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jleich welchen Berufes sie sind, zusammen und er- ennen sich gegenseitig an.

Die Kameradschaften wollten versuchen, in Zu- Zunft auch den letzten Schritt für die deutsche Frau zu schaffen, daß der Begriff Gesellschaft verschwinde zu Gunsten der Volksgemeinschaft. Zu den Der- anstaltungen der Kameradschaften würden Mädels nur nach dem Gesichtspunkt der Anständigkeit und nicht nach der Stellung der Eltern eingelaoen wer­den. All dies werde schneller erreicht, je kleiner eine Stadt sei. Der Wille der deutschen Studentenschaft müsse von selbst dahin gehen, die kleine Universi­tätsstadt zum Studium zu bevorzugen.

Früher sei es der Freistudent gewesen, der in die Großstadt gezogen sei, um dem Genuß nachzu­gehen, die anderen hätten wegen einer engen Bin­dung schon die kleinen Städte besucht. In Zukunft müßten gerade die Universitäten in den kleineren Städten zu den Waffenschmieden des Geistes wer­den, denn zu einem starken Heer gehörten auch aeistige Waffen. Eine große Erziehungsausgabe habe sich der Reichsstudentenführer gestellt, und alle müßten mithelfen, dieses Ziel zu erreichen. Er freue sich feststellen zu können, daß die Studentenschaft gerade in Gießen auf dem besten Wege zu dem gesteckten Ziele sei.

Auch der Studentenführer Frank meldete, daß sie in Gießen die Aufgabe schon meistern würden. Bei einem fröhlichen Kameradschaftsabend blieb man noch bei frohem Lied und Wort zusammen.

Aus der Stadt Gießen.

Albumverke.

(Eine Blütenlese aus hessischen Büchern.

Schon unsere Urahnen kannten jene schönen Bück- lein, in denen mehr oder minder inSchön­schrift die Gefühle der Freunde oder Freundin­nen niedergelegt oder gute Ratschläge, um das böse Leben zu meistern, freiwillig und reichlich ge­geben wurden. Jene alten Bücher mit den über­schwenglichen Versen in zierlich gestochener Schrift sind jetzt oft ein Schatz der Museen, wo sie von uns Nachfahren gebührend bewundert werden.

Nimmt man nun solche Bücher von heute in die Hand, so zeigt es sich, daß manche Mädels denn auf die hat sich jetzt diese Sitte (oder Unsitte?) be­schränkt in der Wahl ihrer Sprüche ziemlich wähl l o s verfahren, und daß sich ihr Geschmack keineswegs gebessert hat. Allerdings spreche ich jetzt nur von den frühesten Jahrgängen, später zeigt sich deutlich das Bestreben, etwasBesonderes" zu schreiben, und das Hinzufügen des Verfassers recht­fertigt oft die Auswahl.

Da sitzt so ein kleines, munteres Menschenkind und müht sich, seine schönsten Buchstaben zu malen. Die Mutter hat Linien gezogen, das rosa Züng­lein malt mit. So, nun ist der Vers fertig, und die UnterschriftZum ewigen Andenken an Deine Dich liebende Amanda" kommt dran. Aber wehe, wenn sich plötzlich ein kohlrabenschwarzer Klex auf dem blütenweißen Papier eingefunden hat! Dann gibt es Tränen und obendrein noch Schelte von der Mutter, Radierversuche, die die Sache nur schlim­mer machen oder womöglich ein Loch zurücklassen! Wer erinnert sich nicht an diese Begebenheiten seiner Kindheit?

Und was lesen wir schließlich? Mit einem sanften hellblauen Engel daneben?

Das Leben ist wie eine Zwiebel, es reizt zu Tränen, doch schmeckt es nicht übel!" während auf der anderen Seite steht:

Weine, nie entweiht die Träne das erhabenste Gesicht,

Fühlen ist der Menschheit Ehre, aber unterliege nicht!"

Ich blättere weiter: x

Wandle bis zum späten Alter nur auf Rosen Deinen Pfad, und genieße jede Freude, die die Welt für Menschen hat."

Nun, die Schreiberin ist nicht gerade engherzig! Und auch der Wunsch:

Sei einmal jung und blühend nur, doch dann fürs ganze Leben!"

geht auf Ganze! Eine Menschenkennerin schrieb fol­gende Worte:

Aus Freundschaft!

