Tagung der oberhessischenGtraßenwärterI
Sum dritten Male nach der Machtübernahme fand Reihe von Lichtbildern ergänzte die Ausführungen, am Samstag im Cafe Leib zu Gießen gemeinsam Kreisfachgruppenwalter E g n^e r erledlg e eimge mit der D2I§. eine Schulung-taaung für Mt «w
mit der DAF. eine Schulungstagung für die Straßen- und Baumwärter der sechs oberhessischen
Gedenket der hungernden Vögel!
des
(Nachdruck verboten.)
5. Fortsetzung.
können wir uns
hinter sich geschlossen hotte. .Hetzt in aller Ruhe unterhalten."
Carola richtete sich mit einem finde Ihre Bemerkung nicht sehr widerte sie mit eisiger Schärfe.
Ruck auf. „Ich angebracht!" er-
Kreise statt.
Der Tagungsleiter, Vorstand des Gießener Stra- bauamtes Oberbaurat Grünewald, widmete zunächst den im letzten Jahren verstorbenen Berufskameraden einen Nachruf. Er wies dann auf die Neuordnung im Straßenwesen Hessens hm. Dadurch sind der Betreuung des Gießener Straßenbauamtes 307 Kilometer Reichsstraßen, 1056 Kilometer Landstraßen 1. Ordnung im Besitze des Landes und 926 Kilometer Landstraße 2. Ordnung aus dem Besitze -der Kreise zur Betreuung unterstellt. Oberbaurat Grünewald erinnerte seine Gefolg- schastsmitglieder an das starke Interesse, das der Führer der Motorisierung und dem Ausbau des Straßennetzes entgegenbringt, und forderte sie auf, so treu und zuverlässig wie im abgelaufenen Jahre auch weiterhin ihrer Pflicht nachzukommen.
Regierungsbaumeister Knoll sprach dann über „Die Bedeutung des Straßenbaues im Wandel der Zeiten", um seinen Hörern klar zu machen, wie ihre Arbeit der Erhaltung wichtigster Kulturguter des Volkes dient. Er führte den Nachweis dafür, daß Deutschland durch den Straßenbau des Führers wieder im Mittelpunkt einer Dölkerentwicke- lung steht. Die Straßen Adolf Hitlers sind Ausdruck der Autorität des nationalsozialistischen Staates, sie sind Adern zur Durchflutung des Verkehrs, Träger des Kulturwillens und damit auch Bindeglied der seelischen Zusammenhänge zwischen Stadt und Land und nicht zuletzt, über die Reichsgrenzen hinaus, Förderer der Friedensgedanken.
Im Hinblick auf den in nächster Zest beginnenden Ausbau der kleineren Landstraßen sprach Regie- rungsbaumeister Enders über „Den neuzeitlichen Straßenbau unter Berücksichtigung der Landschaftsgestaltung". Ausgehend von btto praktischen Erfahrungen beim Bau der Reichsautobahn zeigte er, wie beim Neubau wieder Wert auf schöne, der Landschaft angepaßte Landstraßen gelegt wird. Durch das Einfügen der neuen Landstraßen in das Landschaftsbild wird der Eindruck der Kunststraßen gemildert, oder ganz aufgehoben werden. Eine
betriebsgemeinschaftswalter Wehrum dem Baumwärter Ludwig Horn aus Fauerbach, der kürzlich sein 40jähriges Dienstjubiläum begehen konnte und am 1. 1. 1938 in den wohlverdienten Ruhestand tritt, eine Ehrenurkunde der DAF., Reichsbetriebsgemeinschaft Verkehr und öffentliche Betriebe, mit dem Bilde des Führers, die Glückwünsche der Kreis- waltunq Wetterau» der DAF. und zugleich die Glückwünsche zu seinem 65. Geburtstage, den er an
Seine Frechheit war hanebüchen. Er sagte das so hin, als erwarte er gar noch eine Belobigung für seine zarte Rücksichtnahme. Carola sah ihn wie vor den Kopf geschlagen an.
„Gewiß", nickte er bestätigend, „eine kleine Erfindung und ein Arrangement von mir, da Humphrey, anstatt mir einen ehrlichen Fehdehandschuh von sechs Unzen hinzuwerfen, mich durchaus aufs geistige Glatteis führen wollte, auf dem ich ohne Zweifel bedeutend sicherer stehe als er ... Oder fanden Sie nicht auch, daß Humphrey sich durchaus an mir reiben wollte und sich nicht gerade nett und höflich benahm?"
