Deutschlands Jugend bekennt sich zum Führer.
Die Kundgebung der Jugend im Stadion. Unser Bild zeigt den gewaltigen Fahneneinmarsch vor dem Führer. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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sie das Gelöbnis ablegen zu dem Deutschland, das wir heute erstritten haben. Deutschland Sieg-Heil!
Die Vereidigung.
Nürnberg, 11. Sept. (DNB.) Der bedeckte Himmel der beiden letzten Tage ist am Vormittag des Samstags durch leichtes Regenwetter abgelöst worden. Das aber hat der Freude der Hitler- Jugend auf diesen Tag keinen Abbruch tun können, die im Alten Stadion in 14 Marschblocks im Jnnenfeld aufmarschiert ist und die hohen Ränge des gewaltigen Ovals bis auf den letzten Platz besetzt hält. Links und rechts neben dem Mittelfeld der Tribünen hat die M a r i n e - H I. in Blau und Weiß Aufstellung genommen. Auf der gegenüberliegenden Seite ist oberhalb der Tribünen ein Abschlußbau für die Fanfarenbläser und die Fahnen errichtet. Beide Seiten werden vom B D M. flankiert. Die große Ehrentribüne und die beiden daneben liegenden Blocks sind für Zuschauer reserviert. Im Mittelfeld stehen die Trommler und Fanfarenbläser des Jungvolkes und der Spielmanns- und Musikzug der HI. Vor dem Marschblock sind die Parieianwärter aus der HI. angetreten, die heute vereidigt werden. Zur Seite der vorgebauten Rednerkanzel steht die Abordnung der faschistiscben Jugend in ihren weiß ausgeschlagenen schwarzen Umhängen. Als der Reichsjugendführer eintrifft und chm Meldung erstattet ist, kann das Kommando zum Ablegen der Zeltbahnen gegeben werden. Der Regen hat aufgehört.
Auf ein Kommandowort ist das Stimmengebrause verstummt, und einige Augenblicke später, während schon der Badenweiler Marsch aufklingt, erscheint Der Führer. Kaum ist er in das Blickfeld der' Jugend getreten, brausen ihm vieltausendstimmige Heilrufe entgegen, die erst verstummen, als der Reichsiugendsührer vor den Führer tritt, um ihm 48 000 Hitlerjungen und Jungvolk und 5000 BDM.- Mädchen, unter ihnen 11500 Parteianwärter, zu melden. Der Führer dankt dem Reichsjugendführer und wendet sich an die Jugend: „Heil meine Jugend!" „Heil mein Führer!" schallt aus frischen Kehlen die Antwort, und wieder schlägt dem Führer in Heilrufen ohne Ende das Herz der deutschen Jugend entgegen.
Fanfaren rufen von den Türmen, und unter den Toren der Schmalseite des Stadions ziehen die Bannfahnen, die Junabannfahnen und die Gefolgschaftsfahnen in das Innere, während die Jugend das Lied anstimmt: „Aus, hebt unsere Fahne!" Vor der Ehrentribüne ziehen die Fahnen im Gegenzug aneinander vorbei. Das Rotweiß der HJ.- Fahnen mischt sich mit dem Schwarzsilber der Jungvolkfahnen und löst sich wieder auf, um dann aus den Stufen Gegenüber der Haupttribüne in ach! Fahnensäulen Aufstellung zu nehmen. Dann schwingt eine Stimme durch den weiten Raum: „Zu kämpfen sind wir gewohnt; denn aus dem Kampf sind wir gekommen. Wir wollen die Füße fest in unsere Erde stemmen, und wir werden keinem Ansturm erliegen. Und wir werden neben dir stehen, wenn diese Stunde jemals kommen sollte. Wir werden vor dir stehen, zur Seite und hinter dir, und wir werden unsere Fahnen hochhalten. Dann mag unser alter Widersacher versuchen, gegen uns anzutreten und sich wieder zu erheben. Er mag sein Sowjetzeichen vor sich hertragen. Wir aber werden in unserem Zeichen wieder siegen." Die Partei - anwärter schließen sich mit dem Gelöbnis an:
Volk den Sinn für die wirkliche Freiheit gibt und daß sie ihm das Gefühl für die Ehre wach hält! Wir wollen sie nicht bitten, daß sie uns die Freiheit schenkt, sondern daß sie uns nur a n st ä n d i g sein läßt, damit wir selbst uns jederzeit die Stellung in der Welt erkämpfen, die ein freies Volk benötigt!
