Ausgabe 
14.6.1937
 
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all unseres Wollens steht der Satz: Deutschland will leben! Deutschland wolle nichts weiter in der Welt als Lebensraum und Lebensmöglichkeiten und vor allem Anerkennung als gleichberechtigte Nation. Es sei eines der wichtigsten Merkmale, daß der Nationalsozialismus dem deutschen Volk d i e Lebensfreude wiedergegeben habe, die Le­bensbejahung, die am klarsten in dem von jedem Deutschen vertretenen Grundsatz zum Aus­druck kommen: Wir kapitulieren niemals wieder!" Als die drei größten Quellen, aus denen der Na­tionalsozialismus den deutschen Menschen zu neuem Erstarken führt, kennzeichnete Dr. Ley den Willen zur Gemeinschaft, die Sorgen um den deutschen Menschen und den Willen zum Schönen. Dr. Ley schilderte dann den Einsatz desKraft-durch-Freude"- Werkes. Nicht weniger als 174 Millionen Mark werde die Deutsche Arbeitsfront in den nächsten beiden Jahren für den Ausbau weiterer Erholungs­heime, Bäder und sonstiger Erholungseinrichtungen verwenden. Den zahlreichen Vertretern des Aus­landes rief Dr. Ley zu:Wir wissen, daß sich unsere soziale Ordnung nicht auf andere Völker übertragen läßt, und wir haben auch nicht die Ab­sicht, uns in dieser Richtung zu bemühen. Aber wir wollen eine neue gemeinsame Grund­lage finden, auf der sich die Völker verstehen und schätzen lernen, und diese Grundlage ist die Freude!" In dieses Bekenntnis Dr. Leys und in sein Sieg-

Heil auf den Führer stimmten die Tausende ein­mütig und jubelnd ein.

Nächtliche Feierstunde der HZ. am BiSmarck-Denkmal.

Mit einer Feierstunde von seltener Wucht und Ausdruckskraft fand am Samstag der dritte Tag der ReichstagungKraft durch Freude" seinen Ab­schluß. Im Lichte riesiger Scheinwerfer und un­zähliger Fackeln ragte das gewaltige Bismarck- Denkmal weithin über Elbe und Hafen. Die Danner der Hitlerjugend umspannten den Sockel, auf dem die Gruppen der HI., des BDM. und des Jungvolks tiefgestaffelt Aufstellung genommen hat­ten. Die Volkstumsgruppen von über 25 Nationen hatten in ihren Heimattrachten den großen Platz vor dem Denkmal gefüllt, und eine unüberfehbare Men­schenmenge hielt die weiten Anlagen im Hafenge­biet umsäumt. Wuchtig klingt dann Chorgesang in den nächtlichen Himmel, der überleitet zu dem ge­meinsamen Lied aller Jungen und MädelAuf hebt unsere Fahnen". Reichsorganisationsleiter Dr. Ley betonte, daß alle Mühen und alles Schaffen umsonst gewesen wäre, wenn nicht die Jugend in der Zukunft das Erbe antrete. Deutschland kommt aus der Ewigkeit und wird ewig sein, so schloß Dr. Ley, weil Deutschlands Jugend Deutschlands Frei­heit in ihren starken Händen hält.

DerZestzug des deutschen Volkes".

Die Reichstagung der NSG.Kraft durch Freude" erreichte am Sonntag mit dem großenF e ft z u g des deutschen Volkes" den Höhepunkt der festlichen Veranstaltung. Alle deutschen Gaue hatten gewetteifert, um in diesem großen deutschen Le­bensbild würdig vertreten zu sein. Nicht weniger als 25 000 waren am Festzug beteiligt, lieber 200 festlich geschmückte und sinnvoll ausgestattete F e st- wagen rollten durch die festlich geschmückte Hanse­stadt. Lange vor Beginn des Festzuges ist auf den Tribünen kein freier Platz mehr, sind die Straßen­züge mit freudigen Menschen angefüllt. Alle Fen­ster sind dicht besetzt, selbst auf den Dächern stehen Taufende, um diese Stunden mitzuerleben. Man hört die Mundarten aller deutschen Stämme, hat doch die NSG.Kraft durch Freude" dafür gesorgt, daß schaffende Deutsche aus allen Gauen diesen Tag miterleben können. Auf dem Adolf-Hitler-Platz wahnen der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, und Reichsorganisa­tionsleiter Dr. Ley dem Festzug bei. Unter den zahlreichen Gästen aus dem Ausland bemerkt man Abordnungen des französischen KreuzersJe an ne d' A r c" und des kubanischen Kanonenbootes C u b a". Neben Dr. Ley sieht man den Leiter des italienischen Freizeitwerkes Dopolavoro, Commen- datore P u c c e t t i.