„Ich habe ihn auch nicht verstanden", sagte sie verwirrt.
„Ich ebenfalls nicht", meinte er. „Außerdem hat er zu rasch getrunken. Der kleine Spaziergang in der Abendluft wird ihm sehr bekömmlich sein."
Der Eisenpanzer schmolz zusehends von Carola ab. Fast gegen Vorsatz und Absicht. Aber sie konnte diesem Martini nicht recht böse sein. Er hatte eine so herzliche Art des Lachens, daß er ihren Widerstand glatt entwaffnete. Und schließlich konnte man ihm den Spitzbubenstreich nicht einmal verübeln; Humphrey hatte sich wirklich schauderhaft gegen ihn betragen, mit seinem blöden Gelächter und seinen dunklen Anzapfungen. Und Martini hatte sich dafür mit einem verspäteten Aprilscherz gerächt.
„Schreiben Sie Romane?" fragte er jetzt.
„Bruchstücke von Romanen vorläufig. Ich komme einstweilen nicht zu größeren Arbeiten; ich halte mich mit Reiseskizzen, Kurzgeschichten und Plaudereien über Wasser. Es gelang mir eine brauchbare Reportage über die Türkei. Daraufhin bekam ich diesen südafrikanischen Auftrag."
Er zündete sich eine Ziaarette an und starrte in das brennende Zündholz, bis die Flamme zu seinen Fingerspitzen kroch. „Sie hätten ins Basuto- oder Swasiland herausgehen sollen — das wimmelt von Geschichten."
„Leider zu spät. Ich reise schon morgen ab."
„Nach Deutschland?"
„Ja, nach Hause."
„Schade! Sie haben in der Gegend von Kimberley wohl wirklich nicht die richtigen Leute kennengelernt, sonst könnten Sie nicht so enttäuscht sein. Ach, es gibt da Abenteuer und Stoffe genug.
„Timperly!" fuhr Martini entrüstet dazwischen, ehe Carola dazu kam, Humphrey zustimmend zu antworten. „Wie können Sie einer Dame um elf Uhr nachts solch ein freventliches Angebot machen, Sie zur Polizei zu begleiten?" Wirklich, er sprach mit ehrlichem Entsetzen; er sprach wie ein Mann, der bei der jungen Generation alle Grundsätze von Moral und Schicklichkeit wanken sieht. Dabei war er höchstens sechs oder sieben Jahre älter.
„Eine unangenehme Geschichte!" stotterte Humphrey. „Als ob die Kerle nicht Zeit hätten, bis morgen früh zu warten!"
„Seien Sie nicht undankbar, Timperly!" Martini klopfte gewissermaßen an Humphreys Gewissen als Staatsbürger. „Sie haben es den braven Bobbys zu verdanken, daß Sie jetzt Ihren Wagen wiederkriegen — und da wird Ihnen der kleine Weg sauer?"
„Sie sind ja bald wieder zurück, Humphrey!" tröstete Carola.
Die Trennung schien Humphrey sehr schwerzufallen. Sein Blick blieb an Martini hängen, während er Carola die Hand reichte: „Ich bleibe auf keinen Fall länger als eine Stunde aus!" erklärte er. Es klang fast wie eine Drohung...
„Gott sei Dank!" meinte Martini mit einem Seufzer der Erleichterung, als Humphrey die Tür
Martini begegnete ihrem strengen Blick mit einem freundlichen Lächeln. „Das Auto gestohlen...", sagte er leichthin. „Man hätte bedeutend schlimmere Dinge erfinden können, um diesen Humphrey loszuwerden; ober ich wollte ihn nicht allzusehr erschrecken. Dabei gehört er nicht mal zu den Kurzen, Dicken, bei denen man bei unangenehmen Nachrichten immer gleich das Schlimmste befürchten muh."
in diesem Sammellager aller Spitzbuden aus der ganzen Welt..."
Hinter ihnen wurde mit furchtbarem Krach die Tür aufgestoßen.
„Der Himmel verschone uns vor betrunkenen Matrosen!" rief Martini erschrocken.
