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mit Früchten behangen. In unserem Orte herrscht zur Zeit rege Bautätigkeit. Dieser Tage wurde in der Hauptstraße mit einem Wohnungs­neubau begonnen. Auch wurden mehrere Dung- und Jauchegruben errichtet und zahlreiche Um- und Neubauten oorgenommen. Die hiesigen Handwerker sind dadurch immer in Arbeit. Der Bau einer Scheune wurde bereits vollendet.

T Beuern, 13. Juli. Die hiesige Ortsbauern­schaft unternahm dieser Tage einen wohlgelungenen Ausflug mit dem Postauto Ueber die Reichs­autobahn ging es zunächst nach Frankfurt, wo die Teilnehmer den Flughafen Rhein-Main und das LuftschiffGraf Zeppelin" besichtigten; dieses Wun­derwerk deutscher Technik erregte bei allen Teil­nehmern Staunen und Bewunderung. Darauf ging die Fahrt nach Darmstadt, wo unter Führung des Regierungsassessors Hermann, eines Sohnes unseres Dorfes, die Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigt wurden Weiter ging es nach dem Ried; hier wurde die Siedlung Allmendfeld besichtigt, wo 40 Erbhöfe errichtet werden, und ebenso die Sied­lung Rosengarten, die bis zum Herbst fertiggestellt sein soll. Alle Teilnehmer waren von den Ein­drücken dieser Besichtigung hoch befriedigt. In dem Dorf Riedrode, wo auch eine Anzahl Oberhesscn angesiedelt sind, wurden die einzelnen Höfe einer Besichtigung unterzogen. Die Fahrt führte dann nach Worms, wo ebenfalls die Sehenswürdigkeiten der alten Stadt in Augenschein genommen wurden, und dann die Rheinstraße entlang nach Mainz. Nach einer kurzen Rast wurde von hier aus die Heimfahrt angetreten. Der von Ortsbauernführer

Hermann wohlvorbereitete Ausflug wird allen Teilnehmern noch lange m bester Erinnerung bleiben.

+ Harbach, 13. Juli. Die letzten Kirschen­bäume sind abgeerntet. Der diesiahrige Ertrag war sehr schlecht. Der Behang der Bäume versprach eine mittelmäßige Ernte. Kaum fingen aber die er­sten Früchte an zu reifen, da fielen große Schwarme von Staren in die Obstbaumstucke em. Täglich kamen neue Schwärme hinzu, so daß man schließlich von einer wahren Starenplage sprechen konnte. Vogelscheuchen, Kirschenklappern und dergleichen Abschreckungsmittel halfen nichts. Selbst der Ab­schuß der vorwitzigsten Tiere störte die Schwarme nicht. Sie flogen zwar nach den Schüssen für einige Minuten weg, stellten sich aber immer wieder von neuem ein. Da während der Haupterntezelt auch noch das Dickwurzsetzen im Gange war, kamen viele Besitzer um ihre sämtlichen Fruchte. Aeltere Leute können sich kaum einer Starenplage wie m diesem Jahre entsinnen. In diesen Tagen wurde der erste K a r t o f f e l s i l o in unserer Ge­meinde fertiggestellt. Er gehört dem Orts­bauernführer Karl Stumpf.

1 Muschenheim, 13 Juli. Einen eigen­artigen Unfall erlitt der hiesige Schmledemelster Ernst Gasche. Bei der Arbeit drang dem be­dauernswerten Mann ein von seinem Meißel ab­gesprungener Splitter in den Unterleib, so daß er in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte.

Moderner Bauern­hof im Entstehen.

Der im Entstehen be­griffene Hof Leidner in Langsdorf.

(Aufnahme: j Armine Heymann.)

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co Langsdorf, 13. Juli. Der hiesige Land­wirt Otto Leidner wird in diesem Jahr den Rohbau seines neuen Bauernhofes vollen­den, zu dem er gezwungen war, weil die seitherige Hofreite in der Enge des alten Langsdorfkernes keine Möglichkeit zur Entwicklung eines vergrößer­ten Betriebs bietet.