Don der Alfter her schmettern Fanfarenklänge, unterbrochen von dem dumpfen Dröhnen von Hun­derten von Landsknechtstrommeln. Schon schwenkt die Spitze des Festzuges auf den Adolf-Hitler-Platz ein: Mit strahlenden Augen zieht deutsches Jung­volk, Fanfarenbläser und Trommler, vor der Tribüne vorüber. Die Hitler-Jugend folgt. Dann blitzen die Spaten des Arbeitsdienstes. Dem Musikzug der S S. - S ta nd a r t eGer­mania" folgen die ausländischen Volks­gruppen mit den Fahnen ihrer Heimatländer. Belgien eröffnet den Reigen, Bulgarien, Dänemark, Estland und Finnland folgen. Vor der Ehrentribüne machen die einzelnen Gruppen kurzen Halt, um die Tänze und Lieder der Heimat darzubieten. Es ist eine einzige Bekundung der Freude und Lebens­bejahung, die alle diese ausländischen Gäste mit den deutschen Volksgruppen und Teilnehmern und Zuschauern friedlich vereint. Stärksten Beifall ern­ten die französischen Tanz- und Trach­tengruppen, die in erfreulich starker Zahl ver­treten sind. Von Minute zu Minute wecyselt das Bild: Friesen und Holländer, Jugoslawen und Nor­weger ziehen jubelnd, tanzend und musizierend vor­bei. Ueberaus groß ist der Jubel, der die Volks­gruppen unserer österreichischen Volksgenos­sen empfängt. Polnische, rumänische und schwedische Natfonaltänze begeistern die Massen. Von den hohen Mauern des Rathauses schallen die Töne des Alphornes zurück, und hoch in die Luft werfen Schweizer Fahnenschwinger ihre Ban­ner, um sie mit erstaunlicher Geschicklichkeit wieder aufzufangen. Die farbenfreudigen Trachten und lebensvollen Tänze der Tschechoslowaken lösen lebhaften Beifall aus, und zum Schluß dröhnt der Rakoczi-Marsch, von einer starken ungari­schen Kapelle mit Schneid gespielt, über den Adolf-Hitler-Platz.

