Ausgabe 
14.5.1937
 
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Aus den Gießener Gerichissälen

in eine Ge­

rochen genommen worden.

Vezirksverbandsiag des Mchstteubundes

binger (Mannheim). Stuttgart (22. Mai): Sonn-

381

Poftausweiskarte

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Aus her engeren Heimat

Spülmit

li

Paket 18 Pfennig

Hersteller: P. Jos. Möbs, Seifenfabriken, Gießen

letzten gegen Mann-

P. Hansen (B. 93)

Larsen (21. B.)

für Küche und Haus

Löst Fett und Schmutz spielend leicht, eine große Hilfe beim Aufwaschen und Spülen

Deutsche Mannschaften für Berlin und Stuttgart. Für Berlin und Stuttgart, die beiden Spiele deutscher Nachwuchsmannschaften

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

2lm zweiten Pfingstfeiertag ist die erste Mann­schaft von Dreihausen in Großen-Buseck zu Gast. Im Dorspiel blieben die Einheimischen mit 2:1 knapper Sieger, und auch diesmal dürfte ihnen ein Erfolg beschieden sein, wenn sie sich zu einer guten Leistung aufraffen. Die Spielstarke der Gäste darf jedoch nicht unterschätzt werden.

RM. die Strafe zu hoch sei, zumal er am nächsten Tage die 6. RM. zurückgegeben habe. Das Ge­richt folgte den Einwendungen des 2lngeklagten und verurteilte ihn an Stelle einer an sich ver­wirkten Gefängnisstrafe von einer Woche zu einer Geldstrafe von 3 5. R M.

Der O. K. aus Gießen war durch Strafbefehl

(2l. B.) (B. 93)

O. Jörgensen

(K.B.)

Deutschland: Jakob

(Jahn Regensburg) Janes Münzenberg

(Fortuna Düsseldorf) (Alemannia 2lachen) Kupfer Goldbrunner Kitzinger

Hier abschneiden! I

(21. B.) (23.93) (Frem) T. Jensen $). Nielsen

Deutschlands ilü. Länderkamps in Breslau

Ziehen wir gegen Dänemark gleich?

Mk. 1. Mk., bis 1000. Mk. 1,20 Mk. Porto. Bei telegraphi­schen Postanweisungen kommen noch die Telegrammgebühren hinzu.

Postausweiskarte, von der Post gegen eine Gebühr ausgestellter Ausweis mit Lichtbild zum Emp­fang von Wertsendungen.

Posteinlieferungsschein, von der Post ausgestellte Bescheinigung über aufgelieferte Einschreibe- Wert-, Nachnahme-Sendungen, Wertpakete usw. Gut verwahren, da bei Verlust der Einlieferung als Quittung dient.

Postkarte, Papierkarte 14X9 cm, zu offenen Mitteilungen, Orts­verkehr Porto 5 Pf., Fernverkehr 6 Pf.

Postpakete, im allgemeinen bis 5 kg schwer. Die Gebühren find nach Zonen gestaffelt, jede Zone wiederum nach Kilometern.

Postlagernd, Vermerk auf Post­sendungen, die vom Empfänger am Bestimmungsort selbst ab- aeholt werden. Der Empfänger hat sich dabei auf Verlangen aus­zuweisen. Für postlaaernde Pa­kete wird eine Gebühr erhoben. Postlagernde Sendungen dürfen auch unter Deckanschrift geschickt werden. Für solche Sendungen übernimmt jedoch die Post kerne Gewähr.

Postnachnahmesendungen, nur zu- Äim Inland und nach Dan- ußer den Gebühren kommt noch eine Vorzeigegebühr von 20 Pf. hinzu.

Postnumerando, lat., nachträg­liche Zahlung im Gegensatz zu Pränumerando, Vorauszahlung.

