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Aus den Gießener Gerichissälen
in eine Ge
rochen genommen worden.
Vezirksverbandsiag des Mchstteubundes
binger (Mannheim). Stuttgart (22. Mai): Sonn-
381
Poftausweiskarte
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Aus her engeren Heimat
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Paket 18 Pfennig
Hersteller: P. Jos. Möbs, Seifenfabriken, Gießen
letzten gegen Mann-
P. Hansen (B. 93)
Larsen (21. B.)
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Deutsche Mannschaften für Berlin und Stuttgart. Für Berlin und Stuttgart, die beiden Spiele deutscher Nachwuchsmannschaften
Fußballklub 1926 Großen-Buseck.
2lm zweiten Pfingstfeiertag ist die erste Mannschaft von Dreihausen in Großen-Buseck zu Gast. Im Dorspiel blieben die Einheimischen mit 2:1 knapper Sieger, und auch diesmal dürfte ihnen ein Erfolg beschieden sein, wenn sie sich zu einer guten Leistung aufraffen. Die Spielstarke der Gäste darf jedoch nicht unterschätzt werden.
RM. die Strafe zu hoch sei, zumal er am nächsten Tage die 6.— RM. zurückgegeben habe. Das Gericht folgte den Einwendungen des 2lngeklagten und verurteilte ihn an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche zu einer Geldstrafe von 3 5.— R M.
Der O. K. aus Gießen war durch Strafbefehl
(2l. B.) (B. 93)
O. Jörgensen
(K.B.)
Deutschland: Jakob
(Jahn Regensburg) Janes Münzenberg
(Fortuna Düsseldorf) (Alemannia 2lachen) Kupfer Goldbrunner Kitzinger
Hier abschneiden! I
(21. B.) (23.93) (Frem) T. Jensen $). Nielsen
Deutschlands ilü. Länderkamps in Breslau
Ziehen wir gegen Dänemark gleich?
Mk. 1.— Mk., bis 1000.— Mk. 1,20 Mk. Porto. Bei telegraphischen Postanweisungen kommen noch die Telegrammgebühren hinzu.
Postausweiskarte, von der Post gegen eine Gebühr ausgestellter Ausweis mit Lichtbild zum Empfang von Wertsendungen.
Posteinlieferungsschein, von der Post ausgestellte Bescheinigung über aufgelieferte Einschreibe- Wert-, Nachnahme-Sendungen, Wertpakete usw. Gut verwahren, da bei Verlust der Einlieferung als Quittung dient.
Postkarte, Papierkarte 14X9 cm, zu offenen Mitteilungen, Ortsverkehr Porto 5 Pf., Fernverkehr 6 Pf.
Postpakete, im allgemeinen bis 5 kg schwer. Die Gebühren find nach Zonen gestaffelt, jede Zone wiederum nach Kilometern.
Postlagernd, Vermerk auf Postsendungen, die vom Empfänger am Bestimmungsort selbst ab- aeholt werden. Der Empfänger hat sich dabei auf Verlangen auszuweisen. Für postlaaernde Pakete wird eine Gebühr erhoben. Postlagernde Sendungen dürfen auch unter Deckanschrift geschickt werden. Für solche Sendungen übernimmt jedoch die Post kerne Gewähr.
Postnachnahmesendungen, nur zu- Äim Inland und nach Dan- ußer den Gebühren kommt noch eine Vorzeigegebühr von 20 Pf. hinzu.
Postnumerando, lat., nachträgliche Zahlung im Gegensatz zu Pränumerando, Vorauszahlung.