Elfriede, lerne Menschen kennen, denn sie sind veränderlich, die Dich heute Freundin nennen, schimpfen morgen über Dich!"

Hoffentlich hat die Besitzerin des Buches diese Wahr­heit nicht an der Schreiberin selbst erlebt. Eine andere Seite:

Trage frisch des Lebens Bürde, Arbeit heißt des Mannes Würde!" Armes Weib! Die du arbeiten mußt ohne Würde! Etwas überschwenglich schien mir eintreuer Ku- fang" zu sein:

Willkommen, schöne Jungfrau, Du Wonne der Natur, Mit Deinem Blumenkörbchen willkommen auf der Flur!"

während zwei Lebensverächterinnen geschrieben hatten:

Das Leben ist eine Hühnerleiter, man kommt vor lauter Dreck nicht weiter." und

Gibt Dir das Leben einen Puff, so weine keine Träne, lach Dir ein Aestchen, setz Dich druff und baumle mit die Beene."

Immer aber werden Liebe und Freundschaft ge­priesen:

Wie sich zwei Täubchen küssen, die nichts von Falschheit wissen, so rein, so fein soll unsre Freundschaft sein."

oder:

Bricht das Herze auch entzwei, bleibt es noch in Stücken treu!"

Etwas merkwürdig, aber sicherlich gut gemeint, ist folgender Wunsch:

Auf einsamer Mauer wächst einsames Moos, und Dir, liebe Frieda, ein glückliches Los!"

Aufruffür dasWinterhilfswerk1937/38

Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes ist der Ausdruck des sozialistischen Wollens der national­sozialistischen Staatsführung.

Nachdem es in wenigen Jahren gelungen ist, die Arbeitslosigkeit auf ein Minimum zu beschränken, und nachdem Millionen von Volksgenossen wieder die Möglichkeit gegeben wurde, ihr Brot selbst zu verdienen, hilft nunmehr die sozialisttsche Gemein­schaft des ganzen Volkes den Aermften der Armen über die schwerste Zeit des Jahres hinweg. Diese gemeinsame Tat, der alle Kreise des Volkes volles Verständnis entgegenbringen, findet besonderen Widerhall bei den deutschen Arbeitern und Angestell­ten, die ehemals in jahrelanger Erwerbslosigkeit größte Not am eigenen Leib verspüren mußten.

Um auch in diesem Jahre das Winterhilfswerk zu einem vollen Erfolg werden zu lassen, soll wiederum jeder einzelne 10 v. H. der aus seinem Lohn und Gehalt berechneten EinkommensKuer zur Verfügung stellen. Die Betriebsführer behalten diese Beträge ein und führen sie an das Winter­hilfswerk ab.

Der nationalsozialistische Staat stellt heute nach außen hin einen festen Block dar. Die sozialistische Gemeinschaft des ganzen Volkes bildet hierzu das Fundament. Unser Opfer aber ist der Ausdruck unseres Dankes an den Führer.

Heil Hitler!

Becker, Gauobmann der DAF.

Oie Deutsche Arbeitsfront im Angriff.

Der nächste Samstag und Sonntag bringen Groß-Einsatztage für die Deutsche Arbeitsfront. Als erste sammeln die Walter und Warte der DAF. und die Betriebsführer und Dertrauensräte der Betriebe für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1937/38. Auf allen Straßen, in allen Be­trieben und Haushalten bieten sie die schönen Sam­melabzeichen an und fordern von jedem Volksgenos­sen das Opfer, das er geben kann. Keine Gabe ist zu klein, aber auch keine Spende kann groß genug

sein. Es gilt den gemeinsamen Einsatz des ganzen deutschen Volkes für den großzügigen Aufbau des nationalsozialifttschen Deutschland. Keiner schließt sich dabei aus!

An die Bauern und Landwirte.

NSG. Nach einem arbeitsreichen Sommer rückt der Winter heran. Wenn es auch gelungen ist, die Zahl der Arbeitslosen auf ein Minimum zurück- zudrängen, so bleibt auf der anderen Seite doch noch viel unverschuldete Not zu lindern. Der Füh­rer ruft deshalb jeden einzelnen auf, nach feiner Leistungsfähigkeit an der Linderung dieser Not mitzuwirken.