Thielsen Uldaler P. Jörgensen Kleven Söbirk ----- ----- - (A.B.) (Frem)

S. Jensen

Dänemark: (B. 93)

Daß wir die Dänen keineswegs unterschätzen, geht am besten aus der deutschen Aufstellung hervor, die augenblicklich wohl nicht stärker zusammengestellt werden kann. Nach den Erfahrungen von Düssel­dorf, Hannover und Zürich hat man für Breslau auf ein weiteres Mittelstürmer-Experiment ver­zichtet und den Waldhöfer Siffling wieder in das Angriffs-Zentrum gestellt. Siffling hat von allen Mittelstürmern, die zuletzt versucht worden sind, am erfolgreichsten abgeschnitten und auck gegen Italien auf diesem Posten beide Tore geschossen. Damit ist zwar dieses leidige Problem noch keines­wegs restlos gelöst, aber mit Siffling ist die Gewähr für eine fließende Kombination gegeben, mit der wir den Schotten in Glasgow viel Respekt abverlangten und mit der wir auch vorher schon verschiedentlich glänzend zur Geltung gekommen sind. So ruht nicht die ganze Last des Aufbaues allein auf S z e p a n. Der Schalter Mentor findet durch Siffling und auch durch den infolge einer glücklichen Läuferlösung (Kupfer) für den Sturm wieder frei gewordenen Gellesch die nötige Ent­lastung, die der ganzen Mannschaft zugute kommt, lieber die übrigen Spieler sind weitere Worte nicht zu verlieren; sie sind vorläufig nicht zu ersetzen.

Die Mannschaft Dänemarks setzt sich gleichfalls aus bewährten und in zahlreichen Kämpfen er­probten Spielern zusammen, von denen lediglich der rechte Läufer Carl Larsen erstmalig das Nationaltrikot trägt. Der Stil der Dänen isteng­lisch", nur markieren die Verteidiger nicht so konse- guent die Außenstürmer, wie das bei ugs beispiels­weise der Fall ist. Im Sturm ist vor allem der Angriffsführer P. Jörgensen zu nennen, aber auch Uldaler ist mit seinem großen Schußver­mögen eine Gefahr für die deutsche Hintermann­schaft. Dennoch müßte es bei aller Achtung vor dem Können der Gäste zu einem neuen deutschen Erfolg reichen.

wegen gefährlicher Körperverletzung fängnisftrafe von drei Wochen genoi Gegen den Strafbefehl hatte er Einspruch eingelegt und behauptet, daß er von dem Verletzten gereizt und bedroht worden fei. Er war am 4.10.1936 in einer Gießener Gastwirtschaft gewesen. Er glaubte, durch einen Gast, mit dem er früher freundschaftlich verkehrt hatte, gehänselt worden zu sein. Er ging diesem auf die Toilette nach und versetzte ihm dort nach einer kurzen Auseinandersetzung Drei Schläge auf den Kopf, so daß der Mann eine Gehirn­erschütterung davontrug. Das Gericht verurteilte den Angeklagten an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 25 Tagen zu einer Geld- ft r a f e von 7 5. R M., da festgestellt wurde, daß der Angeklagte doch von dem Verletzten gereizt worden war und es so nur zu der Tat kam.

Nach den Spielen gegen Holland, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Schweiz wird die Serie der deutschen Fußball-Länderkämpse 1937 am Pfingstsonntag mit dem achten Treffen gegen Däne­mark in der Breslauer Hermann-Göring-Kamps- bahn fortgesetzt. Unsere Nationalmannschaft hat seit Glasgow und Dublin kein Spiel mehr verloren, gegen Italien und Holland gab es jeweils ein 2:2- Unentfchieden, die übrigen Spiele wurden gewon­nen, die Franzosen in Stuttgart mit 4:0 geschlagen. Hannover und Zürich brachten beide ein 1:0, doch löste der Erfolg über die Schweiz nicht die richtige Freude aus, da die deutsche Mannschaft nicht in einem Stil gewann, der überzeugen konnte. Der Kampf gegen Dänemark bildet noch nicht den Ab­schluß einer schweren Saison. Zwar tritt nach Bres­lau eine kleine Ruhepause für die Nationalmann­schaft ein, aber dann beginnt mit den Ausschei­dungsspielen zur Weltmeisterschaft ein neuer Ab­schnitt, und später sind noch Norwegen und Schwe­den unsere Gegner.