Die Neubauten wurden vor dem Südausgang des Dorfes errichtet, an der Gabelung der Straße nach Bettenhausen und des alten Bellersheimer Weges. Die Baupläne hat die Hessische Landwirt­schaftskammer entworfen; ihr obliegt auch die Bau­leitung. In die Maurerarbeiten teilten sich die Mei­ster Jakob (Langsdorf) und Düringer (Bet­tenhausen). Der Grundriß der Hofreite ist ein Recht­eck, wie es seit Urzeiten der fränkisch-hessischen Bau­weise entspricht.

Schon vor vier Jahren hatte der Bauherr in Fachwerk die Scheuer errichten lassen. Da sie mit dem Giebel an die Bettenhäuser Straße und mit der Rückseite an einen Feldweg grenzt, können die rückwärtigen Tore zur Ausfahrt benutzt werden.

Die übrigen Gebäude wurden in massiver Aus­

führung im Jahr 1937 erstellt. Die Stallungen stoßen im rechten Winkel an die Scheuer und ent­halten im Untergeschoß Futterraum, Rindviehställe, Pferdestall, Schweineställe. Das Obergeschoß ist zum Lagern des Dörrfutters bestimmt und wird im Gie­bel, der an den Bellersheimer Weg stößt, einen Aufzug für Heu ufw. enthalten.

Wiederum im rechten Winkel stößt an die Stal­lungen das Waschhaus mit Futterküche, in dessen Obergeschoß noch Wohnräume eingerichtet werden können. In der Fortsetzung dieses Gebäudeteils wurde zuletzt das Wohnhaus errichtet. Es enthält im Untergeschoß vier Wohnräume und wird im Dachgeschoß noch etliche Zimmer aufweisen, da der Speicher zur Lagerung von Getreide bei diesem neuen Hof nicht mehr benötigt wird.

Am vergangenen Samstag fand das R i ch t f e st des Hauses statt. Die erforderlichen Zimmerarbeiten wurden von Meister B a u sch (Langsdorf) ausge­führt. Vom First grüßten Tanne und Bänderkranz. Diese neue Siedlung wird nicht nur der modernste, sondern auch der geräumigste Bauernhof unseres Dorfes werden.

Rosenschau in Gieinsurth.

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Das große Schmuckbeet der Steinfurther Rosen- schau, das aus vielen Hunderten von roten und gelben Rosen gestaltet, den besonderen Anzie­hungspunkt der Schau darstellte. Die gesamte Anlage stammt im Ent­wurf von dem Gießener Gartenarchitekten Eberh. Schwarz. DieGailschen Tonwerke Gießen stellten für die Mauer und den Springbrunnen in un­eigennütziger Weise das Baumaterial zur Verfü­gung.

(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

* Steinfurth, 13. Juli. In gemeinsamer glücklicher Zusammenarbeit veranstalteten in diesen Tagen die Rosenbauern von Steinfurth mit der NSGKraft durch Freude" (Kreiswal- tung Friedberg) eine Rosenschau die einen an­schaulichen Ueberblick über die Arbeit gab, die in Steinfurth seit nahezu einem Jahrhundert auf dem Gebiete des Rosenbaues geleistet wird Man sah in der Ausstellung eine Fülle von Rosen (etwa 150 verschiedene Arten), die von Steinfurth aus zur Weiterveredlung und Hochzucht in die deutschen Gärtnereien wandern sollen, um dort zu den letzten Möglichkeiten der Entwicklung der Schönheit in Form und Farbe geführt zu werden.

