all unseres Wollens steht der Satz: Deutschland will leben! Deutschland wolle nichts weiter in der Welt als Lebensraum und Lebensmöglichkeiten und vor allem Anerkennung als gleichberechtigte Nation. Es sei eines der wichtigsten Merkmale, daß der Nationalsozialismus dem deutschen Volk d i e Lebensfreude wiedergegeben habe, die Lebensbejahung, die am klarsten in dem von jedem Deutschen vertretenen Grundsatz zum Ausdruck kommen: Wir kapitulieren niemals wieder!" Als die drei größten Quellen, aus denen der Nationalsozialismus den deutschen Menschen zu neuem Erstarken führt, kennzeichnete Dr. Ley den Willen zur Gemeinschaft, die Sorgen um den deutschen Menschen und den Willen zum Schönen. Dr. Ley schilderte dann den Einsatz des „Kraft-durch-Freude"- Werkes. Nicht weniger als 174 Millionen Mark werde die Deutsche Arbeitsfront in den nächsten beiden Jahren für den Ausbau weiterer Erholungsheime, Bäder und sonstiger Erholungseinrichtungen verwenden. Den zahlreichen Vertretern des Auslandes rief Dr. Ley zu: „Wir wissen, daß sich unsere soziale Ordnung nicht auf andere Völker übertragen läßt, und wir haben auch nicht die Absicht, uns in dieser Richtung zu bemühen. Aber wir wollen eine neue gemeinsame Grundlage finden, auf der sich die Völker verstehen und schätzen lernen, und diese Grundlage ist die Freude!" In dieses Bekenntnis Dr. Leys und in sein Sieg-
Heil auf den Führer stimmten die Tausende einmütig und jubelnd ein.
Nächtliche Feierstunde der HZ. am BiSmarck-Denkmal.
Mit einer Feierstunde von seltener Wucht und Ausdruckskraft fand am Samstag der dritte Tag der Reichstagung „Kraft durch Freude" seinen Abschluß. Im Lichte riesiger Scheinwerfer und unzähliger Fackeln ragte das gewaltige Bismarck- Denkmal weithin über Elbe und Hafen. Die Danner der Hitlerjugend umspannten den Sockel, auf dem die Gruppen der HI., des BDM. und des Jungvolks tiefgestaffelt Aufstellung genommen hatten. Die Volkstumsgruppen von über 25 Nationen hatten in ihren Heimattrachten den großen Platz vor dem Denkmal gefüllt, und eine unüberfehbare Menschenmenge hielt die weiten Anlagen im Hafengebiet umsäumt. Wuchtig klingt dann Chorgesang in den nächtlichen Himmel, der überleitet zu dem gemeinsamen Lied aller Jungen und Mädel „Auf hebt unsere Fahnen". Reichsorganisationsleiter Dr. Ley betonte, daß alle Mühen und alles Schaffen umsonst gewesen wäre, wenn nicht die Jugend in der Zukunft das Erbe antrete. Deutschland kommt aus der Ewigkeit und wird ewig sein, so schloß Dr. Ley, weil Deutschlands Jugend Deutschlands Freiheit in ihren starken Händen hält.
Der „Zestzug des deutschen Volkes".
Die Reichstagung der NSG. „Kraft durch Freude" erreichte am Sonntag mit dem großen „F e ft z u g des deutschen Volkes" den Höhepunkt der festlichen Veranstaltung. Alle deutschen Gaue hatten gewetteifert, um in diesem großen deutschen Lebensbild würdig vertreten zu sein. Nicht weniger als 25 000 waren am Festzug beteiligt, lieber 200 festlich geschmückte und sinnvoll ausgestattete F e st- wagen rollten durch die festlich geschmückte Hansestadt. Lange vor Beginn des Festzuges ist auf den Tribünen kein freier Platz mehr, sind die Straßenzüge mit freudigen Menschen angefüllt. Alle Fenster sind dicht besetzt, selbst auf den Dächern stehen Taufende, um diese Stunden mitzuerleben. Man hört die Mundarten aller deutschen Stämme, hat doch die NSG. „Kraft durch Freude" dafür gesorgt, daß schaffende Deutsche aus allen Gauen diesen Tag miterleben können. Auf dem Adolf-Hitler-Platz wahnen der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley dem Festzug bei. Unter den zahlreichen Gästen aus dem Ausland bemerkt man Abordnungen des französischen Kreuzers „Je an ne d' A r c" und des kubanischen Kanonenbootes „C u b a". Neben Dr. Ley sieht man den Leiter des italienischen Freizeitwerkes Dopolavoro, Commen- datore P u c c e t t i.
