Nr. 12 Erstes Blatt
187. Jahrgang
Zreitag, 15. Januar 1957
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General-Anzeiger für Oberhessen
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^ohfioffplan und Motorisierung.
Von Direkioi 3 Berlin, München.
In der ersten Nummer der Zeitschrift „Der V i er j a h r e s p l a n" veröffentlicht Direktor Merlin einen Artikel über Rohstoffplan und Motorisierung, in dem es u. a. heißt:
Wegen ihrer entscheidenden Bedeutung für den wirtschaftlichen Fortschritt Deutschlands wird auch im neuen Vierjahresplan die Motorisierung nachdrücklich gefördert: eine seiner größten Teilaufgaben ist die Versorgung der deutschen Kraft- verkehrswirtschaft mit heimischen Bau - und Betriebsstoffen. Der Vierjahresplan wird vielfach bereits begonnene Arbeiten zusammenfassen, beschleunigen und zum Abschluß bringen können. Wir fahren seit Jahren mit synthetischem Benzin oder mit Gemischen aus heimischem Benzin, deutschem Benzol und deutschem Spiritus, die leistungsfähiger, beständiger und klopffester sind als irgendein Naturbenzin. Von den zwei Millionen Tonnen Leichtkraftstoffen, die Deutschland im Jahre 1935 verbrauchte, waren bereits 925 000 Tonnen, also 45 v. H., im Inland erzeugt. Dieser Anteil steigt unaufhaltsam von Monat zu Monat, und binnen 15 Monaten werden wir unseren gesamten Bedarf an leichten Treibstoffen im Inland decken können.
Nun hat in den letzten Jahren der Dieselmotor durch seine überlegene Wirtschaftlichkeit immer mehr an Bedeutung gewonnen.Da wir in der glücklichen Lage sind, die verschiedensten Rohstoffquellen (Steinkohle, Braunkohle, Torf usw.) zu besitzen, wird die Entwicklung solcher Dieselmotoren gefördert, die hinsichtlich der Kraftstoffqualität möglichst anspruchslos sind.
Schließlich haben wir noch die deutsche Erdölproduktion von einer halben Million Tonnen im Jahr, die uns mit Benzin und hochwertigem Schmieröl versorgen. So wertvoll diese Erdölvorkommen auch sind — die Basis der künftigen Kraftstoffversorgung wird die Kohle sein, und zwar nicht nur in Deutschland. Auch England erstrebt heute bereits die Unabhängigkeit seiner Kraststofs- üer^prcyng auf Steinkohlenbasis, trotz der Oel- reserven, die es in Ueberseegebieten besitzt. Aber auch Frankreich, Italien, Japan, selbst Amerika gehen zur Kohlenverflüssigung nach deutschem Vorbild und deutschen Verfahren über — es läßt sich nicht mehr leugnen, daß die scheinbar so unermeßlichen Erdöloorräte der Welt knapp zu werden drohen. Die Entwicklung zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit Deutschlands ist also nicht nur ein Gebot der Stunde oder eine Folge augenblicklicher Devisenschwierigkeiten, sondern eine Aufgabe, die wir im Interesse unserer wie kommender Generationen auf alle Fälle einmal hätten lösen müssen.