Der Zug der deutschen Gaue wird durch den Gau Hamburg eröffnet. Die Reihe der Fest­wagen wird mit der Schutzgöttin HamburgsHam- monia" eingeleitet. Dann folgen Wagen, die die geschichtliche Entwicklung der Hansestadt zeigen. Treffend zeigen die Darstellungen des Gaues Schleswig-Holstein die großen Landgewin­nungsarbeiten an der Nordseeküste. Volks- und Tanzgruppen aus dem Harz eröffnen den Zug des Gaues Südhannover-Braunschweig, in dem besonders die Festwagen der Reichsbauern­stadt Goslar auffallen. Magdeburg-Anhalt zeigt vor allem geschichtliches und Sagengut. Leb­hafte Begeisterung löst auch die Schau des Gaues Halle-Merseburg aus. Unter Vorantritt einer Bergknappen-Kapelle rollen künstlerisch ausgearbei­tete Darstellungen der neuen deutschen Werkstoffe vorüber:Elektron",Buna",Vistra",Treibstoff". Der Gau Berlin hat die Hauptstadt des neuen Reiches wirkungsvoll im Festzug erscheinen lassen. 700 Jahre Berlin" ist die Parole. Mit derFau­len Grete" beginnt der Zug, bis dann die Soldaten der fridericianischen Zeit vor der Ehrentribüne vor- beiparadieren. Das Zeitalter der Befreiungskriege wird lebendig: Blücher, Gneisenau und Pork sind treffend dargestellt. Das neue Berlin ist in groß­zügigen Bildern versinnbildlicht. Festwagen der In­dustrie und des Handels zeigen die.Bedeutung Ber­lins als Stadt des Schaffens und der Arbeit. Der Gau Kurmark schließt sich an. Alte Feldkano­nen rollen vorüber, im Paradeschritt marschieren dielangen Kerls" vorbei. Ein Modell der Gar­nisonkirche von Potsdam beschließt die Festfolge. Eine große historische Schau vermittelte der Gau Franken. Von der Neugeburt Nürnbergs im Dritten Reich künden Nachbildungen der Bauten auf dem Parteitagsgelände, die Bayerische Ostmark und der Gau Schwaben bieten einen aufschluß­reichen Querschnitt durch Volkstum und Arbeit. Un­ter den zahlreichen Festwagen des Gaues Mün - chen-Oberbayern begeistert vor allem eine Nachbildung der großen Bauten des Führers auf dem Königlichen Platz. Der Gau Württemberg zeigt vor allem die großen technischen Leistungen seiner Söhne. Den ersten Daimler-Kraftwagen aus dem Jahre 1895 und das erste NSU.-Motorrad.

Dann saufen die Peitschen der Markdorfer Peit­schenknaller aus dem Gau Baden durch die Luft. Kurhessen, Hessen-Nassau, Westfalen-Nord und Weser-Ems zeigen die Eigenart ihres völkischen Lebens und die Spitzenleistungen ihrer Söhne. Das Tannenberg-Nationaldenkmal und ein Festwagen mit dem Bernstein erscheinen unter dem Festzug O st preußen, das den Reigen der deutschen Gaue beschließt.

Nie Kulturveranstaltungen des Auslands.

Die fünfte Kulturveranstaltung des Auslandes, im Rahmen der ReichstagungKraft durch Freude" wurde von Frankreich bestritten. Sie gestaltete sich zu einer umfassenden Schau über das franzö> fische Volkstum in Zeit- und Volksmusik. Die Vor­führungen der zahlreichen Trachtengruppen bewie­sen eine mannigfaltige Dolkskultur. Sie begannen mit Volksweisen der Bretonen mit Dudelsack- begleitung. In den Tänzen der Savoyarden äußerte sich die urwüchsige Lebensfreude des Ge­birgsvolkes. Die GruppeSchönes Nizza" mit ihren reizenden Blumenmädchen tanzte eine alte Mazurka und eine graziöse Quadrille mit schwebender Anmut. Den Schluß bildeten Volks­lieder einer farbenfrohen Trachtengruppe aus Menton, die den verschwenderischen Reichtum der Natur und der Riviera besangen. Sämtliche Darbietungen fanden überreichen Beifall. Als letzte der sechs Kulturveranstaltungen des Auslandes führten die österreichischen Trachtengruppen im Thalia-Theater die deutsche Volkskunst ihrer Gaue in Lied und Tanz vor. Das LiedHeilig Vaterland", mit dem die Oesterreicher sich verab­schiedeten, wurde vom ganzen Hause stehend mitge­sungen.

Rudolf Heß empfängt die ausländischen Ehrengäste.

Hamburg, 13. Juni. (DNB.) Reichsminister Rudolf Heß empfing am Sonntagnachmittag nach Beendigung des Festzuges die zahlreichen aus­ländischen Ehrengäste im Festsaal des Rat­hauses. An dem Empfang nahmen Reichsleiter Dr. Ley, Reichsamtsleiter Dreßler-Andreß mit den Leitern derKdF."-Aemter und der Landes­gruppenleiter Frankreich der Auslandsorganisation, Schleier, teil. Unter den ausländischen Gästen bemerkte man auch Offiziersabordnungen des fran­zösischen KreuzersJeanne d'Arc" und des kuba­nischen KanonenbootesCuba". Reichsminister Heß begrüßte die ausländischen Gäste herzlich. Der Mi­nister ließ sich die Leiter der einzelnen Länderab­ordnungen vorstellen und verweilte mit ihnen einige Zeit in angeregtem Gespräch.