Don der Alfter her schmettern Fanfarenklänge, unterbrochen von dem dumpfen Dröhnen von Hunderten von Landsknechtstrommeln. Schon schwenkt die Spitze des Festzuges auf den Adolf-Hitler-Platz ein: Mit strahlenden Augen zieht deutsches Jungvolk, Fanfarenbläser und Trommler, vor der Tribüne vorüber. Die Hitler-Jugend folgt. Dann blitzen die Spaten des Arbeitsdienstes. Dem Musikzug der S S. - S ta nd a r t e „Germania" folgen die ausländischen Volksgruppen mit den Fahnen ihrer Heimatländer. Belgien eröffnet den Reigen, Bulgarien, Dänemark, Estland und Finnland folgen. Vor der Ehrentribüne machen die einzelnen Gruppen kurzen Halt, um die Tänze und Lieder der Heimat darzubieten. Es ist eine einzige Bekundung der Freude und Lebensbejahung, die alle diese ausländischen Gäste mit den deutschen Volksgruppen und Teilnehmern und Zuschauern friedlich vereint. Stärksten Beifall ernten die französischen Tanz- und Trachtengruppen, die in erfreulich starker Zahl vertreten sind. Von Minute zu Minute wecyselt das Bild: Friesen und Holländer, Jugoslawen und Norweger ziehen jubelnd, tanzend und musizierend vorbei. Ueberaus groß ist der Jubel, der die Volksgruppen unserer österreichischen Volksgenossen empfängt. Polnische, rumänische und schwedische Natfonaltänze begeistern die Massen. Von den hohen Mauern des Rathauses schallen die Töne des Alphornes zurück, und hoch in die Luft werfen Schweizer Fahnenschwinger ihre Banner, um sie mit erstaunlicher Geschicklichkeit wieder aufzufangen. Die farbenfreudigen Trachten und lebensvollen Tänze der Tschechoslowaken lösen lebhaften Beifall aus, und zum Schluß dröhnt der Rakoczi-Marsch, von einer starken ungarischen Kapelle mit Schneid gespielt, über den Adolf-Hitler-Platz.
Der Zug der deutschen Gaue wird durch den Gau Hamburg eröffnet. Die Reihe der Festwagen wird mit der Schutzgöttin Hamburgs „Ham- monia" eingeleitet. Dann folgen Wagen, die die geschichtliche Entwicklung der Hansestadt zeigen. Treffend zeigen die Darstellungen des Gaues Schleswig-Holstein die großen Landgewinnungsarbeiten an der Nordseeküste. Volks- und Tanzgruppen aus dem Harz eröffnen den Zug des Gaues Südhannover-Braunschweig, in dem besonders die Festwagen der Reichsbauernstadt Goslar auffallen. Magdeburg-Anhalt zeigt vor allem geschichtliches und Sagengut. Lebhafte Begeisterung löst auch die Schau des Gaues Halle-Merseburg aus. Unter Vorantritt einer Bergknappen-Kapelle rollen künstlerisch ausgearbeitete Darstellungen der neuen deutschen Werkstoffe vorüber: „Elektron", „Buna", „Vistra", „Treibstoff". Der Gau Berlin hat die Hauptstadt des neuen Reiches wirkungsvoll im Festzug erscheinen lassen. „700 Jahre Berlin" ist die Parole. Mit der „Faulen Grete" beginnt der Zug, bis dann die Soldaten der fridericianischen Zeit vor der Ehrentribüne vor- beiparadieren. Das Zeitalter der Befreiungskriege wird lebendig: Blücher, Gneisenau und Pork sind treffend dargestellt. Das neue Berlin ist in großzügigen Bildern versinnbildlicht. Festwagen der Industrie und des Handels zeigen die.Bedeutung Berlins als Stadt des Schaffens und der Arbeit. Der Gau Kurmark