Die Wissenschaft ersetzt heute nicht nur Rohstoffe, die knapp zu werden drohen, sondern sie hat vielfach Kunststoffe geschaffen, die dem Naturprodukt weit überlegen sind. Ein Beispiel hierfür ist die deutsche Erfindung des synthetischen Kautschuks aus Kalk und Kohle. Wir sind eben dabei, die Herstellung von synthetischem Kautschuk in großem Umfange aufzunehmen. Auf der letzten Automobil-Ausstellung haben wir Reifen aus „Buna", synthetischem Gummi, gesehen, die Zehntausende von Kilometer gelaufen und bedeutend geringer abgenutzt waren als gleich lang in Betrieb gewesene Reifen aus Naturkautschuk. Man braucht kein Prophet zu sein, um diesem wunderbaren Erzeugnis deutschen Erfindergeistes einen ähnlichen Siegeszug vorauszusagen wie den Farben aus Steinkohlenteer, dem Rübenzucker, dem Stickstoff, dem Salpeter und der Kunstseide — alles Stoffe, die einmal als „Ersatz" gegolten hatten! Und der Preis? Jedes Erzeugnis war einmal teuer» so lange es sich im Versuchsstadium befand: Aluminium stand lange Zeit höher im Preis als Gold, und für ein Kilo Stickstoff mußte man noch 1913 dreizehn Mark anlegen, während es heute denselben Betrag in Pfennigen kostet. Zusammengefaßt: Die Versorgung des deutschen Kraftverkehrs mit Treibstoff, Schmieröl und Gummi ist durch die Leistungen unserer Wissenschaftler auf lange Sicht gesichert.
Wie steht es nun mit den Metallen? Mit den Lager- und Vergütestoffen? Hier ist die Lage ähnlich wie beim Erdöl: Was vor Jahr und Tag noch als unerschöpflich galt, droht in absehbarer Zeit knapp zu werden — Chrom, Blei und Zink zum Beispiel. Aus die Dauer wird man hier nach neuen Legierungen und Verfahren suchen müssen, mit denen man das gleiche Ergebnis wie bisher, aber ohne Verwendung von „Luxuswerkstoffen" erreichen kann. Auch auf diesem Gebiet ist der Fortschritt unaufhaltbar. Die Techniker suchten und fanden bereits Legierungen ohne Zinn, die widerstandsfähiger und weniger empfindlich sind als die bisherigen Weißmetallager. Sie fanden neueVergütungsverfahrenfürStahl, mit denen man die Verwendung von Chrom und Nickel einfchränken ober zum Teil überflüffg machen kann. Dabei konnte vereinzelt der Herftellungs- prozeß fo beschleunigt werden, daß das neue Produkt bei gleicher Güte noch billiger wird als--das alte!
Erne Revolution der Technik wird durch die Verwendung neuer Kunststoffe an Stelle von Metallen eingeleitet. In erster Linie handelt es sich dabei um Kunstharze — früher Abfallprodukte der Steinkohlenchemie, heute Rohstoffe von höchstem Wert. Sie werden unter hohem Druck und Hitze gepreßt. Es gibt heute bereits nur wenig Ge- örauchsgegenstände, die man nicht aus ihnen her-
Oie Bolschewisierung in Güdfrankreich.
Lokale Sowjets haben im französisch-spanischen Grenzgebiet die Macht in der Hand.
P a r i s, 14. Jan. (DNB.) Die Meldung des DNB. über die chaotischen Zustände in Süd- s r a n k r e i ch , die von einem Teil der französischen Presse mit einer Ironie ausgenommen wurde, hinter der sich in Wahrheit die Unruhe und Verärgerung über das Aufdecken der französischen Machenschaften zugunsten der spanischen Bolschewisten versteckt, findet heute eine weitere Bestätigung durch eine Veröffentlichung der rechtsstehenden „Action F r a n g a i s e“ unter dem bereits kennzeichnenden Titel: „W er kommandiert in Perpignan?"
In Perpignan, so heißt es in dem Artikel, sei die Erregung in den amtlichen Kreisen über die Veröffentlichung des Pariser Korrespondenten des DNB. sehr groß. Als Folge sei der Präfekt von Perpignan dringend nach Parisbefohlen worden, wo er am Mittwoch vom Innenminister empfangen worden sei. Vor seiner Abreise aus Perpignan habe er auf der Präfektur die Abgeordneten der Handelskammer von Perpignan und die Vorsitzenden der Berufsverbände empfangen. Dieser Organisationen wollte er sich nämlich bedienen, um die französische Rechtspresse zum Sündenbock zu machen. Ihr wolle man vorwerfen, daß sie aus politischen Gründen übertrieben habe.
