w i l l i g en für eine fremde Kriegsmacht nach eingehender Untersuchung der Kriminalpolizei unter Anklage gestellt. Sie werden bezichtigt, hol­ländische Arbeitslose für die internationale Bri­gade" im roten Spanien angeroorben zu haben.

Besprechungen bei Baldwin.

London, 14. Januar. (DNB.) Ministerpräsident Baldwin hatte am Donnerstag eine Besprechung mit Außenminister Eden über die internationale Lage. Später empfing Baldwin den Besuch des Ersten Lords der Admiralität Sir Samuel Hoare.

Freigegeben.

Berlin, 14. Jan. (DNB.) Die Besatzun­gen und F a h r g ä ft e der vor kurzem von deut­schen Seestreitkräften als Vergeltungsmaßnahme beschlagnahmten roten spanischen Damp- f e rMartha Junquera" undAragon" sind frei- gegeben worden. Die Besatzung des Dampfers Martha Junquera" wurde am 11. Januar vom KreuzerKönigsberg" an der nordspanischen Küste abgegeben, während die Besatzung des Dampfers Aragon" vom PanzerschiffAdmiral Graf Spee" am 12. Januar vor Malaga abgesetzt wurde.

Erfolg Francos an der Balaaa-Fronf.

Eine strategisch wichtige Küstenstadt besetzt.

Salamanca, 15. Jan. (DNB. Funkspruch.) Vom Sonderberichterstatter des DNB. Am Don­nerstag begann an der Malaga-Front die seit längerem vorbereitete große Offensive der nationalen Streitkräfte zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Der heutige Heeresbericht des Obersten Befehlshabers in Salamanca teilt mit, daß die nationalen Truppen nach einer glänzend durchgeführten Operation und siegreich bestandenen Kämpfen die strategisch wichtige Küste n- stadt Estepona besetzt haben. Die Bolsche-

Berlin, 14. Jan. (DNB.) Reichsleiter Dr. Ley nahm am Donnerstag Gelegenheit, im großen Sitzungssaal des Zentralbüros seinem engeren Mit­arbeiterstab und sämtlichen Amtsleitern der DAF. den von ihm aufgestellten Arbeitsplan für das Jahr 1937 in großen Linien darzulegen.

Nach einem Dank für die von den einzelnen Aemtern der DAF. im abgelaufenen Jahr geleistete erfolgreiche Tätigkeit und einer grundsätzlichen Er­örterung allgemeiner Fragen des Etats, in deren Rahmen auch die weiteren großen Möglichkeiten desKdF."-Werkes Behandlung fanden, sprach Dr. Ley über die von ihm verfügte neue Gebiets» aufteilung in der Gesamtorganisation der DAF. Sie ist das Ergebnis einer gesunden, alle starren Formen ablehnenden Entwicklung des ge­waltigen Aufgabenkreises der DAF. und berücksich-

Als im Jahre 1931 der Münchener Glaspalast und mit ihm ein reicher Schah an Gemälden deut­scher Romantiker, vom Feuer zerstört, in Schutt und Asche sank, war gleichzeitig auch die damals sog. moderne Kunst in sich zusammengefunken, gleich­sam um einer von vielen erwünschten neuen reinen deutschen Kunst Platz zu machen. Der Führer war es, der schon, als verflossene Regierungen sich über die Schaffung einer neuen Stätte der Kunst nicht einigen konnten, den Entschluß gefaßt hatte, der deutschen Kunst ein neues Haus zu bauen. Bei der Machtübernahme waren die Pläne, geschaffen von dem leider so früh dahingegangenen genialen Architekten des Führers, Prof. Dr. Ludwig Troost, längst gereift, und so konnte darauf, fest­lich umrahmt vomTag der deutschen Kunst" 1933 an schönster Stätte Münchens der Grundstein zum Haus der deutschen Kunst gelegt werden.