So ergeht auch in diesem Jahre wieder der Ruf an die deutschen Bauern und Landwirte, das Dinkerhilfswerk durch Kartoffel- und Ge- treidefpenden zu unterstützen.

In dem Freiheitskampf des deutschen Volkes hat der deutsche Bauer und Landwirt schon manches Opfer bringen müssen. Die Behebung der Arbeits­losigkeit bedeutet Mangel an Arbeitskräften auf dem Lande. Ungunst der Witterung hat manchen um den vollverdienten Lohn seiner Arbeit gebracht. Aber trotz alledem darf auch der Bauer und Land­wirt mit seinen Spenden zum Winter­hilfswerk 1937/38 nicht zurückstehen, denn es gilt im Kampf um Deutschlands Wiederaufstieg der Einsatz des letzten Mannes und der letzten Kraft.

Deutsche Bauern und Landwirte, helft mit am Werk des Führers! Spendet Getreide und Kartoffeln im Rahmen der erlassenen Richt­linien!

Eure Spenden sollen sein ein Ausdruck des Dankes gegenüber Führer und Reich und ein erneutes Be­kenntnis zu echter deutscher Volksgemeinschaft.

Der Gaubeauftragte für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes: Haug.

Der Landesbauernführer: Dr. Wagner.

während die Aufforderung:

Lebe glücklich, lebe heiter, wie der Floh am Blitzableiter" kurz und verständlich ist. Aber nicht nur an die Gegenwart, nein, auch an die fernste Zukunft haben die Schreiberinnen gedacht:

Wenn Du einst als Großmama im Lehnstuhl fitzst beim Großpapa, fo denk in Deinem stillen Glück an Deine Rosemarie zurück." oder:

Wenn ich einst gestorben bin, geh zu meinem Grabe hin und schreib leise in den Sand: Ach, die hab' ich auch gekannt!" Eine neunmalkluge Neunjährige schrieb:

Verliebe dick oft, verlobe dich selten, heirate nie!"

Und wo bleibt dann der Geburtenzuwachs?

Das Leben ist nichts als ein Weg, um etwas zu werden."

steht auf einem anderen Blatt. Die kleine Zehn­jährige, die diesen Spruch schrieb, wird ihn wohl auch nicht ganz verstanden haben.

Und so ist es eine Aufgabe der Eltern und Er­zieher, auf die Kinder einzuwirken, daß sie Häß­liches und Unverstandenes ablehnen.

Emma Louise Stoltenberg.

Dornotizen.

Tageskalender für Donnerstag.

Gloria-Palast (Seltersweg):Liebe kann lügen." Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Assistenzarzt Dr. Kilder." VDA. Ortsgruppe Gießen, 20.30 Uhr, Neue Aula, volksdeutsche Kundgebung.

^DltDeutrdicflröcttofront

NSG.Kraft durch Freude-, Kreis Gießen. Theatervorstellung

Große KdF.-Miete" Gruppe I, 2. Vorstellung.

Samstag, den 16. Oktober, 20 Uhr: Die Dorothee-, Operette.

Preise 1,20 und 1, RW.

Karten durch die Betriebswarte und Kreisdienststelle, Schanzenftraße 18. 6711D

BOM- u. ZM.-Untergau 116, Gießen.

Arbeitsgemeinschaft der Führer und Führerinnen der Hitler-Jugend und des B 1)211.

Arn 20. Oktober beginnt die Arbeitsgemeinschaft der Führer- und Führerinnenschaft der Hitler- Jugend von Gefolgschaftsführer, Fähnleinführer und Mädel- und Jungmädelgruppenführerin an. Alle Mädel- und Jungmädelgruppenführerinnen treten am 20. Oktober, 19.50 Uhr, an der SS.- Standarte an, außerdem die Stabsmitglieder des M.- und JM.-Untergaues und die Schulungs­leiterinnen der Wochenendschulungen. Es spricht ein Mitarbeiter vom Rassenpolitischen Amt.

Düsseldorf-Fahrt der J2N.-Führerinnen.

