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hier seinen Einzug gehalten hat, hält König Zogu I. in einem der SalonsCercle" und läßt sich in langer Folge die Gäste aus dem Ausland vor­stellen, zeigt keine Müdigkeit, auch als die dritte Morgenstunde schon vorbei ist. Bemerkenswert ist das Arbeitszimmer des Königs ein im Vergleich zu den allgemeinen Abmessungen des kleinen Resi­denzschlosses riesiger Saal, in blaugrünen Tönen gehalten, mit indirekter Deckenbeleuchtung. Ein großes Fenster weist in den Garten, an der dem Eingang gegenüberliegenden Längswand steht der Arbeitstisch des Königs, davor zwei Sessel für Be­sucher, der Tisch überragt von einem Bild der Königin-Mutter, die hier große Verehrung genießt. Andere Möbel gibt es hier nicht, der Arbeitsplatz des Königs beherrscht den ganzen Raum. Er ist an diesem Abend Empsangsraum, so gut wie jeder andere Salon des Schlosses.

Erst nach der dritten Morgenstunde zieht sich der König zurück, mit ihm die leichtfüßigen Prinzessin­nen, albanische Heilrufe ertönen aus der Versamm­lung, Hände fliegen zum Gruß an die Brust... Der Hofball in der Königsresidenz von Tirana ist zu Ende.

Große Flottenmanöver Amerikas im Frühjahr.

N e u y o r k, 11. Dez. (DNB.) Wie dieNew York Times" aus Washington meldet, wird die ameri­kanische Marine vom 14. März bis 21. April die bisher größten Flottenmanöver in der Ge­schichte Amerikas im östlichen Teil des Stil­len Ozeans abhalten. Voraussichtlich würden 175 Kriegsschiffe, ungefähr 500 Flugzeuge und 50 000 bis 60 000 Mann, also der größte Teil der Marine, unter dem Oberbefehl Admirals Bloch, des Nachfolgers des im Januar in den Ruhestand tretenden Admirals H e p b u r n , zusammengezo­gen werden. Das Manöoergebiet soll sich von Kalifornien westlich über Hawai bis zu den Midway-Jnseln und der internatio­nalen Datum-Linie und von Alaska und den A l e u t e n südlich bis zu den Howland- und Baker-Inseln und dem Aequator aus­dehnen.

Manöver englischer Truppen am Suezkanal.

Kairo, 13. Dez. (DNB.) Die englischen Truppen in Aegypten hielten große Ma­növer am Suezkanal in der Gegend von Is­mail i a ab. Die Manöver stehen unter dem Ge­dankenSchutz des Suezkanals" und nehmen einen feindlichen Angriff von der ägyptischen Seite her an. Während des Manövers werden weitgehende Ab­sperrungen oorgenommen. Auf dem Süßwasserkanal, der parallel zum Suezkanal verläuft, ist jeder Bootsverkehr eingestellt worden.

Kunst und Wiffenschast.

Oer Schauspieler Alfred Abel f.

Der bekannte Schauspieler Alfred Abel ist nach langem, schweren Leiden in einer Berliner Klinik a e st o r b e n. Abel begann seinen schauspielerrschen Aufstieg 1904 am Deutschen Theater in Berlin und kam schon früh zum Film, zu dessen ersten Weg­bereitern er gehörte. Durch zahlreiche Filmrollen ist er auch m der Provinz sehr bekannt geworden. Seine Darstellung war durch Eleganz der äußeren Erscheinung, durch ein vornehm gedämpftes Spiel, psychologische Durchdringung und diskreten Humor gekennzeichnet. Seine letzte Rolle war der amerika­nische Bankdirektor in dem Ufa-FilmSieben Ohr­feigen", dessen man sich auch in Gießen noch gerne erinnern wird. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Aufgaben der Landesplanung.

Berlin, 13. Dez. (DNB.) Im Preußenhaus kamen die Landes - und Bezirksplaner in der Reichshauptstelle für Raumordnung zusammen. In der Erkenntnis der Zusammengehörigkeit hatte die Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung Vertreter in die Tagung der Landesplaner geschickt, und diese nahmen wiederum an der Tagung der Raumforscher teil.

Der Leiter der Neichsstelle für Raumordnung, Reichsminister K e r r l, erklärte, mit einem Blick und großzügigem Sinn müßte der Landesplaner an die Landesplanung Herangehen In seine besondere Obhut habe er die Grenzmarken zu nehmen; ihre Durchsetzung mit einem gesunden Ge­werbe sichere den deutschen Volksboden vor einem drohenden Abbröckeln entvölkerter Ostgebiete. Der Planer habe den deutschen Lebensraum ohne Rück­

sicht auf regionale Sonderwünsche zu einer wahren Heimat für das deutsche Volk zu formen

Staatssekretär Dr. M u h s wies darauf hin, daß der Planer ohne abstraktes theoretisches Schema mit praktisch-politischem Sinn an die Aufgaben der Raumordnung Herangehen müsse Gesamtschau so­wohl seines Planungsraumes als auch des ganzen deutschen Raumes sei für den Planer nötig, der seine schwierige Arbeit in engstem Zusammenwirken mit den Organen der allgemeinen Verwaltung zu leisten habe.