Ihr seid nun die deutsche Staatsjugend. Allein niemals wird die Führung dieser Jugend eine andere sein als die, die aus der nationalsozialistischen Idee und Bewegung gekommen ist! Auch heute schon seid ihr ein unzertrennlicher Bestand- teil dieser Idee und dieser Bewegu n g. Sie hat euch geformt, von ihr habt ihr das Kleid, und ihr werdet ihr dienen euer ganzes späteres Leben! Das ist das Wunderbare, daß in euch das Glied der Erziehungskette unseres Volkes geschlossen wird. Mit euch beginnt sie, und erst wenn der Deutsche in das Grab sinkt, wird sie enden! Noch niemals war in der deutschen Geschichte eine solche innere Einigkeit in Geist, Willensbildung und Führung vorhanden. Das haben viele Generationen vor uns ersehnt, und wir sind die glücklichen Zeugen der Erfüllung. In euch aber, meine Jungen und Mädchen, sehe ich die schönste Erfüllung dieses jahrtausendelangen Traumes! So wie ihr heute vor mir steht, so wird einmal in Jahrhunderten Jahr für Jahr die junge Generation vor den dann kommenden Führern stehen. Und immer wieder wird
Jubelnd und in tosender Begeisterung stimmt die versammelte Jugend in den Heilruf ein, der wie ein Sturmwind über das weite Stadion braust. In mustergültiger Disziplin aber verstummt sie, als der Stellvertreter des Führers vortritt, um die Vereidigung der aus der HI. stammenden 18jährigen vorzunehmen. „Hitlerjungen, die ihr angetreten seid zum Eide, so sagt Rudolf Heß, ihr seid die er st en, die hier in Nürnberg auf dem Reichsparteitag in die Partei Deutschlands ausgenommen werden. So wie ihr werden von nun ab Jahr fürIahr, Generation für Genneration in Nürnberg auf dem Reichsparteitag die Jungen unseres Volkes, die reif und würdig sind, in die große Schicksalsgemeinschaft ausgenommen, in die große politische Kampfgemeinschaft der Auslese des deutschen Volkes. Ihr sollt nun wirken in der PatU, wirken im Geiste der alten Kämpfer, ihr werdet diesen Geist mit euch tragen und sollt ihn später übertragen auf die Jungen, die wieder nach euch kommen, den Geist der Öpferbereitschaft, des Einsatzes bis zum Letzten, der Hingabe zum Letzten. Jrh sollt mithelfen zu wachen und zu wirken in der Partei, daß Deutsch
land, daß das deutsche Volk nie wieder zurucksinkt in die Zeiten der Schmach und der Schande^ Ihr sollt mithelfen zu wirken, daß unser Deutschland weiter aufsteige zu Größe und Schönheit. Ihr sollt wirken für das Höchste, was uns gegeben, für unser Volk und seinen Führer
Ihr werdet nun einen heiligen schworen. Seid euch dessen bewußt! Einen Eid, den Ihr halten müßt, komme was da wolle. Wer sich zu schwach fühlt, diesen Eid zu halten, soll nicht mitschworen. Niemals wird dem Nachteil erwachsen, der bann meldet, daß er nicht geschworen habe und der dadurch nicht ausgenommen ist in die Partei. Wehe aber dem, der schwört und seinen Eid nicht hält!