Thielsen Uldaler P. Jörgensen Kleven Söbirk ----- ----- - (A.B.) (Frem)
S. Jensen
Dänemark: (B. 93)
Daß wir die Dänen keineswegs unterschätzen, geht am besten aus der deutschen Aufstellung hervor, die augenblicklich wohl nicht stärker zusammengestellt werden kann. Nach den Erfahrungen von Düsseldorf, Hannover und Zürich hat man für Breslau auf ein weiteres Mittelstürmer-Experiment verzichtet und den Waldhöfer Siffling wieder in das Angriffs-Zentrum gestellt. Siffling hat von allen Mittelstürmern, die zuletzt versucht worden sind, am erfolgreichsten abgeschnitten und auck gegen Italien auf diesem Posten beide Tore geschossen. Damit ist zwar dieses leidige Problem noch keineswegs restlos gelöst, aber mit Siffling ist die Gewähr für eine fließende Kombination gegeben, mit der wir den Schotten in Glasgow viel Respekt abverlangten und mit der wir auch vorher schon verschiedentlich glänzend zur Geltung gekommen sind. So ruht nicht die ganze Last des Aufbaues allein auf S z e p a n. Der Schalter Mentor findet durch Siffling und auch durch den infolge einer glücklichen Läuferlösung (Kupfer) für den Sturm wieder frei gewordenen Gellesch die nötige Entlastung, die der ganzen Mannschaft zugute kommt, lieber die übrigen Spieler sind weitere Worte nicht zu verlieren; sie sind vorläufig nicht zu ersetzen.
Die Mannschaft Dänemarks setzt sich gleichfalls aus bewährten und in zahlreichen Kämpfen erprobten Spielern zusammen, von denen lediglich der rechte Läufer Carl Larsen erstmalig das Nationaltrikot trägt. Der Stil der Dänen ist „englisch", nur markieren die Verteidiger nicht so konse- guent die Außenstürmer, wie das bei ugs beispielsweise der Fall ist. Im Sturm ist vor allem der Angriffsführer P. Jörgensen zu nennen, aber auch Uldaler ist mit seinem großen Schußvermögen eine Gefahr für die deutsche Hintermannschaft. Dennoch müßte es bei aller Achtung vor dem Können der Gäste zu einem neuen deutschen Erfolg reichen.
wegen gefährlicher Körperverletzung fängnisftrafe von drei Wochen genoi Gegen den Strafbefehl hatte er Einspruch eingelegt und behauptet, daß er von dem Verletzten gereizt und bedroht worden fei. Er war am 4.10.1936 in einer Gießener Gastwirtschaft gewesen. Er glaubte, durch einen Gast, mit dem er früher freundschaftlich verkehrt hatte, gehänselt worden zu sein. Er ging diesem auf die Toilette nach und versetzte ihm dort nach einer kurzen Auseinandersetzung Drei Schläge auf den Kopf, so daß der Mann eine Gehirnerschütterung davontrug. Das Gericht verurteilte den Angeklagten an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 25 Tagen zu einer Geld- ft r a f e von 7 5.— R M., da festgestellt wurde, daß der Angeklagte doch von dem Verletzten gereizt worden war und es so nur zu der Tat kam.
Nach den Spielen gegen Holland, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Schweiz wird die Serie der deutschen Fußball-Länderkämpse 1937 am Pfingstsonntag mit dem achten Treffen gegen Dänemark in der Breslauer Hermann-Göring-Kamps- bahn fortgesetzt. Unsere Nationalmannschaft hat seit Glasgow und Dublin kein Spiel mehr verloren, gegen Italien und Holland gab es jeweils ein 2:2- Unentfchieden, die übrigen Spiele wurden gewonnen, die Franzosen in Stuttgart mit 4:0 geschlagen. Hannover und Zürich brachten beide ein 1:0, doch löste der Erfolg über die Schweiz nicht die richtige Freude aus, da die deutsche Mannschaft nicht in einem Stil gewann, der überzeugen konnte. Der Kampf gegen Dänemark bildet noch nicht den Abschluß einer schweren Saison. Zwar tritt nach Breslau eine kleine Ruhepause für die Nationalmannschaft ein, aber dann beginnt mit den Ausscheidungsspielen zur Weltmeisterschaft ein neuer Abschnitt, und später sind noch Norwegen und Schweden unsere Gegner.