Volksfest und Feuerwerk als Ausklang.

Hamburg, 14. Juni. (DNB.) Kaum war der gewaltige Festzug in den letzten Straßenzügen an­gekommen, da setzte schon der Zustrom der Men­schenmassen zum Zoo ein, wo unter der Parole Volk spielt fürs Volk" ein Volksfest statt- fand. Noch einmal zeigten die deutschen und aus­ländischen Trachtengruppen ihr Können in Musik und Tanz. Die weiten Anlagen der niederdeutschen Gartenschau konnten die etwa 100 000 Volksgenos­sen kaum fassen, die dieses Fest der Freude mit- erleben wollten. Am Sonntagabend leitete ein Konzert der Wehrmacht auf dem Heiligsn- geistfeld, das von zehn Kapellen des Standorts Hamburg ausgeführt wurde, zum Riesenfeuer- w e r k als Abschluß der Reichstagung über. Bald nach Beginn traf Reichsorganisationsleiter Dr. Ley ein, von den Anwesenden stürmisch begrüßt. Unter den Gästen aus dem In- und Auslande bemerkte man u. a. eine starke Abordnung des französischen Kreu­zersJeanne d'Arc", die an den Darbietungen lebhaften Anteil nahm. Ein Riesenfeuerwerk von eindrucksvoller Wucht bildete den festlichen Aus­klang der ReichstagungKraft durch Freude".

Zusammenarbeit zwischen KdF. und AG.-Kutturgemeinde.

Hamburg, 12. Juni. (DNB.) Auf der Reichs- tagung der NSG.Kraft durch Freude" gab Dr. Ley bekannt, daß zwischen ihm und dem'Reichs­leiter Alfred Rosenberg ein Uebereinfommen erzielt worden sei über ein Zusammenwirken von Kraft durch Freude" und NS.-Kulturgemeinde im Gesamtrahmen des kulturellen Veranstaltungswe- sens der NSG.Kraft durch Freude" unter Aus­wertung der weltanschaulichen und kulturellen Leit­gedanken des Amtes des Reichsleiters Alfred Ro­senberg, in dessen Aufgabenbereich das Amt für Kun st pflege tätig fein wird.

Oie Neichsauiobahnstrecke Königsberg-Elbing freigegeben.

Königsberg, 12. Juni. (DNB.) Die rund 100 Kilometer lange Reicksautobahnstrecke Königs­bergElbing wurde mit einer schlichten Feier d e m Verkehr übergeben. Auf einem festlich ge­schmückten Rastplatz an einer Brücke über einer schönen Waldschlucht gab Baudirektor Lüttmann einen Ueberblick über die großartigen Arbeits-

Volle Einigung in London

Gemeinsame Garantieforderung der vier Mächte

London, 12. Juni. (DNB.) Wie wir erfahren, haben die Besprechungen des englischen Außen­ministers Eden mit den Botschaftern Deutschlands, Italiens und Frankreichs am Samstag zu einer vollen Einigung über die Boraus­sehungen der Bereinigung der durch den Bombenabwurf auf dieDeutschland" geschaffenen Lage geführt. Diese Einigung umfaßt den Wortlaut einer an die beiden Parteien in Spanien durch den englischen Außenminister im Auftrage der vier Wachte zu richtenden Note, in der bestimmte Garantien gegen die Wiederholung derartiger Zwischenfälle für die Zu­kunft verlangt werden. Die Einigung ist noch am Samstag durch den Vorsitzenden des Nichteinmi­schungsausschusses sämtlichen Witgliedern des Nichtein- mischungsausschufses zur Kenntnisnahme zugeleitet worden. Wie wir hören, wird die britische Regie­rung die Note am Wontag an die beiden Parteien in Spanien abgehen lassen.