Die jungen Parteianwärter sprachen dann dem Stellverteter des Führers die Worte der Eidesformel nach:
,Lch schwöre bei Gott diesen heiligen Eid! Ich werde meinem Führer Adolf Hitler allezeit treu und gehorsam fein. Ich will als Barteigenosse im Dienste der Gemeinschaft des deutschen Volkes gewissenhaft und opferbereit meine Pflicht erfüllen für die Größe und Ehre der deutschen Nation, so wahr mir Gott helfe!"
Als der Eid gesprochen ist, wendet sich Adolf Hitler ihnen zu: „Heil, meine jungen Parteigenossen!" „Heil, mein Führer'" donnert ihm als Antwort entgegen. Das Sieg-Heil des Reichsjugendführers auf Den Führer findet ein vieltausendstimmiges Echo. Dann klingt das Fahnenlied der HI. auf. Das Kommando „Stillgestanden! Augen rechts! Fahnen hoch!" ertönt. Der Präsentiermarsch er- klingt, und nun schreitet der Führer, begleitet von Baldur von Schirach, Rudolf Heß, dem Stabsführer Lauterbacher, dem Ehrenführer der HI. Admiral von Trotha und den jeweiligen Gebiets- führern durch die Marschblocks, die schnurgerade ausgerichteten Reihen entlang.
Führende ausländische Militärs bei den Wehrmachtsmanövern.
Berlin, 11. Sept. (DNB.) Der Oberbefehls- Haber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall v o n Blomberg, hat in Erwiderung der in diesem Jahre in Großbritannien, Italien und Ungarn genossenen Gastfreundschaft führende militärische Persönlichkeiten dieser Staaten zur Teilnahme an den Wehrmachtsmanövern, die in diesem Monat in Mecklenburg und Pommern stattfinden, eingeladen. Der Einladung werden folgende hohe Offiziere Folge leisten: Großbritannien: Feldmarschall Sir Cyrill 2) euere 11, Chef des Reichsgeneralstabs, General J r o n- f i b e , Kommandierender General, Luftmarschall Sir Arthur Longmore, Kommandeur der Wehrmachtsakademie. — Italien: Marschall Bado g l i o , Generalstabschef der Wehrmacht, General Pariani, Unterstaatssekretär und Ches des Generalstabes des Heeres, Flottenadmiral C a • nagnari, Unterstaatssekretär und Ches des Generalstabs der Kriegsmarine, General Valle, Unterstaatssekretär und Chef des Generalstabes der Luftwaffe, General Russo, Staabschef der faschistischen Miliz. — Ungarn: General der Infanterie Röder, Honvedminister, General der Infanterie Ditöz S o n y i, Oberbefehlshaber der Hon- ved, Feldmarschalleutnant Ditez von Ratz, Chef des Generalstabs der Honved.
booten
Das Abkommen von Ayon schließt Moskau von der Mittelmeerkontrolle aus
Spannungen ergeben werden. Man müsse sich z. B. vorstellen, was sich ereignen könne, wenn ein britisches Kriegsschiff ein U-Boot versenken würde. Wenn die englische Flotte sich zur Verteidigung von Handelsschiffen anderer Staaten verpflichte, so beschwöre sie damit neue internationale Verwicklungen heraus. In der „Times", der „Morning Post" und dem „Daily Telegraph" kommt der Wunsch zum Ausdruck, daß sich Italien nunmehr an dem Patrouillensystem beteiligen möge. Mit großer Befriedigung wird festgestellt, daß S o w j e t r u ß - land von der Mittelmeerpatrouille ausgeschlossen ist.