Weder die Handelskammer, noch die Verufs- verbande feien aber in die Falle gegangen. Sie hätten im Gegenteil zugegeben, daß es völlig 3 u f r e f f e, wenn behauptet worden fei, daß Sie Kontrolle an der Grenze den kommuni st ifchen Organisationen über la ff en fei.
Das Blatt führt bann im einzelnen aus, daß die Pässe nicht nur durch den Präfekten ausge- händigt wurden, sondern durch den Inhaber des Cafes „Continental" in Perpignan, einem Spanier namens Guastavi. Jeder Lastkraftwagen oder jeder Kraftwagen, der sich nach Spanien begeben wolle, nehme vorher vor dieser halbamtlichen Präfektur Aufenthalt.
Für alle Grenzangelegenheiten hatten tolsäch- tich lokale Sowjets das Kommando in die Hand genommen.
Auf dem Grenzbahnhof Ce r b e r e unterschreibe der Genosse Cruzel die Geleitscheine, lasse Warensendungen und Freiwillige passieren, oder halte sie an oder weise sie zurück. Der staatliche Grenzsonderkommissar habe nichts zu melden.
In P e r t h u s habe kürzlich die Mobile Garde einen bewaffneten Milizsoldaten auf französischem Gebiet angehalten. Er sei auf das Polizeikommissariat geführt worden. Dort aber habe man ihn auf das Einwirken der lokalen Sowjets sofort wieder freigelaffen. Auch in Bvurg-Hadame sei der staatliche Sonderkommissar ohnmächtig. Der lokale Sowjet bedeute alles, und die Mörder von Puigcerda könnten, wie es ihnen gefalle, nach Frankreich kommen.
Auf der neutralen Straße von Llivia fei der Pyrenäen-Vertrag verletzt worden. 300 bewaffnete Milizen aus Puigcerda hätten diese Straße benutzt, um nach Llivia zu kommen und dort Einwohner zu ermorden. Der lokale Sowjet und der sozialistische Abgeordnete Rons hätten verhindert, daß die Mobilgarde ihre
Pflicht habe tun können.
Auch im kleinen Grenzbahnhof Las Illas feien kürzlich Angehörige der Guardia Civil aus Spanien eingetroffen, die auf Veranlassung des Gemeindevorsitzenden nach Perpignan weiter geleitet worden seien. Kurze Zeit daraus sei eine bewaffnete Patrouille der katalanischen Anarchisten auf dem Grenzbahnhof eingetroffen. Sie habe sämtliche Häuser nach den geflüchteten Angehörigen der Guardia Civil durchsucht. Erst dann seien sie
unter Drohungen gegen den Gemeindevorsteher auf spanisches Gebiet zurückgekehrt. Heber diesen Bahnhof sei auch seinerzeit die Ladung des Pulver- waggons gegangen, der in Eine ausgeladen wurde. Der Inhalt fei von 200 bis 300 Mänern nach Spanien getragen worden. Wer, fo fragt das Blatt, habe in jener Nacht die Mobilgarde an dieser Stelle der Grenze zurückgezogen? Man habe in der Angelegenheit des Pulverwaggons einen Komparsen verhaftet, aber der lokale Sowjet von Eine, der in Wirklichkeit alles gemacht habe, sei nicht beunruhigt worden, ebensowenig, wie die Bürgermeisterei dieser Stadt.
3n Perpignan gingen Milizen in Uniform in den Straßen der Stadt spazieren und belästigten die Frauen. Ein städtisches Gebäude, nämlich das frühere Militärkrankenhaus, diene allen roten spanischen Freiwilligen als Kaserne. Sie würden dort offen von der Stadt verpflegt. 3n dem städtischen Krankenhaus sei ein Pavillon reserviert für die Kranken, die aus dieser Kaserne kämen, und für Angehörige aller Nationalitäten, die von der roten Front zurückkämen.
Der Präfekt von Perpignan sei verpflichtet, sich dem Gesetz des lokalen Sowjets und der Genossen Roque und G u i s s e t zu unterwerfen. Anderenfalls würde ein Telephonanruf aus Paris nachhelfen.