Gegen Dänemark haben wir fast drei Jahre nicht mehr gespielt. Nach dem großen Erfolg in der Weltmeisterschaft 1934 fuhr unsere Nationalmannschaft im Herbst des gleichen Jahres nach Kopenhagen zum siebten Spiel gegen die Dänen, denen wir bis dahin auf eigenem Boden noch keine Niederlage beizubringen vermochten. Erst dieses letzte Spiel brachte uns mit 5:2 den ersten Erfolg in* Dänemarks Hauptstadt und damit zugleich den dritten Sieg über den Breslauer Gegner, der 1928 in Nürnberg mit 2:1 (erster Sieg) und 1931 in Hannover mit 4:2 geschlagen worden war. Viermal aber behielten die Dänen die Oberhand: 1912 in Kopenhagen 3:1, 1913 in Hamburg 4:1, 1927 in Kopenhagen 2:1 und 1930 in Kopenhagen 6:3. Drei deutschen Siegen stehen also vier Niederlagen gegenüber. In Breslau können wir demnach in der achten Begegnung mit Dänemark gleichziehen, jedenfalls in der Zahl der Gewinnspiele. Ob auch im Torverhältnis, ist noch ftaglich; denn Dänemark liegt mit 21:17 vorerst noch mit vier Toren Vorsprung klar in Führung.
Die Dänen sind, wie wir, gelehrige Schüler der Engländer, mit denen sie mehrmals im Kampf standen. Olympischer Fußballfieger wurde Dänemark 1906 in Athen. 1908 in London und 1912 in Stockholm belegten die Dänen hinter England jeweils den zweiten Platz.
Das Aufgebot für Breslau, wo die deutsche Nationalmannschaft ihren 140. Länderkampf bestreitet, lautet:
(Sportamt »Kraft durch Freude^.
Allgemeine Körperschule, Lyzeum, Dammstraße 26: 20.30 bis 21.45 Uhr.
Schwimmen, Dolksbad, Seltersweg — für Männer und Frauen gemeinsam —: 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.30 Uhr.
Reiten, Universitäts-Reitinstitut, Brandplatz: 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr.
Jugendgericht Gießen
Vor dem Jugendgericht hatte sich der 1920 geborene H. S. aus Merenberg, Kreis Oberlahn, zu verantworten. Er war angeklagt, 1936 in Mittelsmühl und anderen Orten in fortgesetzter Begangenschaft den von der obersten Landesbehörde zum Schutze von Volk und Staat erlassenen Anordnungen zuwider gehandelt zu haben. Er hatte sich an einer verbotenen Sekte, die „Sieben-Tage-Adventi- sten", und auch an verbotenen Zusammenkünften mit anderen der Sekte angehörigen Personen beteiligt. Weiterhin wurde ihm nachgesagt, daß er den Hitler-Gruß aus religiöser Einstellung heraus verweigere. Das Gericht oerurteilte ihn wegen Vergehens gegen § 4 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. 2.1933 zu einer Gefängnis st rafe von einem Monat. Die Gefängnisstrafe gilt durch die Schutzhaft als verbüßt. Da der Angeklagte noch jugendlich ist, hielt das Gericht Erziehungsmaßnahmen für erforderlich, deren Auswahl dem zuständigen Vormundschaftsgericht überlassen bleibt.
Mitgliederversammlung tagen, die insofern von größter Wichtigkeit ist, als den Mitgliedern Gelegenheit geboten wird, sich über Einzelheiten des für den 11. Juli oorgefegenen Sommerfestes zu äußern. Einige Bänke sollen auf Kosten des Vereins auf der oberen Burg aufgestellt werden. Nach der Sitzung nahmen die Vorstandsmitglieder Augen- schein von den im vergangenen Winter auf Kosten der Vereinigung vorgenommenen Derschönerungs- arbeiten, die allgemeine Befriedigung erweckten.
* Lollar, 13. Mai. Das 6 Jahre alte Sohn- ch e n des hiesigen Drogisten Sommer stürzte so erheblich, daß es mit einem Unterschenkelbruch nach Gießen m die Klinik gebracht werden mußte.
£ Leih gestern, 12. Mai. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt im Anschluß an eine Uebung ihre Jahresversammlung ab. Der Oberbrandmeister gab zunächst einen kurzen Bericht über die Tätigkeit der Wehr im vergangenen Jahre. Der Kassenbericht zeigte, daß der Rechner sorgsam und sparsam gewirtschaftet hat. Die Berichte wurden genehmigt und damit Entlastung erteUt. Nach Besprechung einiger interner Angelegenheiten wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen.