schließt sich an. Alte Feldkanonen rollen vorüber, im Paradeschritt marschieren die „langen Kerls" vorbei. Ein Modell der Garnisonkirche von Potsdam beschließt die Festfolge. Eine große historische Schau vermittelte der Gau Franken. Von der Neugeburt Nürnbergs im Dritten Reich künden Nachbildungen der Bauten auf dem Parteitagsgelände, die Bayerische Ostmark und der Gau Schwaben bieten einen aufschlußreichen Querschnitt durch Volkstum und Arbeit. Unter den zahlreichen Festwagen des Gaues Mün - chen-Oberbayern begeistert vor allem eine Nachbildung der großen Bauten des Führers auf dem Königlichen Platz. Der Gau Württemberg zeigt vor allem die großen technischen Leistungen seiner Söhne. Den ersten Daimler-Kraftwagen aus dem Jahre 1895 und das erste NSU.-Motorrad.
Dann saufen die Peitschen der Markdorfer Peitschenknaller aus dem Gau Baden durch die Luft. Kurhessen, Hessen-Nassau, Westfalen-Nord und Weser-Ems zeigen die Eigenart ihres völkischen Lebens und die Spitzenleistungen ihrer Söhne. Das Tannenberg-Nationaldenkmal und ein Festwagen mit dem Bernstein erscheinen unter dem Festzug O st preußen, das den Reigen der deutschen Gaue beschließt.
Nie Kulturveranstaltungen des Auslands.
Die fünfte Kulturveranstaltung des Auslandes, im Rahmen der Reichstagung „Kraft durch Freude" wurde von Frankreich bestritten. Sie gestaltete sich zu einer umfassenden Schau über das franzö> fische Volkstum in Zeit- und Volksmusik. Die Vorführungen der zahlreichen Trachtengruppen bewiesen eine mannigfaltige Dolkskultur. Sie begannen mit Volksweisen der Bretonen mit Dudelsack- begleitung. In den Tänzen der Savoyarden äußerte sich die urwüchsige Lebensfreude des Gebirgsvolkes. Die Gruppe „Schönes Nizza" mit ihren reizenden Blumenmädchen tanzte eine alte Mazurka und eine graziöse Quadrille mit schwebender Anmut. Den Schluß bildeten Volkslieder einer farbenfrohen Trachtengruppe aus Menton, die den verschwenderischen Reichtum der Natur und der Riviera besangen. Sämtliche Darbietungen fanden überreichen Beifall. Als letzte der sechs Kulturveranstaltungen des Auslandes führten die österreichischen Trachtengruppen im Thalia-Theater die deutsche Volkskunst ihrer Gaue in Lied und Tanz vor. Das Lied „Heilig Vaterland", mit dem die Oesterreicher sich verabschiedeten, wurde vom ganzen Hause stehend mitgesungen.
Rudolf Heß empfängt die ausländischen Ehrengäste.
Hamburg, 13. Juni. (DNB.) Reichsminister Rudolf Heß empfing am Sonntagnachmittag nach Beendigung des Festzuges die zahlreichen ausländischen Ehrengäste im Festsaal des Rathauses. An dem Empfang nahmen Reichsleiter Dr. Ley, Reichsamtsleiter Dreßler-Andreß mit den Leitern der „KdF."-Aemter und der Landesgruppenleiter Frankreich der Auslandsorganisation, Schleier, teil. Unter den ausländischen Gästen bemerkte man auch Offiziersabordnungen des französischen Kreuzers „Jeanne d'Arc" und des kubanischen Kanonenbootes „Cuba". Reichsminister Heß begrüßte die ausländischen Gäste herzlich. Der Minister ließ sich die Leiter der einzelnen Länderabordnungen vorstellen und verweilte mit ihnen einige Zeit in angeregtem Gespräch.