Aber es waren keine Schiffsleute, die das Lokal stürmten, sondern den Lärm vollführte ein einzelner Mann, und dieser einzelne Mann war Humphrey Timperly. „Was soll man dazu sagen?", schrie er schon vom Eingang her. „Ein glatter Bluff war es! Auf einen Schwindel bin ich hereingefallen! Und wenn ich nicht den gescheiten Einfall gehabt hätte, vom nächsten Automaten aus meine Gerage anzuläuten, um die Kerle zu fragen, wie sie dazu kämen, meinen Wagen stehenzulassen — ja, dann —"
Martina reichte Carola die Hand, während Humphreys Entrüstungssturm über sie hinwegbrauste.
„Mir ist da eben eine dringende Arbeit eingefallen, die ich noch erledigen muß ... Leben Sie wohl! Und gute Reise! Sie werden mit dem ,General Smuts' ausgezeichnet fahren. Ich kenne das Schiff, hab' es selbst mehrfach benutzt. Grüßen Sie den Zweiten Offizier von mir! Der ist eine unerschöpliche Quelle für afrikanische Geschichten.. "
„Aber ich führe ja gar nicht mit dem »General Smuts'!"
„Bitte? Sie fahren doch morgen?"
„Ja, aber nicht mit dem »General Smuts«, sondern mit der »Catharina« des holländischen Südafrikadienstes, weil man auf den kleineren Limen hübscher reist und mehr erlebt."
„Was?" rief Martini in merkwürdiger Bestürzung. „Sie fahren mit der »Catharina«?" Er mußte sich die Lippen anfeuchten. „Ja", murmelte er schließlich, einigermaßen verstört, und vergaß dabei völlig, sich auch von Humphrey zu verabschieden, ,^>ann werden Sie allerdings einiges erleben."
Seine sonderbare Voraussage aber wurde von Humphreys lautstarkem Bericht verschlungen. Jawohl, nach der Garage hatte er auch noch die Polizei angerufen, und auch dort hatten sie keine Ahnung von einem gestohlenen Wagen gehabt! Na, was sollte man dazu sagen?!
Aber Carola sagte nichts.
„Haben Sie die Geschichte überhaupt gehört?",
vor Schluß aufgehoben.
Zuerst also aab es große deutsche Varietökunst, mit der bewiesen wurde, daß sie, wie einst und entgegen mancher Meinung, noch immer auf beachtlicher Höhe steht. Oskar Albrecht, der Ansager, wußte rasch die nötige Herzlichkeit zwischen Bühne und Publikum zu schaffen, lobte die Gießener über den grünen Klee, sprach heimatlich hessisch, wartete im Laufe des Abends mit herzlichen satirischen Bemerkungen über den Völkerbund auf und philosophierte in ergötzlichster Weise über Wein und Liebe. Außerdem rückte er, wie es seine Pflicht war, Kollegen und Kolleginnen in das rechte Licht.
Ralph und Roberts imponierten als komische Excentriker und entfesselten Lachstürme, der jugendliche Jongleur Heribert Juvelli legte eine Geschicklichkeit an den Tag, die die Gedanken an einen Rastelli wachwerden ließen, und zeigte manchen Trick, den man, ehrlich zugegeben, wirklich noch nicht gesehen hat. Mac Toto, seines Zeichens Musical-Clown, hatte sich eine schier unerschöpfliche Fülle von Spässen ausgedacht und überraschte vor allem mit seiner Wunderkiste, die sich zum Schluß als Kleinauto erwies. Helga und Victor Ser off, das ungemein geschmeidige und elegante Tanzpaar, fesselte vom ersten bis zum letzten Takt. Die drei G r o s ch e t t i s zeigten Kopsbalancen von tatsächlich höchster Vollendung.
Und dann kam Cläre S ch l i ch t i n g nach kurzer „Auseinandersetzung" mit dem Ansager schon „groß in Fahrt" auf die Bühne und überfiel nun ihre Zuhörer sofort mit einer Fülle so unterhaltsamer Frechheiten, daß es schwer fiel, auf seinem Stühlchen ruhig sitzen zu bleiben. 20 Minuten lang ließen sich die Zuhörer erschüttern, lachten unaufhaltsam, so befreit und so viel, wie es zwischen Cläre Schlich- tings Atempausen möglich war. Wohl niemand war im Saal, den ihr derber Humor und ihre unmißverständliche Mimik kühl gelassen hätte. Ihre Scherze, rings um Allzu-Menschliches, wiederzugeben, ist unmöglich — ganz abgesehen davon, daß man sie nur von ihr selbst hören kann und hören muß. Kein Wunder, daß sie öfters vor den Vorhang mußte.