Wenige Monate nur noch, und München, die Hauptstadt der deutschen Kunst", wird erneut zu einem Jubelfest rüsten, in dessen Mittelpunkt d i e feierliche Einweihung des nun erffan- denen herrlichen Tempels der Kunst durch den Führer stehen wird. Dann ist auch, freu­digst erwartet von vielen tausenden von Kunst­schaffenden und Kunstbeslissenen, der Zeitpunkt ge­kommen, an dem der Führer das Haus seiner Be­stimmung übergeben und die erste Ausstellung, die Große deutsche Kunstausstellung 1937" im haus der deutschen Kunst zu München eröffnen wird, um dem deutschen Volke einen Querschnitt durch das gesamtdeutsche Kun st schassen der Gegenwart vor Augen zu führen.

Denn in einer überwundenen Zeitepoche häufig nur ein bestimmter Kreis von Künstlern ober nur Angehörige bestimmter Künstlervereine ober Kunst­richtungen zu besonberen Ausstellungen Zulassung fanben, so sollen bie Schäben auch dieses Systems nunmehr endgültig ausgemerzt werden, im haus der deutschen Kunst werden sie jedenfalls nie Ein­gang finden. Reben einem kleines Kreis von Künst­lern, deren Werke gewissermaßen den Grundstein für die Ausstellung bilden, soll es allen deut­schen lebenden Künstlern ermöglicht wer­den, die Ergebnisse ihres Kunstschaffens und Zeug-

wisten ließen in ihren Befestigungen und Schützen- grüben eine große Anzahl von Toten und viel Kriegsmaterial zurück.

An der Madrider Front ist keine Lagever­änderung eingetreten. Bei Las Rozas unternahmen die Kommunisten einen Angriff, der jedoch blutig zurückgewiesen wurde. Auch an den übrigen Fron­ten herrschte geringe Gefechtstätigkeit. Die Zahl der roten Ueberläufer ist wiederum gestiegen.

Marxistischer Schwindel-

Nicht ein einziger deutscher Soldat in Spanisch-Marokto.

L o n d o n , 15. Jan. (DNB. Funkspruch.) Wenn es eigentlich kaum verlohnt, noch einmal auf die angeb­liche deutsche militärische Betätigung in Marokko einzugehen, so sei, um das Bild einer gewisse n- losenHetzezu vervollständigen, noch einmal regi­striert, daß die internationalen Pressevertreter, die jetz^ Spanisch-Marokko bereisten, ausnahms­los feststellen müssen, nichts von alledem, was zu Beginn dieses Jahres die Welt in Aufregung versetzt hat, sei wahr. Die Sonderkorrespondenten derTimes" und derDaily Mail", die Spanisch- Marokko ungehindert bereisen konnten, haben, wie aus den Donnerstag-Ausgaben dieser Blätter her­vorgeht, auch nicht einen einzigen deut­schen Soldaten entdecken können.

In wessen kranken Gehirnen diese Nachricht ent­standen ist, darüber gibt der Vertreter derDaily Mail" einen interessanten Hinweis. Meldungen über eine deutsche Betätigung in Spanisch-Marokko sind, so sagt dieses Blatt, von Marxisten in Casa­blanca erfunden worden, um Unruhe zu stif­ten und aus Angst davor, daß Franco noch wei­tere acht Bataillone von Marokko nach Spanien ent­senden konnte.

Lnverschämthett jüdischer Emigranten.

Paris, 15. Jan. (DNB. Funkspruch.) Unter der ÜberschriftDie Unverschämtheit der deutschen Emigranten" besaßt sich die Action Fran^aise" mit einer Notiz in dem berüchtigten Juden - EmigrantenblattPariser Tageszeitung", in der die deutschen Emi­granten aufgefordert würden, sich zahlreich an einer Fahnenweihe für das Bataillon Thälmann in Spanien zu beteiligen. Schon zu lange, so be­merkt dieAction Fran^aise", mißbrauche die Pariser Tageszeitung die französische Gast­freundschaft. Man müsse die Unver­schämtheit bewundern, mit der dieses Blatt sich erlaube, eine rein kommuni­st i s ch e Kundgebung als eine französi - sche zu bezeichnen. Man müsse sich anderseits fra­gen, ob eine französische Regierung, die diesen Na­men verdiene, es dulden könne, daß ein Haufen Juden und sozial-kommunistischer Fremder sich in die französische Politik einmischten.

tigt selbstverständlich in besonderem Maße die Not­wendigkeiten des neuen Vierjahresplanes. Sie dient der Sicherung des sozialen Friedens, der Hebung des Lebensstandards und leitet damit eine weitere Entwicklungsstufe aussichtsreich ein.