71 y o n, 12. Sept. (DRV.) lieber den Inhalt des Arrangements von Nyon wurde eine amtliche Mitteilung ausgegeben. Die Einleitung stellt fest, daß die teilnehmenden Regierungen bei der Vereinbarung von besonderen Kollektiv m a h n a h m e n gegen Piratenhandlungen von Unterseebooten den Parteien in Spanien nicht das Recht 3u- gestehen wollten, die Rechte von Kriegführenden auszuüben. Das Abkommen sieht vor, daß die Seestreitkräfte der teilnehmenden Mächte gegen jedes Unterseeboot vorgehen und, wenn möglich, zerstören werden, das entgegen den Regeln des internationalen Rechtes, wie sie im Londoner Flottenvertrag von 1930 festgelegt find, Handelsschiffe angreift, die keiner der in Spanien kämpfenden Parteien gehören. Sie werden ebenso gegenüber einem Unterseeboot handeln, das in der Nähe eines Punktes angetroffen wird, wo kurz vorher ein Schiff angegriffen wurde, falls die Umstände den Schluß zulassen, daß der Angriff von diesem Unterseeboot herrührt. 3m westNchen Mittelmeer bis Malta unter Vorbehalt der Zone des Tyrrhenischen Meeres, das den Gegenstand besonderer Bestimmungen bilden kann, obliegt die praktische Durchführung der Kon- ferenzbefchtüsse der e n g l i s ch e n u n d f r a n z 0 - sifchen Flotte. 3m östlichen lUittel- meer obliegt die Durchführung den 6 u ft en- ff a a f e n für ihre Hoheitsgewässer. Muf J)°?et See wird sie ausgenommen für das Uorianlcpe Meer, der englischen und der französischen Flotte übertragen. Die Regierungen der anderen Küstenstaaten leisten diesen Flotten nach Maßgabe ihrer Mittel den verlangten Beistand und gestatten ihnen besonders, die von ihnen beenden Häfen zu benutzen. Um die Durchführung dieser Bestimmung zu erleichtern, wird kein Un - terieeboot der feilnehmendenMachte ;ne uiiftelmeer auelaufen, außer im SaaeV« Begleitung durch ein Bebermafiertoiff oder in gereiften ;u Uebungsjroetfen bestimmten 5onen Die Machte werden die Anreefenheit eines ausländischen Unterseebootes in ihren h°- heitsgereässern nicht plaffen, °uh°r .m Falle der Seenot oder, wenn das Unterseeboot sich in Begleitung eines anderen Schisses befindet und an der Oberslüche sähet. Sie reerden Deen Hande s- fdiiffen gereifte vereinbarte Haupt st recken im Mittelmeer empfehlen.
Der Führer
richtete nun folgende Worte an die deutsche Jugend: Meine Jugend!
London hofft auf Teilnahme Ztabens.
L 0 nd 0 n , 12. Sept. (DNB.) Die englische Presse drückt im allgemeinen ihre Zufriedenheit mit dem auf der Konferenz in Nyon erzielten Abkommen über den Schutz der Mittelmeerschiffahrt aus. Der „Obseroer" erklärt aber, daß die wirkliche Ursache der Unsicherheit im Mittelmeer die bisherige Verweigerung der Kriegführendenrechte sei. Wenn die spanischen (Streitparteien das Recht hätten, Schiffe zu durchsuchen und unter Umständen zu beschlagnahmen, dann wären sie nicht veranlaßt, der Konterbande verdächtige Schiffe anzugreifen. Die Anerkennung der Kriegführendenrechte würde die Sicherheit der Mittelmeerschiffahrt wieder Herstellen. Eine gleiche Behandlung für die beiden spanischen (Streitparteien sei mehr und mehr eine dringende Notwendigkeit. Der völlige Unsinn, Valencia immer noch als „spanische Regierung" zu bezeichnen, sei eine Gefahr für den Frieden Europas geworden. „Sunday Times" rechnet, daß in der nächsten Woche in Genf Besprechungen über die Verhinderung von Angriffen durch Ueberwasserschiffe und Flugzeuge statt- finden werden. Der „Sunday Expreß" glaubt, daß sich aus der Abmachung möglicherweise neue
