Ausgabe 
13.8.1937
 
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Lieber eine halbe Million Besucher

Jenny Kammersgaard in Berlin.

Attentat nur ein persönlicher Racheakt ist, oder ob es politische Hintergründe hat. Die Leichen der er» mordeten Offiziere wurden in der Nacht von Mitt« woch auf Donnerstag von Mossul mit einem Son« Verzug nach Bagdad übergeführt, wo das Staatsbegräbnis unter Beteiliounq des gesamten diplomatischen Korps und der Regierung stattfand. Die Regierung des Irak ist völlig Herr der Lage. Die Stadt Bagdad wurde militärisch gesichert und sämtliche Straßen mit Militärposten besetzt Die Garnisonen von Mossul, Kirkuk und Basrah haben der Regierung treue Gefolgschaft zu­gesichert. Einige Offiziere der Garnison Bagdad wurden verhaftet, da man sie mit der Mordtat in Zusammenhang bringt. Die Televhonverbindung und der Eisenbahnverkehr mit Mossul waren zeit­weise unterbrochen.

Die Manöver auf Sizilien.

Rom, 12. Aug. (DNB.) Die großen italienischen Sommermanöver auf Sizilien haben in der Nacht zum Freitag begonnen. Sie dauern bis nächsten Dienstag. Zwei Tage später finden dann die Pa­raden des Heeres und der Flotte statt. Am selben Tage wird Mussolini in Palermo eine politische Rede halten. Der König und Kaiser sowie der Kron­prinz sind bereits im Hauptquartier von Castel- vetrano nahe der Südküste Siziliens eingetroffen. In den Hauptabschnitten der Manöver wird sich auch Mussolini im Hauptquartier aufhalten. Zahlreiche Minister, Unterstaatssekretäre, Senato­ren, Abgeordnete, sowie hohe Parteipersönlichkeiten weilen im Manövergelände.

in der AusstellungEntartete Kunst".

München, 12. Aug. (DNB.) Der Zustrom zu der AusstellungEntartet» Kunst" in Mün­chen hielt auch in der letzten Woche unvermindert an, so daß die Gesamtzahl der Besucher schon a u f eine halbe Mi l l i o n angestiegen ist. Täglich wiederholt sich dasselbe Schauspiel, daß Hun­derte schon in der Frühe vor der Eröffnung der Ausstellung auf Einlaß warten. Den ganzen Tag über herrscht in den Räumen der Ausstellung Hochbetrieb. Besonders zahlreich sind jetzt in der Zeit der Hauptfremdenverkehrssaijon in München die ausländischen Besucher der Ausstel­lung, von denen man immer wieder Aeußerungen der Anerkennung darüber hören kann, daß Deutsch­land auf dem Gebiete der Kunst eine groß­zügige Säuberunasaktion durchgeführt hat, die allen anderen Ländern als Beispiel dienen könne. Die zahlreichen Ausländsdeut­schen, die im Anschluß an das Deutsche Sänger­bundesfest nach München kommen, insbesondere aus Oe st erreich, äußern sich in Worten tiefster An­erkennung darüber, daß ihnen hier Gelegenheit ge­geben wurde, einmal die Auswüchse einer vergangenen Pseudo-Kunst-Epoche in einer systematischen Sammlung zu sehen und zu er­kennen, was für ein Verbrechen diese sogenannte Kunst der Verfallszeit war. deren Klexereien oben­drein damals von den Steuergroschen des Volkes für staatliche Kunstinstitute eingetauscht wurden.

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Die Tausende von Besuchern, die seit Eröffnung! der AusstellungEntartete Kunst" durch die vielen