Es wird noch einmal durchgegeb^n, was mitzu­bringen ist: Tornister mit Decke, Eßgeschirr, Be­steck, Trinkbecher, Schlafsack, Waschzeug, Schuhputz, zeug, Turnschuhe, warmes (Berchtesgadener) Jäck­chen, Regenmantel, Fahrtenbluse für die Bahnfahrt, weiße Blusen für Düsseldorf, Brotbeutel, Verpfle- gung für den ersten Tag; 1 Suppenwürfel (Ochsen­schwanz), 3 Bouillonwürfel, % Pfund Dauerwurst. Fahrtengeld und Mitgliedausweis nicht vergessen! Antreten: 10 Uhr morgens am Bahnhof.

Kurs in Schloß Dehrn.

Zu dem Kurs vom 24. bis 29. Oktober in Schloß Dehrn sind den Gruppenführerinnen die Beur- laubungsanträge zugegangen, die sofort den betref« fenden Führerinnen zuzustellen sind. Es unter- schreiben zuerst die Eltern und bann die Schule bzw. der Arbeitgeber.

ASV., Ortsgruppe Gießen-Ost.

Betr.: DHW.-Pfundspenden.

Die Sammlung wird Mittwoch, 13., und Donners­tag, 14. d. M., von der NS.-Frauenschaft durchge­führt. Diejenigen Volksgenossen, die sich im Laufe des Sommers nicht an dem Lebensmittel-Opferring beteiligt haben, werden gebeten, sich nicht auszu­schließen, da die Pfundspende restlos dem WHW. zugeführt wird. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben.

Betr.: DHW.-Anträge.

Bedürftige Volksgenossen, die seither noch keinen WHW.-Antrag auf WHW.-Unterstützung gestellt haben, werden gebeten, während der Dienststunden, die täglich von 15 bis 18 Uhr festgelegt sind, auf unserer Geschäftsstelle, Kaiserallee 52, vorzusprechen. Unterlagen, die Auskunft über die wirtschaftliche Lage geben, sind vorzulegen.

Don der Universität.

Don der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt:

Der Assistent Dr. Hans Gläser in Gießen ist durch das Reickserziehungsministerium mit der Ab­haltung von Vorlesungen über Sportmedizin an der Universität Gießen beauftragt worden.

40Zahre im Dienste der Allgemeinheit.

Am heutigen 14. Oktober kann der Vorsteher des Postamts II (Stadtpost), Postinspektor Georg Scheuer, in voller Frische auf eine 40jährige Dienstzeit zum Besten der Allgemeinheit zurück­blicken. Der Jubilar hat beim Infanterie-Regiment 116 in Gießen gedient und ging nach zwölfjähriger Dienstzeit als Kompaniefeldweoel aus dem Mili­tärdienst ab. Er trat in den Postbienst über unb mürbe zunächst in Essen verwandt, von wo er nach bem Kriege auf seinen Wunsch nach Gießen versetzt würbe. Seit jenem Zeitpunkt war er un­unterbrochen bei der hiesigen Post tätig, unb zwar beim Postamt I in ber Bahnhofstraße, seit etwa vier Jahren als Vorsteher bes Postamts II (Stabt- poft). Bei feinen Dienstvorgesetzten unb bei allen seinen Berufskameraden genießt ber Jubilar hohe Wertschätzung, ebenso kann er sich wegen seiner her­vorragenden Eigenschaften unb wegen feines vor­trefflichen Charakters in weiten Kreisen der Be­völkerung großer Sympathien erfreuen, »eine Ar- beitsfameraben auf ber Stabtpost überraschten ihn heute Morgen durch schönen Schmuck seines Ar­beitsplatzes, und sie brachten ihm dabei in herz­licher kameradschaftlicher Verbundenheit ihre Glück­wünsche dar. Dem Jubilar wird heute auch in ber Bevölkerung ein herzliches Gebenken mit aufrich­tigen Glückwünschen sicher sein.

Oie Eröffnung der Deichsautobahn.