Der neugebitöete Bezirksverband Kassel des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten, der über die ehemaligen Landesverbänve Hessen und Hessen-Nassau hinaus das Gebiet zwischen Main und Werra, Fulda und Sieg umfaßt, hielt am Sonntag seinen ersten Bezirksverbandstag in Gießen ab.
Der Reichstreubund des Standortes Gießen bereitete den Gästen am Samstag einen anregend verlaufenen Kameradschaftsabend im Burg- caf6. Standortleiter Schwender hieß die auswärtigen Kameraden herzlich willkommen. In parfeniöen Ausführungen gedachte er der mit dem Luftschiff „Hindenburg" verunglückten Offiziere, Mannschaften und Passagiere. Bezirksverbandsleiter Schwarz (Kassel) dankte den Gießener Kameraden für die gastfreundliche Aufnahme. Das Mit» glied der Bundesleitung Z a b r o w s k i (Berlin) überbrachte die Grüße des Bundesleiters, Gauleiter und Oberpräfident Schwede (Koburg), und wies darauf hin, daß neben der fürsorgenden auch die gesellige Kameradschaft ein Hauptbestandteil des Reichstteubundes ist. Im Auftrage des Bundesleiters überreichte er dem Bezirksverbandsleiter Schwarz (Kassel) eine Ehrenurkunde und ein Bild des Bundesleiters mit eigenhändiger Widmung für treue Dienste im Reichstreubund. Unter der Leitung des Kameraden Derwaltungssekretär Ritter fand bann der Kameradschaftsabend einen harmonischen Aus klang.
Am Sonntagvormittag eröffnete Bezirksverbandsleiter Schwarz (Kassel) den ersten Bezirks- oerbanbstaa des Bezirksverbandes Kassel, zu dem er neben dem Vertreter der Bundesleitung Z a b r o w s k i (Berlin) eine Reihe weiterer Ehrengäste begrüßen konnte.
Standortleiter Schwender (Gießen) entbot der Versammlung die besten Grüße und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Kameraden nach getaner Arbeit frvhe Stunden im schönen Gießen verleben mögen.
Bezirksverbandsleiter Schwarz würdigte die Verdienste der Gießener Kameraden um die Vorbereitungen und sprach ihnen für den guten Geist und ihre vorbildliche Arbeit Dank und Anerkennung aus. Dann gedachte er der im letzten Jahr verstorbenen Kameraden, denen die Ehrenbezeugung erwiesen wurde.
In einem grundlegenden Vor trag behandelte hierauf Kamerad Zabrowski (Berlin) das Verhält- nie zwischen Reichstreubund und Soldatenbund. Gegenüber allen falschen Formulierungen sei fest- aestellt, daß der Reichstreubund ehemaliger Berufssoldaten der Zusammenschluß aller Kapitulanten der Wehrmacht, der Luftwaffe und der Marine ist. Er ist eine neben den übrigen Soldatenorganisationen, dem Soldatenbund, Dem NS.-Marinebund
Kupfer (Solbbrunner Jttsmger rdn (Hanau); Haringer (München), Jansen (Statt- (Schwemfutt) (Bayern München) (Schwein urt) gader SC.); Bernard (Schweinfurt), Sold (Saar- Lehner ,Aellesch Siffling Szepan Urban grürfen), Schädler (Ulm); Malecki (Hannover), A. (Augsburg) (Schalke) (Waldhof) (beide Schalke 04) Schmitt (Frankfurt), Seitz (Kornwestheim), Hänel Schiedsrichter: Christ (Tschechoslowakei). (Hartha), Simetsreiter (München).
Schöffengericht Gießen.