Gegen Dänemark haben wir fast drei Jahre nicht mehr gespielt. Nach dem großen Erfolg in der Welt­meisterschaft 1934 fuhr unsere Nationalmannschaft im Herbst des gleichen Jahres nach Kopenhagen zum siebten Spiel gegen die Dänen, denen wir bis dahin auf eigenem Boden noch keine Niederlage beizubringen vermochten. Erst dieses letzte Spiel brachte uns mit 5:2 den ersten Erfolg in* Däne­marks Hauptstadt und damit zugleich den dritten Sieg über den Breslauer Gegner, der 1928 in Nürnberg mit 2:1 (erster Sieg) und 1931 in Han­nover mit 4:2 geschlagen worden war. Viermal aber behielten die Dänen die Oberhand: 1912 in Kopenhagen 3:1, 1913 in Hamburg 4:1, 1927 in Kopenhagen 2:1 und 1930 in Kopenhagen 6:3. Drei deutschen Siegen stehen also vier Niederlagen ge­genüber. In Breslau können wir demnach in der achten Begegnung mit Dänemark gleichziehen, jeden­falls in der Zahl der Gewinnspiele. Ob auch im Torverhältnis, ist noch ftaglich; denn Dänemark liegt mit 21:17 vorerst noch mit vier Toren Vor­sprung klar in Führung.

Die Dänen sind, wie wir, gelehrige Schüler der Engländer, mit denen sie mehrmals im Kampf stan­den. Olympischer Fußballfieger wurde Dänemark 1906 in Athen. 1908 in London und 1912 in Stock­holm belegten die Dänen hinter England jeweils den zweiten Platz.

Das Aufgebot für Breslau, wo die deutsche Na­tionalmannschaft ihren 140. Länderkampf bestreitet, lautet:

(Sportamt »Kraft durch Freude^.

Allgemeine Körperschule, Lyzeum, Dammstraße 26: 20.30 bis 21.45 Uhr.

Schwimmen, Dolksbad, Seltersweg für Männer und Frauen gemeinsam: 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.30 Uhr.

Reiten, Universitäts-Reitinstitut, Brandplatz: 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr.

Jugendgericht Gießen

Vor dem Jugendgericht hatte sich der 1920 gebo­rene H. S. aus Merenberg, Kreis Oberlahn, zu verantworten. Er war angeklagt, 1936 in Mittels­mühl und anderen Orten in fortgesetzter Begangen­schaft den von der obersten Landesbehörde zum Schutze von Volk und Staat erlassenen Anordnun­gen zuwider gehandelt zu haben. Er hatte sich an einer verbotenen Sekte, dieSieben-Tage-Adventi- sten", und auch an verbotenen Zusammenkünften mit anderen der Sekte angehörigen Personen be­teiligt. Weiterhin wurde ihm nachgesagt, daß er den Hitler-Gruß aus religiöser Einstellung heraus verweigere. Das Gericht oerurteilte ihn wegen Vergehens gegen § 4 der Verordnung des Reichs­präsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. 2.1933 zu einer Gefängnis st rafe von einem Monat. Die Gefängnisstrafe gilt durch die Schutzhaft als verbüßt. Da der Angeklagte noch jugendlich ist, hielt das Gericht Erziehungsmaßnah­men für erforderlich, deren Auswahl dem zustän­digen Vormundschaftsgericht überlassen bleibt.

Mitgliederversammlung tagen, die insofern von größter Wichtigkeit ist, als den Mitgliedern Ge­legenheit geboten wird, sich über Einzelheiten des für den 11. Juli oorgefegenen Sommerfestes zu äußern. Einige Bänke sollen auf Kosten des Ver­eins auf der oberen Burg aufgestellt werden. Nach der Sitzung nahmen die Vorstandsmitglieder Augen- schein von den im vergangenen Winter auf Kosten der Vereinigung vorgenommenen Derschönerungs- arbeiten, die allgemeine Befriedigung erweckten.

* Lollar, 13. Mai. Das 6 Jahre alte Sohn- ch e n des hiesigen Drogisten Sommer stürzte so erheblich, daß es mit einem Unterschenkel­bruch nach Gießen m die Klinik gebracht werden mußte.

£ Leih gestern, 12. Mai. Die hiesige Frei­willige Feuerwehr hielt im Anschluß an eine Uebung ihre Jahresversammlung ab. Der Ober­brandmeister gab zunächst einen kurzen Bericht über die Tätigkeit der Wehr im vergangenen Jahre. Der Kassenbericht zeigte, daß der Rechner sorgsam und sparsam gewirtschaftet hat. Die Berichte wurden ge­nehmigt und damit Entlastung erteUt. Nach Be­sprechung einiger interner Angelegenheiten wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen.