Volksfest und Feuerwerk als Ausklang.
Hamburg, 14. Juni. (DNB.) Kaum war der gewaltige Festzug in den letzten Straßenzügen angekommen, da setzte schon der Zustrom der Menschenmassen zum Zoo ein, wo unter der Parole „Volk spielt fürs Volk" ein Volksfest statt- fand. Noch einmal zeigten die deutschen und ausländischen Trachtengruppen ihr Können in Musik und Tanz. Die weiten Anlagen der niederdeutschen Gartenschau konnten die etwa 100 000 Volksgenossen kaum fassen, die dieses Fest der Freude mit- erleben wollten. Am Sonntagabend leitete ein Konzert der Wehrmacht auf dem Heiligsn- geistfeld, das von zehn Kapellen des Standorts Hamburg ausgeführt wurde, zum Riesenfeuer- w e r k als Abschluß der Reichstagung über. Bald nach Beginn traf Reichsorganisationsleiter Dr. Ley ein, von den Anwesenden stürmisch begrüßt. Unter den Gästen aus dem In- und Auslande bemerkte man u. a. eine starke Abordnung des französischen Kreuzers „Jeanne d'Arc", die an den Darbietungen lebhaften Anteil nahm. Ein Riesenfeuerwerk von eindrucksvoller Wucht bildete den festlichen Ausklang der Reichstagung „Kraft durch Freude".
Zusammenarbeit zwischen KdF. und AG.-Kutturgemeinde.
Hamburg, 12. Juni. (DNB.) Auf der Reichs- tagung der NSG. „Kraft durch Freude" gab Dr. Ley bekannt, daß zwischen ihm und dem'Reichsleiter Alfred Rosenberg ein Uebereinfommen erzielt worden sei über ein Zusammenwirken von „Kraft durch Freude" und NS.-Kulturgemeinde im Gesamtrahmen des kulturellen Veranstaltungswe- sens der NSG. „Kraft durch Freude" unter Auswertung der weltanschaulichen und kulturellen Leitgedanken des Amtes des Reichsleiters Alfred Rosenberg, in dessen Aufgabenbereich das Amt für Kun st pflege tätig fein wird.
Oie Neichsauiobahnstrecke Königsberg-Elbing freigegeben.
Königsberg, 12. Juni. (DNB.) Die rund 100 Kilometer lange Reicksautobahnstrecke Königsberg—Elbing wurde mit einer schlichten Feier d e m Verkehr übergeben. Auf einem festlich geschmückten Rastplatz an einer Brücke über einer schönen Waldschlucht gab Baudirektor Lüttmann einen Ueberblick über die großartigen Arbeits-
Volle Einigung in London
Gemeinsame Garantieforderung der vier Mächte
London, 12. Juni. (DNB.) Wie wir erfahren, haben die Besprechungen des englischen Außenministers Eden mit den Botschaftern Deutschlands, Italiens und Frankreichs am Samstag zu einer vollen Einigung über die Boraussehungen der Bereinigung der durch den Bombenabwurf auf die „Deutschland" geschaffenen Lage geführt. Diese Einigung umfaßt den Wortlaut einer an die beiden Parteien in Spanien durch den englischen Außenminister im Auftrage der vier Wachte zu richtenden Note, in der bestimmte Garantien gegen die Wiederholung derartiger Zwischenfälle für die Zukunft verlangt werden. Die Einigung ist noch am Samstag durch den Vorsitzenden des Nichteinmischungsausschusses sämtlichen Witgliedern des Nichtein- mischungsausschufses zur Kenntnisnahme zugeleitet worden. Wie wir hören, wird die britische Regierung die Note am Wontag an die beiden Parteien in Spanien abgehen lassen.
