Ausgabe 
13.9.1937
 
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säern, sondern bei denen, die wirklich die V o l l - strecker seines Willens sind. Wäre es nicht so, so ständen wir heute nicht hier angetreten mit unseren siebreichen Standarten. Das ist unser Glaube, mein Führer, und von diesem Glauben lassen wir nicht. (Begeisterte Zustimmung.) Meine Kameraden! Mit diesem Glauben haben wir vor zehn Jahren die Standarten übernommen und sie yinausgetragen. Mit diesem Glauben übernehmen wir die neuen und eben vom Führer geweihten und übergebenen Standarten heute am Reichs­parteitag der Arbeit, und damit ist uns die Parole für das nächste Jahr gesetzt. Wir tragen sie selbst vor uns her: Glauben und Arbeit, und dazu unsere älteste Parole: Kampf. Glauben an den

Führer, Arbeit an seinem Werk und Kampf für die Weltanschauung bis zum letzten Atemzug. Unser Führer Adolf Hitler Sieg-Heil!"

Begeistert stimmen die 120 000 Männer auf dem Aufmarschfeld und die Zeugen dieser Feierstunde auf den Tribünen in dieses Sieg-Heil auf den Führer ein.Deutschland erwache", gespielt von drei SS.- und SA.-Musikzügen, beschließt die ein­drucksvolle Feierstunde. Als der Führer die Tribüne verläßt, werden ihm wieder begeisterte Huldigun­gen dargebracht. Dann kehren die Standarten und Fahnen zu ihren Einheiten zurück, und die Marsch­blocks machen sich bereit, um den großen Marsch durch die Stadt und am Führer vorbei anzutreten

Der Vorbeimarsch vor dem Führer.

Aus dem Adols-Wler-pIch.

Der Ehrentag der Männer der SA., der SS., des NSKK. und des NSFK. fand seinen Ausklang in dem großen Vorbeimarsch vor dem Führer auf dem Adolf-Hitler-Platz. Fenster, Balkone und Dächer aller Häuser waren bis auf den allerletzten Platz besetzt. Unter den ersten Ehren­gästen befanden sich die Vertreter der fremden Mächte. Dann kamen zwei Wagen mit faschistischen Führern, die mit lauten Heill-Rufen empfangen wurden. Auch der Bruder des fpanischen Staats­

chefs Franco war Gegenstand herzlicher Kund­gebungen. Es kamen die Reichsleiter, die Reichs- Minister, die Oberbefehlshaber der drei Wehrmachts­teile und viele andere bekannte Persönlichkeiten.

Um 11.30 Uhr kündigten brausende Heill-Rufe das Rahen des Führers an. Minutenlang anhaltender Jubel ging durch die Menschenmenge, als der Führer die Front der Tribünen abschritt, wobei er besonders die Schwerkriegsbeschädigten und die Angehörigen der Ermordeten der Bewegung grüßte. Aus einem Fenster schwenkten italienische Schwarzhemden zwei große italienische Fahnen dem Führer zum Gruße entgegen.

Die Fahnen nahezu aller SA.-Stürme -vus dem ganzen Reich marschierten am Sonntag­vormittag auf dem Adolf-Hitler-Platz am Führer vorbei. (Aufn.: Scherl-Bilderdienst-M.)

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Der Führer hat sich zu seinem Wagen begeben und nun begann der Vorbeimarsch. An der Spitze schritt Stabschef Lutze mit allen Amts­und Abteilungschefs der Obersten SA.-Führung. Die B l u t f a h n e wurde ehrfurchtsvoll von der Menge begrüßt. Den Teilnehmern der NS.« K a m p f s p i e l e war die Ehre geworden, als erste Gruppe marschieren zu dürfen, an ihrer Spitze der Reichssportführer. Stabschef Lutze schwenkte ein und nahm rechts vom Führer Aufstellung. Es folg­ten der Marschblock der Obersten SA -Führung, die Reichsführerschule der SA. und das Hilfswerk Nordwest. Dann kamen mit ihren Standarten und Fahnen die SA.-Gruppen Franken, Hansa, Baye­rische Ostmark, Ostmark, Ostland, Nordsee, Nieder­sachsen, Pommern, Berlin-Brandenburg, Nordmark, Südwest, Mitte, Sachsen, Niederrhein, Schlesien, Thüringen, Westmark, Kurpfalz, Westfalen, Hoch­land, Hessen. Zum Schluß donnert brausender Jubel über den Platz. Er gilt dem SA.-Obergrup- penführer Hermann Göring, der an der Spitze der WachstandarteFeldherrn- Halle" als deren Chef am Führer vorbeimarschiert und dann seinen Platz vor der Blutfahne einnimmt.