Dor dem Schöffengericht hatte sich gestern der Jude Benni Grünebaum aus Düdelsheim zu verantworten. Er hatte im November 1936 in Düdelsheim in zwei Fällen versucht, in rechtswidriger Absicht sich einen Vermögensvvrteil zu verschaffen, und zu diesem Zwecke eine inländische öffentliche Urkunde verfälscht, um von ihr zum Zwecke einer Täuschung Gebrauch zu machen. Auf zwei Ursprungszeugnissen von Kühen hatte er die Daten verändert, aber von den so verfälschten Urkunden keinen Gebrauch gemacht. Er wollte sich damit steuerliche Vorteile verschaffen. Das Gericht verurteilte ihn, da er die Fälschungen zugab, wegen versuchter Urkundenfälschung zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat und legte ihm außerdem die Kosten des Verfahrens auf.
Die L. K. aus Södel hatte Anfang 1936 in mehreren Fällen Briefe und Karten beleidigenden Inhalts geschrieben und diese Briese und Karten mit dem Namen einer anderen Person unterzeichnet. Sie wollte damit die andere Person in ihrem Ansehen herabwürdigen. Wegen dieser Tat hatte sie sich gestern wegen Urkundenfälschung in Tateinheit mit Beleidigung vor dem Schöffengericht zu ver- antworten. Da sie bis zum Schlüsse hartnäckig leugnete, die Briefe und Karten geschrieben zu haben, aber durch das ausführliche Gutachten des Schriftsachverständigen einwandfrei überführt werden konnte, verurteilte sie das Gericht wegen Urkundenfälschung und Beleidigung zu einer G e - famtgefängnisftrafe von fünf Wochen. Außerdem wurden der Angeklagten die Kosten des Verfahrens auferlegt.
Amtsgericht Gießen.
Der A. M. aus Wörrstadt (Rheinhessen), der in Dors-Gill beschäftigt war, hatte einen Strafbefehl über 1 Woche Gefängnis erhalten, weil er unter falschen Vorspiegelungen sich von dem Ortsbauernführer in Lang-Göns 6.— RM. geben ließ und behauptete, von dem Ortsbauernführer in Dorf-Gill geschickt worden zu fein. Als Pfand hinterließ er dem Ortsbauernführer feine Papiere. Gegen den Strafbefehl hatte der Angeklagte Einspruch eingelegt mit der Begründung, daß wegen der 6,—
Manchester City, wurden folgende deutsche schäften gestellt: Berlin (19. Mai): Buchloh; Schulz, Welsch (Neunkirchen); Zielinski, Rohde, Männer; Elbern, Rohwedder, Berndt, Fischer, Strie-
Canbfreis Gießen.
gfs.. Heuchelheim, 13. Mai. Ein ftoher Abschlußabend vereinte die Teilnehmerinnen am Lehrgang des Reichsmütterdienstes über Erziehung des Kindes mit den Mitgliedern der Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks in der Wirtschaft „Zum Treppchen". Nach einem gemeinsamen Lied und freundlichen Begrüßungsworten durch die Leiterin der Frauenschaft. Frau W o b k e r wurden lebende Bilder aus dem Leben des Kindes in Gemeinschaft mit der Mutter K. Die Mutter als Pflegerin an der Wiege, chem Spiel, die Mutter als Trösterin im Schmerz, zuletzt das Kind als Betreuerin der alten Mutter. Mit großer Aufmerksamkeit folgten alle den schönen Bildern, die passende Worte und Lieder begleiteten. Dann ergriff die Leiterin des Lehrganges ' das Wort und erklärte die einzelnen sechs Lehr- gänge des Reichsmütterdienstes. Frohe Lieder, Spiele und Scherz hielten die Teilnehmerinnen noch lange beisammen.
A Staufenberg, 10. Mai. Gestern nachmittag fand auf der Burg eine Dorstandssitzung der Heimatvereinigung Staufenberg statt. Aus den ausführlichen geschäftlichen Verhandlungen ist hervorzuheben: Am Samstag, 22. Mai, soll die
Pränumerando
Postpäckchen dürfen ein Höchstgewicht von 2 kg haben und kosten 40 Pf. Porto.
Postpaket, s. Paket.
Postscheckverkehr. Die Zahlungen erfolgen durch Zahlkarte auf Postscheckkonto des betreffenden Empfängers. Das Porto ist wesentlich billiger.
Poftvollmacht, stempelpflichtige Erklärung, durch die der Empfänger jemand anders ermächtigt, Postsendungen für ihn in Empfang zu nehmen.