Zum Schluß: Trio Splendid, drei Rollschuhkünstler, die eine unerhörte Fülle von Mut, Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit in sich vereinigten. Unter Beifallsstürmen schloß sich der Vorhang. Es sei auch noch die temperamentvolle Musik der Kapelle Mainzer erwähnt. H. L. Neuner. Weihnachtsfeier auf dem Schiffenberg.
Am Sonntagabend hielt die Heimatvereinigung Schisfenberg, wie alljährlich, auf dem Schiffenberg ihre Weihnachtsfeier ab. Beim Glockengeläute zogen die Teilnehmer zunächst durch die herrliche Winter- landschaft zur Kapelle, wo ein großer Lichterbaum Weihnachtsstimmung ausstrahlte.
Nach dem Choral „Ehre sei Gott in der Höhe", vorgetragen vom Frauenchor Hausen unter Leitung
Diamanlen-Komödie
Roman von Horst Biernaih.
Weihnachtsfreude
für die Kinder der Kriegsopfer.
Die Kameradschaft Gießen der NSKOV. bereitete ihren Mitgliedern und deren Kindern mit einer stimmungsvollen Weihnachtsveranstaltung am Sonntagnachmittag im Katholischen Vereinshaus viel Freude.
Die Kapelle Schleuse leitete mit Weihnachtsmelodien die Veranstaltung ein. Kameradschaftsführer Pg. Bonhard entbot dann den Kameraden und Kameradenfrauen den Willkommensgruß. Mit großer Freude begrüßte er den Kreisleiter Backhaus, der mit seinem Besuch das rege Interesse bekundete, das er den Kriegsopfern entgegenbringt. Weiterhin hieß er den Leiter des Versorgunasamtes, Regierungsrat Klahr, willkommen. Kamerad Bonhard wies dann auf die Fülle der zur Verlosung kommenden Gegenstände hin und dankte be- sonders den Hinterbliebenen, die im Laufe des Jahres 150 schöne Handarbeiten mit Liebe und Sorgfalt für diese Verlosung hergestellt hatten. Seine Worte klangen aus in dem Dank an den Führer.
einsfest in Watzenborn-Steinberg ein. Wie von allen Seiten bestätigt wurde, nahm das Fest einen erhebenden Verlauf und kann als eine eindrucksvolle Kundgebung der Kirchenchöre bezeichnet werden. Sodann wurde in die Besprechung über die Ausgestaltung des Festes der Kirchenchöre im Jahre 1938 eingetreten. Musiklehrer Neb eling, der Leiter des Gießener Kirchenchors, machte auf Wunsch des Vorsitzenden Vorschläge. Danach soll das Hauptgewicht des Festes auf den Festgottesdienst und dessen musikalische Ausgestaltung gelegt werden. Soweit dies möglich ist, sollen von den Gemischten Chören Kompositionen von Heinrich Schütz vorgetragen werden. Die Frauenchöre werden Bearbeitungen von Schütz singen. Es ist vorgeschlagen, daß die Vereine in einzelnen Gruppen von etwa je fünf Chören singen werden. Auch die Nachfeier wird voraussichtlich eine Aenderung gegen seither erfahren, als ein Einzelsingen der Chöre, die inzwischen auf 25 angewachsen sind, wegen der kurzen Zeit nicht möglich sein wird. Ort und Zeit des Festes wurden noch nicht festgelegt.
Gloria-palast:
Beriefe mit Cläre Schlichting.