In Ergänzung unserer gestrigen Mitteilungen über bie Eröffnung ber Reichsautobahnstrecke Bad- NauheimGießen am kommenden Sonntagvormit- taa fei heute noch vermerkt, daß an ber Feier etwa 1500 am Bau beschäftigte Arbeiter unb Ehrengäste in etwa 500 Wagen, ferner geschlossene Abteilun­gen aller Gliederungen unb Verbänbe unb natürlich auch bie Bevölkerung ber umliegenden Orte des Kreises Gießen teilnehmen werden. Die Aufmarsch­leitung der Formationen hat Obersturmbannführer Münker von ber SA.-Brigabe 147 (Oberhessen). Die Absperrung übernimmt bie SA. Die Fahrt über bie neue Reichsautobahnstrecke im Anschluß an bie Eröffnungsfeier wirb mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 bis 40 Kilometer erfolgen. Der Bevölke­rung der Orte in ber Nachbarschaft ber Reichsauto­bahn sei empfohlen, sich entlang ber Reichsauto­bahnstrecke aufzustellen, um von bort aus bas interessante Bilb ber Vorbeifahrt in allen Teilen sehen zu können. Auf den Brücken über bie Reichs­autobahn werben HI., BDM. unb Jungvolk mit ihren Fahnen Aufstellung nehmen.

*

Die Direktion der Städtischen Betriebe läßt am kommenden Sonntag bei genügender Beteiligung die beiden städtischen Omnibusse zu ber Eröffnung ber Reichsautobahnstrecke Bab-Nauheim Gießen

fahren. In dem Fahrpreis von 2. RM. pro Per­fon ist bie Beförberung vom Lubwigsplatz über Steinbach unb bann auf ber Reichsautobahn bis Bab-Nauheim und zurück zum Lubwigsplatz ein­begriffen, in biefem Rahmen auch bie Teilnahme an ber Eröffnungsfeier bei Steinbach. Anrnelbun» gen müssen bis Samstag mittag erfolgen.

Polizei gegen Verkehrssünder.

Die Polizei schritt ein in der Zeit vorn 1. Okto» ber bis 7. Oktober einschließlich:

gegen Rabfahrer mit 10 Anzeigen;

gegen Führer von Kraftfahrzeugen mit 33 Anzeigen;

I gegen Fußgänger mit 19 Verwarnungen unb Belehrungen.

Giandort-Deitjagd am 13. Oktober.

Für ben morgigen Freitagnachrnittag, 15. Okto­ber, legt bie 13. (IG.) Kompanie Jnf.-Rgt. 116 eine weitere Stanbort-Reitjagb an. »

Stellbichein: 14.50 Uhr Felbwegekreuz 600 Me­ter ostwärts Haltepunkt Launsbach. Halali: 800 Meter nörblich Babenburg. Sammelplatz für Zu­schauer: Badenburg.

Verlauf der Strecke: 600 Meter Wiesengelände mit zwei Stangensprüngen und einem Graben- sprung. Ueberqueren des chauffierten Feldweges nördlich Launsbach im Schritt. Wiesenstrecke mit vier Gräben und zwei Stangenhindernissen. Schritt- bzw. Trabreprisen mit Ueberqueren der Straße GießenWißmar, Wiesenstrecke mit einem Stangensprung, einem Heckensprung, Durch­reiten der Lahn an der Badenburg, Wiesenstrecke mit einem Wassergraben und Stan­gensprung als Schlußsprung und Auslauf. Länge: 3,5 Kilometer.

Neue Regelung des Arbeitseinsatzes von Maurern und Zimmerern.

Die Durchführung staats- und wirtschaftspolitisch bedeutsamer Bauvorhaben macht eine Regelung des Arbeitseinsatzes der Maurer und Zimmerer nach einheillichen Grundsätzen erforderlich. Aus diesem Grunde hat der Präsident der Reichsanstalt mit Zustimmung des Reichsarbeitsministers und des Reichswirtschaftsministers unter dem 6. Oktober 1937 eine Anordnung über den Arbeitseinsatz von Maurern und Zimmerern erlassen. Danach dürfen mit Wirkung vom 18. Oktober 1937 in privaten und öffentlichen Betrieben und Verwaltungen aller Art Maurer und Zimmerer nur eingestellt werden, wenn eine schriftliche Zustimmung bes Arbeitsamts vorliegt. Diese neue Anorbnung für Maurer unb Zimmerer paßt sich inhaltlich weitgehend den Vor­schriften an, die auf Grund der Metallarbeiteran­ordnung vom 11. Februar 1937 bereits für Metall­arbeiter bestehen. Die besonderen jahreszeitlich be­dingten Verhältnisfe im Baugewerbe machen jedoch gewisse Abweichungen erforderlich. Aus diesem Grunde ist in der neuen Anordnung bestimmt, daß bie Zustimmung zur Einstellung eines Maurers ober Zimmerers nicht erforberlid) ist, wenn bie Ein­stellung in ber Zeit vom 1. Dezember bis 28. Fe­bruar erfolgt, unb sie ist weiter nicht erforberlid), wenn bas letzte im Arbeitsbuch eingetragne Ar­beitsverhältnis wegen Arbeitsmangel gelöst wor­ben ist.