Der neugebitöete Bezirksverband Kassel des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten, der über die ehemaligen Landesverbänve Hessen und Hessen-Nassau hinaus das Gebiet zwischen Main und Werra, Fulda und Sieg umfaßt, hielt am Sonntag seinen ersten Bezirksverbandstag in Gie­ßen ab.

Der Reichstreubund des Standortes Gießen be­reitete den Gästen am Samstag einen anregend verlaufenen Kameradschaftsabend im Burg- caf6. Standortleiter Schwender hieß die aus­wärtigen Kameraden herzlich willkommen. In parfeniöen Ausführungen gedachte er der mit dem LuftschiffHindenburg" verunglückten Offiziere, Mannschaften und Passagiere. Bezirksverbandsleiter Schwarz (Kassel) dankte den Gießener Kame­raden für die gastfreundliche Aufnahme. Das Mit» glied der Bundesleitung Z a b r o w s k i (Berlin) überbrachte die Grüße des Bundesleiters, Gauleiter und Oberpräfident Schwede (Koburg), und wies darauf hin, daß neben der fürsorgenden auch die gesellige Kameradschaft ein Hauptbestandteil des Reichstteubundes ist. Im Auftrage des Bundes­leiters überreichte er dem Bezirksverbandsleiter Schwarz (Kassel) eine Ehrenurkunde und ein Bild des Bundesleiters mit eigenhändiger Wid­mung für treue Dienste im Reichstreubund. Unter der Leitung des Kameraden Derwaltungssekretär Ritter fand bann der Kameradschaftsabend einen harmonischen Aus klang.

Am Sonntagvormittag eröffnete Bezirksverbands­leiter Schwarz (Kassel) den ersten Bezirks- oerbanbstaa des Bezirksverbandes Kassel, zu dem er neben dem Vertreter der Bundesleitung Z a b r o w s k i (Berlin) eine Reihe weiterer Ehren­gäste begrüßen konnte.

Standortleiter Schwender (Gießen) entbot der Versammlung die besten Grüße und gab der Hoff­nung Ausdruck, daß die Kameraden nach getaner Arbeit frvhe Stunden im schönen Gießen verleben mögen.

Bezirksverbandsleiter Schwarz würdigte die Verdienste der Gießener Kameraden um die Vor­bereitungen und sprach ihnen für den guten Geist und ihre vorbildliche Arbeit Dank und Anerkennung aus. Dann gedachte er der im letzten Jahr ver­storbenen Kameraden, denen die Ehrenbezeugung erwiesen wurde.

In einem grundlegenden Vor trag behandelte hier­auf Kamerad Zabrowski (Berlin) das Verhält- nie zwischen Reichstreubund und Soldatenbund. Gegenüber allen falschen Formulierungen sei fest- aestellt, daß der Reichstreubund ehemaliger Berufs­soldaten der Zusammenschluß aller Kapitulanten der Wehrmacht, der Luftwaffe und der Marine ist. Er ist eine neben den übrigen Soldatenorganisa­tionen, dem Soldatenbund, Dem NS.-Marinebund

Kupfer (Solbbrunner Jttsmger rdn (Hanau); Haringer (München), Jansen (Statt- (Schwemfutt) (Bayern München) (Schwein urt) gader SC.); Bernard (Schweinfurt), Sold (Saar- Lehner ,Aellesch Siffling Szepan Urban grürfen), Schädler (Ulm); Malecki (Hannover), A. (Augsburg) (Schalke) (Waldhof) (beide Schalke 04) Schmitt (Frankfurt), Seitz (Kornwestheim), Hänel Schiedsrichter: Christ (Tschechoslowakei). (Hartha), Simetsreiter (München).

Schöffengericht Gießen.