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Der PariserTemp s" schreibt: Diese Einigung stelle einen unzweideutigen Beweis für die Mög­lichkeiten einer internationalen Z u - fammenarbeit dar, falls sie im G e i ft e g e - genseitiger Verständigung gehandhabt werde. Wenn eine derartige Politik nach dem Zwi­schenfall von Ibiza und Almeria habe durchgeführt werden können, so müsse man sagen, daß für die Aufrechterhaltung und Festigung des Friedens in Europa überhaupt d i e Aussichten wieder günstiger geroorben feien. Die traurigen Ereig­nisse in Spanien hätten mindestens eine erste Ge­legenheit für eine Zusammenarbeit der vier Groß­mächte dargestellt, um den Frieden zu wahren. Es komme nun darauf an, diese Zusammenarbeit zwi-

in Valencia und Salamanca.

schen England, Frankreich, Deutschland und Ita­lien zunächst im spanischen Raum, später auf dem gesamten europäischen Raum weiterzuent­wickeln. Diese Zusammenarbeit habe sowohl zu Lande wie zu Wasser viel Zweck und könne zum Wohle Europas und zu einer dauerhaften Regelung sämtlicher europäischen Probleme beitragen. Der I o u r" weist in diesem Zusammenhang besonders daraus hin, daß Sowjetrußland ausge­schaltet worden sei und also nichts mehr an dem Abkommen ändern könne. DerPetit Parisien" betont, daß die Kontrolle nunmehr viel schärfer und daher wirkungsvoller fein werde. DieAc­tion Fran^aise" muß zugeftehen, daß Deutsch­land einen neuen diplomatischen E r - folg erzielt habe. Es kehre nun als Sieger, begleitet von Italien, in den Londoner Ausschuß zurück. Die Verbindung mit Rom noch enger zu gestalten und dabei gleichzeitig die Fühlung mit England aufrechtzuerhalten das sei das große Ziel Deutschlands. Man müsse zugestehen, daß Deutschland seine Partie gut gespielt habe.

Als besonders erfreulich bezeichnetVoce d'Italia" das bemerkenswerte Verständnis, das die englische Regierung für die Gründe Deutschlands und Italiens gezeigt habe, und daß sie das Problem in seiner Gesamtheit an­packte und eine Kompromißlösung vermied, die eine Verständigung der vier Mächte in Frage gestellt hätte. Ein ebenso erfreuliches Zeichen sieht das Blatt auch darin, daß die sowjetrussischen Manöver, die mit Hilfe einiger Kreise neue Ge­gensätze schaffen sollten, von englischer Seite ohne Zögern unschädlich gemacht worden seien. Diese klare Stellungnahme der englischen Regierung und ihre volle Uebereinftimmung mit der klaren und entschlossenen Haltung Deutschlands und Ita­liens habe ohne Zweifel die Verständigungswünsche beschleunigt und sie inhaltlich lebendiger gestaltet.

Die Höhen um

Siegreiches Fortschreiten

San Sebastian, 14. Juni. (DNB. Funk­spruch.) Der nationale Heeresbericht vom Sonntag lautet: Der Angriff unserer Truppep auf Bilbao ist siegreich weiter fortge­schritten. Unsere Truppen haben sämtlichen Widerstand, den der Feind uns entgegengesetzt hat, gebrochen. Eine unserer Abteilungen hat die Höhen 430, 421 und 385 im Südwesten von Larrabezua besetzt. Eine andere Abteilung hat Tampolucita und Nunezorri in Besitz genommen. Ferner fielen andere Höhenzüge, im Westen der Berg­rücken von Lemona, in unsere Hand. Die an­deren Streitkräfte haben den Ort Santa Marina besetzt und gingen darüber hinaus in Richtung auf Santo Domingo und auf den Höhenzug Arch'ando. Im Nordwesten von Uresti wurden die Höhenzüge von Barriega, Unca und Jtarramendi erobert. Um 17 Uhr befanden sich diese Abteilungen in Marsch nach Ayarza und auf andere Stellungen.

Nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen hat der Gegner mehrere Hunderte von Toten verloren uni) über tausend Gefangene, außerdem eine vollständige sowjetrussische Batterie von - Geschützen des Kalibers 12,40. Außerdem fielen zahlreiche andere Waf­fen in unsere Hand. In Lezama konnten wir einen Zug in unsere Hand bringen, der aus 15 Wagen bestand, die völlig mit Munition und Kriegs­material ungestillt waren. Allein die Abteilungen.

Bilbao besetzt.

des nationalen Angriffs.

die Lezama, Zamudio und Santa Marina besetzt haben, konnten über 300 Gefangene machen. Dar­unter befand sich derG e n e r a l st a b s ch e f" des Befestigungsgürtels von Bilbao sowie zwei Reserveoffiziere". Auch ein Munitionsdepot mit Mengen von Gewehrpatronen und Minen­werfer-Munition konnte erbeutet werden. Der Feind flieht auf die Hauptstadt Bilbao. An­dere Gruppen des Gegners haben den Rückzug nach Santander angetreten.

PanzerschiffDeutschland" in Gibraltar.

London, 12.Juni. (DNB.) Das Panzerschiff Deutschland" traf am Freitag, von Ibiza kommend, in Gibraltar ein, um die Särge der 27 in Gibraltar beigesetzten Opfer des verbrecheri­schen bolschewistischen Bombenangriffs an Bord zu nehmen. Außerdem soll dieDeutschland" 20 von den 53 verwundeten Matrosen an Bord nehm^m Die jetzt noch in Gibraltar im Hospital liegen. Als dieDeutschland" in den Hafen von Gibraltar ein­lief, setzten die Schiffe im Hafen die Flagge auf Halbmast. Im Hospital von Gibraltar verstarb am Freitag ein weiteres Mitglied der Be­satzung des PanzerschiffesDeutschland", der Obermatrose Georg Wille.

leistungen an dieser Strecke. U. a. wurden sieben große stählerne Talbrücken, vier große Beton-Fluß- brücken und fünf Reichsbahnkreuzungen gebaut. Zu­sammen mit den Fahrgästen fuhren die Reichsauto­bahnarbeiter aus den Lagern über die Bahn und beendeten die Fahrt an einem der schönsten Aus­flugsorte des 700jährigen Elbing, wo ein kamerad­schaftliches Zusammensein diesen für die Geschichte Ostpreußens großen Tag beschloß.

Neurath in Budapest.

Vertrauensvolle deutsch-ungarische Zusammenarbeit.

Budapest, 12. Juni. (DNB.) Reichsaußen­minister v. Neurath legte Samstagvormittag a m ungarischen Heldendenkmal und am Grabe des verstorbenen Ministerpräsidenten G ö rn- bös je einen Kranz nieder und besichtigte das neue Gebäude der deutschen Gesandtschaft auf der Burg, das vom Reich kürzlich erworben wurde, um der Vertretung Deutschlands in Ungarn einen neuen würdigen Rahmen zu geben. Der Minister stattete sodann dem ungarischen Außenminister v. K a n y a und dem Ministerpräsidenten D a r a n y i Besuche ab und überreichte ihnen das vom Führer verliehene Großkreuz des Verdienstordens vom Deutschen Adler. Am Sonntag stattete er in Begleitung des Vortragenden Legationsrates v. Kotze dem Reichs­verweser, Admiral v. H o r t h y , auf dessen Landsitz Kendere einen Besuch ab. An dem Früh­stück zu Ehren des Reichsaußenministers nahmen ferner der ungarische Außenminister, von Kanya, oer Gesandte von Erdmannsdorff und der Berliner ungarische Gesandte Sztojay, teil