Musikalische Darbietungen, gemeinsame Gesänge und ein von der Tochter des Kameraden Wolf vorgetragener sinniger Vorspruch, sowie ein Gericht der Kleinen des Kameraden H a a g e n leiteten zum Vorlesen einer weihnachtlichen Geschichte des „Märchenonkels" vom Stadttheater, des Kameraden Karl Volk, über. Mit großem Jubel begrüßt, kam dann der Weihnachtsmann, der sich einige Gedichte von den Kleinen aufsagen ließ und mit ihnen ein Weihnachtslied sang. Die größte Freude bereiteten seine schönen und praktischen Geschenke, für die Mädels ein Strickkörbchen, für die Buben Taschentücher, die er den 360 Kindern der Kameraden mitgebracht hatte. Der Weihnachtsmann überbrachte dem schwerkriegsbeschädigten Kameraden M o n t a g Glückwünsche und ein schönes Angebinde für die viele Mühe und Arbeit um die Kameradschaft und für seine sparsame Kassenführung, durch welche die Veranstaltung erst ermöglicht wurde.
Die anschließende Verlosung bereitete den Kameraden und den Kameradenfrauen viele Freude. Mit einer Versteigerung wertvoller Handurbeiten fand die Weihnachtsveranstaltung ihren Ausklang.
Kameradschaftsführer Bonhard dankte zum Schluß allen seinen Mitarbeitern für die hilfreiche Unterstützung.
Vortrag im Obst- und Gartenbauverein.
Als erster der angekündigten Vorträge im Obst- und Gartenbauverein Gießen stand der vom 23er« einsführer Chr. Junker am Sonntagnachmittag int „Bayerischen Hof" gehaltene Vortrag über den Gemüsebau auf der Tagesordnung. Der Vortragende betonte die Notwendigkeit eines stärkeren Gemüsebaues und wies auf die Möglichkeit der Ausweitung des Anbaues hin. Diesem Zwecke sollen die nun beginnenden Vorträge bienen, damit durch die theoretischen Erläuterungen und durch den Austausch von Erfahrungen größeres Interesse am Gemüsebau geweckt wird. Aus der Fülle seiner praktischen Erfahrungen erbrachte er den Beweis, daß man im Gemüsebau nicht cruslemt. Die Hauptsache ist, daß man immer aus den eigenen Erfahrungen die Nutzanwendungen zieht. Ergänzend zu den vielseitigen und fesselnden Ausführungen wurden praktische Erfahrungen aus der Versammlung vorgebracht. Anschließend wurden geschäftliche Angelegenheiten, die mit der Pachterneuerung der Schrebergärten zusammenhängen, erledigt.
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 14. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, 'A kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, ausländische, 11%, Wirsing, % kg 10 bis 12, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 7 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 10, Karotten 8 bis 12, rote Rüben 10, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat, Vio 10, Zwiebeln 8 bis 9, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 1. Sorte 3,45 Mark, 2. Sorte 3,25, 3. Sorte 3 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 20 Pf., Birnen 10 bis 15, Nüsse 35 bis 50 Pf., Hahne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse
diesem Tage feiern konnte.
Gaureferent für Betriebsführung und Berufserziehung Portemeier, Frankfurt a. M., lei- tete dann die weltanschauliche Schulung mit einem Vortrag über „Die betriebsgebundene Schulung" ein. In eingehender Weise beleuchtete er den Aufbau der Schulungsarbeit, die nach der erarbeiteten Auffassung, daß die Arbeit Erfüllung des Lebens ist, dazu führen soll, daß durch die Kleinarbeit aus dem Bereich der Arbeit ein persönlicher Kontakt zwischen Betriebsführer und Gefolgschaft geschaffen wird, der den Betriebsfrieden sichern soll.
Gaubetriebsgemeinschaftswalter Goebel (Frankfurt) sprach dann über „Das nationalsozialistische Deutschland in der Weltpolitik". Seine Darlegungen ließen das Wachsen der nationalsozialistischen Weltanschauung verständlich werden, durch das eine ebenso sichere, wie stete Erfüllung des Parteiprogramms erkennbar wird. An den Großtaten des Führers zur Wiedergewinnung der Freiheit unseres Volkes machte der Redner verständlich, wie die Forderung nach gleichen Lebensbedingungen, nach Lebensraum und nach Frieden, dank der großartigen Vorarbeit und der Zielsicherheit und der überragenden Persönlichkeit des Führers ihre Erfüllung finden werden. In seinen Ausführungen führte er weiter den Beweis dafür, baß alles, was im heutigen Deutschland geschieht, ob es nun durch den Vierjahresplan, durch den Leistungskampf, oder eine sonstige organisatorische Maßnahme erfolgt, dazu dienen muß, alle Lebens- und Willenskräfte des deutschen Volkes zu mobilisieren zur Erreichung des einzigen Zieles, ein sicheres Fundament für den ewigen Bestand des deutschen Volkes zu schaffen.