Dor dem Schöffengericht hatte sich gestern der Jude Benni Grünebaum aus Düdelsheim zu verantworten. Er hatte im November 1936 in Düdelsheim in zwei Fällen versucht, in rechts­widriger Absicht sich einen Vermögensvvrteil zu ver­schaffen, und zu diesem Zwecke eine inländische öffentliche Urkunde verfälscht, um von ihr zum Zwecke einer Täuschung Gebrauch zu machen. Auf zwei Ursprungszeugnissen von Kühen hatte er die Daten verändert, aber von den so verfälschten Ur­kunden keinen Gebrauch gemacht. Er wollte sich da­mit steuerliche Vorteile verschaffen. Das Gericht ver­urteilte ihn, da er die Fälschungen zugab, wegen versuchter Urkundenfälschung zu einer Gefäng­nisstrafe von einem Monat und legte ihm außerdem die Kosten des Verfahrens auf.

Die L. K. aus Södel hatte Anfang 1936 in mehreren Fällen Briefe und Karten beleidigenden Inhalts geschrieben und diese Briese und Karten mit dem Namen einer anderen Person unterzeichnet. Sie wollte damit die andere Person in ihrem An­sehen herabwürdigen. Wegen dieser Tat hatte sie sich gestern wegen Urkundenfälschung in Tateinheit mit Beleidigung vor dem Schöffengericht zu ver- antworten. Da sie bis zum Schlüsse hartnäckig leugnete, die Briefe und Karten geschrieben zu haben, aber durch das ausführliche Gutachten des Schriftsachverständigen einwandfrei überführt wer­den konnte, verurteilte sie das Gericht wegen Ur­kundenfälschung und Beleidigung zu einer G e - famtgefängnisftrafe von fünf Wochen. Außerdem wurden der Angeklagten die Kosten des Verfahrens auferlegt.

Amtsgericht Gießen.

Der A. M. aus Wörrstadt (Rheinhessen), der in Dors-Gill beschäftigt war, hatte einen Strafbefehl über 1 Woche Gefängnis erhalten, weil er unter falschen Vorspiegelungen sich von dem Ortsbauern­führer in Lang-Göns 6. RM. geben ließ und be­hauptete, von dem Ortsbauernführer in Dorf-Gill geschickt worden zu fein. Als Pfand hinterließ er dem Ortsbauernführer feine Papiere. Gegen den Strafbefehl hatte der Angeklagte Einspruch ein­gelegt mit der Begründung, daß wegen der 6,

Manchester City, wurden folgende deutsche schäften gestellt: Berlin (19. Mai): Buchloh; Schulz, Welsch (Neunkirchen); Zielinski, Rohde, Männer; Elbern, Rohwedder, Berndt, Fischer, Strie-

Canbfreis Gießen.

gfs.. Heuchelheim, 13. Mai. Ein ftoher Ab­schlußabend vereinte die Teilnehmerinnen am Lehr­gang des Reichsmütterdienstes über Er­ziehung des Kindes mit den Mitgliedern der Frauenschaft und des Deutschen Frauen­werks in der WirtschaftZum Treppchen". Nach einem gemeinsamen Lied und freundlichen Begrü­ßungsworten durch die Leiterin der Frauenschaft. Frau W o b k e r wurden lebende Bilder aus dem Leben des Kindes in Gemeinschaft mit der Mutter K. Die Mutter als Pflegerin an der Wiege, chem Spiel, die Mutter als Trösterin im Schmerz, zuletzt das Kind als Betreuerin der alten Mutter. Mit großer Aufmerksamkeit folgten alle den schönen Bildern, die passende Worte und Lieder be­gleiteten. Dann ergriff die Leiterin des Lehrganges ' das Wort und erklärte die einzelnen sechs Lehr- gänge des Reichsmütterdienstes. Frohe Lieder, Spiele und Scherz hielten die Teilnehmerinnen noch lange beisammen.

A Staufenberg, 10. Mai. Gestern nach­mittag fand auf der Burg eine Dorstandssitzung der Heimatvereinigung Staufenberg statt. Aus den ausführlichen geschäftlichen Verhandlungen ist hervorzuheben: Am Samstag, 22. Mai, soll die

Pränumerando

Postpäckchen dürfen ein Höchst­gewicht von 2 kg haben und kosten 40 Pf. Porto.

Postpaket, s. Paket.

Postscheckverkehr. Die Zahlungen erfolgen durch Zahlkarte auf Postscheckkonto des betreffenden Empfängers. Das Porto ist we­sentlich billiger.

Poftvollmacht, stempelpflichtige Erklärung, durch die der Emp­fänger jemand anders ermäch­tigt, Postsendungen für ihn in Empfang zu nehmen.