Der nun folgende, fast eine halbe Stunde wäh­rende Vorbeimarsch des N a t i o n a l s o z i a l i st i - schen Kraftfahrkorps, bringt eine andere Note in die Parade der Kampfverbände. Die große

Aufgabe der Ausbildung des Nachwuchses und die Verbundenheit des Korps mit der Jugend kenn­zeichnend folgende zwei Krafträder, an Deren Bei­wagen eine Jungvolk- und eine HJ.-Fahne flattern, und je etwa 30 Krafträder und Beiwagenmaschinen, die von Jungen der Motor-HI. und von Männern der Motorlehrstürme Berlin und München im Sturzhelm und grünen Fahranzug prachtvoll aus- gerichtet gefahren werden. Die Hörnerklänge des Musik- und Spielmannszuges begleiten den Vor­beimarsch des Korpsführers Hühnlein, der ge­rade an seinem Geburtstag dem Führer seine For­mation vorführen kann und den Vorbeimarsch von 95 Standarten und 540 Sturmstandern. Der Schul­block und der Block des Verkehrserziehungsdienstes eröffnen in gleicher mustergültiger Haltung den Marsch der Formationen. Bisweilen unterbrechen einige Glieder von Angehörigen der Kraftboot­standarte in weißen Mützen die langen Reihen Der schwarzen Sturzhelme.

Nun kommt das Nationalsozialistische Fliegerkorps unter Generalleutnant Chri- stiansen. Der stramme Parademarsch der jun- aen Männer in dunkelgrauer Feldmütze löst stärk­sten Beifall aus. Wenige Minuten später beherrscht schon das Schwarz der SS. die Straße des Vorbeimarsches. Der Reichsführer SS. Himmler und oie Chefs der fünf Hauptämter

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Unter den Ehrengästen beim Vorbeimarsch vor dem Führer auf dem Adolf-Hitler-Platz am Sonntagvormittag sah unser Kameramann hier (von links) neben italienischen Gästen Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg, Generaloberst Freiherr von Fritsch, Generalleutnant Milch und Reichsarbeitsminister Seldte.

(Aufnahme: Scherl-Bilderdienst-M.)

schreiten vorbei. Weithin vernehmbar ist der Marschtritt der schwarzen Bataillone, und im Ver­laufe einer knappen Stunde haben 19 000 Ange­hörige des Schwarzen Korps Adolf Hitler ihren Gruß entboten. Dann kommen die SS.-Toten­kopfverbände mit Gruppenführer Eicke an der Spitze, eine Truppe, die wohl ihresgleichen sucht und die mit stürmischem Beifall überschüttet wird. Hierauf senkten die Kommandeure der Standarten der SS.-Verfügungstruppe ihren Degen vor dem Führer. Beschluß und Höhepunkt dieses Marsches bildet die Leib standarte Adolf Hitler, geführt von Obergruppenführer Sepp Dietrich, in weißem Lederzeug unter den Klängen des Lieb­lingsmarsches des Führers.

Der viereinhalbstündige Vorbeimarsch ist beendet. Von den Tribünen eilt alles zum Führer hin­über, den endlose Heil.'-Rufe umbrausen. Der ganze Platz ist von einer wogenden Begeisterung erfüllt, als Adolf Hitler mitten durch die ihm zujubelnde Stadt zum Deutschen Hof zurückkehrt.

Oas Diplomatische Korps auf der Nürnberger Burg.

Nürnberg, 11. Sept. (DNB.) Der Stellvertre­ter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, lud die auf dem Reichsparteitag anwesenden Botschaf­ter, Gesandten und Geschäftsträger der fremden Mächte au einem Essen auf die Nürnberger Burg, zu dem deutscherseits die Reichsleiter der NSDAP, der Reichsaußenminister und andere führende Män­ner des nationalsozialistischen Deutschlands erschie­nen waren. Ferner empfing Rudolf Heß den De­legationsführer der auf dem Reichsparteitag an­wesenden italienischen Abordnung, Unterstaatssekre­tär B a st i a n i n i, und den stellvertretenden Chef

der Auslandsorganisatton der faschlstischen Partei, Graf Thaon di Revel.