Maurer bzw. Zimmerer im Sinne ber neuen Vorschriften sind solche Personen, die nach ben Ein- I tragungen im Arbeitsbuch als gelernter Maurer bzw. Zimmerer anzusehen finb. Die Zustimmung ist von bem Arbeitsamt zu erteilen, in besten Be­zirk bie letzte Arbeitsstätte bes Maurers ober Zim­merers liegt. Der Antrag auf Zustimmung ist vom Unternehmer, ber bie Einstellung beabsichtigt, bei biefem Arbeitsamt zu stellen.

Verstöße gegen bie neuen Vorschriften zur Re­gelung bes Arbeitseinsatzes der Maurer und Zim­merer sind unter Strafe gestellt.

Die neue Anordnung ist in Nr. 232 bes Reichs­und Preußischen Staatsanzeigers vom 9. Oktober 1937 veröffentlicht.

Bekämpfung des Hupens!

Aus einer Strafverhandlung des Amtsgerichts Gießen, berichteten wir gestern, der Täter habe Signal gegeben,obwohl damals Hup-Verbot herrschte". Dies ist wie ber Pressedezernent bes Amtsgerichts Gießen uns schreibt irreführend. Ein allgemeines Hup -Verbot bestand niemals und besteht auch jetzt nicht. Anderseits darf aber nur bann gehupt werben, wenn es erforberlid) ist, um einen unmittelbar gefährdeten anderen Verkehrsteilnehmer zu warnen. Bekämpft wird da­her mit allen Mitteln das unnötige Hupen, ins­besondere das Hupen derer, die, um sich freie Bahn zu schaffen, grundfätzlich vor jeder Kreuzung Signal geben, bann ungehemmt über die Kreuzung hin- überfahren und auf diese Weise eine erheblich grö­ßere Gefahr bedeuten, als wenn sie ohne Signal vorsichtig an jede Kreuzung heranfahren. Es ist bezeichnend, daß in dem fortgeschrittenen Amerika der Wagen, ber z. B. in eine bevorrechtigte Dor- fahrtsstraße einfährt, vorher völlig anhalten muß und erst dann wieder anfahren darf. Wenn der­artige Anordnungen bei uns noch nicht bestehen, so muß um so mehr auf die eigene Rücksichtnahme des einzelnen Kraftfahrers gerechnet werden.

Gietzener Dochenmarktprette

* Gießen, 14. Okt. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Wirsing, % kg 9 bis 12 Pf., 50 kg 8 Mark, Weißkraut, % kg 6 Pf., 50 kg 5 Mark, Rotkraut, % kg 9 bis 12 Pf., 50 kg 8 bis 9 Mark, gelbe Rüben, % kg 8 bis 9 Pf., Karotten 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 15 bis 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Erbsen 25 bis 35, Grünkohl 15, Rosenkohl 15 bis 25, Feldsalat, Vio 10, Tomaten, % kg 12 bis 17, Zwiebeln 6 bis 7, Meerrettich 30 bis 80, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kürbis 5 bis 6, Pilze 40 bis 45. Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,45 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 18 Pf., Ausleseobst 18 bis 25 Pf., 50 kg 10 bis 25 Mark, Falläpfel, % kg 5 bis 6 Pf., Birnen 5 bis 20, Preiselbeeren 35, Zwetschen 15 bis 16, Nüsse 30 bis 40 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Sup­penhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1 Mark, Enten 1 bis 1,10 Mark, Tauben, das Stück 50 bis

stück PALMOLIVE * SEIFE verwenden: ,

gibt eine r^ine Haut, einen warten Teint! jro*