Potpourri, franz., Zusammenstellung verschiedener Musikstücke unter einem vestimmten Gesichtspunkt, z. B. Melodien aus verschiedenen Opern des gleichen Komponisten.
Pottasche, kohlensaure Kaliumverbindung, die bei Lebkuchen als Treibmittel dient.
Pottwal, Zahnwal, Seesäugetier aus desien Leibeshöhlen Walrat und Ambra gewonnen wird.
Poudre de riz, franz., Bezeichnung für feinen Reispuder.
Poularde, franz., junge gemästete Henne, die wegen ihres zarten Fleisches auch als Krankenkost geschätzt wird.
P. P., Abkürzung des lat prae- missis praemittendis, d. h. „unter Vorausschickung des Vorauszuschickenden" (Titels), eine heute üverlebte Art, einen Brief ohne Anrede einzuleiten. Statt desien setzt man, falls eine persönliche Anrede nicht möglich ist, die Anschrift des Briefempfängers über den Briefanfang.
Pränumerando, s. Postnumerando.
und der Luftwaffenreserve, völlig selbständige Organisation mit eigener Finanz- und Wirtschatts- Hoheit. Er wird in dieser Selbständigkeit neben ben drei Soldatenorganisationen bestehen bleiben müssen, weil es sonst nicht möglich ist, die Aufgaben zu erfüllen, die ihm vom Reichskriegsministerium übertragen sind. Die Aufgabe des Reichstteubundes ist das Eintreten für die Zivilversorgung als der praktischsten und schönsten Kameradschaft, wie sie der Bund seit 40 Jahren pflegt. Die Mitglieder des Reichstreubundes gehören gleichzeitig einem der Soldatenbünde an, wie auch Die in diesen Soldatenbünden geführten Kapitulanten dem Reichstreubund angehören. Der Bundesleiter wünscht, daß der Reichstreubund mit den Soldatenorganisationen kameradschaftlich Hand in Hand arbeitet und daß die alten Soldaten im Reichstreubund die jungen Kameraden betreuen. Leitmotiv für alle Arbeit muß sein: Ich dien!
Bezirksverbandsleiter Schwarz gab einen Ueberblick über die Entwicklung in den Organisationen. Standortleiter des Reichstreubundes sollen keine Kameradschaftsführer der Soldatenorganisa- tionen, aber in der Führung der Kameradschaften sein. Der Reichstreubund hat sich in den Kameradschaften zu betätigen.
Nach einer Aussprache gab Kamerad Z ab row - s k i einen Ueberblick über die zivile Versorgung. Dabei betonte er, daß die Neuregelung, die den jungen Kameraden zugute kommt, nur möglich wurde, weil die alten Kameraden diesen mit ihren Erfahrungen zur Seite standen. Der Dorttagende betonte die gute Zusammenarbeit mit der Versorgungsstelle des Reichskriegsministeriums.
Nach eingehender Besprechung der gesetzlichen Neuregelungen durch Bezirksverbandsführer Schwarz forderte dieser die Standortleiter auf, durch Zusammenarbeit mit den Standortältesten die jungen Kameraden frühzeitig zu veranlassen, dem Reichstteubund beizutreten, damit sie zeitig auf die Arbeit an sich selbst hingewiesen werden können und ihnen der Uebergang in die zivilen Berufe erleichtert wird.
Heeresfachschuldirektor Dr. B u ch h o l tz (Gießen) sprach über seine Erfahrungen als Truppenunterrichtsleiter und zeigte Wege, auf denen erreicht werden muß, den Soldaten frühzeittg zur Fortbildungsarbeit anzuregen. Der Gießener Standort- älteste Generalleutnant Oßwald werde den ersten Versuch veranlassen, innerhalb der Kompanien Arbeitsgemeinschaften der mehrjährig Dienenden zu errichten, die eine Vorstufe für die berufliche Ausbildung darstellen und im Bewährungsfall im Heere eingerichtet werden sollen.
THt dem Treugruß an den Führer und Obersten Befehlshaber, den Reichskriegsminister und den Bundesleiter wurde die Verbandstagung beschlossen.