Oer Dank des Führers.

Nürnberg, 12. Sept. (DNB.) Das Führer« korpsderPartei war am Sonntagabend Gast des Führers im HotelDeutscher Hof". Im Verlauf des Abends gab der Führer seinem Dank Ausdruck für die in diesem Jahre von allen Gliede­rungen der Bewegung so hervorragend geleistete Ar­beit für den Reichsparteitag. Dieser Dank gelte über den versammelten Kreis hinaus allen Parteigenossen, die mitgeholfen haben, daß dieses gewaltige Werk gelingen konnte.

Ehrung der Sieger im Reichssportwettkampf der HI. Nürnberg, 12. Sept. (DNB.I Auf dem Fah. nenhügel im Zeltlager der Hitler-Jugend in Nurn- berg fand durch Öen Reichsjugendführer, Baldur von Schirach, die Ehrung der Sieger im Reichssportwettkampf der HI. statt. Reichssportführer Obergebietsführer von Tschäm- mer und Osten konnte dem Reichsjugendführer melden, daß die Kämpfe ergebnis- und leistungs­mäßig die Erwartungen übertroffen haben. An­schließend sprach Baldur von Schirach und be­zeichnete die Sieger in diesem erstmaligen groß­artigen Wettkampf als die Pioniere der modernen und neuen Leibeserziehung. Mit der Ehrung der Sieger verband er die Verleihung der höchsten Aus­zeichnung der HI., des Goldenen Ehrenzeichens der HI., an Oberbannführer Klein als den Organi­sator aller HJ.-Veranstaltungen auf dem diesjähri­gen Parteitag und besonders des vorbildlichen Zelt- lagers in Langwasser.

Die Fortsetzung des Parteikongresses.

Nürnberg, 11. Sept. (DNB.) Der Parteikon­greß nahm am Samstagnachmittag seinen Fort- ging. Der Stellvertreter des Führers gab zunächst dem Amtsleiter Dreßler-Andres das Wort, der im Auftrage von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley den Rechenschaftsbericht der Deutschen Arbeitsfront verlas. Während des Berichts­jahres habe das Leben der schaffenden Menschen durch die Tätigkeit der Reichsbetriebsgemeinschaften eine Erhöhung des Lebensstandards auf allen Gebiet en erfahren. Der schaffende Mensch werde im neuen Deutschland nicht nur ge­schützt, ihm werde sein Recht auf menschenwürdige Behandlung und aiiftänbige Lebensführung gewähr­leistet. Vier große Gebiete der sozialen Betreuung habe die DAF. zur Hebung des Lebensstandards erkoren:Kraft durch Freude", Volksgesundheit, Be­rufserziehung, Wohnungs- und Siedlungsbau. Kraft durch Freude" habe das Völk in Bewegung gebracht. Insgesamt würden 61% Millionen Men­schen durch KdF. erfaßt In diesem Winter würden 30 000 deutsche Arbeiter nach dem Mittelmeer fah­ren, auch die Madeira-Fahrt werde durch­geführt werden. Insgesamt würden in diesem Jahr 9 Millionen Menschen durch Reisen und weitere 2 Millionen durch Wandern in Marsch gesetzt. In den vier Gauen Bayerische Ostmark, Köln-Aachen, Karlsruhe und Hamburg seit mit den Reihenuntersuchungen der gesamten schaffenden Volksgenossen begonnen wor­den. Eine starke Förderung habe der Bau von Siedler stellen Eigenheimen und Wohnungen erfahren: insgesamt seien 1937 251 000 Wohnein­heiten durch die Tätigkeit der DAF. dem schaffen­den deutschen Volk dienstbar gemacht worden. Die von der DAF. errungenen Erfolge hätten auch im Auslande den Wunsch rege werden lassen, mit uns in Verbindung zu treten und unsere Einrichtungen näher kennenzulernen. Ein Erfolg dieser Arbeit sei das zwischen Cianetti und Dr Ley abgeschlossene Austauschabkommen, dessen praktische Äuswirkun- gen schon sichtbar würden.