fragte er entrüstet, als er bemerkte, daß Carola ihm nur mit sehr geringer Aufmerksamkeit gefolgt war. , _
„Selbstverständlich, Humphrey! log sie unbedenklich. „Es ist die tollste Geschichte, die ich jemals erlebt habe ... Aber sagen Sie mir, bitte, eins: Sie wurden vorher unterbrochen, als Sie über Martini sprachen; Sie haben mir den Schluß noch nicht erzählt. Was ist er eigentlich? Und was treibt er? Sie sagten: »Aber sonst —?«unb roackel- ten nur sehr bedeutungsvoll mit der Hand. Ich kann damit, offen gestanden, nicht viel anfangen."
„Martini?" flüsterte Humphrey und kicherte da- bei durch die Nase. „Na, ich will Ihnen etwas sagen, falls Sie's selber noch nicht bemerkt haben sollten. Es gibt keinen Diamantenschwindel, bei dem der Kerl seine Finger nicht irgendwie mit im Spiel gehabt hätte!"
„Und dann läuft er frei herum?"
„Das ist es ja eben! Der Kerl ist zu gerissen! Dem kann man nie was beweisen! Mein Onkel Jonathan Timperly ist Oberrichter im Johannesburger Bezirk — und was soll ich Ihnen Zehnmal mindestens hat er diesen Jungen Zwischen seinen Fingern gehabt, und jedesmal ist er rym durchgeLscht - wie ein Aal, wie ein geölter Hat . . Ich trau« dem Burschen alle- zu! Vam Taschendiebstahl angefangen bis zum Mädchenhandel ..." Er hielt plötzlich den Atem an und schlug sich vor die Stirn. „Sagen Sie: Hat Mar- tini nicht wenige Minuten, bevor ich an den Appa- rat geholt wurde, selber auch telephoniert?
„Keine Ahnung", antwortete Carola — und wußte nicht einmal, weshalb sie log.
Ich möchte wetten, daß er es war, der mich fortgelockt hat!" Und plötzlich sprang Humphrey zur Bar und hob das Glas, aus dem Carola getrunken hatte, gegen das Licht. „Vielleicht bin ich noch gerade zur rechten Zeit zuruckgekommen, um gräßliche Dinge zu verhüten?"
„Reden Sie keinen Unsinn!"
'.Gestatten Sie, Carola?" bat er und stürzte, ohne ihre Erlaubnis abzuwarten, das Glas in einem Zuge hinunter. t
„Um's Himmels willen: Was soll das heißen?
„Warten wir's ab!" äußerte er düster und machte ein angespanntes Gesicht, als horche er in sich hinein. (Fortsetzung folgt.)
von Chormeister Sommer (Watzenborn-Steinberg), hielt Pfarrer Steiner (Hausen) eine kurze Ansprache. Er sprach von der Liebe, die sich an Weihnachten offenbart, die uns stete Lebenserfüllung werden will und das Leben des einzelnen Menschen beglücken und zum Segen werden läßt. Diese Liebe, aus dem Glauben geboren, sei zugleich der stärkste Antrieb zu aller Gemeinschaftsbildung. Mit dem gemeinsamen Gesang „O du fröhliche" sand die Feier in der Kapelle ihren Abschluß.
Es folgte dann eine Familienzusammenkunst in dem mit Tannengrün und Weihnachtskerzen reich geschmückten Saale. Eingeleitet wurde die Feier durch Weihnachtsklänge der Kapelle Bender und einen Dorspruch von Kl. Schmidt (Klein-Linden). Es folgte ein weiterer Gesangsvortrag des Frauenchors Hausen, worauf der Vereinsführer, Oberforstmeister i. R. Beigeordneter Nicolaus, die Weihnachtsansprache hielt. Weihnachten sei, so sagte er il a., neben der grundlegenden religiösen Bedeutung, die diesem Fest zukomme, das Fest der Familie. Die Heimatvereinigung Schiffenberg bilde eine große Familie, die das Band der Heimat vereinige. Die Heimatvereinigung wolle aber auch alle Bewohner der Heimat im Sinne unseres Führers zur wahren Volksgemeinschaft erziehen. Weihnachten werde auch bei anderen Völkern gefeiert, aber die deutsche Art des Festes habe das Zeichen der Innerlichkeit/ Das Weihnachtsfest im nationalsozialistischen Deutschland sei die Feier einer großen alles überwindenden Gemeinschaft. Im weiteren Verlaufe der Veranstaltung, die durch musikalische Darbietungen und Gesangsvorträge des Frauenchors sowie gemeinschaftliche Lieder wesentlich verschönt wurde, schilderte Rektor i. R. V. Müller (Hausen) „Weihnachten auf einem Auslandskreuzer".