Die Ausstellung, mit deren Gestaltung der Gie­ßener Gartenarchitekt Schwarz beauftragt war, bot ein freundliches und angenehmes Bild. Der Saal der Schau prangte in den feinen Farben von feinem Weiß über zarte gelbe Töne, Über rosa und rot bis zum tiefsten Purpur. Die Blumen stan­den in vielen, zum Teil kostbaren Kristalloasen vor einem zartgrünen Hintergrund und kamen dadurch zu einer feinen Wirkung. Von besonderem Reiz war jedoch die Gesamtanlage der Ausstellung. Im Blickfeld des Saales war eine große Rische mit frischem Grün der Douglasfichte ausgeschlagen, in der auf einer schlanken Säule in vornehmer, pla­

stischer Darstellung die Büste des Führers stand. Große Flächen von Fahnentuch mit dem Haken­kreuz rahmten das grüne Feld ein. Unmittelbar vor der Bühne breitete sich dann ein über und über mit roten und gelben Rosen besetztes und in edler Linienführung gestaltetes breites Beet aus, in dessen Mittelpunkt ein Springbrunnen stand, der sein Wasser in eine elegant geschwungene Schale ergoß. Das Beet, das durch einen Maueraufbau über die Bodenfläche zu liegen kam, bedeutete sicherlich für jeden Besucher eine Augenweide. Der Form dieses Beetes angegliedert schwang unmittelbar davor ein Tisch aus, der ebenfalls in dekorativen großen Vasen viele schöne Rosen zeigte. Die übrigen Tische schlossen sich dem schönen Aufbau organisch an. Die gesamte Anlage der Schau verriet eine sorgfältig und künstlerisch gestaltende Hand.

Der Sonntag brachte der Ausstellung einen star­ken Besuch, denn die NSG.Kraft durch Freude" ließ es sich angelegen sein, diese Rosenpracht vielen Volksgenossen zugänglich zu machen. Auch von Bad- Nauheim kamen zahlreiche Kurgäste herüber, um einen Eindruck von der Steinfurther Rosenzucht zu gewinnen. Die Fachleute fanden sich aus Nah und Fern ein und gewannen sicherlich manche wertvolle Anregung für ihre eigene Arbeit.

Kreis Ariedberg.

gfs. Butzbach, 13 Juli. Eine Jugend- gruppe wurde hier in der F r a u e n s ch a f t ge­gründet, um den Nachwuchs zu erfassen. 30 bis 40 Mädchen haben sich bis jetzt gemeldet.

gfs. Wölfersheim, 13 Juli. Die Frauen­schaft gründete hier eine Kinderschar, der 38 Kinder angehören. Ueber unfern Paten- gau Oberschlesien hörten wir im letzten Pflichtabend. Eine Reihe von Lichtbildern erläu­terten den Vortrag und veranschaulichte das wirt­schaftliche Leben unserer deutschen Brüder im Grenz­land.

)( Butzbach, 13. Juli. Die Butzbacher Werke für Eisenoerarbeitung veranstalteten in der erst vor kurzem in Betrieb genommenen Halle 4 einen gro­ßen Kameradschaftsabend, an dem außer der Gefolgschaft die sämtlichen Angehörigen und eine große Anzahl geladener Gäste teilnahmen. Zur Unterhaltung trug das Werksorchester und die Ge­sangsabteilung der Betriebsgemeinschaft bei. An­sprachen hielten der Direktor des Betriebes,

F i s ch l e r , der Betriebsobmann Müller, Dr. Todt als Vertreter der Industrie- und Handels­kammer Friedberg, sowie Vertreter der DAF.- Kreis- und (Sauleitung. Bis in die frühen Morgen­stunden währte die Veranstaltung bei Unterhaltun­gen aller Art. Eine luftige Fahrtins Blaue unternahm die Ortsgruppe der NSDAP. In einem großen Poftkraftwagen führte der Weg über Lich, Laubach, Schotten, Hoherodskopf, Lauterbach, Als­feld, Grünberg, Gießen, Solmsbachtal nach dem nahegelegenen Haufen. In den meisten Städten wurden die Sehenswürdigkeiten besichtigt und für das leibliche Wohl Sorge getragen Bei froher Stimmung und in angeregter Unterhaltung über die vielen Reiseeindrücke verbrachten Fahrtteilnehmer und inzwischen angekommene Parteigenossen noch.. einige Stunden. Der Ortspropagandaleiter sprach den Dank an die Fahrtleitung aus, die in muster­gültiger Weise alle Vorbereitungen getroffen hatte.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstagnach- mittag geschlossen