Zur Vermögenslage der Deutschen Arbeitsfront wird ausgeführt, daß bis heute alle Ausgaben einschließlich der Baukosten aus den tau­fenden Einnahmen gedeckt worden seien. Zudem könnte noch monatlich eine Mil- lion Mark zurückgelegt werden, so daß das Vermögen der Deutschen Arbeitsfront als stän­dig wachsende Rücklage angesehen werden könne. Das Vermögen einschließlich des gesam­ten toten und lebendigen Inventars betrage abzüglich aller Belastungen und Abschreibungen heute nahezu eine halbe Milliarde Mark, so daß bei einer Rückschau auf die letzten vier Jahre behauptet werden könne, daß aus einem bankrotten Trümmerhaufen mit völlig zerfahrener Finanzgebarung eine lebens­volle Gemeinschaft aller Schaffenden geworden sei.

Die bann folgende Rede des Staatssekretärs Reinhardt war ein eindrucksvoller Rechen­schaftsbericht zu den großartigen Leistungen der Bewegung bei ihrer vierjährigen Aufbauarbeit. Die Arbeitslosigkeit wurde fast restlos beseitigt, die so­ziale und wirtschaftliche Not der deutschen Menschen ist weitgehend überwunden, über 38,4 Milliarden Reichsmark wurden bisher für diesen Gesundungs­prozeß aufgebracht! In vier Jahren wurden 1 118 000 neue Wohnungen errichtet Eines der sichtbarsten Zeichen der erfolgreichen Arbeit der nationalsozialistischen Staatsführung ist die Er­höhung des deutschen Volkseinkom­mens in vier Jahren um die Hälfte! Trotz dieser gewalttgen finanziellen Leistungen, so stellte Staats­sekretär Reinhardt weiter fest, ist der Haushalt des Reiches im Gleichgewicht geblieben und wird es auch weiterhin bleiben.

Hand in Hand mit dieser erfolgreichen Wirt­schaftspolitik ging eine planvolle und zielbewußte Bevölkerungspolitik. Durch einmalige und laufende Kinderbeihilfen wurde den kinderreichen Familien in jeder Hinsicht geholfen. Reinhardt kündigte in die­sem Zusammenhang eine neue Verordnung an, durch die der Kreis der Beihilfeberechtigten noch sehr stark erweitert wird. Ebenso werden mit Wir­kung vom 1. Oktober die Bedingungen zur Gewäh­rung eines Ehestandsdarlehens bedeutend einge­schränkt, so daß vor allem in der Frage der Rück­zahlung der Darlehen eine große Erleichterung ein« tritt.

Reichsarbeitsführer hier! erstattete als letz­ter Redner des Tages den Rechenschaftsbericht über die materielle Arbeitsleistung und den wirkungsvollen Einsatz des Reichsarbeiksdienstes im kehlen Jahre.

Es konnten 37 000 Hektar Bauernland regel­mäßigen Hochwasserüberflutungen entzogen werden, umfangreiche Umlegungsmaßnahmen, Rodungen usw. wurden durchgeführt, so daß allein durch die

Landeskulturarbeiten ein jährlich wiederkehrender Mehrertrag erzielt wurde, der für die Ernäh - rung von rund 50000 Volksgenossen ausreicht. Dazu kommt die Anlage von Siedlungs­stellen, umfangreiche Hilfe bei Katastrophen und Die jährlich laufende Erntenothilfe.Der Ueberblicf über diese Arbeitsleistungen", so erklärte Reichs­leiter Hier!,beweist erneut, daß der Reichsarbeits- dienst auch rein wirtschaftlich gesehen, was an sich durchaus falsch wäre, keine un­produktive Einrichtung ist, sondern daß das vom Staat in diese Einrichtung gesteckte Kapi­tal sich auch wirtschaftlich gut verzinst und amortisier t." Eindringlich hob der Redner her­vor, wie notwendig die Durchführung der allae- meinen Arbeitsdienstpflicht auch für bie weibliche Jugend sei, wobei man auch nicht die innerpolitische Bedeutung der Arbeits­lager der weiblichen Jugend vergessen dürfe, denn in ihnen werde rassisch angewandter Nattonalsozia- lismus oorgelebt und von dort aus in die Familien hineingetragen. Ueberaü müsse die allgemeine Ar­beitsdienstpflicht etwas Selbstverständliches werden wie die Schulpflicht und wie die Wehrpflicht, denn wie jedes Jahr von neuem der Gärtner das Un­kraut ausrotten müsse, so müsse durch den Arbeits­dienst in jedem Jahr von neuem das Unkraut des Klassengeistes und der materialistischen Arbeitsauf- faffung ausgerottet werden. Gerade die Ausnahms- iofigfeit fei die Voraussetzung der volkserziehe­rischen und volksverbindenden Wirkung des Ar­beitsdienstes. Entscheidend für die Lösung des Pro­blems des Arbeitsdienstes fei es gewesen, daß die Arbeitsdienstpflichtigen sich als Soldaten der Arbeit im Ehrendienst für ihr Volk fühlten, und wenn der Dienst auch hart und streng sei, so seien alle Ar­beitsmänner doch mit Freude bei ihrer Sache, so sie ihren Sinn und Zweck einsehen gelernt haben.