Der Schluß der fast dreistündigen Ausführungen Dr. Leys war Darlegungen über den ferneren Ausbau der Werkscharen, deren Bedeutung im Rahmen der Betriebsgemeinschaft und der Be­handlung wichtiger Schulungsfragen gewidmet.

Auch das neue Jahr werde die DAF. geschlossen bereit finden, auf dem Fundament der Ge­meinschaftserziehung ihrer Millionen Mit­glieder den ihr bisher übertragenen Aufgaben nicht nur gerecht zu werden, sondern auch ihre Einsatz- fähigkeit gegenüber allen künftig an sie herantreten­den Anforderungen zu ertneifen.

msfe ihres könnens im Haufe der deutschen Kunst zur Schau zu bringen.

Einem ausdrücklichen Wunsche des Führers zu­folge, soll nun neben den im Reiche ansässigen deutschen Künstlern auch allen deutsch st ärn- migen im Ausland lebenden künstlern die Beteiligung an der Ausstellung e rrn ü g l i ch t werden. 3m Hinblick auf die damit verbundene erhebliche Erweiterung des Teilnehmer­kreises der Ausstellung und geleitet von dem Wunsche, den in Frage kommenden Künstlern Ge­legenheit zu geben, für die Ausstellung noch Reues zu schaffen, wird der S ch l u ß z e i t p u n k t für die Anmeldung von Werken auf den 2 0. Fe­bruar 1 937 verlegt. Auf die entsprechend ge­änderten Ausstellungsbestimmungen wird ausdrück­lich hingewiesen.

Möge nun jeder deutsche Künstler im Reiche und im Auslande sein Bestes geben für die Deutsche große Kunstausstellung 1937 zu München",

die dazu berufen sein wird, von der Schönheit und Größe zeitgenössischer deutscher Kunst Zeugnis abzulegen.

Haus der deutschen Kunst (Reuer Glaspalast), Anstalt des öffentlichen Rechts in München."

Namhafte Künstler berufen.

München, 15. Jan. (DNB.) Die Verwaltung desHauses der deutschen Kunst, (neuer Glas- palaft)" veröffentlicht zu dem vorstehenden Aufruf noch folgende Notiz:

Nachdem die Frage der Besetzung der Reichs­kammer der bildenden Künste durch die Berufung des bisherigen Vizepräsidenten der Kammer, Aka­demieprofessor Adolf Ziegler, München, zum Präsidenten der Kammer erledigt ist, hat der Äaatskommissar desHauses der deutschen Kunst", Gauleiter und Staatsminister Adolf Wagner, München, auf Vorschlag desHauses der deutschen Kunst" Akademieprofessor Adolf Ziegler, sowie Akademieprofessor Friedrich W a ck e r l e uni) Pro­fessor Conrad Hommel dazu berufen, als Sach­verständige an dem die Eröffnungsausstellung im Haus der deutschen Kunst" zu treffenden kunstfach- lichen Fragen mitzuarbeiten.

Frankreichs Verbot der FreiwiAgen-Werbung.

Heute Reratuna der Regierungsvorlage in der Kammer.

Paris, 14. Jan. (DNB^ Ministerpräsident Blum legte Donnerstag nachmittag der Kam­mer die Gesetzesvorlage über das Freiwilli - genverbot vor und beantragte gleichzeitig das Dringlichkeitsoerfahren. Mit Ausnahme der Kom­munisten, die ihre schlechte Laune nicht verbergen konnten, beschloß die Kammer, bereits am morgi­gen Freitagnachmittag in die Beratung der Vor­lage einzutreten.