Bisher lebte die Menschheit in dem Glauben, daß der Bolschewismus, wenn er in einem anderen Lande versuchen sollte, die rote Fahne zu hissen, genau so Vorgehen würde wie in der Sowjetunion; also Revolution, Bildung von Sowjets und damit Bildung eines Sowjetstaates. In Spanien ist ähnlich verfahren worden, in Frankreich wird jedoch nach einem ganz anderen System gearbeitet. Hier ist die französische Demokratie benutz! worden, um in den an Spanien grenzenden Ge
bieten überall örtliche Sowjets zu bilden, die nach außen hin als V o l k s f r o n t a u s • schüsfe getarnt sind, ihre Weisungen aber von Moskau beziehen. Im allgemeinen versuchen diese Ausschüsse, die die aktive Unterstützung der Roten in Spanien betreiben, legal zu bleiben, d. h. keine Revolution zu entfachen. Darob ist man in Paris beruhigt, denn nur dort kann von einer Revolution gesprochen werden, wo geschossen wird, so meint man. In Wirklichkeit wird Süd- und Südwe st frankreich bereits bolschewi - stisch umgemodelt, es wird ein roter Apparat aufgezogen, der bereits ziemlich fest die Mach! in Händen hält. Es wird also ein ganz neues Verfahren angewandt, sozusagen die bolschewistische Revolution g er ä u s ch l o s, aber um so zielsicherer betrieben. Doch alles geschieht im Zeichen der Volksfront, was eben heißt, daß Sozialisten und Radikalsozialiften die Verantwortung teilen, obwohl sie nur Steigbügelhalter der Moskauer find. Trotz dieser ganzen Entwicklung, insbesondere der jüngsten Ereignisse in Perpignan, glaubt man in Paris immer noch der Welt weißmachen zu können, daß in Frankreich alles in bester Ordnung sei, eine bolschewistische Gefahr nur als Phantasieprodukt im Kopfe mancher Leute bestthe und die Sowjetrussen sich wie artige und anständige Leute verhielten. Der vorstehende Bericht zeigt dagegen, wie die Lage in Südfrankreich in Wirklichkeit ist, daß nämlich dort das bolschewistische Chaos durchaus auf dem Marsche i st und diese Entwicklung erneut die eindringlichen deutschen Warnungen vor der Pest des Bolschewismus bestätigt.
Botschafter Kran^ois-poncet bei Lebrun
Paris, 14. Jan. (DNB.) Der Präsident der Republik, Lebrun, hat am Donnerstagnachmittag den französischen Botschafter Fran» xois-Poncet empfangen.
Heime für die Hitler-Lugend!
Ein Aufruf des Führers.
ADOLF HITLER
Die Erziehung der Jugend ist eine der wichtigsten Aufgaben des nationalsozialistischen Staates» Ich erwarte daher, dass alle zuständigen Stellen der Bewegung und des Staates die Hitlerjugend in ihrem Bestreben, unserer Jugend zweckmässige Heime zu beschaffen, unterstützen.
Der Tagesbefehl des Jugendführers des Deutschen Reichs zur Eröffnung des Werbefeldzuges hat folgenden Wortlaut:
Die Heime der Hitler-Jugend sind S ch u 1 u n g s-
stätten wahrer Volksgemeinschaft. Wer mithilst, unserer Jugend Heime zu bauen, erfüllt eine nationalsozialistische Pflicht und dient damit dem Willen Adolf Hitlers!
stellen könnte. Das Gehäuse des Volksempfängers: Kunstharz. Telephonhörer, Telephongehäuse: Kunstharz. Dutzende, Hunderte von Gebrauchsgegenständen: Bleistiftspitzer, Aschenbecher, Federhalter, Zigarettenbehälter — alles aus Kunstharz. Warum nicht auch Türklinken aus diesem Wunderstoff, wenn heute schon so gut wie alle elektrischen Armaturen und Schalter und Fassungen daraus herge- stellt werden? Warum nicht Leitungsrohre aus Kunstharz? Kunstharz rostet nicht. Diese Stoffe sind zudem einfach zu bearbeiten, sie unterliegen keinen Witterungseinflüssen, sie brauchen keinen Anstrich — auf dje Dauer sind sie allen anderen bekannten Werkstoffen wirtschaftlich überlegen.