Der starke Beifall, der dem Reichsarbeitsführer iür feine Ausführungen zuteil wurde, zeigte, wie >och die Leistungen der Arbeitsmänner vom deut- chen Volk eingeschätzt werden. Der Parteikangreß wurde dann auf Montag vertagt.

Riesenfeuerwerk und fröhliches Biwak beschlossen den Samstag.

Nürnberg, 11. Sept. (DNB.) Den pracht­vollen Abschluß des Samstags des Retchspartei- tages der Arbeit bildete das glanzvolle Feuer­werk, wie es prächttger bisher nirgends gezeigt worden ist. Als die Nacht hereinbrach, loderten die Flammen in. den Feuerschalen auf der Zeppelin­wiese auf und zahlreiche Scheinwerfer tauchten die beiden Fronten der Tribüne und ebenso die des bereits fertiggestellten Teiles der neuen Kongreß­halle auf dem jenseitigen Ufer des Dutzendteiches in flutendes Licht. Zu Beginn des Feuerwerkes war an dem riesigen Gelände kein Platz mehr frei. Rund eine Million Volksgenossen waren Zeugen dieses festlichen Abends. Riesige Feuer­säulen in allen Farben stiegen in den dunklen Abend hinauf. Sterne funkelten am Himmel, und riesige Aehren senkten sich herab zur Erde. Da­zwischen dröhnten dumpfe Kanonenschüsse. Die prachtvollen bunten Feuerbilder fanden immer wieder stürmischen Beifall.

Den Höhepunkt des Lagerlebens der in den gro­ßen Zeltlagern untergebrachten Reichsparteitags­teilnehmer bildeten am Samstagabend die fröh­lichen Biwakfeiern bei loderndem Feuer. Zahlreiche Diplomaten, Politiker und hohe Offiziere der Wehrmacht wohnten dem luftigen Treiben als Gäste bei. Auch die Führer der Gliederungen, Stabschef Lutze, Reichsführer SS. Himmler, Korpsführer Hühnlein, der Reichsjugendführer Baldur von Schirach und Korpsführer Chri­stiansen ließen es sich nicht nehmen, einige Stunden im Kreise ihrer Kameraden am Lager­feuer zu verbringen. Am brennenden Holzstoß hielt Korpsführer Hühnlein inmitter seiner Männer und Der Ehrengäste eine von tiefer Be­geisterung für die Ziele und die Arbeit des Korps getragene Ansprache.

Vorbeimarsch deutscher Zurigvolkführer vor Mussolini.

Rom, 12. Sept. (DNB.) Die Schlußparade des Sommerlagers Campo Dux, in dem 26 000 Faschi­sten aus allen Provinzen Italiens einen Schulungs­kursus abgehalten haben, hielt Mussolini am Sonntagnachmittag ab. Eröffnet wurde die Parade durch die als Gäste von Staatssekretär Ricci in Rom weilenden 450 deutschen Jungvolk- führer, die, Spielmanns, und Musikzug voran, mit ihren Fahnen am Duce vorbeimarschierten, der mit der erhobenen Rechten grüßte. Die Meldung wurde ihm von Gebietsführer ßanganfe er­stattet, dem Mussolini seine volle Anerkennung aus­sprach.