WHW.-Konzert in der Berliner Skala erbrachte 13 200 RIN.

Das deutsch -italienische Gemein­schaf t s k o n z e r t für das Winterhilfswerk in der Berliner Skala, bei dem in Anwesenheit des Führers der erste Bariton der Mailänder Skala, Luigi Montesanto, der weltberühmte Kolora­tursopran Toti dal Monte sowie das Berliner Philharmonische Orchester unter Leitung von Ge­neralmusikdirektor Carl S ch u r i ch t mitwirkten, hat einen Ertrag von 13 200 Reichsmark erbracht. Das Konzert stand unter dem Protektorat von Reichsminister Dr. Goebbels und des italieni­schen Botschafters Attolico. Reichsminister Dr. Goebbels stellte die Hälfte des Ertrages dem italienischen Botschafter für die Berliner italienische Kolonie zur Verfügung.

Aus aller Welt.

Post in drei Tagen von Südamerika nach Frankfurt a. 2N.

Die am letzten Freitag mit der Lufthansa aus Südamerika abgegangene Post traf am Sonntag­mittag in Frankfurt a. M. ein.

Weidmann gestand den sechsten Mord ein.

Der fünffache Mörder Weidmann in Paris hat seinen sechsten Mord nunmehr eingestan­den. Er gab zu, die vermißte Straßburgerin Frau Keller getötet zu haben.

Großfeuer im Mannheimer Schlachlhof.

Im Kühlhaus des Mannheimer Schlachthofes brach ein Brand aus, der sich rasch zum Groß- feuer entwickelte. Die Luftschächte leiteten das Feuer in alle Stockwerke weiter. Unter Einsatz von Pionieren und Artilleristen ist es gelungen, einen der vier unterirdischen Kühlräume des Mannheimer Schlachthofes zu räumen und die dort lagernden mehrere hundert Tonnen Gefrierfleisch in Sicher­heit zu bringen Weiter beteiligten sich die wackeren Wehrmachtsangehörigen an der Ausräumung des noch in mehreren Zellen der Kühlhalle hängenden Frischfleisches, von dessen Bergung die Polizeimann­schaften tags zuvor wegen der brennend herab- stürzenden Hallendecke hatten Abstand nehmen müssen. Obgleich drei Motorspritzen gewaltige Was­

serfluten in die immer wieder aufflammenden Brand­herde schleuderten, gelang-es nicht, das Feuer im Kühlraum III zu ersticken, so daß dieser schließlich vollkommen unter Wasser gesetzt werden mußte. An der Brandbekämpfung arbeiteten Polizei, Berufs- und freiwillige Feuerwehr, teilweise unter großer Lebensgefahr.

Vier Tote beim Absturz eines britischen Bombers.

In der Nähe von Stopham Bridge (Grafschaft Sussex) stürzte aus unbekannter Ursache ein schwe­rer Bomber der britischen Luftwaffe ab. Die Ma­schine ging bei dem Aufprall auf dem Boden i n Flammen auf, wobei die vier Insassen den Tod fanden. Das ist der 89. Absturz bei der bri­tischen Luftwaffe in diesem Jahr. Insgesamt wer­den 147 Todesopfer gezählt. Ein von Paris kom­mendes Flugzeug der British-Imperial-Airways stieß bei feiner Landung in Croydon im Schnee- sturm auf eine einem Schuppen gegenüberliegende Mauer. Durch den Anprall brach das Flugzeug in der Mitte auseinander. Zwei Fahrgäste wurden leicht verletzt, während der Funker und der Pilot völlig unverletzt blieben.

Weiter-oncht

des Reichswetterdiensies. Ausgabeort Frankfurt.

Der inzwischen bis zur Nordsee vorstoßende Atlan- tikwirbel hat seinen Einfluß auf unser Wetter aus­genommen und in der Nacht zum Dienstag West- unb Südwestdeutschland Niederschläge gebracht, die von hier aus ostwärts weitergreisen. Nach voraus- gegangenen Strahlungsfrösten hat sich dabei wieder Milderung eingestellt, die zunächst weitere Fort­schritte macht und die Niederschläge in den Niede­rungen vielfach in Regen übergehen läßt. Im Ein­flußbereich des sich nur langsam verlagernden Nord­seewirbels zeigt sich unbeständiges Wetter, doch wer­den von seiner Rückseite her bald wieder kältere Luftmassen herangeführt werden.

Aussichten für Mittwoch: Wechselnd be­wölkt mit einzelnen Niederschlägen, die im Gebirge als Schnee fallen, bei lebhaften, nach West drehen­den Winden wieder neue Abkühlung.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blunr- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilderr Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Emst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für dest Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 37: 10 780. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. Mehr.

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