Die Beratungen In Nyon ßefialteten sich sehr 'rfiroierig da von s 0 w j e t r u s s l s ch e r Seite mehrere Forderungen g e st e 11 t wurden. Die* aber abgelehnt wurden. Die entscheidende Wendung der Beratungen wurde dadurch herbeia^ führt daß der jugoslawische Vertreter P u r 11 s ch für die Balkan-Entente, also auch die Türkei, einen
Vorschlag machte, der d i e Grundlage der chließlich erreichten Einigung bildete. Puritsch sprach dabei Die Hoffnung aus, daß die zur Konferenz eingeladenen Küftenstaaten des Mittelmeeres (Italien) sich den Beschlüssen der Konferenz anschließen möchten. Die Vorschläge der Balkan-Ententc wurden vom bulgarischen Ministerpräsidenten unterstützt. Dem auf Grund der Vorschläge ausgearbeiteten Entwurf stimmten alle Teilnehmer zu mit Ausnahme Litwin ow- Finkelstein, der ihn lediglich ad referendum annahm. Auf Wunsch der Sowjetvertreter, die sich von der Ausübung irgendwelcher Polizeibefugnisse im Mittelmeer ausgeschlossen sahen, wurde noch beschlossen, daß die Anliegerstaaten des Schwarzen Meeres das Recht haben ollten, sich über die notwendigen Schritte zu ver- tändigen, falls die Freiheit des Verkehrs im Schwarzen Meer durch die Tätigkeit von Unterseegefährdet werden sollte. Das Abkommen oll in Kraft treten, sobald es von den beteiligten Regierungen unterzeichnet ist. lieber die Art der Fühlungnahme mit Italien sind noch keine genauen Angaben gemacht worden, doch wurde angedeutet, daß, wie auch die Stellungnahme Italiens sein möge, die Unterzeichnung durch die Teilnehmer der Konferenz von Nyon wahrscheinlich in einer öffentlichen Schlußsitzung am Dienstag erfolgen werde. Der französische Außenminister D e l b 0 s erklärte Pressevertretern, daß England und Frankreich für die Hvchseestraßen im Mittelmeer verantwortlich seien, und daß die Kontrolle durch 60 Zerstörer, 35 englische und 25 französische ausgeübt werde. Für Italien dessen Mitarbeit er als sehr erwünscht bezeichnete, sei d a s Tyrrhenische Meer vorgesehen.
„Mögen wir sterben, Unseren Erben Gilt dann die Pflicht: Es zu erhalten Und zu gestalten: Deutschland stirbt nicht!"
Der Aeichsjugendsührer
wendet sich dann zum Führer: „Mein Führer! Seit dem letzten Parteitag haben Sie der Jugend, Ihrer Jugend, mein Führer, so viele und starke Beweise Ihres Vertrauens geschenkt, daß unser aller Herzrn voll sind von Dankbarkeit und die Worte fehlen, dieser Dankbarkeit Ausdruck zu geben. Sie haben mit Dem Hitler-Jugend-Gesetz vom 1. Dezember 1 936 die Erfahrungen und Er- kenntnisse unserer Arbeit für alle Zeiten zum Programm einer deutschen nationalen Erziehung erhoben. Sie haben die Adolf-Hitler-Schule geschaffen, den Reichssportwettkampf der Hitler-Jugend, und Sie haben jetzt zu Beginn dieses Jahres ausgerufen zur Heimbeschas- f u n g s a k t i 0 n der Hitler-Jugend. Der Dank der Jugend steht hier vor Ihnen: es sind die Parteianwärter, die in den kommenden Jahren in der NSDAP, ihre nationalsozialistische Pflicht tun werden. Wenn ich sie so anfehe, diese meine Kameraden, dann weiß ich nicht, ob ihre Baier reich ober arm sind. Aber ich weiß, daß sie Die jungen Nationalsozialisten sind. Ich weiß nicht, ob sie katholisch ober protestantisch sinb. Aber baß sie an Gott glauben, bas weiß ich. Das soll ber Dank fein an Sie, mein Führer, baß hier eine Jugend steht, bie burch nichts zu erschüttern ist in ihrer Treue unb in ihrem Glauben. Dieser Tag ist ein düsterer Tag. Als wir heute früh aus unseren Zelten fuhren, ba rauschte ber Regen hernieber. Da bachten wir baran, baß wir ja zu Ihnen kommen, unb ba ging bie Sonne auf in unseren Herzen, unb so wirb es immer sein, mein Führer, wenn Sie zur Jugenb kommen unb bie Jugenb zu Ihnen!