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Der Pariser „Temp s" schreibt: Diese Einigung stelle einen unzweideutigen Beweis für die Möglichkeiten einer internationalen Z u - fammenarbeit dar, falls sie im G e i ft e g e - genseitiger Verständigung gehandhabt werde. Wenn eine derartige Politik nach dem Zwischenfall von Ibiza und Almeria habe durchgeführt werden können, so müsse man sagen, daß für die Aufrechterhaltung und Festigung des Friedens in Europa überhaupt d i e Aussichten wieder günstiger geroorben feien. Die traurigen Ereignisse in Spanien hätten mindestens eine erste Gelegenheit für eine Zusammenarbeit der vier Großmächte dargestellt, um den Frieden zu wahren. Es komme nun darauf an, diese Zusammenarbeit zwi-
in Valencia und Salamanca.
schen England, Frankreich, Deutschland und Italien zunächst im spanischen Raum, später auf dem gesamten europäischen Raum weiterzuentwickeln. Diese Zusammenarbeit habe sowohl zu Lande wie zu Wasser viel Zweck und könne zum Wohle Europas und zu einer dauerhaften Regelung sämtlicher europäischen Probleme beitragen. — Der „I o u r" weist in diesem Zusammenhang besonders daraus hin, daß Sowjetrußland ausgeschaltet worden sei und also nichts mehr an dem Abkommen ändern könne. — Der „Petit Parisien" betont, daß die Kontrolle nunmehr viel schärfer und daher wirkungsvoller fein werde. — Die „Action Fran^aise" muß zugeftehen, daß Deutschland einen neuen diplomatischen E r - folg erzielt habe. Es kehre nun als Sieger, begleitet von Italien, in den Londoner Ausschuß zurück. Die Verbindung mit Rom noch enger zu gestalten und dabei gleichzeitig die Fühlung mit England aufrechtzuerhalten — das sei das große Ziel Deutschlands. Man müsse zugestehen, daß Deutschland seine Partie gut gespielt habe.
Als besonders erfreulich bezeichnet „Voce d'Italia" das bemerkenswerte Verständnis, das die englische Regierung für die Gründe Deutschlands und Italiens gezeigt habe, und daß sie das Problem in seiner Gesamtheit anpackte und eine Kompromißlösung vermied, die eine Verständigung der vier Mächte in Frage gestellt hätte. Ein ebenso erfreuliches Zeichen sieht das Blatt auch darin, daß die sowjetrussischen Manöver, die mit Hilfe einiger Kreise neue Gegensätze schaffen sollten, von englischer Seite ohne Zögern unschädlich gemacht worden seien. Diese klare Stellungnahme der englischen Regierung und ihre volle Uebereinftimmung mit der klaren und entschlossenen Haltung Deutschlands und Italiens habe ohne Zweifel die Verständigungswünsche beschleunigt und sie inhaltlich lebendiger gestaltet.
Die Höhen um
Siegreiches Fortschreiten
San Sebastian, 14. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der nationale Heeresbericht vom Sonntag lautet: Der Angriff unserer Truppep auf Bilbao ist siegreich weiter fortgeschritten. Unsere Truppen haben sämtlichen Widerstand, den der Feind uns entgegengesetzt hat, gebrochen. Eine unserer Abteilungen hat die Höhen 430, 421 und 385 im Südwesten von Larrabezua besetzt. Eine andere Abteilung hat Tampolucita und Nunezorri in Besitz genommen. Ferner fielen andere Höhenzüge, im Westen der Bergrücken von Lemona, in unsere Hand. Die anderen Streitkräfte haben den Ort Santa Marina besetzt und gingen darüber hinaus in Richtung auf Santo Domingo und auf den Höhenzug Arch'ando. Im Nordwesten von Uresti wurden die Höhenzüge von Barriega, Unca und Jtarramendi erobert. Um 17 Uhr befanden sich diese Abteilungen in Marsch nach Ayarza und auf andere Stellungen.
Nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen hat der Gegner mehrere Hunderte von Toten verloren uni) über tausend Gefangene, außerdem eine vollständige sowjetrussische Batterie von - Geschützen des Kalibers 12,40. Außerdem fielen zahlreiche andere Waffen in unsere Hand. In Lezama konnten wir einen Zug in unsere Hand bringen, der aus 15 Wagen bestand, die völlig mit Munition und Kriegsmaterial ungestillt waren. Allein die Abteilungen.
Bilbao besetzt.
des nationalen Angriffs.
die Lezama, Zamudio und Santa Marina besetzt haben, konnten über 300 Gefangene machen. Darunter befand sich der „G e n e r a l st a b s ch e f" des Befestigungsgürtels von Bilbao sowie zwei „Reserveoffiziere". Auch ein Munitionsdepot mit Mengen von Gewehrpatronen und Minenwerfer-Munition konnte erbeutet werden. Der Feind flieht auf die Hauptstadt Bilbao. Andere Gruppen des Gegners haben den Rückzug nach Santander angetreten.
Panzerschiff „Deutschland" in Gibraltar.
London, 12.Juni. (DNB.) Das Panzerschiff „Deutschland" traf am Freitag, von Ibiza kommend, in Gibraltar ein, um die Särge der 27 in Gibraltar beigesetzten Opfer des verbrecherischen bolschewistischen Bombenangriffs an Bord zu nehmen. Außerdem soll die „Deutschland" 20 von den 53 verwundeten Matrosen an Bord nehm^m Die jetzt noch in Gibraltar im Hospital liegen. Als die „Deutschland" in den Hafen von Gibraltar einlief, setzten die Schiffe im Hafen die Flagge auf Halbmast. Im Hospital von Gibraltar verstarb am Freitag ein weiteres Mitglied der Besatzung des Panzerschiffes „Deutschland", der Obermatrose Georg Wille.
leistungen an dieser Strecke. U. a. wurden sieben große stählerne Talbrücken, vier große Beton-Fluß- brücken und fünf Reichsbahnkreuzungen gebaut. Zusammen mit den Fahrgästen fuhren die Reichsautobahnarbeiter aus den Lagern über die Bahn und beendeten die Fahrt an einem der schönsten Ausflugsorte des 700jährigen Elbing, wo ein kameradschaftliches Zusammensein diesen für die Geschichte Ostpreußens großen Tag beschloß.
Neurath in Budapest.
Vertrauensvolle deutsch-ungarische Zusammenarbeit.
Budapest, 12. Juni. (DNB.) Reichsaußenminister v. Neurath legte Samstagvormittag a m ungarischen Heldendenkmal und am Grabe des verstorbenen Ministerpräsidenten G ö rn- bös je einen Kranz nieder und besichtigte das neue Gebäude der deutschen Gesandtschaft auf der Burg, das vom Reich kürzlich erworben wurde, um der Vertretung Deutschlands in Ungarn einen neuen würdigen Rahmen zu geben. Der Minister stattete sodann dem ungarischen Außenminister v. K a n y a und dem Ministerpräsidenten D a r a n y i Besuche ab und überreichte ihnen das vom Führer verliehene Großkreuz des Verdienstordens vom Deutschen Adler. Am Sonntag stattete er in Begleitung des Vortragenden Legationsrates v. Kotze dem Reichsverweser, Admiral v. H o r t h y , auf dessen Landsitz Kendere einen Besuch ab. An dem Frühstück zu Ehren des Reichsaußenministers nahmen ferner der ungarische Außenminister, von Kanya, oer Gesandte von Erdmannsdorff und der Berliner ungarische Gesandte Sztojay, teil