Abends veranstaltete Ministerpräsident D a - r a n i) i ein Abendessen. Minister v. Kanya sagte dabei in einem Trinkspruch u. a.: Seit mehr als zehn Jahrhunderten haben Dichter und Bauer, Geist­liche und Gelehrte deutsche Art und deut­sches Wesen uns vertraut gemacht. Die Erinne- rung an glorreiche Kämpfe gegen g e - m e t n f a m e Gegner bleibt lebendig in unserem Herzen. Und auch im gegenwärtigen Ringen für eine freie und friedliche Entwicklung stehen wir i n Freundschaft und Vertrauen zuein­ander. Gestützt auf die Zusammenarbeit mit un­seren gemeinsamen Freunden Italien und Oester­reich werden wir für die friedliche Entwicklung Mit­teleuropas und unserer beiden Länder weiter wirken. Darauf antwortete Reichsaußenminister v. Neu­rath u. a.: Auch heute noch bilden ein wertvolles Element für die Festigkeit der deutsch-unga­rischen Verbundenheit Ihre deutsch st blumigen Staatsangehörigen, Herr Minister. Sie sind als getreue ungarische Staatsangehörige wie ihre Vorfahren, die einst die ungarische Nation mit deutscher Kultur vertraut gemacht haben, die lebendigen Mittler deutschen Wesens. Seien Sie, Herr Minister, versichert, daß das deutsche Volk und seine Regierung die befreundete ungarische Nation in ihrem Ringen und Streben

mit voller Sympathie begleitet. Die vertrauens­volle Zusammenarbeit zwischen uns und unseren Freunden bietet die Gewähr für die Ent­faltung aller gesunden Möglichkeiten im mitteleuro­päischen Raum im Sinne einer friedlichen Fortent­wicklung mit dem Ziel seiner endgültigen Befrei­ung.

95,1 v. H. für die Gemeinschaftsschule in München-Oberbayern.

München, 13. Juni. (DNB.) In den letzten Tagen wurde die Elternschaft des Gaues Mün­chen - Oberbayern von der Gauleitung er­sucht, von sich aus Stellung zu nehmen zu der Frage der S ch u l f o r m. Die Partei hatte ur­sprünglich nicht die Absicht, sich in diese Frage ein­zuschalten, mußte aber aus ihrer Zurückhaltung heraustreten, nachdem von kirchlicher Seite versucht worden war, Unruhe in die Bevölkerung hinein­zutragen durch die fälschliche Behauptung, daß aus den Schulen der Religionsunterricht und aus den Schulzimmern die Kruzifixe entfernt, und daß eine neue Religion eingeführt und die Gebete abge­schafft werden sollten. Partei und Staat haben nun die Entscheidung über die Schulform in d i e Hand der Erziehungsberechtigten gelegt. Durch eine Elternbefragung und durch die Abgabe einer freien Willenserklä- rng der Elternschaft wurde diese Entschei­dung herbeigeführt. Einmütig ist dieses Bekenntnis der Elternschaft ausgefallen: Die Bevölkerung des Gaues will die deutsche Volksschule, die Schule der deutschen Volksgemeinschaft. Unter Be­rücksichtigung der im Januar 1937 in München durchgeführten Elternbefragung und der kürzlichen Abstimmung in Mühldorf haben sich bis zum heu» tigen Tage 95,1 v. H. aller Eltern, nämlich 123 997 Erziehungsberechtigte für die Schule der Volks­gemeinschaft entschieden.

1200 BaUlla-Zungen und -Mädchen in Berlin.

Berlin, 13. Juni (DNB.) 1200 Mitglieder der Opera Nazionale Balilla trafen in zwei Sonderzügen am Sonntagabend aus Rom kommend in Berlin ein. Zu ihrer Begrüßung hatten sich der italienische Botschafter A 11 o l i c o mit Herren der Botschaft, der Leiter der italienischen Jugendbewe­gung, Unterstaatssekretär Ricci, der italienische Landesgruppenleiter della Morte, der Stell­vertreter des Reichsjugendführers, Lauter­bacher, eingefunden. Außerdem sah man fast den gesamten Berliner Faszio und die Berliner Balilla sowie Ehrenformationen der Hitler-Juaend und des Jungvolks. Beim Einlaufen der Sonderzüge into­nierte ein HI.-Musikzug die Giovinezza. Die jungen italienischen Gäste werden acht Tage in einem italie­nischen Jugendlager im Grünewald ver­bringen. Am 16. Juni soll in der Deutschlandhalle ein großes S p o r t f e st der italienischen Jungen und Mädel stattfinden.