Der Nikolaus brachte bann für die Jugend reizende Geschenke. Frau Steiner erfreute durch einige Liedvorträge. In seinem Schlußwort dankte der Dereinsführer allen, die zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten, und schloß die Feier, unter nochmaliger Betonung der Aufgaben der Heimatvereinigung, in der üblichen Weise.
Kameradschastsabend
der ehemaligen Freikorpskämpfer.
Die Kameradschaft ehemaliger Freikorpskämpfer (Kyffhäuser) veranstaltete am Samstag im „Auerhahn" einen Kameradschaftsabend, in dessen Mittelpunkt die Ausgabe weiterer Ehrenurkunden „Einsatz für Deutschland" stand.
Kameradschaftsführer Denke erinnerte in seiner Ansprache an die Zeit der Freikorps, in der deutsche Männer freiwillig ihr Leben einsetzten, um das Vaterland vor dem Einfall der Bolschewisten zu schützen. Adjutant Weber überbrachte die Grüße des Kreisverbandsführers und gab bekannt, daß Kamerad B e u k e zum Unterverbandsführer ernannt worden ist.
Die Ehrenurkunde „Einsatz für Deutschland" erhielten folgende Kameraden: Wilhelm Lettow, Jakob Gengnagel, Josef Köhler, Karl Schäfer, Heinrich Linningsohn, Wolfgang Dornberger, Dr. Herrn. Kopplow, Otto Haldenwang, Albert Stohr, Fritz Witte, Ernst Hosch, Georg Schuhmann, Fritz Heyd, August Schneider, Karl Delloff, Hch. Velten, Bruno Förster, Dr. Wolfgang Riehm, Hugo Cronjäger, Freih. Werner v. Gall, Otto Gsell, Dr. Neumann- Spengel, Wilhelm Greif, Fritz Müller, Willi Reul, Wilhelm Mehlhose, Karl Hillgärtner, Kaspar Riedel, Fritz Rinderknecht, Wilhelm Demper, Karl Pleger, Prof. Dr. Rolf Dietz, Karl Harnisch, Fritz Harold, Herrn. Höhn, Albert Wagner, Dr. Eugen Maier, Wilhelm Hühne, Dr. Max Rohweder, Hch. Bommersheim, sämtlich in Gießen; Dr. Albert Schlapp, Ernst Driemel, gen. Thiel, beide in Lollar; Martin Loch, Wieseck; Ludwig Lenz, Klein-Linden; Wilh. Wagner, Annerod; Albert Preis, Dr. August Keller, beide Heuchelheim; Louis Schmidt, Großen- Linden; Dr. Aug. Heil, Watzenborn-Steinberg; Christ. Schmidt, Willi Stühler, beide Großen-Buseck; Erich Schulz, Krofdorf; Fritz Listmann, Rodheim/B.; Hch. Baier, Beuern; Ludw. Winter, Lich; Albert Kühner, Emst Leidolf sen., Dr. Hans Weber, Hermann Krüger, alle in Grünberg; Dr. Hch. Schön-
I hals, Alsfeld.
Der gestrige Abend brachte den Besuchern Gloria-Palast feine Varietskunst; eine Fülle großartigsten Könnens, aber auch prächtigen und köstlich- berben Humors. Der Gloria-Palast war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Alle wollten Cläre Schlichting hören und sehen, jene junge komische Alte, die vom Rundfunk her schon gut bekannt ist. Sie eröffnete allerdings nicht das Programm, sondern wurde dem Publikum wirkungsvoll bis kurz