Räume geströmt sind, in denen man nur die schlimmsten Auswüchse der Verfallzeit an den Pranger gestellt hat, haben mit eigenen Augen gesehen, mit welch frechem Zynismus man sie einst geblufft hat, als Kunstkritik und Kunsthandel in ein­trächtigem Hand-in-Hand-Arbeiten es unternahmen, dem Volk einzureden, daß gerade das ebenmo­derne Kunst" sei, was sich hier als übelste Sudelei produziert, die ihr technisches und künstlerisches Un­vermögen hinter dreist zur Schtu getragener Ten­denz oder bizarrer Kleckserei, die jede Form miß­achtet, verbirgt. Man braucht sich nur ein Weil­chen von der Menge treiben zu lassen, um zu er­kennen, daß das deutsche Volk sein Urteil Über diese ArtKunst" eindeutig gefällt hat. Wenn trotz­dem einige ausländische Blätter es fertigbringen, ihren Lesern das Märchen aufzubinden, die vielen deutschen Besucher wollten in dieser Ausstellung nur noch einmal, zum letzten Mal, sogen,mo­derne Kunst" sehen, so ist das eine ebenso törichte wie plumpe Verdrehung der Tatsachen Die vielen Ausländer, die in diesen Tagen die Münchener Aus­stellung besucht haben, sollten doch ihren Zeitungs­redaktionen daheim einige Urteile gesunden Ge­schmacks mitteilen, die sie zu jeder Stunde und in beliebiger Auswahl von den deutschen Besuchern der Ausstellung hören können, wenn sie nur wol­len. Hier ist ein reiches und fruchtbares Betäti- schen Blätter, der Wahrheit den Weg frei zu machen.L.

Die Aordatlantik-pwbefliige der Lustbansa.

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In Travemünde startete das WasserflugzeugNordmeer" zur ersten Etappe seines Nordatlantik-Fluges. Unser Bild zeigt das WasserflugzeugNordwind", das Schwester­flugzeug desNordmeer". Die beiden Maschinen sind die größten Zweischwimmerflugzeuge der Welt. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Oie Reichsweitkämpfe -er SA.

Gemeinschastsleistung im Vordergrund.

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Die junge dänische Schwimmerin Jenny Kammersgaard, die das Kattagatt in einer Breite von 90 Kilometer in 29 Stunden durchschwamm, kam zu Besuch nach Berlin, wo sie auf dem Flughafen freundlich begrüßt und von dem Reichssportführer eingeladen wurde. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Geburtstagstrubel in Berlin.

Berlin, 12. Aug. (DNB.) Zum Beginn der Reichswettkämpfe der SA. hielt Stabschef Lutze über die deutschen Rundfunksender eine Ansprache, in der er die große Aufgabe der körperlichen Er­ziehung in der SA. darlegte. Stabschef Lutze führte aus: Die Reichswettkämpfe, die die SA. vom 13. bis 15. August d. I. auf dem Sportfeld in Berlin durchführt, sind das Ergebnis monatelanger pflicht­bewußter und harter Arbeit, die nach dem alten Grundsatz der Sturmabteilungen freiwillig und un­eigennützig geleistet wurde. Als der Führer die SA. mit der Durchführung der Nationalsoziali­st ischen Kampfspiele in Nürnberg be­auftragte, da empfanden wir SA.-Männer es als eine Selbstverständlichkeit, daß gerade die SA. auf dem wichtigen Gebiet der körperlichen Erziehung eine große Aufgabe gestellt erhielt, die des Ein­satzes der Besten wert ist. Nach dem Willen des Führers schickt sich die SA. heute an, ihr Bekennt­nis zum Wehrgeist, zum Wehrwillen und zur Er­haltung der Wehrhaftigkeit und der Wehrkraft in die Tat umzusetzen. Ein starker Geist, ein tiefer Glaube und ein stahlharter Körper, das ist es, was den echten deutschen Mann ausmacht. Deutschland braucht harte, entschlossene und entschlußfreudige Männer, die bereit sind, Verantwortung zu tragen, Männer, wie wir sie einst in der Kampfzeit sahen, Männer, die sich auf sich selbst und auf ihre Kräfte verlassen können.

Es ist notwendig, den Willen zur Wehrhaftma- chung zu erhalten und zu vertiefen, ihm Aufgabe und Ziel zu geben, wenn er das ganze deutsche Volk bis zum letzten durchdringen soll. Während man in vergangenen Zeiten dem Sport um seiner selbst willen huldigte und den Einzelkörper in den Mittelpunkt stellte und nur auf Höchstleistungen sah, fordern wir die körperliche Ertüchti­gung der breiten Massen weil wir dem großen und hehren Gesamten dienen wollen, für die Erhaltung der Wehrkraft unseres Volkes, nicht nur einige, sondern alle zu erfassen. Damit leh­nen wir Spitzenleistungen im Sport nicht rundweg ab, wie der Nationalsozialismus überhaupt Höchst­leistungen nie seine Anerkennung versagt hat. Sie dienen dazu, auf allen Gebieten die Gesamtdurch- schnittsleistung zu haben. Wenn wir trotzdem unsere Ausgabe darin erblicken, in erster Linie die B r e i- t e n a r b e i t zum Erfolg zu führen, so deshalb, weil eine erfolgreiche Breitenarbeit das Entschei­dende ist.