Artikel 1 der Vorlage bestimmt, daß die Re­gierung ermächtigt ist, auf dem Wege von Gefeheserlassen, die von einem Ministervat beschlossen werden, Maßnah- men zu treffen, die geeignet sind, Anwer­bungen und Anwerbungshandlun­gen von Personen für die kämpfenden Par­teien in Spanien und in den spanischen Be­sitzungen einschließlich der spanischen Einfluß­zone in Marokko auf dem Gebiet, das der Sou­veränität und Autorität Frankreichs untersteht, zu verhindern. Weiter soll die Abfahrt und Durchreise von Personen verhin­dert werden, die in die Reihe der kämpfenden in Spanien einzutreten wünschen, desgleichen die Verpflichtung französischer Staatsangehöriger, die sich außerhalb des französischen Gebietes befinden, für die in Spanien kämpfenden Par­teien.

Artikel 2 sieht vor, daß Verstöße gegen dieses Ver­bot mit Gefängnis von ein bis sechs Monaten und Geldstrafen doii 100 bis 10 000 Francs ober mit einer dieser beiden Strafen geahndet werden.

Der Auswärtige Ausschuß der Kam­mer trat unverzüglich in die Beratung der Vor­lage ein. Er ernannte den sozialistischen Abgeordne­ten G r u m b a ch zum Berichterstatter und beauf­tragte ihn, ein günstiges Gutachten abzu­geben.

Der Ausschuß für Zivilgesetzgebung und der Auswärtige Ausschuß der Kammer waren gemeinsam zusammengetreten, um den Mini­

sterpräsidenten und den Außenminister anzuhören. Leon Blum und D e l b o s erläuterten den Ur­sprung und die verschiedenen Verfügungen der Ge- setzesvo''lage gegen die Freiwilligenwerbung.

Der Ausschuß für Zivilgesetzgebung, der den Ab­geordneten Vidal zum Berichterstatter ernannte, hat die Vorlage der Regierung bereits angenom­men und auf Vorschlag des Abg. Mallarme die Gefängnisstrafen für Vergehen gegen dieses Ge­setz erhöht.

Die Beqründuna.

In der Begründung zu dem Gesetzentwurf über das geplante Verbot von Freiwilligenanwerbungen für Spanien heißt es u. a., die Regierung fei der Meinung, baß

das Verbot möglichst schnell in Kraft treten müsse unter der Bedingung, daß ein entspre­chendes Verbot gleichzeitig in allen in Frage kommenden Ländern durchgeführt werde.

Es fei notwendig, daß die Regierung in der Lage sei, zur gleichen Zeit wie die anderen Regierungen und zu einem noch festzusetzenden Zeitpunkt im In­teresse des europäischen Friedens alle Maßnahmen zu ergreifen, die nützlich sein würden, um den ein­gegangenen Verpflichtungen volle Wirksamkeit zu geben. Darum fordere die Regierung von dem Par­lament die Uebertragung der Befugnisse, gegebenen» falls und während eines Zeitraumes von sechs Monaten die zur Verhinderung von Freiwilli­genanwerbungen und ihrer Abreise nach Spanien notwendigen Maßnahmen zu treffen.

Wie aus parlamentarischen Kreisen verlautet, for­derte Ministerpräsident Blum in der gestrigen Sit­zung der zuständigen Kammerausschüsse, daß

die öffentliche kammeraussprache am Freitag­nachmittag so kurz und begrenzt wie möglich gehalten werde,

um den einstimmigen Willen des Parlaments zu betonen, dieselben Verbotsmaßnahmen zu ergreifen, wie die anderen in Frage stehenden Länder auf

Die Deutsche Arbeitsfront im neuenZahr

Dr. Ley über die neue Gebietsaufteilung der DAI.

Aufruf!

An alle deutschen Künstler im Reiche und im Auslande.