Der Begriff Ersatz läßt sich auf diese Kunststoffe nicht mehr anwenden. Hier handelt es sich um Neuschöpfungen, die einen unleugbaren Fortschritt und eine Bereicherung der Technik darstellen. Spätere Generationen werden uns dafür dankbar sein, daß wir heute schon diese Aufgaben lösen, denn in irgendeiner Form hätten sie einmal an diese Probleme Herangehen müssen. Es ist ja mit absoluter Sicherheit vorauszusagen, daß der erhöhte Bedarf und teilweise auch der Raubbau an Naturschätzen zu einer Verknappung der Naturstoffe führen müssen.
Natürlich kann diese Neuordnung und Umstellung nicht von heute auf morgen erfolgen — vier Jahre sind für die Erfüllung des Rohstvffplans vorgesehen. Das ist aber auch der Unterschied gegen die Ersatz
stoffwirtschaft während des Krieges: Damals mußte unter allen Umständen in kürzester Frist Ersatz für fehlende Rohstoffe beschafft werden, während heute unter Einsatz einer hohen hochentwickelten Wissenschaft und Technik der Staat eine Entwicklung auf lange Sicht lenkt, die nicht nur die wirtschaftliche Unabhängigkeit erbringen soll, sondern gleichzeitig den Fortschritt der Technik beschleunigt und den wirtschaftlichen Wohlstand hebt. Bis dies erfüllt ist, werden wir freilich manchmal etwas haushalten müssen. Auf dem Gebiete der Motorisierung heißt das, daß zeitweise der überflüssige Verbrauch an Kraftstoff und Gummi etwas einzuschränken ist, wobei die Betonung auf dem Wort „überflüssig" liegt. Man darf eben nicht vergessen, daß das Tempo der Motorisierung noch schneller war als das Tempo des Aufbaues der neuen Rohstoff Industrien?
Oie Volkspolizei der Zukunft.
Der gesamte Mannschaftsersatz aus der SS.
Berlin, 14.Jan. (DNB.) Der Chef der Ordnungspolizei, General D a I u e g e, besichtigte am Donnerstag die ihm unmittelbar unterstellte Reichspolizei-Offiziersschule in Berlin-Köpenick. Dor etwa 200 Offiziersanwärtern — Teilnehmern des fünften Lehrganges, unter denen sich als Gäste auch
sechs chinesische Polizeioffiziere befinden — hielt General Daluege eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: Als kurz nach der Verkündung der Wehrhoheit Einheiten der Landespolizei in das Heer übernommen wurden, habe sich für die Polizei die dringende Notwendigkeit ergeben, dafür zu sorgen, daß die durch diese Uebernahme entstandenen Lücken wieder geschlossen würden. Aus diesem Grunde seien die Lehrgänge für Offiziersanwärter eingerichtet worden. Die Teilnehmer dieser Kurse bildeten den ersten Grundstock für das neue deutsche Polizeioffizierskorps.
Heute fei der Augenblick gekommen, wo der Neuaufbau der deutschen Polizei beginne. In absehbarer Zeit werde entsprechend dem Willen des Führers und des Reichsführer SS. und Chefs der deutschen Polizei der g e s a m t e M a n n- schaftsersatz der Polizei aus den Reihen der SS. gestellt. Damit sei die Gewähr gegeben, daß in Zukunft der deutsche Polizeiwachtmeister weltanschaulich eine klare Stellung gegenüber dem Staat einnebme.
Der Nachwuchs für das Polizeioffizierskorps werde aus den SS.-Führerschulen Bad Tölz und Braunschweig kommen. Die polizeiliche Ausbildung werde aus den Polizeioffiziersschulen erfolgen. Damit sei garantiert, daß die deutsche Polizei auf das engste mit der Bewegung verbunden werbe.