Heute morgen erfuhr ich von unseren Wetterpropheten, daß wir zur Zeit bie Wetterlage Vb beiden. Das sei eine Mischung von gani \ä)led)t unb chlecht. Nun, meine Jungen unb Mädchen. Diese Wetterlage hat Deutschland 15 Jahr e 1 a n g gehabt! Und auch die Partei hatte diese Wetterlage! Heber ein Jahrzehnt hat über dieser Bewegung bie Sonne nicht geschienen. Es war ein Kampf, bei Dem nur bie Hoffnung siegreich fein konnte, baß am Enbe eben boch bie Sonne über Deutschland aufgehen werbe. Unb sie ist aufgegangen! Wenn ihr heute hier steht, bann ist es einmal gut, daß euch bie Sonne nicht anlacht. Denn wir wollen hier ein Geschlecht erziehen nicht nur für bie Sonnen-, fonbern vor allem f ü r bie (Sturm tag e 1 (Stürmischer Jubel unb immer roieber anlchwel- lenbe Heilrufe.) Die Jugenb, bie heute heranwachst, wirb nicht mehr wie früher zum Genuß, fonbern zu Entbehrungen, zu Opfern, vor allem aber zur Zucht eines gefunben widerstandsfähigen Körpers erzogen, benn wir glauben nun einmal, daß ohne einen solchen Körper auf bie Dauer auch ein gefunber Geist bie Nation nicht beherrschen kann. Wir wollen immer unb immer roieber Die Vorsehung nur um eines bitten: baß sie unser Volk gesund und recht fein läßt, daß sie unserem
Oie französischen Verpflichtungen aus dem Nichteinmischungsabkommen.
Paris, 11. Sept. (DNB.) Havas verbreitet eine Meldung, in der es u. a. heißt: ,Hn einer Rede, die in Nürnberg gehalten worden ist, wurde die Haltung Frankreichs hinsichtlich der Einhaltungder internationalen Verpflichtungen betreffend das Verbot der Lieferung von Kriegsmaterial an Spanien angegriffen. Ein Dokument von unbestreitbarer Autorität hat bie Loyalität ber französischen Regierung in dieser Hinsicht bereits bezeugt. Der am 25. August von dem internationalen Nichteinmischungsbüro dem Londoner Ausschuß vorgelegte Bericht über das Funktionieren des Kontrollsystems an ber französisch-spanischen Grenze betont, baß keine Verletzung bes Nichteinmischungsabkommens bezüglich ber Ausfuhr von Waffen unb Kriegsmaterial nad) (Spanien festgestellt worben ist"
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Die treffenden Worte, die Reichsminister Dr. Goebbels über bas grausame Treiben bes bolschewistischen Verbrechertums in ber Welt unb be- jonbers jetzt in Spanien fanb, lösten überall lebhafte Zustimmung aus. Die Heranziehung von Stimmen aus ber französischen Presse bebeutete natürlich keineswegs eine Stellungnahme zu ber Frage ber Loyalität ber französischen Regierung bezüglich ihrer Pflichten aus bem Nichteinmischungsab- kommen.
Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein Verantwortlich für Politik unb für Die Bilder: Dr. Fr W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für Den Inhalt Der Anzeigen: TheoDor Kümmel D A. VIII. 37: 9090. Druck unD Verlag: Brühlsche UnioerfitätsDrucferei R Lange. K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufs- preis 10 Pf unb Samstags 15 Pf, mit ber
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Zur Zett ist Preisliste Nr. 3 00m L Juni 1935 gültig.