Es ist selbstverständlich, daß der Gemein­schaftskampf einen besonderen breiten Raum im Sportprogramm der SA. einnimmt. Wir ar­beiten an uns, um der Gemeinschaft zu dienen. Nicht die einzelne Spitzenleistung ist dabei das Wesent­liche, sondern die Gemeinschaftsleistung. Die wehr­sportlichen Uebungen sollen den Mut und die Kraft stählen, sollen die jungen Männer abhärten. Kämpfe­rischer Einsatz und Anstrengung sollen verlangt wer­den, aber das Entscheidendste ist, daß der Mann nicht erschöpft und ausgepumpt am Ziel anlangt, sondern bis zum Schluß und gerade am Schluß die gute soldatische Haltung bewahrt. Der letzte Ma nn, fo hat es der Führer befohlen, soll durch

körperliche Erziehung dazu gebracht werden, ein­satzbereit und einsatzfähig zu bleiben.

Wenn heute der junge deutsche Mann seine Mili- tärdienstzeit erledigt hat, so ist dann der Dienst, den Volk und Vaterland verlangen, noch nicht erfüllt. Jetzt beginnt wieder die Arbeit der Sturmabteilun­gen. Sie formt den jungen Menschen weiter. So wie die SA. in der Kampfzeit Kopf und Hand, Stirn und Faust, auf Jahrzehnte zerrissen, ja durch Feind­schaft geprägt, au einer Einheit zusammenbrachte, so wird sie durch die Kampfspiele und die durch sie bedingte körperliche Ertüchtigung am deutschen Men­schen zusammenschweißen Geist und Körper, Wehr­wille und Wehrkraft, um dadurch wieder gestärkt zu fein für den Kampf und die Arbeit an unserem ewigen Deutschland.

Der Stabschef

am Grabe Horst Wessels.

Berlin, 12. Aug. (DNB.) Als Auftakt der Reichswettkämpse der SA., die vom 13. bis 15. August in Berlin ausgettagen werden, fand am Donnerstagabend am Grabe Horst Wessels auf dem Nikolai-Friedhof eine Gedenkfeier statt, an der der Stabschef mit allen Gruppenführern und Amtschef der Obersten SA.-Führung teilnah­men. Vor dem Friedhof hatte die W a ch st a n - barteF e l d h e r r n h a l l e" in Stärke von 1200 Mann mit Musik und Spielmannszug Auf­stellung genommen. Zu beiden Seiten des Weges, der zum Grabe Horst Wessels führt, bildeten Män­ner der Standarte ein dichtes Spalier. Neben dem Grabe hielten SA.-Männer der Horst-Wessel- Standarte mit der alten Sturmfahne die Ehren­wache. Während die Klänge des Liedes vom guten Kameraden gedämpft und feierlich über den Fried­hof hallten und sich die Hände zum deutschen Gruß erhoben, legte Stabschef Lutze den riesigen Kranz an der Grabstätte nieder. Auch das Flieger­geschwaderH o r ft Wessel" gedachte durch seinen Kommandeur, Oberstleutnant O st e r k a m p f, durch einen Blumenstrauß des deutschen Frei­heitskämpfers. Im Anschluß an das feierliche Ge­denken marschierte die Wach standarte Feld- herrnhalle, von Fackelträgern begleitet, zum Ehrenmal Unter d e n Linden, wo der Stabschef zu Ehren der toten Helden des Welt­krieges ebenfalls einen Kranz nieöerlegte. Vom Ehrenmal nahm die Standarte ihren Weg zum Pariser Platz, wo die Feierstunde mit einem Vorbeimarsch am Stabschef ihren Abschluß fand.

Das Magdeburger pilsudski-Haus wird nach Warschau gebracht.

Warschau, 13. Aug. DerExpreß Poranny" will von dem Vorsitzenden des polnischen Front­kämpferverbandes General G a r e ck i erfahren ha­ben, daß das P i l s u d s k i - H a u s , das die Stadt Magdeburg dem polnischen Staat zum Geschenk gemacht hat, auseinonbergenommen und auf dem Wasserweg ElbeNordsee-Ka-

Das Festkleid der Berolina.