Abends veranstaltete Ministerpräsident D a - r a n i) i ein Abendessen. Minister v. Kanya sagte dabei in einem Trinkspruch u. a.: Seit mehr als zehn Jahrhunderten haben Dichter und Bauer, Geistliche und Gelehrte deutsche Art und deutsches Wesen uns vertraut gemacht. Die Erinne- rung an glorreiche Kämpfe gegen g e - m e t n f a m e Gegner bleibt lebendig in unserem Herzen. Und auch im gegenwärtigen Ringen für eine freie und friedliche Entwicklung stehen wir i n Freundschaft und Vertrauen zueinander. Gestützt auf die Zusammenarbeit mit unseren gemeinsamen Freunden Italien und Oesterreich werden wir für die friedliche Entwicklung Mitteleuropas und unserer beiden Länder weiter wirken. Darauf antwortete Reichsaußenminister v. Neurath u. a.: Auch heute noch bilden ein wertvolles Element für die Festigkeit der deutsch-ungarischen Verbundenheit Ihre deutsch st blumigen Staatsangehörigen, Herr Minister. Sie sind als getreue ungarische Staatsangehörige wie ihre Vorfahren, die einst die ungarische Nation mit deutscher Kultur vertraut gemacht haben, die lebendigen Mittler deutschen Wesens. Seien Sie, Herr Minister, versichert, daß das deutsche Volk und seine Regierung die befreundete ungarische Nation in ihrem Ringen und Streben
mit voller Sympathie begleitet. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen uns und unseren Freunden bietet die Gewähr für die Entfaltung aller gesunden Möglichkeiten im mitteleuropäischen Raum im Sinne einer friedlichen Fortentwicklung mit dem Ziel seiner endgültigen Befreiung.
95,1 v. H. für die Gemeinschaftsschule in München-Oberbayern.
München, 13. Juni. (DNB.) In den letzten Tagen wurde die Elternschaft des Gaues München - Oberbayern von der Gauleitung ersucht, von sich aus Stellung zu nehmen zu der Frage der S ch u l f o r m. Die Partei hatte ursprünglich nicht die Absicht, sich in diese Frage einzuschalten, mußte aber aus ihrer Zurückhaltung heraustreten, nachdem von kirchlicher Seite versucht worden war, Unruhe in die Bevölkerung hineinzutragen durch die fälschliche Behauptung, daß aus den Schulen der Religionsunterricht und aus den Schulzimmern die Kruzifixe entfernt, und daß eine neue Religion eingeführt und die Gebete abgeschafft werden sollten. Partei und Staat haben nun die Entscheidung über die Schulform in d i e Hand der Erziehungsberechtigten gelegt. Durch eine Elternbefragung und durch die Abgabe einer freien Willenserklä- rng der Elternschaft wurde diese Entscheidung herbeigeführt. Einmütig ist dieses Bekenntnis der Elternschaft ausgefallen: Die Bevölkerung des Gaues will die deutsche Volksschule, die Schule der deutschen Volksgemeinschaft. Unter Berücksichtigung der im Januar 1937 in München durchgeführten Elternbefragung und der kürzlichen Abstimmung in Mühldorf haben sich bis zum heu» tigen Tage 95,1 v. H. aller Eltern, nämlich 123 997 Erziehungsberechtigte für die Schule der Volksgemeinschaft entschieden.
1200 BaUlla-Zungen und -Mädchen in Berlin.
Berlin, 13. Juni (DNB.) 1200 Mitglieder der Opera Nazionale Balilla trafen in zwei Sonderzügen am Sonntagabend aus Rom kommend in Berlin ein. Zu ihrer Begrüßung hatten sich der italienische Botschafter A 11 o l i c o mit Herren der Botschaft, der Leiter der italienischen Jugendbewegung, Unterstaatssekretär Ricci, der italienische Landesgruppenleiter della Morte, der Stellvertreter des Reichsjugendführers, Lauterbacher, eingefunden. Außerdem sah man fast den gesamten Berliner Faszio und die Berliner Balilla sowie Ehrenformationen der Hitler-Juaend und des Jungvolks. Beim Einlaufen der Sonderzüge intonierte ein HI.-Musikzug die Giovinezza. Die jungen italienischen Gäste werden acht Tage in einem italienischen Jugendlager im Grünewald verbringen. Am 16. Juni soll in der Deutschlandhalle ein großes S p o r t f e st der italienischen Jungen und Mädel stattfinden.