Potpourri, franz., Zusammen­stellung verschiedener Musikstücke unter einem vestimmten Gesichts­punkt, z. B. Melodien aus ver­schiedenen Opern des gleichen Komponisten.

Pottasche, kohlensaure Kalium­verbindung, die bei Lebkuchen als Treibmittel dient.

Pottwal, Zahnwal, Seesäugetier aus desien Leibeshöhlen Walrat und Ambra gewonnen wird.

Poudre de riz, franz., Bezeich­nung für feinen Reispuder.

Poularde, franz., junge gemästete Henne, die wegen ihres zarten Fleisches auch als Krankenkost geschätzt wird.

P. P., Abkürzung des lat prae- missis praemittendis, d. h.unter Vorausschickung des Vorauszu­schickenden" (Titels), eine heute üverlebte Art, einen Brief ohne Anrede einzuleiten. Statt desien setzt man, falls eine persönliche Anrede nicht möglich ist, die An­schrift des Briefempfängers über den Briefanfang.

Pränumerando, s. Postnume­rando.

und der Luftwaffenreserve, völlig selbständige Or­ganisation mit eigener Finanz- und Wirtschatts- Hoheit. Er wird in dieser Selbständigkeit neben ben drei Soldatenorganisationen bestehen bleiben müssen, weil es sonst nicht möglich ist, die Aufgaben zu er­füllen, die ihm vom Reichskriegsministerium über­tragen sind. Die Aufgabe des Reichstteubundes ist das Eintreten für die Zivilversorgung als der prak­tischsten und schönsten Kameradschaft, wie sie der Bund seit 40 Jahren pflegt. Die Mitglieder des Reichstreubundes gehören gleichzeitig einem der Soldatenbünde an, wie auch Die in diesen Soldaten­bünden geführten Kapitulanten dem Reichstreubund angehören. Der Bundesleiter wünscht, daß der Reichstreubund mit den Soldatenorganisationen kameradschaftlich Hand in Hand arbeitet und daß die alten Soldaten im Reichstreubund die jungen Kameraden betreuen. Leitmotiv für alle Arbeit muß sein: Ich dien!

Bezirksverbandsleiter Schwarz gab einen Ueberblick über die Entwicklung in den Organisa­tionen. Standortleiter des Reichstreubundes sollen keine Kameradschaftsführer der Soldatenorganisa- tionen, aber in der Führung der Kameradschaften sein. Der Reichstreubund hat sich in den Kamerad­schaften zu betätigen.

Nach einer Aussprache gab Kamerad Z ab row - s k i einen Ueberblick über die zivile Versorgung. Dabei betonte er, daß die Neuregelung, die den jungen Kameraden zugute kommt, nur möglich wurde, weil die alten Kameraden diesen mit ihren Erfahrungen zur Seite standen. Der Dorttagende betonte die gute Zusammenarbeit mit der Ver­sorgungsstelle des Reichskriegsministeriums.

Nach eingehender Besprechung der gesetzlichen Neu­regelungen durch Bezirksverbandsführer Schwarz forderte dieser die Standortleiter auf, durch Zu­sammenarbeit mit den Standortältesten die jungen Kameraden frühzeitig zu veranlassen, dem Reichs­tteubund beizutreten, damit sie zeitig auf die Arbeit an sich selbst hingewiesen werden können und ihnen der Uebergang in die zivilen Berufe erleichtert wird.

Heeresfachschuldirektor Dr. B u ch h o l tz (Gießen) sprach über seine Erfahrungen als Truppenunter­richtsleiter und zeigte Wege, auf denen erreicht werden muß, den Soldaten frühzeittg zur Fort­bildungsarbeit anzuregen. Der Gießener Standort- älteste Generalleutnant Oßwald werde den ersten Versuch veranlassen, innerhalb der Kompanien Ar­beitsgemeinschaften der mehrjährig Dienenden zu errichten, die eine Vorstufe für die berufliche Aus­bildung darstellen und im Bewährungsfall im Heere eingerichtet werden sollen.

THt dem Treugruß an den Führer und Obersten Befehlshaber, den Reichskriegsminister und den Bundesleiter wurde die Verbandstagung beschlossen.