Von unserer Berliner Schristieiiung.

Was kann man am Vorabend des Berliner Ge­burtstagstrubels wohl besseres tun, als dorthin zu gehen, wo Berlin noch wirklich alt? Zwar: dort­hin, wo Berlin noch siebenhundert Jahre att ist, das kann man nicht mehr. Das kann keiner mehr! Dafür haben die beiden großen Brände Berlins in den Jahren 1376 und, 1380 zu gute Arbeit ver­richtet. Nur sechs Häuser blieben damals stehen. Aber auch sie stehen schon feit vielen Jahrhunder­ten nicht mehr.

So muß man denn zufrieden fein, wenn man in Berlin wenigstens eine Stätte findet, an der sich sagen wir mal die Zeitgenossen Fried­richs des Großen einst nach getaner Arbeit am Feierabend zum Umtrunk einfanben.

Ob man eine solche Stätte noch finben wird?

Man findet sie! Seltsamerweise in dem Augen­blick, in dem man sich auf den Weg gemacht hat, die neue Stadtschleuse zu Füßen des an den Spree­kanal stoßenden Reichsbankneubaus zu besichtigen.

Nachdem man diese, nur für den Sport- und Kleinfahrzeugverkehr gebaute Spree-Schleuse in Augenschein genommen und schnell noch einen Blick auf die historische Jungsernbrücke geworfen hat, die zur Freude aller Berliner nun doch nicht (wie geplant) abgerissen wurde, will man sicy schon zum Gehen wenden. Da aber geschieht's, daß man vor einerrmehr als 150 Jahre alten Gaststätte Berlins steht, deren verträumte Romantik einladend genug ist, um sie aufzusuchen.

Dunkel und von dem Tabaksqualm vieler Gene­rationen gebräunt ist der Schankraum, in dem man etwas zögernd an einem alten Eichentisch Platz nimmt. Gewohnheitsgemäß bestellt man eine Molle" Bier. Da aber muß man sich belehren lassen, daß es ein soneumodisches" Getränk hier nicht gibt, daß Bierhahn und Kohlesäureflaschen etwas Unbekanntes sind, kurzum, daß es hier nur Flaschenbier gibt. Und zwar nurStangenbier", also jenes obergärige Bier, an dem sich schon un- ere Vorfahren gütlich taten und mit dem sie sich auch die Nase durchaus genügend begossen haben. Doch nun hilft's nichts! Nun will man auch einen richtigen, alten Berliner Getreidekümmel haben, einen, wie er dort auf den geschnitzten Regalen hin­ter dem mit einem niedrigen Geländer versehenen Schanktisch in dickbäuchigen Flaschen des sachver- tändigen Gastes harrt.

Beides wird gebracht und mit einemWohl be­kommt" auf den Tisch gestellt. Und indem man das Glas mit dem uralten Getreidekümmel in die Hand nimmt und mit seinem Tischnachbar aus der Sper­lingsgasse angestoßen hat (Wenn du das wüßtest, Wilhelm Rabe!), fühlt man sich unversehens in die Zeit des alten Fritzen zurückversetzt und denkt nur noch dieses: Was würdeEr" zu seinem Berlin agen, das sich so gewaltig zu feiner 700jährigen Jubelfeier rüstet.

Doch nicht immer kann man in einer romantisch- verräucherten Kneipe aus dem Jahre 1779 fitzen und vor sich hin träumen. Gebieterisch ruft die Gegenwart des 20. Jahrhunderts. Und sie ist schön, diese Gegenwart! Besonders dann, wenn sich wie in diesen Tagen der Vorfestwoche ein blauer, wol­kenloser Himmel über sie wölbt und die Sonne ihre goldenen Strahlen, vielleicht etwas zu heiß, auf einen Wald von Fahnenmasten scheinen läßt. Wald von Fahnenmasten! Seltsam, welche Gefühle solch ein Wald von Fahnenmasten auslösen kann! Aeußerte sich doch beim Anblick des Aufbaues dieser Fahnenmasten ein biederer und allen Anschein nach recht nüchterner Berliner so:Hätte ich für jeden Fahnenmast in Berlin eine Mark in der Tasche ich wäre ein gemachter Mann!"