LeukSnne 280 Lilie

Leukämie, eine Erkrankung der geformten Bestandteile des Blu­tes, und zwar besteht ihr Haupt­anzeichen in einer Vermehrung der weißen Blutkörperchen, neben einer Reihe anderer Erscheinun­gen. Arsen und Bestrahlungen mit Röntgenstrahlen können das Leiden weitgehend bestem.

Leumund, der gute Ruf eines Menschen hinsichtlich seines sitt­lichen Verhaltens.

Libelle, auch als Wasterjungfrau bezeichnetes Insekt, ferner eine Wasserwaage, durch die mit Hilfe einer Luftblase festgestellt wird, ob eine Fläche waagerecht ist oder nicht.

Lichtbehandlung ist die systema­tische Anwendung des Lichtes als Heilmittel in seinen verschiede­nen Formen, so als Sonnenbä­der: Die nackte Haut wird be­sonnt, dadurch wird sie braun, die Blutbildung wird angeregt und der Körper entgiftet, aber nur unter ärztl. Anl.; als künstliche Höhensonnes-Quarzlampe oder als Elühlichtbad; Sollux-Lampe und noch viele andere Anwen­dungen.

Lidkramps. Bei Erkrankungen der Bindehaut oder bei Vorhan­densein von Fremdkörpern im Auge kommt es zu einem Lid­kramps. Er wird schnell behoben, wenn man den Kopf in eine Schüssel mit kaltem Master taucht Richt zu verwechseln mit dem Lidflattern, dem häufigen Lid­schlag einem der häufigsten Zei­chen bei allgemeiner Nervosität Lidrandentziindung. häufig wer­den davon hellblonde Menschen mit zarter Haut befallen, bei bei

grellem Sonnenlicht und starkem Wind. Diese sollen Schutzbrillen tragen. Ist die vordere Lidkante schon gerötet und sind kleine Schüppchen zu finden, dann gelbe Augensalbe (Noviformsalbe). Diese Erkr. der Lider darf nicht vernachlässigt werden, darum bald einen Arzt aussuckjen.

Liebstöckel, ausdauernde Pflanze. Die Blätter gleichen dem Selle­rie und dienen zum Würzen. Der Wurzelaufguß ist harntreibend. Liesen, Schweinefett, aus dem Schmalz ausgelassen wird.

List, entbehrt, engt. Fremdwort für Auszug oder Fahrstuhl.

Liguster (Rainweide) ist überall als Heckenpflanze anzutreffen. Wachst leicht aus Stecklingen und verträgt jeden Schnitt. Für Vor­gärten gibt es weit schönere Hek- kengehölze als Liguster.

Likör, stark gezuckertes, mit Kräu­tern od. Fruchtsäften abgeschrneck- tes alkoholisches Getränk. Den größten Zuckergehalt haben die sogenannten Cremeliköre. Die Likörsorten sind außerordentlich zahlreich.

Lilie, Zwiebel im Herbst 2025 cm tief in Erde legen. Vorher nährkräftige Erde unterstreuen, damit die L. unberührt stehen bleiben kann. Im Winter Boden­bedeckung geben (keinen frischen Dünger!) Viele Arten' bekannt ist die weiße od. Madonnenlilie, die rote od Türkenbundlilie und die Tigerlilie. L als Schnittblu­men des starken Geruches halber ungeeignet. Wirksam im Garten neben blauem Rittersporn.

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