Wie gesagt: ein recht nüchterner Ausspruch! Aber es stimmt: Unzählige Fahnenmaste sind in den Straßen Berlins wie riesengroße, weiße Geburts­tagslichte aufgesteckt worden. Man muß sich nur wundern, wie es gelingt, eine immer wieder neue Abwechslung in die Ausschmückung Berlins zu brin­gen. Seit den Tagen der Olympiafeier 1936 find wir und auch die Besucher aus dem Reich gar sehr verwöhnt. Dennoch ist das Festkleid, das sich Frau Berolina diesmal zugelegt hat, ganz be­sonders schön! Bedenkt man nun noch obendrein, daß sich die Feftstraßen Berlins von dem weit draußen im Westen gelegenen Reichssportfeld bis .zu den weit draußen im Osten gelegenen Stadtbezir­ken Treptow und Stralau hinziehen, nun so ja so muß schon zugeben, daß der Gedanke, für jeden Fahnenmast eine Mark in der Tasche zu haben, doch etwas durchaus verlockendes ist.

Aengstlich veranlagte Gemüter werden vielleicht überhaupt schon im Stillen besorgt gefragt haben: Was kostet das alles?! Ist das alles nicht viel zu kostspielig? Auch hier sind die Worte des Nürnber­ger Oberbürgermeisters vortrefflich angebracht, der auf die Frage, ob die Bauten des Nürnberger Parteitagsgelände nicht sehr viel kosteten, schlagfer­tig antwortete:Wer hat einst gefragt, was die Akropolis in Athen kosten würde?" Gewiß! Das Festkleid der Frau Berolina ist nicht etwas so dauerhaftes wie das Nürnberger Reichsparteitag­gelände. Aber, ganz davon abgesehen, daß die Summen, die jetzt und zunächst aus dem Berliner Stadtsäckel abfließen, zu gegebener Zeit schon wie­der hineinfließen werden, auch die Freude, die die­ses 700jährige Jubelfest Berlins in allen Schichten der Millionenbeoölkerung der Reichshauptstadt aus­lösen wird (und dazu noch bei den Gästen und KdF-Besuchern Berlins), auch diese Freude wird sichbezahlt" machen! Denn zum Glück! sind wir heute soweit, erkannt zu haben, daß ein fröhliches, lachendes Jasagen zum Leben uns am ehesten für den Kampf ums Dasein stark macht, und daher Volksfeste und Jubelfeste immer zur rechten Zeit und immer gelegen kommen. Und darum: auf in den Geburtstagstrubel Berlins, wer immer auch Lust hat, an ihm teilzunehmen. H. D.

nalOstseeWeichsel nach Warschau transpor­tiert werden soll, wo es als Erinnerungsstätte wieder aufgestellt werden soll. General Go- recki unterstrich, daß die Geste der Stadt Magde­burg die polnische Nation mit großer aufrichtiger Dankbarkeit erfüllt habe. Zu der feierlichen Eröff­nung des Hauses in Warschau werde der Magde­burger Oberbürgermeister Dr. Kramer eingeladen.

Zwei hohe Militärs des 3raf ermordet.

Ruhe in Bagdad.

Bagdad, 12. Aug. (DNB.) Der Generalstabs­chef des Irak, General Bekir S i d k y . und der Chef der Luftflotte, Mahmud Ali Jawaud, wurden Mittwoch abend in Mossul ermordet. Man vermutet, daß der Mord aus politischen Grün­den geschehen ist. General Bekir Sidky und seine Begleitung befand sich auf der Reise nach Ankara, um an den türkischen Manövern teil« zunehmen. Sie hatten die Fliegerstation in Mossul besichtigt. Ein einfacher Soldat, der vor einem Zelt Posten stand, soll plötzlich auf den Generalstabschef angelegt und ihn mit drei Gewehrschüssen nieder- gestreckt haben. Der Ehes der irakischen Luftflotte, der den General zu schützen versuchte, wurde von zwei weiteren Schüssen des Attentäters tödlich ge­troffen. Soldaten der Fliegertruppe, die den Atten­täter lynchen wollten, konnten nur mit großer Mühe oon der Polizei und von Offizieren des Standortes daran gehindert werden. Man weiß nicht, ob das